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Heilpraktiker: Ausbildung (Gelesen: 66636 mal)
Kawarimono
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Beiträge: 3376

Heilpraktiker: Ausbildung
18. März 2006 um 00:05
 
Was soll ein seriöser Heilpraktiker sein? Wenn ich diese dubiosen Tests durchschnittlich mit über 50 Punkten absolviere, taugt die Prüfung schonmal nicht als Seriositätskriterium. Mit dem Wissen würde ich mich niemals an die einsame und selbstständige Behandlung eines Patienten wagen. Das wäre grauenvolle Selbstüberschätzung.
Ich hab mich nicht mal speziell auf die Dinger vorbereitet. War sehr spaßig, der Nachmittag Smiley

Kawarimono

Titelthema geändert von Admin
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« Zuletzt geändert: 26. März 2006 um 15:51 von Forum Admin »  


 

 
Hackethal
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Beiträge: 883

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #1 - 18. März 2006 um 00:15
 
Na ja, Sie haben wohl auch einen über-die-Norm gehendes komplexes Allgemein-und Fachwissen, zudem sind Sie ein exelenter InternetUSER.

Dass ich eine Regelung der Ausbildung und Prüfung befürworte wissen Sie bereits.
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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Kawarimono
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Beiträge: 3376

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #2 - 18. März 2006 um 01:22
 
Hackethal schrieb am 18. März 2006 um 00:15:
Na ja, Sie haben wohl auch einen über-die-Norm gehendes komplexes Allgemein-und Fachwissen,


Nein, das war es gar nicht.
Das ist ein sehr eigenartiger Test. Genaugenommen muß man gar nichts über Krankheiten wissen. Bei den meisten Fragen reicht es, wenn man weiß, wie es normaler Weise funktioniert. Zumindest könnte ich nun Heilpraktiker-Anwärtern erklären, wie man ganz locker und günstig durch die Prüfung kommt, ohne jemals einen Kurs zu besuchen...

Heilpraktikernachhilfe - auch eine Geschäftsidee Smiley

Aber wie gesagt: Behandeln könnte ich damit jetzt niemanden.

Zitat:
zudem sind Sie ein exelenter InternetUSER.


Ich schwöre, ich habe nicht gespickt. Das macht mir auch keinen Spaß Smiley

Zitat:
Dass ich eine Regelung der Ausbildung und Prüfung befürworte wissen Sie bereits.


Ich fürchte, die Heilpraktiker fallen zu 80% durch diese Prüfung, weil sie nicht kapiert haben, was sie da kreuzen. Die restlichen 20% können besonders gut auswendig lernen, und pauken alle Krankheiten und deren Symptome, aber verstehen sie nicht.
Auch so kann man niemand behandeln. Genauso wenig, wie mit meiner Methode.
Wenn sie die Krankheiten verstehen wollten, kämen sie nicht ohne lange Jahre lernen hin. Diese Heilpraktiker-Ausbildung wird es nie geben.
Nichts ist "ganzheitlicher" und komplexer als die wissenschaftliche Medizin.

Daß diese Tests ein Arzt nicht kreuzen könnte, ist ein ausgemachter Schwindel und Heilpraktikerwerbung. Die Dinger sind nicht schwer.


Kawarimono
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Naturpfuscher
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #3 - 19. März 2006 um 02:02
 
Sehr geehrte Herrschaften,

vieleicht seien einige Dinge hier notwendigerweise vermerkt, die offensichtlich gern von verschiedenen Seiten der Naturheil- und Heilpraktikergegner verdreht, entfremdet und verleugnet werden - dies alles obendrein auf der Basis öffentlich präsentierten fehlenden Hintergrundwissens. Anspruch auf Vollständigkeit meiner Gedanken besteht natürlich nicht, ein Grundsatz (gleich vorweg) den hier so mancher Poster, z.B. Sie, Hema, sich hinter die Ohren schreiben sollte.

