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Stevia (Gelesen: 18867 mal)
Zilvie
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Beiträge: 16

Stevia
27. August 2006 um 11:21
 
Ein Bericht über den Zuckerersatzstoff "Stevia", "Steviosid" wär schön. Ist ja anscheinend eine große Sache, 150 mal süßer als Zucker und nur über Umwege zu bekommen. Ist Stevia wirklich ok und gibt es Aussichten, da ohne Umwege ranzukommen?
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Stevia
Antwort #1 - 27. August 2006 um 12:59
 
Bei Stevia besteht das Problem, dass sie erst nach 1997 in nennenswerter Menge bzw. zu Ernährungszwecken in die EU gebracht wurde. Nach diesem Stichdatum trat die Novel Food Verordnung in Kraft, wonach neue Lebens- oder Genussmittel erst geprüft werden müssen hinsichtlich ihrer Unbedenklichkeit bzw. für den Verbrauch zugelassen werden müssen. Ein vorliegender Antrag wurde wegen unzureichender Datenlage abgewiesen, die Unbedenklichkeit konnte also nicht hinreichend dargelegt werden.

Schauen Sie mal hier, das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) nimmt zu solchen Sachverhalten immer mal Stellung:

BfR zu Stevia
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ralabara
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Beiträge: 31

Re: Stevia
Antwort #2 - 27. August 2006 um 14:05
 
Entsprechende Zuckerersatzstoffe gibt es in jedem Bioladen und Stevia gibt es gar als Pflanze für den Eigenbedarf.
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Stevia
Antwort #3 - 27. August 2006 um 14:38
 
Es liegen unzureichende Daten zur Sicherheit vor; wenn sich das jemand als "NEM" besorgt, ist das eine Sache. Als Süßungsmittel sind nach meiner Kenntnis nur die Stoffe zugelassen, die in der Directive 94/35/EC erwähnt sind.

Ich weiß nicht, warum Sie sich hier für nicht zugelassene Süßungsmittel stark machen, bevor deren Unbedenklichkeit ausreichend geklärt ist. Augenrollen
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Zilvie
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Beiträge: 16

Re: Stevia
Antwort #4 - 27. August 2006 um 14:57
 
Danke für die schnelle Info...........ob Zucker wohl die "Novel Food Verordnung" bestanden hätte, hmmm...
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Beiträge: 351

Re: Stevia
Antwort #5 - 13. Februar 2008 um 10:57
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2007
Rubrik: Magazin

Warenkunde Süßstoffe
Kein Zuckerl

[AUSZUG]
...

Eigentlich könnte es ganz einfach sein. Wer Zuckersüßes essen will, es sich aber der Figur zuliebe verkneifen muss oder möchte, verwendet einen zuckerfreien Ersatzstoff. Zum Beispiel das süß schmeckende Steviosid. Der Stoff wird aus den Blättern der Pflanze Stevia Rebaudiana Bertoni gewonnen. Allerdings hat Stevia, wie das puderzuckerartige Pulver auch genannt wird, die Hürden der europäischen Bürokratie noch nicht genommen und ist, außer via Internet, hier zu Lande noch nicht erhältlich.

Ein Grund sei der Mangel an aussagekräftigen Studien, die die Unbedenklichkeit des Süßstoffs eindeutig bestätigen, sagt Udo Kienle vom Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim, das Steviosid für den Anbau in Europa fit machen will. In den Erzeugerländern sei für gute Studien kein Geld vorhanden. Und die Industrie interessiere sich nicht für den Stoff, da Steviosid eine Konkurrenz zu Aspartam und Co. sei.

Kienle hält den Stoff für unbedenklich. Zwar habe es vor vielen Jahren in den USA eine Studie gegeben, die Steviol - einer für den Geschmack mitverantwortlichen Verbindung - eine krebsfördernde Wirkung zusprach. Jedoch sei damals eine unübliche Testmethode angewendet worden. In den anerkannten Mutagenitätstests sei der Stoff bei Ratten nicht negativ aufgefallen. Jedoch ist weitgehend unklar, wie sich Steviol im Körper des Menschen verhält. Die EU-Kommission schreibt in einer Begründung für die Ablehnung von Steviosid als "Novel Food", also als neuartiges Lebensmittel, dass "die gegenwärtige Informationslage nicht ausreichend sei, um eine umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit zu garantieren".

