Mark50 schrieb am 12. Februar 2007 um 15:31:Hallo Mark50,
[quote]
Dann akzeptieren Sie einfach meine Meinung , das das Rauchen für mich eine Körperverletzung darstellt
Als Meinung kann ich das jederzeit akzeptieren.
Zitat: und ich akzeptiere die Ihrige, das dieses durch ein Rauchverbot, weil die Raucher sich in den wenigsten Fällen suchtbedingt einschränken, aus Gründen der persönlichen Freiheit andere vergiften zu dürfen, nicht eingeschränkt werden sollte!
Da werden Sie leider schon wieder platt-polemisch (Gegen *gute* Polemik habe ich übrigens gar nichts

)
Man muss das Thema doch wirklich weiter fassen. Wir müssen innerhalb einer Gesellschaft diskutieren, welche Risiken uns als akzeptabel gelten oder nicht. Es gibt da kein schwarz und weiss. Und man muss darüber sprechen, wer wann und wo Verfügungsgewalt über einen anderen hat und von wem sie ausgeht.
Wer raucht, und es nicht mehr lassen kann, ist süchtig. Aber: jeder ist irgendwo süchtig. Die Lösung kann nicht sein, dass Nicht-Betroffene die Moralkeule heben und Umgekehrt die Betroffenen die spezielle Sucht des Nicht-Betroffenen suchen, um ihn dann ebenso in die Pfanne zu hauen.
Und: Der Raucher ist in unserer Gesellschaft süchtig geworden, in der eben Tabakrauchen möglich ist.
Rauchen ist ja nur ein banales Beispiel dafür, wie wir in einer Gesellschaft bereit sind, Irrationalitäten anderer zu akzeptieren oder eben nicht. Ganz ehrlich: Ein Raucher am Nebentisch in der Kneipe stört mich zwar, aber richtig bedroht in meinem Leben fühle ich mich öfters beim Autofahren.
Man sieht, dass radikale Ansichten sich zwar leicht schreiben lassen, aber eben wenig zu einer Konsensfindung beitragen.
Gruß,
Pjotr