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Waldorfschulen, Anthroposophie (Gelesen: 83358 mal)
ama
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #10 - 05. März 2007 um 14:07
 
>Reinkarnation

Was haben eigentlich die vielen Regenwürmer ausgefressen, daß sie alle als Menschen wiedergeboren werden?

Die eplodierende Zahl von Menschen läßt böses ahnen...

ama

(über geregte Würmer)
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elf
Forum-Mitglied

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Beiträge: 5239

Geschlecht: male
Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #11 - 05. März 2007 um 14:23
 
Hema schrieb am 05. März 2007 um 13:07:
...Daher hängt die Zeit der Wiederverkörperung ab von dem Vorrücken des Frühlingspunktes.  ... Und das gibt ungefähr die Zeit zwischen zwei Inkarnationen von etwa 1000 bis 1300 Jahren durchschnittlich.


Hema, bitte, schreib, dass das alles nur eine Farce ist.
Satire, oder böse Verunglimpfung.

Wird das wirklich den Kindern in den Schulen beigebracht?
Wird das nicht vom Staat verboten?


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„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“   (Ziya Gökalps)
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Konstantin
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #12 - 05. März 2007 um 15:18
 
Hema schrieb am 04. März 2007 um 18:26:
Wer seine Kinder der Waldorf-Pädagogik überantwortet, nimmt billigend in Kauf, dass

- das Kind entgegen den modernen Erkenntnissen in seiner sprachlichen und mathematischen Entwicklung verzögert wird

- das Kind mit abstrusesten Inhalten eines Psychotikers konfrontiert wird, die es ohne Widerspruch zu lernen hat

- das Lehrpersonal nicht immer die Qualifikation hat, die an staatlichen Schulen erforderlich ist

- das Kind durch die starke Prägung auf eine Lehrerpersönlichkeit, der es sich zu unterwerfen gilt, möglicherweise eine autoritäre Binnenstruktur erhält

- das Kind Behinderte, Angehörige anderer Ethnien etc. als zumindest karmisch minderwertig betrachtet

- das Kind Unsichtbares ohne Überprüfung für existent hält

- das Kind mit anderen Worten eine sektoide Weltsicht erhält, die der Weltanschauung gerade derer, die gerne ihr Kind reformpädagogisch zu schützen trachten, oftmals zuwider läuft

Überlegen Sie sich gut, ob Sie immer wieder gegen den Unsinn, den Ihr Kind tagsüber lernt, wollen angehen müssen. Überlegen Sie gut, wie viel trotzdem möglicherweise hängen bleibt.

Informieren Sie sich um Ihres Kindes willen. VORHER.

Schützen Sie Ihr Kind. Geben Sie es nicht auf eine Waldorf-Schule.


Naja, aber wie sieht es an staatlichen Schulen aus? Wer sein Kind in eine staatliche Schule einschulen lässt, setzt es
- nicht selten unmotiviertem Lehrpersonal, welches
- nach überwiegend bürokratischen Aspekten überwiegend von praxisfernen Bürokraten ausgewählt wird,
- sowie oft überfüllten Klassen
- und oft auch einem kreativitätsarmen Unterricht
aus. (Weitere Kritikpunkte, obwohl vorhanden, zähle ich zunächst nicht mit auf, da mir die Zeit fehlt.)

Auch die staatliche Pädagogik weist gravierende prinzipielle Schwächen auf. Obwohl ich der Waldorf-Pädagogik äußerst skeptisch gegenüberstehe, genießt sie bei mir einen Hauch von Sympathie (mehr jedoch nicht), da sie einen (zumindest überdenkenswerten) Gegenentwurf zur Schul-Pädagogik darstellt. Ein abschließendes Urteil zum Waldorf-Unterricht bilde ich mir jedoch frühestens nach einer ausreichenden Anzahl von Hospitationen in Waldorf-Klassen; ein vorheriges Gesamturteil wäre substanzlos.

MfG Konst.
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Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #13 - 05. März 2007 um 16:03
 
Zitat:
Obwohl ich der Waldorf-Pädagogik äußerst skeptisch gegenüberstehe, genießt sie bei mir einen Hauch von Sympathie (mehr jedoch nicht), da sie einen (zumindest überdenkenswerten) Gegenentwurf zur Schul-Pädagogik darstellt. Ein abschließendes Urteil zum Waldorf-Unterricht bilde ich mir jedoch frühestens nach einer ausreichenden Anzahl von Hospitationen in Waldorf-Klassen; ein vorheriges Gesamturteil wäre substanzlos.


