jeca78 schrieb am 18. Juli 2006 um 12:11:Dieser Arzt scheint aber nur davon zu leben Methadon zu verticken, da er NIE normale Patienten bei sich im Wartezimmer hat, und auch sehr dubiose Arbeitszeiten hat.
Das ist normal. Diese Ärzte haben eine entsprechende Ausbildung. Die Arbeitszeiten richten sich wohl nach den Tagesrhythmen von Junkies. Es ist ein Substitutionsarzt. Und damit hat er eigentlich schon genug zu tun.
Zitat: Die Eltern des Jungen sind da sehr naiv, und bemerken nicht dass der Arzt anstatt die Methadonmenge zu verringern, immer mehr erhöht. Egal wieviel Methadon ein Drogensüchtiger benötigt, solange er bares mit dabei hat, erhält er das auch.
Das ist nicht möglich, weil die BTM-Rezepte und Methadonmengen kontrolliert werden. Er rechnet den Beikonsum des Junkies ein. Je mehr das Heroin vom Methadon verdrängt wird, desto mehr Methadon muß er verschreiben.
Ein "Verringern" gibt es bei Drogensucht nicht. Der Patient hat die Wahl zwischen Entzug und Substitution.
Zitat:Nun meine Frage, ist es wirklich üblich dass man in solchen Praxen bar bezahlt?
Ja natürlich. Niemand gibt einem Drogensüchtigen Geld auf Pump.
Zitat:Zahlt vielleicht einen Teil die Krankenkasse? Diese Eltern geben dem Arzt mittlerweile einige Hundert Euro im Monat.
Dafür ist, soweit mir bekannt, das Versorgungsamt zuständig.
Zitat:Dass dies der falsche Weg ist brauchen wir nicht zu diskutieren. Leider wollen sich die Eltern nicht eingestehen wie schlimm die Situation wirklich ist
Das kommt ganz darauf an. Jemand der nicht aufhören will, bekommen Sie nicht weg vom Stoff. Von daher ist es richtig die Verelendung aufzuhalten.
Mit Methadon an sich kann man steinalt werden und außerdem mal den Versuch wagen am normalen Leben teilzunehmen, statt hinter der Droge herzurennen.
Ich finde das schon ganz richtig. Andere chronisch Erkrankte läßt man auch nicht vergammeln, sondern versucht ihnen möglichst ein normales Leben zu ermöglichen.
Gescheit wäre es jetzt mal in Richtung Schule/Beruf zu arbeiten. Der junge Mann hat nun Zeit sich darum zu kümmern. Das hätte auch den Vorteil, daß er sich nicht so sehr mit irgendwelchem Beikonsum anderer Drogen beschäftigen kann.
Kawarimono