Für die Unbedenklichkeit spricht auch, dass Stevia bereits in Japan, China und Südamerika zugelassen ist. Kienle, der sich kürzlich bei einem Besuch in Japan das Lebensmittelsortiment genauer anguckte, fand den süßen Stoff unter anderem in Gesundheitsdrinks, Chips und Joghurt. Stevia habe in Japan mehr als die Hälfte des Süßungsmittelmarktes erobert, heißt es in einer aktuellen Diplomarbeit, die am Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Kiel erstellt wurde. Bis Stevia in Europa zu finden sein wird, "kann es aber noch Jahre dauern", so Udo Kienle. Er will jetzt mit Hilfe einer Stiftung eine große Studie finanzieren, die Antwort auf die wichtigsten gesundheitlichen Fragen rund um Steviosid liefert.

...
[/AUSZUG]
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besucher
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Beiträge: 504

Re: Stevia
Antwort #6 - 13. Februar 2008 um 18:18
 
Zilvie schrieb am 27. August 2006 um 14:57:
Danke für die schnelle Info...........ob Zucker wohl die "Novel Food Verordnung" bestanden hätte, hmmm...


Eine "umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit garantieren" wie es für Stevia gefordert wird würde es für Zucker kaum geben können. Man muss nur an Karies und Übergewicht denken. Eine solche Forderung ist wohl generell für  jedes Lebensmittel illusorisch, selbst an Trinkwasser und Kochsalz kann man sterben, wenn es dumm läuft.
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eduard
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Beiträge: 2

