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Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit (Gelesen: 36497 mal)
Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #10 - 23. März 2006 um 06:10
 
Zitat:
Das behauptet auch Hulda vom Zappen. Wenns um Gesundheit geht, hätte man schon gern was handfesteres als Ihre persönliche Sicht. Daß die Erwartung des Beobachters das Ergebnis beinflußt wissen Sie?

*g* habe ich bereits mehrmals erwähnt, glaube ich? Genau das sollte einen einige Dinge, von denen man auf Grund bisheriger Beobachtungen sagt "das geht nicht", in einem relativiertem Licht sehen lassen.
Schon mal darüber gedacht, was es bedeutet, wenn unterschiedliche Erwartungshaltung den Ausgang einer ansonsten identischen Versuchsanordnung  beeinflussen kann? Das ist in der Tat ein interessanter Punkt, der zumindest der Betrachtung würdig ist.
Film - Tip: www.bleep.de

Zitat:
Würden Sie es - nur hypothetisch - für möglich halten, daß Sie einer Scheintherapie hinterherlaufen?

Selbstverständlich. Das gehört zu meiner Basisausstattung. Ansonsten bekomme ich ein enormes Problem - mit mir selbst - wenn ich eines Tages DIE ultimative Warheit gefunden habe, die sagt "alles Humbuck".
Tatsache ist, daß ich mir sogar jederzeit bewußt bin, daß das alles, die ganze Welt und alles was wir zu wissen glauben, sich eines Tages als "Schein" herausstellen kann. Wissen Sie, daß es renomierte Wissenschaftler gibt, die es für möglich halten, daß wir und unser Universum nur eine gigantische Computersimulation sein könnten, die jederzeit abgeschalten werden kann?
Niemand weiß derzeit, was wirklich Sache ist mit uns, der Heilkunde und dem gesamten Univerusm um einige relevante Beispiele zu nennen.
(Für Menschen die meine Gedanken ernst nehmen und nicht damit klar kommen: locker bleiben. Wenn wir nichts sicher wissen können ist es am einfachsten und gesündesten, zunächst auf diesen Anspruch zu verzichten und da weiterzumachen, wo wir stehen derzeit. Show must go on...)

Zitat:
Wie gut Ihre Kenntnis der Schulmedizin ist, läßt sich von hier aus kaum beurteilen. Ihre Kommentare  
passen teilweise aber ganz gut auf diesen typischen Fall: ...

Zitat:
Ach so? Die Aussagen, die Sie teilweise hier zur "Schulmedizin" tätigten, ließen bisher anderes vermuten.


Die Aussagen, die ich bisher zur Schulmedizin von mir gab beziehen sich auf folgendes (ich darf mich selbst zitieren ... toll Zwinkernd ):
Zitat:
...Der HP betreibt auch keine Schulmedizin und will niemanden an selbiger hindern (höchstens einige wenige Punkte werden kritisch betrachtet - und das zu recht). Ich verstehe den HP als adjuvanten und komplementären Beruf...

Ich bin - zugegebenermaßen versteckt und sehr reduziert - auch auf die von mir gesehene Notwendigkeit der Schulmedizin eingegangen. Aber da es hier um die Rechtfertigung meines Daseins und meines Berufes geht möge man verzeiehen, wenn ich Mißstände, die aus meiner Sicht u.a. dazu geeignet sind, meinen Beruf zu rechtfertigen, in den Vordergrund rücke. Klar daß da mancher meint "aha, also sieht er es wie erwartet". Die Darstellungen kommen also der uns entgegengebrachten Erwartungshaltung entgegen - und klar: Darstellungen, die geeignet sind das zu relativieren gehen da schnell unter.
Das was ich negatives zu sagen hatte über die Schulmedizin hält sich darüber hinaus auch in grenzen, was den Eindruck erwecken kann, ich picke mir was raus. Nun, Schulmedizin zu diskutieren ist ebenso ein Randgebiet des Threadthemas wie Homöopathie. Ich habe nicht vor, hier die gesamte Medizin und alles was dran hängt von hinten bis vorn durchzukauen - und dafür bin ich auch zu klein. Ich nehme an, das ist in Ihrem Sinne.

