Hexendoktor schrieb am 23. März 2006 um 16:12:Erstens: mir fällt auf, daß vom Naturpfuscher konstruktiv vorgetragene Tatsachen und Links pauschale Aburteilungen kommen, auch ungeachtet dessen, daß er sehr deutlich von einer Komplementärmedizin und keiner Gegnerschaft spricht. Von Seiten der Befürworter der Schulmedizin wird aber nur stereotyp auf die wissenschaftliche Vorgehensweise der Tests hingewiesen. Ein Armutszeugnis angesichts dessen, daß die Medizin an sich eine Zunft für den individuellen Menschen sein sollte. Aleister Crowleys "Dogs of Reason" lassen grüßen, die beißen Euch schon gehörig in die Wadln.
Unsinn bleibt Unsinn. Trittbrettfahrerei verschleiert nur den mangelnden Nutzen der meisten "alternativen" Therapien.
"Ergänzung" der wissenschaftlichen Medizin durch Unsinn erzeugt Kosten ohne nachweisbaren NUTZEN für den Patienten. Und der Nutzen des Behandlers KANN und DARF da nicht das Maß der Dinge sein.
Zitat:Damit wäre ich schon bei Punkt zwei: Mir zeigt sich deutlichst, daß kaum einer der hier Anwesenden auch nur ansatzweise etwas von der Homöopathie, auf der hier liebend gerne herumgehackt wird, versteht. [...] Im Ökotest wird man lehrbuchmäßig allen Rheumatikern das gleiche Mittel reingehauen haben oder die Behandler waren "Arzthomöopathen". Ich schlage vor, Sie nehmen einfach mal 2 Globuli Camphora C30 ein. *g*
Ein ebenso beliebtes wie FALSCHES Argument. Eben die eingehende Beschäftigung mit dem Organon und vielen weiteren Schriften hat meine Meinung hervorgerufen. Kommen Sie bitte nicht - ohne jeglichen Beleg - mit diesem Vorurteil. Setzen Sie sich doch bitte mit meinen
Argumenten auseinander.
Nicht jeder, der ein Telefonbuch liest, muss T-Aktien kaufen.
Zitat:Ich nutze und respektiere selber die Schulmedizin, einen anaphylaktischen Schock behandelt man mit hochdosierten Cortisongaben und, wenns nötig ist, auf der Intensivstation, die Stenose einer Arterie behandelt man mit einer Dilatation oder einer Prothese, was immer da auch geht. Aber wie schauts im psychosomatischem Bereich aus? Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie? wie geht man mit dem Tod um? Zu letzterem Thema war vor einigen Tagen ein recht interessanter Beitrag im Fernsehen - mit so "Grenzgebieten" kann die rein naturwissenschaftlich geprägte Schulmedizin ganz schlecht, und da hat halt der, der heilt, recht.
Psychiatrische Erkrankungen gehören nicht in die Hände von Laien - das ist auch gut so, weil viele psychiatrische Patienten eine zielführende Medikation benötigen.
Ansonsten: Sie haben was gegen den Tod an sich? Das ist tatsächlich neu...

Dass sich HP als Berufsgruppe in der Hospizarbeit besonders hervortäten, wäre mir auch neu.
Zitat:Ein kurzes Wort zur verlachten "Hühnermedizin": ich studiere selbige und habe Erlebnisse vorzweisen, die sich mit dem WHO-Urteil decken.
Mit WELCHEM WHO-"Urteil"? Genau, wenns geht.
Zitat:Es wird hier gerne übersehen, daß sowohl kompetente Schulmediziner als auch kompetente Heilpraktiker sehr genau wissen, daß sie sich einander nicht die Butter vom Brot nehmen, die ergänzen sich. Hichkhack habe ich nur bei menschlich inkompetenten Vertretern beider Berufe erleben dürfen.
Es zeugt von "menschlicher Inkompetenz", lächelnd daneben zu stehen, wenn Patienten, weil sie Laien sind, betrogen werden mit allerlei wirkungslosem Schnickschnack.
Zitat:Mein Vater, ein sehr guter HNO, hat das so gehalten, eine gute Zusammenarbeit mit einem HP, und ich werde es ebenso machen. Da lasse ich mir von so Aussagen wie hier im Forum (die im Grunde nur redundant um die von mir schon angeführte Wissenschaftlichkeit kreisen - übrigens kommen die Quantenphysiker langsam drauf, daß es halt doch nicht ganz so einfach ist) nix madig machen.
Sie irren. Das hat so rein gar nichts mit MAKROSKOPISCHEN und statistisch abgesicherten Beobachtungen zu tun. Sie sollten sich informieren. Im Zusammenhang mit Homöopathie wird die Quantenphysik nur angeführt in der Hoffnung, das Gegenüber gehe alleine wegen der Nennung dieses Begriffs in die Knie. Ich kann Ihnen deutlich versichern, dass Sie da mehr bieten müssen.
Zitat:Ich werde mich im Verlauf der weiteren Diskussion zurückhalten - es gibt sowohl bei den HPs als auch bei den Ärzten Leute mit mehr Wissen, die das auch besser artikulieren können, aber ich wollte von meiner bescheidenen Warte diese Gedanken doch loswerden.
Gruß,
Hexendoktor
Ihre "Bescheidenheit" ist mit Verlaub Pose, denn Sie haben in Ihrem Beitrag mal so nebenbei die Wissenschaft und die Wissenschaftlichkeit an sich bezweifelt, die hiesigen Schreiber als inkompetent und uninformiert dargestellt und den Diskussionsstil bemängelt.
Lesen Sie Ihren Beitrag doch noch einmal: Sind da irgendwelche neue (oder überhaupt) Argumente?