Godesberg schrieb am 18. Mai 2006 um 16:40:Der Beweis fehlt obwohl es bei vielen Therapien versucht wurde. Selbst Versuche von Anwendern selbst mißlingen. Da gibt es in der Homöopathie schöne Beispiele.
Wirkungsnachweis homöopathischer Belladonnaverdünnungen
Veröffentlicht von SW/HNS-Redaktion am 17.11.2003 | |
Wirkungen homöopathischer Mittel sind zwar häufig beschrieben, aber bisher kaum objektiv nachgewiesen. Apothekerin F. Schmidt, Prof. K. Nieber und Prof. W. Süß (Institut für Pharmazie, Universität Leipzig) haben mit ihrer Arbeit "Entwicklung eines in-vitro Testsystems zum Wirkungsnachweis ausgewählter homöopathischer flüssiger Verdünnungen" anhand objektiver Parameter den Nachweis erbracht, dass homöopathische flüssige Belladonnaverdünnungen, die u.a. für Koliken im Magen-Darm-Bereich eingesetzt werden, eine Wirkung auslösen. Sie verwendeten die Methode der isometrischen Kontraktionsmessung. Für die Tests setzten die Wissenschaftler Präparate aus dem Magen-Darm-Trakt einer Ratte ein, die in Organbäder mit einer bestimmten Lösung eingespannt wurden. Durch die Zugabe von Acetylcholin oder Substanz P, die im Körper u.a. die Bewegungen des Darms steigern können, kam es zu Kontraktionen der Präparate, die gemessen werden konnten und am Bildschirm in deutlichen Kurven abzulesen waren.
Dann wurden in die Organbäder flüssige Belladonnaverdünnungen eingebracht, die streng nach dem Deutschen Homöopathischen Arzneibuch hergestellt wurden. Die Konzentration von Belladonna in der Lösung war so gering, dass die Substanz nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Mit der homöopathischen Belladonnaverdünnung wurden die Kontraktionen der Präparate deutlich verringert, ablesbar an den auf dem Bildschirm erscheinenden Kurven. Damit war der Wirkungsnachweis des Homöopathikums erbracht. Auch nach mehrmaliger Wiederholung der Versuche ergab sich immer das gleiche Resultat.
Dieses Resultat war für die Internationale Gesellschaft für Homotoxikologie e.V. und die Internationale Gesellschaft für Biologische Medizin e.V. so wichtig, dass den Wissenschaftlern der mit 10.000 Euro dotierte Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis 2003 zugesprochen wurde. (idw)