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buttermilch70
Ex-Mitglied
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Hallo zusammen, um einige Dinge aus den ersten Gesprächen noch einmal aufzugreifen. Hier wird von Heilpraktikern als Kurpfuscher geredet. Was soll das? Ich finde es auch überhaupt nicht klasse, was diese Heilpraktikerin an Nahrungsergänzungsmitteln zur Heilung auftischt. Nur muss man deswegen nicht einen ganzen Berufszweig an den Pranger stellen. Es gibt in jedem Beruf schwarze Schafe, selbst unter Ärzten. Vielleicht macht dort eine HP Geschäfte mit der Gesundheit ihrer Klienten. Nur muss man nicht wieder alle Hp´s über einen Kamm scheren. Ich selbst würde niemals mit meinen Klienten so umgehen. Auch wenn es einigen Ärzten ein Dorn im Auge ist, dass es uns gibt. Seht es doch einfach mal gelassener. Wir versuchen die Krankheit von einer anderen Seite zu sehen. Wir haben in unserer Praxis oft Menschen, die sich bei Ärzten nicht gut aufgehoben fühlen, weil ein Arzt meist nur 10 min. pro Patient Zeit hat. Diese Menschen brauchen aber gerade den Zuspruch und die Zeit, die wir uns nehmen können. Mir ist ja bewußt, dass sich Ärzte gerne mehr Zeit für ihre Patienten nehmen würden, unser Gesundheitssystem dies aber nicht zulässt. Was ist also so schlimm daran, dass es einen alternativen Berufszweig gibt, der sich die Zeit nimmt für ein langes Gespräch und der mit anderen Methoden heilt. Wir Hp´s setzen uns doch nicht vor unseren Klienten hin und sagen uns: wir können zwar nicht helfen, das Geld nehmen wir aber gerne mit. In meiner Praxis haben die Leute die Möglichkeit lange und ausführlich jedes Symptom zu besprechen. Danach nehme ich mir sehr viel Zeit einen Therapieplan auszuarbeiten. Und vor jeder weiteren Behandlung hat der Klient bei mir die Möglichkeit mir zu sagen, was sich verändert hat. Und danach wird die Therapie angeglichen. Was wiederrum sehr viel Nacharbeit erfordert. D.h. für jede Stunde, dich ich bezahlt werde, arbeite ich manchmal bis zu zwei Stunden nach. Allein der Zuspruch, die Zeit und das Gefühl angenommen zu werden, gibt jedem Klienten ein Stück Ruhe und Wohlbefinden mit. Und wenn dann das homöopathische Mittel oder die Akupunktur oder die Kombination Heilung gibt, was ist daran falsch? Wer heilt hat Recht, heißt es doch so schön. Ich hatte schon viele Fälle in meiner Praxis, bei denen mit viel Geduld und mit Absprache des Arztes ein schulmedizinisches Mittel reduziert oder sogar abgesetzt werden konnte. Ist das dann Kurpfuscherei? Und wenn es das ist, ist es nicht auch egal? Hauptsache ist doch, das Leiden der betroffenen Person hat ein Ende. Und wenn ich dann sehe, das Ärzte noch vor 10 oder 20 Jahren gegen Homöopathie und Akupunktur waren und sie jetzt mittlerweile selbst praktizieren, dann kann die Alternativmedizin doch gar nicht so schlecht sein. Aber, wenn ich dann mitbekomme, dass Mediziner zwar in der klassischen Homöopathie ausgebildet wurden, ein Mittel aber nicht nach den strengen Regeln von Hahnemann verschreiben, weil sie gar nicht die Zeit der Repertorisation haben, dann frage ich mich schon, was wollen diese Ärzte? Wollen diese Ärzte ihrem Patienten zeigen, dass sie der alternativen Heilkunst nicht abgeneigt sind und sie auch aus dem Hut zaubern können, wenn es der Patient will und dafür zahlt oder wollen sie diese Form der Heilkunst ernsthaft anwenden? Versteht mich hier nicht falsch. Ich weiß, dass ein Mediziner sich nicht die Zeit nehmen kann, weil das Wartezimmer voll ist und der Druck sehr hoch ist. Aber, führt euch doch einfach mal den Satz "Leben und Leben lassen" vor Augen und hört auf uns zu schimpfen. Wir tun euch doch gar nichts und wir tun euren Patienten auch nichts. Wir wollen mit anderen Methoden einfach helfen. Und das gelingt uns tatsächlich sehr oft. Wir verdienen uns keine goldene Nase mit unserer Heilkunst (jedenfalls nicht, wenn wir keine Nahrungsergänzungsmittel anbieten oder uns sonstwie untreu werden), wir sind uns unserer Grenzen bewußt aber wir können sehr oft dafür sorgen, dass sich ein Mensch wieder als Mensch angenommen fühlt und in die Heilung kommt. Ist es da so wichtig, dass es keine großartigen Studien über die klassische Homöopathie, die Ohr-, Schädel- oder Körperakupunktur gibt. Ist es wichtig, ob die Dorn-Breuss-Methode oder die Fußreflexzonenmassage wissenschaftlich erforscht wurde? Oder ist es nicht wichtiger, dass diese Person, die sich wohler und gesünder fühlt und ihre Schmerzmittel absetzen konnte. Ich nehme meinen Beruf sehr ernst und würde niemals etwas tun, was einen Menschen schaden könnte. Dafür habe ich viel zu viel Respekt gegenüber den Leiden eines Klienten. Ich gebe jährlich ein Vermögen für Weiterbildungen aus. Geld, was ich oft nicht leicht aufbringen kann. Mir ist das aber wichtig, weil mir die Menschen in meiner Praxis wichtig sind. Also, um Gottes Willen, hört doch einfach mal auf uns zu beleidigen. Und wenn es das eine oder andere schwarze Schaf in unserem Berufszweig gibt, dann denkt doch auch mal daran, dass die Schulmediziner auch nicht alles Engel sind. Gruß Buttermilch
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