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Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matratze (Gelesen: 115335 mal)
rayner
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Beiträge: 1
Berlin
Geschlecht: male
Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matratze
23. Januar 2006 um 11:45
 
Das Kinderschlaflabor der Uniklinik Dresden hat eine alarmierende Feststellung zu Öko-Baby-Matratzen mit Kautschuk-Kern und/oder Kokoskern gemacht.

Wir haben die

ALVI Duo Natur  70 x 140 -  Ökotest  "Sehr Gut"

gekauft und sind jetzt natürlich stark verunsichert. Was sollte man tun - wir möchten unser Kind natürlich keinem lebensgefährlichen Risiko aussetzen.  ???
Die ALVI ist nicht explizit genannt, passt aber vom Typ in die anscheinend für Kinder nicht unbedenkliche Kategorie.

Folgende Links sind in diesem Zusammenhang informativ:

http://www.babyschlaf.de/e57/e961/index_ger.html

...Auszug...

Das alarmierende Ergebnis: Eine mit dem Siegel Öko-Test „Sehr gut“ ausgezeichnete Baumwoll-Kokos-Babymatratze führte unter Laborbedingungen zum CO2- und Wärmestau: Anders als durch die Produktbeschreibung und das Test-Siegel erwartet werden könnte, konnten nur 20% des auf der Matratze ausgeatmeten CO2 unter der Matratze wieder nachgewiesen werden. Diese Babymatratze besteht aus einem vulkanisierten Kautschukmilchkern mit Kokosfasern, Baumwollumhüllung und einem Nesselstoffüberzug, die in dieser Gesamtkomposition die Luft und Wärmezirkulation erheblich behindern. Durch eine handelsübliche Schaumstoffmatratze für Babys diffundierten immerhin 46% des ausgeatmeten CO2, mehr als doppelt soviel wie bei der Öko-Matratze. Das beste Ergebnis im Test erzielte eine neuartige Babymatratze mit einer Wabenstruktur aus Polyurethan, die als US-Import in Deutschland erhältlich ist. Diese Matratze ließ 92% des ausgeatmeten CO2 durchsickern.

... Auszug



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Beiträge: 3457
Augsburg
Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matrat
Antwort #1 - 23. Januar 2006 um 16:14
 
Zusammenhang von Kindstod und Öko-Matratze zweifelhaft

Uniklinik Dresden sorgt mit Untersuchung für Aufregung

Baby 23.01.2006 - Eine von ÖKO-TEST mit "sehr gut" bewertete Öko-Babymatratze könne für den plötzlichen Kindstod verantwortlich sein, hieß es in verschiedenen aktuellen Meldungen. Die Verfasser beriefen sich auf eine Untersuchung der Universitätsklinik Dresden: Dort hatte man untersucht, wie sich die Öko-Matratze im Vergleich zu konventionellen Modellen verhält, wenn ein Kind in Bauchlage darauf schläft. Fazit der Forscher: Die Struktur der Öko-Matratze verhindere die Durchlässigkeit für Kohlendioxid. Ein Kind, das in Bauchlage liegt, sei deshalb gefährdet, das ausgeatmete Kohlendioxid wieder einzuatmen und zu ersticken.

Doch Öko-Matratzen oder Matratzen pauschal für den plötzlichen Kindstod verantwortlich zu machen, ist falsch. Denn wie die Dresdener Wissenschaftler richtig feststellten, ist die Ursache für den plötzlichen Kindstod die Bauchlage des Babys. Das weiss man aber schon seit langem - und Experten weltweit, einschließlich das ÖKO-TEST-Magazin, raten den Eltern schon seit vielen Jahren, Babys zwischen der dritten Woche und dem 6. Lebensmonat unbedingt auf den Rücken zu legen. Denn Bauchlage und eine Überhitzung der Kinder sind erwiesenermaßen für den plötzlichen Kindstod verantwortlich - ganz unabhängig davon, auf welcher Matratze das Baby liegt.

Dementsprechend spielt die Luftdurchlässigkeit von Matratzen bei ÖKO-TEST - im Vergleich zur Ausdünstung von Schadstoffen - eine untergeordnete Rolle.

