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Thema Rauchverbot (Gelesen: 202184 mal)
Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Thema Rauchverbot
Antwort #280 - 24. Januar 2008 um 01:29
 
Schau-ma-amoi schrieb am 23. Januar 2008 um 16:35:
Man will auf EU-Ebene das Rauchen auch in Mietwohnungen verbieten


Wieso das denn? Passivrauchen daheim schützt angeblich vor Lungenkrebs Laut lachend

Quelle:

http://www.iarc.fr/epic/


... wenn man denen denn glaubt, ist Passivrauchen daheim unschädlich und sogar gesund und beim Arbeiten schlecht. Daß dies alles irgendwie abstruse Ergebnisse sind, fällt selbst den Autoren auf. Man entblödet sich aber trotzdem zu erklären:

Zitat:
Conclusions This large prospective study, in which the smoking status was supported by cotinine measurements, confirms that environmental tobacco smoke is a risk factor for lung cancer and other respiratory diseases, particularly in ex-smokers.


Übersetzt: Diese Studie zeigt, daß Passivrauch ein Risikofaktor für Lungenkrebs und andere Atemwegserkrankungen ist. Insbesondere bei Ex-Rauchern.

Die Zahlen zeigen: Nahezu ausschließlich bei Ex-Rauchern - was Ex-Raucher wenig wundert, denn jeder Raucher auch Ex weiß, daß er sich seine Lunge ruiniert hat.

http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?artid=548173&rendertype=tabl...

Besonder bemerkenswert und geradezu unerklärlich:

Zitat:
The association was limited to exposure related to work, which was particularly important in European countries


Der Effekt beschränkt sich auf den Arbeitsplatz. Freizeit-Rauch hat keinen Effekt. Das muß ich doch hoffentlich nicht glauben.

Stadler hat natürlich Recht, wenn er sagt eine OR unter zwei ist Unfug. So hat man mir das auch erklärt. Aber man kann tolle Sachen damit veranstalten:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10090304?ordinalpos=26&itool=EntrezSystem2.PE...

Diese Brustkrebs-Studie findet heraus, daß P53-Mutationen gehäuft bei Highschoolabschlüssen, Raucherinnen und Benutzerinnen von elektrischen Heizdecken, Wasserbetten und elektrischen Matratzen vorkommen ... Wobei Highschoolabschlüsse besonders gefährlich sind.

Schreien wir es hinaus: Homöopathie wirkt!

Der selbe Autor will aber auch schonmal herausgefunden haben, daß Rauchen vor Brustkrebs schützt, nur weil ihm die OR abgerutscht ist:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10189043?ordinalpos=25&itool=EntrezSystem2.PE...

Das kann man natürlich glauben und die Passivlungenkrebse mit den rauchenden Nichtbrustkrebsen verrechnen (die Studie wurde durchaus ernst genommen und es stehen einige Erklärungen parat). Ich nenne es lieber Junk-Science.

Aber wer heute unter eine Passivrauchstudie "the correlation is weak" schreibt, wird zum Paria. Das traut sich doch eh schon keiner mehr. Unter Studien mit "der Pille" und Brustkrebs fällt die Enschätzung bei gleicher Datenlage komplett anders aus: Weak. Kein signifikantes Risiko.

Anstatts die Leute froh sind, daß sie nicht sterben müssen, haben sie lieber Angst. Ich versteh's halt nicht.


Kawarimono
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Thema Rauchverbot
Antwort #281 - 24. Januar 2008 um 13:53
 
Ich bin jetzt seit einiger Zeit öfters in Niedersachsen und Hamburg unterwegs. Dort gilt das Rauchverbot seit Sommer letzten Jahres bzw. seit 1.1. Ich hab den direkten Vergleich mit NRW (wo ja noch geraicht wird) am Wochenende.


