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Sodium Laureth Sulfate (Gelesen: 198265 mal)
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Sodium Laureth Sulfate
22. Oktober 2006 um 14:14
 
Sodium Laureth Sulfate

Zu dem Inhaltsstoff "Sodium Laureth Sulfate" kommen immer mal wieder Anfragen, ob dies schädlich sei bzw. warum es von ÖKO-TEST nicht abgewertet wird.

Sodium Laureth Sulfate ist ein PEG/PEG-Derivat und wird als solches in Produkten wie Shampoos um eine Note abgewertet und in Cremes um zwei Noten. Bei der Herstellung von PEG/PEG-Derivaten können Verunreinigungen wie krebsverdächtiges Dioxan entstehen. Die von uns gefundenen Gehalte von Dioxan lagen in Shampoos und Duschgel häufig im Spurenbereich.

In Naturkosmetik sind PEG/PEG-Derivate wie Sodium Laureth Sulfate allerdings tabu.
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« Zuletzt geändert: 11. Oktober 2012 um 12:50 von Forum Admin »  
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Sodium Laureth Sulfate - Vertreiber
Antwort #1 - 22. Oktober 2006 um 14:16
 
Vertreiber

Auf den Seiten der Verkäufer dieser Produkte findet man oftmals folgenden Hinweis:

„Wer zu Haus Shampoo hat, das Krebs erregende oder -verdächtige Bestandteile hat, sollte es wegwerfen. Enthält es allergiesierende Stoffe, kann das Produkt aufgebraucht werden, doch besteht die Gefahr, dass die Toleranzschwelle für solche Substanzen überschritten wird." (Quelle: ÖKO-TEST, Heft 06/2001)

Darunter folgt dann eine lange Liste von Inhalts- oder Zusatzstoffen, unter anderem auch "Sodium Laureth Sulfate". Möglicherweise entsteht beim Leser dadurch der Eindruck, alle dort aufgeführten Stoffe wären, analog des Zitats von ÖKO-TEST, krebserregend.

Dies ist natürlich nicht so.

In dem Test aus dem Jahr 2001 (Shampoos für feines Haar, ÖKO-TEST-Magazin Juni 2001), heisst es dann auch vollständig in den Empfehlungen der Redaktion:

"Falls Ihr Produkt nicht im Test ist, können Sie anhand der Deklaration problematische Inhaltsstoffe erkennen. Formaldehyd/-abspalter verstecken sich hinter den Bezeichnungen Imidazolidinyl-Harnstoff, Imidazolidinyl-Urea, Bronopol, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, Bronidox, 5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane, Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea und DMDM Hydantoin. Der Lichtschutzfilter Oxybenzon verbirgt sich auch hinter dem Namen Benzophenone-3. PEG/PEG-Derivate erkennen Sie an Namen, die »PEG« oder die Buchstaben »eth« in Verbindung mit einer Zahl enthalten, zum Beispiel Ceteareth-33. Sie heißen auch Polyglykol, Polysorbate oder Copolyol. Halogenorganische Verbindungen sind an den Wortbestandteilen »Bromo«, »Jodo« oder »Chloro« zu erkennen."

Von "Sodium Laureth Sulfate" ist dort nichts zu lesen.

Aber was sagen die Verkäufer der Produkte dazu?

Zitat:
...
Sodium-laureth-sulfat

Sodium-laureth-sulfat ist die alkoholische (ethoxylierte) Form des Sodium-lauryl-sulfats. Es ist etwas weniger reizend als Sodium-lauryl-sulfat, kann aber ein stärkeres Austrocknen bewirken. Sowohl Sodium-lauryl-sulfat als auch Sodium-laureth-sulfat können in Shampoos und Reinigungsmitteln durch Reaktion mit anderen Inhaltsstoffen möglicherweise zur Bildung von krebserregenden Nitraten und Dioxinen beitragen. Schon durch eine einzige Schampoobehandlung können größere Nitratmengen in den Blutkreislauf gelangen.
...

