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Festhaltetherapie (Gelesen: 61105 mal)
Kawarimono
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Beiträge: 3376

Festhaltetherapie
08. Januar 2006 um 23:46
 
@ admin: Ich darf das.

Je mehr diesen Text lesen, desto eher hört die Barbarei an Kindern auf.


http://www.beepworld.de/members47/logopaed/frameset_inhalt.htm


Zitat:
Claudia Goldner

"Und bist du nicht willig...": Zur Wiederkehr der "Schwarzen Pädagogik"

Bezeichnend für die Affinität [...] zu autoritären Konzepten ist die Begeisterung (vieler ErzieherInnen, HeilpädagogInnen und TherapeutInnen) für die sogenannte "Festhaltetherapie" Jirina Prekops, das mit Abstand brachialste und vergewaltigendste Pseudoheilverfahren, das die Psycho- und Alternativtherapeutenszene bereithält. [...]

Festhaltetherapie, so Prekop (*1929), eine aus dem heutigen Tschechien stammende Psychologin, sei die schlichtweg ideale Methode, widerspenstige Kinder, die der Liebe ihrer Eltern mit Aufmüpfigkeit oder Trotz begegneten oder diese gar rund um die Uhr durch ständiges Herumtoben tyrannisierten, ordentlich auf Vordermann zubringen. Das "psychisch gestörte" Kind müsse einfach solange in engster Umarmung festgehalten werden, auch und gerade gegen erbittertsten Widerstand, bis es diesen aufgebe und sich nicht mehr zur Wehr setze. Falls die Kräfte des Erwachsenen oder Therapeuten nicht ausreichten, könne ein eigener Festhaltegurt - eine Art Zwangsjacke für zwei - verwendet werden ("Wie heißt sich Handschuh auf Deitsch, wo nicht hat fünf Finger, sondern nur ein Finger? - Richtig, Fäustling!", mit diesem Standardsatz, der bei praktisch jedem ihrer zahllosen Vorträge vorkommt, suggeriert Prekop die Natürlichkeit der Zwangsjacke (vgl. Herbst, 1993). Das Festhalten - laut Prekop eine "sehr dichte Umarmung, in der das Kind weder über seine Körperlage noch über seine Bewegungen entscheiden darf" - müsse möglichst oft, mindestens aber einmal täglich durchgeführt werden, die Dauer der Prozedur liege bei jeweils etwa zwei bis vier Stunden; im Einzelfalle sei allerdings auch längeres Halten, sechs Stunden und darüber, erforderlich, allemal solange, bis das Kind all "seine Wut ausgeschrien und seinen Kummer ausgeweint" habe (1999, 114f.). Und, sehr wichtig: "Das Kind liegt dabei grundsätzlich auf dem Rücken bzw. auf dem Schoß und nimmt die untere Position ein, die Mutter (der Vater) umarmt das Kind von oben. Dies entspricht der systemischen Ordnung "die Eltern sind groß, die Kinder sind klein"" (Prekop, 1998, 2). Höre im übrigen das Schreien urplötzlich auf, dürfe man keineswegs sofort loslassen: "Es kann sein, daß das Kind einen Fluchtweg in Form von Selbststimulation gefunden hat, zum Beispiel (...) beobachtet es hinter dem Rücken der Mutter seine Finger. Hier sollte der Fluchtweg versperrt werden: Das Kind wird in einer anderen Lage gehalten, das Licht wird gelöscht, es wird mit Küssen auf den Mund an seiner oralen Stimulation gehindert. Der erneute Schreiausbruch ist die richtige Interpretation der Beruhigung" (Prekop, 1999, 122). Äußere das Kind den Wunsch, auf die Toilette zu gehen, dürfe dem keinsfalls entsprochen werden: es könnte sich um einen "Fluchtversuch" handeln. Prekop: "Das Kind darf, wenn es will, ohne weiteres einnässen. Es darf in dieser "Nestsituation" nach Herzenslust regredieren. Es wird trotz der nassen Hose weiter liebevoll gehalten, als wäre nichts geschehen" (ebd., 111). Losgelassen wird erst, "wenn das Kind ohne weitere Aufforderung bereit ist, sich innig anzuschmiegen" (ebd., 129).