Um es mal etwas böse zu formulieren: Man muss nicht in einem Klärbecken schwimmen gehen, um zu wissen, was dort alles im Wasser ist.

Man kann nun wirklich einiges am staatlichen Bildungssystem aussetzen, aber dessen Schwächen als Rechtfertigung für den totalitären Esoterikunfug Steiners heranzuziehen, zielt daneben.

Wenn man Alternativen in Richtung Kreativität und anderes Konzept sucht, ist Montessori einer Betrachtung wert - aber mit Sicherheit keine Waldorf-Schule. Zumal dort Kreativität nur vorgegaukelt wird: Versuchen Sie mal, aus 10 Zeichnungen von Waldorfschülern eine Individualität herauszufinden. Da wird gleichgeschaltet und sonst nichts.

Gruß,
Pjotr
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Konstantin
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #14 - 05. März 2007 um 16:17
 
Zitat:
...
Um es mal etwas böse zu formulieren: Man muss nicht in einem Klärbecken schwimmen gehen, um zu wissen, was dort alles im Wasser ist. ...


Um es auch mal böse zu formulieren: Sie haben also, so verstehe ich Ihre Einlassung, noch nie im Waldorf-Unterricht hospitiert und mogeln sich jetzt mit einer Floskel heraus.

Zitat:
... Zumal dort Kreativität nur vorgegaukelt wird: Versuchen Sie mal, aus 10 Zeichnungen von Waldorfschülern eine Individualität herauszufinden. Da wird gleichgeschaltet und sonst nichts.
...


Das ist doch mal ein schönes Stichwort: Gleichschaltung ist m.E. eine weitere Schwäche des staatlichen Schulsystems.
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Gockel
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Beiträge: 399

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #15 - 05. März 2007 um 16:20
 
Zitat:
Naja, aber wie sieht es an staatlichen Schulen aus? Wer sein Kind in eine staatliche Schule einschulen lässt, setzt es  
- nicht selten unmotiviertem Lehrpersonal, welches
- nach überwiegend bürokratischen Aspekten überwiegend von praxisfernen Bürokraten ausgewählt wird,
- sowie oft überfüllten Klassen
- und oft auch einem kreativitätsarmen Unterricht
aus.


Alles Gründe genug, das Schulsystem weiter zu verbessern; nicht dafür, sein Kind in eine Waldorf- Erziehungsstätte zu geben. Dieser Hauch von Sympathie, den die Waldorf- "Pädagogik" noch immer hinter sich herzieht, mag ein Relikt aus der Abneigung gegen autoritärer Erziehung und der Zuneigung zur Ästhetik sein. (Ohne Ihnen, Konstantin, dies unterstellen zu wollen, aber es steckt in vielen Köpfen) Die Pflege der Ästhetik wird seit jeher mit Waldorfschulen assoziiert: Tanzen ist schön, und wenn es der eigene Name ist, Musik ist schön, Mathematik und rechte Winkel sind unschön, usw... Dabei sind die öffentlichen Schulen heutzutage keine Kasernen mehr. Bei aller berechtigten Kritik, die ich auch selbst habe, Kunstunterricht, Musikunterricht gibt es heute nahezu an jeder Schule. Mangelnde Motivation von Lehrern ist das eine und man muss sie beklagen. Man sollte sich aber ebenso fragen, welche Motivation ein Lehrer hat. Das ist ja das Entscheidende. Bei den Kreationisten ist es heute in der Diskussion, und die Eltern sind wegen der ideologischen Infiltration ihrer Kinder zurecht besorgt, im Kopftuchstreit ist die mögliche Motivation der Lehrerin ein Thema; bei den Anthroposophen muss man diese Frage ebenso stellen. Was hat beispielsweise die grauenhafte Lehre von den sogenannten "Wurzelrassen" in den anthroposophischen waldörflichen Schulbüchern verloren? Was lernt mein Kind dort?

