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Heilpraktiker: Allgemeine Diskussion (Gelesen: 88918 mal)
Jim_Panse
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Beiträge: 111

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #70 - 21. März 2006 um 18:22
 
Zitat:
Zitat:
}Aber wie Sie ja schon selbst geschrieben haben, Pfuscher und Nichtskönner gibts in jedem Bereich, egal ob RS, RA, NA, KP, HP,....


Das ist doch mal eine korrekte Aussage. Richtig, Pfusch gibt es überall und die Folgen können von banal/lächerlich/ärgerlich bis letal jede beliebige Form annehmen. Sowas kann aus purem Nichts können genau so entstehen wie aus unglücklichen Umständen. Wenn man sich daran aufhängen will, ergibt das nur eine Konsequenz: Zu Hause bleiben und dort alles elliminieren, was in irgendeiner Art gefährlich für Gesundheit und Leben werden kann. Auf richtiges Leben muß dann verzichtet werden, denn dieses trägt von Haus aus immer ein Gefahrenpotential in sich - und endet so oder so immer, früher oder später, tödlich.




Na also, schon samma beieinand...


Zitat:
Aus welcher Kenntniss leiten Sie die "scheinbare Großenwahnsinnigkeit" ab?




Wenn jemand eine Heilkunde erfindet die sich auch nach fast 200 Jahren immer noch nicht schlüssig belegen läßt und dies als einzig gültige Wahrheit verkauft, dann kann es sich dem gewieften Hobby-Psychologen schonmal aufdrängen, daß da ein wenig Größenwahn im Spiel war. Ob das allerdings der Realität entspricht, ist fraglich, wie auch die Ergebnisse Ihrer Hobby-psychologischen Untersuchungen in diesem Forum fraglich sind.

Zitat:

Haben Sie "getrockneten Tiegerpenis" oder ähnliche Präparate bei einigen der von mir verlinkten Herstellern naturheilkundlicher Arzneimitteln gefunden? Im Übrigen lässt die Aussage tatsächlich auch die Vernetzung therapeutischen Denkens und Handelns mit sozialen, kulturellen, erfahrungsbedingten und weltanschaulichen Grundbedingungen versschiedener Ethnien außer Betracht.



Das läßt die Aussage mit dem Tigerpenis allerdings außer Betracht. Interessantes über die Vernetzung therapeutischen Denkens und Handelns mit sozialen, kulturellen, erfahrungsbedingten und weltanschaulichen Grundbedingungen im Bezug zur chinesischen Medizin gibts hier.


Und schon wieder Hobby-Psychologie:
Zitat:
Ein typischer Fall von: ich suche mir das heraus, was mich interessiert und mir geeignet erscheint, eine Behauptung zu untermauern, löse das aus dem Kontext der Gesamtheit des Lebens heraus und mißachte die übrig gebliebenen Zusammenhänge, die alle zusammen eigentlich ein ganz anderes Bild der Realität ergeben würden.


Das wäre ja dann das selbe was Sie ständig mit der "Schulmedizin" machen.


Zitat:
Lebensqualität, auch in Würde sterben können wenn es soweit ist, sind mal zwei Punkte, die mir ganz spontan dazu einfallen. Schulmedizin sichert nicht mehr als das Überleben und unter allen Umständen alt werden.


Lebensqualität, so? Die war vor 100 Jahren besser als heute?

Dann werden wir doch mal ganz konkret, ein Neugeborenes hatte um 1900 eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca 50 Jahren, heute gehts auf 80 Jahre zu. Das lag unter anderem an einer Säuglingssterblichkeit von 20% um 1900, in den Industrienationen heute unter 1%.
Sind Errungenschaften der Homöopathie oder gar der TCM hierfür verantwortlich?
Wie ist es mit der Lebensqualität der ganzen Menschen bestellt die das erste Lebensjahr nicht überlebt hätten wenn bescheidenen "Schulmedizinern" nicht was eingefallen wäre?


Zitat:
Mal ganz platt: was habe ich davon zu überleben, wen eines Tages kein Baum, kein Strauch, keine Wiese, kein Tier mehr auf der Welt ist, da alles wegrationalisiert wird, was geht. Inclusive meiner Seele?