Prekop beschreibt ihr Verfahren als Allheilmittel gegen jedwede psychische Störung, höchst erfolgreich auch einzusetzen in der Behandlung von geistig Behinderten und Autisten. An theoretischer Begründung hat sie, außer ständigem Verweis auf den Instinktivisten und Konrad-Lorenz-Intimus Nikolaas Tinbergen, nicht viel zu bieten: das verhaltensauffällige (= psychisch gestörte) Kind, so ihre Behauptung, befinde sich in einem Motivkonflikt zwischen der Angst vor und dem Wunsch nach Kontakt. Durch das Festhalten löse sich dieser Widerspruch auf und das Kind entwickle sich offen für soziale Beziehungen. Keineswegs sei das Festhalten die brutale Vergewaltigung, als die sie vielleicht erscheine (und als die böswillige Kritiker sie hinstellten), vielmehr vermittle sie dem Kind ein Gefühl von Orientierung und absoluter Sicherheit. Nur von außen besehen setze es sich zur Wehr - fürchterliche Szenen spielen sich in den "Therapie"-Sitzungen ab, wie Prekop selbst ganz unumwunden zugibt (eine Mutter in einem "Fallbeispiel" [angeführt in einem Prekop-Lehrbuch]: "Am Anfang tobte und schrie meine Tochter, sobald ich sie in den Arm nahm. Sie erbrach sich und würgte dabei, sie kratzte und biß mich und versuchte verzweifelt, meinen Umarmungen zu entkommen. Dann schrie, weinte und schluchzte sie nur noch völlig verzweifelt"[zit.in: Prekop, 1999, 148]) -, in Wahrheit aber, wie sich letztlich in seiner "Entspannung" zeige, wolle und brauche es genau diese Form von Geborgenheit. O-Ton Prekop (1999, 198): "Trotz der scheinbaren Unterdrückung sind die Kinder nicht bedrückt und gehemmt, sondern fröhlich - es sei denn, man hat es zu früh losgelassen, als es sich noch wehrte, noch nicht erlöst war" [sic!]. Diese "Erlösung", so Prekop an anderer Stelle (1999, 137), komme "aufgrund der aufgezwungenen Anpassung an die intensiven Anregungen der körperlich und seelisch verbundenen Mutter" zustande, durch die sich eine "Umordnung der biochemischen Prozesse" innerhalb des kindlichen Organismus bewirke. (Im übrigen eigne sich das Festhalten ganz vorzüglich auch als "Therapie" unbotmäßiger Ehefrauen, wobei bewährtermaßen und "aus Gründen der Beziehungdsynamik [...] der Mann oben und die Frau unten liegt" [Prekop, 1998, 2].)

[...] Nur im deutschsprachigen Raum fand das Verfahren, Kinder solange in unnachgiebigem Klammergriff festzuhalten, bis sie in Lethargie verfallen, weite Verbreitung. Wenngleich das "erzwungene Halten" (forced holding) auch unter hiesigen Erziehungswissenschaftlern und Psychotherapeuten als "Wiederkehr der schwarzen Pädagogik" auf teils heftigste Kritik stieß (z.B. Biermann, 1985; Dalferth, 1988; Feuser, 1988; Störmer, 1989) avancierte Prekops Buch "Der kleine Tyrann" (1988) zum unangefochtenen Familien-Bestseller. Wieviel da seither in Wohnstuben und Kinderzimmern herumexperimentiert und an kaum wiedergutzumachendem Schaden angerichtet wurde - das Buch wurde bis heute mehr als zwanzigmal neu aufgelegt! -, läßt sich nicht einmal erahnen. Untersuchungen hierzu gibt es keine.

Am Stuttgarter "Institut für Kindertherapie und Familienberatung" werden eigene "Workshops" für Eltern, Erzieher und Lehrer in "Festhalten" veranstaltet, garniert gelegentlich mit esoterischem Unfug wie "Edu-Kinestetik" und dergleichen mehr (vgl. Walbiner, 1997). Selbst in öffentlichen Gesundheitszentren, wie etwa der "Vestischen Kinderklinik" in Datteln, werden Festhalte-Kurse durchgeführt, auch an der "Deutschen Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation" (Theodor Hellbrügge) in München [...]. Über eine (steuerbegünstigte) "Gesellschaft zur Förderung des Festhaltens als Lebensform und Therapie e.V." sowie eine eigene Zeitschrift "Holding Times" werden Prekops Ideen weiter verbreitet.

Diese selbst bereist seit Ende der 1980er die Lande, um in unzähligen Vorträgen und Seminaren ihre Erkenntnisse zu propagieren. Gänzlich unbeeindruckt von aller Kritik erzählt sie Abend für Abend das gleiche - pro Jahr absolviert sie bis zu 100 öffentliche Auftritte -, eine "wirre vulgärpsychologische Suada" (Gampert, 1994), die sich über das jeweilige Publikum ergießt: Durch ungehaltene, haltlose Kinder werde die schöpferische Ordnung durcheinandergebracht. Nötig sei daher, daß sie lernten, diese Ordnung zu achten, sprich: ihre Eltern zu ehren und ihnen zu gehorchen, wie es schon das vierte Gebot fordere. Deshalb: Kein Wischiwaschi der Erziehungsberechtigten, eindeutige Vorgaben, Gebote, Verbote: Kinder müßten ans "G'schirrle" (ebd.). Wortreich und unter stetem Rekurs auf vorgeblich christliche Werte - vor allem auf Liebe, Liebe und nochmals Liebe - läßt sie sich über die Notwendigkeit totaler Repression der kindlichen Selbstfreisetzung aus: Das gnadenlose Festhalten nennt sie einen "Schutzmantel der Liebe", unter dem das Kind "offen seine Angst und seinen Haß ausschreien, seine "giftige Galle" loswerden und seine Trauer ausweinen" könne, was ein "Zapfen an der Quelle des Urvertrauens, eine Erfahrung der bedingungslosen Liebe" bedeute (1989, 60). Denn: "Im Ausleben der unermeßlichen Gefühle, die durch den Widerstand aktualisiert werden, erfährt der Festgehaltene die Unendlichkeit der Liebe des Menschen, der ihn und zu ihm hält. Indem es Widerstand leistet, dehnt das Kind die Vorbehaltlosigkeit der mütterlichen Liebe aus. Daran, wie die Mutter seine Boshaftigkeit und seine Trauer erträgt, erkennt das Kind das unfaßbar große Ausmaß ihrer Liebe" (1999, 143).

