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Politik / Sozialsystem (Gelesen: 125016 mal)
Hema
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Politik / Sozialsystem
24. Juli 2006 um 21:31
 
Hackethal schrieb am 24. Juli 2006 um 20:14:
Unser altes System, welches exelent war, ist dem Tod geweiht. Damit werden wir uns abfinden müssen.


Wenn Jeder so denkt und nur seine Schäfchen ins Trockene bringen will, wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Zitat:
Es wird gerade von unfähigen, korrupten Potikern und Sozialschmarotzeren zerstört. Schade!


Ein beliebtes Klischee.

Definieren Sie mal Sozialschmarotzer.

Und überlegen Sie mal, wie die Politik in einer Demokratie BESSER zu regeln wäre. Zum Beispiel, indem Sie selber mal politisch in einer Partei aktiv werden. Dann werden Sie nämlich lernen, wie schwierig zum Teil die Interessenabwägungen sind. Natürlich gibt es "korrupte Politiker", so wie es in allen Bereichen schwarze Schafe gibt. In einer Demokratie werden sie jedoch mit etwas Glück entdeckt und das wars dann. Wenn die Leute so jemanden dann allerdings wiederwälen, OBWOHL sie um darum wissen, kann man ihnen schlecht helfen, ist ja auch schon vorgekommen. Allen anderen, denjenigen, die hart und lange und bemüht arbeiten und dann trotzdem auch für Sachen, die sie nicht selber "verbockt" haben am Infostand von jedem Bürger zusammenge********, zum Teil sogar körperlich bedroht werden, trotzdem die Haltung bewahren, tun Sie bitter Unrecht. Da sag ich nur: wenn Sie Patentrezepte haben und ALLES besser wissen und auch umsetzen könnten, RESPEKT, dann zeigen Sie das aber auch, s.o. Aber ich sag Ihnen auch gleich: das ist nicht "Simcity", das ist viel komplexer und neu anfangen kann man auch nicht.

Man erwartet, dass Politiker Generalisten, also keine Spezialisten, sind. Unsere Gesellschaft ist im Grunde wesentlich zu komplex, dass jeder über alles in der gleichen Durchdringungstiefe kompetent ist. Was man von Politikern erwarten kann ist, dass sie sich Informationen bei kompetenten Leuten holen und diese in gesellschaftliche Lösungen umsetzen. Nur: was ist, wenn Experten es auch nicht besser wissen, weil die Fortschreibungen in die Zukunft nicht dem Problem gerecht werden, weil Neues erforderlich ist? Oder wenn das Problem nur in der Weise zu lösen wäre, dass derjenige, der diese Lösung vorschlägt, abgewählt wird? Was ist, wenn die Lösung dem Wähler nicht gefällt, weil in der Vergangenheit der Weg des geringsten Widerstandes und der großen Versprechungen gewählt wurde, der Wähler also mit Illusionen geködert wurde? Oder mit Sachen, die die Nachfahren bezahlen müssen?

Unsere Gesellschaft ändert sich, wie das schon viele Male zuvor der Fall war. Schauen Sie mal in die Geschichte. Meinen Sie, dass die vorherigen Übergänge wie der von der Stände- zur Industriegesellschaft völlig unproblematisch waren? Oder dass diejenigen, die zu dieser Zeit lebten, genau wußten, was kommen würde? Wenn wir wissen, was wir wollen und richtig entscheiden, was wichtig ist für die Zukunft, müssen wir uns auch so verhalten, dass das möglich werden kann.

Das betrifft die Leute, die ohne Not Sozialleistungen in Anspruch nehmen genauso wie die Leute, die ohne Not Schwarzarbeit fördern (die z.B. den Handwerker nicht ordentlich bezahlen wollen, weil es bei begrenzten Mitteln ein Angeber-Auto sein muss oder der Luxus-Urlaub oder die Chanel-Klamotte). Oder die bei den Krankenkassenbeiträgen ächzen, aber hunderte Euro für Wellness- und Scharlatan-Angeboten ausgeben. Oder diejenigen, die bessere Schulen wollen, aber den "Großen Steuer-Konz" auswendig kennen und IHR Kind dann lieber auf eine Privatschule geben. Diese Leute verkennen, dass auch der Wohlhabende seinen Wohlstand nicht in Ruhe genießen kann, wenn die Gesellschaft so ungleich ist, dass der Wohlhabende sich abgrenzen und schützen muss. Wenn genügend Menschen nur den direkten Eigennutz im Auge haben, kehrt in die Gesellschaft das "Recht (und Unrecht) des Stärkeren" ein. Oder diejenigen, die um die Energieprobleme wissen, die in Zukunft auf uns zukommen, und TROTZDEM das Auto zum Bäcker nehmen. Das alles KANN langfristig in NIEMANDES Interesse sein, denn diesmal kann niemand auswandern wie zu früheren Zeiten. Wir sind eine Welt, auf Gedeih und Verderb.

Was WIR machen können: darauf achten, dass wieder das große Ganze mehr gesehen wird und auch versuchen, dies umzusetzen. Gesellschaftlich schädliches Verhalten selber unterlassen und dies auch beim Nächsten anmahnen und nicht als Kavaliersdelikt sehen, heimlich bewundern oder demjenigen gegenüber auch noch Respekt für sein unsoziales Verhalten zollen. Mal überlegen, ob es nun der ausgebuffteste Steuertrick sein muss, ob man dem Jugendlichen, der was kaputtmacht, rumspuckt oder jemanden anpöbelt, nicht mal zur Ordnung ruft, ob man auf einer Party nun denjenigen, der das dickste Auto hat, bewundern muss usw.

Es gibt viel zu tun. Packen wirs an.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 23:01 von Hema »  
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #1 - 24. Juli 2006 um 22:45
 
Das war das Wort zum Montag.

Bin ich Politiker oder Sie?

Ich trage meine Anteil ind sozialer Hilfe seit Jahren und habe das Sozialsystem bis auf Kindergeld nie beansprucht.

Schön wenn Sie es auch verbessern möchten! Smiley
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #2 - 24. Juli 2006 um 23:08
 
Zitat:
nd überlegen Sie mal, wie die Politik in einer Demokratie BESSER zu regeln wäre. Zum Beispiel, indem Sie selber mal politisch in einer Partei aktiv werden. Dann werden Sie nämlich lernen, wie schwierig zum Teil die Interessenabwägungen sind.


Da ist die Diktatur einfacher und unsere Demokratie behindert sich momentan selbst! Wo ist eine Leitperson mit Handlungsgewalt? Angela?

Zitat:
Natürlich gibt es "korrupte Politiker", so wie es in allen Bereichen schwarze Schafe gibt.


Deswegen darf ein Politiker keine „Schreibtische“ in grossen Wirtschaftsunternehmen haben!

Zitat:
gibt es "korrupte Politiker", so wie es in allen Bereichen schwarze Schafe gibt. In einer Demokratie werden sie jedoch mit etwas Glück entdeckt und das wars dann. Wenn die Leute so jemanden dann allerdings wiederwälen, OBWOHL sie um darum wissen, kann man ihnen schlecht helfen, ist ja auch schon vorgekommen.


Sehen Sie, Sie halten die Menschen für nicht intelligent.


Zitat:
Da sag ich nur: wenn Sie Patentrezepte haben und ALLES besser wissen und auch umsetzen könnten, RESPEKT, dann zeigen Sie das aber auch, s.o. Aber ich sag Ihnen auch gleich: das ist nicht "Simcity", das ist viel komplexer und neu anfangen kann man auch nicht.


Das habe ich nie behauptet. Es geht i.e.L. um das Geld in Politik und Wirtschaft, das ist das Problem.


Zitat:
Man erwartet, dass Politiker Generalisten, also keine Spezialisten, sind.


Deswegen haben die Politiker im Gesundheitsbereich u.a. Gebieten keine Ahnung, weil sie aus ganz anderen Richtungen kamen. Frau Schmitt sollte mal im Altenheim arbeiten! Da kann Sie sie sich völlig Generalisieren und erstmal die Bettpfannen reinigen.

Zitat:
Unsere Gesellschaft ist im Grunde wesentlich zu komplex, dass jeder über alles in der gleichen Durchdringungstiefe kompetent ist. Was man von Politikern erwarten kann ist, dass sie sich Informationen bei kompetenten Leuten holen und diese in gesellschaftliche Lösungen umsetzen.


Da haben wir den Kasus! Alle 4 Jahre dürfen wir die Wahl haben. Es erfolgt ein Politscher Wechsel.
Werden die Berater im Backround auch gewechselt? NEIN! Wem wird es jetzt Licht? Die Berater bleiben und ihre schlechten Ideen auch. Erklären Sie mir mal bitte wie das mit den Beratern in der Politik genau Läuft und machen Sie uns „Wirtschaftsweise.“

Zitat:
Nur: was ist, wenn Experten es auch nicht besser wissen, weil die Fortschreibungen in die Zukunft nicht dem Problem gerecht werden, weil Neues erforderlich ist?


Mehr Mut muss her. Wir brauen Veränderung und die ist nicht kuschelig und schon gar nicht Wählerfreundlich! Wo finden sich neue Experten? Ideen gibts genug!



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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #3 - 24. Juli 2006 um 23:19
 
Zitat:
Was ist, wenn die Lösung dem Wähler nicht gefällt, weil in der Vergangenheit der Weg des geringsten Widerstandes und der großen Versprechungen gewählt wurde, der Wähler also mit Illusionen geködert wurde? Oder mit Sachen, die die Nachfahren bezahlen müssen?



Das ist ein schlimmer Punkt. Meine Kinder sitzen auf dem ganzen Schuldenberg.
Irgendwann bekommen wir Fördergelder aus der EU-Kasse, oder auch nicht!

Zitat:
Oder die bei den Krankenkassenbeiträgen ächzen, aber hunderte Euro für Wellness- und Scharlatan-Angeboten ausgeben.


Sie machen es sich in diesem Punkt immer wieder leicht. Ich verdiene mein Geld hart und lebe in keinerlei Luxus, da ich ein ehrlicher Mensch bin und ein korrekter Behandler.  Langsam wird es gedankt, da es sich in der Umgebung herumspricht! Ich fahre einen Luxus Seat Inca Transporter, wer sponsort Sportsitze? Zwinkernd

Zitat:
Das alles KANN langfristig in NIEMANDES Interesse sein, denn diesmal kann niemand auswandern wie zu früheren Zeiten. Wir sind eine Welt, auf Gedeih und Verderb.


Wenn sich nichts ändert werden wieder Steine fliegen oder schlimmeres passieren.


Zitat:
Was WIR machen können: darauf achten, dass wieder das große Ganze mehr gesehen wird und auch versuchen, dies umzusetzen. Gesellschaftlich schädliches Verhalten selber unterlassen und dies auch beim Nächsten anmahnen und nicht als Kavaliersdelikt sehen, heimlich bewundern oder demjenigen gegenüber auch noch Respekt für sein unsoziales Verhalten zollen.


Das unterschreibe ich und stehe voll mit Ihrem Engagement!

Zitat:
Mal überlegen, ob es nun der ausgebuffteste Steuertrick sein muss, ob man dem Jugendlichen, der was kaputtmacht, rumspuckt oder jemanden anpöbelt, nicht mal zur Ordnung ruft, ob man auf einer Party nun denjenigen, der das dickste Auto hat, bewundern muss usw.


Die Steuertricks sind selbst geschaffene Schlupflöcher, die will keiner verschwinden lassen.
Der Staat sollte lieber das Sparen lernen!!! Wir müssen es auch.

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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #4 - 24. Juli 2006 um 23:48
 
Zitat:
...Allen anderen, denjenigen, die hart und lange und bemüht arbeiten und dann trotzdem auch für Sachen, die sie nicht selber "verbockt" haben am Infostand von jedem Bürger zusammenge********, zum Teil sogar körperlich bedroht werden, trotzdem die Haltung bewahren müssen, tun Sie bitter Unrecht.
Dass es sehr viele Politiker gibt, die aktiv in der Politik arbeiten um (auch für den kleinen Mann)was zu verbessern mag durchaus richtig sein. Ich möchte nur gerne wissen, wo diese sich verstecken – oder wohl eher versteckt werden.

Wenn man einige Sachen so verfolgt, dann braucht man sich über die schlechte Meinung, die „kleine Mann auf der Straße“ von Politikern hat, nicht zu wundern.
Sprüche wie von Herrn Koch „Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen“ (Zugegebenermaßen ist mir Koch schon immer unsympathisch gewesen) tun noch ihr übriges.

Um nur einige Beispiele zu nennen:

Es ist  Unternehmen möglich, die Verlagerung von Produktionsbetrieben in Ausland steuerlich abzusetzen, (im Grunde bezahlen das die dann gekündigten Arbeitnehmern mit Ihren Steuern).  

Wenn sie als Unternehmen in „Schwierigkeiten stecken“ können Sie u.U eine Niederschlagung Ihrer Steuern – auch in Millionenhöhe – beantragen. versuchen Sie das mal als Hartz 4er z.B. mit Ihrer KFZ Steuer in Höhe von 350,00 €

Ganz clevere Unternehmer wir Herr Müller errichten mit EU Unterstützung in 2stelliger Millionenhöhe ein neues Werk im Osten und schaffen damit etwas 170 Arbeitplätze. Dass die ältere Produktionsstätte mit etwa 20 Arbeitnehmern mehr (im Westen) dann geschlossen wird, und diese Arbeiter dann auf der Straße stehen, interessiert offenbar keinen.

Ebenso kann es sein, dass der Außenminister mit ein paar Entwicklungshilfe - Milliönchen  im Gepäck im Flugzeug sitzt begleitet von einem deutschen Waffenexportheuer.

Viele Unternehmen klagen immer noch über die „teuren deutschen Mitarbeiter“.
Seltsamerweise werden Produktionen aber so gut wie niemals nach England, Frankreich oder Italien verlegt, sondern ausschließlich nach Osteuropa. Die Lohn-Stück Kosten sind in unserem Lande nämlich gar nicht so hoch. (Natürlich ist Osteuropa immer noch billiger).

Ich bin der Meinung, die wahren Mächtigen in unserem Lande sind nicht die Politiker, sondern die Konzerne. Und zumindest derzeit wird Politik ausschließlich für deren Interessen gemacht.
Politiker wie Ludwig Erhardt, Herbert Wehner, Willy Brand oder auch Walther Scheel, die Politik für Menschen gemacht haben, sind offensichtlich ausgestorben.
Und Unternehmer, die Arbeitgeben mit sozialer Verantwortung verbanden, ebenfalls.
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #5 - 25. Juli 2006 um 00:03
 
Zitat:
Ich bin der Meinung, die wahren Mächtigen in unserem Lande sind nicht die Politiker, sondern die Konzerne. Und zumindest derzeit wird Politik ausschließlich für deren Interessen gemacht.

Die Quittung der Maximierung wird kommen, wenn (HIER) keiner mehr konsumieren kann oder vielleicht will? Wir haben auch einiges in der Hand, man muss es nur mobilisieren. Zwinkernd

Zitat:
Sprüche wie von Herrn Koch „Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen“
...

Zitat:
Wenn sie als Unternehmen in „Schwierigkeiten stecken“ können Sie u.U eine Niederschlagung Ihrer Steuern – auch in Millionenhöhe – beantragen. versuchen Sie das mal als Hartz 4er z.B. mit Ihrer KFZ Steuer in Höhe von 350,00 €


Da muss man nicht nur Hartz4ler sein, das geht als Ein-Mann-Betrieb wie ich auch ganz schnell bergab, und da gibts keine Hilfe und bei tausenden anderer Beispiel auch nicht.
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go-natural
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #6 - 25. Juli 2006 um 00:13
 
Zitat:
Wir haben auch einiges in der Hand, man muss es nur mobilisieren.
.. das geht aber nur wenn nicht gerade die Sportschau im Fernsehen läuft. Die ist den meisten (Männer?) wohl bedeutend wichtiger als jegliche politische Sendung. (Was mich bei den meist geladenen Politikern nicht mal wundert).
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #7 - 25. Juli 2006 um 00:19
 
Die politischen Sendungen interssieren mich auch kaum noch. Warum? Weil bei aller Diskussion nichts passiert. Das ist selbstgenügende Show. America grüsst und Schröder war ein Vorreiter des "American Way Of Political Brodway" und denoch besser als Non-Charisma-Merkel. Hier wird Demokratie geheuchelt.

Wie wären Volksabstimmungen wie in der Schweiz? Dann hätten wir noch keinen Euro  Laut lachend
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Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #8 - 25. Juli 2006 um 07:19
 
Jetzt sollten wir wohl einen eigenen thread aufmachen...

Hackethal schrieb am 24. Juli 2006 um 23:08:
Da ist die Diktatur einfacher und unsere Demokratie behindert sich momentan selbst! Wo ist eine Leitperson mit Handlungsgewalt? Angela?


Das kann nicht Ihr Ernst sein. Natürlich geht es "schneller", wenn nicht viele entscheiden (wollen) und auch gehört werden (müssen). Es geht aber nicht nur schneller in die "richtige", sondern auch in die "falsche" Richtung. Zudem sorgt in einer Diktatur derjenige, der das Sagen hat, dafür, dass es so bleibt, meist mit Gewalt. Da ist nicht mit Meckern. Von den sonstigen Problemen ganz zu schweigen. Zeigen Sie mir EINE Diktatur, die positiv für das Volk war.

Zitat:
Deswegen darf ein Politiker keine „Schreibtische“ in grossen Wirtschaftsunternehmen haben!


Konsens. Ich bin ein Fan von "gläsernen Abgeordneten" (so was gibt es!), die so etwas nicht machen. Die Regelungen sind übrigens verschärft worden nach meiner Kenntnis.

Zitat:
Sehen Sie, Sie halten die Menschen für nicht intelligent.


Ich lebe in Hessen. Da kann man das live erleben. [Stichwort Koch-Wiederwahl]


Zitat:
Das habe ich nie behauptet. Es geht i.e.L. um das Geld in Politik und Wirtschaft, das ist das Problem.


Deswegen muss man das entflechten/gar nicht erst zulassen. Zusatzeinkünfte für Abgeordnete sollten nicht zulässig sein.

Zitat:
Deswegen haben die Politiker im Gesundheitsbereich u.a. Gebieten keine Ahnung, weil sie aus ganz anderen Richtungen kamen. Frau Schmitt sollte mal im Altenheim arbeiten! Da kann Sie sie sich völlig Generalisieren und erstmal die Bettpfannen reinigen.


Sie wissen aber schon, wie ich das mit "Generalisten" gemeint habe?

Zitat:
Da haben wir den Kasus! Alle 4 Jahre dürfen wir die Wahl haben. Es erfolgt ein Politscher Wechsel.
Werden die Berater im Backround auch gewechselt? NEIN! Wem wird es jetzt Licht? Die Berater bleiben und ihre schlechten Ideen auch. Erklären Sie mir mal bitte wie das mit den Beratern in der Politik genau Läuft und machen Sie uns „Wirtschaftsweise.“


Das hat eben *auch* mit der Komplexität zu tun. Ein gutes Ministerium ist eines, das auch bei einem schlechten Chef gute Arbeit leistet. Längerdauernde Fehlbesetzungen verträgt aber auch das beste Ministerium nicht, weil dann bei den hausinternen Neu- und Umbesetzungen falsche Entscheidungen getroffen werden oder falsche Vorgaben sich nicht mehr "hinbiegen" lassen. Externe Berater sind noch mal getrennt zu betrachten, da sind einige Politiker auch argen Blendern aufgesessen.

Zitat:
Mehr Mut muss her. Wir brauen Veränderung und die ist nicht kuschelig und schon gar nicht Wählerfreundlich! Wo finden sich neue Experten? Ideen gibts genug!


Das ist ja meine Rede seit geraumer Zeit: notwendige Veränderungen sorgfältig durchdenken, erst Lösungen gründlich abwägen und dann handeln, auch wenn die Lösungen schwierig sind. Nichts ist für den Wähler unverständlicher, als wenn mal hier, mal da gesägt wird und der Wald an Problemen bleibt. Die Menschen sind in der Lage zu verstehen, dass bestimmte Sachen nicht (mehr) gehen und dass Änderungen notwendig sind, weil die Probleme auch auf die lange Bank geschoben wurden.

Das mit den neuen Experten ist nicht so einfach. Ideen gibt es, ja, aber aus diesen Ideen die RICHTIGEN herauszufinden, ist nicht so einfach (auch wenn man mal davon absieht, dass andere Menschen andere Ideen präferieren würden). Nicht jede nicht wählerfreundliche Idee ist auch eine zukunftsträchtige, nicht jede Sparidee rechnet sich mittel- und langfristig, ... Dieses "Filtern" ist ja das, was gerade stattfindet.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 23:10 von Hema »  
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #9 - 25. Juli 2006 um 07:24
 
Dann wünsche ich Ihnen von Herzen Erfolg beim Ihrer Arbeit, zu unser aller nutzen! Smiley

Anm. Das die "Masse Mensch" leider regiert werden muss ist mir (leider) auch bewusst.
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #10 - 25. Juli 2006 um 07:31
 
Hackethal schrieb am 24. Juli 2006 um 23:19:
Das ist ein schlimmer Punkt. Meine Kinder sitzen auf dem ganzen Schuldenberg.
Irgendwann bekommen wir Fördergelder aus der EU-Kasse, oder auch nicht!


Das finde ich qauch schlimm. Das sind aber vor allem die unnötigen Ausgaben der 80er, als man den demographischen und Wechsel in der Arbeit schon sehen konnte, aber darauf beharrte, dass dies ein temporäres Problem wäre. Das war es auch - aber nur für die Politiker. Wir sitzen heute noch Kohls Fehlentscheidungen aus. Aber: Jeder weiß es besser - hinterher.

Zitat:
Sie machen es sich in diesem Punkt immer wieder leicht. Ich verdiene mein Geld hart und lebe in keinerlei Luxus, da ich ein ehrlicher Mensch bin und ein korrekter Behandler.  Langsam wird es gedankt, da es sich in der Umgebung herumspricht! Ich fahre einen Luxus Seat Inca Transporter, wer sponsort Sportsitze? Zwinkernd


Sie haben den Punkt aber schon verstanden? Sie retten mit Ihrer Behandlung kein Leben oder die langfristige Gesundheit, sondern bieten Dinge an, damit sich der Patient besser fühlt. Da wird von Klientenseite eine falsche Gewichtung gemacht, nicht von Ihrer.

