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eduard
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Stevia rebaudina Bertoni
In der Geschichte dieser Süsskrautpflanze oder von den Indios auch Honigpflanze genannt und die zur Chrysanthemfamilie gehört, ist es ähnlich wie in einem Märchen, mit einer schönen, fremden und schlafenden Prinzessin, die vielleicht endlich auch in Europa, von einem Prinzen, mit dem kaum zu glaubenden Namen ,Coca Cola, wachgeküsst werden könnte. Seit Jahrhunderten wird die Steviapflanze von Indianern und Indios als Süssmittel verwendet. Wissentschaftlich erwiesen ist, daß sie das Glukoseniveau im Organismus reguliert, sie eine herzstärkende, blutregulierende Wirkung hat und Kariesbildung unterbindet. Weiterhin fördert sie Verdauung und die Darmtätigkeit, beugt Ermüdung vor, schützt Speiseröhre, Leber und Milz. Ideal also für Diabetiker, unterstützt weiterhin das Drüsensystem und vermeidet Übergewicht, weil sie weder Cholesterin noch Kalorien enthält. Bei regulärem Genuß hilft sie auch beim Tabak- und Alkoholentzug. Damit nicht genug, in flüssiger Form, als Gesichtsmaske verwendet, hat sie eine hautstraffende Wirkung, macht die Haut geschmeidiger, hilft gegen Falten und bei Hautproblemen wie Akne, Dermatitis und Exzemen. Eine natürliche Pflanze also, die fast überall angebaut werden kann, mit soviel positiven Eigenschaften und eben deshalb, viel zu gefährlich für den europäischen Markt ist, meint jedenfalls die Pharma- und Zuckerlobby in Brüssel, die ihren Jahresumsatz von 148 Millionen Tonnen Gift von dieser Pflanze bedroht sieht. Die ersten wissentschaftlichen Studien über diese damals in Europa noch unbekannte Wunderpflanze, veröffentlichte 1899 der italienische Wissenschaftler Dr. Moises Santiago Bertoni, daher also die lateinische Bezeichnung der Pflanze. In Südamerika wurde Stevia schon immer verwendet und Steviaprodukte haben Zucker in den letzten Jahren den Rang als hauptsächlich verwendetes Süßmittel abgenommen. In den USA und Kanada sind sie als Zusatznahrungsmittel zugelassen. In Japan wurden 1960 alle chemischen Süßstoffe als krebserregend vom Markt genommen und verboten. Steviaprodukte, im Jahre 1970, als Nahrungsmittel zugelassen, das gleiche in Korea und China. Inzwischen beträgt der Marktanteil von Steviaprodukten in Japan und Korea über 60 Prozent. Auch in anderen asiatischen Ländern wird Stevia immer beliebter. Sehr wahrscheinlich schneiden diese Länder in den Statistiken in Sachen Herz-und Diabetiserkrankungen, Obesie und anderen Darm-sowie Arterienbeschwerden um so viel besser ab, als Europäer. Je nach Anbaugebiet, sind Steviablätter etwa 15 bis 30 mal süsser, als Zucker. Steviaextrakte in flüssiger- oder Pulverform, etwa 300 mal süsser. 80 Gramm Steviapulver reichen für 800 Tassen Tee oder Kaffee. Natürlich kann man sie auch beim Backen und in Marmelade verwenden. In 50 Jahren allgemeiner Anwendung in Industrienationen, wurde nie ein Fall von Steviaunverträglichkeit bekannt oder gemeldet. Alle Untersuchungen auf Toxität waren negativ, im Gegensatz zu Tomaten und Kartoffeln, die nach der Novel Food Verordung keine Chancen auf eine Zulassung in Europa hätten. Zu dieser Verordnung jedoch gleich mehr. Im Jahre 1997 stellte die Universität Leuven, nach jahrelangen Forschungen, in Brüssel den Antrag auf die Zulassung von Steviaprodukten als Nahrungsmittel in Europa. Jetzt war die Universität kein Nahrungsmittelmulti und konnte die notwendigen Millionen Euros, um den Beweis der Unbenklichkeit zu erbringen, nicht aufbringen. Mit dem Antrag schrillten sofort alle Alarmglocken in der Pharma- und Zuckerlobby.Sie legten einen Forschungsbericht vor demnach Stevia, im Gegensatz zu allen anderen Forschungsergebnissen, krebshemmend, sondern sogar krebsfördernd sein könnte. Nicht erwähnt wurde jedoch, daß den Mäusen eine 600 fache Dosierung gespritzt wurde und dann, selbst bei dieser Unmenge, auch nur k ö n n t e! Jetzt ist es ein Unterschied, ob ich einen oder 600 Äpfel täglich esse, wobei mich letzteres sicherlich auch krank machen würde. Um sich aus dieser mißlichen Lage zu befreien, entschied sich Brüssel auf Vorschlag der Lobbygruppen, daß Stevia doch unter die Novel Food Verordnung fallen könne. Wie der Name sagt, war diese Verordnung eigentlich für genmanipulierte Lebensmittel, die in Europa vermarktet werden sollen, gedacht. Nun ist Stevia aber ein natürliches Nahrungsmittel, was es alles noch viel schwieriger machte. Sofort gab es auf Drängen, bereits genannter Lobbygruppen, Razzien in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern, bei denen alle Steviaprodukte konfisziert wurden, weil Stevia seit den 50er Jahren in Deutschland geduldet und verkauft wurde. Diese Razzien waren selbst Brüssel zu viel. Deshalb ließ sie Steviaprodukte als Badezusätze, zur Schönheits- und Zahnpflege wieder zu. Nur war jetzt die Nische noch kleiner geworden. Nicht zu verstehen ist dabei die Haltung der Gesundheitsministerien und der Krankenversicherungsunternehmen. Für so viele Krankheitsgruppen würde der Genuß von Steviaprodukten ein längeres und gesünderes Leben bedeuten. Die Summen, die Krankenkassenverbände und Versicherungsnehmer, bei Zulassung und optimale Aufklärung bezüglich Stevia, sparen würden, sind kaum vorstellbar.
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