Re: Stevia
Antwort #7 - 02. Juli 2008 um 12:57
 
                                                        Stevia rebaudina Bertoni

In der Geschichte dieser Süsskrautpflanze oder von den Indios auch Honigpflanze genannt und die zur Chrysanthemfamilie gehört, ist es ähnlich wie in einem Märchen, mit einer schönen, fremden und schlafenden Prinzessin, die vielleicht endlich auch in Europa, von einem  Prinzen, mit dem kaum zu glaubenden Namen ,Coca Cola, wachgeküsst werden könnte.
Seit Jahrhunderten wird die Steviapflanze von Indianern und Indios als Süssmittel verwendet. Wissentschaftlich erwiesen ist, daß sie das Glukoseniveau im Organismus reguliert, sie eine herzstärkende, blutregulierende Wirkung hat und Kariesbildung unterbindet.
Weiterhin fördert sie Verdauung und die Darmtätigkeit, beugt Ermüdung vor, schützt Speiseröhre, Leber und Milz.
Ideal also für Diabetiker, unterstützt weiterhin das Drüsensystem und vermeidet Übergewicht, weil sie weder Cholesterin noch Kalorien enthält.
Bei regulärem Genuß hilft sie auch beim Tabak- und Alkoholentzug.
Damit nicht genug, in flüssiger Form, als Gesichtsmaske verwendet, hat sie eine hautstraffende Wirkung, macht die Haut geschmeidiger, hilft gegen Falten und bei Hautproblemen wie Akne, Dermatitis und Exzemen.
Eine natürliche Pflanze also, die fast überall angebaut werden kann, mit soviel positiven Eigenschaften und eben deshalb, viel zu gefährlich für
den europäischen Markt ist, meint jedenfalls die Pharma- und Zuckerlobby in Brüssel, die ihren Jahresumsatz von 148 Millionen Tonnen Gift von dieser Pflanze bedroht sieht.
Die ersten wissentschaftlichen Studien über diese damals in Europa noch unbekannte Wunderpflanze, veröffentlichte 1899 der italienische Wissenschaftler Dr. Moises Santiago Bertoni, daher also die lateinische Bezeichnung der Pflanze.
In Südamerika wurde Stevia schon immer verwendet und Steviaprodukte haben Zucker in den letzten Jahren den Rang als hauptsächlich verwendetes Süßmittel abgenommen.
In den USA und Kanada sind sie als Zusatznahrungsmittel zugelassen. In Japan wurden 1960 alle chemischen Süßstoffe als krebserregend vom Markt genommen und verboten. Steviaprodukte, im Jahre 1970, als Nahrungsmittel zugelassen, das gleiche in Korea und China. Inzwischen beträgt der Marktanteil von Steviaprodukten in Japan und Korea über 60 Prozent. Auch in anderen asiatischen Ländern wird Stevia  immer
beliebter. Sehr wahrscheinlich schneiden diese Länder in den Statistiken in Sachen  Herz-und Diabetiserkrankungen, Obesie und anderen
Darm-sowie Arterienbeschwerden um so viel besser ab, als Europäer.
Je nach Anbaugebiet, sind Steviablätter etwa 15 bis 30 mal süsser, als Zucker. Steviaextrakte in flüssiger- oder Pulverform, etwa 300 mal süsser.
80 Gramm Steviapulver reichen für 800 Tassen Tee oder Kaffee. Natürlich kann man sie auch  beim Backen und in Marmelade verwenden.
In 50 Jahren allgemeiner Anwendung in Industrienationen, wurde nie ein Fall von Steviaunverträglichkeit bekannt oder gemeldet.
Alle Untersuchungen auf Toxität waren negativ, im Gegensatz zu Tomaten und Kartoffeln, die nach der Novel Food Verordung keine Chancen auf eine Zulassung in Europa hätten. Zu dieser Verordnung jedoch gleich mehr.
Im Jahre 1997 stellte die Universität Leuven, nach jahrelangen Forschungen, in Brüssel den Antrag auf die Zulassung von Steviaprodukten als
Nahrungsmittel in Europa. Jetzt war die Universität kein Nahrungsmittelmulti und konnte die notwendigen Millionen Euros, um den Beweis der Unbenklichkeit zu erbringen, nicht aufbringen.
Mit dem Antrag schrillten sofort alle Alarmglocken in der Pharma- und Zuckerlobby.Sie legten einen Forschungsbericht vor demnach Stevia, im Gegensatz zu allen anderen Forschungsergebnissen, krebshemmend, sondern sogar krebsfördernd sein könnte. Nicht erwähnt wurde jedoch, daß den Mäusen eine 600 fache Dosierung gespritzt wurde und dann, selbst bei dieser Unmenge, auch nur  k ö n n t e!  Jetzt ist es ein Unterschied, ob ich einen oder 600 Äpfel täglich esse, wobei mich letzteres sicherlich auch krank machen würde.
Um sich aus dieser mißlichen Lage zu befreien, entschied sich Brüssel auf Vorschlag der Lobbygruppen, daß Stevia doch unter die Novel Food Verordnung fallen könne. Wie der Name sagt, war diese Verordnung eigentlich für genmanipulierte Lebensmittel,  die in Europa vermarktet werden sollen, gedacht. Nun ist Stevia aber ein natürliches Nahrungsmittel, was es alles noch viel schwieriger machte.
Sofort gab es auf Drängen, bereits genannter Lobbygruppen, Razzien in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern, bei denen alle Steviaprodukte konfisziert wurden, weil Stevia seit den 50er Jahren in Deutschland geduldet und verkauft wurde.
Diese Razzien waren selbst Brüssel zu viel. Deshalb ließ sie Steviaprodukte als Badezusätze, zur Schönheits- und Zahnpflege wieder zu. Nur war jetzt die Nische noch kleiner geworden.
Nicht zu verstehen ist dabei die Haltung der Gesundheitsministerien und der Krankenversicherungsunternehmen. Für so viele Krankheitsgruppen würde der Genuß von Steviaprodukten ein längeres und gesünderes Leben bedeuten. Die Summen, die Krankenkassenverbände und Versicherungsnehmer, bei Zulassung und optimale Aufklärung bezüglich Stevia, sparen würden, sind kaum vorstellbar.
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eduard
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Beiträge: 2