Punkt eins: die amtsärztliche Überprüfung und die Ausbildung

Es ist ebend nicht so, daß diese Prüfungen von jedem bestanden werden könnten auf Grund ihrer "Einfachheit". Menschen die solches behaupten zeigen damit, daß sie keinerlei Ahnung der Vorgehensweise bei den Überprüfungen haben. Sinngemäß gleiches gilt für die Inhalte. Ich habe mehrere Studenten der Medizin in höheren Semestern an diesen Prüfungen scheitern sehen. Sowohl im schriftlichen, mehr aber noch im mündlichen Bereich.
Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, daß die amtsärztliche Überprüfung lediglich ein Ziel hat: Eine Gefahr durch den Prüfling für die Volksgesundheit auszuschlißen.
Die eigentliche HP Ausbildung ist äußerst individuell angefärbt wie die Naturheilkunde als hollistische Medizin selbst - und das ist gut so und soll auch so bleiben. Diese Art Heilkunde ist eine äußerst komplexe und setzt ein gründliches Studium unterschiedlichster Heilverfahren voraus, sowohl im Bereich der nahezu für einen Einzigen unüberschaubaren Naturheilkunde als auch im vergleichsweise bescheidenem Erkenntnispektrum der Schulmedizin (was nicht heißt, daß diese vom HP betrieben werden soll - dafür gibt es schließlich Spezialisten, die sich auf diesen wissenschaftlich katalogisierbaren Teil von Mensch und Heil fixiert haben).
Zur Kenntniss: ich habe jahrelang für meinen Beruf studiert und studiere immer noch, versuche immer aufs Neue, meinen Überblick zu schärfen, mir Wissen azueigenen und dieses in der Praxis umzusetzen. Dabei bleibe ich mir ständig einer Tatsache bewußt, mit der die meisten Menschen in unserer Zivilisation sich schwer tun zu leben: Möglicherweise gibt es keine absoluten Warheiten.  Weiters habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mein eigenes Weltbild immer wieder kritisch zu hinterfragen und meine Sicht der Welt auf diese Art zu relativieren - eine Kunst, die offensichtlich so manchem hier abgeht, dies allerdings in einem ungewöhnlich hohem Maße, daß ich das Gefühl abe, auf einem Teenie - Diskussionboard mit täglichem gegenseitigem Haareziehen gelandet zu sein. Das nur am Rande.
Auf eventuelle Ausbildungsrichtlinien zurück zu kommen: das HPG wurde ursprünglich geschaffen, um jüdischen Wanderheilern im 3. Reich das Wasser abzugraben. Nach Zusammenbruch der Hitlerdiktatur mußte das Gesetz in seine heutige Form umgeschrieben werden, da es nicht mit dem Grundgesetz vereinbar war. Meiner Meinung nach gehört dieses Gesetz ganz abgeschafft, handelt es sich doch um ein Rechts - Fossil ohne Vergleich (1939!). Weiters stellt es eine Diskriminierung alternativer Heiler dar - Heiler, die vieleicht nicht so ganz in das gängige materialistisch/wissenschaftlich geprägte Weltbild (welches Übrigens seit einigen Jahren dabei ist, seine Prämissen gründlich auf den Kopf zu stellen, aber man kann natürlich nicht erwarten, daß das schon ünberall hin vorgedrungen ist..) passen wollen.

Zwischenbemerkung: vor diesem Hintergrund, Hema (und einige andere) sind ihre Bemerkungen rasistischer Natur. Es ist ganz gleich ob sie auf Böswilligkeit oder Unwissenheit beruhen - fakt ist, daß es ihnen nicht zusteht, auf diese Art öffentlich über eine ganze Gruppe von Menschen herzufallen. Ich werde durch einen Rechtsanwalt vor diesem Hintergrund klären lassen, ob entsprechende Schritte eingeleitet werden können.

