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Politik / Sozialsystem (Gelesen: 125019 mal)
Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #10 - 25. Juli 2006 um 07:31
 
Hackethal schrieb am 24. Juli 2006 um 23:19:
Das ist ein schlimmer Punkt. Meine Kinder sitzen auf dem ganzen Schuldenberg.
Irgendwann bekommen wir Fördergelder aus der EU-Kasse, oder auch nicht!


Das finde ich qauch schlimm. Das sind aber vor allem die unnötigen Ausgaben der 80er, als man den demographischen und Wechsel in der Arbeit schon sehen konnte, aber darauf beharrte, dass dies ein temporäres Problem wäre. Das war es auch - aber nur für die Politiker. Wir sitzen heute noch Kohls Fehlentscheidungen aus. Aber: Jeder weiß es besser - hinterher.

Zitat:
Sie machen es sich in diesem Punkt immer wieder leicht. Ich verdiene mein Geld hart und lebe in keinerlei Luxus, da ich ein ehrlicher Mensch bin und ein korrekter Behandler.  Langsam wird es gedankt, da es sich in der Umgebung herumspricht! Ich fahre einen Luxus Seat Inca Transporter, wer sponsort Sportsitze? Zwinkernd


Sie haben den Punkt aber schon verstanden? Sie retten mit Ihrer Behandlung kein Leben oder die langfristige Gesundheit, sondern bieten Dinge an, damit sich der Patient besser fühlt. Da wird von Klientenseite eine falsche Gewichtung gemacht, nicht von Ihrer.

Zitat:
Wenn sich nichts ändert werden wieder Steine fliegen oder schlimmeres passieren.


Zum Beispiel, dass Leute über Diktatur nachdenken, wie Sie oben. Das finde ich ganz schlimm.


Zitat:
Die Steuertricks sind selbst geschaffene Schlupflöcher, die will keiner verschwinden lassen.
Der Staat sollte lieber das Sparen lernen!!! Wir müssen es auch.


Nein, da sind auch arg blauäugig Steuernachlässe gegen vermeintliche Arbeitsplätze getauscht worden. Solche Deals helfen allerdings nicht, wenn der andere sich nicht an die Abmachungen hält und nur mitnimmt, was geht.
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #11 - 25. Juli 2006 um 07:38
 
Zitat:
Zitat:
Wenn sich nichts ändert werden wieder Steine fliegen oder schlimmeres passieren.


Zum Beispiel, dass Leute über Diktatur nachdenken, wie Sie oben. Das finde ich ganz schlimm.


Zitat:
Die Steuertricks sind selbst geschaffene Schlupflöcher, die will keiner verschwinden lassen.
Der Staat sollte lieber das Sparen lernen!!! Wir müssen es auch.


Nein, da sind auch arg blauäugig Steuernachlässe gegen vermeintliche Arbeitsplätze getauscht worden. Solche Deals helfen allerdings nicht, wenn der andere sich nicht an die Abmachungen hält und nur mitnimmt, was geht.


Erstens: Ich möchte keine Diktatur, da ist mal wieder der Zyniker mit mir durchgegangen, aber ich bin wirklich Politik gefrustet und dies obwohl es mich einmal sehr interessiert hat! Ich fühle mich verschaukelt und was man uns grosszügig für die Kinder gibt, wird heimlich hinten wieder abgezogen. Ich nenne das Heuchelei, die ist nicht besser als Dr. Rath!

Zum zweiten Punkt: Das ist nur ein Teil der Gesamtgeschichte.

Zitat:
Zitat:
Sie machen es sich in diesem Punkt immer wieder leicht. Ich verdiene mein Geld hart und lebe in keinerlei Luxus, da ich ein ehrlicher Mensch bin und ein korrekter Behandler.  Langsam wird es gedankt, da es sich in der Umgebung herumspricht! Ich fahre einen Luxus Seat Inca Transporter, wer sponsort Sportsitze? Zwinkernd


Sie haben den Punkt aber schon verstanden? Sie retten mit Ihrer Behandlung kein Leben oder die langfristige Gesundheit, sondern bieten Dinge an, damit sich der Patient besser fühlt. Da wird von Klientenseite eine falsche Gewichtung gemacht, nicht von Ihrer.