Re: Stevia
Antwort #8 - 02. Juli 2008 um 13:06
 
Neben der Zuckerlobby steht vor allen Monsanto, das mit chemischen Süßstoffen, vor allen Aspertam, den Markt beherrscht. Während  Monsanto weltweit als der schwarze Prinz notorisch bekannt und berüchtigt und der Verkauf von Aspartam in Japan, weil krebserregend, verboten ist, wie in anderen Ländern auch, ist dieses Gift in Europa weiterhin zugelassen und in Apotheken gepeddelt.
Jetzt taucht plötzlich am Horizont der weiße Prinz Coca Cola auf, die bereits seit Jahren in ihrem Produkt Coca Cola Light in Japan und Korea, Stevia als Süßmittel verwendet. Nach geheimgehaltenen Forschungen meldete Coca Cola , gemeinsam mit dem Lebensmittelhersteller Cargill,
im Juli 2007, 24 Patente auf Steviaprodukte an.
Wie stark der Druck der Zucker- und Pharmalobby auf politische Institutionen ist, beweist sich am Beispiel JEFCA, das steht für das Expertengremium für Zusatznahrungsmittel im amerikanischen Gesundheitsministerium.Sie teilte mit, daß im Jahr 2008 eine endgültige Unbedenklichkeitsbescheinigung für Steviaprodukte  beschlossen werden soll, obwohl ein solcher Beschluß von derselben Behörde bereits seit 2004 besteht.
Selbst in der Schweiz, wo Stevia, gleichzeitig mit Brüssel, auch verboten wurde, wird es inzwischen von der Regierung geduldet und befindet sich im Sportgetränk Storms. Auch die vor Jahren verfügte Unbedenklichkeitsbescheinigung der WHO, Weltgesundheitsbehörde, bezüglich Stevia, berührt Brüssel wenig.
In privaten Gesprächen mit Apothekern höre ich immer wieder, daß letztlich die Kasse und nicht das bessere Wissen oder Gewissen für sie entscheidungsbestimmend ist. Natürlich wissen sie und geben auch zu, daß Steviaprodukte bei Herzerkrankungen, für Diabetiker und bei Obesie die viel bessere und gesündere Alternative wäre, jedoch sind eben bei chemischen Süßstoffen die Gewinnspannen immens hoch. Daran hängt natürlich auch eine riesige andere Palette von Medikamenten, von denen sie wesentlich weniger verkaufen könnten, würden Steviaprodukte in Europa als Nahrungsmittel zugelassen und Verbraucher umfassend informiert.
Was die Zuckerindustrie befürchtet und zu recht befürchten kann, möchte ich mit einem persönlichen Beispiel unterstreichen.
Bis 2004 lebte und arbeitete ich für über 20 Jahre in Bolivien und mußte dann wegen der schweren politischen Unruhen Ende 2003, mit meiner Familie nach Deutschland zurückkehren. Während dieser Zeit hatte ich nie etwas von Stevia gehört. Anfang des Jahres war ich für 2 Monate wieder in Bolivien. Plötzlich sah ich bei Freunden, Bekannten und Verwandten meiner Frau anstatt  Zuckerdosen, überall kleine Steviadosen stehen. Offensichtlich waren alle begeistert und schon die erste Tasse Kaffee, mit Steviapulver gesüßt, überzeugte mich auch.
Kurz nach unserem Verlassen Boliviens, hatte E:N:D: Bolivia ein Stevia- Fruktosegemisch patentiert, das geschmacklich von Zucker nicht zu unterscheiden, aber eben halt viel gesünder war. Überall in Geschäften und auf Märkten, sah ich anstatt wie sonst riesige Zuckersäcke, jetzt Steviadosen und-flaschen. Selbst in Restaurants und Cafes, war jetzt neben der Zuckerdose auch eine Dose mit Steviapulver verfügbar, die von den meisten Gästen bevorzugt wurde.
Wenn in einem Land wie Bolivien, mit so wenig Marketing know how, sich ein neues Produkt so schnell verbreitet, um wieviel schneller in Europa, dachte ich mir.
Zurück in Deutschland wurde ich schnell von der Brüsseler Bürokratie und den Machenschaften der Farma-und Zuckerlobby auf den Boden
der europäischen Tatsachen geholt. Natürlich wissen alle um die Vorzüge von Stevia und daß es von allen Käufern als Süßmittel verwendet wird, aber der obligatorische Aufdruck `Nur als Badezusatz oder Schönheitsmittel in der EU zu verwenden`treibt ein gesundes, natürliches Produkt wieder in die Schmuddelecke. Das ist etwa so, als ob ich  Äpfeln einen Aufkleber verpasse, `Nur für Dekorationszwecke verwendbar`.

