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Heilpraktiker: Ausbildung (Gelesen: 67107 mal)
Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #10 - 19. März 2006 um 14:02
 
Zitat:
Zitat:
Also: wo habe ich etwas falsch dargestellt, auch wenn Ihnen meine Wertung nicht gefällt?


Zum Beispiel hier: "1. Der für den Patientenschutz unzureichend gesetzlich geregelte Zugang zu diesem Gewerbe. Heilpraktiker müssen keinerlei Ausbildung nachweisen. Der kleine Test und los gehts."

Der Test ist nicht klein, Punkt eins.


Doch. Wie viele Multiple choice Fragen mußten SIE persönlich beantworten? Wenn man 60 Fragen  beantworten muss, oder lassen Sie es 100 Fragen sein, die zwischen einem Anwärter und der freien, selbstverantwortlichen Behandlung von Patienten stehen, dann ist das ein kleiner Test.

Interessant dazu:
http://www.vfp.de/recht/urt_02.php

Zitat:
Punkt 2: es schließt sich eine mündliche Überprüfung an, die geht hier völlig unter. Da ist aber der eigentliche Knackpunkt. Um die mündliche Überprüfung durchzustehen ist echtes Wissen gefragt - anders geht das nicht.


Ich bitte Sie: das ist eine halbe oder eine Stunde. Es geht im Wesentlichen um die Gefahrenabwendung, d.h. der Amtsarzt checkt, ob man die Infektionskrankheite EINIGERMAßEN erkennen kann und man seine Grenzen kennt. Es mag regionale Unterschiede geben, aber in dieser Zeit alleine können Sie nicht so viel abfragen.

Interessant auch, dass der "Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V." der Meinung ist, einen Ermessensspielraum des Amtsarztes gebe es nicht.

Zitat:
Zweitens gilt für den Heilpraktiker die Sorgfaltspflicht. Das heißt er muß im Falle des Falles nachweisen können, daß er das, was er da an Therapie betreibt auch erlernt hat.
Wenn das keine Falschaussage ihrerseits ist, was dann? Sie beruht zwar auf fehlendem Wissen um Hintergründe (Sorgfaltspflicht zum Beispiel) - was keine Entschuldigung ist. Viel zu viel Leute machen den Mund aug und wollen mitreden bei Sachen, die sie nicht verstehen können, da ihnen das Hintergrundwissen fehlt.


Sie werden schon wieder unsachlich, aber seis drum.

Bei vielen Verfahren, die viele HP anwenden, ist die „Regel der Kunst“ gar nicht ausreichend definiert. Das ist dermaßen schwammig, dass Sie immer einen Ausweg finden. Was wollen Sie bei der Bioresonanz falsch machen, wenn das Verfahren per se sinnlos und allenfalls Scheintherapie ist, d.h. nicht klar und definiert ist, was eine RICHTIGE Behandlung darstellt?

Zitat:
Wieviele Patienten und deren Fälle konnten Sie schon mitverfolgen, die homöopathisch und ordentlich behandelt wurden? Antwort: keinen einzigen (sonst würden Sie solche Aussagen nicht guten gewissens nicht in den Raum stellen können). Auf dieser Basis ist diese Aussage nichts al Verleumdung, Verdrehung von Tatsachen und Desinformation in beide Richtungen.


Sie haben aber schon mal davon gehört, dass alleine Studien eine verläßliche Aussage erlauben?

Zitat:
Wieder so eine Falschdarstellung, die davon zeugt, daß Sie noch nie 1. eine solche Überprüfung erlebt haben, 2. noch nie persönlich bei auch nur einer Unterrichtsstunde zugegen waren in einer der anerkannten HP Schulen, 3. Keinerlei faktisches Wissen über Naturheilkunde haben. Natürlich kann man nach bestandener Prüfung loslegen, da man nachgewiesen hat, daß man keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt (ein Punkt, der bei Ihnen nicht gegeben ist, obwohl Sie mit Ihren Aussagen bereits in diese eingreifen, nebenbei). Die Frage, ob man lieber mit Edelsteinen zaubern möchte oder fundierte Naturheilkunde und ganzheitliche Medzin betreiben will muß jeder für sich selbst klären und verantworten. Letztere verlangt eine qualifizierte und weitreichende Ausbildung – u.a.