Zitat:
Vernachlässigen? Wieviel "Lebensqualität" hätte man wohl wenn die "Lebensquantität" unter einem Jahr liegt?

Wieviel Lebensqualität hätte man wohl, wenn Seelsorger, Priester, Physiotherapeuten, Schulmediziner, Schamanen, Pflanzenheilkundige, Heilpraktiker, Politiker, Ayurvedaspezialisten, TCMler und so weiter alle - dosiert - an einem Strang ziehen würden? Wie würde das aussehen auf der Welt, wenn statt ständigen gegenseitigen Anfeindungen die vielzitierte aber bisher wenig praktizierte Toleranz in dem Bewußtsein "einer kann nicht alles können" um sich greifen würde? Wie würde es einem Patienten gehen, der dank Schulmedizin nicht nur gesicherte Vital- und Grundfunktionen hat sondern darüber hinaus harmonisch ins Leben als Gesamtheit eingebunden ist, als Individuum toleriert und respektiert existieren kann. Der sich selbst genau so respektieren kann, wie andere? Dessen Atmung frei von muskulären Spannungen fließen kann, dessen körperliche und geistige Beweglichkeit gesichert ist? Kurz, dessen körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden (siehe WHO) umfassend gefördert werden kann?
Wäre das noch ein "Patient"?

Zitat:
Was habe ich hier aus welchem Kontext gerissen? Die Zusammenhänge zwischen Schulmedizin und Naturzerstörung gehen mir immer noch nicht auf. Was meinten Sie denn damit?

Naturzerstörung im Groben: Wissenschaft ist nicht zu letzt (aber auch nicht allein) für diese verantwortlich zu machen. Schulmedizin als Teil der Wissenschaft ebenso. (Ohne das Beispiel aus dem Internet rauszusuchen, aber zahlreiche Tierarten befinden sich auf dem Weg zum Aussterben, die mit der hohen Giftbelastung in Gewässern beispielsweise, nicht klar kommen. ich habe da noch eine Untersuchung bezüglich oraler Antikontrazeptiva im Kopf, Zusammenhänge mit Geiersterben in verschiedenen Teilen der Welt und erhöten medikamentösen Belastungen der Umwelt.) Das sollte als grobe Andeutung genügen, wie das gemeint ist.

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Naturpfuscher
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #11 - 23. März 2006 um 06:11
 
NATURzerstörung im Feinen: meinen Sie, es ist sonderlich zuträglich für Menschen und andere Wesen, sich selbst als seelenlose Maschienen aus Fleisch und Blut verstehen zu dürfen und auch so behandelt zu werden? Meinen Sie, das ist sonderlich zuträglich für die Moral, den Umgang untereinander und mit der "Umwelt, die eigentlich "Mitwelt" sein sollte? Was könnte solches Denken mit rücksichtsloser und brutaler Ausbeutung untereinander zu tun haben? Was könnte das mit zunehmender Adipositas von Kindern und Jugendlichen, die nur noch vorm Fernseher oder Computer sitzen, zu tun haben - die keinen SINN mehr darin sehen, im Wald zu sein oder eine Pflanze zu bestaunen oder das funkeln der Sterne? Was könnte das mit dem explosionsartigem Zunehmen psychischer Erkrankungen und seelischen Leidens zu tun haben?

Ich glaube das genügt. Schulmedizin ist nicht allein verantwortlich dafür, aber sie hängt da mit drin. Ein mögliches Heilmittel könnte sein, wenn Schulmedizin von ihrem Absolutheitsanspruch ein wenig zurücktreten würde - und die Tendenzen dazu sind positiv, wie ich erfreut die letzten Jahre feststellen konnte. Aber gut Ding will Weile haben.
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Kawarimono
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Beiträge: 3376

Re: Heilpraktiker Test - blamabel für wen?
Antwort #12 - 26. März 2006 um 20:04
 
Zitat:
NATURzerstörung im Feinen: meinen Sie, es ist sonderlich zuträglich für Menschen und andere Wesen, sich selbst als seelenlose Maschienen aus Fleisch und Blut verstehen zu dürfen und auch so behandelt zu werden?