Der Witz ist: die, die so hartnäckig diese Zusammenhänge bestreiten werden die ersten sein, die sich suizidieren, weil sie mit der Welt, die sie so hartnäckig zurecht gebogen haben nicht mehr klar kommen. (Und wie war das mit der Suizidrate bei Ärzten?)


Wollen Sie uns jetzt auch noch weis machen, die "Schulmedizin" sei für die Zerstörung der Natur verantwortlich?
Oder kommt jetzt wieder die Kiste "Naturheilkundler" lieben die Natur und haben ein "Feeling" dafür, "Schulmedizin"-Anhänger, Wissenschaftler und ähnliches stubenhockendes Gesocks hingegen verabscheuen alles "Natürliche", haben auch gar keinen Draht zum Leben an sich etc.

Zum Glück gibts ja noch ein paar Bäume, Sträucher und Tiere an denen Sie und andere sich erfreuen können, auch in unserer arg strapazierten Kulturlandschaft.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #71 - 21. März 2006 um 20:29
 
@ Naturpfuscher:

Ich fasse mal zusammen:

Sie haben was gegen den Heilpraktiker-Test, können jedoch nicht darlegen, das der durchschnittliche Heilpraktiker besser hinsichtlich Diagnose und Therapie ist als die Stichprobe.

Sie wenden Homöopathie an, sehen aber keinen Bedarf, die Wirksamkeit der Homöopathie jenseits eigener "Erfolge" (und auch die quantifizieren Sie ja nicht) zu belegen.

Sie wenden Kinesiologie an, sehen aber keinen Bedarf, die Stichhaltigkeit der Kinesiologie jenseits eigener "Erfolge" (und auch die quantifizieren Sie ja nicht) anzuschauen.

Sie sind ein Fan von Ethno- bzw. Schamanenmedizin und sprechen ihr eine Berechtigung zu, belegen aber auch den angeblichen Vorteil dieser "Medizin" nicht.

Was soll denn das hier

"Der Befund einer physionergetischen Arbeit geht dem behandelnenden Arzt in aller Regel mit dem Hinweis auf den wissenschaftlich nicht anerkannten Status dieser Untersuchungstechnik zu. "

heißen? Was ist eine physioenergetische Arbeit und was befunden sie damit?

Es ist üblich, dass derjenige, der eine Wirksamkeit oder Stichhaltigkeit behauptet, diese auch darlegen muss. Die Studien, die Sie so abtun, sind nämlich mitnichten "rein theoretisch", sondern beruhen ja auf realen Patienten und Befunden und deren Auswertung.

Aber vielleicht könnten Sie mal mit Ihrer Sicht der Egger-Studie anfangen.

Auf etliche Kritikpunkte bzw. Fragen sind Sie nicht eingegangen oder sind ausgewichen, das eine oder andere Mal verweigern Sie aber auch schlicht die Diskussion über einen Punkt angeblich wegen des zu geringen Kenntnisstandes des Gegenübers, was Sie aber auch nicht darlegen können.

Was soll das alles? Was wollen Sie erreichen?

Ohne ARGUMENTE lässt sich hier sicher keiner überzeugen, die schlichte Masse beeindruckt auch wenig.
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Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #72 - 23. März 2006 um 06:12
 
Nun Hema, der Versuch einer vernünftigen Zusammenfassung, als Anregung, wie sowas auszusehen hat, wenn man das unbedingt möchte:

Prüfung
Von Ihrer Seite wurde herausgestellt: daß die Prüfung einen kleinen schriftlichen Test umfasse, dann könne es losgehen. Ausbildung sei keine vorgeschrieben.
Dem stelle ich gegenüber: die Prüfung umfasst zwei Teile, den schriftlichen, bei dessen bestehen einen mündlichen Teil. Bei diesen Gelegenheiten muß der Amtsarzt sich überzeugen, daß keine Gefahr für die Volksgesundheit nachgewiesen werden kann.
Inhalte der Prüfungen können das gesamte Spektrum medizinischen Wissens umfassen, das in unmittelbaren Zusammenhang mit den im HPG niedergelgten Grundrichtlinien in Zusammenhang steht. Der Prüfling hat sich dieses Wissen also in seiner Gesamtheit auf eine ihm angemessen erscheinende Weise anzueigen und muß diesem darüber hinaus Ausdruck verleien können - da er nicht wissen kann, was im Einzelfall genau geprüft wird geht es tatsächlich um die Gesamtheit des Wissens. Durch die Prüfungsanforderungen werden notwendige Ausbildungsinhalte indirekt vorgegeben.
Wenn die Prüfung bestanden wurde muß die Erlaubniss nach HPG erteilt werden, wenn darüber hinaus die im HPG festgesetzten Grundbedingungen (Lebensalter, sittliche Zuverlässigkeit etc) vorliegen.

