joytopia schrieb am 06. Dezember 2006 um 11:16:Der hinkt nicht nur weniger , sondern gewaltig. Meiner Ansicht nach.
Zumal ich Vergleiche zwischen Mensch und Maschine sowieso nicht passend finde und die Medizin sich
endlich mal von dieser Anschauungsweise verabschieden sollte.
Der Mensch ist eine sehr komplexe Maschine und dies ist keinesfalls eine Abwertung. Was die Natur im Laufe mehrere Milliarden Jahren aus einfachen Bauteilen konstruiert hat verlangt höchste Bewunderung. Ich ziehe hier ausdrücklich meinen Hut, mein Interesse an diesem Wunder war eine wesentliche Motivation für mich Medizin zu studieren und die Faszination nimmt zu, je mehr man sich damit beschäftigt. Lesen Sie z.B. mal etwas über die Zellbiologie, es wird sie umhauen, was in so einer kleinen Zelle alles abgeht. Und dabei sind sie hier noch beim einfachsten Lebewesen!
Hier lernen Sie auch zwischen objektiven Gegebenheiten und subjektiven Vorstellungen zu unterscheiden. Die Natur interessiert sich nämlich nicht im Geringsten für Ihre oder meine Anschauungsweise, so wie sich das Auto nicht dafür interessiert, ob sie es Maschine oder magisches Fortbewegungsmittel (es sind ja keine Pferde davor gespannt) nennen.
Zitat:Nicht wirklich. Wenn ein Medizinsystem nicht in der Lage ist, 58 000 Tote, für die sie Verantwortlich ist, in den Griff zu bekommen, dann erlaube ich mir zu zweifeln an der Glaubwürdigkeit und Kompetenz des Systems. Zumal die Zahl der Toten jährlich zunimmt.
Haben sie meinen Beitrag gelesen? Welche Alternative bieten sie an?
Wenn sie sich mit der Pharmakologie beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Nebenwirkungslosigkeit oft auch der Wirkungslosigkeit verdächtig ist. Pharmakon bedeutet in seiner ursprünglichen Bedeutung sowohl Gift als auch Heilmittel! Schon Paracelsus wußte dass Gift und Heilmittel die zwei Seiten einer Medaillie sind, wobei hier sicherlich neben der Dosis noch weitere Faktoren (therapeutisch Breite, Galenik, Verabreichungsweise, auf Patientenseite Indikationsstellung, Alter, Vorerkrankungen, individuelle Enzymausstattung, Begleitmedikamente) beim Abwägen zu berücksichtigen sind.
Also noch mal: Welche nebenwirkungsfreien Alternativen bieten sie und an? (Nehmen Sie den Tod durch Unterlassen/Nichtwirkung als Nebenwirkung an).
Zitat: Ein weiterer Punkt wäre, endlich mal die Medikamente vom Markt zu nehmen, die über keinen Wirksamkeitsnachweis verfügen. Alleine die Übersichtlichkeit würde viele Leben verlängern: Es wäre dann auch für einen "einfachen" Arzt nicht von vorneherein hoffnungslos, sich einen vernünftigen Überblick zu verschaffen, weil es sich vermutlich nur noch um max. 1000 Medikamente handeln würde.
Die Medikamente werden nicht alle gleich häufig angewendet, viele sind bestimmten Fachärzten vorbehalten, viele werden auch kaum oder gar nicht verwendet. Als normaler Arzt reicht es, wenn man ein paar hundert drauf hat, davon vielleicht 100 bis 200 für den täglichen Gebrauch.