Vielleicht hast du Recht Kawa, und passivrauchen ist ungefährlich. Die leute die die entsrechenden Studien machen arbeiten alle falsch und schlecht und deshalb kann man keine Aussage treffen.

Das ist mir aber egal. Wenn ich ausgehe stinkt es nicht, ich muss meine Klamotten nicht sofort waschen und alle, wirklich ausnahmslos alle die ich kenne, vom Raucher bis zum Nichtraucher finden das richtig großartig und möchten das nicht mehr missen. Die Raucher gehen gerne nach draussen weil auch die merken wie gut die Luft in ihrer Kneipe deshalb plötzlich ist. Die gerne auch raus weil es sehr kommunikativ ist und man mit Leuten ins Gespräch kommt mit denen man ansonsten sicher nicht gesprochen hätte.

Die Leute denen das Rauchverbot nicht passt werden im allgemeinen als extrem uncool, unentspannt und griesgrämig wahrgenommen.
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
Mark50
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NRW
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Re: Thema Rauchverbot
Antwort #282 - 25. Januar 2008 um 08:57
 
Guten Morgen,
ich war dieses Jahr 2 mal in Berlin wo auch seit dem 1.1. das Rauchverbot gilt.
Ich kann die Beobachtungen von Godesberg nur unterstreichen. Auch die Kneipen sind wie gewohnt voll. Es mag hier und da im tiefsten Kreuzberg die ein oder andere Eckkneipe geben der Stammkundschaft verloren geht.

Mal abgesehen von der Gesundheitsbelastung, es ist wirklich ein Geschenk "stinkfrei" aus der Gastronomie nach Hause zu gehen!
Bald ist hier im Rheinland Karneval und ich denke schon mit Schrecken an die verqualmten Kneipen, die uns ja leider auch nach dem 1.7.2008, anders als in Bayern, zur "Brauchtumspflege" an diesen Tagen stinkend erhalten bleiben. Sicher ist richtig, wer soll das bei solchen Massenveranstaltungen kotrollieren, aber wenn Rauchverbot gelten würde, so wäre es zumindest stark eingeschränkt. Ich finde jegliche Ausnahmeregelung des Rauchverbots für kontraproduktiv und verwirrend.
Ich hoffe auf eine EU Regelung nächstes Jahr, dann kann dieser Nonsens ad acta gelegt werden. Laut lachend

Rauchfreie Grüße
Mark50
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Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Thema Rauchverbot
Antwort #283 - 25. Januar 2008 um 10:29
 
Also es stinkt aber macht nicht tot.... Das ist doch eine gute Nachricht.

Frau Pöschke Langer vom ehemals ehrenwerten Krebsforschungsinstitut in Heidelberg meint Nichtraucher fielen sogar schon um, wenn sich ein Raucherraum im Lokal befände.

Das ist Junk- und Paranoia-Science:

http://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/2007/12/5/news-8937859/detail.html

Junk-Science die darüber entscheiden will, wie andere ihren Betrieb zu führen haben. Denn wenn schon 16 h Dauerbedampfung kaum Signifikanzen zeigt, was zeigt dann das Lüftchen aus einem Raucherraum, das in ein Lokal haucht?

Ich finde es nicht besonders spaßig, wenn eine Wissenschaftlerin sich damit beschäftigt, Massenhysterien loszutreten, die mit nichts zu stützen sind. Selbst mit wohlmeinenden Studien nicht.

Auf "Bestinken" könnte ich mich einlassen. Auf Junk-Science eher nicht. Das wäre inkonsequent.

Was genau rechtfertigt es dann in das Bestinken von Privaträumen staatlich einzugreifen?