Meine Frage: wie will man alternative Heilkunst, die sich naturgemäß in großen Teilen den gängigen wissenschaftlich anerkannten Ansichten entzieht (man weiß ja noch nicht mal, was Bewußtsein ist - trotzdem gibt es das! als Beispiel), sachgemäß in einem "Ausbildungskatalog" regeln? Die Anforderungen die an eine Ausbildung, welcher Art auch immer, gestellt werden sind soweit klar und ausreichend: man muß das Wissen und Können haben, keine Gefahr für die Volksgesundheit zu sein. Der Rest liegt in der Eigenverantwortung.

An der "popeleinfachen" Überprüfung bereits (ganz zu schweigen von dem, was danach erst kommt) würden hier einige Schreiber scheitern müssen, da ihnen diverse grundlegende Fähigkeiten, wie zum Beispiel mit Gegensätzen und anders lautende Meinungen umzugehen, deffinitiv fehlen.
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Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #4 - 19. März 2006 um 02:19
 
"Nein, das war es gar nicht.
Das ist ein sehr eigenartiger Test. Genaugenommen muß man gar nichts über Krankheiten wissen. Bei den meisten Fragen reicht es, wenn man weiß, wie es normaler Weise funktioniert. Zumindest könnte ich nun Heilpraktiker-Anwärtern erklären, wie man ganz locker und günstig durch die Prüfung kommt, ohne jemals einen Kurs zu besuchen...  "

Versuchen Sie das, ich wette, Sie haben nicht mal die geringste Chance, diese Prüfung zu bestehen.
By the Way: wie schaut es eigentlich mit Abitur oder wenigstens halbwegs bestandenem Realschulabschluß aus? Da gehts nämlich schon los, bis dahin sollte man auch grundsätzliche Fähigkeiten fairer Diskussion erlernt haben. Davon sehe ich bei Ihnen nichts.

"ch fürchte, die Heilpraktiker fallen zu 80% durch diese Prüfung, weil sie nicht kapiert haben, was sie da kreuzen. Die restlichen 20% können besonders gut auswendig lernen, und pauken alle Krankheiten und deren Symptome, aber verstehen sie nicht.  
Auch so kann man niemand behandeln. Genauso wenig, wie mit meiner Methode.
Wenn sie die Krankheiten verstehen wollten, kämen sie nicht ohne lange Jahre lernen hin. Diese Heilpraktiker-Ausbildung wird es nie geben.
Nichts ist "ganzheitlicher" und komplexer als die wissenschaftliche Medizin. "

Sie haben recht, lange Jahre des Lernens erfordert das. Der Irrtum liegt darin azunehmen, daß die bestandene Prüfung letztlich die Fähigkeit gibt, erfolgreich praktizieren zu können. Irrtum: hier geht es erst los, in diesem Stadium der Ausbildung scheitert erst der Großteil. Die nächste Hürde ist dann das wirtschaftliche Bestehen.
Freilich gibt es diese Heilpraktikerausbildung - und sie hat was mit Freiheit zu tun. Nix is mit "wir nehmen Dich an der Hand und zerren Dich da durch". Da muß sich jeder selbst durchkämpfen und jeder trägt die Verantwortung für das was er kann oder nicht kann selbst. Das züchtet Versager heran - aber auch hochentwickelte, intelligente Menschen. Ein Vorteil, von dem die Schulmedizin und viele andere Bereiche unserer realität nur träumen können.

Schulmedizin ist "ganzheitlich" und "komplex"?  Laut lachend Na da hat sich aber jemand als ahnungslos geoutet, hm? Diese Medizin beschränkt sich auf festgefahrene materielle Weltbilder, deren Postulate ebend auch nur mit solchen festzustellen sind. Machen Sie die Augen auf: gerade so schafft man im schulmedizinischen Bereich die Kurve, überhaupt die Vernetztheit unterschiedlicher Organsystheme wenigstens zu akzeptieren. Umgehen kann man damit zwar trotzdem noch nicht - aber immerhin. Wie es mit den Zusammenhängen zwischen Psyche und Körper aussieht, da können Sie sich sicher selbst ein Bild machen . oder sie befragen mal einen Psychiater zum Thema "Wie werden Sie von den konvenzionellen Wissenschaften akzeptiert?" Ich empfehle Ignatia (eines der typischeren Mittel von vielen bei Deprssion in der Homöopathie) und Taschentücher bereitzuhalten, denn SIe werden noch nie einen erwachsenen Mann so weinen sehen haben.

