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Gen Food (Gelesen: 13715 mal)
biofuzzy
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Karlsruhe
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Re: Gen Food
Antwort #20 - 10. Januar 2006 um 13:42
 
Derzeit gibt es in D keine "Freisetzung" ausser zu Versuchszwecken und die Felder werden ja regelmässig von den Grünfriedlern abgemäht - womöglich stellte sich ja heraus, dass eigentlich nix passiert.
Zumal die Natur so ziemlich jede genetische Kombination entweder selbst ausprobiert hat oder wird. Wir selbst haben in unserem Genom derart viele stille Gene, dennen nur ein Schalter fehlt, oder die etwas sagen wir deformiert sind, bei Notwendigkeit jedoch angeschaltet werden könnten.
Es würde mich schon sehr wundern, wenn die Natur mit unserer Pfriemelei nicht zurecht käme.

Es sind immer wir, die nicht mit der Natur zurecht kommen, denn uns überlebt der Planet immer, auch wenn wir ihn dann so, wie wir ihn gemacht haben, nicht mögen würden.
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biofuzzy
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Beiträge: 61
Karlsruhe
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Re: Gen Food
Antwort #21 - 10. Januar 2006 um 13:51
 
[quote author=Jim_Panse  link=1114078564/20#22 date=1136892279]


Ist von Greenpeace, daher würd ich auch gern wissen ob da was dran ist.
http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/gefahren_risiken/artikel/umweltgefaeh...

@biofuzzy:

Danke, die Links sehen vernünftig aus.
[/quote]

Da ist es wieder, diese wilde Zucken, wenn ich Grünfriedler-Artikel lese.
Da schreiben die lang und breit über einige Arbeiten, die ganz wichtig zu sein scheinen und fordern dann:"Angesichts der ungeklärten Risiken und des Ausbreitungspotentials von gentechnisch veränderten Organismen fordert Greenpeace einen Stop der Freisetzung.

V.i.S.d.P. Dr. Christoph Then "

Lieber Herr Dr. Then: und die Forschung sollen dann die anderen machen ?? - die Grünfriedler müssten doch eigentlich diese Forschung selber betreiben, um gewissheit zu haben was abgeht. Aber ne, wie schon andernorts gesagt, alle Verbände erhalten nur sich selbst, egal mit welchen Mitteln. Ratio ist da nicht zu erwarten.
(Aber vielleicht heißt das ja eigentlich Greenpiece und der grüne Marokaner ist schuld  ;))
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Godesberg
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Re: Gen Food
Antwort #22 - 10. Januar 2006 um 13:59
 
Interessant in einem GP-Bericht das Wort "Unkraut" zu lesen...

Die Gefahren sollte man nicht unterschätzen, aber gerade deshalb muss man daran forschen und nicht einfach kurzsichtig verbieten.
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
ama
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Re: Gen Food
Antwort #23 - 10. Januar 2006 um 14:08
 
>biofuzzy
>Re: Gen Food
>« Antworten #26 am: Heute um 13:51:11 »

>Da ist es wieder, diese wilde Zucken, wenn ich
>Grünfriedler-Artikel lese.
> Da schreiben die lang und breit über einige Arbeiten, die
>ganz wichtig zu sein scheinen und fordern dann:"Angesichts
>der ungeklärten Risiken und des Ausbreitungspotentials von
>gentechnisch veränderten Organismen fordert Greenpeace
>einen Stop der Freisetzung.

Wieso? Ich bin auch gegen JEDE Freilandversuche (und vor allem gegen jeden ANWENDUNG) mit genmanipuliertem Material.

ama
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biofuzzy
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Re: Gen Food
Antwort #24 - 10. Januar 2006 um 16:25
 
He, grundsätzlich (und ich bin Molekularbiologe und Mikrobiologe) bin ich da auch ausgesprochen skeptisch.

Aber:
1) die Technologie hat enormes Potential (+&-) und tatsächlich auch für die Ernährung der Weltbevölkerung - allerdings nicht in Händen von Monsato & Co.. Es wäre mithin sträflich die Technologie nicht zu prüfen. Und das bitte in aller Breite.
2) Es sind schon Unmengen von GVOs im Umlauf und im Freiland. Dann sollten wir auch wissen was damit passiert. Und nicht den Kopf in den Sand stecken und denken wir leben auf der Insel der Glückseeligen Gentechnikfreien.

Entwicklung (früher immer mit Fortschritt verwechselt) findet immer statt, man kann sie nicht stoppen. Man muss jedoch versuchen, alles zu tun, damit sie uns und unserer Umwelt nicht schadet. - meine ich zumindest.

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ama
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Re: Gen Food
Antwort #25 - 10. Januar 2006 um 16:47
 
>biofuzzy
>Re: Gen Food
>« Antworten #30 am: Heute um 16:25:47 »

>He, grundsätzlich (und ich bin Molekularbiologe und
>Mikrobiologe) bin ich da auch ausgesprochen skeptisch.
>
>Aber:  
>1) die Technologie hat enormes Potential (+&-) und
>tatsächlich auch für die Ernährung der Weltbevölkerung -
>allerdings nicht in Händen von Monsanto & Co..