Auch für die Eröffnung einer HP-Schule muss man keine besondernen Qualifikationen nachweisen.. Und: diese Kurse sind nicht verbindlich. Ich kenne die Lehrpläne etlicher Schulen, von denen Sie schreiben, sie seien anerkannt. Da wird viel unnützes Zeugs vermittelt ohne den geringsten seriösen Wirksamkeitsbeleg.

Zitat:
Ich habe selbst mehr als deutliche "Effekte" gesehen. Die treten in der Regel (!) bei qualifizierter Behandlung durch qualifizierte Therapeuten auf. In diesem Sinne völliger "Bullshit", diese Aussagen.


„Bullshit“ zeugt von qualifizierter Auseinandersetzung mit den Studien. Sonst haben Sie dazu nichts zu sagen?

Zitat:
Da können Sie zurückweisen was Sie wollen. Fakt ist daß das, was Sie schreiben und einige andere hier nicht sehr viel mit dem verantwortungsbewußten Berufsstand qualifizierter Heilpraktiker zu tun hat - trotzdem werden Mißstände verallgemeinert bis zum Umfallen. Ob diese Informationspolitik hier im Forum (auf die beziehe ich mich jetzt) auf bewußter oder unbewußter (wegen fehlendem Hintergundwissen) Desinformation beruht ist da gleich. Beides ist als unqualifiziert zu betrachten und schadet mehr, als deß es wem nützt.


Argumentfrei.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #11 - 19. März 2006 um 14:09
 
Und Teil 2:

Zitat:
Wann sei das HPG wegen Unvereinbarkeit mit dem GG umgeschrieben worden (das müßte dann ja vor 1974 gewesen sein)?


Zitat:
Von Naturheilpfuscher: http://www.heilpraktikerverband.de/recht/hpg.php

Ehrlich gesagt frage ich mich schon, wie Sie darauf kommen, von mir alle möglichen Belege und Beweise, die über so ein Medium eh nur schwer zu erbringen sind, zu verlangen, während Sie selbst Aussagen tätigen, die sich nie und nimmer beweisen lassen. Das gilt im Übrigen auch für andere Poster. Aber seis drum, ich bemühe mich wo es geht.


Ich hatte nach einem Beleg gefragt, wo das HprG VOR 1974 wegen Unvereinbarkeit mit dem GG abgeändert worden sei. Es wurde nach 1949 mal festgestellt, dass es mit Art. 12 GG vereinbar sei.

Auf der von Ihnen angegebenen Seite kann ich nur die Änderung von 1974 sehen.

Ich bitte also noch einmal um den Beleg, dass das HprG VOR 1974 aufgrund einer GG-Widrigkeit abgeändert worden war (jetzt mal das Inkrafttreten des GG ausgenommen).

Interessante Infos dazu finden Sie unter:

http://www.agpf.de/Heilpraktiker.htm#Geschichte

Zitat:
Das mit dem HPG und der Änderung ist Allgemeinwissen im HP - Bereich. Daß Ihnen das nicht bekannt ist zeugt davon, daß keinerlei Hintergrundwissen über den Beruf da ist. Hier und da mal was gelesen, vermutlich in der "Bunten" oder "Bildzeitung" - und daraus seine Meinung gebastelt, diesen Eindruck bekomme ich langsam.


Doch, das ist alles bekannt. Ich konnte nur Ihre Aussage nicht entnehmen.

Nebenbei: was wollen Sie mit den persönlichen Diskreditierungen? Ihren Standpunkt festigen? Wohl kaum. Der Leser kann sich dann schon ein Bild machen.