[...] Auffällig an Prekops Vorträgen ist zudem die bodenlose Geschwätzigkeit, in der sie sich über intimste Details ihrer Klienten - egal ob Kinder oder Erwachsene - auslässt und diese so der Lächerlichkeit preisgibt. Persönlichkeits- oder Datenschutz scheinen Fremdworte für sie. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb über eines ihrer Seminare: "Anstatt strukturiert und mit einem Minimum an Wissenschaftlichkeit zu referieren, äffte Prekop Klienten auf mitunter entwürdigende Weise nach. (...) Sie holte einige Zuhörer auf das Podium, um einen Fall aus ihrer Praxis nachzustellen, dabei titulierte sie die Vaterfigur erst als "grausamen und cholerischen Sepp", dann als "blöden Sepp" (Bierl, 1998).

[...] Wie der Deutsche Kinderschutzbund feststellte, biete die "Festhaltetherapie" die perfekte Maskerade und Rechtfertigung für Gewalt: Unerträgliche Machtanmaßung, kaschiert als therapeutisch notwendige Maßnahme (vgl. Kischkel/Störmer, 1989, 49). [...] Namhafte Persönlichkeiten wandten sich mit Vehemenz gegen Prekop und ihr Verfahren. Während der Antipädagoge Ekkehard von Braunmühl (1989) noch etwas süffisant schrieb: "Wer eine gewaltsame "Erneuerung" unserer "Lebensform" in Richtung Algolagnie (Sadismus/Masochismus, C.G.) für wünschenswert hält, für den ist das Festhalten nach Prekop das fraglos optimale Patentrezept", mahnte der Psychologe Heiko Ernst (1989), es werde in der Festhaltetherapie "aus der Geste der Liebe, der Umarmung, Gewalt gegen das "schwierige" Kind. Während dem Kind in dieser Umklammerung Liebe beteuert wird, soll sein Widerstand gebrochen werden". Der Soziologe Wolfgang Hinte (1989) sprach insofern von einer "eindeutig kriminellen Erziehungsmethode", gar von "sadistischem Wahnsinn": Das Festhalten sei "kein Thema für die Wissenschaft sondern ein Fall für die Staatsanwaltschaft". Der Bremer Erziehungswissenschaftler Georg Feuser bezeichnete die Festhaltetherapie in einer umfänglichen Studie als Vergewaltigung und Folter ("...ich bin der Auffassung, daß das erzwungene Halten Folter ist und seine verhaltensverändernde Wirkung der Kombination psychischer Wirkmechanismen geschuldet ist, die sämtliche in der Folter-Psychologie und -Praxis wiederzufinden sind" [1992, 735]).

Trotz dieser Kritik, die auf Straftatbestände mit dem Charakter von Offizialdelikten hinwies, sah sich bislang keine Staatsanwaltschaft aufgefordert, Prekops Veranstaltungen unter die Lupe zu nehmen. Auch eine vor einigen Jahren erstattete Strafanzeige des Marburger Psychologen Daniel Soll gegen Prekop wegen des Verdachts des "öffentlichen Aufforderns zur Mißhandlung von Schutzbefohlenen" verlief im Sande: da nur direkt Geschädigten ein Klagerecht zusteht, wurde das Verfahren eingestellt (LG Stuttgart Az.: 20 Js 1177/96).

[...] Zu erwähnen sind an dieser Stelle Festhalte-/Primärbehandlungen mit fatalem Ausgang. Prekop (1999, 141) selbst weist auf die "besondere Verwandtschaft" hin, die ihr Ansatz mit der Primärtherapie Arthur Janovs habe (der, ebenso wie diesem, bislang jede stichhaltige Wirksamkeitsuntersuchung und damit das Minimalkriterium fehlt dafür, daß man von einem ernstzunehmenden Therapieverfahren sprechen kann [vgl. Grawe et al., 1994, 735]).

[...] Erst im Mai 2000 starb ein 10jähriges amerikanisches Mädchen, das der "Therapeut" zur Behebung irgendwelcher "Verhaltensstörungen" den Adoptiveltern gegenüber in dunkle Laken eingewickelt und auf einer Matratze festgehalten hatte; es sollte dies den beengenden Uterus der leiblichen Mutter symbolisieren, aus dem die kleine Patientin sich "herauskämpfen" sollte. Zur Verschärfung des "Primärgefühls" war ihr ein Kissen aufs Gesicht gedrückt worden. Das Mädchen fiel in ein Koma, aus dem es nicht mehr erwachte (vgl. Goldner, 2000, 383).

