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Henna - Natürliche Haarfarben (Gelesen: 34313 mal)
funkymarie
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Beiträge: 6

Henna - Natürliche Haarfarben
27. Januar 2006 um 11:19
 
Guten Tag,

ich färbe seit ca. 6 Jahren meine haare mit Henna, da ich in der Ökotest mit entsetzen gelesen habe, daß es sooo schädlich ist. Jetzt habe ich durch Zufall gelsen, daß auch das nicht so gut sein soll. Zusatzstoff Sodium picramate. sehe ich auch auf dem Produkt dass ich immer verwendet habe. Muss dieser Zusatzstoff immer deklariert werden. Wer hat einen Tip für mich? Habe schon einmal Logona oder Lavera Haarfarbe probiert, aber mein Haar hat das leider kaum angenommen. Dann habe ich mir aus Agypten welches mitgebracht. Das war super. Na ja wahrscheinlich auch mit dem Zusatzstoff. Gibt es ein Produkt, daß auch ohne Zusatzstoffe ausreichend färbt? Habe keine angst vor langer Einwirkzeit.

Grüße
funkymarie
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Kawarimono
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Beiträge: 3299

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #1 - 27. Januar 2006 um 11:58
 
[quote author=funkymarie  link=1138357142/0#0 date=1138357142]Na ja wahrscheinlich auch mit dem Zusatzstoff. Gibt es ein Produkt, daß auch ohne Zusatzstoffe ausreichend färbt? Habe keine angst vor langer Einwirkzeit.

Grüße
funkymarie [/quote]

Nein, daran ist nicht unbedingt ein Zusatzstoff schuld. Die Hennapulver färben tatsächlich unterschiedlich gut.

Das Rote habe ich immer genommen:

http://www.basler-haarkosmetik.de/epages/basler.storefront/43d9fb7c004c45d627175...

Das färbt, zumindest bei mir, knackig.

Kawarimono
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Die Immunität durch die Wildmasern ehedem war zuverlässiger, nur mit mehr Opfern verbunden.
Unser Problem heute ist aber doch, dass die Ungeimpften kaum noch Gelegenheit haben, sich mit Masern anzustecken

(Martin Hirte)
 

 
Redaktion
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Beiträge: 154
Frankfurt
Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #2 - 01. Februar 2006 um 23:45
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST Kompakt Haare
Rubrik: Magazin

Alles im grünen Bereich

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Hennapulver ist ein Pflege- und Heilmittel

Noch immer ist Henna der wichtigste Bestandteil der Pflanzenhaarfarben. Gewonnen wird der Farbstoff aus den Blättern des Hennastrauches, der in Nordafrika ebenso wie im Orient wächst. Im Sommer entwickelt sich in den Blättern der Farbstoff Lawson, dem das Hennapulver seine färbende Wirkung verdankt. Die Blätter werden im Herbst geerntet, getrocknet und in Mühlen zu einem grünlichen Pulver verarbeitet. Eine zweite Ernte gibt es im Frühjahr. Da sich zu dieser Zeit der Farbstoff noch nicht entwickelt hat, ist das Frühjahrspulver neutral und nicht färbend. Auch die Blätter alter Sträucher sind arm an Lawson und liefern neutrales Hennapulver. Es kommt zum Einsatz, wenn die medizinischen und pflegenden Eigenschaften von Henna gefragt sind. Denn Hennablätter sind reich an Gerbsäure und werden in der traditionellen Medizin als Heilmittel bei Hautkrankheiten, Furunkel und Verbrennungen angewandt. Hennatee wird zum Gurgeln bei Halsentzündungen benutzt.

Große Hennaplantagen gibt es vor allem in Indien und Ägypten. Dort hat das Bemalen des Körpers mit Henna eine lange Tradition. Der Plantagenanbau war auch die Ursache dafür, dass bis vor einigen Jahren immer wieder Pestizidrückstände in Hennapulver auftauchten. Inzwischen verhindert die Qualitätskontrolle der Verarbeiter solche Belastungen. Einige Naturkosmetikhersteller setzen auch Pulver aus ökologischem Anbau ein.

Das grünliche Hennapulver färbt Haare orange bis rot und kann auch leicht ins Braune spielen, je nach Herkunft und Konzentration des Farbstoffs. Dabei wird die neue Haarfarbe von der natürlichen Haarfarbe mitbestimmt. Das gleiche Pulver färbt hellblondes Haar karottenrot, während es braunem Haar einen Mahagoni-Ton verleiht. Feines Haar wird intensiver eingefärbt als kräftiges, auch die Einwirkungszeit steigert die Intensität. Die Gerbsäure im Hennapulver bewirkt, dass sich der Farbstoff sehr fest an das Haar anlagert und vergleichbar lange hält wie eine Intensivtönung. Ein Vorteil von Henna ist, dass die Haare durch die Anlagerung der Farbpigmente fülliger werden und glänzen.