Zitat:
Das gibt es natürlich nicht - da es sich nicht um einen Glauben handelt sondern um eine klar umrissene Erfahrungswissenschaft mit klaren Grundannahmen und Arbeitstheorien. Wenn Sie etwas "glauben" wollen müssen Sie sich einer der drei Weltreligionen anschließen - da wird geglaubt. In der Homöopathie zählt nur die Erfahrung und die Wirksamkeit. Beides fußt auf qualifizierter Durchführung. Weiteres zum Thema Randbedingungen können Sie in G. Vithoulkas "Die wissenschaftliche Homöopathie" nachlesen. Der Mann beschreibt auch Laienverständlich.


Noch mal: wie müßte eine Studie beschaffen sein, die Sie anerkennen würden. Sie kneifen. Augenrollen
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #12 - 19. März 2006 um 14:15
 
Zitat:
Pfuscher sind in allen Gewerben zu finden: Bau, Handwerk, Medizin (auch die konventionelle, das geht gern mal unter) und Wissenschaft. Über KEINE dieser Berufsgruppen wird so hergezogen wie über Heilpraktiker. Machen Sie sich klar, daß im ärtzlichen Bereich Pfusch und Fehlleistung oftmals mit schweren Schäden oder dem Tod des Patienten endet. Komisch, daß daß sich da niemand findet, der bereit ist, diese Dinge anzuprangern und zu verlangen, den Beruf des Arztes abzuschaffen.


Das ist unwahr.

Fälle von ärztlichen Fehlleistungen, Pfusch und unredlicher Abrechnungsweise sind fast täglich in den Medien. Es ist schon erstaunlich, dass hier Ausnahmen für HPs gemacht werden sollen.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #13 - 19. März 2006 um 17:48
 
Zitat:
Davon abgesehen hier ein Vorschlag einer "Studie":
Durchführungszeitraum: 5 - 10 Jahre
Patientenanzahl mindestens 50 mit unterschiedlichsten Beschwerdebildern, Stadien und Prognosen. Durchgehende Behandlung mit nur einem Therapieverfahren, beispielsweise der Homöopathie - streng (!) im klassischen Sinne der beschriebenen Vorgehensweise.
Ein Therapeut, der über ene gewissenhafte homöopathische Ausbildung verfügt, ausreichend praktische Erfahrung besitzt (mehere Jahre erfolgreiches führen einer streng homöopathischen Praxis) und sich für jeden Patienten so viel Zeit nehemen kann wie er für richtig und angemessen hält.
Befunde müssen über Jahre sowohl vom Behandler als auch von unabhängigen Ärzten, Gutachtern UND Heilpraktikern regelmäßig überprüft und verfolgt werden. Klare objektive Dokumentation: Organbefunde, Funktiosnprüfungen durch sämtliche Methoden manueller und technischer Diagnostik. Klare subjektive Dokumentation: regelmäßige Interviews des Therapeuten, der Kontrollinstanzen und der Patienten, in denen es neben der persönlichen Meinung um die subjektive Einschätzung der Entwicklung geht.
Nicht zu letzt: fernhalten von Menschen, die aus verschiedenen Gründen, insbesondere kommerziellen Gründen ein berechtigtes Interresse haben, alternative Heilverfahren weiter mit einem Mantel des Schweigens und der Unglaubwürdigkeit zu umhüllen. Dazu zählen Hersteller von sythetischen Medikamenten, medizinischer Hochtechnologie und manche Vertreter der universitären Wissenschaft und Medizin.

Soviel in aller Kürze zu einem groben Umriss, wie ich mir so was vorstellen könnte. Da gehört Geduld, Spucke und ein ordentliches finanzielles Sitzpolster dazu - u.a.


Dafür werden Sie keine Probanden finden.  Schockiert/Erstaunt

Das erforderte Verzicht auf jegliche bewiesen nützliche Maßnahme der wissenschaftlichen Medizin, auch auf jegliche Medikamente. Ungeimpft müßten die Personen zudem sein.