Ungerührt gibt Prekop (2001, 21) die festhaltetherapeutische Anweisung [...], es solle, falls das Gewicht der auf dem Kind liegenden Mutter oder Therapeutin nicht ausreiche, das festgehaltene Kind samt festhaltender Person "mit dem Gewicht eines Helfers beschwert werden, damit die Wahrnehmung der Enge, des Drucks und der Atemnot dem Geburtsweg ähnlich wird. (...) Es gibt Fälle, zu denen vor allem Frühgeborene und Kaiserschnitt-Kinder zählen, die einen massiven Drang verspüren, endlich einmal den mühseligen Weg durch den Geburtskanal durchzustehen". Bei erwachsenen Klienten wird analog verfahren. Kritik aus der Hellinger-Szene an derlei kriminellem Irrwitz: Fehlanzeige.

[...] Die Festhaltetherapie Prekops wird, trotz der vernichtenden Kritik, die sie in Fachkreisen erfahren hat, bis heute flächendeckend praktiziert (was sich aus den nach wie vor enormen Verkaufszahlen der Prekop-Bücher - weit über 400.000 verkaufte Exemplare (Kösel) - und der ungebrochenen Nachfrage, die nach ihren Seminaren und Vorträgen besteht, zwanglos schließen läßt): Hunderttausende Eltern machen sich, unterstützt durch "professionelle" KinderpflegerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen etc., die sich therapeutische Befähigung und Befugnis anmaßen, nach Prekop-Vorgabe über ihre Kinder her; ganz zu schweigen von den sozial- und heilpädagogischen Einrichtungen selbst, in denen, außerhalb jeder öffentlichen Kontrolle, nach Prekop "therapiert" wird (selbst in der logopädischen Praxis wird Festhalten nach Prekop eingesetzt: zur "Sprachanbahnung und Sprachförderung").

[...] Nochmal O-Ton Prekop: "Der eigentliche Sinn der Festhaltetherapie [...] ist das Einbinden ("religio") des Menschen auf die ihm zugehörende Stelle im Leben, damit er sich selbst und die anderen achten und lieben kann. Es geht also um die ganzheitliche, leib-seelische Menschenwerdung im Bindungsgefüge der jetzigen Familie, auch in den Vernetzungen quer durch die Generationen von gestern und morgen, sowie um die Einbindung in höhere Schöpfungskräfte, von denen die Menschen die Liebe als oberstes Gesetz bekommen haben" (2000, 265). Und dazu müsse man eben festgehalten werden, bis man entweder erstickt oder gedemütigt aufgibt.

Literatur

Bierl, P.: "Ich liebe dich, auch wenn du in die Hose machst". In: Süddeutsche Zeitung (FFB) vom 3.7.1998, 16.
Biermann, G. (1985): Stellungnahme eines Kinderpsychiaters zur Festhaltetherapie. In: Praxis Kinderpsychologie/Kinderpsychiatrie. Nr. 34, 2/1985, 73-75.
Braunmühl, v., E. (1989): Festhalten: Ja oder Nein? (Leserbrief). In: Psychologie heute, 5/1989, 61-62.
Dalferth, M. (1988): Festhalten im Heim: Zur Legitimation und Effektivität eines umstrittenen Verfahrens. In:
Behindertenpädagogik. Nr. 27, 206-218.
Ernst, H. (1989): (Editorial): In: Psychologie Heute, 2/1989, 3.
Feuser, G. (1988): Aspekte einer Kritik des Verfahrens des "erzwungenen Haltens" (Festhaltetherapie) bei autistisch und anders behinderten Kindern und Jugendlichen. In: Behindertenpädagogik, Nr. 27, 1988, 115-155 (http://bidok.uibk.ac.at/texte/bhp2-88-festhalten.html [14.8.2002]).
Feuser, G. (1992): Festhaltetherapie im Widerspruch. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, 11/1992, 722-738.
Gampert, C. (1994) Halt mich fest! In: Schwäbisches Tagblatt vom 5.3.1994.
Goldner, C. (2000): Die Psychoszene. Aschaffenburg: Alibri.
Grawe, K./Donati, R./Bernauer, F. (1994): Psychotherapie im Wandel: Von der Konfession zur Profession. Göttingen: Hogrefe.
Herbst, L. (1993): (Leserbrief) In: Skeptiker, 4/1993, 111 (vgl. auch: ders. [1988]: Wider die Zwänge des "Autisten": Anmerkungen zur Mutter-Kind-Haltetherapie bei beziehungsauffälligen Kindern. In: Behindertenpädagogik, Nr. 27, 1988, 197-206).
Hinte, W. (1989): Festhalten: Ja oder Nein? (Leserbrief). In: Psychologie heute, 5/1989, 62.
Kischkel, W./Störmer, N. (1989): Tatkräftige Liebe. In: Psychologie Heute, 2/1989, 46-51.
Prekop, J. (1988): Der kleine Tyrann: Welchen Halt brauchen Kinder? München: Kösel.
Prekop, J. (1989): Festhalten: Ja oder Nein? (Leserbrief). In: Psychologie heute, 5/1989, 60- 61.
Prekop, J. (1998): Von der geglückten Vermählung des systembezogenen Ansatzes Hellingers mit der Festhaltetherapie Prekops. In: Holding Times, 1/1998, 1-4.
Prekop, J. (1999): Hättest du mich festgehalten...: Grundlagen und Anwendungen der Festhalte-Therapie. München: Goldmann (Mosaik).
Prekop, J. (2000): Von der geglückten Verbindung des systembezogenen Ansatzes mit der Festhaltetherapie. In: Weber, G. (Hrsg.): Praxis des Familien-Stellens. Beiträge zu Systemischen Lösungen nach Bert Hellinger. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme (3. überarb. Aufl.), 257-265.
Prekop, J. (2001): Der besondere Weg der Hinbewegung zur Mutter "durch den Bauch". In: Praxis der Systemaufstellung, 2/2001, 19-22.
Störmer, N. (1989): Trivialisierungen und Irrationalismen in der pädagogisch-therapeutischen Praxis. In: Behindertenpädagogik, 2/1989, 157-176 (http//:www.uni-koblenz.de~proedler/trivia.htm [20.8.2002]).
_____________________________________________