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Vorsicht Natur?

Auf einer aktuellen Liste der EU-Kommission mit Haarfarben, die verboten werden sollen, finden sich auch einige pflanzliche Stoffe. Sind pflanzliche Haarfarben also doch ein Risiko? Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass es zwar bürokratische Bedenken, aber keine ernsthaften Belege für eine Gefährdung gibt. Beispiel Henna: Der zuständige wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission beurteilt den Farbstoff Lawson als Gesundheitsrisiko. Weil die Substanz giftig für Nieren und Blut sei und vermutlich das Erbgut schädige, solle sie nicht in Kosmetika verwendet werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gelangte bei der Bewertung derselben Unterlagen hingegen zu der Überzeugung, dass "von Lawson nach heutigem Wissen kein erbgutschädigendes Risiko für den Menschen ausgeht". In den Tier- und Zellversuchen all dieser Studien wurde in den meisten Fällen nicht Hennapulver getestet, sondern der chemisch-synthetische Nachbau von Lawson. Bei den wenigen Versuchen mit Hennapulver konnte keine erbgutverändernde Eigenschaft nachgewiesen werden. Noch ist offen, welche Konsequenzen die EU aus diesen Einschätzungen zieht.

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funkymarie
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Beiträge: 6

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #3 - 03. Februar 2006 um 11:54
 
Danke für die Antworten.

@Karawimono: Ist diese Sorte getestet und sicher frei von Farbverstärkern oder sonstigen Zusatzstoffen?
Bin sehr misstrauisch. Hatte die Sorte mit den Picramaten im Reformhaus gekauft Griesgrämig

Viele grüße
funkymarie
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elbereth
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Beiträge: 1

Geschlecht: female
Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #4 - 13. Februar 2006 um 00:53
 
Hallo,

auch ich habe eine Frage zu den Sodium Picramaten. Die Pflanzenhaarfarbe, die ich eine Zeitlang verwendete, enthielt diese Farbverstärker, deshalb bin ich auch auf Pflanzenhaarfarbe anderer Hersteller umgestiegen. Nun habe ich aber im ÖKO−TEST Jahrbuch Kosmetik für 2005 zu ebendiesem Produkt eine Bewertung mit 'Sehr gut' gesehen. Nun meine Frage: Ist davon auszugehen, daß die Sodium Picramate jetzt nicht mehr in der Pflanzenhaarfarbe enthalten sind, oder haben sich neue Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkung von Sodium Picramaten ergeben?

Grüße,
elbereth
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rashida
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Beiträge: 1

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #5 - 21. Mai 2007 um 09:41
 
Dieser thread ist ja nun mehr als ein Jahr alt. Ich bin gestern über den Wikipedia Eintrag "hennastrauch" in dem nun der wirklich häufigste Zusatz in Henna, das Sodium picramate endlich Eingang gefunden hat, auf diesen thread gestoßen.
Ich biete über meine Website http://www.henna-und-mehr.de Henna an, für das ich mich verbürgen kann, das es garantiert frei von jeglichen chemischen Zusätzen ist. Es ist allerdings keine Markenware (da ich es direkt vom Produzenten beziehe), dafür aber wirklich immer frisch aus der letzten Ernte und färbt deswegen garantiert echt gut.
Vielleicht probieren Sie das einmal. Auch preislich kann es sich, selbst wenn man die Portokosten einberechnet, mit biomarken wie Logana messen.
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Alex_123
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Beiträge: 1

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #6 - 24. Juli 2007 um 07:26
 
Versuch doch mal die Henna Farben von Esther Tol.
Siehe ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2007

Bekommt man z.B. bei http://www.giraffenland.de/index.php?cPath=42
Die INCI Liste kann man hier auch einsehen.
Hier gibt es auch Proben.

Henna bleibt immer aktuell, und ist die alternative, für alle die nicht chemisch färben möchten.




