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Homöpathie und Tiere (Gelesen: 25383 mal)
naturrein
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Homöpathie und Tiere
26. September 2006 um 11:24
 
Hallo zusammen,

in der akuellen Ausgabe der Öko-Test ist ein Artikel über bei (Nutz-)Tieren angewendete Homöopathie bei Tieren. Alles in allem wieder ein Grund, an der Placebo-Theorie (als einzig mögliche Erklärung für die Wirkung) zu zweifeln. Den herkömmlich austherapierten 1500 Puten hat man vermutlich nicht immerzu über das Köpfchen gestreichelt.

naturrein
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #1 - 26. September 2006 um 11:29
 
Will sehen...
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
Hema
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Beiträge: 6394

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #2 - 26. September 2006 um 11:30
 
In der Oktober-Ausgabe? Was sind denn die Kernaussagen?
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naturrein
Ex-Mitglied





Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #3 - 26. September 2006 um 12:08
 
Hallo,

ob der Admin zu Hemas Frage einen Satz oder zwei verlieren könnte ?

naturrein
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Kawarimono
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Beiträge: 3376

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #4 - 26. September 2006 um 12:35
 
Zitat:
Hallo,

ob der Admin zu Hemas Frage einen Satz oder zwei verlieren könnte ?

naturrein



Berichten Sie doch mal, oder wozu brauchen Sie einen Admin, wenn Sie das doch bereits gelesen haben?

Kawarimono
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naturrein
Ex-Mitglied





Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #5 - 26. September 2006 um 13:00
 
hallo,

habs nicht ansatzweise auswendig gelernt. ich werde aber heute abend nochmal nachlesen und morgen die wesentlichen ergebnisse für die werte leserschaft zusammenstellen.

naturrein
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Kawarimono
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Beiträge: 3376

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #6 - 26. September 2006 um 13:12
 
Zitat:
hallo,

habs nicht ansatzweise auswendig gelernt.


Wenn dem Admin, gemäß Ihrer Aussage, ein oder zwei Sätze ausreichen, wird das für Sie selbst wohl auch zutreffen.
Auswendig brauchen wir das nicht.

Kawarimono
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naturrein
Ex-Mitglied





Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #7 - 26. September 2006 um 13:22
 
hallo,

dann darf ich auf meinen eingangsbeitrag hinweisen. der bestand sogar aus drei sätzen.

ich kenne doch die spezialisten hier.... einen kleinen fehler und schon wird man in 50 meter höhe an den füßen aufgehangen. bitte bis morgen warten oder - noch besser - ökotest kaufen. da stehts sogar auf (ich glaube) zwei seiten.

naturrein
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naturrein
Ex-Mitglied





Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #8 - 26. September 2006 um 13:45
 
hallo,

zur überbrückung (aber nicht aus der ökotest 10/2006):

In der Universität Göttingen wurden im Rahmen einer Feldstudie 34 Hunde nach einer Tumorentfernung mit homöopathischen Präparaten nachbehandelt. Hunde neigen eher nicht dazu, sich Heilungen einzubilden und so bilden Tiere einen verlässlichen Indikator für den Erfolg einer homöopathischen Therapie. Die Fragestellung lautete: Lässt sich die Überlebensdauer der operierten Hunde verlängern und die Rezidivrate, also die Neubildung von Tumoren, verringern? Die Ergebnisse wurden an der Tierklinik der Uni Göttingen mit anderen Studien verglichen, bei denen dieses Therapieprogramm nicht durchgeführt wurde.  

   
   Die postoperative Behandlung mit den homöopathischen Präparaten zeigte eine Verbesserung der Überlebenszeiten und eine Verringerung der Rezidivrate. Die Überlebenszeit wurde auf mehr als zehn Prozent verlängert und Tumornachbildungen gar um die Hälfte verringert. In einer österreichischen Doppelblindstudie mit Placeboeinsatz wurde eine Verhaltensstörung von Hauskatzen, die Stubenunreinheit, homöopathisch behandelt. Die Kontrolltiere erhielten das schulmedizinisch am häufigsten verschriebene Präparat, ein Psychopharmaka. Nach neunzig Tagen zeigte sich bei sechzig Prozent der homöopathisch behandelten Tiere ein Erfolg - in der Psychopharmaka-Gruppe nur bei zehn Prozent.  

