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Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests? (Gelesen: 979560 mal)
holtsch
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Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?
17. Oktober 2005 um 09:54
 
Hi y'all,

Ich habe kürzlich ein Angebot für ein Umkehrosmose-Gerät bekommen und mal versucht, mir Internet-mäßig eine Meinung zu verschaffen. Leider nicht so wirklich erfolgreich.

Es gibt wohl Geräte in einem Preisrahmen von EUR 200,00 bis EUR 2.500,00 - die einen sagen, die billigen Geräte seien "Schrott" (und in Billiglohnländern hergestellt), die anderen sagen, die teuren Geräte seien "überteuert" (und werden unseriös vermarktet).

Es gibt eine Menge Tests, welche über die Wasserqualität Aussagen machen sollen (Wasserwiderstand gering => viele "Nichtwasserteilchen" im Wasser => Wasser böse, oder Elektrolyse, was dann auch noch gleich ganz gruselig aussieht).

Gibt es zu diesem Thema bereits irgendwo Tests von unabhängigen Testern? Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde:

1. Woher kommen die Preisunterschiede? Und für mich wäre es z.B. durchaus okay wenn ein Gerät deutlich teurer ist, ich mich dafür aber darauf verlassen kann, dass bei seiner Produktion niemand ausgebeutet wurde und ich z.B. ein halbes Jahr testen darf (ist ein Verkaufsargument von einer konkreten, sehr teuren Firma - ich mag einfach wissen, ob das stichfest ist).

2. Wie ist es mit den Verfahren zur Überprüfung der Wasserqualität? Mir leuchtet ein, dass man aus geringem Widerstand eine gewisse Reinheit ableiten kann - nur: gilt das auch für organische Verunreinigungen, und noch wichtiger: gilt auch der Umkehrschluss, d.h. bedeutet hohe Leitfähigkeit, dass das Wasser "ungesund" ist (ich vermute mal, eher nicht).

3. Welche Vertriebsform wird gewählt und wie schlägt sich das im Preis nieder (ist logisch, dass Geräte in einem Strukturvertrieb teuerer sind, wenn die anderen lediglich eine Webseite zur Verfügung stellen und ansonsten auf Marketing komplett verzichten - falls "reines Wasser" wirklich wesentlich gesünder ist, würde ich so einen Strukturvertrieb aber deswegen nicht pauschal verurteilen)?

Ich freue mich auch über Links - nur sind für mich weder die Wasserversorger verlässliche Quellen (ist mir klar, dass die sagen ihr Wasser sei ganz toll und jeder der sagt, es sei nicht toll ist "böse"), noch die Hersteller solcher Geräte...

Und beispielsweise zum Thema Elektrolyse finde ich mit Google zwar jede Menge, aber im Kontext von "Prüfung der Wasserqualität" eben nur bei Herstellern von eher billigen Geräten - was möglicherweise dazu gedacht ist, die Hersteller von teureren Geräten schlecht zu machen ("Elektrolyse = Bauernfängertrick", "Strukturvertrieb ganz böse").

Vielen Dank und liebe Grüße,
david

PS: Einige Firmen, von denen ich Homepages kenne, und auf die ich mich hier auch beziehe wären:
www.wasser-hilft.de, www.wasserhaus.de, www.wassernet.de, www.wasser-riese.de
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« Zuletzt geändert: 11. Januar 2006 um 15:42 von Redaktion »  
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Godesberg
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #1 - 17. Oktober 2005 um 10:47
 
Bei sowas frage ich mich immer, wozu?

Bei sowas ist die Gefahr immer gegeben dass es sich um die Schaffung eines künstlichen Marktes handelt. Die Leute trinken besonders mineralhaltiges Wasser, die gleichen Mineralien sollen aus dem Trinkwasser aber entfernt werden?
Organische Belastungen sollten eigentlich nur ein Problem sein wenn man nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen ist und einen privaten Brunnen hat.
Ansonsten sehe ich nur die Notwendigkeit wenn Kalk vermieden werden sollte, z.B. für Bügeleisen, aber dafür eine Osmoseanlage?


