ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
28. Juni 2017 um 12:43
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › BAUEN / WOHNEN
  › Alternative Energien / Energie
  › Und für welche Heizart entscheidet man sich jetzt?
Seiten: 1 2 
Und für welche Heizart entscheidet man sich jetzt? (Gelesen: 23237 mal)
enomis
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 11

Und für welche Heizart entscheidet man sich jetzt?
21. April 2005 um 15:10
 
Hallo!

Erst gings mir ja nur um die Elektrodirektheizung unseres Bauherrn. Die fällt nach allen Informationen für uns definitiv flach. Jetzt las ich auch die Beiträge über die Wärmepumpe und Gas.... Puh - für was entscheidet man sich denn nun, wenn man fürs Haus schon einiges Geld hinlegt und sich keinen "Porsche" auf dem Dach, in der Erde oder im Keller leisten kann? Ich geh davon aus, daß in der Ortschaft keine Gasleitung zur Verfügung steht, wir uns aber auch nicht auf eine Ölheizung einlassen wollen. Allerdings wird das Haus an einem kleineren Hang liegen und ein Teil des Daches wäre im Süden. Sind Kollektoren eine Alternative oder auch sehr teuer?

LG, enomis
Zum Seitenanfang
 
 

 
Moderation
Global Moderator

Offline



Beiträge: 351

Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #1 - 21. April 2005 um 15:23
 
Vielleicht kann Ihnen ein Energieberater weiterhelfen. Eine Übersicht finden Sie z.B. hier: Energieberater.

Informationen erhalten Sie auch über die KfW (auch zu Förderprogrammen): KfW Förderbank, oder der Deutschen Energieagentur dena.

Moderator
Zum Seitenanfang
 

*** Forum Moderator
=>  www.oekotest.de
Homepage  

 
ama
Ex-Mitglied





Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #2 - 21. April 2005 um 16:14
 
Leider wird immer übersehen, daß nicht der möglichst hohe Wirkungsgrad, sondern die geringstmöglichen Betriebskosten das sind, worauf man oiptimieren sollte.

Am sinnvollsten ist eine Kombination von mehreren Quellen. Das erhöht zudem die Betriebssicherheit, falls ein Teil ausfallen sollte.

Erdwärme ist gut und Sonnenkollektoren sind gut. Leider wird beides falsch eingesetzt. Die Erdbohrungen gehen nicht tief genug und die Sonnenkollektoren sind schweinisch teuer.

Ich glaube, daß man mit großflächigen Kunststoffkörpern als Kollektor auf dem Dach oder sogar auf dem Erdboden VIEL Energie einsammeln kann. Diese Kollektoren kann man aus Doppelstegplatten selbst herstellen. Vielleicht kann man die sogar selbst aus Glas statt aus Kunststoff machen.

Dazu braucht man Versuchsaufbauten und Leute, die das beschreiben.

Wenn man die Struktur einer Doppelstegplatte aus Glas nachbaut, hat man nicht die Flüssigleitsverluste wie bei Kunststoff. Kunststoff ist schwach wasserdurchlässig und altert viel schneller als Glas.

Es gibt so viel altes Fensterglas. Davon kann man sich zum Beispiel 1/2 Quadratmeter (oder entsprechend kleiner) große Scheiben schneiden.

Zwei Scheiben übereinander: die Stege werden durch Streifen gebildet. Diese Stege können auch aus Kunststoff sein. In dem "Miniaquarium" gibt es ja keine Wasserverluste, sondern nur nach außen, aber da ist Glas.

Ringsum dicht machen: alle Fugen mit Silicon (ist billig!) verkleben.

So ein Kollektor ist dann vielleicht 50x 50 cm groß und 3 oder 4 cm dick. Innen mäandriert das Wasser zwischen den Stegen. Am Anfang des Mäanders ein Loch und am Ende eins. Anschlüsse per Schlauch. Das Ding ist formstabil und relativ leicht.

Von diesen Kollektoren kann man sich beliebig viele herstellen. Die Schäuche führt man dann zum Warmwassertank oder zum Wärmetauscher.

Wer genug Dachfläche hat (vor allem auf Garagen oder anderen Flachdächern, kann etliche Quadratmeter verlegen.