"Im Jahr 1994 entdeckte Angelique Oprinsen, Mutter einer Schülerin der Waldorfschule in Zutphen (Niederlande), ein Übungsbuch bei ihrer Tochter, dessen Inhalte sie schockierte. Das Werk trug den Titel "Rassenkunde" und Frau Oprinsen fand darin eine Tabelle, derzufolge die "schwarze Rasse" als kindlich, die "gelbe Rasse" als heranwachsend, die "weisse Rasse" als erwachsen und die "rote Rasse" als vergreist einzustufen sei.

Ausserdem enthielt das Buch Sätze mit Stereotypen wie: "Farbiger haben einen Sinn für Rhythmus und dicke Lippen" und bei "gelben" Menschen "versteckt das immerwährende Lächeln die Emotionen". Frau Oprinsen stellte den Lehrer ihrer Tochter zur Rede. Bei einem Treffen mit Lehrern und Eltern der Waldorfschule bekam sie zu hören, dass sie die Ideen Rudolf Steiners über "Rassen" nicht verstehen würde. Wäre es anders, würde sie auch den Unterrichtsstoff gutheissen. "


lesenswerte Quelle: http://www.akdh.ch/ps/ps_74-Wurzelrassen.html

Ich habe zwar kein Kind, aber: bevor mir das eigene Kind durch solche Texte entfremdet wird, gehe ich lieber an einer öffentlichen Schule zu einem Elternabend und rede mit dem unmotivierten Lehrer. Dort kann ich Einfluss nehmen, wenn ich es will.

Gruß,
der Gockel
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Hema
Forum-Mitglied

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Beiträge: 6071

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #16 - 05. März 2007 um 16:24
 
Zitat:
Naja, aber wie sieht es an staatlichen Schulen aus? Wer sein Kind in eine staatliche Schule einschulen lässt, setzt es
- nicht selten unmotiviertem Lehrpersonal, welches
- nach überwiegend bürokratischen Aspekten überwiegend von praxisfernen Bürokraten ausgewählt wird,
- sowie oft überfüllten Klassen
- und oft auch einem kreativitätsarmen Unterricht
aus. (Weitere Kritikpunkte, obwohl vorhanden, zähle ich zunächst nicht mit auf, da mir die Zeit fehlt.)

Auch die staatliche Pädagogik weist gravierende prinzipielle Schwächen auf. Obwohl ich der Waldorf-Pädagogik äußerst skeptisch gegenüberstehe, genießt sie bei mir einen Hauch von Sympathie (mehr jedoch nicht), da sie einen (zumindest überdenkenswerten) Gegenentwurf zur Schul-Pädagogik darstellt. Ein abschließendes Urteil zum Waldorf-Unterricht bilde ich mir jedoch frühestens nach einer ausreichenden Anzahl von Hospitationen in Waldorf-Klassen; ein vorheriges Gesamturteil wäre substanzlos.

MfG Konst.


Das Schlechte am staatlichen Schulsystem meinen wir alle zu kennen.
Das Gute am staatlichen Schulsystem ist, dass wir das Schlechte darin ändern können. Durch gemeinsames Wirken und Wollen. Zwinkernd

Das Gute an Waldorfschulen meinen wir alle zu kennen. Aber hält die Realität, was das Marketing verspricht?
Das Schlechte bei den Waldorfschulen ist durch die Lehren von Meister Steiner vorgegeben. Eine Waldorfschule, die sich nicht mehr an Steiner orientiert, wäre keine mehr. So wird das Schlechte an der Waldorfpädagogik mehr schlecht als recht verborgen, auf dass die Eltern das Kritikwürdige nicht bemerken.