Quelle: http://www.spitzeleben.de/seiten/warumn/
(sowie viele weitere Internetseiten aus Deutschland, die von Verkäufern betrieben werden)
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Sodium Laureth Sulfate - Gerüchte?
Antwort #2 - 22. Oktober 2006 um 14:21
 
Gerüchte?

Doch wie kommt es, dass immer wieder (und immer wieder nur von Verkäufern eines Herstellers) behauptet wird, Sodium Laureth Sulfate sei schädlich?

Dazu gibt zum Beispiel die TU Berlin eine Antwort:

Zitat:
...

Nicht richtig ist hingegen, dass SLS und SLES Krebs auslösen. Jedenfalls gibt es keine ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Studien, die eine kanzerogene (krebserregende) Wirkung dieser Substanzen belegen [1]. Ebenso wenig gibt es Nachweise, dass durch SLS oder SLES "Grauer Star" ausgelöst wird (wenn man es sich nicht täglich in konzentrierter Lösung in die Augen träufelt...).
Einer der möglichen Gründe, warum SLS unter Krebsverdacht geraten ist, kann der Umstand sein, dass in den 1970er Jahren teilweise Ethanolamin statt Natrium eingesetzt wurde. Dieses Ethanolaminlaurylsulfat kann (im Gegensatz zu SLS und SLES) krebserzeugende Nitrosamine als Verunreinigung enthalten. Es wird jedoch bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr in Kosmetika eingesetzt. [3]

Sehr auffällig ist, dass eine große Zahl der Webseiten, die man bei Suche nach Laurylsulfat findet und die es verteufeln, zu angeblich "unabhängigen" Vertriebsagenten von angeblichen "Öko-" oder "Natur"produkten gehören [2]. Diese Produkte werden per Network-Marketing ("MLM": Multi-Level-Marketing, auch "Empfehlungs-Marketing") unters Volk gebracht. Das erklärt auch, warum die Texte weitgehend identische Formulierungen enthalten: Sie sind schlicht aus den Werbetexten der Hersteller abgeschrieben oder kopiert.

Fazit: Natriumlaurylsulfat & Co. sind nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis nicht krebserregend [1]. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Substanzen völlig harmlos und ihre Verwendung in jeder Hinsicht unbedenklich wäre.

# [1] engl. American Cancer Society: über SLS/SLES | über Fehlinformationen
# [2] engl. UrbanLegends.About, liefert etliche weiterführende Quellen
# [3] engl. Urban Legends Reference (Snopes)

Quelle: http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/lauryl.shtml

Dies sehen auch amerikanische Quellen aus der Heimat des Herstellers so:

Zitat:
...

In fact, three different agencies - the Occupational Safety and Health Administration (OSHA), the National Toxicology Program (NTP), and the International Agency for Research on Cancer (IARC) have all rated SLS as being non-carcinogenic.

...

Well, how about the writer's claim that "I called the company and told them their product contains a substance that will cause people to have cancer, and they say they know it but there is nothing they can do about it. They need that product to produce foam"? Didn't these shampoo manufacturers learn anything from the tobacco companies, who denied admitting that cigarette smoking causes cancer despite all the evidence to the contrary (and despite the warning labels that cigarette packages have been required to carry for over thirty years now)? If the government allowed shampoo companies to sell products containing known carcinogens without requiring them to place warning labels on their products, why in the world would they freely admit it to anyone who asked?

...

So where does the idea that SLS is carcinogenic come from? Back in the 1970s some shampoos were found to be contaminated with small amounts of nitrosamines, which are carcinogenic. Ethanolamine lauryl sulfates used in these shampoos were determined to be the source of the nitrosamine contamination, and manufacturers took corrective action. Perhaps someone is now confusing ethanolamine lauryl sulfate with sodium lauryl sulfate. Or, since the "SLS is dangerous" message has been widely disseminated by sellers of "alternative" or "all natural" products who tout that their wares don't contain SLS, perhaps someone in the "natural products" business deliberately created the message as a way of drumming up sales. There's nothing like an unfounded medical scare to get those cash registers ringing, and you can altruistically claim you have your customers' best interests at heart while you fleece them.