Zitat:
Wenn sich nichts ändert werden wieder Steine fliegen oder schlimmeres passieren.


Zum Beispiel, dass Leute über Diktatur nachdenken, wie Sie oben. Das finde ich ganz schlimm.


Zitat:
Die Steuertricks sind selbst geschaffene Schlupflöcher, die will keiner verschwinden lassen.
Der Staat sollte lieber das Sparen lernen!!! Wir müssen es auch.


Nein, da sind auch arg blauäugig Steuernachlässe gegen vermeintliche Arbeitsplätze getauscht worden. Solche Deals helfen allerdings nicht, wenn der andere sich nicht an die Abmachungen hält und nur mitnimmt, was geht.
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Hackethal
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #11 - 25. Juli 2006 um 07:38
 
Zitat:
Zitat:
Wenn sich nichts ändert werden wieder Steine fliegen oder schlimmeres passieren.


Zum Beispiel, dass Leute über Diktatur nachdenken, wie Sie oben. Das finde ich ganz schlimm.


Zitat:
Die Steuertricks sind selbst geschaffene Schlupflöcher, die will keiner verschwinden lassen.
Der Staat sollte lieber das Sparen lernen!!! Wir müssen es auch.


Nein, da sind auch arg blauäugig Steuernachlässe gegen vermeintliche Arbeitsplätze getauscht worden. Solche Deals helfen allerdings nicht, wenn der andere sich nicht an die Abmachungen hält und nur mitnimmt, was geht.


Erstens: Ich möchte keine Diktatur, da ist mal wieder der Zyniker mit mir durchgegangen, aber ich bin wirklich Politik gefrustet und dies obwohl es mich einmal sehr interessiert hat! Ich fühle mich verschaukelt und was man uns grosszügig für die Kinder gibt, wird heimlich hinten wieder abgezogen. Ich nenne das Heuchelei, die ist nicht besser als Dr. Rath!

Zum zweiten Punkt: Das ist nur ein Teil der Gesamtgeschichte.

Zitat:
Zitat:
Sie machen es sich in diesem Punkt immer wieder leicht. Ich verdiene mein Geld hart und lebe in keinerlei Luxus, da ich ein ehrlicher Mensch bin und ein korrekter Behandler.  Langsam wird es gedankt, da es sich in der Umgebung herumspricht! Ich fahre einen Luxus Seat Inca Transporter, wer sponsort Sportsitze? Zwinkernd


Sie haben den Punkt aber schon verstanden? Sie retten mit Ihrer Behandlung kein Leben oder die langfristige Gesundheit, sondern bieten Dinge an, damit sich der Patient besser fühlt. Da wird von Klientenseite eine falsche Gewichtung gemacht, nicht von Ihrer.


Unsere ewige Diskussion zu diesem Thema, deshalb kurz und am Rande:
Ich habe keine Wellnesspraxis, schreibe nicht aus unwissenheit Fachartikel und die Gewichtung meiner Arbeit und meiner Person kommt durch das objektive und subjektive Resultat am Patienten.



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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #12 - 25. Juli 2006 um 08:01
 
go-natural schrieb am 24. Juli 2006 um 23:48:
Dass es sehr viele Politiker gibt, die aktiv in der Politik arbeiten um (auch für den kleinen Mann)was zu verbessern mag durchaus richtig sein. Ich möchte nur gerne wissen, wo diese sich verstecken – oder wohl eher versteckt werden.


Wollen Sie Adressen? Laut lachend

Zitat:
Wenn man einige Sachen so verfolgt, dann braucht man sich über die schlechte Meinung, die „kleine Mann auf der Straße“ von Politikern hat, nicht zu wundern.


Das ist eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Zum einen ist es immer chic, über die da oben zu meckern (verkennend, dass die meisten Politiker aus dem Volk kommen). Dass manche abheben, ist traurig, viele geben sich jedoch gerade im Bereich Kontakt mit der Bevölkerung viel Mühe (Samstage und Sonntage, wenn nicht Sitzungswochen sind, die mit Ausschussarbeit und anderen Tätigkeiten in Berlin oder den Landeshauptstädten gefüllt sind, im Wahlkreis bei Vereinen und Gruppierungen sein). Unter der Woche werden oft Veranstaltungen gemacht, an denen die Bevölkerung aber nicht in dem Ausmass teilnimmt, wie das erforderlich wäre. Ich finde es merkwürdig, wenn Leute viel zu meckern und zu sagen haben, aber dann, wenn es auf der Tagesordnung steht, doch nicht kommen wollen, weil Fußball oder Weggehen oder anderer Kram *wichtiger* ist. Was wollen SIE denn machen, außer den Leuten anzubieten, dass man das behandelt? Wie finden Sie es, wenn man Veranstaltungen zu wichtigen Themen anbietet, auch breit ankündigt, und dann kommen nur die üblichen Verdächtigen? Was würden Sie da anders machen? Ich wäre da für zielführende Vorschläge sehr dankbar.

Zitat:
Sprüche wie von Herrn Koch „Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche fragen“ (Zugegebenermaßen ist mir Koch schon immer unsympathisch gewesen) tun noch ihr übriges.


Zu Koch s.o., da fällt mir nichts mehr ein, aber er wurde gewählt, obwohl mit Gerhard Bökel ein wirklich integrer, sympathischer und fähiger Gegenkandidat da war.

Zitat:
Es ist  Unternehmen möglich, die Verlagerung von Produktionsbetrieben in Ausland steuerlich abzusetzen, (im Grunde bezahlen das die dann gekündigten Arbeitnehmern mit Ihren Steuern).

Wenn sie als Unternehmen in „Schwierigkeiten stecken“ können Sie u.U eine Niederschlagung Ihrer Steuern – auch in Millionenhöhe – beantragen. versuchen Sie das mal als Hartz 4er z.B. mit Ihrer KFZ Steuer in Höhe von 350,00 €

Ganz clevere Unternehmer wir Herr Müller errichten mit EU Unterstützung in 2stelliger Millionenhöhe ein neues Werk im Osten und schaffen damit etwas 170 Arbeitplätze. Dass die ältere Produktionsstätte mit etwa 20 Arbeitnehmern mehr (im Westen) dann geschlossen wird, und diese Arbeiter dann auf der Straße stehen, interessiert offenbar keinen.


Das kann man ganz klar regeln: keine Mittel/Nachlässe, wenn Verlagerungen gemacht werden. Da kann man einfach eine Rückzahlungsklausel (mit Zinsen!) reinpacken. Da haben sich einige täuschen lassen und waren zu blauäugig, s.o.

Zitat:
Ebenso kann es sein, dass der Außenminister mit ein paar Entwicklungshilfe - Milliönchen  im Gepäck im Flugzeug sitzt begleitet von einem deutschen Waffenexportheuer.

Viele Unternehmen klagen immer noch über die „teuren deutschen Mitarbeiter“.
Seltsamerweise werden Produktionen aber so gut wie niemals nach England, Frankreich oder Italien verlegt, sondern ausschließlich nach Osteuropa. Die Lohn-Stück Kosten sind in unserem Lande nämlich gar nicht so hoch. (Natürlich ist Osteuropa immer noch billiger).

Ich bin der Meinung, die wahren Mächtigen in unserem Lande sind nicht die Politiker, sondern die Konzerne. Und zumindest derzeit wird Politik ausschließlich für deren Interessen gemacht.


S.o. Und warum wird das gemacht? Weil die Konzerne SOFORT mit den Arbeitsplätzen drohen. Man weiß, dass sie das können, also ist man erpressbar, weil man die Arbeitsplätze erhalten will. Schon mal so herum gedacht?

Was würden Sie konkret machen in einer solchen Verhandlungssituation?

Zitat:
Politiker wie Ludwig Erhardt, Herbert Wehner, Willy Brand oder auch Walther Scheel, die Politik für Menschen gemacht haben, sind offensichtlich ausgestorben.


Das stimmt nicht. Nur früher konnten die Menschen den Unternehmen damit drohen, nicht zu arbeiten. In einer Zeit, in der Arbeitskräfte gesucht wurden, HIER gesucht wurden, konnte man da anders verhandeln. Man müßte allerdings zur Kenntnis nehmen, dass die Unternehmen oftmals TROTZ Entgegenkommen Leute "freisetzen". Da muss man sich dann fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, nicht den letzten Sozialstandard zu opfern für Dinge, die man eh im Moment nicht aufhalten kann (und die sich wegen der demographischen Entwicklung irgendwann umkehren werden).

Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 23:12 von Hema »  
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #13 - 25. Juli 2006 um 08:07
 
Zitat:
Hema/Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.  
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Das finde ich sehr gut und schliesse mich an, nur leider würden es die "Masse-Mensch" nicht tun, weil auch dem gemeinen Volk die Kohle wichtiger ist, als soziale Begebenheiten.
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #14 - 25. Juli 2006 um 09:03
 
Hackethal schrieb am 25. Juli 2006 um 08:07:
Zitat:
Hema/Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.  
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Das finde ich sehr gut und schliesse mich an, nur leider würden es die "Masse-Mensch" nicht tun, weil auch dem gemeinen Volk die Kohle wichtiger ist, als soziale Begebenheiten.


Man sollte da schon unterscheiden zwischen den Menschen, die Probleme haben, den nächsten Monat zu überstehen und der "Geiz ist geil"-Klientel. Menschen, die so rechnen müssen, dass jeder Euro umgedreht wird, können mittel- und langfristige Effekte nicht einkalkulieren, weil sie bis dahin pleite sind. Mir geht es um die Leute, für die Sparsamkeit kein Muss oder Tugend ist, sondern Sport. Die Thunfischdosen nur mit den "schützt Delphine"-Stempel kaufen, denen es aber egal ist, wenn der Nachbar seine Lebensgrundlage verliert.

Da ist die Verantwortung ganz klar bei der (finanziellen) Mittelschicht, weil die einerseits eine relevante Zahl an Menschen darstellt, ausreichend Geld hat und zum anderen mittel- und langfristige Effekte einkalkulieren SOLLTE. Natürlich versucht jeder, möglichst hübsche/nützliche/schmackhafte Dinge zu einem möglichst geringen Preis zu erwerben. Aber man kauft ja nicht nur das Hack zu 2,99 Euro, sondern auch anderes, wenn man schon beim Einkaufen ist. Die Leute sollten das ruhig einmal vergleichen: die Dinge, die tatsächlich jeder braucht wie Milch, Mehl etc. kosten in allen Läden mittlerweile (fast) das selbe. Die Sonderangebote sind auch bei vielen Läden in ähnlichen Regionen. Den Unterschied an der Kasse macht also der Beikauf, da schauen die Leute dann aber nicht mehr so hin, weil sie ja "so viel bei den Sonderangeboten gespart" haben... In der Summe ist es dann oft mehr als wenn man woanders gekauft hätte. Wenn man sich das mal in Ruhe überlegt, müßte da doch was möglich sein.
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Hema
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #15 - 25. Juli 2006 um 09:35
 
Hackethal schrieb am 25. Juli 2006 um 07:38:
Erstens: Ich möchte keine Diktatur, da ist mal wieder der Zyniker mit mir durchgegangen, aber ich bin wirklich Politik gefrustet und dies obwohl es mich einmal sehr interessiert hat!


Da gibt es nur eins: mitmachen und selber tätig werden. Wenn man gute Vorschläge hat, muss man die auch an die richtigen Stellen bringen. Küchengemecker bringt nichts voran.

Zitat:
Ich fühle mich verschaukelt und was man uns grosszügig für die Kinder gibt, wird heimlich hinten wieder abgezogen. Ich nenne das Heuchelei, die ist nicht besser als Dr. Rath!


Wen wählen Sie: den, der eine unangenehme Wahrheit auf den Punkt bringt und sagt, dass er vielleicht keine sofortige Lösung hat (weil es komplex ist oder weil es keine Lösung unter Beibehaltung bestimmter Bedingungen gibt) oder den, der erzählt, er hätte eine Lösung (auch wenn es dann ggf. eine falsche ist)? Das ist alles nicht SO einfach.

Zitat:
Unsere ewige Diskussion zu diesem Thema, deshalb kurz und am Rande:
Ich habe keine Wellnesspraxis, schreibe nicht aus unwissenheit Fachartikel und die Gewichtung meiner Arbeit und meiner Person kommt durch das objektive und subjektive Resultat am Patienten.


Nehmen Sie das doch mal von Ihrer Person weg. Mir geht es vor allem um die GKV. Angenommen, Sie haben nur 50 Euro und können wählen zwischen einer Impfung fürs Kind für 50 Euro und einer Akupunktur (Sie haben jetzt mal Rückenschmerzen) für 50 Euro. Was würden Sie kaufen? Was würden Sie wollen, dass es ALLEN zur Verfügung steht? Sie würden sich doch sicher für das WICHTIGERE entscheiden?

Darum geht es (mal grob). Die Leute, die 100 Euro haben und sich beides leisten können, jammern, weil sie die 50 Euro in den gemeinsamen Topf zahlen müssen und die 50 Euro für die Akupunktur selber zahlen müssen.
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« Zuletzt geändert: 25. Juli 2006 um 20:35 von Hema »  
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #16 - 26. Juli 2006 um 00:51
 
Zitat:
Das ist eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Zum einen ist es immer chic, über die da oben zu meckern (verkennend, dass die meisten Politiker aus dem Volk kommen). Dass manche abheben, ist traurig, viele geben sich jedoch gerade im Bereich Kontakt mit der Bevölkerung viel Mühe (Samstage und Sonntage, wenn nicht Sitzungswochen sind, die mit Ausschussarbeit und anderen Tätigkeiten in Berlin oder den Landeshauptstädten gefüllt sind, im Wahlkreis bei Vereinen und Gruppierungen sein). Unter der Woche werden oft Veranstaltungen gemacht, an denen die Bevölkerung aber nicht in dem Ausmass teilnimmt, wie das erforderlich wäre. Ich finde es merkwürdig, wenn Leute viel zu meckern und zu sagen haben, aber dann, wenn es auf der Tagesordnung steht, doch nicht kommen wollen, weil Fußball oder Weggehen oder anderer Kram *wichtiger* ist. Was wollen SIE denn machen, außer den Leuten anzubieten, dass man das behandelt? Wie finden Sie es, wenn man Veranstaltungen zu wichtigen Themen anbietet, auch breit ankündigt, und dann kommen nur die üblichen Verdächtigen? Was würden Sie da anders machen? Ich wäre da für zielführende Vorschläge sehr dankbar.
Das hat mit meckern über die da oben überhaupt nichts zu tun.
Ausschussarbeit - anderen Tätigkeiten in Berlin – Veranstaltungen (schicke Henkel - Vorstandpartys) … ich behaupte nicht, dass unsere Politiker faul sind. Sie sind eher aufgrund des vollen Terminkalenders nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche – Ihren Wählerauftrag -  zu konzentrieren. Die sind nach einigen Monaten in den Parlamenten gedanklich kilometerweit von Ihren Wählern entfernt.
(Was sich nach etwa 4 Jahren wieder schlagartig ändern kann). Lassen sie die Damen und Herren doch mindestens 25% Ihrer Zeit im Büro in Ihrem Wahlkreis verbringen. Vielleicht bringt das etwas an Bodenhaftung zurück.



Zitat:
Das kann man ganz klar regeln: keine Mittel/Nachlässe, wenn Verlagerungen gemacht werden. Da kann man einfach eine Rückzahlungsklausel (mit Zinsen!) reinpacken. Da haben sich einige täuschen lassen und waren zu blauäugig, s.o.

Das möchte erleben, dass das  umgesetzt wird.
Im Übrigen glaube ich nicht dass da jemand blauäugig war. Das ist wohl ehr das Ergebnis erfolgreicher Lobbyistenarbeit.


Zitat:
S.o. Und warum wird das gemacht? Weil die Konzerne SOFORT mit den Arbeitsplätzen drohen. Man weiß, dass sie das können, also ist man erpressbar, weil man die Arbeitsplätze erhalten will. Schon mal so herum gedacht?
Verstehe. Macht man braucht nur mit Arbeitsplatzabbau zu drohen, und schon gibt die Politik klein bei. (Das läuft schon jahrelang so, soll das ewig so weitergehen?)  Wie ich schon sagte, die Macht in unserem Lande liegt bei den Konzernen.
Im Übrigen werden die Arbeitsplätze so oder so abgebaut. Ertragsteigerung um jeden Preis ist das Einzige was heute zählt. Es gibt keine Konzernlenker mehr sondern nur noch Gewinnmaximierer zu Gunsten der Großaktionäre.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #17 - 26. Juli 2006 um 07:45
 
go-natural schrieb am 26. Juli 2006 um 00:51:
Das hat mit meckern über die da oben überhaupt nichts zu tun.
Ausschussarbeit - anderen Tätigkeiten in Berlin – Veranstaltungen (schicke Henkel - Vorstandpartys) … ich behaupte nicht, dass unsere Politiker faul sind.


Sorry - das sind wieder Klischees. Das ist das Bild, das vielleicht in Vorabendserien etc. verbreitet wird, das hat aber mit der Realität wenig zu tun. Natürlich gibt es Partys, Empfänge und Feierlichkeiten. Aber die treten zahlenmäßig in den Hintergrund gegen die Anwesenheit z.B. beim Geflügelzuchtverein und den Veranstaltungen vor Ort, dem Auftritt bei z.B. Podiumsdiskussionen vor Ort und anderen Tätigkeiten, die eben dem Kontakt zu den verschiedensten Bevölkerungskreisen dienen. Jeder Bürger kann z.B. hier im Sitzungskalender des Deutschen Bundestages nachschauen, wann seine Abgeordneten in Berlin sind und wann sie im Wahlkreis sind. Jeder Bürger kann eine Veranstaltung (dann aber bitte mit rechtzeitiger Ankündigung in der Lokalpresse, damit auch andere Bürger etwas davon haben bzw. kommen können: also einen entsprechend großen Raum anmieten/zur Verfügung stellen etc) organisieren und z.B. die Vertreter verschiedener Parteien einladen, um sich auch außerhalb der Wahlkampfzeit über deren Arbeit unterrichten zu lassen. Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man es als Politiker irgendwie nie richtig machen kann: geht man zu Veranstaltungen, bei denen einflußreichere Leute auf den verschiedensten Ebenen unserer Gesellschaft anwesend sind, dann ist das "Kungelei mit den Mächtigen", geht man nicht hin, hat man "keine Kontakte". Geht man zum Geflügelzuchtverein, dann ist das "Anbiederung", geht man nicht hin, dann ist man "arrogant und abgehoben".
Sie verstehen? WIE also soll man es richtig machen? Ich bitte um konkrete Vorschläge.

Zitat:
Sie sind eher aufgrund des vollen Terminkalenders nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche – Ihren Wählerauftrag -  zu konzentrieren.


Aha - wieder die Zwickmühle: hat man einen vollen Terminkalender, ist man "nicht mehr in der Lage, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren". Hat man keinen vollen Terminkalender, ist man "faul". Was nun? Geht nicht beides gleichzeitig.

Ein Abgeordneter hat ja auch Mitarbeiter in Berlin (nehmen wir mal die MdBs) und im Wahlkreis. Die bereiten auch für ihn vor. Dann die Leute, die die Ausschusssitzungen vorbereiten: auch die arbeiten den Abgeordneten zu.

Definieren Sie bitte "Umsetzung des Wählerauftrages". WIE soll das konkret gemacht werden, was gehört an Tätigkeiten Ihrer Meinung nach konkret dazu?

Zitat:
Die sind nach einigen Monaten in den Parlamenten gedanklich kilometerweit von Ihren Wählern entfernt.


Wie viele Abgeordnete der verschiedenen Ebenen kennen Sie PERSÖNLICH? Woher wissen Sie das so genau? Oder ist das nicht wieder das Klischee? Meinen Sie nicht, dass der Kontakt zum Bürger vor Ort ganz flott zurückholt? Meinen Sie nicht, dass nicht genau das immer vorgeworfen wird?

Zitat:
(Was sich nach etwa 4 Jahren wieder schlagartig ändern kann). Lassen sie die Damen und Herren doch mindestens 25% Ihrer Zeit im Büro in Ihrem Wahlkreis verbringen. Vielleicht bringt das etwas an Bodenhaftung zurück.


Siehe Sitzungskalender 2006. 22 Sitzungswochen. Abzüglich 4 Wochen Urlaub (die darf der Abgeordnete wie jeder andere Bürger auch haben? Wobei bei aktuellen Ereignissen auch schon mal aus dem Urlaub zurückbeordert werden kann... das haben Sie als Normalbürger nicht, dass man Sie von Ihrem Handtuch am Strand wegholt...) sind das 26 Wochen, also die Hälfte des Jahres, die der Abgeordnete im Wahlkreis ist. Ihre Forderung ist also übererfüllt. Und nu? Schon mal wirklich gesehen, wo und was die Abgeordneten so alles machen?

Zitat:
Das möchte erleben, dass das  umgesetzt wird.
Im Übrigen glaube ich nicht dass da jemand blauäugig war. Das ist wohl ehr das Ergebnis erfolgreicher Lobbyistenarbeit.


Das wird umgesetzt werden müssen. Steuergelder abgreifen, ohne reelle Gegenleistungen auch nachhaltig zu erfüllen, kann sich dieser Staat nicht leisten. Das sind Umverteilungen, die nicht tragfähig und auch für den Wähler nicht nachvollziehbar sind. Der Bund der Steuerzahler gibt da ja auch immer wieder Anregungen. Ansonsten, um das zusätzlich zu beschleunigen, machen Sie doch eine Petition. Kann nichts schaden.

Zitat:
Verstehe. Macht man braucht nur mit Arbeitsplatzabbau zu drohen, und schon gibt die Politik klein bei. (Das läuft schon jahrelang so, soll das ewig so weitergehen?)  Wie ich schon sagte, die Macht in unserem Lande liegt bei den Konzernen.
Im Übrigen werden die Arbeitsplätze so oder so abgebaut. Ertragsteigerung um jeden Preis ist das Einzige was heute zählt. Es gibt keine Konzernlenker mehr sondern nur noch Gewinnmaximierer zu Gunsten der Großaktionäre.