Unsere ewige Diskussion zu diesem Thema, deshalb kurz und am Rande:
Ich habe keine Wellnesspraxis, schreibe nicht aus unwissenheit Fachartikel und die Gewichtung meiner Arbeit und meiner Person kommt durch das objektive und subjektive Resultat am Patienten.



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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #12 - 25. Juli 2006 um 08:01
 
go-natural schrieb am 24. Juli 2006 um 23:48:
Dass es sehr viele Politiker gibt, die aktiv in der Politik arbeiten um (auch für den kleinen Mann)was zu verbessern mag durchaus richtig sein. Ich möchte nur gerne wissen, wo diese sich verstecken – oder wohl eher versteckt werden.


Wollen Sie Adressen? Laut lachend

Zitat:
Wenn man einige Sachen so verfolgt, dann braucht man sich über die schlechte Meinung, die „kleine Mann auf der Straße“ von Politikern hat, nicht zu wundern.


Das ist eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Zum einen ist es immer chic, über die da oben zu meckern (verkennend, dass die meisten Politiker aus dem Volk kommen). Dass manche abheben, ist traurig, viele geben sich jedoch gerade im Bereich Kontakt mit der Bevölkerung viel Mühe (Samstage und Sonntage, wenn nicht Sitzungswochen sind, die mit Ausschussarbeit und anderen Tätigkeiten in Berlin oder den Landeshauptstädten gefüllt sind, im Wahlkreis bei Vereinen und Gruppierungen sein). Unter der Woche werden oft Veranstaltungen gemacht, an denen die Bevölkerung aber nicht in dem Ausmass teilnimmt, wie das erforderlich wäre. Ich finde es merkwürdig, wenn Leute viel zu meckern und zu sagen haben, aber dann, wenn es auf der Tagesordnung steht, doch nicht kommen wollen, weil Fußball oder Weggehen oder anderer Kram *wichtiger* ist. Was wollen SIE denn machen, außer den Leuten anzubieten, dass man das behandelt? Wie finden Sie es, wenn man Veranstaltungen zu wichtigen Themen anbietet, auch breit ankündigt, und dann kommen nur die üblichen Verdächtigen? Was würden Sie da anders machen? Ich wäre da für zielführende Vorschläge sehr dankbar.

Zitat:
Sprüche wie von Herrn Koch „Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen“ (Zugegebenermaßen ist mir Koch schon immer unsympathisch gewesen) tun noch ihr übriges.


Zu Koch s.o., da fällt mir nichts mehr ein, aber er wurde gewählt, obwohl mit Gerhard Bökel ein wirklich integrer, sympathischer und fähiger Gegenkandidat da war.

Zitat:
Es ist  Unternehmen möglich, die Verlagerung von Produktionsbetrieben in Ausland steuerlich abzusetzen, (im Grunde bezahlen das die dann gekündigten Arbeitnehmern mit Ihren Steuern).

Wenn sie als Unternehmen in „Schwierigkeiten stecken“ können Sie u.U eine Niederschlagung Ihrer Steuern – auch in Millionenhöhe – beantragen. versuchen Sie das mal als Hartz 4er z.B. mit Ihrer KFZ Steuer in Höhe von 350,00 €

Ganz clevere Unternehmer wir Herr Müller errichten mit EU Unterstützung in 2stelliger Millionenhöhe ein neues Werk im Osten und schaffen damit etwas 170 Arbeitplätze. Dass die ältere Produktionsstätte mit etwa 20 Arbeitnehmern mehr (im Westen) dann geschlossen wird, und diese Arbeiter dann auf der Straße stehen, interessiert offenbar keinen.


Das kann man ganz klar regeln: keine Mittel/Nachlässe, wenn Verlagerungen gemacht werden. Da kann man einfach eine Rückzahlungsklausel (mit Zinsen!) reinpacken. Da haben sich einige täuschen lassen und waren zu blauäugig, s.o.

Zitat:
Ebenso kann es sein, dass der Außenminister mit ein paar Entwicklungshilfe - Milliönchen  im Gepäck im Flugzeug sitzt begleitet von einem deutschen Waffenexportheuer.