Wherever this notion came from, there simply is no medical evidence that SLS poses a significant risk of cancer to consumers of household products such as shampoo and toothpaste.

# Goldemberg, Robert.   "Minimizing Irritation in Cosmetic Foundations."; Drug & Cosmetic Industry.   Vol. 156; 1 January 1995   (p. 37).
# Henrickson, Eric.   "Edible Bubbles Add Tasty Twist to Timeless Fun."; Gannett News Service.   20 February 1997.
# Murray, Caryn Eve.   "It Doesn't Have to Be Hair Today, Gone Tomorrow."; Newsday.   24 March 1996   (p. 28).
# Oldenburg, Don.   "Rhetoric or Reality?"; The Washington Post.   21 October 1998   (p. D6).
# Oldenburg, Don.   "How Safe Is Toothpaste?"; St. Louis Post-Dispatch.   19 July 1997   (p. 35).
# Schwarz, Joe.   "Secrets of Shampoo."; The Washington Post.   9 December 1998   (p. H1).

Quelle: http://www.snopes.com/inboxer/household/shampoo.asp

Zitat:
...
Rumors have circulated widely on the internet that SLS/SLES are carcinogenic. They have spread through chain emails citing a fake report supposedly published by the Journal of the American College of Toxicology. No legitimate evidence can be found to support this claim. In response to the rumour, the Cosmetics Toiletry and Fragrance Association (CTFA) and the American Cancer Society have confirmed it to be an urban legend.
...

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Sodium_laureth_sulfate
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Anakin
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Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #3 - 23. Oktober 2006 um 23:59
 
Zitat:
• 1,2-Dioxane in Surfactants/detergents
A wide range of personal care products including shampoos, hair conditioners, cleansers, lotions, and creams, besides household products such as soaps and cleaning products, contain surfactants or detergents such as ethoxylated alcohols, polysorbates, and laureths. These ingredients are generally contaminated with high concentrations of the highly volatile 1,4 – dioxane, which is both readily inhaled and absorbed through the skin. The carcinogenicity of dioxane in rodents was first reported in 1965 and subsequently confirmed in other studies including by the National Cancer Institute in 1978; the predominant sites of cancer were nasal passages in rats and liver in mice. Epidemiological studies on dioxane-exposed furniture makers have reported suggestive evidence of excess nasal passage cancers. On the basis of such evidence, the Consumer Product Safety Commission concluded that "the presence of 1,4 – dioxane, even as a trace contaminant, is a cause of concern." These avoidable risks of cancer in numerous personal care, besides other consumer, products is inexcusable, particularly as the dioxane is readily removed from surfactants during their manufacture by a process known as "vacuum stripping."


Original:
http://www.preventcancer.com/consumers/cosmetics/cosmetics_personal_care.htm
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Hema
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Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #4 - 24. Oktober 2006 um 07:06
 
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit uind Lebensmittelsicherheit zu Dioxan in Schaumbädern

Darin wird dargelegt, dass der Gehalt in der regel unterhalb der Grenzwerte liegt.

Auch interessant zum Thema:Rumor: Sodium Lauryl Sulfate Causes Cancer

Hinter der Seite preventcancer.com steht übrigens S. Epstein, dessen Aussagen häufiger von Neways verwandt werden und der auch schon Stellungnahmen FÜR Neways gemacht hat.

Die Frage ist auch, ob, wenn Dioxan als minimale Beimengung produktionstechnisch bei der Darstellung von SLS und SLES entsteht, dies nicht auch bei SPS etc. der Fall ist. In dem Auszug von Preventcancer wird nicht nur auf SLS und SLES Bezug genommen, sondern auch auf andere Tenside. Insofern sollte man, wenn man das zitiert, wissen, dass auch Neways nach meiner Erinnerung Substanzen aus diesen Stoffgruppen verwendet. Die einseitige negative Sicht nur auf SLS und SLES stellt somit eine unzulässige Verkürzung dar, die n.m.M. nicht  durch die  Aussage von Preventcancer gestützt wird. Wird dieses Zitat jetzt in dieser Weise allgemein von Neways verwendet? Ich hatte vor einiger Zeit mal mit Epstein telefoniert, der sehr daran interessiert war, wenn seine Aussagen in sinnenenstellender Weise zu Geschäftszwecken genutzt werden.
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Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #5 - 24. Oktober 2006 um 09:35
 
Zitat:

Noch ein Versuch?