Ganz meine Meinung!


>Es wäre mithin sträflich die Technologie nicht zu prüfen.
>Und das bitte in aller Breite.

Natürlich! Aber ich sehe einen großen Unterschied zwischen der Anwendung in geschlossenen Reaktoren und dem Freiland. Herstellung von Medikamenten? Aber klar doch, sofort!

Auf dem Acker? Nie und nimmer!


>2) Es sind schon Unmengen von GVOs im Umlauf und im
>Freiland. Dann sollten wir auch wissen was damit passiert.
>Und nicht den Kopf in den Sand stecken und denken wir
>leben auf der Insel der Glückseeligen Gentechnikfreien.

EBEN! Das Zeug verbreitet sich sehr stark durch Pollenflug. Das wurde zu Anfang geleugnet, so viele Balken gibt es gar nicht, wie sich alles gebogen hat...

 
>Entwicklung (früher immer mit Fortschritt verwechselt)
>findet immer statt, man kann sie nicht stoppen. Man muss
>jedoch versuchen, alles zu tun, damit sie uns und unserer
>Umwelt nicht schadet. - meine ich zumindest.

Ganz meine Meinung. Manche Dinge MUSS man aber stoppen, und wenn sie noch so schön zu sein scheinen.

Nur ein Beispiel: Im Kongo (da war es, glaube ich) hat man vor einigen Jahren die teuren Insektizide weggelassen, mit denen man die Getreidespeicher "geschützt" hat. Statt dessen wurde CO2 genommen. Das hilft GRÜNDLICH und ist nach der Anwendung völlig harmlos. DAS ist ein ECHTE Fortschritt. Es ist hinterher ungiftig für Mensch, Tier und Pflanze. Es ist das billigste Mittel überhaupt und es ist sehr einfach einzusetzen.

Die Arbeiter in Südamerika auf den Plantagen sind bei der Ausbringung von Insektiziden und Herbiziden ungeschützt. Die Berichte aus den Plantagen sind erschreckend.

Die Menschen werden dort schlichtweg verheizt. DAS muß man verhindern. Dazu zählt INTELLIGENTE Landwirtschaft. Einfach nur chemische Gifte einsetzen ist NICHT intelligent. Es gibt natürliche Mittel. CO2 zählt für mich auch dazu.

Am besten gefallen mir die Insekten (wie Schlupfwespen), die gezielt gegen ganz bestimmte Schädlinge eingesetzen weden. DAS ist sinnvolle (Mikro)biologie.


Der Frederick Vester ist übrigens einer der ersten, der breit über so etwas berichtet hat, wenn ich mich recht erinnere. Das waren noch Zeiten, damals, als der noch in Volkshochschulen Seminare gemacht hat. DER hatte wirklich Ahnung.


Unsere kleinen Brüder mit den kleinen Händchen:

...

http://www.viceversa.at/webversenken/home/baum/public_html/

ama
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ama
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Re: Gen Food
Antwort #26 - 10. Januar 2006 um 17:02
 
>Hema
>Re: Gen Food
>« Antworten #31 am: Heute um 16:39:12 »

>>Es geht um das GESAMTE Gedankengut dieser Leute. Die sind
>>heute einerseits subtiler und andererseits haut man ihnen
>>eher auf die Finger, wenn sie mal jemanden umbringen
>>wollen.  
>>
>>Grundlegendes hat sich aber nicht geändert.
 
>Ich verstehe das jetzt nicht ausreichend.
>
>Jedwede Züchtung (unabhängig vom Weg) wäre demnach immer
>falsch?

Nicht JEDE Züchtung, sondern die Ideologie, die das antreibt. Es ist doch die Ideologie, die die kranken Schäferhunde produziert hat.

Eine VERNÜNFTIGE Handhabung der Zucht von Tieren und Pflanzen würde diesen Irrsinn nicht zulassen, weder in der zweiten Generation keimunfähiges Getreide noch Qualen durch körperliche Schadverformung.


>Zitat:
>>Im Fernsehen kamen in den letzten Monaten immer wieder
>>freudestrahlende Berichte über die Zuchtschauen "und die
>>Menschen dahinter". Das Wort Eugenik wurde
>>selbstverständlich gemieden...

>Und was soll Eugenik in DIESEM Zusammenhang?

Da steckt die gleiche Ideologie dahinter. Daß man die Züchtung bestimmter Menschen ausnimmt, ist doch bloß ein kleines politisches Naja...

Sobald der Druck weg ist, geht auch das weiter...

ama
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Hema
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Re: Gen Food
Antwort #27 - 10. Januar 2006 um 17:04
 
[quote author=ama  link=1114078564/20#25 date=1136908071]>Auf dem Acker? Nie und nimmer! [/quote]

Es macht erst einmal keinen Unterschied, ob man eine Pflanze durch konventionelle Züchtung so kriegt, wie man sie haben will, oder ob man das statt über Versuch und Irrtum auf dem schnellen Weg macht. Es kommt immer dareauf an, WAS man macht. So pauschal kann man das nicht sehen (es sei denn, man WILL es).

