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Ärzte vs. Heilpraktiker (Gelesen: 423157 mal)
Pianoman
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Beiträge: 384
Berlin
Geschlecht: male
Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #700 - 10. Juni 2008 um 16:21
 
Nochmal, Herr Logemann, weil das menschliche Gedächtnis tatsächlich kurz ist:

HP absolvieren keine dem Medizinstudium vergleichbare Ausbildung. Tatsächlich geht´s bei der HP-Prüfung darum, den größten Pfusch zu verhindern. Deswegen gibt es - zumindest im Rahmen der wissenschaftsmedizinischen Versorgung - für die Existenz der HP keinen nachvollziehbaren Grund.

Daraus folgt - was die Realität bestätigt - für die HP-Gilde eine Abgrenzungsnotwendigkeit zum Wissenschaftsmediziner.
D.h., die Anwendung von alternativen (Heil)Verfahren gewinnt existentielle Bedeutung.

Alternative Heilverfahren sind deswegen alternativ, weil sie trotz häufiger Überprüfungen (zB. die Homöopathie)
a) wegen ihrer offensichtlichen Absurdität oder b) wegen erwiesener Untauglichkeit  
nicht in den Kanon der medizinische Versorgung gehören.

Die Homöopathie, Hauptstandbein der HP, liefert im noch die besten Beispiel für die Problematik der HP-Tätigkeit:

Nehmen Sie nur die simple virale Infektion der oberen Atemwege. Im Regelfall erledigt sich die von allein. Probleme kann´s geben, wenn sich auf den entzündeten Schleimhäuten Bakterien ausbreiten. Dann muss der Wissenschaftsmediziner ggf. mit antibiotischen Medikamenten eingreifen.

Im Fall einer homöopathischen HP-Behandlung sagt aber die Ideologie: Störung der Lebensenergie - es folgt komplizierte Suche nach dem passenden Kügelchen. Inzwischen heilt die Infektion von allein, wie auch beim Wissenschaftsmediziner.
Nun kommt´s aber zur Komplikation. Was der Wissenschaftsmediziner macht, wissen wir.
Der Homöopath schwafelt aber beispielsweise von Erstverschlimmerung; und bleibt bei seinen Kügelchen. Oder sucht andere.

Ich habe mal in einem homöopathische Lehrbuch folgende Auflistung der Möglichkeiten nach der Mittelgabe gefunden:

1. Eine rasche Heilung findet statt, ohne Verschlechterung der Symptome
2. Die Verschlechterung verläuft schnell, kurz und heftig, gefolgt von rascher Besserung des Patienten.
3. Lange Verschlechterung mit abschließender und langsamer Besserung des Patienten.
4. Lange Verschlechterung mit abschließendem Verfall des Patienten.
5. Andauernde Besserung der Symptome ohne spezielle Linderung.
6. Zuerst Besserung mit nachfolgender Verschlechterung.
7. Zu kurze Linderung der Symptome.
8. Alte Symptome erscheinen.
9. Neue Symptome tauchen auf, nachdem das Mittel verabreicht worden ist.
10. Patienten, die jedes verabreichte Mittel prüfen.
11. Die Symptome schlagen die falsche Richtung ein.

Das ist Herumtasten im Dunklen mit Sonnenbrille.

Aber der HP kann nicht anders, weil das Naheliegende, nämlich die Übersendung des Patienten mit der sich entwicklenden Lungenentzündung an einen Mediziner,  nicht nur seine Kasse schmälert, sondern auch die Unfähigkeit seiner Methoden beweisen würde.
Und die Ideologie bietet ja noch eine Menge Varianten, z. B. die Nr. 3, die man erst mal durchexerziern kann.
Nur, was ist wenn nicht Nr. 3 sondern Nr.4 gerade abläuft ? Ab wann merkt das der HP ? Wollen Sie das mal testen, Herr Logemann ?
Oder nehmen wir besser Ihre Kinder ?  

Ist die Kritik an dieser systemimmanenten Idiotie des Vorgehens nun tatsächlich ein Aspekt ärztlichen Standesdünkel ?