Ich würde mir da auch etwas mehr langfristiges Denken wünschen.
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Hackethal
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #18 - 27. Juli 2006 um 08:03
 
Zitat:
Politiker fordern Hitze-Siesta

Die anhaltende Hitze sorgt für Erfindungsreichtum, wenn es um Möglichkeiten der Entspannung geht - auch bei Politikern: Der ehemalige SPD-Generalsekretär Benneter und Grünen-Fraktionsvize Ströbele fordern die Einführung einer langen Mittagspause.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,428762,00.html
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #19 - 27. Juli 2006 um 10:28
 
Na, ob DAS die angeschnittenen Probleme lösen wird? Oder darf ich das als Beitrag verstehen, wie Politiker ihre Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern können?

Spaß beiseite:

Wenn wer gute Ideen hat, wie die Menschen wieder mehr für politische Veranstaltungen, Wahlen (es gibt ja sehr viele Nichtwähler leider mittlerweile) etc. zu "kriegen" sind, bin ich sehr gespannt.

Warum kommen die Leute nicht zu Infoveranstaltungen, wo sie ihre direkten Belange diskutieren können?
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #20 - 27. Juli 2006 um 23:44
 
Zitat:
Sorry - das sind wieder Klischees. Das ist das Bild, das vielleicht in Vorabendserien etc. verbreitet wird, das hat aber mit der Realität wenig zu tun.
Klar doch.
Dann frage ich mich, wo kommen die Gesetzte her, die es Unternehmen ermöglichen Produktionsverlagerungen steuerlich abzusetzen.
Oder – heute Gott sei Dank nicht mehr so möglich – sich als Spitzenverdiener arm zu rechnen. Auch das war jahrelang möglich. (Abgeschafft hat das, wenn ich mich recht entsinne die Schröder Regierung)
Auch der gemeine Wähler vermag zu erkennen, dass – soweit es die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat zugelassen haben – sinnvolle Gesetzesänderungen blockiert wurden, nur um dem politischen Gegner eines auszuwischen. So wird in unserem Lande Politik gemacht. Für das Volk?
Ich bin so wahnsinnig, mir ab und an Debatten im Fernsehen anzusehen. Das ist besser als jede Talkshow. 70 % (auch persönliche) Angriffe auf den politischen Gegner (derzeit nicht mehr so einfach. Der Gegner ist ja was die Sitzverteilung angeht nur noch ein Zwerg) und 30 % wie toll man selber ist. So richtig erkennen, was die eigentlich vorhaben, vermochte ich bisher nicht.  
Ich bin beileibe kein Gegner unserer parlamentarischen Demokratie. Aber vor dem  was seit geraumer Zeit veranstaltet wird, graust es mir.
Aber es geht ja aufwärts. Man spricht ja schon von 1,7% Wirtschaftswachstum. Toll!
Dass rings um uns herum etwa 5-10% üblich sind, ist ja nicht so wichtig.
Übrigens gehen Wirtschaftsforscher davon aus, dass Portugal uns  in etwa 2 Jahren, was das pro Kopf Einkommen angeht, eingeholt haben wird. Was solls. Vielleicht brauchen die ja bald deutsche Gastarbeiter.

Zitat:
Wie viele Abgeordnete der verschiedenen Ebenen kennen Sie PERSÖNLICH?
Persönlich kenne ich die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler  und 2 ehemalige Landtagsabgeordnete. (Deren Namen möchte ich hier nicht nennen). Frau Mortler kenne ich aus einigen Gesprächen und Ihrer früheren Tätigkeit sogar ziemlich gut.
Ich hab aber so den Eindruck, dass für die Ideen und Meinungen von Frau Mortler in den Ministerien (das ist ja nicht nur der Minister, sondern das sind ganze Stäbe) nicht so richtig Gehöhr finden wollen. Vermutlich habe die Wichtigeres zu tun.

Zur zeit der unsäglichen Kohl Ära hat dieser einmal Nürnberg besucht. Für etwa 2 Stunden. (Welch eine Ehre!) Dazu wurde das halbe Rathaus umgebaut.
Insgesamt war der Trupp mit 11! Maschinen gelandet. Da fällt einem wirklich nichts mehr ein. Meine schönen Steuergelder.

Also erzählen Sie mir nicht, dass ich nur den üblichen Klischees anhänge.
Der miserable Ruf unserer Politiker ist - zumindest größtenteils – durch eine miserable Arbeit begründet.
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #21 - 27. Juli 2006 um 23:53
 
go-natural schrieb am 24. Juli 2006 um 23:48:
Dass es sehr viele Politiker gibt, die aktiv in der Politik arbeiten um (auch für den kleinen Mann)was zu verbessern mag durchaus richtig sein. Ich möchte nur gerne wissen, wo diese sich verstecken – oder wohl eher versteckt werden.


Wir haben hier doch eine...
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #22 - 28. Juli 2006 um 03:22
 
Es ist einfach zu warm... Zunge

go-natural schrieb am 27. Juli 2006 um 23:44:
Klar doch.
Dann frage ich mich, wo kommen die Gesetzte her, die es Unternehmen ermöglichen Produktionsverlagerungen steuerlich abzusetzen.


Meinen Sie jetzt Produktionsverlagerungen ins AUSLAND? DAS war nicht im Sinne des Erfinders.

Das hatte man eigentlich gemacht, um Arbeitsplätze zu schaffen. Von Unternehmerseite wird ja gerne in die Jammerharfe gegriffen - da wollte man, dass sie, wenn man ihnen entgegenkommt, HIER tüchtig Arbeitsplätze neu einrichten und auch dauerhaft beibehalten. Darüber, dass die Arbeitnehmer dann in Lohn und Brot stehen, hätte sich das dann auch auch gesamtwirtschaftlich gerechnet.

Zitat:
Oder – heute Gott sei Dank nicht mehr so möglich – sich als Spitzenverdiener arm zu rechnen. Auch das war jahrelang möglich. (Abgeschafft hat das, wenn ich mich recht entsinne die Schröder Regierung)


Is doch mal was...

Zitat:
Auch der gemeine Wähler vermag zu erkennen, dass – soweit es die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat zugelassen haben – sinnvolle Gesetzesänderungen blockiert wurden, nur um dem politischen Gegner eines auszuwischen. So wird in unserem Lande Politik gemacht. Für das Volk?


Da haben einige Teile des Volkes andere Teile des Volkes blockiert. Und wieder zurück. Auch das ist Demokratie. Auch wenn ich das im Einzelfall manchmal nicht gut finde: So etwas kommt bei Interessenkonflikten schon einmal vor. Wenn man sich da immer einig wäre, weil es ganz offensichtlich ist, WAS sinnvoll ist, bräuchte man keine verschiedenen Parteien. An welche übergeordnete Instanz denken Sie denn da, um zu entscheiden, WAS nun für das GANZE Volk sinnvoll ist? Lustigerweise weiß man selber angeblich immer alles besser und würde es natürlich auch besser machen. 80 Millionen Bessermacher. Da kann ich nur sagen: ZEIGEN. Gehen Sie in eine Partei und versuchen da erst einmal, in dieser Gruppierung, die anderen Bessermacher (da ist jeder nämlich auch davon überzeugt, es besser zu wissen) von IHREM Standpunkt zu überzeugen. Da werden Sie merken, dass schon auf dieser unteren Ebene es manchmal höllisch schwer ist, andere davon zu überzeugen, dass der von einem selbst vorgeschlagene Ansatz DER sinnvolle ist, weil der neben Ihnen Sitzende auch eine Lösung hat, die er für DIE sinnvolle hält.

Zitat:
Ich bin so wahnsinnig, mir ab und an Debatten im Fernsehen anzusehen. [...]So richtig erkennen, was die eigentlich vorhaben, vermochte ich bisher nicht.


Fernsehdebatten sind "Schaukämpfe". Und gerade die von Ihnen als Vorbild angeführten großen alten Politiker waren Meister der Schaukämpfe. Was ist Ihnen aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben? Die Schaukämpfe oder die Arbeit, die im Hintergrund steht? Komischerweise besetzen Sie das damals positiv, obwohl seinerzeit (auch persönlich!) noch ganz anders geholzt wurde.

Zitat:
Ich bin beileibe kein Gegner unserer parlamentarischen Demokratie. Aber vor dem  was seit geraumer Zeit veranstaltet wird, graust es mir.


Das mag so sein. Und warum, wenn Sie alles besser machen würden, sind Sie da nicht aktiv?

Zitat:
Aber es geht ja aufwärts. Man spricht ja schon von 1,7% Wirtschaftswachstum. Toll!
[...] Vielleicht brauchen die ja bald deutsche Gastarbeiter.


Vielleicht kaufen die Portugiesen, wenn es ihnen besser geht, vermehrt deutsche Waren. Was genau werden wird, weiß ich auch nicht, da wird man schauen müssen. Das sind Effekte, die durch die EU zustande kommen. Aber schauen Sie mal in die Geschichte, wie sich solches Zusammenwachsen früher ausgewirkt hat. Nach den "Webern" kam die Gründerzeit, Technologieaustausch usw. Das muss nicht wieder so sein, zeigt aber, dass es den Menschen IM MITTEL immer besser ging langfristig. Das Problem, das ich sehe, ist, dass es diesmal die ganze Menschheit betrifft, langfristig, und dass uns Energieprobleme und Umweltverschmutzung drohen. Vielleicht nicht so krass, wie es Rüdiger Proske in den 70ern in "Das Ende der Zukunft" beschrieb, aber immerhin. Wen es interessiert: Das Buch "Apocalypse no!" von Björn Lomborg ist in diesem Zusammenhang lesenswert.

Zitat:
Persönlich kenne ich die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler  und 2 ehemalige Landtagsabgeordnete. [...] Vermutlich habe die Wichtigeres zu tun.


In den Ausschüssen findet die Arbeit statt. Wenn man bessere Ideen hat, muss man die vorbringen und durchsetzen. Wenn die anderen die Idee nicht für gut halten...

Zitat:
Zur zeit der unsäglichen Kohl Ära hat dieser einmal Nürnberg besucht. Für etwa 2 Stunden. (Welch eine Ehre!) Dazu wurde das halbe Rathaus umgebaut.
Insgesamt war der Trupp mit 11! Maschinen gelandet. Da fällt einem wirklich nichts mehr ein. Meine schönen Steuergelder.


Und dieses Beispiel vor längerer Zeit muss man nun ALLEN Politikern vorhalten? Haben Sie sich damals beim CDU-Stadtverband beschwert? Irgendetwas sonst GEMACHT? Augenrollen

Zitat:
Also erzählen Sie mir nicht, dass ich nur den üblichen Klischees anhänge.
Der miserable Ruf unserer Politiker ist - zumindest größtenteils – durch eine miserable Arbeit begründet.


Doch, Sie hängen Klischees an. Schauen Sie doch mal Ihre letzten Beispiele an und dann informieren Sie sich mal über die *wirkliche* Arbeit in den Ausschüssen, was da an Vorlagen durchgeackert wird, wer alles gehört werden muss usw. Sie würden sich wundern.

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Politik/Sozialsystem
Antwort #23 - 28. Juli 2006 um 09:17
 
Hackethal schrieb am 25. Juli 2006 um 08:07:
Zitat:
Hema/Das mit den Unternehmen hat der Kunde in seiner Hand. Ich zum Beispiel kaufe nicht bei Walmart.  
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Das finde ich sehr gut und schliesse mich an, nur leider würden es die "Masse-Mensch" nicht tun, weil auch dem gemeinen Volk die Kohle wichtiger ist, als soziale Begebenheiten.


Das haben wohl nicht nur wir so gesehen:

Von arcor-online: 8:47 Uhr

Zitat:
METRO übernimmt deutsche Wal-Mart  
 Düsseldorf (dpa) - Der größte amerikanische Einzelhandelskonzern Wal-Mart zieht sich aus Deutschland zurück. Wie die Unternehmen am Freitag mitteilten, übernimmt die Düsseldorfer METRO AG die deutschen Aktivitäten von Wal-Mart. Es handelt sich um 85 SB-Warenhäuser. Bei 19 Standorten erwirbt die METRO das Immobilien-Eigentum mit, die übrigen Märkte werden gemietet. Die Märkte erzielten 2005 einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Die Akquisition ermögliche eine «ideale Ergänzung» des Standortnetzes der METRO Vertriebslinie Real.


Monopolisierung ist auch nicht so DER Kracher, aber da war wohl nur METRO groß genug.

Ich finde es immer noch schade, dass sich die ursprüngliche Besitzerfamilie von Wertkauf (so hieß Walmart vor der Übernahme) zurückgezogen hat.

Na ja, aber wenigstens hält Metro ein paar Standards ein.

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #24 - 28. Juli 2006 um 09:34
 
Smiley Gut, das freut mich. Back to the roots und schluss mit der Mitarbeiterabzockerei Smiley
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #25 - 28. Juli 2006 um 11:27
 
> Smiley Gut, das freut mich. Back to the roots und schluss mit der
>Mitarbeiterabzockerei Smiley

Finde ich auch! Walmart ist zutiefst asozial. Deswegen gab es auch mehrere Prozesse.

Als ich einmal einen Walmart entdeckt habe, bin ich aus Neugier reingegangen. Der Plastgestank war so fürchterlich, daß ich mir geschworen habe, nie wieder einen Walmart zu betreten.

Die Waren und die Preise waren unter aller Kritik: Plastikgelump für Plattenbauproleten, Ausplünderung.

Das ist menschenunwürdig und gehört unter Strafe gestellt.

...


ama

(http://www.noclevelandwalmart.org/)
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #26 - 28. Juli 2006 um 12:26
 
Mal langsam mit den jungen Pferden: die Kartellwächter müssen noch zustimmen.  Smiley

[OT: Den alten Wertkauf fand ich klasse. Ich wohne im Einzugsbereich des Stammhauses. Die hatten da u.a. eine eigene Bäckerei angeschlossen, da gabs die Kuchen dann ganz frisch in so großen Alubackformen (fast Blechgröße). Apfelkuchen, Rahmkuchen, alles wirkte fast wie selbstgemacht und zu einem fairen Preis. Perfekt für Feste oder ähnliches.*schnüff*]
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #27 - 28. Juli 2006 um 15:29
 
Ich hab nie behauptet, dass ich es besser machen würde. Was soll denn das?
Aber da stellen sich Leute zur Wahl, DIE behaupten, sie könnten das. Behaupten sie  würden Politik zu Wohl des Landes machen.  Und das machen Sie nicht, oder können es einfach nicht.  Und dafür erhalten sie ein ordentliches Sümmchen vom Steuerzahler. Ich fürchte das wird in vielen Fällen wohl eher die Triebfeder sein, als politische etwas erreichen zu wollen

Zitat:
Vielleicht kaufen die Portugiesen, wenn es ihnen besser geht, vermehrt deutsche Waren
.
Welche denn? Preiswerte Ramschwaren aus einem Billiglohnland?


Zitat:
Nach den "Webern" kam die Gründerzeit, Technologieaustausch usw.
Wir waren auch technologisch mal Spitzte. Heute ist die „Made in Germany“ eher ein Fall für den Tierarzt. Das hat zwar nichts mit Politik zu tun, aber was von unseren einstigen technologischen Aushängerschildern übrig geblieben ist, ist genauso traurig.
Denken Sie mal an die LKW Maut Sache, oder die Akustikanlage von Siemens im Bundestagneubau. Nicht mal die U-Bahn Züge für die neue Linie in Nürnberg konnte Siemens pünktlich liefern. Der Auftrag kam aber sicherlich nicht überraschend.
Hier könnte kann man fast glauben, dass an dem saudummen Spruch, vom Kunden der bei Restrukturierung und Gewinnmaximierung eher als störend empfunden wird, doch was dran sein könnte.


Zitat:
Komischerweise besetzen Sie das damals positiv, obwohl seinerzeit (auch persönlich!) noch ganz anders geholzt wurde.

Hören Sie mal zu wenn das Merkel spricht und dann mal bei Gysi.
Es gibt es auch heute noch Reden mit Inhalt.
Aber so ganz Unrecht haben Sie vielleicht nicht. Schienbeintritte von Herbert Wehner fand ich eher amüsant bei Koch oder Merz spüre ich eher Gewaltbereitschaft in mir aufsteigen. Das hängt aber – aus meine ganz persönliche Sicht – damit zusammen, dass Wehner als Politiker vertrauenswürdig war und die beiden anderen genannten mir eher einen gegenteiligen Eindruck vermitteln.  

Zitat:
In den Ausschüssen findet die Arbeit statt. Wenn man bessere Ideen hat, muss man die vorbringen und durchsetzen.
So sollte es sein. Ich behaupte aber, die beste Idee ist keinen Pfifferling wert, wenn eine mächtige Organisation – und deren gibt es zuhauf in unserem Lande mit starker Lobby - Ihre eigenen Interessen damit gefährdet sieht.  In diesem (Regel?)Fall werden Sie überhaupt nichts durchsetzten.

Zitat:
Das Problem, das ich sehe, ist, dass es diesmal die ganze Menschheit betrifft, langfristig, und dass uns Energieprobleme und Umweltverschmutzung drohen.

Ich denke da haben eine ganze Reihe von unseren Bürgern ganz andere Probleme.
Ich denke da eher an die wachsende Kinderarmut ( von 1,25 Mio auf 2,5 Mio  in nicht mal 2 Jahren). Heute ist eine Familie mit nur einem normalen Einkommen kaum mehr überlebensfähig.
Denken Sie mal an Automechaniker in kleineren Werkstätten, Bäcker oder Müllmänner.
Denken Sie, dass so eine Familie mit vielleicht noch 2 Kindern mit einem Gehalt noch auskommen kann?


Zitat:
Schauen Sie doch mal Ihre letzten Beispiele an und dann informieren Sie sich mal über die *wirkliche* Arbeit in den Ausschüssen, was da an Vorlagen durchgeackert wird, wer alles gehört werden muss usw. Sie würden sich wundern.
Sie täuschen sich. Ich wundere mich überhupt nicht.  Auch in den Ausschüssen stellt sich Frage wer oder was hat den größten Einfluss (und stellt, über seinen Belangen gegeüber wolgesonnene Ausschussmitgliedern, zentnerweise Gutachten und Meinungen zur verfügung) und eben NICHT, was wäre für die Allgemeinheit die beste Lösung.
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« Zuletzt geändert: 28. Juli 2006 um 23:35 von go-natural »  

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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #28 - 29. Juli 2006 um 11:31
 
Hallöle.
Das ist ja ein so extrem umfangreiches Thema, das ich hier nicht alles zitiere, so viel Zeit habe ich auch nicht. Aber dennoch äußere ich mich auch hier zu.

Hema schrieb am 25. Juli 2006 um 07:19:
[quote author=Hackethal link=1153588692/30#32 date=1153775283]Da ist die Diktatur einfacher und unsere Demokratie behindert sich momentan selbst! Wo ist eine Leitperson mit Handlungsgewalt? Angela?
Zu diesem Punkt habe ich vor Jahren einmal gesagt: Demokratie ist eine Diktatur der (politischen) Mehrheit.
Man sagt den Wählern, wir werden das und das machen. Und was passiert? Entweder kann es nicht eingehalten werden oder es wurde wirklich nie beabsichtigt. Somit wird etwas anderes gemacht. In einer echten Diktatur, macht die Führungsriege auch was sie will, so gesehen ist da kein so grafierender Unterschied.

Zitat:
Das kann nicht Ihr Ernst sein. Natürlich geht es "schneller", wenn nicht viele entscheiden (wollen) und auch gehört werden (müssen). Es geht aber nicht nur schneller in die "richtige", sondern auch in die "falsche" Richtung. Zudem sorgt in einer Diktatur derjenige, der das Sagen hat, dafür, dass es so bleibt, meist mit Gewalt. Da ist nicht mit Meckern. Von den sonstigen Problemen ganz zu schweigen. Zeigen Sie mir EINE Diktatur, die positiv für das Volk war.
Ich kenne keine. Aber es gibt noch genügend Diktaturen auf diesem Planeten, und das jeweilige Volk ist noch immer nicht intensiv genug dagegen angegangen, der Mensch hängt nun mal an seinem Leben.

Zitat:
Deswegen darf ein Politiker keine „Schreibtische“ in grossen Wirtschaftsunternehmen haben!
Absolut richtig. Entweder Politik ODER Wirtschaft. Auch sollte niemand in mehr als einem Unternehmen involviert sein.
Aber selbst wenn es mal soweit kommen sollte, dann ist es doch so, das man "sich kennt", und deswegen, denke ich, wird sich nicht so viel ändern.

Zitat:
Konsens. Ich bin ein Fan von "gläsernen Abgeordneten" (so was gibt es!), die so etwas nicht machen. Die Regelungen sind übrigens verschärft worden nach meiner Kenntnis.
Regelungen, stammt das Wort als solches nicht von Regeln ab? Keine Regel ohne Ausnahme!! Alle sind gleich, manche sind gleicher!! Zwinkernd

Sicher gehört in diesem Land einiges an der Politik geändert.
Was mich stört, bzw. meiner Meinung nach geändert gehört:
1. der lebenslange und sehr hohe (70%+) Anspruch auf Pension nach sehr kurzer, aktiver Zeit (1 Jahr)
- jeder der irgendwie "gearbeitet" hat sollte einen gleich hohen Pensions-, Rentenanspruch (prozentual) haben, nach mind. 35 Jahren aktiver "Arbeit"; Regelungen für Menschen die aus gesundheitlichen Gründen diese Zeit nicht erreichten sollten ebenfalls getroffen werden.
2. es sollten keine "Fachfremden" eine Position besetzen. Denn wenn diese Personen mal einkaufen gehen und sich von einem Fachfremden beraten lassen müssen, sind das die ersten die sagen: "Servicewüste Deutschland", "Fachkräfte fehlen" und "mangelhafte Ausbildung"
3. es gibt fachliche Korifehen, aber leider nie aus einer Partei - die Posten sollten NICHT nach Parteizugehörigkeit, sondern nach Qualifikation besetzt werden. (Ich weiß, Wunschdenken; aber wünschen darf man sich doch mal was)
4. (nicht ganz ernst gemeint) Wir brauchen keine Castingshow für neue "Superstars", wir brauchen eine Deutschland Sucht Den Super-Politiker Show
5. wir haben zuviele Abgeordnete - Es muss nicht jede mögliche Stelle mit einem Abgeordneten besetzt werden. Es gibt Länder auf diesem Planeten, die größer sind, und im Verhältnis aber weniger Abgeordnete haben.

