>biofuzzy
>Re: Gen Food
>« Antworten #30 am: Heute um 16:25:47 »
>He, grundsätzlich (und ich bin Molekularbiologe und
>Mikrobiologe) bin ich da auch ausgesprochen skeptisch.
>
>Aber:
>1) die Technologie hat enormes Potential (+&-) und
>tatsächlich auch für die Ernährung der Weltbevölkerung -
>allerdings nicht in Händen von Monsanto & Co..
Ganz meine Meinung!
>Es wäre mithin sträflich die Technologie nicht zu prüfen.
>Und das bitte in aller Breite.
Natürlich! Aber ich sehe einen großen Unterschied zwischen der Anwendung in geschlossenen Reaktoren und dem Freiland. Herstellung von Medikamenten? Aber klar doch, sofort!
Auf dem Acker? Nie und nimmer!
>2) Es sind schon Unmengen von GVOs im Umlauf und im
>Freiland. Dann sollten wir auch wissen was damit passiert.
>Und nicht den Kopf in den Sand stecken und denken wir
>leben auf der Insel der Glückseeligen Gentechnikfreien.
EBEN! Das Zeug verbreitet sich sehr stark durch Pollenflug. Das wurde zu Anfang geleugnet, so viele Balken gibt es gar nicht, wie sich alles gebogen hat...
>Entwicklung (früher immer mit Fortschritt verwechselt)
>findet immer statt, man kann sie nicht stoppen. Man muss
>jedoch versuchen, alles zu tun, damit sie uns und unserer
>Umwelt nicht schadet. - meine ich zumindest.
Ganz meine Meinung. Manche Dinge MUSS man aber stoppen, und wenn sie noch so schön zu sein scheinen.
Nur ein Beispiel: Im Kongo (da war es, glaube ich) hat man vor einigen Jahren die teuren Insektizide weggelassen, mit denen man die Getreidespeicher "geschützt" hat. Statt dessen wurde CO2 genommen. Das hilft GRÜNDLICH und ist nach der Anwendung völlig harmlos. DAS ist ein ECHTE Fortschritt. Es ist hinterher ungiftig für Mensch, Tier und Pflanze. Es ist das billigste Mittel überhaupt und es ist sehr einfach einzusetzen.
Die Arbeiter in Südamerika auf den Plantagen sind bei der Ausbringung von Insektiziden und Herbiziden ungeschützt. Die Berichte aus den Plantagen sind erschreckend.
Die Menschen werden dort schlichtweg verheizt. DAS muß man verhindern. Dazu zählt INTELLIGENTE Landwirtschaft. Einfach nur chemische Gifte einsetzen ist NICHT intelligent. Es gibt natürliche Mittel. CO2 zählt für mich auch dazu.
Am besten gefallen mir die Insekten (wie Schlupfwespen), die gezielt gegen ganz bestimmte Schädlinge eingesetzen weden. DAS ist sinnvolle (Mikro)biologie.
Der Frederick Vester ist übrigens einer der ersten, der breit über so etwas berichtet hat, wenn ich mich recht erinnere. Das waren noch Zeiten, damals, als der noch in Volkshochschulen Seminare gemacht hat. DER hatte wirklich Ahnung.
Unsere kleinen Brüder mit den kleinen Händchen:
http://www.viceversa.at/webversenken/home/baum/public_html/ama