Solche Massenversuche (allerdings ohne hinreichende Dokumentation) gibt es allerdings in den Entwicklungsländern: da gibt es nur den Dorfschamanen. Mit der entsprechenden Sterblichkeit.

Ach ja: ich hätte gerne eine Abgrenzung synthetische vs. natürliche Mittel aus Ihrer Sicht.
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ama
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #14 - 19. März 2006 um 19:39
 
>Naturpfuscher
>Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
>Antworten #142 - Heute um 12:55:18  

>Eine Doppelblindstudie, die nur ein Mittel in Betracht zieht ist
>lächerlich.
>20 Patienten mit dem selben Symptom (Husten im Beispiel) können
>jeder ein anderes Mittel brauchen. Das Mittel wird nicht nach
>Symptomen sondern nach dem gesamtbild gesucht.

Das ist Schwachsinn.


Man braucht nichts weiter tun als die Mittel heimlich (also blind) zu entfernen. ALLES Placebo.

Dann betrachtet man die angeblich geheilten Fälle. Nicht mittendrin, sondern die GEHEILTEN!

Und siehe da, alles ist rein zufällig verteilt. Schon bricht die Luftblase Homöopathie zusammen.

DIESER Test ist VÖLLIG problemlos durchzuführen und EINWANDFREI auszuwerten.

Aber Homöopathen sind sogar dazu zu dämlich.

ama

(über Wann werden sie auf dem Besen reiten?)
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Hackethal
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #15 - 19. März 2006 um 20:34
 
Zur weiteren Information:

http://www.heilpraktiker-fragen.de/pruefungsfragen/rechts.html
http://www.kreawi.de/fileadmin/Downloads/Pruefungen/mc_03_06.pdf

http://www.heilpraktiker-fragen.de/heilpraktikergesetz.php

Die Heilpraktikerprüfung beim Gesundheitsamt

Die Überprüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil; der schriftliche Teil dauert 120 Minuten, der mündliche Teil max. 60 Minuten.
Die Überprüfungen sind in Deutschland seit 1992 durch "Prüfungsrichtlinien" vereinheitlicht und zentralisiert. I.d.R. finden die amtsärztlichen Prüfungen 2x pro Jahr statt.

Dies sind die wesentliche Themen einer Heilpraktiker-Überprüfung:

-Diagnostische u. therapeutische Grenzen naturheilkundlicher Verfahren
-Erkennung u. Unterscheidung von Volkskrankheiten, insbesondere der übertragbaren Krankheiten
-der Stoffwechselerkrankungen
-der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
-der degenerativen Erkrankungen
-Deutung grundlegender Laborwerte
-topographische u. pathologische Anatomie
-Hygiene, Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen
-Gesetzeskunde, insbesondere rechtliche Grenzen der Heilkundeausübung ohne Bestallung und Kenntnisse zum § 174 c StGB
-Technik u. Anamneseerhebung (Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung -Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blut-druckmessung)
-Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohlicher Zustände -Injektionstechniken
-Psychotherapie und Psychiatrie


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« Zuletzt geändert: 20. März 2006 um 08:08 von Hackethal »  

Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Jim_Panse
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #16 - 19. März 2006 um 21:19
 
Zitat:
Genau diese offensichtliche Ignoranz gegenüber den Fakten - allein auf die Prüfung bezogen, Naturheilkunde ist da noch gar nicht dabei - kritisiere ich hier als "Unwissenheit".
Auf Argumente meinerseits in diese Richtung wird nicht eigegangen (-> das geht vor allem Richtung Jim_Panse).




Ich hab mich doch gar nicht zu Ihrer Heilpraktikerprüfung geäußert, die interessiert mich auch nur am Rande.
Welche Fakten?

Zu den Argumenten aus dem Posting an mich:

Zitat:
Aha, in der Kürze liegt die Würze?


Allerdings!


Zitat:
2 Behauptungen, eine Frage. Die kann ich sogar beantworten: Selbstverständlich. Der Rest ist irrelevant. Gehen Sie bitte sachlich auf das Geschriebene ein. Eine "Kürzung" der inhaltlichen Aussagen steht Ihnen nicht zu bzw. ermöglicht keinerlei sinnvolle Diskussion.