Viele Unternehmen klagen immer noch über die „teuren deutschen Mitarbeiter“.
Seltsamerweise werden Produktionen aber so gut wie niemals nach England, Frankreich oder Italien verlegt, sondern ausschließlich nach Osteuropa. Die Lohn-Stück Kosten sind in unserem Lande nämlich gar nicht so hoch. (Natürlich ist Osteuropa immer noch billiger).

Ich bin der Meinung, die wahren Mächtigen in unserem Lande sind nicht die Politiker, sondern die Konzerne. Und zumindest derzeit wird Politik ausschließlich für deren Interessen gemacht.


S.o. Und warum wird das gemacht? Weil die Konzerne SOFORT mit den Arbeitsplätzen drohen. Man weiß, dass sie das können, also ist man erpressbar, weil man die Arbeitsplätze erhalten will. Schon mal so herum gedacht?

Was würden Sie konkret machen in einer solchen Verhandlungssituation?

Zitat:
Politiker wie Ludwig Erhardt, Herbert Wehner, Willy Brand oder auch Walther Scheel, die Politik für Menschen gemacht haben, sind offensichtlich ausgestorben.


Das stimmt nicht. Nur früher konnten die Menschen den Unternehmen damit drohen, nicht zu arbeiten. In einer Zeit, in der Arbeitskräfte gesucht wurden, HIER gesucht wurden, konnte man da anders verhandeln. Man müßte allerdings zur Kenntnis nehmen, dass die Unternehmen oftmals TROTZ Entgegenkommen Leute "freisetzen". Da muss man sich dann fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, nicht den letzten Sozialstandard zu opfern für Dinge, die man eh im Moment nicht aufhalten kann (und die sich wegen der demographischen Entwicklung irgendwann umkehren werden).

Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 23:12 von Hema »  
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #13 - 25. Juli 2006 um 08:07
 
Zitat:
Hema/Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.  
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Das finde ich sehr gut und schliesse mich an, nur leider würden es die "Masse-Mensch" nicht tun, weil auch dem gemeinen Volk die Kohle wichtiger ist, als soziale Begebenheiten.
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Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #14 - 25. Juli 2006 um 09:03
 
Hackethal schrieb am 25. Juli 2006 um 08:07:
Zitat:
Hema/Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.  
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Das finde ich sehr gut und schliesse mich an, nur leider würden es die "Masse-Mensch" nicht tun, weil auch dem gemeinen Volk die Kohle wichtiger ist, als soziale Begebenheiten.


Man sollte da schon unterscheiden zwischen den Menschen, die Probleme haben, den nächsten Monat zu überstehen und der "Geiz ist geil"-Klientel. Menschen, die so rechnen müssen, dass jeder Euro umgedreht wird, können mittel- und langfristige Effekte nicht einkalkulieren, weil sie bis dahin pleite sind. Mir geht es um die Leute, für die Sparsamkeit kein Muss oder Tugend ist, sondern Sport. Die Thunfischdosen nur mit den "schützt Delphine"-Stempel kaufen, denen es aber egal ist, wenn der Nachbar seine Lebensgrundlage verliert.

Da ist die Verantwortung ganz klar bei der (finanziellen) Mittelschicht, weil die einerseits eine relevante Zahl an Menschen darstellt, ausreichend Geld hat und zum anderen mittel- und langfristige Effekte einkalkulieren SOLLTE. Natürlich versucht jeder, möglichst hübsche/nützliche/schmackhafte Dinge zu einem möglichst geringen Preis zu erwerben. Aber man kauft ja nicht nur das Hack zu 2,99 Euro, sondern auch anderes, wenn man schon beim Einkaufen ist. Die Leute sollten das ruhig einmal vergleichen: die Dinge, die tatsächlich jeder braucht wie Milch, Mehl etc. kosten in allen Läden mittlerweile (fast) das selbe. Die Sonderangebote sind auch bei vielen Läden in ähnlichen Regionen. Den Unterschied an der Kasse macht also der Beikauf, da schauen die Leute dann aber nicht mehr so hin, weil sie ja "so viel bei den Sonderangeboten gespart" haben... In der Summe ist es dann oft mehr als wenn man woanders gekauft hätte. Wenn man sich das mal in Ruhe überlegt, müßte da doch was möglich sein.
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Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #15 - 25. Juli 2006 um 09:35
 
Hackethal schrieb am 25. Juli 2006 um 07:38:
Erstens: Ich möchte keine Diktatur, da ist mal wieder der Zyniker mit mir durchgegangen, aber ich bin wirklich Politik gefrustet und dies obwohl es mich einmal sehr interessiert hat!