   
  Die deutlichsten Erfolge der homöopathischen Therapie beim Tier zeigen sich dort, wo die Schulmedizin relativ wenig anzubieten hat - in chronischen, verschleppten Fällen oder bei Verhaltensstörungen. Dr. Nicole Herout ist Fachtierärztin für Homöopathie und betreibt im niederösterreichischen Waldviertel eine Rehabilitationspraxis für Pferde. Bei ihrer Arbeit fehlt ein ganz wesentliches Element der Humanhomöopathie bei Tieren - nämlich die ausführliche Befragung des Patienten. So manches schulmedizinisch austherapierte und aufgegebene Tier wurde von ihr mit zig-millionenfach verdünnten, verschüttelten, homöopathischen Hochpotenzen geheilt - obwohl man ihr die Tiere eigentlich nur zum Sterben gebracht hatte.  

   
   Auch die Europäische Union hat sich des Themas angenommen. Seit August 2000 müssen Nutztiere von Biobetrieben vorzugsweise mit komplementären Heilmethoden wie etwa der Homöopathie behandelt werden. Ist die Selbstheilungskraft der Tiere nicht mehr mobilisierbar, greift Dr. Herout auch nach Antibiotika und anderen schulmedizinischen Medikamenten. Aber auch Nutztierherden oder ganze Stallpopulationen können homöopathisch behandelt werden - sogar bei Epidemien wie Schweine- oder Rinderpest beziehungsweise Grippe. Nachweislich auch mit Erfolg. In Holland ist die Zahl der Betriebe, die ihre Tiere homöopathisch behandeln lassen, im Zuge der Maul- und Klauenseuche im letzten Jahr sprunghaft angestiegen.  

   

ich glaube mich erinnern zu können, dass auf die erfolge bei der tumorbehandlung bei hunden auch in der ökotest-ausgabe hingewiesen worden ist.

naturrein
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ama
Ex-Mitglied





Es gibt keine Tierhomöopathie!
Antwort #9 - 26. September 2006 um 17:53
 
Den Tieren werden einfach Mittel gegeben, denen für MENSCHEN eine Wirkung ZUGESPROCHEN wird.

Das ist Betrug.

BEVOR die Homöopathen ein Mittel geben DÜRFEN, MÜSSEN sie erst mal eine Arzneimittelprobe machen.

Haben die das? Antwort: NEIN!

ama

(über wie man ein Kind an Nierenversagen sterben läßt...)
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #10 - 26. September 2006 um 18:20
 
Aus aktuellem Anlass:

Extrablatt!!                     Extrablatt!!

NEWS aus den verschwiegenen Fallbeispielen
Am Hund vorbeitherapiert. Leider trotzdem tot.
(Viel schlimmer Text, und man muss umblättern...)

Zu Göttingen:
Zitat:
Die Überlebenszeit wurde auf mehr als zehn Prozent verlängert und Tumornachbildungen gar um die Hälfte verringert.
gegenüber den Vergleichsgruppen? Oder innerhalb der Gruppe?
Nebenbei: 34 Hunde sind nicht wirklich eine solide Basis. Wenn man eine so kleine Gruppe mit einer (höheren?) Anzahl Individuen aus "Studien, bei denen dieses Therapieprogramm nicht durchgeführt wurde" vergleicht, erzeugt man automatisch eine Schiefe zugunsten des Ergebnisses der kleinen 34-er Gruppe, gleich wie es ausfällt.