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Hema
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Beiträge: 5531

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #7 - 24. Juli 2007 um 12:00
 
Nur noch mal zur Erinnerung:

In Henna wirkt auch "Chemie". Das häufig verwendete angebliche Gegensatzpaar Natur - Chemie existiert so nicht. Die Natur besteht aus chemischen Stoffen, mal für den Menschen in gebräuchlicher Menge angewandt unbedenklich, mal giftig, das kommt auf den Stoff an. Das ist ja keine Zauberei. Einen generellen Freibrief für die Unbedenklichkeit von Chemikalien, die in der Natur vorkommen oder die in anderen Organismen genutzt werden (und seis zur Abschreckung oder Abtötung von Frassfeinden etc.*) kann man nicht ausstellen, den kann es auch nicht geben. Ein Unterschied zwischen dem "natürlichen" Stoff Lawson und dem "künstlich nachgebauten" Stoff Lawson existiert nicht. Unterschiede zwischen ein und derselben Substanz je nach Herkunft zu konstruieren, ist nicht sauber argumentiert; unterschiedliche Wirkungen der gebrauchsfertigen Zubereitung können sich allenfalls durch Konzentrationsunterschiede oder die Darreichungsform sowie Bei- oder Zusatzstoffe ergeben.

Der Farbstoff in Hennapulver ist das 2-Hydroxy-1,4-naphtochinon (HNQ, Lawson), außerdem sind in den Blättern und anderen Pflanzenteilen unter anderem die Verbindungen Apigenin, Luteolin, Cosmosiin, p-Cumarinsäure, 2-Methoxy-3-methyl-1,4-naphthochinon und Apiin enthalten. Oft wird kommerziellem Hennapulver para-Phenylendiamin (PPD) zugesetzt, um die Farbe zu intensivieren.

Stellungnahme des wissenschaftlichen Kommitees der EU zu Lawson

Bericht über 6 Fälle von Kontaktdermatitis durch Zusatzstoff Paraphenylendiamin nach Henna-Anwendung

BFR warnt erneut vor Urlaubs-Tattoos

Bayerisches Landesamtfür Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Der Farbstoff Lawson darf nicht zur Anwendung auf der Haut verwendet werden.


* Beim Walnussbaum dient das Strukturisomer Juglon des HNQ, auch ein vom Menschen als Farbstoff genutzter Inhaltsstoff, dazu, die pflanzliche Konkurrenz kleinzuhalten, indem dieser Stoff nach Zerfall der Blätter und mikrobieller Umwandlung das Wachstum von etlichen Konkurrenzpflanzen verhindert.
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Anakin
Ex-Mitglied





Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #8 - 28. Juli 2007 um 02:48
 
Zitat:
Dr. Epstein - Cancer Prevention Coalition:

• Artificial Colors
Some artificial colors, such as Blue 1 and Green 3, are carcinogenic. Impurities found in commercial batches of other cosmetic colors such as D&C Red 33, FD&C Yellow 5, and FD&C yellow 6 have been shown to cause cancer not only when ingested, but also when applied to the skin. Some artificial coal tar colors contain heavy metal impurities, including arsenic and lead, which are carcinogenic.

• Hair Dyes
The use of permanent or semi permanent hair color products, particularly black and dark brown colors, is associated with increased incidence of human cancer including non-Hodgkin's lymphoma, multiple myeloma, and Hodgkin's disease. There are several natural hair-coloring products which are relatively effective and safe.


Den Original-Text muss ich nicht übersetzen, jedem intelligenten Menschen ist bekannt, dass Henna-Haarfärbung trotzdem weniger schädlich ist als die aggressiven Synthetikfärbemittel. In Schwarz-Haarfärbemittel sind oft krebserregende Teer-Bestandteile enthalten und Blondierungen greifen extrem die Haarstruktur an. Die Naturkosmetik-Gegner sollen bitte auf dem Boden der Realität bleiben.

Zitat:
In den Tier- und Zellversuchen all dieser (Lawson-) Studien wurde in den meisten Fällen nicht Hennapulver getestet, sondern der chemisch-synthetische Nachbau von Lawson. Bei den wenigen Versuchen mit Hennapulver konnte keine erbgutverändernde Eigenschaft nachgewiesen werden.


Ich vermute, dass der chemisch-synthetische Nachbau von Lawson wieder mit irgendwelchen Substanzen verunreinigt ist - typisch für die Synthetik-Chemie-Industrie.
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Hema
Forum-Mitglied

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Beiträge: 5531

Re: Henna - Natürliche Haarfarben
Antwort #9 - 28. Juli 2007 um 08:10
 
Zitat:
Den Original-Text muss ich nicht übersetzen, jedem intelligenten Menschen ist bekannt, dass Henna-Haarfärbung trotzdem weniger schädlich ist als die aggressiven Synthetikfärbemittel.