Praktizierte Therapieverfahren müßen darüber hinaus sorgsam und sachgemäß erlernt werden. Im Rahmen der Sorgfaltspflicht muß dieses nachweisbar sein. Darüber hinaus ist im Rahmen der Sorgfaltspflicht eine mit geeigneten Methoden regelmäßige Aus- und Weiterbildung zu absolvieren und nachweißlich zu dokumentieren.

Studien
Ich formulierte eine grobe Vorstellung davon, wie eine geeignete Studie strukturiert werden müßte.
Sie stellten ganz richtig fest, daß sich das kaum machen ließe.
Meine Annahme aus tieferer Kentniss der naturheilkundlichen, hollistischen Therapiematerie: gängige wissenschaftliche Forderungen zum Wirkungsnachweis alternativer Heilverfahren sind derzeit ungenügend und unbrauchbar, da sie den Regeln der rationalen Wissenschaft zugeordnet sind - nicht aber den Gesetzen hollistischer Heilverfahren und damit zusammenhängender Weltbilder, die über die rationale Sicht erheblich hinausgehen.
Ich stelle fest, daß es mir nicht möglich sein wird, mit absoluter und reproduzierbarer Sicherheit den wissenschaftlichen Wirkungsnachweis im Rahmen wissenschaftlicher Studien zu erbringen. Die Ursache hierfür ist streitbar: entweder die Ungenügsamkeit wissenschaftlicher Studien oder die Unwirksamkeit alternativer Heilverfahren. Jeder darf sich selbst seine Meinung bilden. Einen absoluten generell gültigen Beweis werden beide Seiten schuldig bleiben. Es bleibt nur, selbst zu sehen was funktioniert und was nicht.

Ich habe Sie deutlich darauf hingewiesen, daß ich keinerlei Studienmaterial zur Verfügung stellen werden, an dem ich etwas beweisen könnte, wwiel Sie meinen, dies wäre meine Verpflichtung. Legen Sie die Studien vor, ich werde versuchen, damit sachgemäß umzugehen. Soviel Miteinander sollte möglich sein, wenn echtes Interresse an Diskussion mit der Bereitschaft, mitzuarbeiten, bestehen würde.

Vorwurf, ich unterstellte fehlendes Wissen (die Zusammenfassung ist nicht allein auf Hema bezogen)
Korrekt. Ich leite das aus Ihren Darstellungen der Naturheilkunde unter fixierten anerkannten wissenschaftlichen Hintergünden ab.
Meine persönliche und jahrelange Erfahrung mit Naturheilkunde und Alternativmedizin lässt mich diese Verfahren vor einem erweitertem Hintergund sehen. Anerkannte Wissenschaft bildet keinen geeigneten Rahmen als Absolutheitsanspruch, Phänomene zu erklären oder gar endgültige Schlüsse aus diesem Blickwinkel heraus zu ziehen. Ich sehe dise Wissenschaft als einen weltanschaulichen Teil, der unter bestimmten Bedingungen Gültigkeit hat, unter anderen jedoch nicht mehr. Von diesem Standpunkt her kann Naturheilkunde nicht zur Gänze verstanden werden, ohne eine Erweiterung des Blickwinkels muß es zwangsläufig zu fehlendem Wissen und fehlender, praktischer und positiver Erfahrung kommen.
Vielversprechender sind da die modernsten Ansätze, die jedoch noch in ihren Kinderschuhen stecken: Quantenphysik, Chaostheorie, Stringtheorie, weiterführend aich die Heimsche Theorie. Diese Ansätze scheinen hier nicht bekannt zu sein, wird auf sie doch mit keiner einzigen Silbe eingegangen.

Meine explizite Fragestellung nach persönlicher Wissens- und Erfahrungsqualifikation im Bereich der Naturheilkunde der einzelnen Poster wurde bisher - bis auf eine kurze Behauptung ohne genaueres darzulegen - ignoriert. Warum sei dahin gestellt.