Kawarimono





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Schau-ma-amoi
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Re: Thema Rauchverbot
Antwort #284 - 25. Januar 2008 um 11:20
 
Kawarimono schrieb am 25. Januar 2008 um 10:29:
Also es stinkt aber macht nicht tot.... Das ist doch eine gute Nachricht


http://www.weihnachtsseiten.de/weihnachtsmaerchen/schlaraffenland/home.html

Streithansl!
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Godesberg
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Re: Thema Rauchverbot
Antwort #285 - 25. Januar 2008 um 11:50
 
Kawarimono schrieb am 25. Januar 2008 um 10:29:
Also es stinkt aber macht nicht tot.... Das ist doch eine gute Nachricht.


Ich bin da lieber pragmatisch. Mit Süchtigen zu diskutieren ist zweckfrei.

Also: wenn es dich glücklich macht dann eben Rauchverbot damit die Klamotten nicht stinken, Hauptsache Rauchverbot.


Irgendwer wird nachzählen und vermutlich feststellen dass es auch bei uns plötzlich deutlich weniger Herzinfarkte gibt.

Ich stelle fest dass insgesamt deutlich weniger geraucht wird. Die Leute die früher dauergeraucht haben gehen jetzt maximal alle halbe Stunde raus und es scheint ihnen an nichts zu fehlen.

Ich finde nämlich das auch die raucher geschützt werdem sollten.
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Schau-ma-amoi
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Re: Thema Rauchverbot
Antwort #286 - 25. Januar 2008 um 12:12
 
Godesberg schrieb am 25. Januar 2008 um 11:50:
Irgendwer wird nachzählen und vermutlich feststellen dass es auch bei uns plötzlich deutlich weniger Herzinfarkte gibt.


Ja, zum Beispiel; dann aber ist es zu spät, zumindest für die Betroffenen. Selbst wenn heute der Nachweis exakt noch nicht möglich ist, so weigere ich mich trotzdem, einem Säugling Zigarettenqualm ins Gesicht zu blasen.  Ärgerlich

Zitat:
Ich stelle fest dass insgesamt deutlich weniger geraucht wird. Die Leute die früher dauergeraucht haben gehen jetzt maximal alle halbe Stunde raus und es scheint ihnen an nichts zu fehlen.

Natürlich nicht und schlechtes Gewissen, wenn sie denn eines gehabt haben, fehlt jetzt auch. Wie schon mal erwähnt, in meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass die Raucher nicht unschuldig nach Aschenbechern fragten, sondern vor die Haustür gingen. In Anwesenheit von Kindern wurde niemals geraucht.

Zitat:
Ich finde nämlich das auch die raucher geschützt werdem sollten.

Klar, und in ein paar Jahren wird das alles eine Selbsverständilchkeit sein.
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Kawarimono
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Re: Thema Rauchverbot
Antwort #287 - 25. Januar 2008 um 15:00
 
Mark50 schrieb am 25. Januar 2008 um 08:57:
Guten Morgen,
ich war dieses Jahr 2 mal in Berlin wo auch seit dem 1.1. das Rauchverbot gilt.


Ich lebe in Hessen, wo das Rauchverbot seit dem 1.10 gilt. Wo Äppelwoi-Wirte auf die Straße gehen, Kneipen sterben und statt dessen Dönerbuden erblühen.

Die Lage ist extrem uncool.

Genauso wie in Baden-Württemberg, wo das Rauchverbot seit dem 1.8. gilt:

http://www.suedkurier.de/region/radolfzell/art1078,2999805

http://www.suedwest-aktiv.de/region/albbote/rundschau_von_der_alb/3324355/artike...

Zitat:
Es mag hier und da im tiefsten Kreuzberg die ein oder andere Eckkneipe geben der Stammkundschaft verloren geht.


Es mag hier und da im tiefsten Kreuzberg Wirte geben, deren Recht es ist eine Kneipe zu besitzen, auch wenn die Mark50 nicht gefällt und er sie nicht für erhaltenswert wähnt.
Das Zerstören von Geschäftsgrundlagen fällt unter die Kategorie Enteignung.