Sicher hat man als Aussenstehender nicht die Einblicke, sieht halt nur den Rahm, aber nicht die darunter befindliche Milch, dennoch "müssen" Politiker doch "ihr" Volk nicht so "verarschen".
Andererseits: Jedes Volk hat die (gewählte) Regierung, die es verdient.

Apropos "gewählt", ich bin für eine "Tauglichkeitsprüfung zum Wählen". Warum? Weil ich denke, dass mind. 45% der Wahlberechtigten mit ihrem politischen Wissen ungeeignet sind eine qualifizierte Stimme abzugeben, mich eingeschlossen. Dieser Missstand gehört geändert.
Was wir brauchen ist eine Politik der das Volk wieder vertrauen kann. Eine Politik die sich für Jedermann verständlich ausdrückt und sich nicht in inhaltslose Bandwurmsatzreden verliert.

So, das war mein Statement zu diesem Thema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #29 - 29. Juli 2006 um 11:44
 
Zitat:
Apropos "gewählt", ich bin für eine "Tauglichkeitsprüfung zum Wählen". Warum? Weil ich denke, dass mind. 45% der Wahlberechtigten mit ihrem politischen Wissen ungeeignet sind eine qualifizierte Stimme abzugeben, mich eingeschlossen. Dieser Missstand gehört geändert.


Schlecht (Aus)wahl, schlechte Wähler?!
Ist wohl leider wahr.

Ich bin nach wie vor pessimistisch in der Prognose für die nächsten 10 Jahre, gesellschaftlich und wirtschaftlich, politisch sowieso!

Ein Stillstand wie kein Unternehmen es sich leisten könnte!
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #30 - 29. Juli 2006 um 12:03
 
SmileySoviel zu Reformen welche die Politiker selbst betreffen:

Zitat:
Bundestag will Nebenjob-Regeln wieder aufweichen

Im Streit um die Nebentätigkeiten von Abgeordneten rudert Bundestagspräsident Norbert Lammert zurück: Nach SPIEGEL-Informationen hat er ein Gutachten erstellen lassen, das die neuen, strikteren Regeln für die Veröffentlichung von Einkünften in Frage stellt.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,429162,00.html

Zitat:
Die Sachverständigen im Gesetzgebungsverfahren, räumt Battis ein, hätten allerdings "schwerpunktmäßig ein quantitatives Normverständnis" zugrunde gelegt.
Ah ja. hä?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #31 - 29. Juli 2006 um 12:28
 
Aus dem Link:

Zitat:
Neun Abgeordnete klagen gegen die Transparenzvorschriften, die der Bundestag im Juni 2005 beschlossen hat. Karlsruhe wird über die Klagen am 11. Oktober verhandeln, ein Urteil ist bis Ende des Jahres zu erwarten.


Keine Transparenz?

Finden Sie doch mal die Namen dieser Abgeordneten: das sollte man mal den Wählern ihres Wahlkreises mitteilen. Könnte die interessieren... Smiley

Eine gut beworbene und unterschriebene Petition wäre auch nützlich.

Legen Sie mal los, ich helfe gerne.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #32 - 29. Juli 2006 um 15:44
 
@hema und alle Politikgefrusteten:

Bis das komplettiert ist, ist der Gesetzentwurf wahrscheinlich durch und die Mühe war umsonst. Meine Zeit ist leider begrenzt, von daher muss so etwas Hand und Fuss haben.

Kann man eine Onlinepetition machen bzw. wie sollte diese am einfachsen Erfolgen und wer macht (hier) mit?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #33 - 29. Juli 2006 um 16:12
 
Zitat:
Bis auf die technische Übermittlung unterscheidet sich das Verfahren für Online-Petitionen nicht vom üblichen Petitions-Verfahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition
Zitat:
Eine Nichtoffizielle Online-Petitionen ist nicht mehr als eine gesammelte Meinungsäußerung ohne rechtliche Wirkung.


>>>Dabei werden Unterschriften von Personen, die die von der Online-Petition bezweckten Ziele unterstützen entweder auf einer Webseite oder per E-Mail gesammelt. Anstelle einer regulären Unterschrift unterzeichnet die Unterstützerin auch hier mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse.

Mit der rasanten Verbreitung des Internets ist die Online-Petition zu einem unkomplizierten und preiswerten Mittel geworden, um Interessengruppen zu vernetzen und politischen Anliegen Ausdruck zu verleihen.<<<
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #34 - 29. Juli 2006 um 16:25
 
>>>Offtopic<<<

Zitat:
Beispiel ein Fernsehzuschauer durch seine Online-Petition, dass Prosieben die bereits abgesetzte Serie "Mein neuer Freund" wieder ins Programm aufnahm.

Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt So MÄCHTIG? Laut lachend
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Re: Politik / Sozialsystem/
Antwort #35 - 09. August 2006 um 14:43
 
LOBBYISMUS-
Verbände verlieren an Einfluss

Die führenden Wirtschaftsverbände in Deutschland verlieren nach Einschätzung einer Studie der Freien Universität Berlin zunehmend an Einfluss auf die Politik. Zugleich nähmen Großkonzerne immer häufiger ihre Interessensvertretung selbst in die Hand, sagte der Politologe Rudolf Speth in Berlin.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,430742,00.html
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #36 - 09. August 2006 um 14:49
 
>go-natural
>Re: Politik / Sozialsystem/
>Antworten #35 - Heute um 14:43:16  

>>Die führenden Wirtschaftsverbände in Deutschland verlieren nach
>>Einschätzung einer Studie der Freien Universität Berlin zunehmend
>>an Einfluss auf die Politik. Zugleich nähmen Großkonzerne immer
>>häufiger ihre Interessensvertretung selbst in die Hand, sagte der
>>Politologe Rudolf Speth in Berlin.


Das nennt man "Lean Management". Im Zuge der Kostenreduktion werden unnötige Hierarchieebenen entfernt.

Erfolg ist planbar. Smiley

ama

(über die Berechenbarkeit der Berechenbarkeit des Erfolgs der Berechenbarkeit)
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Re: Kinder zu Soziopathen dressieren: Tattoos drau
Antwort #37 - 09. August 2006 um 15:20
 
Schon etwas her, aber ich möchte dann dazu doch noch Stellung beziehen:

Jadefalke schrieb am 29. Juli 2006 um 11:31:
In einer echten Diktatur, macht die Führungsriege auch was sie will, so gesehen ist da kein so grafierender Unterschied.


So? Dann versuchen Sie mal in China zu googlen. Schon da fängt es an und wir wissen alle, wo das aufhört. Dass Google da allerdings mitzieht, halte ich zumindest für fragwürdig.

Zitat:
Ich kenne keine. Aber es gibt noch genügend Diktaturen auf diesem Planeten, und das jeweilige Volk ist noch immer nicht intensiv genug dagegen angegangen, der Mensch hängt nun mal an seinem Leben.


Eben. Wie kann man keinen gravierenden Unterschied darin sehen, ob man, wenn man nur was "Falsches" gesagt hat, vielleicht verschleppt und getötet wird? Mit Verlaub - Sie sollten sich mehr mit Zeitgeschichte auseinandersetzen, dann wüßten Sie, dass es uns hier zumindest in dieser Hinsicht SEHR gut geht.

Zitat:
Aber selbst wenn es mal soweit kommen sollte, dann ist es doch so, das man "sich kennt", und deswegen, denke ich, wird sich nicht so viel ändern.


WEN zu kennen, ist ja noch kein Fehler. Der wird es erst dann, wenn die Interessen desjenigen ohne Prüfung und ohne Ausgleich über die Interessen eines anderen gestellt wrden.

Zitat:
]Regelungen, stammt das Wort als solches nicht von Regeln ab? Keine Regel ohne Ausnahme!! Alle sind gleich, manche sind gleicher!! Zwinkernd


Meinen Sie, dass solche Wortspielchen daran was ändern? Wenn man nicht politisch aktiv wird, z.B. gegen Regelverstöße auch als Bürger vorgeht oder sich anderen, die dagegen vorgehen, anschließt, muss man sich nicht wundern...

Zitat:
Sicher gehört in diesem Land einiges an der Politik geändert.
Was mich stört, bzw. meiner Meinung nach geändert gehört:
1. der lebenslange und sehr hohe (70%+) Anspruch auf Pension nach sehr kurzer, aktiver Zeit (1 Jahr)


So werden FALSCHE Sachen immer weiter kolportiert. Über die Pensionsansprüche, die tatsächlich nach meiner Kenntnis erst nach 8 Jahren entstehen, können Sie sich zum Beispiel hier informieren:

Eine gläserne Abgeordnete als Beispiel

Zitat:
- jeder der irgendwie "gearbeitet" hat sollte einen gleich hohen Pensions-, Rentenanspruch (prozentual) haben, nach mind. 35 Jahren aktiver "Arbeit"; Regelungen für Menschen die aus gesundheitlichen Gründen diese Zeit nicht erreichten sollten ebenfalls getroffen werden.


Wie bewirken Sie dann, dass auch Menschen, deren Arbeitsplatz nicht "freigehalten" wird, in die Politik gehen? Oder meinen Sie eine leistungsunabhängige Grundrente?

Zitat:
3. es gibt fachliche Korifehen, aber leider nie aus einer Partei - die Posten sollten NICHT nach Parteizugehörigkeit, sondern nach Qualifikation besetzt werden. (Ich weiß, Wunschdenken; aber wünschen darf man sich doch mal was)


Abschaffung der Parteien? Kann nicht Ihr Ernst sein... Was empfehlen Sie stattdessen?

So, aus welchem Bereich nehmen Sie dann einen Minister? Wie ermitteln Sie, wer das am besten machen würde? Fachbindung sehe ich auch als einen wichtigen Punkt an, aber Politik ist mehr.

Zitat:
4. (nicht ganz ernst gemeint) Wir brauchen keine Castingshow für neue "Superstars", wir brauchen eine Deutschland Sucht Den Super-Politiker Show


Laut lachend

Schreiben Sie doch mal die Fernsehsender an...

Zitat:
5. wir haben zuviele Abgeordnete - Es muss nicht jede mögliche Stelle mit einem Abgeordneten besetzt werden. Es gibt Länder auf diesem Planeten, die größer sind, und im Verhältnis aber weniger Abgeordnete haben.


Zu viele WO?

Bundesebene, Länder, Kommunen?

Zitat:
Sicher hat man als Aussenstehender nicht die Einblicke, sieht halt nur den Rahm, aber nicht die darunter befindliche Milch, dennoch "müssen" Politiker doch "ihr" Volk nicht so "verarschen".


Könnten Sie das mal namentlich und sachlich konkretisieren?

Zitat:
Apropos "gewählt", ich bin für eine "Tauglichkeitsprüfung zum Wählen". Warum? Weil ich denke, dass mind. 45% der Wahlberechtigten mit ihrem politischen Wissen ungeeignet sind eine qualifizierte Stimme abzugeben, mich eingeschlossen.


Es mag sein, dass das Wissen unzureichend ist, der ZUGANG jedoch nicht. Das kommt auf die persönliche Beschäftigung an. Wer lieber Fußball guckt...

Wer soll entscheiden, wie dieser Test auszusehen hat? Gibt man dem nicht alle Macht?

Zitat:
Dieser Missstand gehört geändert.
Was wir brauchen ist eine Politik der das Volk wieder vertrauen kann. Eine Politik die sich für Jedermann verständlich ausdrückt und sich nicht in inhaltslose Bandwurmsatzreden verliert.


Das ist etwas, was ich auch seit längerer Zeit anmahne. Jemand, der in einer an die Bevölkerung gerichteten Informationsschrift Worte wie "Entrepreneurship" verwendet, muss sich nicht wundern, wenn ihn keiner versteht. Da liegt auch der Verdacht nahe, dass man im Grunde gar nicht kommunizieren WILL. Eine einfache und verständliche Sprache muss ja keine primitive sein. Es erfordert nur etwas mehr Mühe, ohne griffige Kurzformeln und schmückende Worte zu sprechen/schreiben.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #38 - 09. August 2006 um 15:30
 
Von der Seite der im Link genannten gläsernen Abgeordneten:

"Ein Thema, das stets für Unmut sorgt, aber auch oft falsch wieder gegeben wird, sind die Pensionsansprüche der Politiker. Die jetzige Regelung sieht folgendes vor: Erst nach achtjähriger Zugehörigkeit zum Bundestag entsteht der Anspruch auf Alterspension, die ab dem 65. Lebensjahr gezahlt wird und zur Zeit noch 24% der Bezüge der aktiven Abgeordneten, also 1.682 €/mtl. umfasst. Eine bereits im Jahr 2004 beschlossene Absenkung von 24% auf 22% (1.542 €/mtl.) tritt aber erst mit der nächsten Diätenerhöhung in Kraft. Die Diäten sind seit 2003 nicht erhöht wurden und somit konnte die bereits beschlossene Absenkung noch nicht vollzogen werden. Wer also nach einer Legislaturperiode nicht wieder gewählt (oder z.B. krank) wird, muss rückwirkend die entsprechenden Rentenbeiträge bezahlen und dazu von seinen Diäten eine entsprechend hohe Rücklage bilden. Er bekommt keine Pension.

Ab dem neunten Jahr Zugehörigkeit zum Deutschen Bundestag erhöht sich der Anspruch um jährlich 3 %, wobei der Höchstsatz von 4837 € Alterspension erst nach 23-jähriger Zugehörigkeit zum Bundestag in Anspruch genommen werden kann – eine so lange Zugehörigkeit zum Bundestag ist aber die Ausnahme und erfordert immerhin eine 5fache Wiederwahl durch die Bürgerinnen und Bürger! Die Altersentschädigung ist voll zu versteuern und andere Bezüge aus öffentlichen Kassen wie auch die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden auf sie angerechnet."

Nur mal so zur Info... Zunge
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Re: Politik / Sozialsystem / arme Abgeordnete
Antwort #39 - 09. August 2006 um 19:52
 
Zitat:
Erst nach achtjähriger Zugehörigkeit zum Bundestag entsteht der Anspruch auf Alterspension

Nun ja, wenn Sie es erstmal auf die Spitzenposition für Ihren Wahlkreis geschafft haben, sind die Chancen mehrmals gewählt zu werden so schlecht wohl nicht.
Die Bezüge für die Abgeordnete gehen aus meiner Sicht auch in Ordnung. (Sofern sie gute Arbeit leisten, aber das ist ja nicht so ohne Weiteres kontrollierbar.)
Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist  dass ein Abgeordneter nach 8 Jähriger Parlamentszugehörigkeit – mal angenommen er wird 78 Jahre alt – 40% (mindestens) seines gesamten Verdienstes während dieser Zeit  dann noch mal als Rente bekommt, während ein Arbeitnehmer auf gerade mal etwas über 20% - nach 40 Arbeitjahren! - (wieder „Endalter 78“) kommt. Hier stimmt das Verhältnis nicht!
Daran ändert auch die Anrechnung z.B. der ges. Rente nichts.
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Re: Politik / Sozialsystem / arme Abgeordnete
Antwort #40 - 09. August 2006 um 20:01
 
go-natural schrieb am 09. August 2006 um 19:52:
Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist  dass ein Abgeordneter nach 8 Jähriger Parlamentszugehörigkeit – mal angenommen er wird 78 Jahre alt – 40% (mindestens) seines gesamten Verdienstes während dieser Zeit  dann noch mal als Rente bekommt, während ein Arbeitnehmer auf gerade mal etwas über 20% - nach 40 Arbeitjahren! - (wieder „Endalter 78“) kommt. Hier stimmt das Verhältnis nicht!


Ähm - irgendwie verstehe ich jetzt nicht, was Sie meinen...???

Gerade heute habe ich den Fall einer ehemaligen MdB gesehen, die nach ihrer Abwahl jetzt putzen geht, da schon 57 Jahre alt. Hört sich für mich nicht nach irgendeiner Überversorgung an... Augenrollen
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #41 - 09. August 2006 um 20:23
 
Zitat:
irgendwie verstehe ich jetzt nicht, was Sie meinen...???


8 Jahre Abgeordneter – Einkommen ca. 7.000,00 €/mon.  Macht  ca. 670.000 € Gesamteinkommen in 8 Jahren.
13 Jahre Rente  1.682,00 €/mon (Endalter 78). Macht 262.000,00 €  (etwa 40%)

Arbeitnehmer (mal fiktiv 2.000 € Durchschnittseinkommen/Monat  über 40 Jahre)
Macht 960.000,00 €  Gesamteinkommen
13 Jahre Rente 1.300,00 € /mon. (Endalter 78). Macht 202.800,00 € (etwa 20%)

Zitat:
Gerade heute habe ich den Fall einer ehemaligen MdB gesehen, die nach ihrer Abwahl jetzt putzen geht, da schon 57 Jahre alt.

Grad heute hab’ ich den Fall eines Familienvaters gesehen. Der muss nach 20 Jahren sein Haus verkaufen und lebt jetzt von ALGII, weil er nicht weiterbeschäftigt wurde.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #42 - 09. August 2006 um 21:21
 
go-natural schrieb am 09. August 2006 um 20:23:
8 Jahre Abgeordneter – Einkommen ca. 7.000,00 €/mon.  Macht  ca. 670.000 € Gesamteinkommen in 8 Jahren.
13 Jahre Rente  1.682,00 €/mon (Endalter 78). Macht 262.000,00 €  (etwa 40%)

Arbeitnehmer (mal fiktiv 2.000 € Durchschnittseinkommen/Monat  über 40 Jahre)
Macht 960.000,00 €  Gesamteinkommen
13 Jahre Rente 1.300,00 € /mon. (Endalter 78). Macht 202.800,00 € (etwa 20%).


Was ist Ihr Vorschlag? Gar keine Rente für MdBs?
Haben Sie das jetzt so umgerechnet, weil Ihnen die Zahlen hier 1682 Euro und da 1300 Euro nicht weit genug auseinander lagen?

Rechnen Sie doch mal, was bei einem höheren Einkommen (entprechend dem der MdBs) in 8 Jahren in der freien Wirtschaft zusammenkäme.


Zitat:
Grad heute hab’ ich den Fall eines Familienvaters gesehen. Der muss nach 20 Jahren sein Haus verkaufen und lebt jetzt von ALGII, weil er nicht weiterbeschäftigt wurde.


Darum, dass jetzt allgemein schlechtere Zeiten sind als noch vor einem Jahrzehnt, ging es doch nicht, das müssen Sie mir auch nicht erzählen. Es ging um das Klischee, dass alle MdBs oder Politiker in Gold baden. Leuten, die eine bessere Ausbildung haben oder das Glück hatten, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, geht es auch im Moment noch etwas besser als dem Durchschnitt.
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« Zuletzt geändert: 10. August 2006 um 07:31 von Hema »  
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #43 - 10. August 2006 um 09:03
 
Zitat:
Rechnen Sie doch mal, was bei einem höheren Einkommen (entprechend dem der MdBs) in 8 Jahren in der freien Wirtschaft zusammenkäme.
An dem Verhältnis in meinem Beispiel: 40 % des Einkommens als Rente  für 8 Jahre im Parlament zu 20 % des Einkommens für die 40 Jahre Arbeit – ändert sich bei Zugrundelegung anderer Beträge doch nichts. hä?

Zitat:
Es ging um das Klischee, dass alle MdBs oder Politiker in Gold baden.
Das hatte ich nie behauptet.  Nur das Verhältnis bei der Altersabsicherung ist nicht OK.
Und das kostet dem Steuerzahler langfristig ein Vermögen.

Zitat:
Leuten, die eine bessere Ausbildung haben oder das Glück hatten, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, geht es auch im Moment noch etwas besser als dem Durchschnitt.
Es gibt zu allen Zeiten Leute, denen es besser geht als dem Durchschnitt.
Der Durchschnitt wurde nur deutlich nach unten verschoben.

Zitat:
Was ist Ihr Vorschlag? Gar keine Rente für MdBs?
Einfach so in die Rentenkassen einbezahlen, als wenn die MdBs arbeiten würden. Zwinkernd
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #44 - 11. September 2006 um 15:53
 
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Asien trumpft auf, China und Indien wachsen zu neuen "Masters of the Universe" heran. Der Westen droht zum Verlierer der Globalisierung zu werden. Die Arbeitskraft der Europäer wird entwertet - millionenfach.

Zitat:
Der Kapitalist geht dahin, wo die Verzinsung seines Kapitals am höchsten ausfällt. Er baut eine Fabrik unter Palmen oder treibt einen Stollen ins ewige Eis; Hauptsache am Ende des Jahres ist mehr Geld in der Kasse als zu seinem Beginn. Das wichtigste Ziel des Kapitals ist es nunmal, sich zu vermehren. Wenn es das Gegenteil täte, also schmelzen würde, wäre niemandem geholfen, auch nicht den Arbeitnehmern. Meist schmelzen dann die Arbeitsplätze zügig hinterher. In der Zeitung taucht erst das Wort Missmanagement auf, dazu gesellen sich in dichter Abfolge die Vokabeln Krise, Sanierungsplan, Arbeitsplatzabbau.


Zitat:
Der Kapitalist ist flexibel, regelrecht unruhig geworden

Die Arbeit und der Arbeiter leben nicht in der gleichen Symbiose, das ist ihr Nachteil von Anfang an. Ihr Kommen und Gehen über Landesgrenzen hinweg kann gestoppt werden. Ihr Arbeitsplatz aber lässt sich durch den Einsatz von Grenzsoldaten nicht halten. Dass es den Staaten des Westens dennoch jahrzehntelang gelungen ist, auf den Arbeitsmärkten weitgehend unter sich zu bleiben, wirkt in der Rückschau wie das eigentliche Wunder der Nachkriegsjahre.


Zitat:
Die kommunistischen Führer in Osteuropa beobachteten das westliche Tete-a-Tete der Sozialpartner mit Argwohn, aber sie nahmen an ihm nicht teil. Sie tauschten mit dem Westen Rohstoffe und Waren, aber seinen Arbeits- und Kapitalmärkten blieben sie fern. Auch die Dritte Welt lebte auf einem anderen Stern, westliches Desinteresse und das eigene Unvermögen sorgten für den Ausschluss von jenem Prozess, den wir heute Globalisierung nennen.


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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #45 - 11. September 2006 um 17:05
 
Zu den Antworten fällt mir nur Sozialneid und Vollkaskomentalität ein. Den A.... bekommen die wenigsten hoch, schuld sind immer die Anderen(Politiker). Augenrollen
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #46 - 11. September 2006 um 19:48
 
Dann geben Sie dem Ex-Müllmann oder kleinen Automechaniker mal nen Tip, wie er mit seiner Rente über die Runden kommen soll. Vielleicht hat der 40 Jahre jeden Tag brav sein A.. in die Höhe gebracht als alleinverdienender Familievater. Der muß auch von seiner Rente weiterhin Miete und Rechnungen bezahlen. Erklären Sie dem doch mal Ihre Ansichten über Vollkaskomentalität.