Die Sorgfaltspflicht hat auch ein Bäcker.
Stimmt.

*gg* kleiner Scherz, Kawarimono Smiley) *kopftätschel*
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Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #73 - 23. März 2006 um 06:12
 
Pfusch und Berufsverbot
Es wird festgestellt, daß Heilpraktiker durch Pfusch gefährliche Körperverletzung oder Tötung zu verantworten haben. Einige Fallbeispiele wurden dazu angeführt. Daraus wird der Wunsch und die Berechtigung eines generellen Berufsverbotes abgeleitet.
Im Gegenzug habe ich mich bereit erklärt, eine kleine Auswahl an Links bereitzustellen, in denen Pfusch mit exakt dem selben Folgespektrum in einer anderen fürs Thema relevanten Berufsgruppe nachgelesen werden können. (Auffallend ein kleiner Unterschied zu Fällen bei Hp´s: die Kommunikation solcher Zwischenfälle in speziell dieser Berufsgruppe fällt Betroffenen in der Öffentlichkeit auf Grund verschiedener bremsender Einflüße und Vertuschungsversuche extrem schwer. Ein Fakt, den jeder selbst nachprüfen kann.)
Weiters meine Behauptung, daß Fälle von Pfusch mit ähnlichem Folgespektrum in fast jeder Berufsgruppe vereinzelt dokumentiert wfestgestellt werden können.
Niemand scheint auf Grund dieser Fälle ein Berufsverbot für alle diese Berufsgruppen als notwendig zu erachten.

Hier stimmt was nicht, zu beurteilen was überlasse ich dem Leser.

Ursprung des HPG, Unvereinbarkeit mit dem GG und daraus resultierende Änderung
Hema zweifelte diese Tatsache an und verlangte einen Beweis.
Ich zitierte einen entsprechenden Text mit Quellenangabe, der zunächst einmal belegen dürfte, daß das HPG nach Zusammenbruch des 3. Reiches tatsächlich geändert werden mußte.

Komplexmittelh. und klassische H.
Miteinander unvereinbar auf Grund Absolutheitsanspruch des Organanon laut Hema.
Ich wies auf Paradigmenwechsel sowie unterschiedliche Ansätze und Ebenen sich auf den ersten Blick gegenseitig ausschließender Therapieverfahren hin.
Einen Absolutheitsanspruch des Organon halte ich für übertrieben - eine Grundmaxime meinerseits. Die Kunst, Praktisches und sinnvolles vom Dogma zu trennen ist vorteilhaft bei der Lektüre verschiedener Publikationen - ganz gleich zu welchem Thema.
Ähnliches gilt für Weltbilder mit Absolutheitsanspruch (nicht zu letzt, da solche im Laufe der Geschichte beinahe immer als "doch nicht" entlarvt wurden und obendrein die weitere Entwicklung fast immer hemmend beeinflusst haben - und das nicht selten mit brutalster Gewalt. Was früher der Scheiterhaufen war ist heute der Versuch "medialer Hinrichting" über Medien wie das Internet - diesen Anschein kann ich mich nicht erwehren)

Vorwurf von "viel Text - kein Inhalt"
a) es ist mir nicht möglich ein warhaft hollistisches Thema, das obendrein den wenigsten Lesern in dieser Art verständlich sein dürfte auf Grund verschiedenster Umstände in Kürzte sinnvoll darzustellen. Das mag auch an mangelnder Fähigkeit liegen - ich bitte das zu entschuldigen.
b)den Vorwurf, es wären keine Informationen enthalten, darf ich getrost lächeln zurückweisen. Wenn die Texte gelesen werden kommen da mit Sicherheit auch Informationen, auch wenn diese eventuell komprimierter dargestellt werden könnten, aber ich gebe ja meinen Hang zur  Logorrhoe zu. Darüberhinaus hält es sich in erträglichen Grenzen.
c) Vor dem Hintergrund was von mir alles verlangt wird, welche Fragen ich alle beantworten soll, welche Themen ich bearbeiten soll und wie texthaltig die mir angebotenen Links sind (es braucht Tage, alle zur Gänze erfasst zu haben, selbst wenn man vile davon kennt)  ist der Vorwurf nur noch rudimentär ernst zu nehmen.