Und das für die Junk-Science einer selbsternannten "Tabak-Kontrolle". Der Name "Kontrolle" allein ist schon ein Geschwür, das jeder normale Mensch mit einem Blockwart assoziiert.

Godesberg schrieb am 25. Januar 2008 um 11:50:
Ich finde nämlich das auch die raucher geschützt werdem sollten.


Womit wir wieder beim Kern der Sache wären. Es geht darum, anderen in den Aschenbecher zu schauen und ihnen vorzuschreiben, was sie zu tun haben. Erwachsenen Leuten wohlgemerkt. Es wäre reizend, wenn man bitte aus meinen Aschenbecher träte. Ich habe keinen Kontrolleur bestellt.

Finden Sie eigentlich auch, daß Alkoholiker geschützt werden sollten indem man Alkohol verbietet? Soweit ich weiß nicht, oder? Dabei ist man mit Alkohol viel schneller ex. Aber den trinkt man ja selbst ganz gern.

Was ist nur an Rauchern so interessant und ruft Kontrollwünsche hervor? Ich glaube ich habe schonmal festgestellt, daß sie einfach unter all den Süchtlingen nicht deviant genug sind um den Bürger zufrieden zu stellen.



Weiter mit der Forschung:

Interessanterweise selektiert Frau Pöschtke-Langer sich genüßlich die Daten zurecht, die sie braucht. So finden sich in ihrer "Studie" mit den 3300 Toten unter anderem Zahlen aus der Enstrom-Studie. Und zwar genau die, welche ihr gefallen haben: Die zu COPD. Der Rest der Studie wird der Tabakmafia zugeordnet und geht nicht in ihre Berechnungen ein. Wie ist denn das mit qualitativ hochwertiger Forschung zu vereinbaren? Entweder die Studie von Engstom ist Mist, dann ist alles Mist, oder sie ist korrekt, dann ist alles korrekt, denn der hat nichts anderes getan, als bereits vorhandene Daten durchzurechnen.
Da konnte man Engstom aber nichts vorwerfen. Letztlich flüchtete man sich auf das Gleis, die Leute lebten wahrscheinlich alle noch, weil sie die Ehepartner mittlerweile das Rauchen aufgegeben hätten. Wenn die alle noch leben, weil die Ehepartner mittlerweile das Rauchen aufgegeben haben, läßt sich ein staatlich verordnetes Rauchverbot in Kneipen erst recht nicht begründen. Denn dann ist zeitweiliges Passivrauchen völlig belanglos und ein Schild vor jeder Kneipe "Vorsicht, es stinkt" dürfte völlig reichen. Wobei "Gestank" sehr subjektiv ist und sich freilich jeder selbst aussuchen kann, ob er ihn haben will, oder nicht.

Des weiteren mußte Frau Pötschke-Langer neulich zerknirscht zugeben, daß 2/3 ihrer Passivrauchtoten bereits über 75 Jahren waren. 1/3 davon gar über 85. Der berechtigte Anwurf lautete: Man könne hier gar nicht mehr zweifelsfrei feststellen, an was die Leute denn nun gestorben seien. Madame antwortete, sie sehe sich ethisch außerstande darüber zu diskutieren, in welchem Alter jemand an Passivrauch sterben darf... gut am Thema vorbei geplappert. Das kann höchstens noch Ullala Schmidt besser.

Ihren Vergleich von SARS-Toten mit Passivrauchtoten, der ihr von der Anti-Stigma-Aktion, einer Vereinigung von Suchtärzten, vorgeworfen wurde, wischte sie mit der Begründung weg, man wisse, daß SARS in Deutschland nicht vorkomme, aber der Zweck heilige die Mittel. Das findet PETA auch und vergleicht Hühner mit Holocaust-Opfern.

Junk-Science.

Zitat:
Irgendwer wird nachzählen und vermutlich feststellen dass es auch bei uns plötzlich deutlich weniger Herzinfarkte gibt.