Durchschnittliche Klassengröße staatliche allgemeinbildende Schulen ohne Sek. II 1991-97: 22,4, nach 1997 22,3

Quelle: KMK-Statistikband

Klassengröße Waldorfschulen: verschieden, 25-33, mal noch mehr, mal etwas weniger

Quelle: Google

Zum Vorwurf mit dem "unmotiviertem Personal": das kommt ÜBERALL vor. Aber vielleicht ist ein staatlicher Pädagoge, der "Dienst nach Vorschrift" macht, noch weniger schädlich als ein sehr eifriger Anthro, der autoritär die genannten Inhalte vermittelt, und dem das Kind etliche Jahre am Stück OHNE AUSWEICHMÖGLICHKEIT überlassen ist. Bei staatlichen Schulen haben Sie immer verschiedene Lehrer, so dass das Kind auf eine normale Mischung trifft aus begeisterten Pädagogen, pflichtbewußten "mittlerer Art und Güte"-Lehrern, Resignierten, Mutmachern, Muffeln und auch so manchem Kauz. Da es aber dem Einzelnen nicht pausenlos ausgesetzt ist, und an staatlichen Schulen die Eltern auch mehr mitzureden haben, gleicht sich das n.m.M. aus.
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« Zuletzt geändert: 05. März 2007 um 20:10 von Hema »  
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Konstantin
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #17 - 05. März 2007 um 16:34
 
Gockel schrieb am 05. März 2007 um 16:20:
Alles Gründe genug, das Schulsystem weiter zu verbessern; nicht dafür, sein Kind in eine Waldorf- Erziehungsstätte zu geben. Dieser Hauch von Sympathie, den die Waldorf- "Pädagogik" noch immer hinter sich herzieht, mag ein Relikt aus der Abneigung gegen autoritärer Erziehung und der Zuneigung zur Ästhetik sein. (Ohne Ihnen, Konstantin, dies unterstellen zu wollen, aber es steckt in vielen Köpfen) Die Pflege der Ästhetik wird seit jeher mit Waldorfschulen assoziiert: Tanzen ist schön, und wenn es der eigene Name ist, Musik ist schön, Mathematik und rechte Winkel sind unschön, usw... Dabei sind die öffentlichen Schulen heutzutage keine Kasernen mehr. Bei aller berechtigten Kritik, die ich auch selbst habe, Kunstunterricht, Musikunterricht gibt es heute nahezu an jeder Schule. Mangelnde Motivation von Lehrern ist das eine und man muss sie beklagen. Man sollte sich aber ebenso fragen, welche Motivation ein Lehrer hat. Das ist ja das Entscheidende. Bei den Kreationisten ist es heute in der Diskussion, und die Eltern sind wegen der ideologischen Infiltration ihrer Kinder zurecht besorgt, im Kopftuchstreit ist die mögliche Motivation der Lehrerin ein Thema; bei den Anthroposophen muss man diese Frage ebenso stellen. Was hat beispielsweise die grauenhafte Lehre von den sogenannten "Wurzelrassen" in den anthroposophischen waldörflichen Schulbüchern verloren? Was lernt mein Kind dort?

"Im Jahr 1994 entdeckte Angelique Oprinsen, Mutter einer Schülerin der Waldorfschule in Zutphen (Niederlande), ein Übungsbuch bei ihrer Tochter, dessen Inhalte sie schockierte. Das Werk trug den Titel "Rassenkunde" und Frau Oprinsen fand darin eine Tabelle, derzufolge die "schwarze Rasse" als kindlich, die "gelbe Rasse" als heranwachsend, die "weisse Rasse" als erwachsen und die "rote Rasse" als vergreist einzustufen sei.

Ausserdem enthielt das Buch Sätze mit Stereotypen wie: "Farbiger haben einen Sinn für Rhythmus und dicke Lippen" und bei "gelben" Menschen "versteckt das immerwährende Lächeln die Emotionen". Frau Oprinsen stellte den Lehrer ihrer Tochter zur Rede. Bei einem Treffen mit Lehrern und Eltern der Waldorfschule bekam sie zu hören, dass sie die Ideen Rudolf Steiners über "Rassen" nicht verstehen würde. Wäre es anders, würde sie auch den Unterrichtsstoff gutheissen. "


lesenswerte Quelle: http://www.akdh.ch/ps/ps_74-Wurzelrassen.html

Ich habe zwar kein Kind, aber: bevor mir das eigene Kind durch solche Texte entfremdet wird, gehe ich lieber an einer öffentlichen Schule zu einem Elternabend und rede mit dem unmotivierten Lehrer. Dort kann ich Einfluss nehmen, wenn ich es will.
Gruß,
der Gockel


Konnte jetzt Ihre Zusendung nur flüchtig lesen, da ich unter Zeitdruck bin, aber mit dem Inhalt kann ich mich weitgehend anfreunden.
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Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #18 - 05. März 2007 um 16:39
 
Zitat:
Naja, aber wie sieht es an staatlichen Schulen aus? Wer sein Kind in eine staatliche Schule einschulen lässt, setzt es
- nicht selten unmotiviertem Lehrpersonal, welches


Ein Waldorflehrer muß nichtmal Lehramt studiert haben. Es reicht irgendein Schulabschluß.