Ihre Behauptungen sind lächerlich.  
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Aristotle was not Belgian, the principle of Buddhism is not "every man for himself", and the London Underground is not a political movement. Those are all mistakes, Otto. I looked them up. (A Fish Called Wanda)
 

 
Thomas-Logemann
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Beiträge: 366

Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #701 - 10. Juni 2008 um 18:57
 
... ich stelle fest: Einzig Sildenalfil hat eine frustfreie Begründung abgeben - schau-ma-amoi und Pianoman haben sich wenigstens darum bemüht, konnten aber aus persönlicher Befindlichkeit sich einen "Seitenhieb" nicht verkneifen

Bezüglich der Abgrenzung zwischen studierte Ärzteschaft und angelernten - oder von mir aus auch fallweise ungelernten - HP`s stimme ich Ihnen zu Pianoman. Aber zwischen "Abgrenzung" und "am liebsten in`s Gefängnis sperren"  liegen doch Welten, oder?

Tja, elf: Der getroffene Hund bellt.... das von Ihnen Sarkasmus kommt - hab ich erwartet; kann ja nicht anders sein... Aber dass Sie sich gleich so getroffen fühlen.... ich dachte immer, Sie bemühten sich um Abgeklärtheit.... macht nix, was nicht ist, kann ja noch werden..... Da sind andere abgeklärter - die fühlen sich nicht getrogffen und schreiben deshalb auch nix....
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Sildenafil
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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #702 - 10. Juni 2008 um 19:24
 
Thomas-Logemann schrieb am 10. Juni 2008 um 18:57:
... ich stelle fest: Einzig Sildenalfil hat eine frustfreie Begründung abgeben

Aber nur, weil ich Ihren Beitrag nicht zu Ende gelesen hatte.
Die Beleidigung war mir entgangen.
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elf
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Beiträge: 8430
Südland
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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #703 - 10. Juni 2008 um 19:57
 
Thomas-Logemann schrieb am 10. Juni 2008 um 18:57:
1. Der getroffene Hund bellt....  
2. Sarkasmus  
1. Der gut erzogene Hund bellt, bevor er beisst, Logemann. Auch Religioten sollen eine Chance haben.
2. Darstellung von Fakten ≠ Sarkasmus.

Also, bis später, Logemann. Ich hab den Schein für Sie schon dabei. Es fehlt nur das Geburtsdatum.

Das Essen ist gut bei Bonnie.
Die haben sicher auch ´ne Bibel.
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Pjotr
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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #704 - 10. Juni 2008 um 20:07
 
Thomas-Logemann schrieb am 10. Juni 2008 um 18:57:
... ich stelle fest: Einzig Sildenalfil hat eine frustfreie Begründung abgeben - schau-ma-amoi und Pianoman haben sich wenigstens darum bemüht, konnten aber aus persönlicher Befindlichkeit sich einen "Seitenhieb" nicht verkneifen


Erst knallen Sie hier massive Beleidigungen und Unterstellungen rein, dann interpretieren Sie deutliche Reaktionen als Frustration. Sie sind ja ein ganz Raffinierter. Ganz ehrlich: Den manipulativen Kinderkram können Sie hier getrost lassen.

Selber kann ich sagen: Ja, es gibt Dinge, die mich frustrieren. Z.B. die doch stärker als gedacht fortschreitende Infantilisierung der Gesellschaft, die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen und mittelalterlichen Denkgebäuden und das wahnhaft fixierte Festhalten daran. Hätte ich mir zu Beginn des 21. Jhdts tatsächlich nicht so vorgestellt.

Pjotr
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Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1739

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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #705 - 10. Juni 2008 um 21:20
 
Thomas-Logemann schrieb am 10. Juni 2008 um 18:57:
... ich stelle fest: Einzig Sildenalfil hat eine frustfreie Begründung abgeben - schau-ma-amoi und Pianoman haben sich wenigstens darum bemüht, konnten aber aus persönlicher Befindlichkeit sich einen "Seitenhieb" nicht verkneifen


Mister, Sie überschätzen sich. Ich habe Ihnen gegenüber keine "Befindlichkeit". Sie sind mir als unkomplizierter Schreiberling bekannt, der in technischen Dingen durchaus vernünftig denken kann, überschreitet er aber diesen Tellerrand, siehts böse aus. Da herrscht Finsternis beim Thomas Logemann.
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HarryII
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Beiträge: 103

Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #706 - 10. Juni 2008 um 22:01
 
Den Unterschied zwischen wissenschaftsbasierter Medizin und z.B. Homöopathie kann man auch grafisch darstellen:

http://www.wellingtongrey.net/miscellanea/archive/2007-01-15%20--%20science%20vs...

