ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
25. März 2017 um 16:29
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › GESUNDHEIT / MEDIKAMENTE
  › Alternative Behandlungsmethoden
  › Festhaltetherapie
Seiten: 1 2 3 
Festhaltetherapie (Gelesen: 60446 mal)
Kawarimono
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 3376

Re: Festhaltetherapie
Antwort #10 - 10. Januar 2006 um 21:15
 
Dann wollen wir doch mal schauen, was wir so verstehen, und den Thread ein bißchen mit praktischen Beispielen aus dem Leben auffüllen.

Aus einem Prekop-Institut, das craniosakrale Ostheopathie an "festgehaltenen" Kindern praktiziert:

Zitat:
Sandra weint während der Palpation herzzerreißend. Ich fordere die Mutter auf, sich mit einer erlaubenden Haltung ihrer Tochter zuzuwenden und spreche gemeinsam mit Angelika selbst zum Kind: „Oh, sooo weh tut das, sag uns nur, wie weh es tut, wir hören dich, ja....“, und ich leite die Mutter an, einige Wimmerlaute von Sandra mitfühlend „nachzuahmen“: „ ohhh, ähhh!“ und sich auf ihren Atemrhythmus einzustimmen. Nun wende ich die (sanfte) cranio-sacral-therapeutische Methode der Läsions-Verstärkung an (Dauer etwa 15 Minuten).
Das heißt, ich „erinnere“ Sandra mit dem zarten Druck meiner Hände und der von mir angewendeten Methode des „Blickes mit dem inneren Auge“ an die Entstehung ihrer Blockierung.


Der freundliche Esoterik-Übersetzungsdienst kommt zu erstaunlichen Ergebnis: Ein Kind wird mißhandelt. Sprich, es wird unnötig schmerzhaft an Körperstellen gequetscht. Ohne Not. Ohne Grund.

Die Enge des Geburtskanals sollte nachgeahmt werden.

Das Kind hat mit seinen 3,5 Monaten  etwas sehr Böses getan: Es hat seine Mutter nicht ordentlich angeschaut, wie sich das gehört. Außerdem war seine Geburt zu leicht.


Kawarimono
Zum Seitenanfang
 


 

 
biofuzzy
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 61
Karlsruhe
Geschlecht: male
Re: Festhaltetherapie
Antwort #11 - 10. Januar 2006 um 21:25
 
Der pure Egozentrismus
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
Idris
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Re: Festhaltetherapie
Antwort #12 - 11. Januar 2006 um 00:16
 
Es ist definitiv Kindesmißhandlung.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Idris
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Re: Festhaltetherapie
Antwort #13 - 11. Januar 2006 um 01:09
 
Und damit kriminell.

Man muß dagegen vorgehen.

Die sogenannte Osteopathie gehört auch zu diesem ganzen kinderquälenden Unfug.
Zum Seitenanfang
 
 

 
joytopia
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 445

Re: Festhaltetherapie
Antwort #14 - 12. Januar 2006 um 08:02
 
von Idris
< Die sogenannte Osteopathie gehört auch zu diesem ganzen kinderquälenden Unfug <


was bitte , hat die Festhaltetherapie von dem Dipl.Pyschologen J.Prekop, mit Osteopathie gemeinsam.
Oder verwechseln Sie hier etwas ?
joytopia
Zum Seitenanfang
 
 

 
Hema
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 6394

Re: Festhaltetherapie
Antwort #15 - 12. Januar 2006 um 08:06
 
Schauen Sie in Antwort Nr. 10.
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
ps
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1

Re: Festhaltetherapie
Antwort #16 - 08. März 2007 um 20:26
 
Hallo,

ich bin sozusagen neu hier und derzeit dabei, diverse Heilmethoden sowohl der schulmedizinischen als auch der alternaiven Schiene etwas kritischer zu betrachten.

Es tut mir gerade unendlich gut, meine Wahrnehmung in Sachen Festhaltetherapie bestätigt zu bekommen!!! Meine Kinder sind nun schon aus dem Alter heraus, bei dem Mutti sich Gedanken macht wie mit lebendigen Kindern umzugehen sein könnte, damit sie spuren, wie ich will...
Eines der beiden war in der Tat etwas schwierig, um es sanft-positiv zu formulieren - damals, vor jetzt vielleicht 14 Jahren, lag Frau Prekop voll im Trend. Angelegentlich las ich mir ihr Buch "Der kleine Tyrann" durch - und mich überfiel das kalte Grausen (ähnlich übrigens wie bei den Schriften des trendigen Herrn Hellinger heutzutage) und ich bin heil-froh, weder mir, meinem Kind oder meiner Familie eine solche Prozedur zugemutet zu haben. Wenn mein Kind bis dahin nicht traumatisiert war - spätestens dann wäre es das gewesen!!!!

ps

Zum Seitenanfang
 
 

 
anjoke
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1
Schweiz
Geschlecht: female
Re: Festhaltetherapie
Antwort #17 - 31. März 2007 um 22:48
 
Hallo

Auch ich bin eine glückliche Mutter, die mit ihren Kindern auf keinen Fall eine Festhalte-Therapie machen würde. Nur schon bei diesem Gedanken stellen sich mir die Haare auf!!