Der komplette Text findet sich in: Goldner, Colin (Hrsg.): Der Wille zum Schicksal: Die Heilslehre des Bert Hellinger. Carl-Ueberreuter-Verlag, Wien, 2003. Zusammen mit Beiträgen von: El Awadalla * Thea Bauriedl * Frank Gerbert * Fritz R. Glunk * Colin Goldner * Ingo Heinemann * Micha Hilgers * Heiner Keupp * Claudia Kierspe-Goldner * Beate Lakotta * Ursula Nuber * Arnold Retzer * Jörg Schlee * Fritz B. Simon * Hugo Stamm * Michael Utsch * Petrus van der Let * Sigrid Vowinckel * Klaus Weber

Carl-Ueberreuter-Verlag, Wien, 2003



Kawarimono
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Hema
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #1 - 09. Januar 2006 um 00:06
 
Ein wichtiger Artikel über ein *sehr* krankes Verfahren.

Die so behandelten Kinder können dann nahtlos in die weitere psychologische Betreuung wegegen erlernter Hilflosigkeit oder anderer Störungen.

Das weitaus Schlimmste ist aber, dass eine Verkehrung der Begrifflichkeiten einsetzt. Liebe, die beteuert wird, wird mit Gewalt, die empfunden wird gleichgesetzt. Das sind widersprüchliche Signale, die nicht aufgelöst werden können. Nicht vom Kind, mit etwas Pech (oder Disposition) auch später vom Erwachsenen nicht. Dieses Verfahren macht krank.
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Kawarimono
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #2 - 09. Januar 2006 um 01:02
 
Es ist entsetzlich:

http://info.uibk.ac.at/c/c6/bidok/texte/bhp2-88-festhalten.html

Zitat:
In der Therpie wird dem Kind gezeigt, wer der Stärkere und Mächtigere ist (bei nicht ausreichender Muskelkraft des Behandlers kommt der Festhaltegürtel zum Einsatz), und das Provozieren des kindlichen Widerstandes soll zur Brechung der Macht des Ichs führen (von Frau Prekop als "Regierungssturz" bezeichnet), um den für eine Bindung und Beziehung fördernden Trotz beim Kind zu erreichen. Dabei wird der Wille des Kindes gebrochen, woraufhin dem Kind dann auch noch gesagt wird, daß man es liebe.


Und es ist weit verbreitet. Wer bei Google "Jirina Prekop" eingibt, wird auf eine Menge dubioser Heilpraktiker stoßen, aber kaum mahnende Stimmen.

Die Gesellschaft verroht.

Kawarimono

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ama
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #3 - 09. Januar 2006 um 01:41
 
Link korrigiert:

über das Grauen

Den Willen brechen. Wie bei amerikanischen Rekruten oder in den Knästen...
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joytopia
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #4 - 09. Januar 2006 um 10:21
 
< Und es ist weit verbreitet. Wer bei Google "Jirina Prekop" eingibt, wird auf eine Menge dubioser Heilpraktiker stoßen, aber kaum mahnende Stimmen.
Die Gesellschaft verroht.  
Kawarimono >

Sie sollten endlich aufhören, Heilpraktiker zu diffamieren
und Ihr Trauma diesbezüglich aufarbeiten und die Leser mit solchen unqualifizierten Äusserungen belästigen.

Ausserdem ist J.Prekop doch eine Kollegin Ihres Berufstandes, Dipl.Psychologin.

Lässt tief blicken.

joytopia
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ama
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #5 - 09. Januar 2006 um 10:54
 
>joytopia
>Re: Festhaltetherapie
>« Antworten #4 am: Heute um 10:21:41 »

>< Und es ist weit verbreitet. Wer bei Google "Jirina
>Prekop" eingibt, wird auf eine Menge dubioser
>Heilpraktiker stoßen, aber kaum mahnende Stimmen.  
>Die Gesellschaft verroht.  
>Kawarimono >


>Sie sollten endlich aufhören, Heilpraktiker zu diffamieren
>und Ihr Trauma diesbezüglich aufarbeiten und die Leser mit
>solchen unqualifizierten Äusserungen belästigen.