Schulmedizin ist Spezialistentum - und dafür wird es auch gebraucht (ich arbeite übrigens mit mehreren Ärzten unterschiedlicher Art zusammen gelegentlich). Spezialistentum und Ganzheitlichkeit schließen sich gegenseitig aus. Der Fachtherapeut fürs ganzheitliche Wohl ist in erster Linie der Heilpraktiker (neben vereinzelten schamanisch Tätigen, die es übrigens auch noch gibt, wenn auch merh im Untergrund, aber das nur nebenbei). Jeder (!), der sich sonst dieses Etikett an das revers nagelt, ist als echter Scharlatan, Geldschneider oder Unwissender abzustempeln.

Quizfrage: Was ist Ganzheitlichkeit im Allgemein und speziell im medizinischem Verständniss?

Herzliche Grüße
Naturpfuscher
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helmsmi
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Beiträge: 700

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #5 - 19. März 2006 um 05:24
 
Zitat:
Punkt 2: "Seriöse" Studien zur Homöopathie, TCM etc

Wenn man sich mit Homöopathie auch nur rudimentär auskennt weiß man, daß eine effektive Mittelverschreibung nicht innert 10 Minuten Therapeuten-Patientenkontakt zu machen ist. GEHT EINFACH NICHT. Punkt aus. Eine 1 - 2 stündige individuelle Grundanamnese ist da Minimalvorraussetzung. Warum? Bitte informieren Sie sich über die Homöopathie und das Vorgehen bei der Verschreibung. Bereits ein Blick in eines der gängigen homöopathischen Repetitorien ("Synthsis" sei hier angeführt) und/oder die ein oder andere Materia Medica erklärt, warum das gar nicht anders geht.
Das, was in den Tests da so abgeliefert wird ist vergleichsweise nichts. Genau das meine ich: absolut nichts.


Blödsinnige Ausflüchte. Wenn etwas hilft, über Placebo hinaus, dann ist das auch messbar. PUNKT AUS. Smiley

Diese Ausreden sind lächerlich. Selbst wenn Sie sich hinstellen und sagen in all den klinischen Studien, die keine Wirksamkeit der Hom.pathie nachweisen konnten ist sie nie richtig durchgeführt worden. Dann muss ich zusätzlich zu den ohnen höchst unwahrscheinlichen Wirkmechanismen der HP leider feststellen: "Selbst wenn Sie wirken würde, ist es ungefähr so wahrscheinlich korrket homöopathisch behandelt zu werden, wie in einer hochverdünnten Lösung ein wirksames Molekül zu finden."

Oh, Mann geben sies doch endlich zu: Sie liefern Scheintherapie wo sonst ncihts hilft.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #6 - 19. März 2006 um 08:00
 
Ich reduziere Ihren Beitrag mal auf die enthaltenen Behauptungen und kennzeichne diese Zusammenfassungen durch inverse und Fettschrift.

Es werde „verdreht, entfremdet und verleugnet und es fehle das Hintergrundwissen".

Den konkreten Beleg, wo ich und auch andere etwas verdreht oder verfremdet hätte, bleiben Sie in Ihren folgenden Ausführungen leider schuldig. Wenn Sie einen solchen Vorwurf erheben, sollten Sie das auch hinreichend konkretisieren. Also: wo habe ich etwas falsch dargestellt, auch wenn Ihnen meine Wertung nicht gefällt?

Informationen zu alternativmedizinischen Verfahren und rechtlichen Auseinandersetzungen beruhen in den meisten Fällen auf den Originaltexten oder den Originalaussagen der entsprechenden Personen. Ihren Vorwurf, es mangele den hiesigen Schreibern an "Hintergundwissen" weise ich daher zurück.