Zitat:
...
Dr. med. Samuel S. Epstein ist Professor emeritus an der Universität von Illinois, Fakultät: Öffentliches Gesundheitswesen, Bereich: Umwelt- und Berufsmedizin. Er ist zudem Vorsitzender der Cancer Prevention Coalition. Er hat etwa 260, von international anerkannten Fachleuten rezensierte Artikel veröffenlicht und ist als Autor bzw. Co-Autor am Erscheinen von 10 Büchern beteiligt. Dazu  gehören:  ... How to Avoid Cancer from Cosmetics and Personal Care Products: The Neways Story
...

Quelle: http://www.preventcancer.de/html/vorstand.html


Zitat:
...
Prof. Dr. Epstein, Krebsforscher und Nobelpreisträger, sagt über NEWAYS:

“In den letzten Jahren als Vorsitzender des Bundes für Krebsvorsorge habe ich Neways Produkte ausführlich untersucht. Ich habe eng mit der Firma zusammen gearbeitet. Sie hat mich bei meinem Versuch unterstützt zu verhindern, das wir uns ständig Karzinogenen aussetzen müssen. Auf der Basis meiner Ergebnisse kann ich nur sagen, dass Neways Produkte die sichersten der Welt sind...”
...

Quelle: http://www.mlm-gesundheit.de/


Zitat:
...
Aufgrund seiner angestellten Recherchen, Forschungsergebnisse und Empfehlungen hat er einem Unternehmen das "Seal of Safety", das "Sicherheitssiegel" der "Cancer Prevention Coalition" verliehen.
Dieses Unternehmen, Neways International, zeichnet als Hersteller und Vertreiber aus, seine eigenen Körper- und Pflegeprodukte ohne jegliche schädigende Bestandteile herzustellen. Dr. Epstein äußert sich voller Enthusiasmus ber den bahnbrechenden Beitrag, den Neways auf diesem Gebiet geleistet hat:
...

Quelle: http://www.wohlfuehl-abc.de/index-inhaltsstoffe.php


@Anakin
Vielleicht sollte man dem Herrn Professor mal mitteilen, dass es bereits in Deutschland sicherlich mehrere dutzend Unternehmen gibt, denen man auch "Als erstes Unternehmen hat es erreicht, die Verbraucher mit Kosmetik- und Toilettenartikeln zu beliefern, die sowohl frei von krebserregenden Substanzen als auch von schädigenden Bestandteilen und Schadstoffen sind. Ich gratuliere dem Unternehmen von ganzem Herzen zu seinen Errungenschaften." gratulieren könnte.
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Besserwisser
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Beiträge: 213

Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #6 - 13. November 2007 um 11:12
 
Gibt es zu diesem Thema evtl. neue Erkenntnisse ?

Folgende Aussage habe ich auf der Website der Fa. Bio-Kosmetika in Wien gefunden:

  SODIUM LAURETH SULFATE    
Herkunft: Inhaltsstoff unterschiedlichen Ursprungs
Wirkung: entfettend, reinigend
Die alkoholische Form des Sodium-Lauryl-Sulfats
Verwendung: Tenside, Waschaktive Substanzen
Kann stark allergisierend, reizend und stark austrocknend wirken.
Sodium-Laureth-Sulfat kann in Shampoos und Reinigungsmitteln durch Reaktion mit anderen Inhaltsstoffen möglicherweise zur Bildung von krebserregenden Nitraten und Dioxinen beitragen.
Schon durch eine einzige Shampoobehandlung können größere Nitratmengen in den Blutkreislauf gelangen.

