Teil 2
>Und wenn Sie als Arzt vor dem Ruin stehen müssen Sie an
>Geld kommen. Da denken sich viele: Wenn ich von der Kasse
>für eine Untersuchung 11 Euro bekomme, warum dann nicht
>für 50 Euro Hokuspokus, bar auf die Hand. So wird denn
>Patienten dann Mist angedreht.
Die berüchtigten IGeL... Genau. Aber das ist ja zum Zweck des Geldeinehmens. Es geht aber um etwas weitaus schlimmeres! Wenn bei gleicher oder sogar weniger Geldeinnahme dem Patienten Schaden zugefügt wird. Wenn zum Beispiel Untersuchungen gemacht, aber schlampig ausgewertet werden. Wenn der Arzt schlampt, hat er doch keinen Vorteil. Oder wenn er dem Patienten Lügen erzählt.
>Ich will das überhaupt nicht verteidigen, das allermeiste
>ist einfach Betrug! allerdings sollte sich die Politik
>auch nicht wundern, wenn Sie auf der einen Seite was von
>Hausarztmodellen erzählt, aber dafür sorgt, dass niemand
>mehr in manchen Gebieten als Hausarzt arbeiten möchte.
Die Sache hat noch einen Haken. Mich wundert, daß der niemandem auffällt. Der ist schlimmer als alles andere zusammen. (Wenn die neue "Versichertenkarte" kommt mit den Krankendaten drauf, wird das erst recht kriminell.) Wenn der Hausarzt eine Pfeife ist, ein Schlamper, ein Pfuscher oder ganz einfach ein Irrer, dann blockiert er die Untersuchungen und der Patienten kann sich nicht dagegen wehren. Der Patient WEISS doch gar nicht, was da abgeht. In der Versichertenkarte wird jede Untersuchung eningetragen. Durchgeführt wird sie nur einmal (das ist ja der Sinn der Karte). Wenn die Untersuchung geschlampt ist oder wenn einer der Ärzte den Patienten als Psychoten abstempelt, kann sich der Patient gleich von dieser Welt verabschieden: Jeder Arzt, der die Eintragungen sieht, hakt den Patienten als Neurotiker ab: "Der Nächste, bitte!...
Ich glaube, ich kenne keine Berufsgruppe mit mehr Irren als die der Ärzte... Und keine mit mehr Alkoholikern als die der Lehrer...
[...]
>Dafür werden medizinische leistungen eingeschränkt, wie
>krank ist das eigentlich?
Genau DAS sage ich ja.
Man muß sich das mal so vorstellen: 1000 Leute in einem Stadtgebiet tun sich zusammen und jeder gibt 5 Euro. Das macht 5000 Euro. Das ist nicht viel, aber besser als nichts. Von diesen 5000 Euro kann ein Selbständiger leben. Wer? Ein Arzt, der nur diese 1000 Leute behandelt. Ich bin sicher, daß über kurz oder lang dies kommen wird. So wie der Dorfpfarrer, der auch von der Gemeinde getragen wurde. Der neue Arzt verlangt kein Honorar, sondern alle tragen ihn gemeinsam. Das ist der Grundgedanke einer Versicherung.
Mich wundert, daß in Skandinavien und vor allem in Großbritannien das noch nicht eingeführt wurde. Dort warten die Patienten Monat um Monat auf einen Arzttermin... Wenn ich mich nicht irre, warten Manche bis zu einem Jahr...
ama
"Meine Herren, wenn ihnen etwas an ihrer Kariere in diesem Hause liegt,..."