Die Feststellung bei der Ordnungsbehörde, dass der Anwärter keine Gefahr für die Volksgesundheit darstelle, sei so schwer, dass „Medizinstudenten in höheren Semestern“ sie nicht absolvieren könnten.

Das ist eine reine Behauptung und  - mit Verlaub – ich halte diese Behauptung für wissentlich unwahr. Zum einen dürfte es Ihnen am entsprechenden Überblick fehlen, zum anderen gibt es nicht SO viele Studenten, die sich diesem kleinen und für sie sinnlosem Verfahren unterziehen. Und Sie wollen gleich mehrere Medizinstudenten persönlich kennen, die dies nicht „geschafft“ hätten? Unglaubwürdig. Zum anderen sind die normalen Fragen für einen Medizinstudenten sehr wohl und ohne größere Probleme zu bewältigen. Auch bei dem kleinen Gespräch, dass Sie als mündliche Prüfung zu bezeichnen belieben, sehe ich keine größeren Probleme. Es mag regionale Unterschiede geben. Fakt bleibt jedoch, dass es sich um sehr überschaubare Inhalte handelt, die in der Regel in einer halben bis einen Stunde besprochen werden. Und dann kann unser Anwärter loslegen und Leute „behandeln“.

Wenn Sie persönlich das als schwer empfunden haben, haben Sie vielleicht die falschen Vorbereitungen getroffen. Oder hatten keinerlei Vorbildung.

Bei genauerer Betrachtung dieser Studien, egeal ob durch Verteter der Wissenschaft, Zeitschriftenredakteure oder andere Gruppen durchgeführt, stellte sich bisher ausnahmslos in allen Fällen die Unzulänglichkeit der Vorgehensweise heraus. Es ist, im Rahmen einer vernünftigen Homöopathie (Beispiel) nahezu unmöglich, eine ganue Aussage zu treffen oder ein reflektierbares Ergebniss zu erreichen, wenn man sich nicht an die Regeln dieser Kunst hält.

Mir scheint, dass Sie ungeachtet Ihrer Aussagen eben nicht über diese Studien informiert sind. Zeitschriftenredakteure führen keine Studien durch. Aber seis drum. Es gibt auch Studien, bei denen genau nach den Vorgaben auch Ihrer Sicht homöopathischer Behandlung vorgegangen wurde (indem zum Beispiel die Behandlung der Patienten bei einem homöopathischen Arzt erfolgte und nur betrachtet wurde, wie sich der Erfolg darstellte). Auch in diesen Fällen, in denen nach den den Regeln „homöopathischer Kunst“ vorgegangen wurde, zeigten sich keine Effekte, die deutlich von Placebo unterscheidbar wären.

Sie behaupten, der Test sei so ausgefallen, weil man das vorher so wollte. Man betreibe „gezielte Desinformation".

Das ist eine recht ungehörige Unterstellung, die Sie jenseits Ihrer Meinung belegen sollten. Haben Sie den zugrundeliegenden Test tatsächlich gelesen? Man könnte fast meinen, dass Sie das nicht gemacht haben, sondern nur von den Forumsbeiträgen hier ausgehen. Den Vorwurf der „gezielten Desinformation“ weise ich in Gänze und in aller Entschiedenheit zurück.

Einige Verfahren der Naturheilkunde würden nunmehr auch von Medizinern angewandt.

Das ist leider wahr. Das hat jedoch oftmals weniger mit der Sinnhaftigkeit der Methoden zu tun als mit dem Umstand, dass Glaubensmedizin starke Lobbygruppen hat. Homöopathie ist übrigens mitnichten ein Naturheilverfahren. Dass sich einige Ärzte dafür stark machen, hängt mit dem finanziellen Anreiz zusammen, nicht mit der Methode als solcher.

Man müßte da zunächst einmal festellen, was überhaupt zur Naturheilkunde gehört und was nicht. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das letzte Urteil des BSG zu erstattungsfähigen Verfahren. Das Bundessozialgericht hielt den Begriff "Naturheilverfahren für nicht hinreichend eingegrenzt und definiert. Sie kennen dieses Urteil doch?