Dieser Inhaltsstoff wird dort als "nicht empfehlenswert" eingestuft.

Hier die Website von der ich das habe: http://www.bio-kosmetika.com/servlet/dispatcher?map=home


Vielen Dank für die Auskunft.



Viele Grüsse vom Besserwisser
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thebookkeeper
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Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #7 - 09. April 2009 um 02:11
 
Forum Admin schrieb am 22. Oktober 2006 um 14:14:
... Sodium Laureth Sulfate wird nicht abgewertet, da derzeit keinerlei Hinweise vorliegen, dass dieser Stoff krebserregend (oder in den in den untersuchten Produkten vorhandenen Konzentrationen schädlich) sein könnte.

Fakt ist: selbst Hersteller von Naturkosmetik (wie z.B. Weleda) setzen Sodium Laureth Sulfate ein.

Fakt ist ebenfalls, dass, wenn man im Internet nach Herstellern sucht, die damit werben, Sodium Laureth Sulfate nicht einzusetzen, nur einen einzigen findet.


http://www.codecheck.info/kosmetische_mittel/haarpflege/shampoo/4037900006845/El...
Sodium Laureth Sulfate :

eingeschränkt empfehlenswert | Quelle: Oekotest Kosmetikliste
Einsatz - Tensid; für Naturkosmetika nicht geeignet.      
Herkunft - unterschiedlich      
Nutzen - hautreinigend      
Bemerkung - PEG-basiert.      
Anmerkungen - PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. ...

Angebundene Datenquellen für den durchgeführten Vergleich der Inhaltsstoffe: ÖKO-TEST Verlag, Frankfurt, Deutschland

---------------------------------------------------------------------------
http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat
Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat (Natriumlaurylethersulfat, engl. Sodium Laureth Sulfate, SLES) :

ist die ethoxylierte Form von Natriumlaurylsulfat [1] und zählt zu den anionischen Tensiden. Es ist ein starkes öl- und fettlösendes Reinigungsmittel. ...
Dodecanol wird zunächst mit Ethylenoxid umgesetzt und anschließend mit Schwefelsäure verestert. Dabei entsteht außerdem gesundheitsschädliches 1,4-Dioxan. ...
SLES gilt als hautreizend und kann zu einer Austrocknung der Haut führen. Die SLES gelegentlich unterstellte karzinogene (krebserregende) Wirkung ist sehr zweifelhaft.

---------------------------------------------------------------------------
http://www.ourself.de/ringana_naturkosmetik/ringana_standard.htm
Chemische Tenside :

sind synthetische Detergentien (waschaktive Substanzen) - ihre aggressivsten und zugleich meistverwendeten Vertreter: Natrium-Laurylsulfat (NLS).  Zwinkernd => siehe [1]
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Grej007
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Beiträge: 8

Geschlecht: male
Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #8 - 19. September 2012 um 14:30
 
Oekotest: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe.

Wieviel Anzeigenkunden von Oekotest setzen diesen bedenklöichen Rohstoff ein ????? Griesgrämig Griesgrämig Griesgrämig
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Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Sodium Laureth Sulfate
Antwort #9 - 21. September 2012 um 15:40
 

Wessen Test ich les, dessen Inhalt sollt ich kennen.

Schauen Sie einfach mal in die Testlegende von Shampoos, Duschgel, Seife, Haarfarben usw. usf..
Dort steht immer: "... Zur Abwertung um eine Note führen PEG/PEG-Derivate ..."

Sodium Laureth Sulfate ist ein PEG/PEG-Derivat und wird als solches in Produkten wie Shampoos um eine Note abgewertet und in Cremes um zwei Noten. Bei der Herstellung von PEG/PEG-Derivaten können Verunreinigungen wie krebsverdächtiges Dioxan entstehen. Die von uns gefundenen Gehalte von Dioxan lagen in Shampoos und Duschgel häufig im Spurenbereich.

In Naturkosmetik sind PEG/PEG-Derivate wie Sodium Laureth Sulfate allerdings tabu.
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