>JogDial
>Re: Energiesparlampen
>Antworten #8 - Gestern um 22:14:17
>Zitat von ama am 04.09.2006 um 21:18:38:
>>Die Kondensatoren sind explodiert. Interessanterweise immer nach
>>drei Monaten und immer das gleiche Bauteil in den Lampen.
>>Anfragen bei Stiftung Warentest (?) ergaben: große Streuung, ist
>>halt so...
>Na das halte ich jetzt aber auch für Sülze.
Schön wär's!
>Klar, theoretisch können die Lampen kaputt gehen (so wie wohl alles
>kaputt gehen kann).
Der Fehler liegt in der schlechten Dimensionierung.
Die Bauteile sind zu schwach ausgewählt. Bei der dauernden Belastung durch zu hohe Ströme werden sie zu heiß. Sie können auch zu heiß werden durch die Nähe zur Röhre und anderen Bauelementen.
Hitze führt zu Alterung und die zur Explosion.
Mit jedem Grad Temperatur mehr wird die Lebensdauer verringert. Miniaturbauweise ist ein Killer.
>Aber von ein paar im eigenen Haushalt auf alle zu schliessen ist
>wohl ein wenig übertrieben.
Ich hielt das zuerst für einen Einzelfall. Die Antwort, daß es eine große Typenstreuung gibt, zeigt aber, daß es kein Einzelfall ist.
>Auch bei mir ist noch niemals in den vergangenen Jahrzehnten eine
>"explodiert".
Das waren dann wohl große Bauformen... Da ist die Hitzeverteilung besser.
>Meines erachtens ist es viel warscheinlicher das eine durcj
>unsachgemäße Behandlung zerbricht.
Beim Einschrauben. Aber das erklärt nicht, warum erst nach drei Monaten das Ding explodiert und warum ALLE nach drei Monaten explodiert sind.
>Beispielsweise sollte man die Lampe beim Einschrauben nicht am
>Glas/Röhrenkörper festhalten und hier Druck ausüben. Steht aber so
>auch immer auf den Verpackungen.
Das betrifft nur die Glasröhre. Explodiert ist immer der gleiche Kondensator der Schaltung...
>Die Inhaltstoffe sind wohl teilweise giftig.
ALLE sind giftig.
>Bei ordnungsgemäßem gebrauch und keinem Bruch sollten Schadstoffe
>aber nicht in die Umgebungsluft geraten.
KEINEM Glasbruch. Das ist der Punkt. Aber genau da wird bei der Entsorgung Mist gebaut in einem Ausmaß, daß man nur noch staunen kann.
>Was mich persönlich aber wirklich nervt, ist dass die
>Lampenhersteller (nicht die Leuchtmittelhersteller) überwiegend nach
>wie vor für die E27-Fassungen produzieren. Es gibt schon lange
>wesentlich praktischere Röhrenmodelle ohne Starter und Elektronik.
>Diese wäre in der Lampe/im Stromkreis viel besser aufgehoben.
Das stimmt so nicht. Eine Röhre braucht IMMER eine Elektronik. Die alten Röhren hatten Vorschaltgeräte. Das sind Strombegrenzer. Zum Starten kam ein Starter dazu. Die Starter taugen nichts und die Drosseln sind schwer und haben hohe Verluste.
Heute nimmt man Elektronik. Die ist an die jeweilige Röhre angepaßt.
Für die großen Röhren kann man die Steuergeräte einzeln kaufen. Die sind aber sehr teuer. Bei Ebay gibt es ab und zu preiswerte. Dann muß man genau herausfinden, zu welcher Röhre DIESES eine Gerät paßt.
Je nach Gerät kann man damit sogar dimmen oder fernsteuern. Es gibt eine große Typenvielfalt - und mehrere Zentimeter dicke Kataloge. Hochinteressant!
>Das wäre auch mal ein Thema was Ökotest bei den Hersteller anfragen
>könnte: Warum gibt es keine schicken Lampen für Röhren in allen
>Variationen?
Bei den kleinen Bauformen wurde das versucht, hat sich aber nicht durchsetzen können. Bei den großen Röhren kann man aus den Lampen die alten Drosseln und Starter rausnehmen und durch Steuergeräte ersetzen. Man muß darauf achten, ob überhaupt die in das Lampengehäuse passen und wie man sie richtig anschließt.
ama
(
Stichwort: elektronisches Vorschaltgerät)