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Induktionskochfeld (Gelesen: 374692 mal)
rikkerl
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Beiträge: 1

Induktionskochfeld
23. November 2005 um 11:12
 
Hallo,
ich stehe vor der Entscheidung Induktionskochfeld oder
"Normales".
Weiß jemand wie sich Lebensmittel verändern, die
mit Induktion gekocht werden.
Ist das wie Mikrowellen Bestrahlung, dort werden doch
auch Strukturen der Lebensmittel verändert !

Gruß

Rikkerl
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Beiträge: 351

Re: Induktionskochfeld
Antwort #1 - 23. November 2005 um 16:43
 
Artikel erschien in: ÖKO-HAUS 2/2001
Rubrik: Magazin

Induktionsherd
Wirbel beim Kochen

Kochfelder mit induktiver Beheizung sind immer noch Exoten in deutschen Küchen. Dabei können sie durchaus mit einigen interessanten Eigenschaften aufwarten.

Mit einem gewinnenden Lächeln legt der Verkäufer im Küchenstudio die Hand auf das Glaskeramik-Kochfeld und stellt den Regler auf höchste Leistung. Auch eine Minute später sind Hand und Lächeln unverändert. Als kurz darauf an gleicher Stelle Wasser in einem Topf zu kochen anfängt, sieht es doch sehr nach Zaubertrick aus.

Die Lösung des Rätsels heißt Induktions-Kochfeld. Eine Technik, die zwar seit Ende der 80er-Jahre auf dem Markt ist, bei uns aber immer noch ein Schattendasein fristet. Im Gegensatz zum Kochen mit Gas oder herkömmlichen Glaskeramik-Kochfeldern wird bei der Induktion die Hitze nicht durch Heizelemente im Kochfeld beziehungsweise durch die Flamme, sondern direkt im Topfboden erzeugt. Unter der Abdeckung aus Glas sitzt eine Induktionsspule, die von Strom mit einer hohen Frequenz durchflossen wird. Das dadurch entstehende Magnetfeld erzeugt in geeigneten Töpfen so genannte Wirbelströme, die im Boden des Kochgeschirrs Wärme erzeugen. Was so kompliziert klingt, hat eine ganze Reihe handfester Vorteile.

Weil bei Induktions-Kochfeldern keine Heizspiralen erhitzt werden, reagiert die Kochstelle ähnlich schnell auf Leistungsänderungen wie ein Gasherd. Schnelles Ankochen und genauso schnelles Abkühlen ist gerade für ambitionierte Hobbyköche ein wichtiger Kaufgrund. Denn die gespeicherte Hitze sorgt für unerwünschtes, weil unkontrolliertes Weiterkochen. Andere Komfortmerkmale, die normalen Kochfeldern über Sensoren und Elektronik beigebracht werden, sind beim induktiven Kochen systembedingt schon vorhanden: Steht kein Topf auf dem Kochfeld, fließt auch keine Energie - Topferkennung nennen das die Marketingfachleute der Gerätehersteller. Auch die Größe des Topfes wird automatisch »erkannt«, da nur dort ein Magnetfeld entsteht, wo magnetisierbares Metall steht.

Das sorgt nicht nur bei Kindern für Sicherheit, sondern spart durch die stets passende Topfgröße und die direkte Erzeugung der Wärme im Topf auch noch Energie. Die hochpreisigen Geräte sind wie vergleichbare Kochfelder konventioneller Bauart zudem mit allem ausgestattet, was Kochen angenehm macht. Die Anzeige einer durch die Hitze im Topfboden noch heißen Kochzone ist genau so selbstverständlich wie eine Ankochautomatik, die die Leistung nach dem schnellen Aufheizen selbstständig auf die eingestellte Stufe zurückstellt. Dem Sicherheitsgedanken tragen die Hersteller Rechnung, indem sie automatische Abschaltfunktionen einbauen. Sie reagieren, wenn Speisen überkochen und auf das Bedienungsfeld tropfen oder wenn einmal vergessen wurde, den Herd auszuschalten.


