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Glutamat/Geschmacksverstärker (Gelesen: 223539 mal)
Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #10 - 27. Januar 2005 um 14:57
 
[quote author=GehtKeiner  link=1106824652/0#8 date=1106832045]@ Godesberg



... was ist das denn für eine Aussage?  Schockiert/Erstaunt [/quote]


Ich will sowas:

J Perinat Med. 2003;31(6):489-95.

Does the thrifty phenotype result from chronic glutamate intoxication? A hypothesis.

Hermanussen M, Tresguerres JA.


The thrifty phenotype hypothesis proposes that the epidemiological associations between poor fetal and infant growth and the subsequent development of the metabolic syndrome, result from the effects of poor nutrition in early life. The present review however, considers an opposite explanation. We hypothesize that fetal over-nutrition plays a major role in the development of the metabolic syndrome. We found evidence that the thrifty phenotype may be the consequence of fetal hyperglutamatemia. Maternal glutamate (GLU) reaches the fetal circulation, as part of the materno-fetal glutamine-glutamate exchange. Glutamine is absorbed from the maternal circulation, and deaminated for nitrogen utilization, resulting in a fetal production of GLU. GLU is extracted as it returns to the placenta. When the umbilical plasma flow is low, GLU may be trapped in the fetal circulation, and reaches neurotoxic levels. Administering GLU to newborn rodents completely destructs arcuate nucleus neurons, and results in permanently elevated plasma leptin levels that fail to adequately counter-regulate food intake. Chronic fetal exposure to elevated levels of GLU may be caused by chronic maternal over-nutrition or by reduced umbilical plasma flow. We strongly suggest abandoing the flavoring agent monosodium glutamate and reconsidering the recommended daily allowances of protein and amino acids during pregnancy.
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
Hema
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Beiträge: 6071

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #11 - 27. Januar 2005 um 15:24
 
Das hier ist auch ganz interessant:

Kann man mal lesen: The Safety Evaluation of Monosodium Glutamate

Zitat:
und wer noch?


Ich auch, ich auch Smiley
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #12 - 27. Januar 2005 um 15:39
 
[quote author=GehtKeiner  link=1106824652/10#13 date=1106835739]@ Godesberg


und wer noch?  Zwinkernd [/quote]

Ich hoffe jeder der ausführend damit beschäftigt ist. Ich finde es zumindest besser wenn sich Ärzte auf solchem Niveau über Behandlungen informieren und nicht populärwissenschaftliche Trivialliteratur heranziehen.

Wissenschaftler haben das Problem dass Sie keiner versteht, die Thematik ist in jedem Fall zu komplex um für Laien verständlich zu sein. Leider kann man das meistens nicht gleichzeitig verständlich und korrekt darstellen.

Am Ende rümpfen die Wissenschaftler die Nase über Bücher von Laien die Themen unvollständig, tendentiös und oft auch schlicht falsch darstellen, auf der anderen Seite rümpfen die Laien die Nase weil die Wissenschaftler in einer formalistischen, ganz eigenen Sprache kommunizieren, die für Außenstehende schwer verständlich ist.

Eines ist jedoch sicher, wissenschaftliche Veröffentlichungen beruhen auf strengen Regeln die Qualität sichern sollen. Man muss das was man publiziert belegen können. Der Autor von "Die Ernährungslüge" muss nichts belegen, der Sparkassenangestellter sein und sich das ganze aus den Fingern saugen. Er kann einseitig darstellen und verfälschen wie er grade lustig ist, vielleicht hat er das nicht getan, ich kann aber als Leser nicht sicher sein. Artikel wie der von Hema gepostete wurden von unabhängigen Fachleuten anonymisiert durchgesehen und  
begutachtet, darauf kann man sich zu 99,9% verlassen.
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Alonso
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Beiträge: 3

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #13 - 27. Januar 2005 um 15:39
 
Vorsicht Ironie:

He Leute,
schon gewusst? Uran ist ungefährlich! Ehrlich! Die Studie, im Auftrag der RWE, ist Hieb und Stichfest!

Heute mal so, morgen wieder anders. Wer es halt gerade braucht...

... glaubt doch das Ding net!