Das kann man alles selbst machen. Montage und Demontage ist auch einfach, weil man nur wenige Klammern braucht, um diese leichten Kollektoren zu befestigen.

Weiter in Teil 2
Zum Seitenanfang
 
 

 
ama
Ex-Mitglied





Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #3 - 21. April 2005 um 16:28
 
Teil 2

Natürlich sind diese Kollektoren empfindlich gegen Hagel. Aber das sind die superteuren, soviel ich weiß, auch.

Weil die leichten Kollektoren leicht zu handhaben sind, kann man sie je nach Bedarf leicht auf- und abmontieren, zum Beispiel zum Putzen oder für die Winter-Aufbewahrung.

Gegen Hagel kann man übrigens Schutzgitter darüberstecken. Auch die kann man nach Bedarf drauf- oder runtersetzen.

Wichtig ist ein großer Warmwassertank. Je niedriger die Temperatur, desto geringer die Wärmeverluste. Ein Warmwassertank für 70 Grad muß sehr gut isoliert werden... Ein Tank mit 40 oder 50 Grad ist einfacher.

Leider ist einfaches Wasser ein schlechter Speicher. Fügt man Salz hinzu, speichert die Sole mehr, ist aber zähflüssiger und stellt höhere Anforderungen an die Pumpe.

Die Antriebsenergie des Systems kann man mit Wind und Sonnenlicht (Photovoltaik) bekommen. Letztere ist aber teuer.

So sehen die Doppelstegplatten im Querschnitt aus:

...

Das sind die Bildquelle und die Daten bei einem der vielen Anbieter:
http://www.glasbauten.de/Produktinfo-ALLTOP.htm

Durch die rechteckigen Rohre fließt das Wasser. Weil das natürlich schwer ist, stimmen die üblichen Berechnungen für die Größe nicht, denn die gelten nur für leere Rohre!

1m x 1m bei einer Wasserschicht von 1 cm sind 100x100 Kubikzentimeter, als 10 Liter Wasser. Die Querbelastung wird Kunststoff durchbiegen. Bei Glas ist dieses Problem weitaus geringer.

Selbermachen ist angesagt. Es muß endlich Leute geben, die brauchbare Anleitungen und Bausätze liefern!

Es gibt so viele Arbeitslose und so viele Firmen, die am Hungertuch nachen. Warum wagt keiner den Versuch!?

Die Herstellungskosten sind so gering, daß die Investitionen in den Versuch zu verkraften sind. Notfalls besorgt man sich alte Fenster, die als Sondermüll entsorgt werden und schneidet die Scheiben raus.

"Recycling" ist ein Zauberwort für Blöde. WIEDERVERWENDUNG muß man machen!

Selbst wenn man die Kollektoren hinterher nicht verkaufen kann, kann man sie immer noch selbst verwenden und Energie (und damit Geld!) sparen.

ama
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 24. April 2005 um 06:18 von N/V »  
 

 
ah-tonius
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 53

Geschlecht: male
Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #4 - 06. Mai 2005 um 19:02
 
Ich habe mal am OZIM Oekozentrum und Institut in Magdeburg gearbeitet und hier mal einen Selbstbaukurs für Solarkollektoren mit Kupferrohren für den Garten geleitet, weil der Referent ausgefallen war. Wir haben aber alles zur Zufriedenheit hin bekommen (incl. löten, das konnten die Teilnehmer Smiley ich bin Holzwurm). Der Kollektor war dicht und funktionierte.
Solche Dinger will ich mir in 1-2 Monaten auch bauen.

Jetzt sehe ich das mit den Stegdoppelplatten.
Finde ich erstmal gut.... (Kennt der Tischler)

Ich habe da aber noch eine Frage:
Wie ist denn die Wasserführung oben und unten (Übergang von der Zu- bzw. Ableitung ausgebildet.

Wenn Abbilden hier nicht geht, mir einfach die Skizze  zufaxen 02947-568030. Ich scanne die dann ein und lege die auf diese Seite.