Da gibt es nur eins: mitmachen und selber tätig werden. Wenn man gute Vorschläge hat, muss man die auch an die richtigen Stellen bringen. Küchengemecker bringt nichts voran.

Zitat:
Ich fühle mich verschaukelt und was man uns grosszügig für die Kinder gibt, wird heimlich hinten wieder abgezogen. Ich nenne das Heuchelei, die ist nicht besser als Dr. Rath!


Wen wählen Sie: den, der eine unangenehme Wahrheit auf den Punkt bringt und sagt, dass er vielleicht keine sofortige Lösung hat (weil es komplex ist oder weil es keine Lösung unter Beibehaltung bestimmter Bedingungen gibt) oder den, der erzählt, er hätte eine Lösung (auch wenn es dann ggf. eine falsche ist)? Das ist alles nicht SO einfach.

Zitat:
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Nehmen Sie das doch mal von Ihrer Person weg. Mir geht es vor allem um die GKV. Angenommen, Sie haben nur 50 Euro und können wählen zwischen einer Impfung fürs Kind für 50 Euro und einer Akupunktur (Sie haben jetzt mal Rückenschmerzen) für 50 Euro. Was würden Sie kaufen? Was würden Sie wollen, dass es ALLEN zur Verfügung steht? Sie würden sich doch sicher für das WICHTIGERE entscheiden?

Darum geht es (mal grob). Die Leute, die 100 Euro haben und sich beides leisten können, jammern, weil sie die 50 Euro in den gemeinsamen Topf zahlen müssen und die 50 Euro für die Akupunktur selber zahlen müssen.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 20:35 von Hema »  
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go-natural
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Geschlecht: male
Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #16 - 26. Juli 2006 um 00:51
 
Zitat:
Das ist eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Zum einen ist es immer chic, über die da oben zu meckern (verkennend, dass die meisten Politiker aus dem Volk kommen). Dass manche abheben, ist traurig, viele geben sich jedoch gerade im Bereich Kontakt mit der Bevölkerung viel Mühe (Samstage und Sonntage, wenn nicht Sitzungswochen sind, die mit Ausschussarbeit und anderen Tätigkeiten in Berlin oder den Landeshauptstädten gefüllt sind, im Wahlkreis bei Vereinen und Gruppierungen sein). Unter der Woche werden oft Veranstaltungen gemacht, an denen die Bevölkerung aber nicht in dem Ausmass teilnimmt, wie das erforderlich wäre. Ich finde es merkwürdig, wenn Leute viel zu meckern und zu sagen haben, aber dann, wenn es auf der Tagesordnung steht, doch nicht kommen wollen, weil Fußball oder Weggehen oder anderer Kram *wichtiger* ist. Was wollen SIE denn machen, außer den Leuten anzubieten, dass man das behandelt? Wie finden Sie es, wenn man Veranstaltungen zu wichtigen Themen anbietet, auch breit ankündigt, und dann kommen nur die üblichen Verdächtigen? Was würden Sie da anders machen? Ich wäre da für zielführende Vorschläge sehr dankbar.
Das hat mit meckern über die da oben überhaupt nichts zu tun.
Ausschussarbeit - anderen Tätigkeiten in Berlin – Veranstaltungen (schicke Henkel - Vorstandpartys) … ich behaupte nicht, dass unsere Politiker faul sind. Sie sind eher aufgrund des vollen Terminkalenders nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche – Ihren Wählerauftrag -  zu konzentrieren. Die sind nach einigen Monaten in den Parlamenten gedanklich kilometerweit von Ihren Wählern entfernt.
(Was sich nach etwa 4 Jahren wieder schlagartig ändern kann). Lassen sie die Damen und Herren doch mindestens 25% Ihrer Zeit im Büro in Ihrem Wahlkreis verbringen. Vielleicht bringt das etwas an Bodenhaftung zurück.