Ist ja schön, wenn es Ihnen gut geht. Es gibt auch Leute, die es u.U etwas schwer im Leben hatten als Sie. Die haben Ihre Respektlosigkeiten sicher nicht verdient.

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #47 - 12. September 2006 um 08:03
 
Warum wird eigentlich immer dem Staat die Schuld in die Schuhe geschoben? Der war doch die letzten Jahrzehnte sozial genug gegenüber den Sozialschmarotzern.Warum hat man nicht schon in den 70ern mit der Reform des Sozialsystems begonnen? Warum interessierte es damals niemanden. Der Staat muss gar nichts, er kann!

Suchen Sie lieber die Schuld in der Globalisierung, der Unersättlichkeit der Weltelite. Auf DIE hat unser Staat (leider) keinen Einfluss.

Und von nix, kommt eben nix! So viel zum Thema. Augenrollen

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=2837
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #48 - 12. September 2006 um 10:16
 
Zitat:
Der Staat muss gar nichts, er kann!
Sie sind ja wirklich ein vorbildlicher Staatsbürger. Bei Ihrem Satz überkommt mich das Grauen.
Sie kennen den Amts(mein)eid?
Ich schwöre: Ich werde meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seine Freiheit verteidigen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden,….

Aber was Sie richtig erkannt haben, die Macht liegt schon lange nicht mehr in den Händen der Politiker.

Zitat:
Auf DIE hat unser Staat (leider) keinen Einfluss.

Dann erklären Sie mir doch mal wozu der Staat dann da ist.
Vielleicht haben Sie irgendwann mal 2 Minuten Zeit,  dann können Sie mir alles erzählen, was Sie über Politik wissen.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #49 - 12. September 2006 um 11:01
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 10:16:
Vielleicht haben Sie irgendwann mal 2 Minuten Zeit,  dann können Sie mir alles erzählen, was Sie über Politik wissen.



Das ist immerhin vier mal so viel wie Sie für Stammtischparolen benötigen.

Ist eigentlich schon der tollste Satz gefallen den es jemals auf dieser Erde gegeben hat?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #50 - 12. September 2006 um 11:17
 
Sie teilen also die Meinung: "der Staats muß nichts"?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #51 - 12. September 2006 um 11:23
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 11:17:
Sie teilen also die Meinung: "der Staats muß nichts"?



Wie kommen Sie darauf? Ich hab ihnen nur billige Polemik vorgeworfen ("die bösen Politiker"). Inhaltlich hab ich nix gesagt und ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust mich in diesem Forum auf ein Diskussion über Politik einzulassen.

Ich kann mich jedenfalls nur über solche Schwätzer aufregen die alles schlecht machen und keine Lösungen anbieten die auch nur annähernd realistisch wären. Wenn man ihre Argumentation zu Ende denkt wäre man beim Sozialismus, dagegen werden Sie sich sicher vehement wehren, weil das ja auch schlecht ist.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #52 - 12. September 2006 um 11:33
 
- entweder Sie haben meine Ausführungen nicht gelesen,
- sind schon aus Trotz grundsätzlich anderer Meinung als ich
- sind sozial reichlich abgestumpft
- oder haben einfach keine Ahnung - was wohl am ehesten zutreffen wird.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #53 - 12. September 2006 um 12:21
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 11:33:
- entweder Sie haben meine Ausführungen nicht gelesen


Doch habe ich.


Zitat:
- sind schon aus Trotz grundsätzlich anderer Meinung als ich


Klar!


Zitat:
- sind sozial reichlich abgestumpft


Da ich mich in keinster Weise irgendwie inhaltlich zu politischen Themen geäußert haben muss ich das jetzt wohl eher als Versuch der Diskreditierung werten als als Bewertung meiner politischen Meinung.


Zitat:
- oder haben einfach keine Ahnung - was wohl am ehesten zutreffen wird.


Auch da: Respekt, ohne irgendeine Äußerung von mir solch ein vernichtendes Urteil sprechen zu können ist bemerkenswert. Oder einfach nur Beleidigung Teil 2?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #54 - 12. September 2006 um 12:42
 
Zitat:
Oder einfach nur Beleidigung Teil 2?


Wenn man sowas von sich geben kann wie z.B.
Zitat:
Ich hab ihnen nur billige Polemik vorgeworfen ..

oder Zitat:
Ich kann mich jedenfalls nur über solche Schwätzer aufregen
.. sollte man auch über ein klein wenig Nehmerqualitäten verfügen.


... wenn Sie schon nichts zu sagen haben, warum lassen Sie es dann nicht einfach bleiben?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #55 - 12. September 2006 um 13:04
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 12:42:
sollte man auch über ein klein wenig Nehmerqualitäten verfügen können.


Hab doch Nehmerqualitäten, das wissen Sie doch!


Zitat:
... wenn Sie schon nichts zu sagen haben, warum lassen Sie es dann nicht einfach bleiben?


Wieso hab ich nichts zu sagen? Ich pflichte denen bei die ihre Argumentation für schlecht halten.

Lesen Sie doch mal:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436348,00.html
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #56 - 12. September 2006 um 13:53
 
Zitat:
Hab doch Nehmerqualitäten, das wissen Sie doch!
Nö, das wäre eine vollkommen neue Erkenntnis.

Zitat:
Wieso hab ich nichts zu sagen? Ich pflichte denen bei die ihre Argumentation für schlecht halten.
Nun ja, die Meinung des Spiegel Autors zu seiner eigenen zu machen ist natürlich auch so was wie "eine eigene Meinung".

Wie sehen Sie das eigentlich mit der steuerlichen Berücksichtigung der Produktionsverlagerung in Ausland? Kennen Sie noch ein Land, in dem so was möglich ist?

Wie stehen Sie denn zur Mehrwertsteuererhöhung, trotz unerwarteter Steuermehreinnahmen?

Haben Sie dazu auch eine Meinung?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #57 - 12. September 2006 um 14:41
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 13:53:
Wie stehen Sie denn zur Mehrwertsteuererhöhung, trotz unerwarteter Steuermehreinnahmen?


Ist mir egal, ich hab genug Geld.

Wenn man mehr ausgibt als man einnimmt muss man entweder mehr einnehmen oder weniger ausgeben.

Sie wollen offenbar beides nicht, denn Sie sind gegen "Sozialabbau" und gegen Steuererhöhungen.

Gleichzeitig sind Sie aber bestimmt auch der erste der sich beschwert dass total viel Geld völlig sinnlos für Zinsen rausgeworfen wird.

Jeder Cent der für Schuldenabbau oder weniger Schuldenaufnahme verwendet wird ist das doppelte wert. Ein seriös arbeitender Staat ist einer der mit dem auskommt was er hat.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #58 - 12. September 2006 um 14:56
 

Zitat:
Ich schwöre: Ich werde meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seine Freiheit verteidigen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden,….


Verteidigen heißt aber keinesfalls garantieren, wie auch?



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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #59 - 12. September 2006 um 14:56
 
Zitat:
Ist mir egal, ich hab genug Geld.
...sozial reichlich abgestumpft.. Augenrollen

Zitat:
Jeder Cent der für Schuldenabbau oder weniger Schuldenaufnahme verwendet wird ist das doppelte wert. Ein seriös arbeitender Staat ist einer der mit dem auskommt was er hat.  
Wer sagt's denn. Da sind wir einer Meinung.

Aber:
Staatsverschuldung:  Fällige Tilgungsausgaben wurden und werden mit neuen Krediten refinanziert. Darüber hinaus wurde und wird der Schuldenberg (Stand Ende 2005 rd. 1,52 Billionen EUR) zur vollen bzw. anteiligen Deckung der von ihm selbst verursachten wachsenden Zinseszinslasten um die jährliche Neuverschuldung erhöht. Diese erzeugt infolge gewachsener Zinslasten wieder neuen Kreditbedarf, dieser wieder neue Defizite infolge gewachsener Zinslasten usw. usw., und das mit steigender Tendenz in einer teufelskreisähnlichen Spirale. "Damit nährt sich die Verschuldung aus sich selbst heraus" (Zitat Deutsche Bundesbank)

Der Einzige der bisher etwas überhaupt gegen die Staatsverschuldung unternommen hat, war Eichel mit den  UMTS-Lizenzerlösen. Und wie hat die damalige Oppsition dagegen gewettert ... die hatten bessere Ideen...



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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #60 - 12. September 2006 um 15:05
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 10:16:
Zitat:
Der Staat muss gar nichts, er kann!
Sie sind ja wirklich ein vorbildlicher Staatsbürger. Bei Ihrem Satz überkommt mich das Grauen.
Sie kennen den Amts(mein)eid?
Ich schwöre: Ich werde meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seine Freiheit verteidigen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden,….

Aber was Sie richtig erkannt haben, die Macht liegt schon lange nicht mehr in den Händen der Politiker.

Zitat:
Auf DIE hat unser Staat (leider) keinen Einfluss.

Dann erklären Sie mir doch mal wozu der Staat dann da ist.
Vielleicht haben Sie irgendwann mal 2 Minuten Zeit,  dann können Sie mir alles erzählen, was Sie über Politik wissen.



Ihrer Polemik entnehme ich, dass Sie mehr oder weniger die Bildzeitung lesen, so wie fast jeder jammernde Bundesbürger.

Gehen Sie mal in Länder in denen echte Armut an der Tagesordnung steht. Hunger und Krieg mal ganz  aussen vor.

Dazu fällt mir noch das Schlagwort Besitzstandswahrung ein.

Aber vielleicht sollten Sie auch mal den Link begutachten, den ich weiter oben eingestellt habe.

Nein, ich werde nicht mit Ihnen über Politik diskutieren. Dafür ist die Grundvoraussetzung nicht geschaffen, dass Sie dies verstehen würden/wollen.

Polemisieren Sie recht schön weiter, dann kann ich mich um so mehr darüber amüsieren.

Eines kreide ich dem Staat tatsächlich an! Und zwar, dass er sich nicht um Bildung seiner Bundesbürger kümmert. Zwinkernd
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #61 - 12. September 2006 um 15:09
 
@ R.R.Ronaldson
Zitat:
Verteidigen heißt aber keinesfalls garantieren, wie auch?
Der Eid umfasst aber auch: seinen Nutzen mehren...
Wir sind, was das Witschaftswachstum angeht, das Schlußlicht in Europa. Trotzdem zahlen wir noch über 7 MRD jedes Jahr ein ... Spanien z.B. erhält ca. 8 Mrd.

Die durchschnittliche Beamtenpension liegt derzeit bei 2.620,00 Euro monatlich.
Viele Rentner die über 40 Jahre in die Sozialkassen gezahlt haben, erhalten eine Rente von unter 900 Euro monatlich. Über 4 Millionen Politiker und Beamte im öffentlichen Dienst zahlen bis heute keinen Cent in die Rentenkasse.

Ist das soziale Gerechtigkeit?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #62 - 12. September 2006 um 15:12
 



Zitat:
Wie kommen Sie darauf? Ich hab ihnen nur billige Polemik vorgeworfen ("die bösen Politiker"). Inhaltlich hab ich nix gesagt und ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust mich in diesem Forum auf ein Diskussion über Politik einzulassen.

Ich kann mich jedenfalls nur über solche Schwätzer aufregen die alles schlecht machen und keine Lösungen anbieten die auch nur annähernd realistisch wären. Wenn man ihre Argumentation zu Ende denkt wäre man beim Sozialismus, dagegen werden Sie sich sicher vehement wehren, weil das ja auch schlecht ist.


Naja, es gibt natürlich auch Leute mit einigermaßen Bildung. Jedenfalls noch jemand, der ausser jammern noch andere Fähigkeiten hat. Zwinkernd
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #63 - 12. September 2006 um 15:15
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 15:09:
@ R.R.Ronaldson
Zitat:
Verteidigen heißt aber keinesfalls garantieren, wie auch?
Der Eid umfasst aber auch: seinen Nutzen mehren...
Wir sind, was das Witschaftswachstum angeht, das Schlußlicht in Europa. Trotzdem zahlen wir noch über 7 MRD jedes Jahr ein ... Spanien z.B. erhält ca. 8 Mrd.

Die durchschnittliche Beamtenpension liegt derzeit bei 2.620,00 Euro monatlich.
Viele Rentner die über 40 Jahre in die Sozialkassen gezahlt haben, erhalten eine Rente von unter 900 Euro monatlich. Über 4 Millionen Politiker und Beamte im öffentlichen Dienst zahlen bis heute keinen Cent in die Rentenkasse.

Ist das soziale Gerechtigkeit?



Genau um diese sozialistisch/marxistische Bildzeitungspolemik geht es!

Das Kapital, den Wohlstand nimmt aber jeder Bundesbürger gerne entgegen, wenn er denn die Möglichkeit hätte. Das ist eben das ganze Paradoxum.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #64 - 12. September 2006 um 15:16
 
Zitat:
Nein, ich werde nicht mit Ihnen über Politik diskutieren. Dafür ist die Grundvoraussetzung nicht geschaffen, dass Sie dies verstehen würden/wollen.
klingt schwer nach "der Fuchs und die saueren Trauben"

Zitat:
Ihrer Polemik entnehme ich, dass Sie mehr oder weniger die Bildzeitung lesen, so wie fast jeder jammernde Bundesbürger.
Was lesen Sie denn so? Herald Tribune, financial times oder die Frau im Koma?

Zitat:
Eines kreide ich dem Staat tatsächlich an! Und zwar, dass er sich nicht um Bildung seiner Bundesbürger kümmert.
Das können Sie den Bayrischen Politikern nun wirklich nicht ankreiden.
Als logische Pisa Konsequenz wurde kurzerhand das Büchergeld einführt.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #65 - 12. September 2006 um 15:18
 
Zitat:
Genau um diese sozialistisch/marxistische Bildzeitungspolemik geht es!
Statisches Zahlenwerk. Kannten Sie diese etwa noch nicht?

Was wäre denn Ihre Idee, die Renten der heute etwa 50jährigen sicher zu stellen?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #66 - 12. September 2006 um 15:26
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 14:56:
Zitat:
Ist mir egal, ich hab genug Geld.
...sozial reichlich abgestumpft.. Augenrollen


Entschuldigen Sie dass ich mich angesichts meines ordentlichen Einkommens nicht in die verlogene Heerschar derjenigen einreihen möchte die vorgeben dass 6 Cent mehr für ne Packung Shampoo den Fortbestand des Landes bedrohen und gleichzeitig rauchen, Alufelgen haben oder 3x im jahr in Urlaub fahren.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #67 - 12. September 2006 um 15:30
 
Zitat:
Entschuldigen Sie dass ich mich angesichts meines ordentlichen Einkommens nicht in die verlogene Heerschar derjenigen einreihen möchte die vorgeben dass 6 Cent mehr für ne Packung Shampoo den Fortbestand des Landes bedrohen und gleichzeitig rauchen, Alufelgen haben oder 3x im jahr in Urlaub fahren.
Entschuldigung angenommen. Smiley
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #68 - 12. September 2006 um 15:58
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 15:18:
Zitat:
Genau um diese sozialistisch/marxistische Bildzeitungspolemik geht es!
Statisches Zahlenwerk. Kannten Sie diese etwa noch nicht?

Was wäre denn Ihre Idee, die Renten der heute etwa 50jährigen sicher zu stellen?


Die Frage ist, ob man heute überhaupt 30 Jahre in die Zukunft sehen kann mit einer vernünftigen Fehlerrate.

Es gibt einige Variable, die möglicherweise ein völliges Umdenken erforderlich machen werden:

- die Energiefrage (Wechsel vom Erdöl auf andere Energieträger)
- die Klimafrage (wird bei der Erderwärmung eine kritische Größe zum Beispiel im Hinblick auf den Golfstrom überschritten)
- die politische Frage (Auswirkungen der stetig steigenden Wirtschaftskraft Chinas)
- und das zu den demographischen Faktoren, die wir hier haben

Vieles, was lange galt, gilt heute nur noch eingeschränkt. So halte ich zum Beispiel eine Anlage in Immobilien von bestimmten Gebieten abgesehen, nicht mehr für die sichere Investition, die sie jahrzehntelang war (von dem eigenen Haus zu eigenen Wohnzwecken, nicht zu Investmentzwecken, mal abgesehen).

Die einfache Fortschreibung wird in keinem Fall genügen. Patentrezepte, die zugleich einfach, sicher und leicht durchzusetzen sind, wird es nach meiner Meinung nicht geben.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #69 - 12. September 2006 um 16:42
 
So ist es.
Das versteht aber das gemeine Volk nicht. Wo kein Geld mehr eingenommen wird, kann auch nichts mehr fließen.
Das Volk macht aber hierbei vom Gewohnheitsrecht gebrauch, nur erkennt es die Hintergründe, die Entwicklung global und im Lande nicht.

So lange es fürstliche Urlaubs/Weihnachtsgelder/Urlaubstage und 35 Std Wochen in Deutschland gibt,
wird sich hinsichtlich der Renten nichts tun.

Dafür ist sich der Deutsche aber zu bequem und kommt sich betrogen vor.

In naher Zukunft werden wir aber um Arbeitszeitverlängerung, Kürzungen innerbetrieblichen Sonderzahlungen etc. nicht herumkommen.
Die Arbeitslosenzahl wird nicht sinken, weil Angestellte/Arbeiter mehr für ihr Einkommen leisten müssen und dadurch keine Arbeitsplätze geschaffen werden.

Fakt: Das paradisische Sozialsystem steht vor dem Kollaps. Der Schuß ist nach hinten losgegangen.

Nur dauert es noch, bis es der Letzte verstanden hat.

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« Zuletzt geändert: 13. September 2006 um 07:46 von R.R. Ronaldson »  
 

 
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #70 - 12. September 2006 um 17:13
 
>go-natural
>Re: Politik / Sozialsystem
>Antworten #64 - Heute um 15:16:26  

>Was lesen Sie denn so? Herald Tribune, financial times oder die Frau
>im Koma?
 
Der Wahrsager bei Asterix las aus dem Schinken. Smiley


>Zitat:
>>Eines kreide ich dem Staat tatsächlich an! Und zwar, dass er sich
>>nicht um Bildung seiner Bundesbürger kümmert.

>Das können Sie den Bayrischen Politikern nun wirklich nicht
>ankreiden.
>Als logische Pisa Konsequenz wurde kurzerhand das Büchergeld
>einführt.

Das paßt doch hervorragend zur Einführung der Studiengebühren.

Bildung ist ein wertvolles Gut.

Mit nichts kann man das dem Bürger besser klar machen, als daß man sie so hoch hängt, daß er nicht mehr dran kommt.

Das Dumme ist nur, daß der Bürger die Bildung gar nicht will.

Die selbstgewählte Reichtumslosigkeit der Bürger des PISA-Edelmutlandes Bremen betrifft vor allem die Askese bei der Bildungsvöllerei.
Man ist dumm und man ist stolz darauf!

...

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #71 - 12. September 2006 um 18:28
 
Zitat:
Die einfache Fortschreibung wird in keinem Fall genügen. Patentrezepte, die zugleich einfach, sicher und leicht durchzusetzen sind, wird es nach meiner Meinung nicht geben.

Patentrezepte werden sicher auch nicht erwartet. Nur vollkommen gleichgültig zusehen, wie gerade diejenigen, die ohnehin nur sehr wenig haben, immer weiter nach unten gedrückt werden, kann es wohl auch nicht sein.
Da brabbelt hier Einer was von Besitzstandswahrung angesichts von explodierender Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Erde. Ich hätte da einen kompetenten Gesprächspartner aus dem Nachbarort. Familienvater, 49 Jahre alt, 2 schulpflichtige Kinder. Er war seit seinem 17ten Lebensjahr bei AEG in Nürnberg in der Logistik beschäftigt. Die Produktion wurde bekanntlich ins Ausland verlegt. Der steht nun vor den Scherben seiner Existenz.
Was die Rente betrifft: In der Alterklasse von 50 bis 65 Jahren stehen etwa 35% noch in Lohn und Brot. Wenn man berücksichtigt, dass 10 Jahre früher in Rente (dazu noch gezwungener Massen) auch 10% weniger Rente bedeutet, sieht das in etwa so aus: 2.000 € Netto während des Arbeitslebens – 1.3000 € bei Erreichen des Rentenalters. Oder aber 1.170 € bei 10 Jahren früher in Rente. Das Dumme ist nur, Sie können sich das vermutlich nicht mal aussuchen. Nur noch etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen beschäftigt noch Leute über 50 Jahren. Aber das nur eines der vielen Probleme die heute nicht angegangen werden.
Die Renten sind sicher! (Zitat Norbert Blüm vor ca. 18 Jahren)
Ähm, wie ist das eigentlich bei Beamten, wenn die früher in Rente gehen?



Die uns regierenden Physikerin mit 15 Jahren Demokratie Erfahrung sprach während des Wahlkampfs noch vom großen Wurf. Kürzlich, in einem Interview, schon vom Mosaiksteinchen legen, für das neue, leistungsstarke  Deutschland. Die sollte sich mal beeilen. Länger als 4 Jahre, denke ich, wird sie nicht Zeit haben.

Die erste "Watschn" für die untätige Politik wird wohl in MacVo ausgeteilt werden.
Dort munkelt man etwas von 20% Stimmen für die NPD. Aber in gerade in diesem strukturstarken Bundesland, kommt es ja auf den einen oder anderen Investor nicht an, der deswegen das Weite suchen wird.
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« Zuletzt geändert: 12. September 2006 um 22:16 von go-natural »  

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #72 - 12. September 2006 um 22:11
 
@R.R.Ronaldson
Zitat:
Das versteht aber das gemeine Volk nicht.
Verstehe. Sie sind anscheinend nicht Teil des "gemeinen Volkes". (Schon alleine für die Bezeichnung "gemeines Volk" hätten Sie einen kräftigen Tritt in den Hintern verdient) Wer sind Sie eigentlich? Der Präsident des Arbeitgeberverbandes?