Ich kenne Osmoseanlagen eigentlich nur aus der Aquaristik. Besonders für südamerikanische Fische ist es sinnvoll das Leitungswasser so mit Osmosewasser zu verschneiden dass sich für die Fische optimale Wasserwerte ergeben (weiches Wasser, niedriger pH, geringe Leitfähigkeit). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass sich das auch tatsächlich auf das Wohlbefinden der Fische auswirkt.
Diese Osmoseanlagen sind für unter 100Euro zu haben (z.B. Ebay) und ich kann kaum einen Grund sehen dass diese schlechter sein sollten als teure Geräte. Der Hauptunterschied dürfte die Durchsatzleistung sein.

Für den Menschen sehe ich keinerlei Sinn. Ich würde sagen, Finger weg!
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
holtsch
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?
Antwort #2 - 17. Oktober 2005 um 11:29
 
Na ja, besonders mineralhaltiges Wasser trinken immer weniger. Meine Mutter beispielsweise hat vom Arzt gesagt bekommen, sie soll das lieber lassen, weil dadurch ihr Blutdruck enorm hochgeht.

Und wenn ich mir mal ansehe, wieviel Kalkablagerungen ich in Dusche, Toilette und Waschbecken innerhalb kürzester Zeit habe (beim "tollen Münchner Wasser"), und mir dann vorstelle, dass dieser Kalk sich möglicherweise auch in meinem Körper ablagert, dann beantwortet sich die "wozu"-Frage relativ schnell...

Es gibt zu diesem Thema auch einige Untersuchungen und Berichte, und aufgrund schlechter Rohrsysteme in den Häusern kommen teilweise Stoffe ins Trinkwasser, die da gar nicht reingehören (z.B. Blei, Kupfer etc.) - und auch bei keiner Untersuchung festgestellt werden, wenn sie nicht bei Dir im Haushalt durchgeführt wird...

Von daher sehe ich durchaus Sinn in diesen Geräten...
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Kawarimono
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #3 - 17. Oktober 2005 um 13:21
 
1.) Die Angaben der Wasserhersteller stimmen
2.) Eine hohe Leitfähigkeit sagt nichts darüber aus, ob der Inhalt gefährlich ist, oder nicht
3.) Kalk im Wasser lagert sich nicht im Körper ab.


Zitat:
Es gibt zu diesem Thema auch einige Untersuchungen und Berichte, und aufgrund schlechter Rohrsysteme in den Häusern kommen teilweise Stoffe ins Trinkwasser, die da gar nicht reingehören (z.B. Blei, Kupfer etc.) - und auch bei keiner Untersuchung festgestellt werden, wenn sie nicht bei Dir im Haushalt durchgeführt wird...


Aber nur wenn Sie eine Umkehrosmose-Anlage im Keller haben und dann mit ihrem kalkfreien Wasser nach und nach die Kalkpatina in den Rohrleitungen beschädigen.
Das ist das Schlechteste, was man tun kann.

Kawarimono
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Godesberg
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #4 - 17. Oktober 2005 um 13:44
 
Arterien"verkalkung" hat z.B. nichts mit dem Kalk aus dem Wasser zu tun, auch ansonsten ist der Begriff "kalkhaltiges" Wasser eher irreführend. Es geht um die Wasserhärte. Da werden Magnesium- und Calciumcarbonat zusammengefasst, wenn man sich die Komponenten und ihre Wirkung auf den Körper ansieht sind diese positiv.
Wenn von stark mineralhaltigem Wasser abgeraten wird dann liegt das normalerweise am Natriumchlorid, das ist aber im normalen Trinkwasser kaum problematisch.

Zur Problematik von Schwermetallablagerungen im Wasser durch Hausleitungen. Kupfer dürfte sich kaum ablösen, Blei schon eher und dieses ist auch in geringeren Konzentrationen problematischer. Allerdings ist zu bedenken dass die Mengen die abgelöst werden sehr gering sind. Eine meßbare Konzentrationsänderung ergibt sich ohnehin erst nach einiger Standzeit des Wasser in der Leitung. Das fließende Wasser kommt praktisch unverändert aus der Leitung.
Ich habe selbst solche Untersuchungen gemacht. Wir haben den Leuten gesagt dass sie erste Proben direkt nehmen müssen und dann eine Minute das Wasser laufen lassen sollten um eine zweite Probe zu nehmen. Die Ergebnisse entsprachen eigentlich immer den Werten des Wasserwerkes, höchstens bei der ersten Probe war mal Blei dabei (aber nie Kupfer), und das auch nur bei ganz alten Leitungen.
Solche Proben sind eigentlich dazu da um Schädigungen an Leitungen einzugrenzen.