Zu den Psychopharmakakatzen:
Zitat:
einer österreichischen Doppelblindstudie mit Placeboeinsatz wurde eine Verhaltensstörung von Hauskatzen, die Stubenunreinheit, homöopathisch behandelt. Die Kontrolltiere erhielten das schulmedizinisch am häufigsten verschriebene Präparat, ein Psychopharmaka.
Ich bin kein Veterinärmediziner, aber ich halte es für durchaus denkbar, dass man nicht jedes verhaltensgestörte Lebewesen unbedingt mit Psychopharmaka vollpumpen sollte. Zwinkernd Singular heißt übrigens "Psychopharmakum". Hier fehlen, noch übrigenser, Zahlen, um überhaupt eine Aussage über die Qualität der Studie zu treffen.

Zu:
Zitat:
So manches schulmedizinisch austherapierte und aufgegebene Tier wurde von ihr mit zig-millionenfach verdünnten, verschüttelten, homöopathischen Hochpotenzen geheilt - obwohl man ihr die Tiere eigentlich nur zum Sterben gebracht hatte.  
... Abstauber-blabla:
Wenn man aus Sicht der Medizin keine Therapie mehr hat, bedeutet das nicht, dass ein Tier, ein Mensch zu sterben verpflichtet ist. Manches Tier wurde "geheilt", so maches Tier wird wohl auch gestorben sein... Das übliche sowohl- als- auch...

1. Wieso machen Homöopathen bloß immer so schlechte Studien? Ein Schelm, wer...  Augenrollen

2. Wieso diskutieren Sie, naturrein, noch immer nicht über die selbst angebrachten Studien? Zu anstrengend?


Zitat:
hallo,
habs nicht ansatzweise auswendig gelernt. ich werde aber heute abend nochmal nachlesen und morgen die wesentlichen ergebnisse für die werte leserschaft zusammenstellen.

naturrein

Ich bin neugierig.
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« Zuletzt geändert: 27. September 2006 um 09:41 von Gockel »  
 

 
ama
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Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #11 - 26. September 2006 um 21:35
 
Die Homöopathen hatten bei SARS die Chance des Jahrhunderts, alle Welt in Grund und Boden zu blamieren.

Dann kam Vogelgrippe.

Jetzt ist die Blauzungenkrankheit da.

Nicht zu vergessen Maul- und Klauenseuche.

Und!? Nichts ist es mit der Heilkraft der Homöopathie.

Homöopathie ist eine lebensgefährliche Geisteskrankheit, die zu kultivieren sehr lukrativ ist.

Auch für Sargmacher.


ama

(Carola  Lage-Roy, Ravi Roy *** Biowaffen und Homöopathie *** Schutz und Behandlung von Milzbrand, Pocken, Cholera, Pest, Botulismus, Ebola. Stärkung des Imunsystem nach den Prinzipien der Homöopathie *** 2001. 210 S. 21,5 cm; Geb; Deutsch Lage & Roy, M. , 2001)
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #12 - 26. September 2006 um 21:49
 
"Biowaffen und Homöopathie... nach den Prinzipien der Homöopathie"

(Achtung, Humorpolizei! Der folgende Kalauer wird ziemlich schlecht: )

...räusper...

Wie heißt es doch? "Gleiches solle durch Gleiches..."
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ama
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Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #13 - 26. September 2006 um 22:00
 
>Wie heißt es doch? "Gleiches solle durch Gleiches..."


Das sieht den Homöopathen ähnlich... Smiley
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #14 - 29. September 2006 um 21:31
 
Zitat:
Die Überlebenszeit wurde auf mehr als zehn Prozent verlängert.


Sagt mal, das fällt mir jetzt erst auf.

Das ist verbale Bilanzfälschung.

Eine "Verlängerung" der Überlebenszeit "auf mehr als zehn Prozent" entspricht einer realen Verkürzung der Überlebenszeit um ca 90 Prozent...

Smiley q.e.d.
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Homöpathie und Tiere
Antwort #15 - 02. Oktober 2006 um 11:19
 
Gockel schrieb am 26. September 2006 um 18:20:
Zitat:
hallo,
habs nicht ansatzweise auswendig gelernt. ich werde aber heute abend nochmal nachlesen und morgen die wesentlichen ergebnisse für die werte leserschaft zusammenstellen.

naturrein

Ich bin neugierig.


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