Ach wissen Sie - Intelligenz nützt wenig, wenn die Fakten fehlen oder das Wissen, wie Sie einzuschätzen sind. Intelligenz schützt auch nicht vor Betriebsblindheit oder Naturromantizismus; beidesmal nutzt man die Intelligenz nicht und verkennt oder verklärt Fakten.

Aber danke, dass Sie gleich wieder und ohne sich an meinem Beitrag näher zu orientieren, mir Intelligenz und Wissen absprechen und dafür was reinposten, was gar nichts mit dem Thema Henna zu tun hat.

Zitat:
In Schwarz-Haarfärbemittel sind oft krebserregende Teer-Bestandteile enthalten und Blondierungen greifen extrem die Haarstruktur an. Die Naturkosmetik-Gegner sollen bitte auf dem Boden der Realität bleiben.


Was hat "DIE" Realität bitte damit zu tun, dass es andere Substanzen zur Haarfärbung gibt?
Mein Beitrag bezieht sich konkret auf HENNA.

Macht der Umstand, dass es andere Färbemittel gibt, Henna weniger bedenklich per se? Nein. Jede Färbung ist "unnatürlich", natürlich ist, dass wir grau werden mit der Zeit oder halt nicht die Haarfarbe haben, die wir uns wünschen. Wenn Sie denn Färbung an sich als "natürlich" zu betrachten belieben, dann ist eine chemische Umwandlung so natürlich wie die andere. Die Frage ist doch nicht natürlich oder nicht, sondern wie schädlich das Ganze ist. Und da hilft die Kategorisierung "natürlich" nicht weiter.

Zitat:
[Ich vermute, dass der chemisch-synthetische Nachbau von Lawson wieder mit irgendwelchen Substanzen verunreinigt ist - typisch für die Synthetik-Chemie-Industrie.


Falsche Vermutung. Gerade die "Synthetik-Chemie-Industrie" kann Stoffe rein darstellen. Das natürliche Produkt ist das Stoffgemisch. Die zitierte Passage ist Ausdruck davon, dass der Autor  eine romantisierende Naturvorstellung hat, die einen Gegensatz zwischen Natur und Chemie auch dort haben will, wo es keinen nachweisbaren gibt. Lawson ist Lawson ist Lawson. Wodurch sich Unterschiede ergeben können in der Wirkung, hatte ich bereits ausgeführt. Das muss man aber genau betrachten, eine naive "Natur = gut, Chemie = schlecht"-Haltung führt bei Stoffidentität nicht weiter. Es ist weiterhin üblich, dass man Stoffe, um ihr Schadpotential abzuschätzen, einzeln betrachtet und dann erst die Unterschiede, die sich durch Mischung oder andere Darreichungsform ergeben können.

Wie würden Sie das denn angehen? Ein genereller Freibrief für "alles natürliche"? Freispruch für den Knollenblätterpilz, der ist in Wirklichkeit gar nicht giftig, WEIL der natürlich vorkommt? Augenrollen

Die jüngste Stellungnahme von Ökotest zum Thema Haarfarben ist da auch nüchtern(er):

Zitat:
Henna

Nicht nur chemische Haarfarben stehen derzeit auf dem Prüfstand. Auch natürliche Haarfärbestoffe wie Henna oder Indigo, das schwarz färbt, müssen vom EU-Gremium beurteilt werden. Die Aussagen zu dem in Henna enthaltenen Farbstoff Lawson sind dabei widersprüchlich. Während der EU-Ausschuss Lawson als erbgutschädigend beurteilt, spricht das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Stoff von diesem Verdacht frei. Nun soll das gesamte Haarfärbemittel Henna beurteilt werden. Bereits eingereichte Studien genügten den Experten nicht, sie haben weitere Tests angefordert, eine endgültige Beurteilung ist auch bei Henna noch nicht erfolgt.


Das wird der Sache in der Weise gerecht(er), als dass man erst genau schauen muss, was da so passiert auf dem Kopf, wenn man da chemische Reaktionen ablaufen lassen will. Wenn das so ausgeht, dass die Verwendung von Lawson als Haarfarbe jenseits des immer vorhandenen Allergierisikos und des Risikos durch Zusatzstoffe zum "natürlichen Hennapulver" (da sind ja auch noch mehr Substanzen drin, s.o.) im Allgemeinen unbedenklich ist, ist das doch auch ein Ergebnis. Nur hat man dann die möglichen Risiken genau betrachtet und kann eine nicht nur oberflächliche Auskunft geben.

Noch mal: die Natur an sich besteht aus chemischen Stoffen. Wer Natur nur nicht oberflächlich betrachtet, kommt um die Frage, was sie im Innersten ist, nicht herum.
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