Zitat:
>2) Es sind schon Unmengen von GVOs im Umlauf und im
>Freiland. Dann sollten wir auch wissen was damit passiert.
>Und nicht den Kopf in den Sand stecken und denken wir
>leben auf der Insel der Glückseeligen Gentechnikfreien.

EBEN! Das Zeug verbreitet sich sehr stark durch Pollenflug. Das wurde zu Anfang geleugnet, so viele Balken gibt es gar nicht, wie sich alles gebogen hat...


Wenn man das bei konventionell gezüchteten Sorten im gleichen Maße beobachten würde, würde man feststellen, dass das in gleichem Maße stattfindet. Und? Kommt immer noch drauf an, WAS man macht.
 
Zitat:
>Entwicklung (früher immer mit Fortschritt verwechselt)
>findet immer statt, man kann sie nicht stoppen. Man muss
>jedoch versuchen, alles zu tun, damit sie uns und unserer
>Umwelt nicht schadet. - meine ich zumindest.

Ganz meine Meinung. Manche Dinge MUSS man aber stoppen, und wenn sie noch so schön zu sein scheinen.


Konsequenterweise muss man dann alle Züchtungen verbieten und nur noch Wildpflanzen anbauen. Die vertragen das aber oft nicht gut, weil sie eben an andere gegegebenheiten angepasst sind. Vom Ertrag wollen wir mal ganz stille sein.

Mal ne Frage: Isst Du nur "Vogelkirschen"? Und "Holzäpfel"? Nur wilde Pflanzen?
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Hema
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Re: Gen Food
Antwort #28 - 10. Januar 2006 um 17:15
 
[quote author=ama  link=1114078564/20#26 date=1136908939]Nicht JEDE Züchtung, sondern die Ideologie, die das antreibt. Es ist doch die Ideologie, die die kranken Schäferhunde produziert hat. [/quote]

Verstehe ich nicht. Was hat Züchtung auf ein bestimmtes Ziel hin mit Ideologie zu tun?

Zitat:
Da steckt die gleiche Ideologie dahinter. Daß man die Züchtung bestimmter Menschen ausnimmt, ist doch bloß ein kleines politisches Naja...

Sobald der Druck weg ist, geht auch das weiter...


So? Welche Motivation könnte man haben, "bestimmte Menschen" (was immer das sein mag) zu züchten?
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biofuzzy
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Re: Gen Food
Antwort #29 - 10. Januar 2006 um 17:26
 
[quote author=ama  link=1114078564/20#25 date=1136908071]>biofuzzy
Ganz meine Meinung. Manche Dinge MUSS man aber stoppen, und wenn sie noch so schön zu sein scheinen.
[/quote]

Aus welcher geheimen Quelle hast du denn die weise Voraussicht, dass man das stoppen MUSS. Glaube oder Wissen? ersteres vermute ich bei dir eigentlich nicht (aka Homöopathie)

Zitat:
Nur ein Beispiel: Im Kongo (da war es, glaube ich) hat man vor einigen Jahren die teuren Insektizide weggelassen, mit denen man die Getreidespeicher "geschützt" hat. Statt dessen wurde CO2 genommen. Das hilft GRÜNDLICH und ist nach der Anwendung völlig harmlos. DAS ist ein ECHTE Fortschritt.


Das gebe ich gerne und sofort zu. Tatsöchlich gibt es oft Lösungen (und das sehe ich in meinem Arbeitsleben tagtäglich) die relativ einfach sind, man muss aber a) das know-how haben und b)keine finanziellen interessen daran sein eigenes Produkt zu verkaufen.

Zitat:
Die Arbeiter in Südamerika auf den Plantagen sind bei der Ausbringung von Insektiziden und Herbiziden ungeschützt. Die Berichte aus den Plantagen sind erschreckend.

Die Menschen werden dort schlichtweg verheizt. DAS muß man verhindern. Dazu zählt INTELLIGENTE Landwirtschaft. Einfach nur chemische Gifte einsetzen ist NICHT intelligent. Es gibt natürliche Mittel. CO2 zählt für mich auch dazu.


Das ist bei Intensivkulturen und weitgehend ungebildeten Produzenten (und ich meine nicht die Arbeiter) leider ziemlich schwierig.

Zitat:
Am besten gefallen mir die Insekten (wie Schlupfwespen), die gezielt gegen ganz bestimmte Schädlinge eingesetzen weden. DAS ist sinnvolle (Mikro)biologie.


Wir arbeiten mit einem der wenigen Schädlingsbekämpfer (im Bereich der Lebensmittelproduktion) zusammen, der sich darauf spezialisiert hat. Doch so manches Mal ist eben doch Chemie notwendig und das gibt bei Ökosiegel Betrieben immer ein Mordstrara. Da frag ich mich dann immer, was dieselben Leute wohl sagen wenn sie aus Ihrem Törtchen die Schabe angrinst oder wie Sie die Salmonellose gegen die Chemie in der Falle aufwiegen.

Doch eigentlich waren wir beim GVO-Glaubenskrieg.
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