Zitat:
Das Volk macht aber hierbei vom Gewohnheitsrecht gebrauch, nur erkennt es die Hintergründe, die Entwicklung global und im Lande nicht.
Aber Sie haben den Durchblick, nicht wahr?
Wie wäre es mal mit ein paar Zahlen - statt großkotzig hole Phrasen nachzuplappern - die Ihre Theorien untermauern. Schon mal das Schwarzbuch gelesen?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #73 - 12. September 2006 um 23:14
 
go-natural schrieb am 12. September 2006 um 22:11:
Sie sind anscheinend nicht Teil des "gemeinen Volkes". (Schon alleine für die Bezeichnung "gemeines Volk" hätten Sie einen kräftigen Tritt in den Hintern verdient)


Das war glaube ich nicht so gemeint, wie Sie es verstanden haben. "Gemeines Volk" ist ein alter, heute etwas antiquierter Begriff für "Otto Normalverbraucher" und bezeichnete früher denjenigen, der nicht von Adel war. Der war an sich wertneutral.

Zitat:
Wie wäre es mal mit ein paar Zahlen - statt großkotzig hole Phrasen nachzuplappern - die Ihre Theorien untermauern. Schon mal das Schwarzbuch gelesen?


Welches?

Da gibt es mehrere.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #74 - 13. September 2006 um 07:37
 
Zitat:
Wie wäre es mal mit ein paar Zahlen - statt großkotzig hole Phrasen nachzuplappern


hole Phrasen = Loch Phrasen?

Es bedarf keiner Zahl, wenn man(n)/Frau nur 1+1  zusammen zählen muss. Zwinkernd

Und ich muss auch nicht der Präsident eines Arbeitgeberverband sein, um zu erkennen, dass es mit der Sozialreform erst begonnen hat.

Vielleicht sollten Sie das auch mal zur Kenntnis nehmen. Aber ich erwähnte ja schon, dass Sie gar nicht dazu bereit sind Sachverhalte zu erkennen.

Statt dessen rennen Sie mit der Gewerkschaftsbrille durch die Gegend.

"Gemeines Volk" ist eine vortreffliche Umschreibung  für die ganzen 75 IQ Dumpfbacken die behaupten
mit 30Stunden Wochen, 50% Urlaubsgeld, 30 U-Iage  etc., den wirtschaftlichen Aufschwung zu holen (der eigentlich nötig wäre für die Rentenkasse).

Aber das können Sie ja alles in der Bildzeitung nachlesen.

So, wir krempeln die Ärmel hoch, spucken nochmal in die Hände,....das gibt einen arbeitsreichen Tag heute.

Sie werden sicher die Zeit finden hier weiter zu polemisieren/posten.

Viel Spaß, ich hoffe Sie gefrustet zu haben. Zwinkernd
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #75 - 13. September 2006 um 10:00
 
go-natural schrieb am 13. September 2006 um 08:22:
@hema
Der Kerl schreibt tatsächlich:
Zitat:
"Gemeines Volk" ist eine vortreffliche Umschreibung  für die ganzen 75 IQ Dumpfbacken die behaupten mit 30Stunden Wochen, 50% Urlaubsgeld, 30 U-Iage  etc., den wirtschaftlichen Aufschwung zu holen

und Sie wollen mir erzählen, das war nicht so gemeint? Sie scherzen Zwinkernd


Ja nu - Sie haben recht. Jetzt ist es ja ausreichend definiert, was gemeint war. unentschlossen

Wohlfeile Sprüche haben wir alle drauf. An denen besteht kein Mangel, sondern an hinreichend konkretisierten Ideen, die auch breit durchsetzbar wären.

Mal was Butter bei die Fische: Welche Gesetze/Rahmenbedigungen würden die Mitdiskutanden KONKRET ändern, um von der Seite der Politik her die Bedingungen zu verbessern?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #76 - 13. September 2006 um 14:12
 
Bergbausubventionen einstellen, denn die paar Arbeitslose mehr kämen uns letztendlich billiger als die derzeitigen Subventionen. Dann mindesten die Hälfte des gesparten Geldes ins Bildungssystem investieren.
Als nächstes die Bundesverwaltungsagentur für Arbeitslose auflösen  und die Jobvermittlung privatisieren.

Dann wären schon einige Milliarden übrig.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #77 - 13. September 2006 um 14:15
 


Zitat:
Mal was Butter bei die Fische: Welche Gesetze/Rahmenbedigungen würden die Mitdiskutanden KONKRET ändern, um von der Seite der Politik her die Bedingungen zu verbessern?


Hahaha! Also das ist also das OFFENE(-zensierte) Forum. Laut lachend

Gegenfrage: Wie wollen Sie Geld verteilen das nicht vorhanden ist.

Gut gemeinte Ratschläge zur Bewältigung des Sozialabbaus gibt es ja genug. Nur habe ich vom Herrn Go-Natural noch nichts Konstruktives darüber gelesen. Es sind die trivialen Hetzparolen die mich, ehrlich gesagt, nicht im geringsten beeindrucken. Herr Go-Natural möchte, wie er selbst  immer wieder schreibt auf Neuverschuldungen zurückgreifen, um das Sozialpaket weiter aufrecht zu erhalten (nur auf DAS läuft es hinaus!), denn DAS wäre dann nötig.

Damit Geld in die Kasse kommt, muss die Wirtschaft einen höheren Aufschwung erleben. Das ist mit der bisherigen Arbeitsmoral nicht möglich.

Oder die (globale) Wirtschaft wird zum Sozialamt, was sie nicht tut (nicht im Kapitalismus).

Die Renten können nur steigen, wenn die Steuerzahler dementsprechend dafür aufkommen.

So, nun fragen sie mal im "Land des jammerns" nach, wer dazu bereit wäre. Ich glaube Herr Go-Natural würde sich an dieser Stelle gerne in die Taschen greifen lassen. Augenrollen


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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #78 - 13. September 2006 um 14:49
 
Zitat:
Herr Go-Natural möchte, wie er selbst  immer wieder schreibt auf Neuverschuldungen zurückgreifen,
Zeigen Sie doch mal, wo ich das geschrieben habe… Smiley

Zitat:
Damit Geld in die Kasse kommt, muss die Wirtschaft einen höheren Aufschwung erleben. Das ist mit der bisherigen Arbeitsmoral nicht möglich.
Und Sie glauben durch Verzicht auf sämtliche Sozialleistungen/Urlaub und Einführung der 60 Stundenwoche kriegen wir die Kurve??
Am besten schaffen wir die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auch gleich ab.

Nochmal die Frage.. wie stehen Sie denn zu den 55 Mrd. Subventionen und  7,5 Mrd Zahlung an die EU??
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #79 - 13. September 2006 um 14:52
 
Zitat:
Die Renten können nur steigen, wenn die Steuerzahler dementsprechend dafür aufkommen.
Ach was! Die Renten werden jetzt vom Steuerzahler bezahlt.  Cool

Zitat:
nicht im Kapitalismus
Ah ja! Komisch, ich dachte immer wir hätten Marktwirtschaft.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #80 - 13. September 2006 um 15:05
 
go-natural schrieb am 13. September 2006 um 14:52:
Zitat:
Die Renten können nur steigen, wenn die Steuerzahler dementsprechend dafür aufkommen.
Ach was! Die Renten werden jetzt vom Steuerzahler bezahlt.  Cool



Äh, ja. Etwa ein Drittel der Renten wird aus Steuermitteln bezahlt weil die Rentenbeiträge nicht ausreichen. Demnach geht jede Erhöhung der Renten auf Kosten der Steuerzahler, es sei denn sie erhöhen die Rentenbeiträge entsprechend.

Dass ausgerechnet Sie das nicht wussten, obwohl Sie hier alles und jedem politische Ahnungslosigkeit vorwerfen, irritiert und belustigt mich.

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #81 - 13. September 2006 um 15:17
 
Zitat:
Dass ausgerechnet Sie das nicht wussten, obwohl Sie hier alles und jedem politische Ahnungslosigkeit vorwerfen, irritiert und belustigt mich.
Freut mich, dass Sie auch mal was zu lachen hatten.

Dass ein Teil über Steuermittel finanziert wird, heißt aber noch lange nicht, dass der Steuerzahler die Renten bezahlt.  Cool
Wann war denn die letzte Rentenerhöhung?

Und wie ist das nun mit dem Kapitalismus?
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #82 - 13. September 2006 um 15:29
 
go-natural schrieb am 13. September 2006 um 15:17:
Zitat:
Dass ausgerechnet Sie das nicht wussten, obwohl Sie hier alles und jedem politische Ahnungslosigkeit vorwerfen, irritiert und belustigt mich.
Freut mich, dass Sie auch mal was zu lachen hatten.

Dass ein Teil über Steuermittel finanziert wird, heißt aber noch lange nicht, dass der Steuerzahler die Renten bezahlt.  Cool
Wann war denn die letzte Rentenerhöhung?


Naja, das sind schlappe 60 milliarden im Jahr die der Steuerzahler bezahlt.

Ich kann es ihnen ja noch mal vorrechnen...


Sie bezahlen für etwas 100 Euro im Monat. Können aber nur 70 Euro im Monat aufbringen. Die restlichen 30 Euro bekommen Sie von einem Freund, weil der so nett ist. Wenn das wofür Sie 100 Euro im Monat bezahlen jetzt plötzlich 120 Euro bezahlen soll, wer muss dann wohl die Differenz von 20 Euro bezahlen? Sie? geht ja wohl nicht, sonst hätten Sie ja vorher 90 bezahlen können. Also? Richtig der Freund muss 50 bezahlen...

Und sehen Sie: genauso ist es mit der Rente. Wenn Sie die erhöhen bezahlt das der Steuerzahler, weil die Rentenkasse nicht mal genug hat um die Rente selber zu zahlen.

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #83 - 13. September 2006 um 15:41
 
... dafür werden etwa 50 Mrd. für versicherfremde Leistungen entnommen. Das werden Sie ja sicherlich auch wissen.  Da wird ja nur noch hin und her geschoben.

Wann war die letzte Rentenanpassung?
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R.R. Ronaldson
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #84 - 13. September 2006 um 15:44
 


Zitat:
Äh, ja. Etwa ein Drittel der Renten wird aus Steuermitteln bezahlt weil die Rentenbeiträge nicht ausreichen. Demnach geht jede Erhöhung der Renten auf Kosten der Steuerzahler, es sei denn sie erhöhen die Rentenbeiträge entsprechend. 


Geben Sie sich keine Mühe, GN hat den Link immer noch nicht gelesen und will das auch nicht. Er lebt in seiner schwarz/weißen Welt.

Das Subventionsabbaugelabberer? Nö, da lass ich mich mal gar nicht darauf ein. Des weiteren hatte ich von Steuererhöhungen bei Anhebung des Rentenniveau  geschrieben, die eben bei Anhebung entsprechend steigen würden. Ist halt Auslegungssache. Zwinkernd
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #85 - 13. September 2006 um 15:48
 
Zitat:
Das Subventionsabbaugelabberer? Nö, da lass ich mich mal gar nicht darauf ein

Sie haben bessere Ideen?

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R.R. Ronaldson
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #86 - 13. September 2006 um 16:11
 
Lesen Sie eigentlich gar nichts? Augenrollen

Ich habe keine Ideen, wie ich dem Vollkaskobürger seinen (verdienten?) Wohlstand erhalten kann.

Die Fakten:

Das Rentenniveau wird weiter sinken

Die Arbeitslosenzahlen werden nicht sinken

Nebenkosten werden den Bürger noch mehr belasten, als jemals zuvor.

Die Mwst wird auf 19% angehoben

Sozialleistungen werden stetig gekürzt

Daran muss sich Otto Normal erst gewöhnen. Nix mit 3X im Jahr Urlaub, schickes Auto, Markenklamotten a la Hilfiger, keine Wochenendtripps/Kurzurlaube,Essengehen,Kinogehen etc.

Nicht weil es nicht gegönnt wäre. Es würde bedeuten, dass Otto über seine Verhältnisse lebt, was er ja bisher aber auch schon getan hat.

Der Luxus kam mit dem Wirtschaftsaufschwung der 50er  und geht in Zeiten des Zinskapitalismus und Globalisierung.

Dies sollte eigentlich mehr Kopfzerbrechen bereiten. Der Papst hatte es ja schon vortrefflich formuliert.

Vielleicht sind wir alle zu gottlos geworden und erkennen die wichtigen Dinge im Leben nicht mehr (Wohlstandsdenken/Gesellschaft).
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #87 - 13. September 2006 um 16:32
 
Zitat:
Lesen Sie eigentlich gar nichts?
Aber sicher doch.
Sie glauben, dass wir durch Verzicht auf sämtliche Sozialleistungen/Urlaub und Einführung der 60 Stundenwoche die Kurve kriegen. Ich glaube das nicht.

Sie sprechen von Sozialschmarotzern. Ich denke den meisten tun Sie damit Unrecht.

Sie denken, der Staat nimmt zu wenig Geld ein. Ich denke der geht nicht sorgfältig genug mit unseren Abgaben um. (Zumindest in weiten Teilen) Und ich denke unsere Politiker sind einfach zu feige, um auch unpopuläre Maßnahmen gegen mächtige Gruppierungen – deren gibt reichlich bei uns – durch zu setzten.
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R.R. Ronaldson
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #88 - 13. September 2006 um 17:10
 
Das eigentliche Problem:


Sozialfeindliche Strukturen wachsen wie eine tödliche Pilzinfektion im Untergrund von ehemals vorbildlich funktionierenden, an sozialethische Normen orientierten Gesellschaften.  

Auch unsere Politik ist bereits durch und durch von dieser Infektion der Anbetung der Gewinnmaximierung verseucht. Dem Staatsvolk wird das Fundament der politischen Arbeit als „Ethik, Menschlichkeit, Gerechtigkeit und soziale Verantwortung“ proklamiert.  

Im Politalltag werden aber gerade diese Begriffe durch immer neue Gesetze und Forderungen aus den Reihen der Globalgeier Stück für Stück demontiert.

Im NEUDEUTSCH der Globalisierungsabläufe heißt dies dann pervers und sinnverdreht „mehr Freiheit durch mehr Eigenverantwortung“.

Der Staat stiehlt sich aus der Verantwortung und Fürsorgepflicht für seine Bürger und öffnet dem Globalkapital Tür und Tor, um sich räuberisch bereichern zu können.  

Gerade durch von Politik und Wirtschaft im Vorfeld der Globalisierung hochgelobten angeblichen Vorteile für unsere Gesellschaft werden die ehemals gerecht funktionierenden Sozialsysteme in wirtschaftlich, und in Folge, in politisch unterdrückerische Gesellschafts- bzw. Staatssysteme transformiert.

Die verheerenden Abstriche innerhalb der letzten 5 Jahre auf dem Gebiet der demokratischen bürgerlichen Rechte innerhalb unserer Gesetzgebungen, sowie umfangreiche Streichungen sozialer Leistungen für die Schwachen unserer Gesellschaft, auf allen Ebenen unseres „Sozialstaates“, legen hierfür Zeugnis ab.

Diese Vorgänge sind aber auch ein Beweis für eine Kapitalumverteilung von unten nach oben, die sich bereits innerhalb unserer Gesellschaft vollzogen hat bzw. noch im vollen Gange ist.
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ama
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #89 - 13. September 2006 um 17:40
 
>go-natural
>Re: Politik / Sozialsystem
>Antworten #83 - Heute um 15:41:17  

>Wann war die letzte Rentenanpassung?

Wann war die letzte Rentneranpassung?

"Dr. Schmidt in den OP, kein Arzt ist weit und breit
Dr. Schmidt in den OP, es tut uns furchtbar Leid
Dr. Schmidt in den OP, der Blinddarm wartet schon,
Schnell ran und davon, ich weiß, Sie könn' das schon!"


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(über das die Band älter Säcke)
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #90 - 13. September 2006 um 17:42
 

Zitat:
Sie sprechen von Sozialschmarotzern. Ich denke den meisten tun Sie damit Unrecht.


So? Wenn ein Kollege montags/freitags chronisch blau macht, betrügt er seine Kollegen,die Bürger und das Sozialsystem.

Wenn jemand wegen Katerkopfweh zum Hausarzt rennt, obendrein noch Schnupfen befürchtet, sich 2 Wochen krankschreiben lässt, ist das Betrug an seinen Kollegen,den Bürgern und dem Sozialsystem.

Wenn ich einen Verkaufsladen betrete und mir nach einigen Minuten eine mürrische, phlegmatische Verkäuferin/Verkäufer ihre/sein Ich-hab-heut-keinen-bock-what-willste-überhaupt-Visage  entgegenstreckt, ist es Betrug an den Kollegen, den Bürgern, dem Sozialsystem.


Wenn sich Sozialhilfeempfänger mittags um 12 aus dem Bett quälen, um mit ihrem Sportauto ins nächste Straßencafe zu fahren, so ist es Betrug an den Bürgern, dem Steuerzahler und dem Sozialsystem.

Wenn ich Krankenkosten bezahlt bekomme, die überhaupt gar nicht notwendig sind, so ist es Betrug am  Steuerzahler(Lohnnebenkosten) und dem Sozialsystem.

Und und und.....

Dies war die Vergangenheit. Die Krankenrückgangszahlen bestätigen dies, weil jetzt jeder Angst um seinen Arbeitsplatz hat, wenn er weiter schmarotzt. Zwinkernd

Manche Dinge erledigen sich aber von selbst.Man(n)/Frau muss es aber erst verstehen lernen.
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« Zuletzt geändert: 13. September 2006 um 18:49 von R.R. Ronaldson »  
 

 
Hackethal
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #91 - 13. September 2006 um 18:59
 
Profitgier geht über Leichen
Von Gabor Steingart

Zitat:
Die Kommunisten Chinas sind keine Kommunisten mehr: Sie und ihr Staat haben sich zur Schutzmacht des Kapitals aufgeschwungen - gegen die Arbeiter. So ist die Volksrepublik heute das Land mit den rauesten Gepflogenheiten auf dem Arbeitsmarkt. Zur Exportförderung beutet man auch Kinder aus.


Zitat:
Rund ein Drittel des in Europa erwirtschafteten Wohlstands wird über die verschiedenen Leitungssysteme vom Kern zur Kruste umgeleitet. Rechnerisch erhielt im Jahr 2003 in Deutschland jeder der 82 Millionen Einwohner - vom Kleinkind bis zum Greis - auf diese Weise rund 8400 Euro. Das Sozialbudget, so wird der aus dem Innersten der Volkswirtschaft entnommene Gesamtbetrag genannt, beträgt in Deutschland rund 700 Milliarden Euro und europaweit liegt es bei fast drei Billionen Euro.


Zitat:
Auch Tote werden im chinesischen Wirtschaftsleben billigend in Kauf genommen. Im Jahr 2005 gab es nach westlichen Schätzungen in China rund 100.000 tödliche Arbeitsunfälle, davon etwa 10.000 im Bergbau.


Zitat:
Es ist, als habe Marx seine Erkenntnisse in China gewonnen

Seit den wilden Zeiten der Industriellen Revolution hat es einen derart urwüchsigen Kapitalismus nicht mehr gegeben, der alles andere zur Seite schiebt, zur Not eben auch das Recht der Kinder auf Kindheit und der Gesunden auf Unversehrtheit. Es ist, als habe Karl Marx seine Erkenntnisse über die Skrupellosigkeit des Kapitals in chinesischen Bergwerken und indischen Textilfabriken gewonnen: "Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. 10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens."


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,436350,00.html

Zitat:
Die Kommunisten in China sind keine Kommunisten mehr, wie wir sie noch aus Moskau in Erinnerung haben. Sie sind Nationalisten, die ihr Land nach jahrzehntelanger Irrfahrt in die Spitzengruppe der wohlhabenden Staaten steuern wollen.
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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #92 - 13. September 2006 um 19:47
 
Zitat:
Auch unsere Politik ist bereits durch und durch von dieser Infektion der Anbetung der Gewinnmaximierung verseucht…..
Der Staat stiehlt sich aus der Verantwortung und Fürsorgepflicht für seine Bürger und öffnet dem Globalkapital Tür und Tor, um sich räuberisch bereichern zu können.  

Ich verstehe Sie nicht ganz. Genau dafür wollen Sie doch "die Ärmel hochkrempeln".

Zitat:
Wenn sich Sozialhilfeempfänger mittags um 12 aus dem Bett quälen, um mit ihrem Sportauto ins nächste Straßencafe zu fahren, so ist es Betrug an den Bürgern, dem Steuerzahler und dem Sozialsystem.
ALG II: (nach meinem Wissensstand)
345 € für Alleinwohnende und 311 € in einer Bedarfsgemeinschaft.
Entsprechende Miete und Nebenkosten (außer Strom und Gas für warm Wasser, Herd ect.) werden übernommen. Alles Andere ist in den 345€ (311 €) inbegriffen.
Dass das für den Sportwagen reicht, wage ich zu bezweifeln.
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Re: Politik / Sozialsystem/ Bildungsnotstand
Antwort #93 - 13. September 2006 um 20:24
 
Auch wenn' s nicht ganz dazu passt......

Bildungsnotstand gefährdet Konjunktur
Deutschland hat in der Bildungspolitik weiterhin dringenden Handlungsbedarf. In der jüngsten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" stellen die Experten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erhebliche Defizite bei der Ausbildung an Schule und Hochschule fest. Gute Ausbildung schafft Arbeitsproduktivität und Wachstum, mahnen die Fachleute.

der Artikel


... ich fürchte mal, mit der Rechtschreibreform allein wird's wohl nicht getan sein. Smiley
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #94 - 14. September 2006 um 07:59
 

Zitat:
Dass das für den Sportwagen reicht, wage ich zu bezweifeln.


Jetzt nicht mehr, vor ein paar Jahren schon.Kürzung der  Sozialleistungen.Sehr zum Jammer der ehem. Sozialstaatsmissbraucher.Und das, ohne schadenfroh zu sein. Mir wäre es lieber es wäre so wie früher und die Renten wären wirklich sicher. Warum das nicht geht, sollte jeder wissen.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #95 - 14. September 2006 um 09:00
 
Zitat:
Mir wäre es lieber es wäre so wie früher
Das wünschen sich viele, aber wahrscheinlich nicht alle...
Ich geb' Ihnen mal noch ein paar Zeilen und Zaheln mit auf den Weg..