Quelle: => http://www.oekotest.de/cgi/nm/nm.cgi?doc=akt-230106-matratzen
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usaltf
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Beiträge: 1

Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matrat
Antwort #2 - 24. Januar 2006 um 16:51
 
Aufgrund des Testberichtes 7/2005 haben wir die "Zauberzwerg" 70X140 von Avalon Naturtextil gekauft. Ist diese Matratze von dem Test der Uni Dresden betroffen ?
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Beiträge: 3457
Augsburg
Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matrat
Antwort #3 - 25. Januar 2006 um 17:35
 
Öko-Matratze verursacht nicht plötzlichen Kindstod

Babyhilfe: Diskussion versachlichen

25.01.2006 - Nach Aussage von Prof. Dr. Ekkehard Paditz, dem Leiter des Schlaflabors der Uniklinik Dresden, an der die Studie über den Zusammenhang von Matratzen und plötzlichem Kindstod durchgeführt wurde, kann man nicht sagen - und die Babyhilfe habe eine solche Behauptung auch nie aufgestellt-, dass die untersuchte Öko-Matratze den plötzlichen Kindstod verursachen könne. Dafür sind - und das ist lange bekannt - immer mehrere Ursachen verantwortlich. In der Medizin werden die einzelnen Faktoren mit so genannten Effektschätzern berechnet. Sie sind ein Maß dafür, inwieweit sich das Risiko durch bestimmte Umstände erhöhen oder reduzieren lässt. Sind beispielsweise beide Eltern Raucher, steigt das Risiko des Babys, plötzlich und unerwartet im Schlaf zu sterben, auf das 17-fache. Das höchste Risiko ist das Überdecken des Mund-Nase-Abstandes, wodurch das Kind gezwungen wird, seine eigene, mit CO2 angereicherte, Atemluft wieder einzuatmen.


Babyhilfe: Niemals einzelne Matratzen pauschal verantwortlich

Thomas Pabst, der 2. stellvertretende Vorsitzende der Babyhilfe Deutschland e.V., die die Pressemitteilung über die Messungen an den Baby-Matratzen herausgeben hat, teilte mit, man würde "niemals einzelne Matratzen pauschal für dieses Phänomen verantwortlich machen". Allerdings befürchte die Babyhilfe, dass die Aufwachreflexe durch eine weniger CO2 durchlässige Matratze negativ beeinflusst werden, wenn eine ganze Reihe äußerst unglücklicher Umstände zusammenkommen: "wenn sich das Kind im Schlaf auf den Bauch dreht und auf einer verhältnismäßig weichen und luftundurchlässigen Matratze liegt, insbesondere dann, wenn die Atemluft nicht an der Seite abfließen kann (wegen der Bettbegrenzung oder eines Nestchens) oder die Matratze mit einem wasserdichten Bettlaken bespannt wird, um die Matratze zu schonen."


Eltern können beruhigt sein

Somit sind die teilweise panischen Reaktionen einiger Eltern in Bezug auf Matratzen zwar verständlich. Doch Eltern können beruhigt sein: Die CO2-Durchlässigkeit von Matratzen ist auf keinen Fall ursächlich für den von Eltern so gefürchteten plötzlichen Kindstod verantwortlich. Wenn Eltern die altbekannten Empfehlungen zur Vermeidung des Kindstodes berücksichtigen, dann schalten sie damit die wichtigsten Risikofaktoren aus, deren Zusammenspiel erwiesenermaßen den plötzlichen Kindstod verursacht. Die Erhöhung der CO2-Durchlässigkeit könnte laut Paditz möglicherweise ein weiterer kleiner Schritt sein.


Die wichtigsten Maßnahmen

Die wichtigsten Ratschläge zur Prävention des plötzlichen Kindstods sind nach wie vor:

   * Babys in Rückenlage und in einem Schlafsack schlafen zu lassen,
   * das Überdecken des Gesichts zu vermeiden,
   * kein Babynestchen im Bett anzubringen,
   * den Kindern keine Kopfbedeckung beim Schlafen aufzusetzen,
   * dafür zu sorgen, dass das Zimmer nicht zu warm ist,
   * Babys vor Zigarettenqualm zu schützen.

Die Ratschläge müssen nicht um den Rat erweitert werden, keine Öko-Matratzen mehr zu kaufen, so Paditz.

Quelle: => http://www.oekotest.de/cgi/nm/nm.cgi?doc=akt-250106-matratzen
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« Zuletzt geändert: 26. Januar 2006 um 12:00 von Forum Admin »  
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prinzessinvondresden
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Beiträge: 2

Geschlecht: female
Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matratze
Antwort #4 - 28. April 2008 um 16:25
 
Ach ja, noch ein Tipp!
Auf jedenfall keinen Molton oder ähnliches drauf legen. Was gegen Pipi und Konsorten schützt, lässt auch die Luft nicht zirkulieren. Da nützt die teuerste luftdurchlässigste Matratze auch nichts mehr, wenn man sie selber versiegelt!

LG.

Zwinkernd
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Babymatratze
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Beiträge: 3

Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matratze
Antwort #5 - 20. Oktober 2010 um 10:12
 
Vielen Dank für die tolle Tipps!
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christin
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Beiträge: 3

Re: Gefährlicher CO2- und Wärmestau auf Öko-Matratze
Antwort #6 - 30. Januar 2013 um 18:01
 
Ja, das stimmt wohl!
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