Niemand sieht Menschen als seelenlose Maschinen aus Fleisch und Blut. Aber Menschen als reine Psychoerkrankte zu verstehen ist allemal falsch.

Ich kenne keine einzige "ganzheitliche" alternative Behandlung. Das "ganzheitlich" ist schlicht und ergreifen eine Marketing-Lüge.

Alle diese "Behandlungen" beruhen auf der Idee, daß der Mensch erkrankt sei, weil er einen geistigen Schaden hat.  
Freilich finden die Anhänger der jeweiligen Richtungen dafür immer blumige Worte, aber die Grundidee ist überall die selbe.

Das Wort "ganzheitlich" beschreibt eigentlich nichts anderes, als die Tatsache, daß der jeweilige Behandler annimmt, er habe nicht etwa einen Husten oder Schnupfen vor sich, sondern einen geistige Störung.

Was daran menschenwürdig und ganzheitlich sein soll, erschließt sich mir nicht.

Die Materia Medica ist im Übrigen wirklich empfehlenswert zu lesen. Da kann man schön sehen, für wie bescheuert z.B. die Homöopathen ihre Patienten halten.

Ich erzähle ja immer gerne eine Geschichte:  
Ich war einst auf einem Homöopathen-Kongress. Nach einem der vielen Vorträge, habe ich mit ein paar anderen zusammen einen anderen Ausgang gewählt, der in ein recht dunkles Loch führte, auf dessen anderer Seite sich eine weitere Tür befand. Ich trat als erster vorsichtig ein, weil die Augen aus dem Hellen heraus natürlicher Weise Anpassungsschwierigkeiten haben und ich nicht wußte, ob auf dem Boden nichts herum liegt. Ein Homöopath sagte hinter mir: "Ignatia ist das richtige Mittel für Sie.", was soviel heißt wie: Meine Güte, was sind Sie doch für ein ängstliches Geschöpf.
Das sollte wohl ein Scherz sein, aber ich kann an sowas nicht spaßig finden.

Und wenn man sich die Postings von Naturpfuscher hier ansieht, versucht er seit Tagen nichts anderes, als seine Kritiker als psychisch gestörte Wesen darzustellen. Mehr kann er nicht, und mehr hat er nicht gelernt. Also versucht er auf diese Weise hier klar zu kommen.

Aber das reicht nicht. Die Realität ist nicht eine einzige psychische Störung.  
Die Realität heißt: Es gibt auch andere Krankheiten. Ein bißchen Laienpsychologie reicht für die Realität nicht aus.


Kawarimono
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joytopia
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Beiträge: 445

Re: Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit
Antwort #13 - 27. März 2006 um 11:25
 
< Niemand sieht Menschen als seelenlose Maschinen aus Fleisch und Blut. Aber Menschen als reine Psychoerkrankte zu verstehen ist allemal falsch. >
Kawarimono

Hat doch niemand behauptet
Wenn, das ist dann doch eher eine Dömäne der Schulmedzin, wenn Sie nichts ( trotz technischen Aufwand,  findet, werden die Klienten als Psychisch abgestempelt.

Auf der anderen Seite , werden sie nicht bestreiten wollen, dass Konflikte, Traumata eine Krankheit
begünstigen .


> Ich kenne keine einzige "ganzheitliche" alternative Behandlung. Das "ganzheitlich" ist schlicht und ergreifen eine Marketing-Lüge. >
Kawarimono

J, das tut mir Leid für Sie. Aber Ganzheitlich heisst für mich auch ,  nicht nur am Symptom herum zu therapieren und ein paar Medikamente zu verschreiben, für dessen Nebenwirkungen dann wieder Medikamente verschrieben werden.

joytopia
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit
Antwort #14 - 27. März 2006 um 11:39
 
joytopia schrieb am 27. März 2006 um 11:25:
Hat doch niemand behauptet
Wenn, das ist dann doch eher eine Dömäne der Schulmedzin, wenn Sie nichts ( trotz technischen Aufwand,  findet, werden die Klienten als Psychisch abgestempelt.

Auf der anderen Seite , werden sie nicht bestreiten wollen, dass Konflikte, Traumata eine Krankheit
begünstigen .