Ich gehe nicht auf das Geschriebene ein wenn ich Ihre Ergüsse über angeblich mangelnden Intellekt zitiere? Denken Sie durch Pöbeleien dieser Art (die Sie immer noch nicht einstellen) wird eine sinnvolle Diskussion gefördert?


Zitat:
Zum 2. Zitat: Nach 10 jähriger Tätigkeit im Rettungsdienst, einigen Kliniken, reichlich Aus und Fortbildungen im Bereich der Schulmedizin UND meiner Heilpraktikerausbildung meine ich, Wissen genug vorweisen zu können, um entsprechende Argumentation auch zu untermauern - im konventionellen wie im alternativmedizinisch Bereich. Weiters meine ich, kompetent medizinische Notwendigkeiten in beiden Richtungen einschätzen zu können. Eine Eigenschaft, die übrigens den meisten HPs, die ich persönlich kenne, zu eigen ist.


Ihre Ausbildung in allen Ehren, Sie bezeichnen die Erkenntnisse der Schulmedizin als bescheiden und favorisieren dagegen eine "Medizin", die darauf basiert, daß ein Herr Hahnemann für sich den alleinigen Anspruch auf die Wahrheit beanspruchte und die immer noch nicht den Beweis für Ihre Wirksamkeit erbracht hat.
Was sind dagegen schon die bescheidenen Erkenntnisse der "Schulmedizin", die von tausenden Menschen in aller Herren Länder unter Zuhilfenahme der jeweils aktuellen wissenschaftlichen Fakten zusammengetragen  wurden?
Ganz davon abgesehen, daß die "Schulmedizin" zu einem stetigen Ansteigen der Lebenserwartung geführt hat und einige Plagen der Menschheit zumindest für die glücklichen Einwohner der Industrienationen eliminiert hat(Wer heilt hat recht, sagt man doch bei Ihnen).

Dagegen ist mir Ihre Erfahrung bezüglich dem Funktionieren der Homöopathie etwas dürftig, das ist die selbe "Erfahrung" mit der auch manche Ärzte ihre Mittelchen verschreiben, damit wirds dann in ner Woche gut, ohne meist auch.
Der Arzt bekommt vom Hersteller gesagt, daß es wirkt, Sie vom Hahnemann. Das Zeug wird an den Mann gebracht und hilft anscheinend irgendwie(zum Glück ist der Mensch stabil gebaut). Über das Pharma-Teil macht irgendwann einer ne vernünftige Studie und sieht, daß es Humbug ist, im günstigsten Fall wirds ein großer Aufmacher für die Presse und das Zeug nicht mehr verschrieben.
Sie pochen weiter auf Ihre Erfahrung und darauf, daß man noch nicht alles nachweisen könne.
Und rennen weiter hinter Hahnemann her.
Wenn einer sich hinstellt und behauptet die  alleinige Wahrheit zu kennen und alle anderen seien Idioten, dann war das noch selten eine gute Grundlage ihm zu folgen.
Keine Fakten. Nur meine ganz subjektive Meinung.


Zitat:
Ein Hinweis an alle: um sich mit dem Beruf des Heilpraktikers bekannt zu machen und sich ein Bild über relevante und vermittelte Wissensgebiete des Heilpraktikers (zu denen auch und notwendigerweise schulmedizinisches Wissen gehört) ein Bild zu machen wäre es hilfreich, sich an die entsprechenden Berufsverbände zu wenden und deren Fachpuplikationen wenigstens auszugsweise zu lesen.
Ein weiteres interesantes Fachmagazin kann hier bestellt werden:
www.naturheilpraxis.de

Danke


Zitat:
Das Bild, das im zugrunde liegendem Test und in diesem Diskussions - Thread von dieser Berufsgruppe vermittelt wird ist nicht repräsentativ und trifft eher Randgruppenerscheinungen. Diese gibt es in jeder Berufsgruppe: Pfuscher sind in allen Gewerben zu finden: Bau, Handwerk, Medizin (auch die konventionelle, das geht gern mal unter) und Wissenschaft. Über KEINE dieser Berufsgruppen wird so hergezogen wie über Heilpraktiker. Machen Sie sich klar, daß im ärtzlichen Bereich Pfusch und Fehlleistung oftmals mit schweren Schäden oder dem Tod des Patienten endet. Komisch, daß daß sich da niemand findet, der bereit ist, diese Dinge anzuprangern und zu verlangen, den Beruf des Arztes abzuschaffen.