Zitat:
Das kann man ganz klar regeln: keine Mittel/Nachlässe, wenn Verlagerungen gemacht werden. Da kann man einfach eine Rückzahlungsklausel (mit Zinsen!) reinpacken. Da haben sich einige täuschen lassen und waren zu blauäugig, s.o.

Das möchte erleben, dass das  umgesetzt wird.
Im Übrigen glaube ich nicht dass da jemand blauäugig war. Das ist wohl ehr das Ergebnis erfolgreicher Lobbyistenarbeit.


Zitat:
S.o. Und warum wird das gemacht? Weil die Konzerne SOFORT mit den Arbeitsplätzen drohen. Man weiß, dass sie das können, also ist man erpressbar, weil man die Arbeitsplätze erhalten will. Schon mal so herum gedacht?
Verstehe. Macht man braucht nur mit Arbeitsplatzabbau zu drohen, und schon gibt die Politik klein bei. (Das läuft schon jahrelang so, soll das ewig so weitergehen?)  Wie ich schon sagte, die Macht in unserem Lande liegt bei den Konzernen.
Im Übrigen werden die Arbeitsplätze so oder so abgebaut. Ertragsteigerung um jeden Preis ist das Einzige was heute zählt. Es gibt keine Konzernlenker mehr sondern nur noch Gewinnmaximierer zu Gunsten der Großaktionäre.
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #17 - 26. Juli 2006 um 07:45
 
go-natural schrieb am 26. Juli 2006 um 00:51:
Das hat mit meckern über die da oben überhaupt nichts zu tun.
Ausschussarbeit - anderen Tätigkeiten in Berlin – Veranstaltungen (schicke Henkel - Vorstandpartys) … ich behaupte nicht, dass unsere Politiker faul sind.


Sorry - das sind wieder Klischees. Das ist das Bild, das vielleicht in Vorabendserien etc. verbreitet wird, das hat aber mit der Realität wenig zu tun. Natürlich gibt es Partys, Empfänge und Feierlichkeiten. Aber die treten zahlenmäßig in den Hintergrund gegen die Anwesenheit z.B. beim Geflügelzuchtverein und den Veranstaltungen vor Ort, dem Auftritt bei z.B. Podiumsdiskussionen vor Ort und anderen Tätigkeiten, die eben dem Kontakt zu den verschiedensten Bevölkerungskreisen dienen. Jeder Bürger kann z.B. hier im Sitzungskalender des Deutschen Bundestages nachschauen, wann seine Abgeordneten in Berlin sind und wann sie im Wahlkreis sind. Jeder Bürger kann eine Veranstaltung (dann aber bitte mit rechtzeitiger Ankündigung in der Lokalpresse, damit auch andere Bürger etwas davon haben bzw. kommen können: also einen entsprechend großen Raum anmieten/zur Verfügung stellen etc) organisieren und z.B. die Vertreter verschiedener Parteien einladen, um sich auch außerhalb der Wahlkampfzeit über deren Arbeit unterrichten zu lassen. Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man es als Politiker irgendwie nie richtig machen kann: geht man zu Veranstaltungen, bei denen einflußreichere Leute auf den verschiedensten Ebenen unserer Gesellschaft anwesend sind, dann ist das "Kungelei mit den Mächtigen", geht man nicht hin, hat man "keine Kontakte". Geht man zum Geflügelzuchtverein, dann ist das "Anbiederung", geht man nicht hin, dann ist man "arrogant und abgehoben".
Sie verstehen? WIE also soll man es richtig machen? Ich bitte um konkrete Vorschläge.

Zitat:
Sie sind eher aufgrund des vollen Terminkalenders nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche – Ihren Wählerauftrag -  zu konzentrieren.


Aha - wieder die Zwickmühle: hat man einen vollen Terminkalender, ist man "nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren". Hat man keinen vollen Terminkalender, ist man "faul". Was nun? Geht nicht beides gleichzeitig.

Ein Abgeordneter hat ja auch Mitarbeiter in Berlin (nehmen wir mal die MdBs) und im Wahlkreis. Die bereiten auch für ihn vor. Dann die Leute, die die Ausschusssitzungen vorbereiten: auch die arbeiten den Abgeordneten zu.