Die genannten Links sind den hier Schreibenden bekannt. Was sollen diese Werbeseiten dem normalen Leser bringen?

Ihre Zwischenbemerkung mal im Volltext:

Zitat:
Zwischenbemerkung: vor diesem Hintergrund, Hema (und einige andere) sind ihre Bemerkungen rasistischer Natur. Es ist ganz gleich ob sie auf Böswilligkeit oder Unwissenheit beruhen - fakt ist, daß es ihnen nicht zusteht, auf diese Art öffentlich über eine ganze Gruppe von Menschen herzufallen. Ich werde durch einen Rechtsanwalt vor diesem Hintergrund klären lassen, ob entsprechende Schritte eingeleitet werden können.


Den Vorwurf „rassistischer Äußerungen“ weise ich sehr deutlich zurück. Leider sind Sie anscheinend auch auf dem Gebiet der Rechtskunde unbewandert. Alle meine Äußerungen werden durch das Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt, unabhängig davon, ob Ihnen das persönlich zusagt oder nicht. Insofern sehe ich einer Prüfung durch Ihren Rechtsanwalt überaus gelassen entgegen.


Fazit zu Ihrer Stellungnahme: Viel Text, wenig Konkretes.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #7 - 19. März 2006 um 09:05
 
Zwei Nachfragen:

Wann sei das HPG wegen Unvereinbarkeit mit dem GG umgeschrieben worden (das müßte dann ja vor 1974 gewesen sein)?

Da bitte ich doch um Beleg.

Zitat:
Bei genauerer Betrachtung dieser Studien, egeal ob durch Verteter der Wissenschaft, Zeitschriftenredakteure oder andere Gruppen durchgeführt, stellte sich bisher ausnahmslos in allen Fällen die Unzulänglichkeit der Vorgehensweise heraus.


Das ist natürlich eine spaßige Sicht.

Immer ist die Vorgehensweise schuld, dass kein Wirksamkeitsbeleg erbracht werden konnte. Sie sind aber sicher, dass Studien, die einen solchen Beleg in Aussicht stellten, aus Ihrer Sicht nicht die gleichen methodischen Schwächen hätten?

Mit Verlaub, ich habe den Eindruck, dass Sie ohne Kenntnis, wie Studien in der wissenschaftlichen Medizin gestaltet werden, die Studien in gute und schlechte unterteilen: Gute sind die, die Ihren Vorstellungen entsprechen, schlechte die, die ihnen widersprechen.

Formulieren Sie doch mal, wie die Randbedingungen einer Studie aussehen müßten, die geeignet wäre, Ihren Glauben an die Homöopathie zu erschüttern. Gibt es so etwas überhaupt?
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Kawarimono
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Beiträge: 3376

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #8 - 19. März 2006 um 10:45
 
Zitat:
Ich habe mehrere Studenten der Medizin in höheren Semestern an diesen Prüfungen scheitern sehen.


Sie  glauben doch ihr Reklamegesülze selbst nicht. Fassen Sie sich mal an die Nase, und prüfen Sie, ob diese weich wird.


http://www.kreawi.de/fileadmin/Downloads/Pruefungen/mc_03_06.pdf

10. Zu dem lymphatischen System gehören folgende Organe

1.) Thymus
2.) Gaumenmandeln
3.) Peyer-Plaques
4.) Gallenblase
5.) Ductus Thoracicus (Milchbrustgang)

A.) Nur 1 und 5 sind richtig
B.) Nur 1, 2, und 3 sind richtig
C.) Nur 3, 4, und 5 sind richtig
D.) Nur 1, 2, 3,  und 5 sind richtig
E.) Nur 1, 2, 3, und 4 sind richtig