Gruss Antonius
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
Jam
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 2

Geschlecht: male
Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #5 - 22. September 2005 um 22:58
 
Hallo ama,

die Idee mit den Dopelstegplatten hatte ich auch. Aber mein Gedanke geht noch weiter: Die Wärme muß besser eingefangen werden. Also: schwarzer Hintergrund, Alufolie als Reflektor, Styropur und Folie zum Isolieren. Details muß ich mir noch überlegen. Wenn ich im Winter den Kinderpool geheizt kriege, weiß ich, daß es funzt Zwinkernd
Grüße
Jam
Zum Seitenanfang
 
 

 
ama
Ex-Mitglied





Farbstoffe zusetzen
Antwort #6 - 23. September 2005 um 00:02
 
Bei den Doppelstegplatten halte ich diese Punkte für wichtig:

1. Schutz gegen seitliches Durchbiegen
Deswegen für einen stabilen Untergrund (Halterung) sorgen.
Ich favorisiere Holzrahmen. Die sind leicht und billig.

2. Glasklarer Kunststoff oder Glas für guten Strahlungseintritt
Wasser ist durchsichtig und müßte deswegen einen Farbstoff enthalten, der die Strahlung besonders gut einfängt.

3. Isolierung der Rückseite, damit dort nur geringer Verlust entsteht.


Die Vorteile der Doppelstegplatten:

1. billig

2. leicht selbst zu bearbeiten

3. Die Abmessungen der Arbeitsfläche sind nicht vorgegeben, so daß man die gewünschte Form selbst bestimmen kann.

Nachteile:

1. empfindlich

2. keine hohe Lebensdauer

3. keine sehr hohe Wassertemperatur
Direkt kochendheißes Wasser geht nicht! Dazu müßte man erst eine Wärmepumpe einsetzen. Die Frage ist aber, ob man wirklich kochendheißes Wasser braucht. Falls ja, sollte man   möglicherweise getrennte Versorgungssysteme bauen.

Ich glaube, daß unter dem Strich die Kosten pro zehn oder zwanzig Jahre für Warmwasser (nicht HEISSwasser!) bei Doppelstegplatten günstiger sind.


Der Anschluß:

Löcher reinbohren und einen "Anschlußstöpsel" einkleben. Ich weiß nicht, wie diese Steckverbinder heißen. Im Prinzip nichts weiter als ein Kunststoffrohr mit einem scheibenförmigen Ring außen dran. Die Ringfläche wird auf der einen Seite auf die Oberfläche der Doppelstegplatte geklebt.

Bei Aquarien gibt es sowas ähnliches für die Belüftungsschläuche oder Wasserschläuche.

Wichtig ist auch eine Entlüftung, wenn sich innen Blasen bilden. Diese Luft muß man ablassen können durch ein Ventil. Auch das ist eine Billigartikel, den man im Schlauch zwischenstecken kann.


Ich wurde wegen Plänen gefragt. Ich habe keine und kann deshalb auch keine zur Verfügung stellen. Ich beschränke mich im Moment darauf, die Idee vorzustellen, damit sie auf Herz und Nieren geprüft werden kann. Wenn hier genug Fachwissen beisammen ist und genügend Lieferquellen für die Bauteile bekannt sind, kann man sich an den Bau wagen. Dazu müssen wir für ALLE Teile der Anlage Bauanleitungen und Tips haben.

Es muß so sein, daß mit diesem Wissen Jeder sich das alles selbst zusammenbauen kann. Mir geht es um die Unabhängigkeit der Bauherren. TINA fordert freie Tintenrezepte für Alle und ich fordere freie Sonnenkollektoren für Alle.

ama

TINAs Homepage
Zum Seitenanfang
 
 

 
ah-tonius
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 53

Geschlecht: male
Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #7 - 23. September 2005 um 08:24
 
Also das Durchhängen der Doppelstegplatten würde ich verhindern, indem ich vollflächig etwas dahinter bauen. Wie schon geschrieben, sollte eine dunkle Fläche hinter den Platten angebracht sein. Hierdurch wird die Wäremausbeute verbessert.

Was ich bei diesem System noch immer nicht verstehe, ist die Wasserführung. Hier sehe ich das größte Problem.
Es wird unterschiedliche Querschnitte geben und dann kommt es zu Zirkualtionsproblemen.
Vielleicht sollte gerade bei diesem System eine Pumpe ins System eingebaut werden, um die Gefahr der Überhitzung zu verringern.

Die Entlüftung des Systems erfolgt am höchsten Punkt des Systems über ein Entlüftungsventil, wie bei der Heizung.