Ich tippe mal auf Konstitutionstherapie mit platinum.


ama

(Nicht jeder Psychologe hat bei der Supervision einen Fluglotsen!)
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joytopia
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #6 - 09. Januar 2006 um 15:59
 
< Und es ist weit verbreitet. Wer bei Google "Jirina Prekop" eingibt, wird auf eine Menge dubioser Heilpraktiker stoßen, aber kaum mahnende Stimmen.  
Die Gesellschaft verroht.  
Kawarimono >

Sie sollten endlich aufhören, Heilpraktiker zu diffamieren
und Ihr Trauma diesbezüglich aufarbeiten und die Leser mit solchen unqualifizierten Äusserungen belästigen.

Ausserdem ist J.Prekop doch eine Kollegin Ihres Berufstandes, Dipl.Psychologin.

Lässt tief blicken.


> Ich tippe mal auf Konstitutionstherapie mit platinum.  

ama >

Ach Ama , Sie versuchens immer wieder. Leider wieder falsch Repertorisiert. Ganzheitlich denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein. Ist aber auch ein Fremdwort in Ihrer
Ausbildung. Was solls.
Überlassen Sie es einfach Leuten, die etwas davon verstehen

joytopia
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Hema
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #7 - 09. Januar 2006 um 16:32
 
[quote author=joytopia  link=1136760364/0#6 date=1136818791]Sie sollten endlich aufhören, Heilpraktiker zu diffamieren
und Ihr Trauma diesbezüglich aufarbeiten und die Leser mit solchen unqualifizierten Äusserungen belästigen. [/quote]

Leute, die diese Methode ernsthaft propagieren, kann man nicht diffamieren. Die schädigen ihren Ruf schon selber.

Zitat:
> Ich tippe mal auf Konstitutionstherapie mit platinum.  

ama >

Ach Ama , Sie versuchens immer wieder. Leider wieder falsch Repertorisiert. Ganzheitlich denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein. Ist aber auch ein Fremdwort in Ihrer
Ausbildung. Was solls.
Überlassen Sie es einfach Leuten, die etwas davon verstehen.


Iich weiß nicht, was Sie haben. Mein Nash gibt das auch her.
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ama
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #8 - 09. Januar 2006 um 18:44
 
>Hema
>Re: Festhaltetherapie
>« Antworten #7 am: Heute um 16:32:24 »

>>>Zitat:
>>>>Ich tippe mal auf Konstitutionstherapie mit platinum.  
 
>>Ach Ama , Sie versuchens immer wieder. Leider wieder
>>falsch Repertorisiert.
>>Ganzheitlich denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein.
>>Ist aber auch ein Fremdwort in Ihrer Ausbildung. Was
>>solls.
>>Überlassen Sie es einfach Leuten, die etwas davon
>>verstehen.
 

>Ich weiß nicht, was Sie haben. Mein Nash gibt das auch
>her.

Tja, wer das große Organon gelesen hat, wie Unsereiner, der macht Homöopathie mit links. Smiley

ama

(des großen Opus sechste...)
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joytopia
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #9 - 09. Januar 2006 um 19:38
 
< Srächen so manche Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, diese Stille wäre unerträglich <
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Kawarimono
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #10 - 10. Januar 2006 um 21:15
 
Dann wollen wir doch mal schauen, was wir so verstehen, und den Thread ein bißchen mit praktischen Beispielen aus dem Leben auffüllen.

Aus einem Prekop-Institut, das craniosakrale Ostheopathie an "festgehaltenen" Kindern praktiziert:

Zitat:
Sandra weint während der Palpation herzzerreißend. Ich fordere die Mutter auf, sich mit einer erlaubenden Haltung ihrer Tochter zuzuwenden und spreche gemeinsam mit Angelika selbst zum Kind: „Oh, sooo weh tut das, sag uns nur, wie weh es tut, wir hören dich, ja....“, und ich leite die Mutter an, einige Wimmerlaute von Sandra mitfühlend „nachzuahmen“: „ ohhh, ähhh!“ und sich auf ihren Atemrhythmus einzustimmen. Nun wende ich die (sanfte) cranio-sacral-therapeutische Methode der Läsions-Verstärkung an (Dauer etwa 15 Minuten).
Das heißt, ich „erinnere“ Sandra mit dem zarten Druck meiner Hände und der von mir angewendeten Methode des „Blickes mit dem inneren Auge“ an die Entstehung ihrer Blockierung.


Der freundliche Esoterik-Übersetzungsdienst kommt zu erstaunlichen Ergebnis: Ein Kind wird mißhandelt. Sprich, es wird unnötig schmerzhaft an Körperstellen gequetscht. Ohne Not. Ohne Grund.

Die Enge des Geburtskanals sollte nachgeahmt werden.

Das Kind hat mit seinen 3,5 Monaten  etwas sehr Böses getan: Es hat seine Mutter nicht ordentlich angeschaut, wie sich das gehört. Außerdem war seine Geburt zu leicht.


Kawarimono
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biofuzzy
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #11 - 10. Januar 2006 um 21:25
 
Der pure Egozentrismus
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Idris
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #12 - 11. Januar 2006 um 00:16
 
Es ist definitiv Kindesmißhandlung.
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Idris
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #13 - 11. Januar 2006 um 01:09
 
Und damit kriminell.

Man muß dagegen vorgehen.