Gruß
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Emilie
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Beiträge: 35

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #14 - 27. Januar 2005 um 15:47
 
Wer es sich leisten kann, kauft sich die Studien ein. Soviel zum Thema 'unabhängig'.
Ich weiss bloss mit Sicherheit, dass dieses Thema sehr brenzlig ist für viele Lebensmittelkonzerne und mit gutem Grund vermieden wird. Ich gehe soweit zu behaupten, dass die meissten Studien im Auftrag eben dieser Konzerne entstanden sind.
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #15 - 27. Januar 2005 um 15:53
 
Exakt deshalb bestehe auf Studien aus Quellen denen ich vertrauen kann.
Sie können ja mal versuchen eine "eingekaufte" Studie zur Ungefährlichkeit von xy in einem wissenschaftlichen Journal unterzubringen.
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Emilie
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Beiträge: 35

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #16 - 27. Januar 2005 um 15:58
 
Nach welchen Kriterien beurteilen Sie denn die Studien? Wer ist denn wirklich vertrauenswürdig? Wussten Sie, dass Ökotest zur Hälfte zu einer Verlagsgesellschaft der SPD gehört? Nur ein kleines Beispiel.
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #17 - 27. Januar 2005 um 16:13
 
Ich lasse beurteilen.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=PubMed


So gut wie alles was dort archiviert ist wird nach den üblichen Regeln überprüft:

1. Ein Autor reicht bei einem geeigneten Journal einen Artikel ein.
2. Das Journal gibt den Artikel an mehrere Gutachter weiter, die in diesem Forschungsgebiet tätig sind. Diese Experten (Profs, post-docs etc.) werden nicht bezahlt und kennen auch nicht den Autor der Studie (wenn man auch oft über den Inhalt auf den Autor schließen kann, so groß ist die Forschergemeinde in manchen Bereichen nicht).
3. Die Gutachter schauen sich das Paper an, überprüfen die Schlüssigkeit, bewerten die Experimente die gemacht wurden und verlangen ggf. weitere Versuche.
4. Die Gutachter geben schließlich den Rat ans Journal das Paper zu akzeptieren (oder auch nicht, kommt oft genug vor).
5. Der Artikel wird veröffentlicht und damit zur Diskussion gestellt.

Die Artikel sind im übrigen alle vollkommen gleich aufgebaut (im Prinzip seit Jahrhunderten):

Titel
Autoren (in festgelegter Reihenfolge)
Abstract
Einleitung
Material und Methoden
Ergebnisse
Diskussion
Literatur


Wenn ein Paper diesen Kriterien entspricht kann ich mir sehr sicher sein dass er in Ordnung ist. Jeder ernsthafte Wissenschaftler hält sich an diese Regeln, wenn nicht ist meistens etwas faul.
Natürlich kann man jetzt einen wissenschaftlichen Artikel nicht mit einem populärwissenschaftlichen Buch vergleichen, aber man kann entscheiden was glaubwürdiger ist.
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GehtKeiner
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Beiträge: 19

Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #18 - 27. Januar 2005 um 16:52
 
@ Godesberg

Zitat:
Eines ist jedoch sicher, wissenschaftliche Veröffentlichungen beruhen auf strengen Regeln die Qualität sichern sollen. Man muss das was man publiziert belegen können. Der Autor von "Die Ernährungslüge" muss nichts belegen, der Sparkassenangestellter sein und sich das ganze aus den Fingern saugen.


Offtopic:

Ich bin Ihrer Meinung, dass eine wissenschaftliche Veröffentlichung eine andere Qualität besitzt, wie das Buch eines "Sparkassenangestellen" (besser/schlechter?). Fakt ist auch, dass sich Meinungsbildner all zu oft in wilde Theorien über das Dafür und Dagegen einer Sache verstricken.

Ich denke allerdings, man sollte nicht derart naiv durchs Leben laufen und jedem der sagt "Gut, Böse, ach nein ich meinte Gut!" glauben schenken. Ob Herr Professor, Herr Präsident oder Frau Mustermann ist da zweitrangig. Es liegt in der Natur des Menschen sich selbst zu feiern. Ob das nun offiziell nach irgendwelchen Regeln passiert, ist, wie eine Vorrednerin so schön sagte, wurscht!

Wenn ich ehrlich sein soll traue ich weder dem Prof. noch dem Bankfuzzi, werde allerdings hellhörig, wenn plötzlich beide etwas anderes Behaupten. Welcher Meinung man sich anschließt muss jeder selbst wissen. Wie bei allem im Leben sollten die eigenen Interessen im Vordergrund stehen Laut lachend

Nichts für Ungut Zwinkernd

MfG
GehtKeiner
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Emilie
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Re: Glutamat/Geschmacksverstärker
Antwort #19 - 27. Januar 2005 um 16:58
 
Gruss an Nestlé, ihr überzeugt mich nicht, ich steige aus!

Leute, haltet die Augen offen!
Wir reden über Abfallprodukte die von der Industrie mit chemischen Stoffen versehen optisch und geschmacklich aufbereitet werden!!! (z.B. Tütensuppen, Fertigprodukte etc.)

Wer behauptet, dass das ungefährlich sei, dem mangelts an gesundem Menschenverstand.

Das war's von meiner Seite....
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