Homöopathie wirkt nicht wenn...laut Organon
Hema besteht darauf, daß die Hinweise zu Therapiehindernißen im Organon als absolut zu sehen seinen. Da alle diese Hindernisse abzustellen nicht möglich wäre, könnte Homöopathie nicht funktionieren.
Ich gab den Hinweis, die Hindernissauflistungen eher als Möglichkeiten zu sehen, die hinderlich wirken KÖNNEN - nicht jedoch MÜSSEN. Die Praxis bestätigt mir das im Übrigen.

Schulmedizin contra Naturheilkunde
Auch wenn einige Mißstände in der Schulmedizin durchaus deutlich von mir angeprangert werden (ich begründe in der Folge warum und betone, daß damit nicht die Schulmedizin als Ganzes sondern einzelne Sachverhalte gemeint sind)
nich ich letztlich der Meinung "Schulmedizin & Naturheilkunde" + alles andere was da dran hängt. Dabei gilt für mich der Satz: "Schuster bleib bei Deinen Leisten"

Ethnomedizin, Schamanismus & Co
Ethnomedizin, obwohl als wissenschaftlicher Ansatz und betrieben akzeptiert in Fachkreisen, wird hier völlig verkannt. Bei entsprechenden Links zum Thema wurde auf "kenne ich schon" verwiesen - Aussagen im weiteren Verlauf BEWEISEN jedoch klar die Unwarheit dieser Aussage.
Den Aussagen in Richtung "schmutzige, ungesunde und tödliche" schamanische Praktiken in anderen Kulturen möchte ich hier folgendes entgegensetzen: Mir wurde der Link zur WHO angeboten, mich zu diversen Themen kundig zu tun. Abgesehen davon, daß es sich nur um einem Witz handeln kann, einem Vertreter eines Heilberufs diese Organsisation zur "Aufklärung" zur verlinken, Hema, habe ich hier fogenden Tip für Sie: Erkundigen Sie sich, was die WHO zum Thema Schamanismus bereits vor JAHREN  offiziell erklären ließ. Es dürfte da eine Überaschung auf ihr wissenschaftlich und analytisch geschultes Gehirn warten.

So, ich glaube das genügt fürs erste. Zumindest ich sowie einige andere Leser hier wedren mit dieser Zusammenfassung schin eher etwas anfangen können.
Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht, allerdings wäre es noch zu früh, weitergehende Schlußrechnungen zu weiteren Themen zu präsentieren.

Freundlichst Ihr
Naturpfuscher
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Hexendoktor
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #74 - 23. März 2006 um 16:12
 