HarryII
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AnneS
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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #707 - 11. Juni 2008 um 19:39
 
Zitat:
Tja, elf: Der getroffene Hund bellt.... das von Ihnen Sarkasmus kommt - hab ich erwartet; kann ja nicht anders sein... Aber dass Sie sich gleich so getroffen fühlen.... ich dachte immer, Sie bemühten sich um Abgeklärtheit.... macht nix, was nicht ist, kann ja noch werden..... Da sind andere abgeklärter - die fühlen sich nicht getrogffen und schreiben deshalb auch nix....


Ja, weil man nicht über jedes Stöckchen springen muss das Sie hinhalten.
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Thomas-Logemann
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Beiträge: 366

Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #708 - 11. Juni 2008 um 20:50
 
(Beitrag geteilt)

Womit  wir wieder beim Thema wären: Wenn keiner bereit ist vom jeweils anderen zu lernen (weil zum Beispiel die Lehre des jeweils Anderen in der eigenen Lehre ünberhaupt nicht mit berücksichtigt wird - ist es dann ein Wunder, wenn wir uns dann gesellschaftlich auf einem "vereinfachenden Bildzeitungsniveau" bewegen? Können wir uns - in Deutschland - wirklich und ehrlich darüber wundern, dass die politischen Verfechter von "einfachen Radikallösungen" auf der extrem rechten wie der extrem linken Seite der politischen Lager vergleichsweise viel Zulauf erhalten? Wenn zwei oder mehr sich streitende Gruppierungen - Ärzte und Heilpraktiker, Wissenschaftler und Religionsanhänger, Linke und Rechte des politischen Lagers - sich jeweils darauf beschränken, dem jeweiligen vermeindlichen "Gegner" den jeweils eigenen Standpunkt um die Ohren zu hauen und gleichzeitig die Masse der von den Auseinandersetzungen eher nicht betroffenen Bürger der Bildunghintergrund vorenthalten wird, der bewirken würde dass der vom Streit nicht betroffene Mensch sich anhand seiner Bildung ein eigenes Bild machen kann - müssen wir uns da noch wundern, wenn Auseinandersetzungen von Polemik, von Anfeindungen, von Unterstellungen getragen werden - und wenn dann diejenigen, um deren Befendlichkeit man sich vordergründig streitet, dem nächsten Demagogen, dem nächsten Scharlatan oder dem nächsten vermeindlichen Erlöser nachrennen - müssen wir uns da wirklich wundern?
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elf
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Beiträge: 8430
Südland
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Re: Ärzte vs. Heilpraktiker
Antwort #709 - 11. Juni 2008 um 21:34
 
Thomas-Logemann schrieb am 11. Juni 2008 um 20:50:
... Wenn zwei oder mehr sich streitende Gruppierungen - Ärzte und Heilpraktiker, Wissenschaftler und Religionsanhänger, Linke und Rechte des politischen Lagers - sich jeweils darauf beschränken, dem jeweiligen vermeindlichen "Gegner" den jeweils eigenen Standpunkt um die Ohren zu hauen...
Logemann, Ihnen ist ja nicht zu helfen, aber...

Liebe Leser!

Wenn Produktfälscher ein Airbus-Fahrwerk fälschen und der stürzt ab, dann ist das Schuld des Fälschers, nicht des Piloten, nicht des Airbus-Ingenieurs.

Dem Fälscher muss man sein mangelhaftes Ethos um die Ohren hauen und ab in Knast.

Das gleiche Verfahren muss in der Heilkunde angewandt werden.

So einfach
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