Probleme mit Preis und Hochfrequenz?

Bleibt die Frage, warum nur gut jedes zwanzigste Kochfeld mit Induktion verkauft wird. Ein Teil der Interessenten könnte sich wegen Bedenken über mögliche gesundheitliche Auswirkungen dagegen entscheiden. Denn über die Wirkung von elektromagnetischen Wechselfeldern mit einer Frequenz von 25 bis 55 Kilohertz ist weder in der Industrie noch in der Forschung etwas bekannt. Wahrscheinlich schreckt die meisten Interessenten aber eher der Preis. Denn mit 2500 bis 5000 Mark ohne Backofen liegen die Induktions-Kochfelder am oberen Rand der Preisskala. Viele Interessenten stört vielleicht auch die Vorstellung, neue Töpfe kaufen zu müssen. Denn nur magnetisierbare Metalle werden durch die Induktionsspule erwärmt. So kommt es zur skurrilen Situation, dass der alte Email-Topf von der Oma mit dem neuen High-Tech-Kochfeld zusammenarbeitet, moderne Edelstahltöpfe mit einem Sandwich-Boden aus Edelstahl und Aluminium aber kühl bleiben.

Auch bei Gusseisen, speziellen Edelstahltöpfen mit »ferromagnetischem« Boden und Stahl mit Glaskeramiküberzug (Markenname »Silargan«) entfalten Induktionskochfelder ihre Wirkung. Bei Kupfer und Aluminium bleibt die Küche jedoch kalt. Gewissheit über die Eignung der alten Töpfe schafft ein Test im Küchenstudio. Der manchmal empfohlene Magnettest - haftet der Magnet, ist der Topf geeignet - führt nicht immer zu zufrieden stellenden Ergebnissen.


So funktioniert das Kochfeld

Ein Glaskeramik-Kochfeld mit induktiver Beheizung funktioniert grundsätzlich anders als Kochfelder mit Strahlungsheizung.
Die Induktionsspule erzeugt Wirbelströme, die direkt im Topfboden in Wärme umgewandelt werden.

Induktions-Kochfelder gibt es mit 60, 70, 75 und 80 Zentimeter Breite, auch in Kombination mit herkömmlich beheizten Kochzonen. Die Regelung erfolgt über Schalter am Backofen, an einem gesonderten Schaltkasten oder (Sensor-) Regler auf dem Kochfeld selbst. Auch Modelle zum Kombinieren mit Gasbrennern oder Grillflächen bieten die Hersteller an.
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SisterDew
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Beiträge: 1

Re: Induktionskochfeld
Antwort #2 - 25. Juli 2007 um 22:10
 
Ich plane auch ggf. einen Kombination aus 2 "normalen" und 2 Induktionskochfeldern zu kaufen, doch laut Wikipedia sind gesundheitliche Schädigungen nicht ausgeschlossen:

Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat die
Magnetfeldexposition durch Induktionskochherde in einer
Expositionsstudie auf Einhaltung der ICNIRP-Grenzwert-
empfehlungen untersucht.

Ebenfalls stellen Induktionskochfelder als recht starke
Sendeanlage möglicherweise eine Großsignal-Quelle dar,
die den Funkverkehr auf einigen Frequenzen beeinträchtigt,
wenn Induktionskochfelder in größerem Maßstab eingesetzt
werden.


Gibt es inzwischen eine eindeutige Stellungnahme von ÖKOtest?
Ist der energiesparsamere Induktionsherd einem normalen Kochfeld vorzuziehen?
Sind gesundheitliche Risiken durch Induktionskochfelder inzwischen ausgeschlossen?


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Shogun
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Beiträge: 7

Re: Induktionskochfeld
Antwort #3 - 01. August 2007 um 11:09
 
Hallo,

vielleicht hilft auch folgender Punkt:

Induktion verbraucht mehr Energie als "Ceranfelder" (Jedenfalls die Felder von Miele).
Salopp gesagt 10% mehr.

Ist zwar ein ganz anderer Gesichtspunkt aber...