Über die "Motivation" von Waldorfschulen, freundlich von den Anthros zu Verfügung gestellt:

http://wiki.anthroposophie.net/Waldorfschule

[ZITAT]
Vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife macht das Kind bewusst nach, was die Erwachsenen ihm vormachen; das ist das anthroposophische Verständnis von Autorität.
Schon ab 14 stellt der Lehrer darauf ab, dass sich der Schüler frei zu entscheiden vermag. Strafarbeiten und Nachsitzen gibt es jetzt nicht mehr, ein uneinsichtiger Schüler soll gegebenenfalls lieber gleich die Schule verlassen.

[/ZITAT]

Da kann man nur sagen: Engagement, Engagement für den Schüler in seiner schwierigsten Lebensphase: der Pubertät. Smiley

Zitat:
- nach überwiegend bürokratischen Aspekten überwiegend von praxisfernen Bürokraten ausgewählt wird,


Den Vorgang erklären Sie bitte, denn den habe ich anders in Erinnerung.

Zitat:
- sowie oft überfüllten Klassen


Waldorfschulklassen haben fast immer weit über 30 Schüler pro Klasse, weil Steiner befand, der Kontakt zwischen Lehrer und Schüler wäre sonst zu innig.

Zitat:
- und oft auch einem kreativitätsarmen Unterricht
aus.


Waldorfschulen machen ausschließlich Frontalunterricht. Ebenfalls wegen der Lehrer- Schülernähe.

Oder um die Anthros zu zitieren:

[ZITAT]
Die Schüler folgen in den unteren Klassen häufig der Tafelgestaltung des Lehrers und gestalten ihr Epochenheft auch mit eigenen Beiträgen.
[/ZITAT]

Zitat:
Auch die staatliche Pädagogik weist gravierende prinzipielle Schwächen auf. Obwohl ich der Waldorf-Pädagogik äußerst skeptisch gegenüberstehe, genießt sie bei mir einen Hauch von Sympathie (mehr jedoch nicht), da sie einen (zumindest überdenkenswerten) Gegenentwurf zur Schul-Pädagogik darstellt. Ein abschließendes Urteil zum Waldorf-Unterricht bilde ich mir jedoch frühestens nach einer ausreichenden Anzahl von Hospitationen in Waldorf-Klassen; ein vorheriges Gesamturteil wäre substanzlos.

MfG Konst.


Es ist eigenartig, daß Leute von "Reformpädagogik" träumen, bei einer Sache, die seit 80 Jahren nicht einmal reformiert wurde, während die staatlichen Schulen alle paar Jahre eine Anpassung hinter sich bringen.

Waldorfschulen haben ein absurdes autoritäres pädagogisches Konzept. Jeder der sich mit Unterrichtspädagogik befaßt hat, sieht das auf den ersten Blick.

Kawarimono
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Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #19 - 05. März 2007 um 17:32
 
Zitat:
Um es auch mal böse zu formulieren: Sie haben also, so verstehe ich Ihre Einlassung, noch nie im Waldorf-Unterricht hospitiert und mogeln sich jetzt mit einer Floskel heraus.


Ich mogle mich nirgends raus. Sie sind es doch gerade, der auf Agumente nicht eingeht. Sie können wirklich nicht ernsthaft damit kommen, dass man nur das berurteilen könne, was man persönlich erlebt hat - das ist absurd.


Zitat:
Das ist doch mal ein schönes Stichwort: Gleichschaltung ist m.E. eine weitere Schwäche des staatlichen Schulsystems.


Das stimmt leider zum Teil. Nur ist damit nichts über Waldorfschulen gesagt. Und auch nichts darüber, dass "Gleichschaltung" im staatlichen System eher aus der Not geboren wird, während es bei Steiners zum grundsätzlichen Prinzip gehört.

Pjotr


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