hundezentrumloeser
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fronreute
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[b]Hallo Hundler,
natürlich ist Industriefutter keine Alternative zu ausgewogenem selbsthergestellten Futter. Ich sehe hier viele Beiträge, aber keinen der beschreibt wie man Futter selber richtig zubereiten könnte.Tote Nahrung - kann kein Ersatz für Frische Nahrung sein. Wird ein Hund richtig gefüttert braucht es auch keinen Unterschied zwischen Welpen, Junghund, Premium ....Senior und blablabla. Ich denk es gibt keinen Wolf der seinem Junghund ne extra - Packung Futter kauft. Ausgewogenes Futter kann bei Bedarf, über die Menge, der individuellen Belastung und der Bedürfnisse des Hundes angepasst werden. Die meisten Hunde sind eh zu Fett. Alleine schon die Aufnahme zu energiereicher Nahrung hat Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und die Gesundheit. Was die meisten vergessen ist das falsche Fütterung genauso auswirkungen auf das Verhalten hat. Bei jedem Therapiehund, mit massiven Angst - Aggressionsproblemen, den ich bislang in meinen Fängen hatte, habe ich zuerst einmal das Futter umgestellt- auf Hundenahrung und keinen Fast- Food-Scheiss. Auf sonstige Ernährungsbedingte Krankheiten möchte ich an dieser Stelle erst gar nicht eingehen das würde den Rahmen sprengen.
Futter Adulter Hund:
Eiweißreiche Futtermittel vom toten Tier - wiederum bestehend aus 2/3 Muskelfleisch und 1/3 Innereien – Fleischsorten bestenfalls variieren- Rind, Lamm, Ziege, Pute, Huhn etc. 50% - ca 10% vom lebenden Tier
E.F. vom lebenden Tier
Quark, Naturjoghurt, Frischkäse, Ei gek., Milch, etc.)
Energieliefernde Lebensmittel: Haferflocken, Nudeln, Kartoffeln gek., Maisflocken, Reis, Hirse etc. [u]40 % und nicht mehr als 1/3 der Futtermenge Getreideprodukte[/u]
Rohfaserreiche Ergänzungen: Gemüse,Möhren, Obst, Trockenschnitzel, Futterzellulose, Weizenkleie, Grünmehl etc. 5 %
Schweineschmalz und Pflanzenöle 5 % Mineralstoff und Vitaminzufuhr Knochenschrot, Vitaminreiches Ergänzungsfutter, Leber,Hefe .............. 0,5 g/kg Körpergewicht pro Tag Anmerkungen
Öle und Fette sollten in Abhängigkeit vom Fettgehalt des Fleisches oder der Innereien beigefügt werden. Je älter der Hund umso mehr wird Eiweiß vom toten Tier ( Fleisch) durch Eiweiß vom lebenden Tier ersetzt – Magerkäse Hüttenkäse, Quark, Milch etc. Diese Tabelle beinhaltet Richtwerte und sollten jedem Hund individuell, nach seiner körperlichen Konstitution und seinem Energiebedarf, angepasst werden. Kartoffelwasser immer abseihen! Ansonsten kann und soll Fleischbrühe Abkochwasser vom Reis etc mit verwendet werden. Schweinefleisch nie roh verfüttern!! Restliches Fleisch kann gerne roh gegeben werden. Hunde werden durch die Fütterung von rohem Fleisch nicht „schärfer“. Gemüse wird erfahrungsgemäß besser akzeptiert, wenn es gekocht und püriert dargeboten wird. Nur ein Beispiel für die Auswirkungen falscher Fütterung:
Skletterkrankungen können insbesondre bei Junghunden (3 -6 Monat) durch Ernährungsfehler verursacht oder begünstigt werden. Ein zu intensive Aufzucht, sprich zu energiereiches Futter und eine Fehlernährung mit Kalzium und Phosphor scheinen die Hauptauslöser zu sein.
Durch eine frühe Überfütterung entstehen Mikroverletzungen, insbesondre in den Wachstumszonen und in den Gelenkknorpeln. Der Hormonhaushalt wird mit beeinflusst. Es finden Rückwirkungen auf die Sekretion von Wachstumshormonen (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF 1 – Bekannt aus dem Leistungssportbereich insbesondre im Bodybuilding), sowie auf die Schilddrüsenhormone, die die Mineralisierung des neu gebildeten Gewebes steuern, statt. Auf Deutsch :Knorpelzellen werden gebildet wobei die Umwandlung in mineralisiertes Knochengewebe damit nicht synchron verläuft. Somit werden die Gelenkknorpel weniger gut durch knöchernes Gewebe abgestützt, weshalb sich durch Biomechanische Einwirkungen ( abrupte Drehbewegung, Schlag, Sturz etc) Knorpelschuppen ablösen können und zur OCD (Osteochondrosis dissecans) führen. Eine Energieüberversorgung kann bei disponierten Tieren eine HD (Hüftgelenksdysplasie) verschlimmern, wobei sie bei einem gesunden Hund keine auslösen kann. Es scheint nicht so sehr die Art des Futters zu sein, sondern eher die aufgenommene Energiemenge, die dafür verantwortlich ist. Also insbesondre bei jungen Hunden ist weniger Energiereiches Futter, eher mehr.
Pflanzen die Bitterstoffe enthalten beimengen. – Bsp. Löwenzahn – Wurzeln und Blätter klein geschnitten unters Fressen mengen- entschlacken Leber, Gallenblase und Nieren.
Einen Schuss Apfelessig täglich ins Fressen hilft der Leber.
Für wachsende Hunde- Senioren-Fette-Magere-trächtige Hündinnen weichen die Werte natürlich geringfügig ab. Ebenso kann der Hund einer Krankheit entsprechend - gefüttert werden.
Ein Buch das mir schon wertvolle Dienste geleistet hat und nur zu empfehlen ist: Meyer und Zentek "Ernährung des Hundes" erschienen im Parey- Verlag. Wer Praxisbezogene Ratschläge möchte, dem kann ich gerne weiterhelfen.
Vieleicht hilft es dem einen oder andren etwas.
Grüsse Peter Löser
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