Güße

Shogun
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ama
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Re: Induktionskochfeld
Antwort #4 - 01. August 2007 um 14:30
 
>Induktion verbraucht mehr Energie als "Ceranfelder" (Jedenfalls die
>Felder von Miele).
>Salopp gesagt 10% mehr.

Das kann aus physikalischen Gründen nicht sein. Ceranfelder haben wie normale Kochplatten aus Metall den Luftspalt zwischen dem heißen Energieabstrahler und dem Topf. Der Luftspalt bildet einen sehr großen Wärmeübergangswiderstand und senkt den Wirkungsgrad des GESAMTEN Heizsystems.

ama
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Renate
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Beiträge: 63

Geschlecht: female
Re: Induktionskochfeld
Antwort #5 - 08. Oktober 2007 um 21:29
 
SisterDew schrieb am 25. Juli 2007 um 22:10:

Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat die Magnetfeldexposition durch Induktionskochherde in einer Expositionsstudie auf Einhaltung der ICNIRP-Grenzwertempfehlungen untersucht.
Ebenfalls stellen Induktionskochfelder als recht starke Sendeanlage möglicherweise eine Großsignal-Quelle dar, die den Funkverkehr auf einigen Frequenzen beeinträchtigt, wenn Induktionskochfelder in größerem Maßstab eingesetzt werden.

Sind gesundheitliche Risiken durch Induktionskochfelder inzwischen ausgeschlossen?

Hallo SisterDew

Welche gesundheitliche Risiken vermuten Sie?

Das habe ich vor dem Kauf meines Induktionsherdes, mit dem ich überaus zufrieden bin, gefunden:


Elektromagnetische Felder von Induktionsherden:

Die von Induktionsherden abgestrahlten elektromagnetische Felder liegen in der Grössenordnung von 3 bis 6 Microtesla im Aufenthaltsbereich der kochenden Personen und 1 bis 2 Microtesla bei einem Abstand von 50 Zentimeter vom Herd. Internationale Grenzwert-Empfehlungen liegen im Frequenzbereich der Induktionsherde bei 6.25 Microtesla.

Gesundheitliche Auswirkungen und Beeinflussung von Herzschrittmachern durch Induktionsherde
Ob elektromagnetische Felder von Induktionsherden gesundheitliche Probleme verursachen können, ist im Moment nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass magnetische Wechselfelder von Induktionsherden auf kurze Distanz Herzschrittmacher beeinflussen können. Moderne Herzschrittmacher schalten im Falle einer solchen Störung auf einen festfrequenten Modus um, der unabhängig von der körperlichen Belastung einen festen Herzryhtmus vorgibt. Träger von Herzschrittmachern sollten Sicherheitshinweise der Hersteller beachten und mit ihrem Arzt die Verwendung von Induktionsherden besprechen.

Quelle: 2002 Bundesamt für Gesundheit, CH-3003 Bern


Herzliche Grüße, Renate   Smiley
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Renate
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Beiträge: 63

Geschlecht: female
Re: Induktionskochfeld
Antwort #6 - 08. Oktober 2007 um 22:09
 
Hier noch ein Vergleich der Strahlung:

Die von Induktionsherden abgestrahlten elektromagnetische Felder liegen in der Grössenordnung von 3 bis 6 Microtesla im Aufenthaltsbereich der kochenden Personen und 1 bis 2 Microtesla bei einem Abstand von 50 Zentimeter vom Herd. Internationale Grenzwert-Empfehlungen liegen im Frequenzbereich der Induktionsherde bei 6.25 Microtesla.

http://de.cars.yahoo.com/051006/292/4pt3e.html
"Donnerstag 6. Oktober 2005, 18:16
Uhr Magnetische Kräfte besitzt ein Bus in Lörrach. Dank Hightech fährt er fast lautlos und völlig abgasfrei. ... Ein Magnetfeld entsteht, das jedoch mit 20 Kilohertz in seiner Frequenz bedeutend niedriger ist als bei einem Handy mit seinen je nach Netz 450 bis 1 900 Megahertz."

http://de.wikipedia.org/wiki/Induktionskochfeld
Die dabei üblicherweise angewandten Frequenzen liegen im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz.


