Zitat:Was ist eigentlich das Ziel Ihres merkwürdigen Beitrages?
Ich vermute, mal nachzufragen, wie es sein kann, das z.T. schwer leidende Kinder seit vielen Jahren mit z.t. dramatischen und unmenschlichen Holzammermethoden "behandelt" werden, ohne dass es irgend einen Hinweis darauf gibt, dass diese Methoden wirksam wären.
Meinen Sie nicht, dass man da mal nachfragen kann? Oder gar muss?
Zitat:Wollen Sie sachlich etwas dazu beitragen, dass betroffene Menschen, die sich hier informieren wollen, Impulse bekommen, oder wollen Sie hier Personen verunglimpfen?
So wie es aussieht, will er nur sachlich fragen.
Zitat:Von Menschenversuchen kann beim Gelsenkirchener Behandlungsmodell überhaupt keine Rede sein, weil die Kinderklinik mit Eltern und Kindern zusammen auf Ursachenforschung geht.
Was ist denn das für eine Begründung? Leidende Kinder werden von ihrer Bezugsperson getrennt. Und auf eine generalisierte Diät gesetzt. Das ist brutal und unmenschlich. Es dürfte für die betroffenen Kinder diesbezüglich egal sein, ob da Eltern auf angebliche "Ursachenforschung" mit eingehen. Ganz im Gegenteil, sie lernen dort, dass sie sich nicht mal mehr auf ihre Bezugsperson verlassen können. Und das alles, weil ein Ernst August Stemmann von einem Trennungskonflikt als Ursache fabuliert. Für diese "Hypothese" es er in all den Jahren noch nie geschafft hat, auch nur einen Nachweis zu bringen.
Ob er dazu zu faul, unfähig oder zu schlau war, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist die verdammte Pflicht eines jeden Arztes, seine Behandlungsmethoden
vernünftig und nachvollziebar begründen zu können. Das kann Stemmann nicht. Zu offensichtlich ist sein Hang zu Hamer und dessen Irrsinn.
Zitat: Übrigens nach den Anregungen des Pädagogen Rudolf Dreikurs. Bei biologischen Konflikten geht es im Fall der Neurodermitis um Trennungskonflikte, die von einem Kind existentiell erlebt werden.
Was soll dieser Hamer-Unfug?
Zitat:Ein Beispiel: Wenn eine Schwangere den sog. Tripel-Test machen lässt, kann es passieren, dass sie in eine Risikogruppe fällt. Ein Nachfolgetest kann aber erst einige Wochen später erfolgen. In dieser Zeit kann ein Ungeborenes sehr wohl die Unruhe der Mutter spüren, die Angst: "Was wird, wenn sich herausstellt, dass mein Kind behindert ist?" Es ist nämlich wissenschaftlich einwandfrei geklärt, dass der kindliche Organismus ganz eng verbunden ist mit den mütterlichen Erlebnissen, Gefühlswelten und ihren Zweifeln und Ängsten.
Das ist überhaupt nicht geklärt. Die banale Tatsache, dass ein Ungeborenes in den Kreislauf und Körper seiner Mutter eingebunden ist und natürlich alles mögliche mitbekommt ist das eine. Daraus unbezweifelbare "Tatsachen" für den Gesundheitszustand des Kindes abzuleiten ist ein gedanklicher Kurzschluss. Oder freundlicher formuliert: Schwachsinn.
Zitat: Wie ist das zu erklären? Auch das ist wissenschaftlich erforscht: Es sind Tausende von Eiweißverbindungen (Peptide) die jegliche Körperfunktionen des Menschen steuern und auch Grundlage seiner Gefühle sind. Sie werden durch den Blutkreislauf von Mutter und Ungeborenem gleichermaßen hindurchgespült. So erklärt sich ein zeitweiliger Kontaktverlust zwischen Mutter und Kind, weil die Mutter in einem Konflikt steht und nicht weiß, ob sie ihr Kind behalten kann/ will/wird.
Ich befürchte, sie glauben so einen pseudowisschenschaftlichen Unsinn sogar. Gefühle werden nirgends "durchgespült".
Zitat:Jede Schwangere kann sich über diese Beobachtungen, die in Gelsenkirchen gemacht wurden, Gedanken machen und Konsequenzen ziehen.
Wäre ich weiblich und schwanger: Nach meinen Beobachtungen von Gelsenkirchen würde ich Stemmann anzeigen wegen Betrugs.
Zitat:Betroffenen Eltern oder Erwachsenen kann ich nur raten, sich das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren anzuschauen.
Das sollte man unbedingt. Man bekommt dann einen Einblick, wie offensichtliche Wahngebäude sogar noch von Krankenkassen finanziert werden.
Zitat:Der Verein vertreibt Literatur: www.AuK.de (Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.). Außerdem sind bundesweit viele Selbsthilfegruppen gegründet worden
Mit Stemmanns Methoden könnte man ihn auch VSZEKB - Verein zur systematischen Zerstörung des Erltern-Kind Bezugs - nennen.
Zitat:In der wichtigsten Publikation des AuK e.V. geht der Dank an den ärztlichen Mitarbeiterstab: Genannt werden 38 Ärzte. Das Modell wurde vom Land NRW wegen seines Vorbildcharakters gewürdigt.
Sie wissen doch genau, dass Gelsenkirchen da wieder rausgefallen ist. Quasi wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen.
Zitat:Wer eins und eins zusammenrechnen kann weiß zweierlei:
1. Man kann bezogen auf die Neurodermitis sehr wohl psycho-biologische Zusammenhänge erkennen. Und die hat als erster Herr Hamer erkannt und bereits 1981 beschrieben.
Hamer hat sich ein Wahngebilde zusammengesponnen, das aufgrund seiner Einfachheit gerne von Laien als Offenbarung genommen wird. Das einzige, was man sicher weiss ist, dass deswegen inzwischen dutzende Personen einen elenden, unnötig frühen Tod gestorben sind.
Aber interessant, dass hier Stemmann, AuK und Hamer so in einer schönen Linie genannt werden. Das passt.
Pjotr