Lesen Sie bitte den Text noch mal. Das bezog sich auf eine Einlassung des Naturpfuschers.


Zitat:
> Ich kenne keine einzige "ganzheitliche" alternative Behandlung. Das "ganzheitlich" ist schlicht und ergreifen eine Marketing-Lüge. >
Kawarimono

J, das tut mir Leid für Sie. Aber Ganzheitlich heisst für mich auch ,  nicht nur am Symptom herum zu therapieren und ein paar Medikamente zu verschreiben, für dessen Nebenwirkungen dann wieder Medikamente verschrieben werden.

joytopia


Ein klassisches Fehlurteil.

Was ist Schlechtes daran, symptomfrei=beschwerdefrei zu sein?

Viele Mittel haben nur geringe oder seltene unerwünschte Wirkungen, wenn sie richtig dosiert und indiziert angewandt werden. Dass die "Schulmedizin" nur die Symptome bekämpfe, impliziert doch, dass bei Symptomfreiheit=Beschwerdefreiheit anderes Ungemach drohe. Als da wäre? Gesundheit als Krankheit? Schockiert/Erstaunt

Ich halte es für ausgesprochen zielführend, wenn der Mensch, der das benötigt, z.B. mit Schilddrüsenhormon oder Lithium ein normales leben führen kann.

Ganzheitlich = alternativ (un-)behandelt, leidet der Mensch dann weiterhin unter seiner Schilddrüsenunterfunktion oder an seiner bipolaren Störung. Ist das menschlich? Ist das zielführend?

Ich meine nein.
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Kawarimono
Forum-Mitglied

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Beiträge: 3376

Re: Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit
Antwort #15 - 27. März 2006 um 11:41
 
joytopia schrieb am 27. März 2006 um 11:25:
Wenn, das ist dann doch eher eine Dömäne der Schulmedzin, wenn Sie nichts ( trotz technischen Aufwand,  findet, werden die Klienten als Psychisch abgestempelt.


Warum sind dann bei der Homöopathie (bleiben wir mal dabei, das bietet sich an, weil darüber hier schon Einiges steht), die psychischen Symptome die Wichtigsten?

Zitat:
Auf der anderen Seite , werden sie nicht bestreiten wollen, dass Konflikte, Traumata eine Krankheit
begünstigen .


Die Anthroposophen sagen: Konflikte verhindern Krankheiten und fördern die Gesundung. Wer hat denn nun Recht von den Naturheilern? Allein andiesen Diskrepanzen erkennt man doch schon, daß hier ein völlig beliebiges Nebeneinander gleichsam global von den "Naturheil"-Anhängern für gut und richtig befunden wird.
Tatsache ist: Selbst diese Theorie ist nicht bewiesen. Bewiesen ist jedoch, das schwere körperliche Erkrankungen öfter mal psychische Symptome hinter sich herziehen, weshalb es höchst "ganzheitlich" ist, den Menschen erstmal von seinem Schmerz zu befreien, damit er seelisch nicht zu Grunde geht.

Zitat:
J, das tut mir Leid für Sie. Aber Ganzheitlich heisst für mich auch ,  nicht nur am Symptom herum zu therapieren


Was finden Sie dann an der Homöopathie? Die beschäftigt sich ausschließlich mit Symptomen.

Kawarimono
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ama
Ex-Mitglied





Re: Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit
Antwort #16 - 27. März 2006 um 12:02
 
>joytopia
>Re: Heilpraktiker: Studien / Wirksamkeit
>Antworten #13 - Heute um 10:25:05  

>>Niemand sieht Menschen als seelenlose Maschinen aus Fleisch und
>>Blut. Aber Menschen als reine Psychoerkrankte zu verstehen ist
>>allemal falsch.
>>Kawarimono

 
>Hat doch niemand behauptet  

Doch!


>Wenn, das ist dann doch eher eine Dömäne der Schulmedzin, wenn Sie
>nichts ( trotz technischen Aufwand,  findet, werden die Klienten als
>Psychisch abgestempelt.
>Auf der anderen Seite , werden sie nicht bestreiten wollen, dass
>Konflikte, Traumata eine Krankheit begünstigen .

Das ist schizophren.

ama
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