Definieren Sie bitte "Umsetzung des Wählerauftrages". WIE soll das konkret gemacht werden, was gehört an Tätigkeiten Ihrer Meinung nach konkret dazu?

Zitat:
Die sind nach einigen Monaten in den Parlamenten gedanklich kilometerweit von Ihren Wählern entfernt.


Wie viele Abgeordnete der verschiedenen Ebenen kennen Sie PERSÖNLICH? Woher wissen Sie das so genau? Oder ist das nicht wieder das Klischee? Meinen Sie nicht, dass der Kontakt zum Bürger vor Ort ganz flott zurückholt? Meinen Sie nicht, dass nicht genau das immer vorgeworfen wird?

Zitat:
(Was sich nach etwa 4 Jahren wieder schlagartig ändern kann). Lassen sie die Damen und Herren doch mindestens 25% Ihrer Zeit im Büro in Ihrem Wahlkreis verbringen. Vielleicht bringt das etwas an Bodenhaftung zurück.


Siehe Sitzungskalender 2006. 22 Sitzungswochen. Abzüglich 4 Wochen Urlaub (die darf der Abgeordnete wie jeder andere Bürger auch haben? Wobei bei aktuellen Ereignissen auch schon mal aus dem Urlaub zurückbeordert werden kann... das haben Sie als Normalbürger nicht, dass man Sie von Ihrem Handtuch am Strand wegholt...) sind das 26 Wochen, also die Hälfte des Jahres, die der Abgeordnete im Wahlkreis ist. Ihre Forderung ist also übererfüllt. Und nu? Schon mal wirklich gesehen, wo und was die Abgeordneten so alles machen?

Zitat:
Das möchte erleben, dass das  umgesetzt wird.
Im Übrigen glaube ich nicht dass da jemand blauäugig war. Das ist wohl ehr das Ergebnis erfolgreicher Lobbyistenarbeit.


Das wird umgesetzt werden müssen. Steuergelder abgreifen, ohne reelle Gegenleistungen auch nachhaltig zu erfüllen, kann sich dieser Staat nicht leisten. Das sind Umverteilungen, die nicht tragfähig und auch für den Wähler nicht nachvollziehbar sind. Der Bund der Steuerzahler gibt da ja auch immer wieder Anregungen. Ansonsten, um das zusätzlich zu beschleunigen, machen Sie doch eine Petition. Kann nichts schaden.

Zitat:
Verstehe. Macht man braucht nur mit Arbeitsplatzabbau zu drohen, und schon gibt die Politik klein bei. (Das läuft schon jahrelang so, soll das ewig so weitergehen?)  Wie ich schon sagte, die Macht in unserem Lande liegt bei den Konzernen.
Im Übrigen werden die Arbeitsplätze so oder so abgebaut. Ertragsteigerung um jeden Preis ist das Einzige was heute zählt. Es gibt keine Konzernlenker mehr sondern nur noch Gewinnmaximierer zu Gunsten der Großaktionäre.


Ich würde mir da auch etwas mehr langfristiges Denken wünschen.
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Hackethal
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #18 - 27. Juli 2006 um 08:03
 
Zitat:
Politiker fordern Hitze-Siesta

Die anhaltende Hitze sorgt für Erfindungsreichtum, wenn es um Möglichkeiten der Entspannung geht - auch bei Politikern: Der ehemalige SPD-Generalsekretär Benneter und Grünen-Fraktionsvize Ströbele fordern die Einführung einer langen Mittagspause.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,428762,00.html
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #19 - 27. Juli 2006 um 10:28
 
Na, ob DAS die angeschnittenen Probleme lösen wird? Oder darf ich das als Beitrag verstehen, wie Politiker ihre Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern können?

Spaß beiseite:

Wenn wer gute Ideen hat, wie die Menschen wieder mehr für politische Veranstaltungen, Wahlen (es gibt ja sehr viele Nichtwähler leider mittlerweile) etc. zu "kriegen" sind, bin ich sehr gespannt.

Warum kommen die Leute nicht zu Infoveranstaltungen, wo sie ihre direkten Belange diskutieren können?
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