Na dann zählen Sie doch ab jetzt mal mit wie oft im Fernsehen und in den Zeitungen über Ärztepfusch und wie oft über HP-Pfusch berichtet wird.
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Hema
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #17 - 20. März 2006 um 08:15
 
Ich erlaube mir, noch mal zusammenzufassen.

Zwischen einem Heilpraktiker-Anwärter und der lebenslangen Möglichkeit, ohne Kontrolle Patienten zu behandeln stehen rechtlich genau:

- ein schriftlicher Test von max. 2 Stunden
- ein Gespräch von max. einer Stunde

Keine praktischen Demonstrationen.

Der HP darf nach diesem Verwaltungsakt rechtlich viele Dinge, die eine examinierte Krankenschwester mit einer 3 jährigen geregelten Ausbildung nicht darf.

Und trotz dieser anachronistischen Sonderbehandlung klagen sich Einzelpersonen noch durch die Instanzen, weil ihnen das noch zu viel Regelung ist, weil während dieser 3 Stunden (!) eben nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eine Gefahr für die Volksgesundheit von ihnen ausgeht. Aber wer braucht schon Fachwissen, wenn er einen gewieften Rechtsanwalt hat. Eine dieser Klagen hat der Bevölkerung beschert, dass sich "Geistheiler" ohne jeglichen Nachweis, nur mit dem Gewerbeschein bewaffnet, um Patienten kümmern dürfen, so lange sie irgendwo in der Praxis ein Schild haben, dass dort keine medizinische Behandlung feilgeboten wird. Nach Angabe des entsprechenden Dachverbandes (die insofern mit Vorsicht genossen sein will) übrigens ein Markt von 6-9 Mrd. (!) Euro bei angeblich 3 Millionen Patienten (also 2000-3000 Euro für eine Scheintherapie!). Kein Wunder, dass da mit harten Bandagen gekämpft wird.

Das ist eine Farce.

Ökotest hat da nur die Spitze eines verbraucher- und patientenfeindlichen Eisbergs angekratzt und ich kann nur im Sinne des Patientenwohls hoffen, dass auch andere Institutionen den Mut finden, diese Mißstände klar und deutlich beim Namen zu nennen.
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Hackethal
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #18 - 20. März 2006 um 08:19
 
Zitat:
Keine praktischen Demonstrationen..

Da sind sie falsch informiert!


Zitat:
Der HP darf nach diesem Verwaltungsakt rechtlich viele Dinge, die eine examinierte Krankenschwester mit einer 3 jährigen geregelten Ausbildung nicht darf.


Was soll das? Abgesehen davon bin ich auch KPF Smiley

Zitat:
Ökotest hat da nur die Spitze eines verbraucher- und patientenfeindlichen Eisbergs angekratzt und ich kann nur im Sinne des Petientenwohls hoffen, dass auch andere Institutionen den Mut finden, diese Mißstände klar und deutlich beim Namen zu nennen.


Misstände sollten immer beim Namen genannt werden, Fehler und Einseitigkeiten ebenso!
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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Hema
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Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #19 - 20. März 2006 um 08:23
 
Hackethal, Sie mögen KPF sein und insofern Übung bei manchen Tätigkeiten haben. Wie viele HP sind KPF oder haben einen ähnlichen Background?

Die praktischen Demonstrationen finden wo und in welchem Rahmen bitte statt? Ich lasse mich da ja gerne belehren.
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