Das ist doch völliger Unfug, bei der es ausreicht zu wissen, daß die Gallenblase kein lymphatisches Organ ist (Sauschwer Augenrollen ), und daß der Ductus Thoracicus und Gaumenmandeln lymphatische Organe sind (fast unlösbar Augenrollen ), dann springt mich die Lösung schon an, ohne daß ich jemals wissen müßte, was Peyer-Plaques und Thymus machen.
Und so sind diese Fragen alle. Meist reicht es bereits sogar aus, wenn man zwei Sachen ausschließen kann die in der Regel auch noch das Gängigste beinhalten. Schon kreuzt man diesen Test in Punktbereiche, daß einem die Tränen vor Freude in den Augen stehen. Wer da nicht durchkommt, hat entweder gar nichts gelernt, oder ist schlicht zu dämlich.
Einen Kurs braucht man dafür im Übrigen nicht. Es reichen genau drei Kurzlernbücher und das Infektionsschutzgesetz.
Diese Dinger sind wirklich extrem einfach.

Kawarimono

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Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #9 - 19. März 2006 um 13:59
 
Zitat:
Um es mal kurz auf einen Nenner zu bringen, Ihre Argumentation besteht hauptsächlich darin den Anwesenden hier Unkenntnis der Materie vorzuwerfen.

Ich behaupte allerdings das Gegenteil, gerade die eingehende Beschäftigung mit Homöopathie u. Ä. läßt Skepsis aufkommen.


Zitat:
Aufgrund solcher Äußerungen muss man leider Ihnen unterstellen, daß Sie keine bis wenig Ahnung von dem haben was Sie hier so einfach als beschränkt und festgefahren abtun.


Zitat:
Wissen Sie eigentlich womit sich ein Psychiater beschäftigt?


Aha, in der Kürze liegt die Würze? 2 Behauptungen, eine Frage. Die kann ich sogar beantworten: Selbstverständlich. Der Rest ist irrelevant. Gehen Sie bitte sachlich auf das Geschriebene ein. Eine "Kürzung" der inhaltlichen Aussagen steht Ihnen nicht zu bzw. ermöglicht keinerlei sinnvolle Diskussion.
Zum 2. Zitat: Nach 10 jähriger Tätigkeit im Rettungsdienst, einigen Kliniken, reichlich Aus und Fortbildungen im Bereich der Schulmedizin UND meiner Heilpraktikerausbildung meine ich, Wissen genug vorweisen zu können, um entsprechende Argumentation auch zu untermauern - im konventionellen wie im alternativmedizinisch Bereich. Weiters meine ich, kompetent medizinische Notwendigkeiten in beiden Richtungen einschätzen zu können. Eine Eigenschaft, die übrigens den meisten HPs, die ich persönlich kenne, zu eigen ist.

Ein Hinweis an alle: um sich mit dem Beruf des Heilpraktikers bekannt zu machen und sich ein Bild über relevante und vermittelte Wissensgebiete des Heilpraktikers (zu denen auch und notwendigerweise schulmedizinisches Wissen gehört) ein Bild zu machen wäre es hilfreich, sich an die entsprechenden Berufsverbände zu wenden und deren Fachpuplikationen wenigstens auszugsweise zu lesen.
Ein weiteres interesantes Fachmagazin kann hier bestellt werden:
www.naturheilpraxis.de

Das Bild, das im zugrunde liegendem Test und in diesem Diskussions - Thread von dieser Berufsgruppe vermittelt wird ist nicht repräsentativ und trifft eher Randgruppenerscheinungen. Diese gibt es in jeder Berufsgruppe: Pfuscher sind in allen Gewerben zu finden: Bau, Handwerk, Medizin (auch die konventionelle, das geht gern mal unter) und Wissenschaft. Über KEINE dieser Berufsgruppen wird so hergezogen wie über Heilpraktiker. Machen Sie sich klar, daß im ärtzlichen Bereich Pfusch und Fehlleistung oftmals mit schweren Schäden oder dem Tod des Patienten endet. Komisch, daß daß sich da niemand findet, der bereit ist, diese Dinge anzuprangern und zu verlangen, den Beruf des Arztes abzuschaffen.

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