....Firmenchef Wenning peilt für 2006 mit 2,6 Mrd € den "höchsten Gewinn der Konzerngeschichte" an.
_______________________

Siemens ist ein weltweit tätiger deutscher Konzern. Wir sind in 190 Ländern geschäftlich aktiv und (erzielen) rund 80 Prozent unseres Umsatzes außerhalb Deutschlands – mit nur 60 Prozent aller Beschäftigten. Das ist einer der Gründe, warum unsere inländische Steuerposition so ist, wie sie ist. Wir steuern unseren Konzern immer noch von Deutschland aus. Noch! Weil hier die offiziellen Steuern sehr hoch sind, gestalten wir das deutsche Betriebsergebnis durch Verlustabschreibungen so, dass wir kaum einen Gewinn oder sogar einen Verlust machen („niedrigeres oder zeitweilig sogar negatives inländisches Ergebnis“). So zahlen wir in Deutschland keine Steuern. Wenn die deutsche Politik das durch eine Steuerreform ändern will, werden wir das zur Kenntnis nehmen und entsprechende Konsequenzen ziehen.
Eine umfangreiche Mitteilung der Siemens-Zentrale an die US-Börsenaufsicht SEC in Washington am 5. Dezember des Jahres 2003 hilft uns auf die Sprünge. Den strengen Amerikanern sei Dank. Hier sind Steuerleistungen getrennt nach Deutschland und Ausland aufgezählt und dankenswerterweise auch die Verlustabschreibungen …
Zusammengerechnet über die letzten drei Jahre – von September 2001 bis September 2003 – hat Siemens in Deutschland keine Ertragssteuern bezahlt. Im Gegenteil: Siemens hat in diesem Zeitraum vom deutschen Staat sogar 119 Millionen Euro erhalten. Respekt! Nicht zu Unrecht gilt Konzernchef Heinrich von Pierer als einer der besten und angesehensten Manager in Deutschland.
Wie viel Steuern hat Siemens im selben Zeitraum – 2001 bis 2003 – im Ausland bezahlt? Auch das können wir vorrechnen: Es sind 1,234 Milliarden Euro. Natürlich hat Siemens auch im Ausland Verluste abgeschrieben (insgesamt 675 Millionen Euro), aber es hatte eben nicht gereicht, um den ausländischen Finanzämtern zu entkommen.

_______________________

Von 1960 bis 2000 sank in (West-)Deutschland der Anteil der Steuern auf Gewinn- und Vermögenseinkommen von 20 Prozent auf 6,7 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Steuern auf Löhne und Gehälter von 6,3 auf 19,4 Prozent.

Andere Zahlen, dieselbe Tendenz: 1983, zu Beginn der Ära Kohl, machten Körperschafts- und Einkommenssteuer noch 14 Prozent der Gesamtsteuereinnahmen aus, im Jahr 2002 aber nur noch 2,3 Prozent.

Der Staat holt sich das Geld also bei denen, die sich am wenigsten wehren können.

.. auf Wunsch gibt es gerne noch mehr meiner Stammtischparolen.   Cool
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« Zuletzt geändert: 14. September 2006 um 13:57 von go-natural »  

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #96 - 14. September 2006 um 14:38
 
Verwundert Sie das in Zeiten der globalen Wirtschaft?

Diese art von Konzernführungen sind global getimed. Schlaustudierte Managerköpfe (oft in den USA)
haben das geschaffen, um die Mitarbeiter in den Konzernen mundtod zu machen.

Dies ist auch der Grund, warum sich Gewerkschaften zurück halten müssen. Ein aggressiver Arbeitskampf die Lohnforderungen, aber auch Sozialleistungen vom Konzern fordern, werden somit abgeschmettert.

Man geht dort hin, wo die Arbeit billiger ist und setzt seinem Produkt nur noch den Stempel auf, wird somit teuer verkauft, billig produziert.

Wenn man das "Problem" lösen möchte, müsste dies auch einen globalen Arbeitskampf erfordern, sozusagen Arbeiter/Mittelstand gg. die Weltelite.

Welche Länder könnten Sie für eine solche Maßnahme gewinnen?

Europaweit wäre dies schon machbar. Aber wie sieht es in ärmeren (EU) Ländern aus?

Hier verdienen die Arbeiter endlich einmal mehr, haben geringere Kosten als bsw. hier zulande.

China ist bspw. völlig ausgeschlossen, hier rennen sich die Arbeiter für 50cent die Köpfe ein.

Einen globalen Streit anzuzetteln(Arbeiter contra Weltelite), ist somit nahezu ausgeschlossen und darum weiß man.

Sie sehen, die Zermürbung des Sozialsystems ist eben auf der Globalisierung gewachsen und wird noch weiter tiefe Löcher reissen.

Der Staat kann hierbei mehr oder weniger zusehen, da wirtschaftlich immer mehr privatisiert wird und der Staat kaum noch die Möglichkeit besitzt, Menschen an staatlichen Arbeitsplätzen zu integrieren.

Andererseits, wie schon beschrieben, wird der Globalisierung Tür und Tor geöffnet.

Angela Merkel ist hierfür der ideale Maßstab und gewünschte Verhandlungspartner aller globalen Unternehmen. Es ist kein Zufall, warum unsere Kanzlerin so auf "gute Beziehungen" mit den USA aus ist.

Jetzt finde mal ein Konzept.
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #97 - 14. September 2006 um 15:05
 
Zitat:
Sie sehen, die Zermürbung des Sozialsystems ist eben auf der Globalisierung gewachsen und wird noch weiter tiefe Löcher reissen.

Das sehe ich nicht ganz so. Die Globalisierung wird natürlich gerne vorgeschoben und trägt sicher auch einen, - aber nur sehr kleinen - Anteil zur derzeitigen Situation bei.  Angst um die Arbeitsplätze zu schüren ist ein sehr, sehr beliebtes Mittel geworden.

- Wie kann es denn sein, dass Siemens in anderen Ländern 1,2 Mrd Steuern zahlt und
Im Land seines Firmensitzes  -zig Millionen vom Steuerzahler kassiert.

-Wie kann es denn sein, dass Firmen Rekordergebnisse ausweisen und gleichzeitig über die schlechten Standortbedingungen jammern.

Die Hauptschuld an unserer Misere tragen – aus meiner Sicht – unsere feigen Politiker.
Wenn die bisher größten politischen Leistungen des Merkels – zumindest die, die öffentlich geworden sind – die Mehrwertsteuererhöhung und die Einladung vom Schorsch Dabbelju zum Grillen sind, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht Deutschland.
Ich wiederhole mich:  Die tun Nichts! Nichts für Sie, nichts für mich, und nichts für unser Land.

Vielleicht haben wir ja auch bald einen Hugo Chávez. Die Unzufriedenheit wächst jedenfalls unaufhörlich.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #98 - 14. September 2006 um 15:58
 
>go-natural
>Re: Politik / Sozialsystem
>Antworten #97 - Heute um 15:05:34  

>Vielleicht haben wir ja auch bald einen Hugo Chávez. Die
>Unzufriedenheit wächst jedenfalls unaufhörlich.

Hatten wir schon.

Aber der hieß nicht Chavez.

Dafür ist es aber auch 1000 Jahre her.

ama

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #99 - 14. September 2006 um 18:43
 



Zitat:
- Wie kann es denn sein, dass Siemens in anderen Ländern 1,2 Mrd Steuern zahlt und
Im Land seines Firmensitzes  -zig Millionen vom Steuerzahler kassiert.

-Wie kann es denn sein, dass Firmen Rekordergebnisse ausweisen und gleichzeitig über die schlechten Standortbedingungen jammern.


Diese Frage haben Sie sich eben selbst beantwortet und sagt nichts anderes aus, wie ich es schon erwähnte.

Augen zu und durch!

So makaber es klingt, aber es gab schon lange keinen Weltkrieg mehr, der alles von grund auf neu gestalten würde (die Karten wären wieder neu gemischt).

Aus Kriegen (die es in der Geschichte der Menschheit stetig gab) wurden immer wieder neue Existenzen geboren.

Vielleicht entspricht es nicht der Natur(darwinische Gesetz), völlig ohne Kriege(die die Großmächte beeinflussen würden) zu leben.

Obwohl ich den globalen, beherrschenden Kapitalismus in Verbindung mit der Globalisierung, als Invasion gegen die Menschlichkeit sehe. Also auch eine Art Krieg. Schockiert/Erstaunt

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #100 - 14. September 2006 um 20:58
 
Zitat:
So makaber es klingt, aber es gab schon lange keinen Weltkrieg mehr, der alles von grund auf neu gestalten würde(die Karten wären wieder neu gemischt).
Sie Frage ist nur, wer die dann mischt! Davor möge uns der Herr im Himmel bewahren.

Zitat:
Aus Kriegen (die es in der Geschichte der Menschheit stetig gab) wurden immer wieder neue Existenzen geboren.  
Glauben Sie, dass es z.B. den Leuten in der ehemaligen Sowjetunion nach dem 2ten Weltkrieg besser ging als zuvor? Wir hatten da sicher mehr Glück. Ein zweites Mal würde ich mich darauf aber nicht verlassen. Auf diese Art der Erneuerung verzichte ich liebend gerne.

Meiner Ansicht nach sind unsere derzeitigen Probleme politisch durchaus in den Griff zu kriegen.
Andere Länder haben das ja auch geschafft. Man müsste halt endlich was dafür tun, statt sich im Sinne der Mächtigen aus der Industrie zu prostituieren.

Da gibt es z.B. ein Unternehmen aus Wunsiedel, direkt an der tschechischen Grenze (die könnten zu Fuß zu Ihrer Produktionsstätte in Tschechien gehen wenn sie dort eine hätten). Die stellen Massenartikel her, die Sie im Baumarkt kaufen können, also geradezu prädestiniert um in Tschechien zu fertigen. Das Unternehmen steht ganz klar zum Standort Deutschland und zur Region. Das ist kein Familienbetrieb sondern eine AG - und der Vorstandsvorsitzende kommt nicht mal aus der Region. Solche Leute sehen Sie aber niemals an der Seite unserer Politiker.
Da sehen Sie nur die Heulsusen der Konzerne – die über ein Spesenkonto verfügen, mit dem Sie alle ALGII Empfänger einmal im Monat zum Essen einladen könnten -  die immer beteuern wie schlecht doch die Bedingungen in Deutschland sind, und wie teuer die Mitarbeiter, um wieder zuhause dann Rekordgewinne zu verbuchen.
Wir brauchen vielleicht (politische) Helden. Aber weiß Gott keinen Krieg.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #101 - 15. September 2006 um 01:21
 
>go-natural
>Re: Politik / Sozialsystem
>Antworten #100 - Heute um 20:58:02  

>Wir brauchen vielleicht (politische) Helden. Aber weiß Gott keinen
>Krieg.

Wir HABEN doch schon lange Krieg. Menschen sterben in diesem Krieg. Die verhungern. Die erfrieren. Die sterben, weil sie keine Medikamente kriegen. Die sterben, weil sie keine medizinische Behandlung kriegen. Die kriegen nicht einmal Windeln. Und im Altersheim dreht man ihnen nachts das Licht ab.

http://www.aeksh.de/shae/200106/h016067a.htm

[*QUOTE*]

Leserbrief von Dr. Henning Koch zum Thema
„Alternative Fortbildung für Ärzte“

Dr. H. Koch

In den Zeiten, da die Medizin entdeckt, dass sie erfolgsorientiert
handeln sollte („evidence based medicine“) - welch fantastischer,
fast revolutionärer Fortschritt - sollten auch einfache Vorschläge
zur Verbesserung der Krankenversorgung gemacht werden dürfen.
In unseren Pflegeheimen wird an elektrischer Beleuchtung gespart.
Viele Heiminsassen werden zudem, vor allem, wenn sie bettlägerig
sind, nicht ausreichend augenärztlich versorgt.
Die Folge sind u. a. vermeidbare Stürze mit persönlichem Leid und
hohen Folgekosten; außerdem ein Verlust an Lebensqualität und
geistiger Anregung durch fehlende Sinnesreize evtl. in Verbindung mit
Schwerhörigkeit.
Die Regeln der vielgerühmten Marktwirtschaft greifen nicht. Die
Augenärzte erkennen nicht, dass sie durch Massenscreening in den
Heimen legal die Fallzahl erhöhen könnten. Optiker wären befähigt,
einen Teil der Untersuchungen zu leisten, um die Fälle herauszufiltern,
die dem Augenarzt zugewiesen werden müssten. Durch das kostenlose
Serviceangebot, das sie der Laufkundschaft auch anzubieten pflegen,
würden sie sekundäre finanzielle Vorteile erlangen.
Ohne marktwirtschaftlichen Anreiz läuft es genauso wenig:
Gesundheitsämter und Medizinische Dienste der Krankenkassen werden
ihren angeblichen ethischen Ansprüchen auch nicht gerecht.
Die Krankenkassen denken, wie immer, nur an die vordergründigen
Kosten und die Gesundheitspolitiker denken, wie immer, gar nicht.

Liebe Kollegen, ich bitte euch: Lasst uns Licht in die Altenheime
bringen! Auch bitt’ ich euch: Geht hin! Seht hin! Die Alten sehen
euch gerne. Auch ihr werdet einmal alt.


Dr. Henning Koch, [...] Pinneberg
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 6 / 2001, Seite 67
[*/QUOTE*]

Geschrieben wurde das 2001. Schon vor FÜNF Jahren!

ama

(über die Tria-iden des Marx)
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #102 - 15. September 2006 um 07:20
 
Zitat:
Sie Frage ist nur, wer die dann mischt! Davor möge uns der Herr im Himmel bewahren.


Das war auch nicht mein Herzenswunsch.Es entspricht eben der Historie.



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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #103 - 15. September 2006 um 07:27
 


Zitat:
Wir HABEN doch schon lange Krieg. Menschen sterben in diesem Krieg. Die verhungern. Die erfrieren. Die sterben, weil sie keine Medikamente kriegen. Die sterben, weil sie keine medizinische Behandlung kriegen. Die kriegen nicht einmal Windeln. Und im Altersheim dreht man ihnen nachts das Licht ab.


Wissen Sie jetzt warum ich mich so sehr über das Besitzstandsgejammere in Deutschland aufrege.

Einmal zu erkennen was man hat, ist mehr wert als die Verlustangst. Ich ärgere mich auch darüber, dass diese Probleme zweitrangig sind, wärend man sich lieber um die Ölreserven "kümmert".

Diabolisches Machtwerk einer Weltelite.

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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #104 - 15. September 2006 um 08:41
 
Zitat:
Obwohl ich den globalen, beherrschenden Kapitalismus in Verbindung mit der Globalisierung, als Invasion gegen die Menschlichkeit sehe. Also auch eine Art Krieg.


Zitat:
Diabolisches Machtwerk einer Weltelite.


...

Jedes System ging bisher unter, auch die moderne Sklaverei wird untergehen, es werden aber noch viele leiden müssen, bis die Masse sehen kann.

...

...

Alle tod, (fast) nichts mehr übrig geblieben

...
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #105 - 15. September 2006 um 10:54
 
Das ist jetzt ja nun wieder alles sehr allgemein.

Wenn man um konkrete Mißstände weiß, sollte man auch den Gang zur Staatsanwaltschaft nicht scheuen. Wenn einem im eigenen Beritt (niemand ist ÜBERALL Fachmensch) etwas Konkretes auffällt, kann man sich auch an die zuständigen Abgeordneten wenden.

Mir zum Beispiel war mal die steuerliche Einstufung von Sondennahrung aufgefallen: die wurde nach einer Änderung plötzlich mit 16% Mehrwertsteuer bedacht, während Nahrungsmittel allgemein mit 7% veranschlagt werden. Es kann nicht angehen, dass Schnittblumen mit 7 %, Sondennahrung (die Betroffenen haben es eh schwer genug!) aber mit 16 % eingestuft werden. Ich setze mich in meinen Möglichkeiten weiterhin dafür ein, dass das wieder geändert wird (ich meine, dass solche Fehlentwicklungen von verschiedenen und möglichst vielen Seiten angemahnt werden müssen). Zwar wurde eine Richtlinie gemacht, die bei bestimmten, medizinisch begründeten Fällen die KK dazu verpflichtet, die Kosten zu tragen: an der steuerlichen Einstufung hat sich jedoch leider nach meiner Kenntnis bislang nichts geändert (ich hatte zeitnah einen Antrag gestellt).

Wer da auch was machen will, kann z.B. hier mitzeichen:

Petition zur steuerlichen Einstufung von Sondennahrung

Oder hier:

Keine Steuergelder für Produktionsverlagerungen ins Ausland
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #106 - 15. September 2006 um 11:51
 
Zitat:
Sondennahrung (die Betroffenen haben es eh schwer genug!) aber mit 16 % eingestuft werden. Ich setze mich in meinen Möglichkeiten weiterhin dafür ein, dass das wieder geändert wird (ich meine, dass solche Fehlentwicklungen von verschiedenen und möglichst vielen Seiten angemahnt werden müssen). Zwar wurde eine Richtlinie gemacht, die bei bestimmten, medizinisch begründeten Fällen die KK dazu verpflichtet, die Kosten zu tragen...

Wie wird denn die 16%ige  Besteuerung der Sondernahrung begründet? (Nahrungsergänzungen werden ja auch nur mit 7% besteuert).
Das bedeutet dann, dass die Krankenkasse (bei bestimmten Fällen)  für die Ernährung aufkommen muss. Das ist krank!!   Smiley
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #107 - 15. September 2006 um 13:35
 
Hackethal schrieb am 15. September 2006 um 08:41:
Zitat:
Obwohl ich den globalen, beherrschenden Kapitalismus in Verbindung mit der Globalisierung, als Invasion gegen die Menschlichkeit sehe. Also auch eine Art Krieg.


Zitat:
Diabolisches Machtwerk einer Weltelite.


upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Zirkel_und_Winkel.jpg

Jedes System ging bisher unter, auch die moderne Sklaverei wird untergehen, es werden aber noch viele leiden müssen, bis die Masse sehen kann.

upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/4/4c/Napoleon_-_1.jpg/180px-Napoleon_-_1.jpg

upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/26/Hw-caesar.jpg/180px-Hw-caesar.jpg

Alle tod, (fast) nichts mehr übrig geblieben

upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0d/Adolf_Hitler_in_Yugoslavia_crop.JPG/150px-Adolf_Hitler_in_Yugoslavia_crop.JPG


Den Vergleich mit Hitler finde ich aber nicht angebracht.
Nichts sollte mit der Bestie Hitler verglichen werden. Schockiert/Erstaunt
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #108 - 15. September 2006 um 14:48
 
R.R. Ronaldson schrieb am 15. September 2006 um 13:35:
Den Vergleich mit Hitler finde ich aber nicht angebracht.
Nichts sollte mit der Bestie Hitler verglichen werden. Schockiert/Erstaunt


Doch.

Stalin und Mao.

Ein paar Herrscher aus der älteren Geschichte passen da vom Ansatz her sicher auch noch dazu.

Aber sonst haben Sie recht.

@ Go-Natural:

Das wurde nach meiner Kenntnis GAR NICHT begründet, sondern einfach gemacht. Einzelne Verantwortliche kommen auf merkwürdige Ideen, wenn es um die Finanzen geht.

Diese Idee hat mich - sorry - aus dem Stand auf 180 gebracht. Smiley
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #109 - 15. September 2006 um 15:21
 
Zitat:
Diese Idee hat mich - sorry - aus dem Stand auf 180 gebracht.
Kann ich nachvollziehen. Die Ped. hab' ich natürlich mitgezeichnet.
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gutleben
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #110 - 18. September 2006 um 01:13
 
[font=Sans-Serif][/font]Moin alle miteinand!
Verfolge diesen diskurs schon eine Weile und will nun auch meinen Senf dazu geben.Ich hoffe, von euch nicht gleich in ein rechte oder linke Ecke geschmissen zu werden Laut lachend
Genauso schön wär´s,wenn keinStaats(forúms)schützer meine Löschung veranlaßt,weil meine Meinung zu gefährlich für die bestehende UN-Ordnung ist.

Zitat:Wär ja schlimm, wenn alle nur sagen:"wo kämen wir hin?" und keiner geht nachschauen,wohin wir denn kämen,wenn wir gingen.

Napoleon sagte mal:Religion ist das,was die Armen davon abhält,die Reichen zu erschlagen.
Was ist das heute für eine Religion?Die Angst,den Kredit beim Blutsauger nicht vorher bezahlt zu haben?
Huch,schon wieder ein Radikaler! Zwinkernd
Ja,meine Gedanken gehen bis zur Radix(Wurzel) der Sorgen, die sich alle Diskutierenden hier um unsere Zukunft machen.
Ist der Grund des Übels nun die viel beschworene Weltverschwörung der Aliens/Zionisten/Freimaurer/(fügt ein wen ihr wollt!) ???
Oder ist es nicht eher die Summe all der kleinen gottlosigkeiten,die (fast)alle tagtäglich tun?

Huch! Schockiert/Erstaunt ein Christ/Moslem/Jud/Mooni/(einfügen was ihr glaubt)!!!!
Ok.Was meine ich mit Gottlosigkeiten?:
Angst vorm Nachbarn,Gier,Neid,Angst vorm zu wenigkriegen,Angst vor der Zukunft,...

Seit allen Zeiten haben sich immer die Eltern Gedanken gemacht, wie ihre Kinder ein einfacheres und besseres Leben haben könnten.Dafür haben sie vom Rad bis zum Internet alles nur erdenkbare erdacht.
Wo ist nun bitte schön das einfache und bessere Leben? Griesgrämig
Die Entwicklung der ProduktivKräfte (sorry für das Fremdwort-hab halt auch so meine Ängste--zum beispiel für einen Simpel gehalten zu werden Laut lachend)
hat eine Situation geschaffen,in der wir ALLE wie im Paradies leben Können.