Es gibt farbige Doppelstegplatten.
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
ama
Ex-Mitglied





Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #8 - 23. September 2005 um 12:26
 
>ah-tonius
>Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
>« Antworten #7 am: Heute um 08:24:30 »

>Also das Durchhängen der Doppelstegplatten würde ich
>verhindern, indem ich vollflächig etwas dahinter bauen.

Genau.


>Wie schon geschrieben, sollte eine dunkle Fläche hinter
>den Platten angebracht sein. Hierdurch wird die
>Wärmeausbeute verbessert.

Seh ich auch so.


>Was ich bei diesem System noch immer nicht verstehe, ist
>die Wasserführung. Hier sehe ich das größte Problem.
>Es wird unterschiedliche Querschnitte geben und dann kommt
>es zu Zirkualtionsproblemen.

Beispiel:
Zehn Kollektoren verschiedener Größe werden "irgendwie" auf das Dach gelegt.

Jeder nimmt Wärme auf, der eine mehr, der andere weniger.
Einige liegen weit weg von der Wärmepumpe, andere nahe dran.

Ich glaube, daß hier paralleler Anschluß sinnvollsten ist. Es kann pro Zeiteinheit durch einen Kollektor nur so viel durchfließen, wie durch einen Schlauch geht. Bei parallelem Anschluß ist der Strömungswiderstand MÖGLICHERWEISE am geringsten. Das hängt von den notwendigen Schlauchlängen ab.

Wenn alles flach liegt, gibt es keinen Antrieb durch Konvektion, sondern man muß Pumpen nehmen. ES SEI DENN, man erzeugt durch die Wärmepumpe in einem nach unten hängenden "U" eine (Beispiel) 2 Meter hohe Säule  aus sehr kaltem Wasser.

Man muß auch mal den Wasserfluß stoppen und messen, wie heiß die Teile der Anlage jeweils werden, wenn keine Energie entnommen wird.  


>Vielleicht sollte gerade bei diesem System eine Pumpe ins
>System eingebaut werden, um die Gefahr der Überhitzung zu
>verringern.

Wenn keine Energie entnommen wird, wird sowieso alles heiß. Sollte man eine "sichere Kühlung" einbauen für diesen Fall? Zum Beispiel einen Strahler an einer Seite nach Norden? Die Anlage muß auch "urlaubssicher" sein.

 
>Die Entlüftung des Systems erfolgt am höchsten Punkt des
>Systems über ein Entlüftungsventil, wie bei der Heizung.

Für JEDEN Kollektor einzeln - wegen der Schlauchanschlüsse.


>Es gibt farbige Doppelstegplatten.

Dann würde die Wärme vom Kunststoff aufgenommen. Ich halte es für sinnvoller, wenn das Wasser DIREKT die Wärme aufnimmt.

Die Anlagen, wo Plastikschläuche in die Erde gelegt werden, halte ich für wenig effizient, weil das Schlauchmaterial kein guter Wärmeleiter ist (im Vergleich zu Metallrohren).

ama
Zum Seitenanfang
 
 

 
Charly_W.
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 127

Geschlecht: male
Re: Und für welche Heizart entscheidet man sich je
Antwort #9 - 23. Oktober 2005 um 13:57
 
Hallo Ama,

das mit den Glasplatten ist teuer, empfindlich und nicht sehr effektiv. Da Wasser transparent ist, falls es nicht verschmutzt ist, nimmt es nicht viel Wärme direkt auf. Allerdings wird es mit der Zeit dunkel, das sieht dann aber schmuddelig aus.

Also der Ansatz ist falsch. Es ist viel besser zum Beispiel mit Kupferrohren zu arbeiten die schwarz sind, und auf Bleche die auch schwarz sind gelötet werden. So machen das auch alle Fachleute.

Billig sind auch schwarze Kunststoffschläuche oder alte Plattenheizkörper die schwarz lackiert werden. Zur Verhinderung einer Abkühlung durch Wind bietet sich eine Abdeckung aus transparentem Material an, entweder Polycarbonat oder hagelfestes Glas.

Übrigens lassen nicht alle Kunststoffe Wasser durch wie du behauptest.

Gruss von einem Betreiber einer Solaranlage.

Charly W.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Seiten: 1 2