So, nun melde ich mich auch mal zu Wort. Ich wurde vor einigen Tagen auf die hier laufende Diskussion (wenn man das so nennen kann...) aufmerksam gemacht und sehe mich als Heilpraktiker, wenn auch noch nicht sehr erfahren, bemüßigt, einige Worte zu der "fairen" Vorgehensweise hier zu schreiben.
Erstens: mir fällt auf, daß zu vom Naturpfuscher konstruktiv vorgetragene Tatsachen und Links pauschale Aburteilungen kommen, auch ungeachtet dessen, daß er sehr deutlich von einer Komplementärmedizin und keiner Gegnerschaft spricht. Von Seiten der Befürworter der Schulmedizin wird aber nur stereotyp auf die wissenschaftliche Vorgehensweise der Tests hingewiesen. Ein Armutszeugnis angesichts dessen, daß die Medizin an sich eine Zunft für den individuellen Menschen sein sollte. Aleister Crowleys "Dogs of Reason" lassen grüßen, die beißen Euch schon gehörig in die Wadln.
Damit wäre ich schon bei Punkt zwei: Mir zeigt sich deutlichst, daß kaum einer der hier Anwesenden auch nur ansatzweise etwas von der Homöopathie, auf der hier liebend gerne herumgehackt wird, versteht. Ich empfehle, zumindest mal kursorisch Hahnemanns Organon zu lesen - wird sich eh erübrigen, da sicher als Antwort nur das übliche Geschimpfe kommen wird. Naturpfuscher hat da recht: wenn man sich auch nur mal ansatzweise mit der Materia Medica und der Repertorisation auseinandersetzt, wird man verstehen, daß so ein Test wie der von Ihnen angeführte höchstens einen Placeboeffekt bescheinigen kann. Verdeutlichung an einem Beispiel: Zwei Menschen mit rheumatischen Beschwerden bekommen in der homöopathischen Behandlung individuell unterschiedliche Mittel. Der eine ist sehr unruhig und bewegt sich dauernd - bekommt er also Rhus tox, der andere hat herausgefunden, daß seine Schmerzen sich bessern, wenn er ruhig daliegt, gut, kriegt der halt Bryonia. Im Ökotest wird man lehrbuchmäßig allen Rheumatikern das gleiche Mittel reingehauen haben oder die Behandler waren "Arzthomöopathen". Ich schlage vor, Sie nehmen einfach mal 2 Globuli Camphora C30 ein. *g*
Ich nutze und respektiere selber die Schulmedizin, einen anaphylaktischen Schock behandelt man mit hochdosierten Cortisongaben und, wenns nötig ist, auf der Intensivstation, die Stenose einer Arterie behandelt man mit einer Dilatation oder einer Prothese, was immer da auch geht. Aber wie schauts im psychosomatischem Bereich aus? Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie? Wie geht man mit dem Tod um? Zu letzterem Thema war vor einigen Tagen ein recht interessanter Beitrag im Fernsehen - mit so "Grenzgebieten" kann die rein naturwissenschaftlich geprägte Schulmedizin ganz schlecht, und da hat halt der, der heilt, recht.
Ein kurzes Wort zur verlachten "Hühnermedizin": ich studiere selbige und habe Erlebnisse vorzweisen, die sich mit dem WHO-Urteil decken. Es wird hier gerne übersehen, daß sowohl kompetente Schulmediziner als auch kompetente Heilpraktiker sehr genau wissen, daß sie sich einander nicht die Butter vom Brot nehmen, die ergänzen sich. Hichkhack habe ich nur bei menschlich inkompetenten Vertretern beider Berufe erleben dürfen. Mein Vater, ein sehr guter HNO, hat das so gehalten, eine gute Zusammenarbeit mit einem HP, und ich werde es ebenso machen. Da lasse ich mir von so Aussagen wie hier im Forum (die im Grunde nur redundant um die von mir schon angeführte Wissenschaftlichkeit kreisen - übrigens kommen die Quantenphysiker langsam drauf, daß es halt doch nicht ganz so einfach ist) nix madig machen.
Ich werde mich im Verlauf der weiteren Diskussion zurückhalten - es gibt sowohl bei den HPs als auch bei den Ärzten Leute mit mehr Wissen, die das auch besser artikulieren können, aber ich wollte von meiner bescheidenen Warte diese Gedanken doch loswerden.

Gruß,
Hexendoktor
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #75 - 23. März 2006 um 16:46
 
Hexendoktor schrieb am 23. März 2006 um 16:12:
Erstens: mir fällt auf, daß vom Naturpfuscher konstruktiv vorgetragene Tatsachen und Links pauschale Aburteilungen kommen, auch ungeachtet dessen, daß er sehr deutlich von einer Komplementärmedizin und keiner Gegnerschaft spricht. Von Seiten der Befürworter der Schulmedizin wird aber nur stereotyp auf die wissenschaftliche Vorgehensweise der Tests hingewiesen. Ein Armutszeugnis angesichts dessen, daß die Medizin an sich eine Zunft für den individuellen Menschen sein sollte. Aleister Crowleys "Dogs of Reason" lassen grüßen, die beißen Euch schon gehörig in die Wadln.


Unsinn bleibt Unsinn. Trittbrettfahrerei verschleiert nur den mangelnden Nutzen der meisten "alternativen" Therapien.

"Ergänzung" der wissenschaftlichen Medizin durch Unsinn erzeugt Kosten ohne nachweisbaren NUTZEN für den Patienten. Und der Nutzen des Behandlers KANN und DARF da nicht das Maß der Dinge sein.