Woran fehlt´s denn nun?
Eigentlich nur daran, dass wir uns entschließen es zu tun.
Gut, man kann nicht sofort die ganze welt umkrempeln, oder mit gewalt zu einer Lösung drängen.-aber man kann kleine Schritte tun.Die Richtung ist bekannt--und im tiefsten Herzen will´ja auch jeder Friede,Liebe und daß es allen gut geht--oder?
Ein Schritt wäre die Einführung des bedingungslosen BUERGERGeldes.
So nun kommen gleich die Einwände der Zweifler.:
Wer soll das bezahlen? Wir alle. Wir sind ja der Staat!
Und wenn wir es uns bis jetzt leisten können, Unsummen für Wirtschaftsförderung;Arbeitsbeschaffung,Sozialunterstützung+derVerwaltung dafür, auszugeben; warum sollen wir nicht entscheiden(sind wir eine Demokratie?)
ohne lange zu fackeln, jedem Bürger eine Grundsicherheit auszuzahlen??
Beim jetztigen Stand der Ausgaben wären das etwa 800€ pro Nase.!! Augenrollen
So nun kommen gleich die Einwände der Erbsenzähler:
Aber dann würden doch viele gar nix mehr machen,oder?
Na gut--Wie viele machen denn jetzt wirklich was?
Und glaubt Ihr nicht auch, dass es jedem gesunden Menschen am Herzen liegt sich vernünftig,sinnvoll einzubringen?
Vollbeschäftigung ist schon lange überflüssig, ja Ökologisch Selbstmord.
So,liebe Mitmenschen;das nun einmal zum Nachdenken und diskutieren(verbreiten erwünscht!!).
Weitere Argumente sind reichlich vorhanden.Findet sie selber!Ich mag net alles wiederholen, was schon andere Kluge Menschen Gesagt und geschrieben haben.
Tip:www.google
Ich wünsch euch gute Träume!
Und vergeßt nicht sie anderen zu erzählen,damit wir sie auch wahr machen.

Tipp2(nachtrag für tip 1)Buergergeld,Statistiken der brd,
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #111 - 18. September 2006 um 08:27
 
gutleben schrieb am 18. September 2006 um 01:13:
[font=Sans-Serif][/font]
Ein Schritt wäre die Einführung des bedingungslosen BUERGERGeldes.
So nun kommen gleich die Einwände der Zweifler.:
Wer soll das bezahlen? Wir alle. Wir sind ja der Staat!
Und wenn wir es uns bis jetzt leisten können, Unsummen für Wirtschaftsförderung;Arbeitsbeschaffung,Sozialunterstützung+derVerwaltung dafür, auszugeben; warum sollen wir nicht entscheiden(sind wir eine Demokratie?)
ohne lange zu fackeln, jedem Bürger eine Grundsicherheit auszuzahlen??
Beim jetztigen Stand der Ausgaben wären das etwa 800€ pro Nase.!! ::


Das wäre, grob überschlagen, ein Drittel des BSP.

Da haben Sie dann noch NIX anderes gemacht.  Augenrollen
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gutleben
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #112 - 18. September 2006 um 08:39
 
Moin, Smiley @ama!
Hab mir schon gedacht,dass mit dir etwas zu besprechen etwas schwieriger wird.(nachdem ich deine texte gelesen hab)
Was meinst denn damit?? unentschlossen
Is bestimmt total cool deine Antwwort,aber was soll die Bemerkung?
Meine Deutschlehrerin in der Schule damals hätte gesagt :Schmeiß mir mal keinen Knochen hin! Nimm mal einen geschlossenen Satz!

Vielleicht wären die Wahlergebnisse etwas anders,wenn die Wähler mehr infos hätten?
Ich meine nicht bloß die Infos über Klatsch und Tratsch irgendwelcher schumi´s und ballack´s.
sondern z.B. mal Rudolf Bahro oder Peter Götz.
Also AMA;deine Meinung ist auch gefragt.
viele gute Gedanken beim Diskutieren wünscht euch allen gutleben
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #113 - 18. September 2006 um 08:57
 
Zitat:
Vielleicht wären die Wahlergebnisse etwas anders,wenn die Wähler mehr infos hätten?
Vielleicht wären die Wahlergebnisse anders, wenn Politik für die Mehrzahl der Bürger gemacht würde.

Zitat:
...eine Grundsicherheit auszuzahlen??
Beim jetztigen Stand der Ausgaben wären das etwa 800€ pro Nase.!! ::
Das haben wir doch schon für einige Bürger. Allerdings liegt diese Grundsicherung eher bei 345 €.
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #114 - 18. September 2006 um 08:59
 
Hema schrieb am 18. September 2006 um 08:27:
Das wäre, grob überschlagen, ein Drittel des BSP.

Da haben Sie dann noch NIX anderes gemacht.  Augenrollen

Laut lachend Auf  den ersten Satz bezogen; durchaus möglich, daß die unsinnigen Ausgaben für die zwecklos versuchte Erzeugung einer unsinnigen Vollbeschäftigung derzeit so hoch sind.
2.Satz
Durchgedreht Wer sind denn die "sie"? Meinst du die Politiker?Oder meinst du die vor Stress immer kränker werdende Mehrzahl der Bevölkerung?Im zweiten Falle könnten diese dann mal in Ruhe überlegen,wie sie sich einbringen können,hätten Zeit sich um ihre Freunde und Familie zu Kümmern(Da brauch man dann keinen Sozialarbeiter dafür)

@Hema:Danke und guten Tag noch !G
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #115 - 18. September 2006 um 09:03
 
go-natural schrieb am 18. September 2006 um 08:57:
Zitat:
Vielleicht wären die Wahlergebnisse etwas anders,wenn die Wähler mehr infos hätten?
Vielleicht wären die Wahlergebnisse anders, wenn Politik für die Mehrzahl der Bürger gemacht würde.


DIE Bürger gibt es nicht. Dafür ist die Gesellschaft viel zu heterogen.

Wen meinen Sie denn mit DEM Bürger?

Zitat:
Zitat:
...eine Grundsicherheit auszuzahlen??
Beim jetztigen Stand der Ausgaben wären das etwa 800€ pro Nase.!! ::
Das haben wir doch schon für einige Bürger. Allerdings liegt diese Grundsicherung eher bei 345 €.


PLUS Unterkunft und Heizung. Damit kommen wir dann schon sehr nahe an die 800 Euro oder überschreiten sie.
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #116 - 18. September 2006 um 09:04
 
gutleben schrieb am 18. September 2006 um 08:59:
Hema schrieb am 18. September 2006 um 08:27:
Das wäre, grob überschlagen, ein Drittel des BSP.

Da haben Sie dann noch NIX anderes gemacht.  Augenrollen

Laut lachend Auf  den ersten Satz bezogen; durchaus möglich, daß die unsinnigen Ausgaben für die zwecklos versuchte Erzeugung einer unsinnigen Vollbeschäftigung derzeit so hoch sind.


Das bezog sich auf eine Grundsicherung von 800 Euro bei rund 80 Mio. Einwohnern. DAS ist etwa ein Drittel des BSP.
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Kawarimono
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #117 - 18. September 2006 um 09:12
 
gutleben schrieb am 18. September 2006 um 08:39:
Vielleicht wären die Wahlergebnisse etwas anders,wenn die Wähler mehr infos hätten?
Ich meine nicht bloß die Infos über Klatsch und Tratsch irgendwelcher schumi´s und ballack´s.
sondern z.B. mal Rudolf Bahro oder Peter Götz.


Smiley

Wunderbar, gutleben! Bahro!

Was glauben sie eigentlich seit wann ich mit mit den Infos des Ökofaschismus und der Esoterik beschäftige?

http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/51/26a.htm

Auf solche Blender fallen nur Idioten rein, welche wie 1933 die Hand aufhalten, wenn ihnen einer alles verspricht.

Kawarimono
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go-natural
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #118 - 18. September 2006 um 09:22
 
Zitat:
DIE Bürger gibt es nicht. Dafür ist die Gesellschaft viel zu heterogen.

Die ich meine sind die, die täglich arbeiten (dürfen) und (Einkommens)Steuern bezahlen.
In Sachen Steuern und Abgaben ist das recht homogen.
.. und die, die gerne (Einkommens)Steuern bezahlen würden.
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gutleben
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #119 - 03. Oktober 2006 um 18:39
 

Wunderbar, gutleben! Bahro!

Was glauben sie eigentlich seit wann ich mit mit den Infos des Ökofaschismus und der Esoterik beschäftige?

http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/51/26a.htm

Auf solche Blender fallen nur Idioten rein, welche wie 1933 die Hand aufhalten, wenn ihnen einer alles verspricht.

Kawarimono [/quote]
Hallo, is ja super,wenn du dich über  ökofaschismus und esoterik beschäftigst-- Smileyaber vielleicht solltest du mal was von Bahro lesen und nicht nur über ihn!?
Übrigens geht der link ins leere.Vielleicht hast du dies argument schon ein paar Jahre gebracht?
Gehörst du eigentlich zu denen,die sich von den"Blendern" immer einreden lassen,Wirtschaftswachtum und "weiterso" würde unserer Gesellschaft irgendwie nützlich sein?
Schade ,dass in der diskussion so viel Ängste um´s zu wenig kriegen,verhindern zu überlegen,was denn nun wirklich das Lebensgefühl der Staatsbürger verbessern könnte.
Auf keinen Fall ist damit denen geholfen,die sich aus Angst um den verlust der Möglichkeit,Unternehmensgewinne zu erzeugen(Lohnarbeit) sämtliche soziale Sicherungen seit Bismark abschwatzen lassen.
Auch die,die nun schon nicht mehr gebraucht werden, um die Gewinne der Spekulanten zu vermehren, als Sozialschmarotzer zu diffamieren --nö Leute das hebt das Klima in Germany nicht an.
Die Arbeitsproduktivität hat seit ein paar Jahren (siehe:limits of grow-der Bericht des Club of Rome 70iger Jahre!)
den Stand erreicht,an dem eine Vollbeschäftigung sinnlos und zerstörerisch wäre.1. ist der Markt gesättigt und 2.was braucht der Mensch denn noch alles?
Dabei ist nun der Punkt erreicht, an dem wir uns die Frage stellen müssen;Wie organisieren wir das Weiterleben würdevoll und gesund?
Anstelle ein Drittel des BSP (erfolglos)für den Krampfhaften Versuch der Erhaltung der Vollbeschäftigung im alten Sinne zu verschwenden,sollte dieses Geld der Sicherung des Lebens dienen und die Menschen dadurch freimachen,sich neue Tätigkeitsfelder zu suchen.
Ja,es würde eine große Umwälzung innerhalb der Gesellschaft nachsich ziehen.
Der Binnenmarkt wird angekurbelt,die Ehrenamtlichen Tätigkeiten werden nicht als Konkurrenz betrachtet werden,und neue Formen von Arbeitsverträgen werden möglich.
Sicher wird die Einführung vorübergehend dazu führen,dass sich etliche Leute erst mal von mies bezahlten oder ekelhaften Arbeitsverhältnissen abmelden.Der Arbeitsmarkt wird nämlich frei (liberal) durch Bürgergeld.
Diese menschen haben dann die Gelegenheit,in Ruhe zu Überlegen,wie sie sich in diese Gesellschaft einbringen wollen und können.Etliche werden die Zeit zu Sinnsuche und Fortbildung nutzen.
Und jeder,der schonmal Menschen führen durfte ,wird mir bestätigen,dass einer,der sich zu seiner Arbeit entschlossen hat-- wesentlich konfliktfreier tätig ist, als einer der sich dazu gezwungen fühlt.
So an dem Punkt möcht ich nun erst mal schließen und eure Meinung lesen.
Z:B:Wo könnten Probleme auftreten?
Was für Vorteile könnt ihr noch erkennen?
Habt ihr weitere Vorschläge,zur veränderung der situation hier?
fruchtbare diskussion wünscht g. Kuss
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Kawarimono
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #120 - 03. Oktober 2006 um 20:04
 
gutleben schrieb am 03. Oktober 2006 um 18:39:
Übrigens geht der link ins leere.


Ihre Browser sind im Eimer. Das passiert ab und an. Es hilft nur eine Neuinstallation des Betriebssystems.
Vielleicht hilft ein spiritueller Kuhmist-Aufbereiter aus Bahros Wallhall "Lebensgut Pommritz",  in welchem Sie ja ganz offensichtlich hausen? Dann macht der auch mal was Sinnvolles und beutet nicht nur die Gäste aus, indem er 6 € für die Mitarbeit in einer Landwirtschaft kassiert und die restliche vier Stunden mit ~ 8 € vergütet, die dann auch noch für wenig luxuriöse Zimmer einbehalten werden:

http://www.lebensgut.de/html/Heilen.htm
http://www.lebensgut.de/bilder/Kostenliste%20BIZ.pdf

Bekommt man da als bezahlender Arbeiter eigentlich ein Matratzenlager, oder ein Einzelzimmer? Ich kenn jemanden der hat sich bei so einem Matratzenlager mal die Krätze geholt. Das fände ich also nicht so nett und das Jacutin gibt es auch nur mit Zuzahlung in der Apotheke.

Kawarimono
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Gockel
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #121 - 03. Oktober 2006 um 21:26
 
Kawarimono, seien Sie doch nicht so antikapitalistisch... Smiley

Brüder und Schwestern!
Erst wenn das letzte Bett bezogen (einmalig, 4EUR), der letzte Kaffee getrunken (4EUR, fair gehandelt?), der letzte Acker gepflügt ist (6EUR), werdet ihr feststellen, daß man Pommritz nicht essen kann.

"Mal Frotzeln beiseite" (Westerwelle):
Nichts gegen assoziative Ökonomie im Kleinen oder Mittleren, es gibt Betriebe, die gut damit fahren. Ich habe auch nichts gegen Bauernhöfe, das Ländliche hat auch etwas für sich, u.A. das Ländliche.

"Jetzt aber wieder frotzeln" (Nachtrag 04:36):
Vorschlag an gutleben:
Ich lade Sie herzlich in meine Wohnung "Gut Lebehoch!" ein: 4. Stock, Verkehrsanbindung super, dank Großstadtdschungelbahn, und- vor allem- alles vollkommen unkapitalistisch!

Tasse Kaffee: 3EUR
Tachsagen: 2 EUR
WC: 4 EUR (Gruppenpreise erfragbar)
Langzeitprojekt "Philosophieren mit Gockel": unbezahlbar, aber sagen wir 98Ct/angefangene Minute
Wellensittiche füttern: 6EUR/Sittich
Essen (Einkaufen und Kochen incl): 16 EUR
Übernachtung: Hotel gegenüber, Preis erfragen.
Vom Hotel aus ins "Gut Lebehoch" rüberwinken, und dabei dem Gockel beim Philosophieren zuhören, ist ab 22:30 Uhr selbstverständlich kostenlos.

(aus technischen Gründen ist es z.Zt. nicht möglich Ziegen aufzunehmen, ich bitte um Verständnis)
der Gockel
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« Zuletzt geändert: 04. Oktober 2006 um 04:36 von Gockel »  
 

 
ama
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Ich bitte ergebenst, feststellen zu dürfen,
Antwort #122 - 03. Oktober 2006 um 23:24
 
>Brüder und Schwestern!

daß ich mich bis jetzt noch immer SEHR zurückgehalten habe.

Aber jetzt ist die Zeit, der Frank Furter Stadtmusikanten (Gockel,  Karpfen, Godesberg und Katze) Lied erschallen zu lassen.

MIAU!

ama
(Arcturus Maunz Allocators)

PS:
@Admin: Schutzhelme und Ohrenschützer gibt es im Baumarkt... Smiley


PPS: Nu is alles zu spät...
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Hackethal
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #123 - 06. Dezember 2006 um 00:11
 
Halbe Menschheit besitzt nur ein Prozent des Global-Vermögens

Zitat:
Die Zahlen der neuen Uno-Studie sind erschütternd, obwohl jeder das Problem kennt: Die ärmere Hälfte der Menschheit besitzt insgesamt nur ein Prozent des globalen Gehalts- und Immobilenvermögens. Mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens ist in der Hand von zwei Prozent der Weltbevölkerung.

London - Betrachtet man die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung, so besitzen diese Menschen sogar 85 Prozent des gesamten Immobilien- und Gehaltsvermögens. "Die Superreichen sind noch grotesk reicher geworden als sie es vor 50 Jahren waren", erklärte Anthony Shorrocks, Direktor des World Institute for Development Economics Research (Wider) der Uno, heute. Würde die Weltbevölkerung auf zehn Menschen reduziert, hieße eine solche Besitzverteilung, dass ein Mensch 99 Dollar besäße und die restlichen neun zusammen einen Dollar

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,452739,00.html

Zitat:
"Das Vermögen ist sehr stark in Nordamerika, Europa und einigen asiatisch-pazifischen Ländern mit hohen Einkommen konzentriert. Die Menschen in diesen Ländern verfügen gemeinsam über nahezu 90 Prozent des gesamten Besitztümer", so das Ergebnis
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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #124 - 04. Juli 2007 um 17:31
 
Heute wurde die Entscheidung des BVerfG bekanntgegeben.

PM zur Organklage gegen § 44a Abs. 1 Abgeordnetengesetz, wonach die Ausübung des Mandats im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Mitglieds des Deutschen Bundestages steht, sowie gegen die Verpflichtung zur Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte

Wobei die Offenlegungspflichten nicht bis ins Detail gehen. Man sollte meinen, dass das nun wirklich nicht Grund zur Aufregung sein kann. Augenrollen
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Augsburg
Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #125 - 05. Juli 2007 um 01:57
 
Aus dem Urteil:

Zitat:
... Mit der Freiheit des Mandats (Art. 38 Abs. 1 GG) sind nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten verbunden, deren Reichweite durch das Gebot, die Repräsentations- und Funktionsfähigkeit des Parlaments zu wahren, bestimmt und begrenzt wird. Zu den Pflichten eines Abgeordneten gehört es, dass er in einer Weise und einem Umfang an den parlamentarischen Aufgaben teilnimmt, die deren Erfüllung    gewährleistet. Dabei verlangt die parlamentarische Demokratie einer höchst komplizierten Wirtschafts- und Industriegesellschaft vom Abgeordneten mehr als nur eine ehrenamtliche Nebentätigkeit. Vielmehr fordert sie den ganzen Menschen, der allenfalls unter günstigen Umständen neben seiner Abgeordnetentätigkeit noch versuchen kann, seinem Beruf nachzugehen. Nur der Umstand, dass die Abgeordneten bei pflichtgemäßer Wahrnehmung ihres Mandats auch zeitlich in einem Umfang in Anspruch genommen sind, der es in der Regel unmöglich macht, daneben den Lebensunterhalt anderweitig zu bestreiten, rechtfertigt den Anspruch, dass ihnen ein voller Lebensunterhalt aus Steuermitteln, die die Bürger aufbringen, finanziert wird. ...
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ama
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Ein blühendes Land. Dann kam die Katastrophe...
Antwort #126 - 31. Juli 2007 um 20:26
 
Ein blühendes Land. Dann kam die Katastrophe...

... Politiker...

Es ging steil bergab. Eine florierende Wirtschaft in einem wunderbaren Land ging in den Jordan...

...

...

Wir sind in Kontakt mit Downunder.

ama
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Sildenafil
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #127 - 30. Januar 2008 um 11:28
 
Gerade gefunden, das Thema ist unangenehm:

Zitat:
Lohnschocker
Sie finden die Forderung nach 7,50 Euro Mindestlohn zu tief, zu hoch oder absurd? Wollten Sie schon immer wissen, was die Dienstleister von heute verdienen?

Finden Sie's heraus mit dem "Lohnschocker" zum Mindestlohn.

Berufe stellen sich dort mit sachdienlichen Hinweisen und ihrem Tariflohn vor. Nach und nach wird des Rätsels Lösung offenbar. Vielleicht sind Sie schneller als die optische Auflösung...
http://www.mindestlohn.de/service/lohnschocker/


Ein Großteil der Berufe wird hauptsächlich von Frauen (Frisörin, Sprechstundenhilfe) ausgeübt, Wachmänner sind allerdings auch dabei.
Wie ein Mindestlohn aussehen könnte und wie hoch er sein sollte, kann ich selbst gar nicht sagen, aber diese Beispiele sind einfach nur krass.

Ein Artikel zu diesem Thema auf Telepolis:
Zitat:
Arbeiten am Existenzminimum
Thorsten Stegemann 29.01.2008
Neue Fakten zu einem Wahlkampthema
Der Streit um den Mindestlohn hat die jüngsten Wahlkämpfe beeinflusst....
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27167/1.html



Sildenafil




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Bulganin
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #128 - 30. Januar 2008 um 11:41
 
Die Mindestlohndebatte ist unglaublich.
Ich sehe es so, daß Firmen zu geringe Löhne zwecks Gewinnoptimierung bezahlen (müssen?) und das "Restrisiko" der Gesellschaft überlassen. Das ist asozial.
Es ist unerträglich, daß jemand vollschichtig arbeitet und von dem Lohn nicht leben kann.
Wenn der Lohn für eine wie auch immer geartete Ganztagsstelle geringer, gleich oder geringfügig höher ist als die Hartz-Leistungen, wenn ein vollschichtig arbeitender Mensch Zusatzleistungen des Staates zum Überleben braucht, läuft in dem Staat was schief.
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... Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...NEMs brauchen nur die Hersteller und die Verticker...Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...
 

 
Schau-ma-amoi
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #129 - 30. Januar 2008 um 11:48
 
Bulganin schrieb am 30. Januar 2008 um 11:41:
Die Mindestlohndebatte ist unglaublich.
Ich sehe es so, daß Firmen zu geringe Löhne zwecks Gewinnoptimierung bezahlen (müssen?) und das "Restrisiko" der Gesellschaft überlassen. Das ist asozial.


Ja, so ist es. Asozial ist das richtige Wort!
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Hema
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Re: Politik / Sozialsystem
Antwort #130 - 30. Januar 2008 um 18:18
 
Ja, genau darum gehts. Das müßte auch sozial stärker gebrandmarkt werden, wenn Arbeitsgeber auf die Frage nach angemessenem Lohn antworten, man solle sich "den Rest" beim Amt holen. Leider haben die Menschen oft so viel Angst, dass sie sich gar nicht trauen, das weiterzuleiten. Oder die Manipulation zu melden, dass jemand für 5 Stunden bezahlt wird, aber 8 Stunden arbeiten muss. Auf dem Lohnzettel steht dann was anderes als tatsächlich geleistet wird.

Das kann man, wenn man ausreichend Beweise zusammen hat oder Aussagen anderer sammelt, an die Lokalpresse geben beispielsweise.

Jeder sollte sich in seinem Umfeld nach solchen Fällen erkundigen und entsprechend informieren. Es ist, auch wenn die 1% des Bruttolohnes erst einmal viel erscheinen, sinnvoll, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Viele Mißstände können nur gedeihen, weil die Leute aus Scham, Hilflosigkeit oder Angst schweigen und sich keine starke Hilfe besorgen. Solche Zustände können nur durch die Gegenwehr der Gesellschaft vermindert werden.
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