Klar. Schon länger:

http://idw-online.de/pages/de/news228815

http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gastg&p_aid=&p_...

Wahrscheinlich wird auch wieder jemand behaupten, daß dies vor dem Rauchverbot nicht der Fall gewesen sei. Deswegen halten wir das hier mal fest.

[Zitat]
*******************
Eine wichtige Beobachtung: Bei den stationären Krankenhausfällen und der Sterblichkeit aufgrund von Herzkrankheiten waren wie in den Vorjahren weitere Rückgänge zu verzeichnen.
*******************
[/Zitat]


Wenn Wissenschaft zur Lobby-Arbeit wird, ist sie Murks. Nicht nur bei den Homöopathen.


Kawarimono

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rita74
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Beiträge: 362

Geschlecht: female
Re: Thema Rauchverbot
Antwort #288 - 25. Januar 2008 um 15:14
 
Kawarimono schrieb am 25. Januar 2008 um 15:00:
(...) Finden Sie eigentlich auch, daß Alkoholiker geschützt werden sollten indem man Alkohol verbietet? Soweit ich weiß nicht, oder? Dabei ist man mit Alkohol viel schneller ex. Aber den trinkt man ja selbst ganz gern. (...)

Rauchen ist nicht verboten.
Sie üben sich in Rabulistik, im Übrigen auch in weiten Teilen Ihres restlichen Textes.
Dazu später mehr, falls Sie mögen.
(Zünden Sie sich erstmal eine an.)
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Thema Rauchverbot
Antwort #289 - 25. Januar 2008 um 18:33
 
So ganz normal ist das nicht.

Ich hab nicht den Eindruck, dass die Relationen gewahrt werden. Der Drang zur Maßregelung und pikiertem Verhalten ist beim Rauchen wesentlich stärker als bei anderen schädlichen Emissionen. Wäre Rauch unsichtbar, wie z.B. Musik und anderer Lärm, könnte man sich nicht so trefflich über den Verursacher aufregen, wie es derzeit geschieht. Man sieht wo der Qualm herkommt, man sieht in auf sich zuwabern und kann daher sofort den Schuldigen anblaffen. Leichter kann man sich heutzutage keinen pc- Bonus bei Cheffe erwerben.

Wenn ich derzeit ums Eck an der sechsspurigen Straße an der Bushaltestelle stehe und eine Kippe rauche, erlebe ich zunehmend, dass Öche-öche-Menschen ankommen und sich Luft zufächeln. Und ich stelle mich schon extra leeseitig neben den Unterstand. Ich denke nicht, dass die Wedler das wegen der Autoabgase tun, denn sie wedeln und fächeln nur, solange ich oder andere ihnen dabei zuschauen. Schaut man weg, sieht man im Augenwinkel, wie das Fächeln schlagartig erstickt. Manche überwinden gar ihren Ekel und kommen mir sogar gefährlich nahe, nur um sicherzustellen, dass ich das Gewedel auch gebührend würdige. Sehen die denn nicht, dass ich qualme?!

Diese Leute muss man vor sich schützen, sonst bringen sie sich noch um.

Ich verstehe nicht, dass man von Seiten des Gesetzgebers nicht mit Grenzwerten hantiert hat, sondern mit Verboten um sich wirft, die für viele Bars das Aus bedeuten. Eine zünftige, steuerlich absetzbare Absauge im Raucherbereich und ein freundlicher Hinweis auf den Nichtrauchertischen hätten meines Erachtens ausgereicht. Hier in NRW gilt noch die Übergangsfrist, aber ich kenne einige Gastronomen, die für den kommenden Winter schwarz sehen. Wenn es dann draußen kälter wird, und selbst Raucher nicht mehr an die frische Luft wollen, geht's ans Eingemachte. Wer bis dahin nicht genug eingemacht hat, macht nach dem Winter zu.

Für ein Musikverbot in Bars und Discotheken!

Gruß
der Gockel
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