Zitat:
Damit wäre ich schon bei Punkt zwei: Mir zeigt sich deutlichst, daß kaum einer der hier Anwesenden auch nur ansatzweise etwas von der Homöopathie, auf der hier liebend gerne herumgehackt wird, versteht. [...] Im Ökotest wird man lehrbuchmäßig allen Rheumatikern das gleiche Mittel reingehauen haben oder die Behandler waren "Arzthomöopathen". Ich schlage vor, Sie nehmen einfach mal 2 Globuli Camphora C30 ein. *g*


Ein ebenso beliebtes wie FALSCHES Argument. Eben die eingehende Beschäftigung mit dem Organon und vielen weiteren Schriften hat meine Meinung hervorgerufen. Kommen Sie bitte nicht - ohne jeglichen Beleg - mit diesem Vorurteil. Setzen Sie sich doch bitte mit meinen Argumenten auseinander.

Nicht jeder, der ein Telefonbuch liest, muss T-Aktien kaufen.

Zitat:
Ich nutze und respektiere selber die Schulmedizin, einen anaphylaktischen Schock behandelt man mit hochdosierten Cortisongaben und, wenns nötig ist, auf der Intensivstation, die Stenose einer Arterie behandelt man mit einer Dilatation oder einer Prothese, was immer da auch geht. Aber wie schauts im psychosomatischem Bereich aus? Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie? wie geht man mit dem Tod um? Zu letzterem Thema war vor einigen Tagen ein recht interessanter Beitrag im Fernsehen - mit so "Grenzgebieten" kann die rein naturwissenschaftlich geprägte Schulmedizin ganz schlecht, und da hat halt der, der heilt, recht.


Psychiatrische Erkrankungen gehören nicht in die Hände von Laien - das ist auch gut so, weil viele psychiatrische Patienten eine zielführende Medikation benötigen.

Ansonsten: Sie haben was gegen den Tod an sich? Das ist tatsächlich neu... Augenrollen

Dass sich HP als Berufsgruppe in der Hospizarbeit besonders hervortäten, wäre mir auch neu.

Zitat:
Ein kurzes Wort zur verlachten "Hühnermedizin": ich studiere selbige und habe Erlebnisse vorzweisen, die sich mit dem WHO-Urteil decken.


Mit WELCHEM WHO-"Urteil"? Genau, wenns geht.

Zitat:
Es wird hier gerne übersehen, daß sowohl kompetente Schulmediziner als auch kompetente Heilpraktiker sehr genau wissen, daß sie sich einander nicht die Butter vom Brot nehmen, die ergänzen sich. Hichkhack habe ich nur bei menschlich inkompetenten Vertretern beider Berufe erleben dürfen.


Es zeugt von "menschlicher Inkompetenz", lächelnd daneben zu stehen, wenn Patienten, weil sie Laien sind, betrogen werden mit allerlei wirkungslosem Schnickschnack.

Zitat:
Mein Vater, ein sehr guter HNO, hat das so gehalten, eine gute Zusammenarbeit mit einem HP, und ich werde es ebenso machen. Da lasse ich mir von so Aussagen wie hier im Forum (die im Grunde nur redundant um die von mir schon angeführte Wissenschaftlichkeit kreisen - übrigens kommen die Quantenphysiker langsam drauf, daß es halt doch nicht ganz so einfach ist) nix madig machen.


Sie irren. Das hat so rein gar nichts mit MAKROSKOPISCHEN und statistisch abgesicherten Beobachtungen zu tun. Sie sollten sich informieren. Im Zusammenhang mit Homöopathie wird die Quantenphysik nur angeführt in der Hoffnung, das Gegenüber gehe alleine wegen der Nennung dieses Begriffs in die Knie. Ich kann Ihnen deutlich versichern, dass Sie da mehr bieten müssen.

Zitat:
Ich werde mich im Verlauf der weiteren Diskussion zurückhalten - es gibt sowohl bei den HPs als auch bei den Ärzten Leute mit mehr Wissen, die das auch besser artikulieren können, aber ich wollte von meiner bescheidenen Warte diese Gedanken doch loswerden.

Gruß,
Hexendoktor


Ihre "Bescheidenheit" ist mit Verlaub Pose, denn Sie haben in Ihrem Beitrag mal so nebenbei die Wissenschaft und die Wissenschaftlichkeit an sich bezweifelt, die hiesigen Schreiber als inkompetent und uninformiert dargestellt und den Diskussionsstil bemängelt.

Lesen Sie Ihren Beitrag doch noch einmal: Sind da irgendwelche neue (oder überhaupt) Argumente?
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