Smiley  Gruß, Renate
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« Zuletzt geändert: 09. Oktober 2007 um 11:54 von Renate »  
 

 
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Beiträge: 3359
Augsburg
Re: Induktionskochfeld
Antwort #7 - 08. Oktober 2007 um 22:47
 
Shogun schrieb am 01. August 2007 um 11:09:
Induktion verbraucht mehr Energie als "Ceranfelder" (Jedenfalls die Felder von Miele). Salopp gesagt 10% mehr.


... Der Induktionsherd hat auch einen günstigen Stromverbrauch. Im Vergleich mit normalen Glaskeramik-Herden ist sein Wirkungsgrad etwa um fünf Prozent höher. Gegenüber einem konventionellen Herd mit Kochplatten ist er sogar um etwa zehn Prozent effektiver.

Mitunter heißt es in der Werbung, daß die Energieeinsparung gegenüber einem herkömmlichen Herd bis zu 50 Prozent betrage. Solche Angaben beziehen sich nur auf die Phase des Ankochens. Beim Fortkochen ist der Energiebedarf ähnlich wie bei anderen Herden, so daß sich insgesamt etwa die oben genannten Werte ergeben.

Generell ist die Umwandlung von Strom in Wärme hocheffizient. Spielraum für Verbesserungen bleibt praktisch nur dort, wo bei der Übertragung der Wärme auf den Topf Verluste auftreten Hier kann der Induktionsherd naturgemäß Punkte machen. ...

Quelle: *> http://www.herd.josefscholz.de/Induktion/Induktion.html
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LutzElb
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Beiträge: 1

Geschlecht: male
Wie gut sind Induktionsherde
Antwort #8 - 22. Juni 2009 um 17:00
 
Liebe Leser des Forums,

im Internet findet man leider viele widersprüchliche Informationen zum Thema Induktionsherd. Ich habe zwei Fragen, die gern beantwortet / diskutiert hätte:

1)      Ist die Energiebilanz wirklich so gut, dass es sich lohnt mehr Geld für eine Induktionskochstelle auszugeben?

Wie viel verbraucht er im Vergleich zu einem herkömmlichen Cerankochfeld weniger?
Amortisiert sich der Kauf, und wenn ja wann (wenn ich z.B. 1 Stunde pro Tag koche)?

2)      Induktionskochfelder arbeiten mit einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld (EMF).

Hochfrequente EMF haben nachweislich einen Einfluss auf unseren Körper. Der Mensch sollte einer  Dauerbelastung von 100 μT angeblich nicht ausgesetzt werden. Es wird auch angegeben, dass ein Mindestabstand zur Kochplatte von 10 cm nicht unterschritten werden sollte.

Gibt es Studien hierzu? Ist der Herd wirklich unbedenklich? Wie viel von dem EMF bekomme ich z. B in 20 cm ab? Wie sieht die jährliche Belastung aus, wenn ich jeden Tag ca 1 Stund koche?

Menschen mit Herzschrittmachern sollten übrigens ganz auf einen Induktionsherd verzichten.

Über ein paar Meinungen und Hinweise auf Studien etc würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank
Lutz
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Ratgeber55
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Beiträge: 2

Re: Induktionskochfeld
Antwort #9 - 13. Oktober 2010 um 23:27
 
Beim Betrieb eines Induktionsherdes wird ein magnetisches Wechselfeld zur Energieübertragung benutzt. Es werden sicherlich alle Grenzwerte eingehalten, aber genau daran entzünden sich immer wieder die Diskussionen. Die Grenzwerte beziehen sich auf einen Faktor weit unterhalb der Erwärmung von Körpergewebe. Andere Effekte durch elektromagnetische Strahlung sind nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Es muss also jeder selbst abwägen, ob er ein mögliches Risiko eingeht oder auf Nummer sicher geht.

LG von Ratgeber
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