Die sogenannte Osteopathie gehört auch zu diesem ganzen kinderquälenden Unfug.
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joytopia
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #14 - 12. Januar 2006 um 08:02
 
von Idris
< Die sogenannte Osteopathie gehört auch zu diesem ganzen kinderquälenden Unfug <


was bitte , hat die Festhaltetherapie von dem Dipl.Pyschologen J.Prekop, mit Osteopathie gemeinsam.
Oder verwechseln Sie hier etwas ?
joytopia
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Hema
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #15 - 12. Januar 2006 um 08:06
 
Schauen Sie in Antwort Nr. 10.
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ps
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #16 - 08. März 2007 um 20:26
 
Hallo,

ich bin sozusagen neu hier und derzeit dabei, diverse Heilmethoden sowohl der schulmedizinischen als auch der alternaiven Schiene etwas kritischer zu betrachten.

Es tut mir gerade unendlich gut, meine Wahrnehmung in Sachen Festhaltetherapie bestätigt zu bekommen!!! Meine Kinder sind nun schon aus dem Alter heraus, bei dem Mutti sich Gedanken macht wie mit lebendigen Kindern umzugehen sein könnte, damit sie spuren, wie ich will...
Eines der beiden war in der Tat etwas schwierig, um es sanft-positiv zu formulieren - damals, vor jetzt vielleicht 14 Jahren, lag Frau Prekop voll im Trend. Angelegentlich las ich mir ihr Buch "Der kleine Tyrann" durch - und mich überfiel das kalte Grausen (ähnlich übrigens wie bei den Schriften des trendigen Herrn Hellinger heutzutage) und ich bin heil-froh, weder mir, meinem Kind oder meiner Familie eine solche Prozedur zugemutet zu haben. Wenn mein Kind bis dahin nicht traumatisiert war - spätestens dann wäre es das gewesen!!!!

ps

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anjoke
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #17 - 31. März 2007 um 22:48
 
Hallo

Auch ich bin eine glückliche Mutter, die mit ihren Kindern auf keinen Fall eine Festhalte-Therapie machen würde. Nur schon bei diesem Gedanken stellen sich mir die Haare auf!!

Ich habe alle Beiträge gelesen und habe dabei festgestellt, dass es auf die Frage nach dem Unwinding anscheinend Missverständnisse gab:

Im Grunde ging es ja um die Craniosacral-Therapie. Geht man zurück an den Anfang des 19. Jahrhunderts, so erfährt man, dass diese Therapie ihren Ursprung in der Osteopathie hat. Auch die Osteopathie hat sich immer weiter entwickelt und so entstand die "craniale Osteopathie". In den 70iger Jahren läutete Dr. Upledger eine neue Ära ein: Nachdem er zum ersten Mal den cranialen Rythmus entdeckte und mit eigenen Augen sah, entwickelte er die "Cranio-Sacral-Therapie".

Inzwischen sind wieder über 30 Jahre vergangen. Man kennt in der Cranio-Sacral-Therapie zwei unterschiedliche Methoden, nämlich den

a) biomechanischen;
   sowie den
b) biodynamischen Ansatz.

Erklärung:
a) Beim biomechanischen Ansatz verläuft die Therapie nach einem bestimmten Ablauf und die Therapeuten arbeiten eher mechanisch,  
   d.h. eher von aussen nach innen. Praktizierende dieses Ansatzes sind oftmals Physiotherapeuten.

b) Der biodynamischen Ansatz konzentriert sich aber auf das Flüssigkeitsmodell. Hier wird ebenfalls Kontakt mit den Händen aufgenommen. Allerdings arbeitet man hier sehr Ressourcen-orientiert und von innen nach aussen.

Ich arbeite selber als Therapeutin nach dem biodynamischen Ansatz und bin immer noch voll begeistert davon. Es ist unglaublich, was mit so sanftem Kontakt alles geschehen kann.

Als ich den Auszug von Sandras Behandlung las, konnte ich mich gut an verschiedene Behandlungen erinnern. Aber im positiven Sinne! Es ist mir klar: Wenn man den Text ohne entsprechende Vorkenntnisse liest, muss man ja beinahe Angst bekommen. Ich arbeite sehr viel Kindern und arbeite dabei sehr achtsam und ressourcen-orientiert. Aber ich würde niemals irgendwo stark drücken oder ziehen! Auch Kinder teilen sich bei den Behandlungen sehr klar mit: Sie sagen oder zeigen, haargenau, ob alles OK ist oder ob sie genug haben und eine Pause wollen. Wenn man sich darauf einlässt - und das ist eines der wichtigsten Dinge! - so kann man den Kindern im späteren Leben sehr, sehr viel Leid ersparen.

Es gibt leider überall schwarze Schafe, die einen Wochenend-Kurs besuchen und sich danach "Cranio-Sacral-Therapeuten" nennen. Wichtig ist, dass man einen Praktizierenden findet, bei dem man sich wohl fühlt und der auf die Bedürfnisse der Klienten eingeht und diese auch respektiert. Leider habe ich keine Ahnung, wie es in Deutschland organisiert ist. In der Schweiz gibt es z.B. den Berufsverband "Craniosuisse". Wer im Verband ist, muss eine anerkannte Ausbildung absolviert haben, Prüfungen ablegen, etc. Die Aufnahmekriterien sind entsprechend hoch.