Also Steviaprodukte dürfen zwar in die EU eingeführt werden, aber nicht als Süßstoff oder Nahrungsmittel deklariert sein. Zwar sind sie , auch laut Brüssel,unbedenklich als Zusatznahrungsmittel, aber bedenklich, was süß angeht. Darauf darf nicht hingewiesen werden. Wer soll diese Logik begreifen?
Paradoxerweise wurde Stevia im Rahmen eines EU Projektes auch in Spanien zwischen 1998 bis 2002 angebaut, um Tabakbauern eine Alternative zum Tabakanbau zu bieten.Dieser Versuch wurde 2002 abgeschlossen und von den beteiligten Wissenschaftlern als höchst erfolgreich deklariert. Die detaillierte Studie hält die EU jedoch bis heute unter Verschluß.
Aber, wie anfangs erwähnt und das hätte ich nie für möglich gehalten, nur Coca Cola kann Stevia und Brüssel wachküssen und vielen Menschen
ein längeres und gesünderes Leben bescheren, wie z.B. in Japan, wo die Lebenserwartung um mehrere Jahre höher ist als in der EU.
e.n.d. stevia bolivia produkte gibt es bei steviaimport@yahoo.de
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tucan
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Beiträge: 19
Asunción Paraguay
Geschlecht: female
Re: Stevia
Antwort #9 - 12. Juli 2008 um 17:35
 
Hier mal eine übersetzte Meldung aus der abc-color in Paraguay


------------------------------------------schnipp
Asuncion 5. Juli 2008: Globale Lebensmittel Bescheinigung für Stevia . - Ein Komitee von Fachleuten der UN-Organisation für Landwirtschaft und Lebensmittel, FAO, und die Lateinamerikanische Organisation für Weltgesundheit, OMS, informierten heute darüber, dass die Stevia-Pflanze nunmehr den Status als "unschädliches Lebensmittel" erhalten hat. Das Ka'a he'e soll im nächsten Schritt in den "weltweiten Lebensmittel-Index" aufgenommen werden. Dadurch erhält Stevia die global anerkannte "Bescheinigung für unbedenklichen Konsum". Wie Juan Carlos Fischer, der Leiter der paraguayischen Stevia-Kammer, CAPASTE, mitteilte, sei dieses ein guter Erfolg, da sich Paraguay bereits als eines der weltweit führenden Export-Länder für diese Produkte betrachten dürfe. Unter Experten ist das Ka'a he'e als "Steviol glycócido" bekannt. Die Analyse-Berichte über die Steviapflanze seien von Lebensmittel-Experten aus Paraguay, Brasilien, China, Korea und Japan erarbeitet und zusammengefasst worden. Ziel sei es jetzt, das Produkt vor allem in den USA und in Europa weiter bekanntzumachen und auch zu exportieren.
-----------------------------------------schnapp

Ich wohne und lebe in Paraguay und die Eingeborenen (Indianer) verwenden Stevia schon seit Jahrhunderten. Es gibt auf dem Markt alle möglichen Produkte von der Stevia Pflanze und trotzdem nimmt die Bevölkerung hier lieber den konventionellen Zucker aus Zuckerrohr, anstatt Stevia. Zucker wird sogar reichlich aus Brasilien nach Paraguay geschmuggelt, weil der Zucker aus Brasilien billiger ist, als der Einheimische. Lediglich bei Diabetikern ist Stevia sehr beliebt und auch teilweise unter der europäischen Bevölkerungsgruppe. Ich selbst mag Stevia so gut wie gar nicht, weil ich allergisch darauf reagiere. Zwei Kreislaufzusammenbrüche, jedesmal kurz nach dem Genuss mit Stevia gesüßten Lebensmitteln reichen mir vollkommen. Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie in meinem Leben Süßigkeiten mochte bzw. bis heute auch nicht mag. Mein Kaffee, Tee oder selbstgemachte Fruchtsäfte trinke ich ohne Zucker oder Süßstoffe. In sofern kann ich dem Lobgesang auf Stevia nicht sehr viel abgewinnen, aber jeder soll es selbst probieren. Ich will mir jetzt eine Steviapflanze kaufen und sie dann mal pur probieren, mal sehen wie dann die Erfahrung ausfällt.

Gruß

tucan
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