Ich habe alle Beiträge gelesen und habe dabei festgestellt, dass es auf die Frage nach dem Unwinding anscheinend Missverständnisse gab:

Im Grunde ging es ja um die Craniosacral-Therapie. Geht man zurück an den Anfang des 19. Jahrhunderts, so erfährt man, dass diese Therapie ihren Ursprung in der Osteopathie hat. Auch die Osteopathie hat sich immer weiter entwickelt und so entstand die "craniale Osteopathie". In den 70iger Jahren läutete Dr. Upledger eine neue Ära ein: Nachdem er zum ersten Mal den cranialen Rythmus entdeckte und mit eigenen Augen sah, entwickelte er die "Cranio-Sacral-Therapie".

Inzwischen sind wieder über 30 Jahre vergangen. Man kennt in der Cranio-Sacral-Therapie zwei unterschiedliche Methoden, nämlich den

a) biomechanischen;
   sowie den
b) biodynamischen Ansatz.

Erklärung:
a) Beim biomechanischen Ansatz verläuft die Therapie nach einem bestimmten Ablauf und die Therapeuten arbeiten eher mechanisch,  
   d.h. eher von aussen nach innen. Praktizierende dieses Ansatzes sind oftmals Physiotherapeuten.

b) Der biodynamischen Ansatz konzentriert sich aber auf das Flüssigkeitsmodell. Hier wird ebenfalls Kontakt mit den Händen aufgenommen. Allerdings arbeitet man hier sehr Ressourcen-orientiert und von innen nach aussen.

Ich arbeite selber als Therapeutin nach dem biodynamischen Ansatz und bin immer noch voll begeistert davon. Es ist unglaublich, was mit so sanftem Kontakt alles geschehen kann.

Als ich den Auszug von Sandras Behandlung las, konnte ich mich gut an verschiedene Behandlungen erinnern. Aber im positiven Sinne! Es ist mir klar: Wenn man den Text ohne entsprechende Vorkenntnisse liest, muss man ja beinahe Angst bekommen. Ich arbeite sehr viel Kindern und arbeite dabei sehr achtsam und ressourcen-orientiert. Aber ich würde niemals irgendwo stark drücken oder ziehen! Auch Kinder teilen sich bei den Behandlungen sehr klar mit: Sie sagen oder zeigen, haargenau, ob alles OK ist oder ob sie genug haben und eine Pause wollen. Wenn man sich darauf einlässt - und das ist eines der wichtigsten Dinge! - so kann man den Kindern im späteren Leben sehr, sehr viel Leid ersparen.

Es gibt leider überall schwarze Schafe, die einen Wochenend-Kurs besuchen und sich danach "Cranio-Sacral-Therapeuten" nennen. Wichtig ist, dass man einen Praktizierenden findet, bei dem man sich wohl fühlt und der auf die Bedürfnisse der Klienten eingeht und diese auch respektiert. Leider habe ich keine Ahnung, wie es in Deutschland organisiert ist. In der Schweiz gibt es z.B. den Berufsverband "Craniosuisse". Wer im Verband ist, muss eine anerkannte Ausbildung absolviert haben, Prüfungen ablegen, etc. Die Aufnahmekriterien sind entsprechend hoch.

In der Schweiz werden die Kosten der Cranio-Sacral-Behandlung von den meisten Krankenkassen im Rahmen der Zusatzversicherung übernommen (natürlich nur, wenn man anerkannte TherapeutIn ist Smiley)

Nicht jeder reagiert gleich auf eine Behandlung. Schliesslich sind auch wir Menschen sehr individuell. Wer eine wirklich sanfte Methode sucht, sollte sich einfach erkundigen, ob der Praktizierende nach der biodynamischen Methode arbeitet.

Eine meine Kolleginnen sagte einmal: "Ich kann eine Stunde lang erklären wie Honig scheckt. Wenn Du es aber niemals selber ausprobierst, so wirst Du nie erfahren, wie Honig wirklich schmeckt"....
Zum Seitenanfang
 
 

 
Hema
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 6394

Re: Festhaltetherapie
Antwort #18 - 01. April 2007 um 14:22
 
anjoke schrieb am 31. März 2007 um 22:48:
In den 70iger Jahren läutete Dr. Upledger eine neue Ära ein: Nachdem er zum ersten Mal den cranialen Rythmus entdeckte und mit eigenen Augen sah, entwickelte er die "Cranio-Sacral-Therapie"


Leider haben Sie nicht verstanden, dass es den Rhythmus, den Upledger meint, SO nicht gibt. Das ganze Verfahren geht von falschen Voraussetzungen aus.

Lesen Sie dazu hier


Zitat:
In der Schweiz werden die Kosten der Cranio-Sacral-Behandlung von den meisten Krankenkassen im Rahmen der Zusatzversicherung übernommen (natürlich nur, wenn man anerkannte TherapeutIn ist Smiley)


Woher stammt diese Info?

Warum sollte man etwas ZUSÄTZLICH "absichern", was ohne Wirksamkeitsbeleg ist?
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
AutismusFacts
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1

Re: Festhaltetherapie
Antwort #19 - 03. Juli 2007 um 21:16
 
ja, es ist entsetzlich. Wir wollen auch etwas dagegen tun:

http://stopp-die-festhaltetherapie.blogspot.com

http://www.youtube.com/watch?v=f6nhr6d9p0w
Zum Seitenanfang
 
 

 
Seiten: 1 2 3