In der Schweiz werden die Kosten der Cranio-Sacral-Behandlung von den meisten Krankenkassen im Rahmen der Zusatzversicherung übernommen (natürlich nur, wenn man anerkannte TherapeutIn ist Smiley)

Nicht jeder reagiert gleich auf eine Behandlung. Schliesslich sind auch wir Menschen sehr individuell. Wer eine wirklich sanfte Methode sucht, sollte sich einfach erkundigen, ob der Praktizierende nach der biodynamischen Methode arbeitet.

Eine meine Kolleginnen sagte einmal: "Ich kann eine Stunde lang erklären wie Honig scheckt. Wenn Du es aber niemals selber ausprobierst, so wirst Du nie erfahren, wie Honig wirklich schmeckt"....
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Hema
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #18 - 01. April 2007 um 14:22
 
anjoke schrieb am 31. März 2007 um 22:48:
In den 70iger Jahren läutete Dr. Upledger eine neue Ära ein: Nachdem er zum ersten Mal den cranialen Rythmus entdeckte und mit eigenen Augen sah, entwickelte er die "Cranio-Sacral-Therapie"


Leider haben Sie nicht verstanden, dass es den Rhythmus, den Upledger meint, SO nicht gibt. Das ganze Verfahren geht von falschen Voraussetzungen aus.

Lesen Sie dazu hier


Zitat:
In der Schweiz werden die Kosten der Cranio-Sacral-Behandlung von den meisten Krankenkassen im Rahmen der Zusatzversicherung übernommen (natürlich nur, wenn man anerkannte TherapeutIn ist Smiley)


Woher stammt diese Info?

Warum sollte man etwas ZUSÄTZLICH "absichern", was ohne Wirksamkeitsbeleg ist?
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AutismusFacts
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #19 - 03. Juli 2007 um 21:16
 
ja, es ist entsetzlich. Wir wollen auch etwas dagegen tun:

http://stopp-die-festhaltetherapie.blogspot.com

http://www.youtube.com/watch?v=f6nhr6d9p0w
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hanase
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Re: Festhaltetherapie
Antwort #20 - 22. Januar 2014 um 09:37
 
arigatoo kawarimono

das ist der beste beitrag den ich bisher gefunden habe
ich bin selbst ein opfer der haltevergewaltigung nach prekop es war im grundschulalter ich war nach der scheidung meiner eltern etwas in mich gekehrt und hellinger hatte das buch meiner mutter empfohlen
es ist die schlimmste sache an die ich mich erinnern kann an die scheidung kann ich mich nicht mehr erinnern nur streiterei seit dem ich gebohren bin (ich erinnere mich noch das ich danach eine wut hatte das ich meine mutter locker erschossen hätte aber man ist ja machtlos diese wut steckte jetzt wohl lange in mir und kommt gerade raus was den frieden in meiner jetzigen familie stark belastet)
ich war immer übermäßig schüchtern und habe mich selbst in der schule nicht getraut den mund aufzumachen bis ich drogen für mich entdeckt habe mit 14 jahren dann kam eine schlimme zeit der sucht für ca 20 jahre
ich bin in letzter zeit durch zufall auf eine seite gestoßen die die folgen der halte.... beschrieb
da habe ich mich endlich gefunden
kein vertrauen in mich oder die welt
alle meiden mich schon immer wegen meiner negatieven lebenseinstellung
lehrer haben immer gesagt ich sei extrem intelligent aber ich konnte mich nie konzentrieren
wenn ich jetzt meine zeugnisse lese steht da ich habe nie den mund aufgemacht auf direkte fragen habe ich etwas gemurment was bei zweitem nachfragen und deutlichem zuhöhren immer richtig war
ich habe bei prüfungen immer die nacht davor nicht schlafen könne und habe vor aufregung kaum den stift halten können wenn um mich herum ein geräusch war konnte ich mich auf nichts anderes mehr konzentrieren
ich komme bis heute nicht mit mir und meiner kindkeit klar
mein größter wunsch ist das kein kind auf dieser welt mehr unter solcher gewalt leiden muss
das wort therapie darf im zusammenhang mit halten und prekop nicht verwendet werden da es viel zu viele dumme menschen auf dieser welt gibt besonders in deutschland das hat die zeit mit hitler schon bewiesen
in der schrift von claudia goldner steht das ein psychologe namens Daniel Soll rechtlich gegen prekop vorgegangen ist aber da er kein opfer war wurde es fallen gelassen ich konnte ihn nicht finden aber ich habe das größte interesse das diese hexe prekop hinter gitter kommt oder wenigstens die bücher verboten werden
ich habe jetzt selber kinder so kann man kinder nicht behandeln das verdienen die nicht
so eine gewalt wenn das halten wenigstens aus einer situation kommt aber einfach so ohne jeden grund von jemandem den man liebt und dem man vertraut so vergewaltigt zu werden muss verboten werden
wenn irgendjemand kenntnisse hat und mir helfen will (ich kann das nicht alleine) ich will mehr aufmerksam gegen diese gewalt methode machen und am liebsten jeden zur anzeige bringen der das praktiziert
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