Es gibt aus meiner Sicht kein Argument für eine Osmoseanlage für die Trinkwasseraufbereitung, ausser dass die Hersteller gerne Geld verdienen möchten.
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akim
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #5 - 02. November 2005 um 11:12
 
Also wer das deutsche Wasser für sauber hält, sollte mal im Spiegel-Archiv nachsehen. Dort gibt es einen Test der WHO und da kommt D auf Platz 57. Sogar Länder wie Jamaica, Mali, Iran haben saubereres Trinkwasser. Ich trinke jetzt seit etwa 2 Jahren Osmosewasser.

Erstens trinkt es sich besser. 2 bis 3 Liter pro Tag sind kein Problem.
Zweitens ist es preiswerter als Mineralwasser, dessen Qualität noch mieser ist, wie die des Trinkwassers.
Drittens entfällt das lästige Kistenschleppen.
Viertens ist das Knirschen in meinen Gelenken an Arm und Hand verschwunden und die Fingergelenke funktionieren wieder schmerzfrei.
Fünftens brauche ich meine Elektrogeräte wie Kaffeemaschine etc. nicht mehr entkalken.
Sechstens reinigt es die Autoscheiben besser, wenn man es in die Wischanlage gibt.
Siebtens hat meine Putzfrau festgestellt, dass sich die Fenster leichter putzen lassen.

Zu den Preisen. Hier ist es wie überall, Qualität und Service haben ihren Preis.
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #6 - 02. November 2005 um 16:56
 
[AUSZUG]
Presse-Information des Ministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung

Berlin, 02. Mai 2003; Nr. 80

Sicheres Trinkwasser - gute Qualität

Trinkwasser in Deutschland hat Spitzenqualität
...
Vom 28. – 30. April veranstaltete das Umweltbundesamt (UBA) zusammen mit der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und dem BMGS (Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung) sowie anderen deutschen und weltweit tätigen Institutionen in Berlin eine internationale Konferenz zum Thema „Sicheres Trinkwasser“.
...
Die Veranstaltung zeigte, dass in Deutschland viele Elemente der Water Safety Plans weitgehend verwirklicht sind, nicht zuletzt durch die intensive Arbeit der Trinkwasserhygieneabteilung des Umweltbundesamtes und die gesetzlichen Regelungen sowie durch das branchenspezifische Regelwerk. Der Vergleich mit Problemen, die aus anderen Ländern dargestellt wurden, verdeutlichte einmal wieder, dass im internationalen Vergleich die Trinkwasserqualität und –sicherheit in Deutschland eine Spitzenstellung einnimmt.
...

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/presse-informationen/pd03703.htm

[/AUSZUG]

Zu der Studie der WHO (Quelle [PDF]: http://www.unesco.org/bpi/wwdr/WWDR_chart2_eng.pdf). Dort heisst es u.a.:

[AUSZUG]
...
Der Vergleichsindex errechnet sich aus verschiedenen Faktoren wie der Menge und Güte des Süßwassers, insbesondere des Grundwassers, der Abwasser-Behandlung und dem Einhalten der Umweltgesetze.
...
[/AUSZUG]

Das bedeutet also nicht, dass Deutschland schlechtes Trinkwasser hat.
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akim
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #7 - 02. November 2005 um 17:07
 
[/AUSZUG]

Zu der Studie der WHO (Quelle [PDF]: http://www.unesco.org/bpi/wwdr/WWDR_chart2_eng.pdf). Dort heisst es u.a.:

[AUSZUG]

Wenn man den genannten Link aufruft sieht man ja, dass Deutschland an Stelle 57 in der Wasserqualität angesiedelt ist. Also weit hinter Iran, Jamaica etc. Wieso dann die Aussage das Wasser sei gut???
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Kawarimono
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #8 - 02. November 2005 um 19:56
 
Lesen! Es geht nicht um Trinkwasser.

Sie können aber gerne einen Schluck aus der Leitung im Iran nehmen. Aber bitte nicht ohne Typhus-Impfung.

Kawarimono
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akim
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Re: Reines Wasser, Umkehrosmose - Gibt's Tests?htt
Antwort #9 - 02. November 2005 um 20:49
 
Ja warum wird der Link dann von "admin_mod" angeführt mit dem Verweis, dass das deutsche Trinkwasser sauber sei???
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