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Waldorfschulen, Anthroposophie (Gelesen: 85111 mal)
Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #30 - 06. März 2007 um 07:43
 
Zitat:
>Waldorfschulen machen ausschließlich Frontalunterricht. Ebenfalls
>wegen der Lehrer- Schülernähe.

Genau das ist das, was kaputt"reformiert" wurde. Frontalunterricht ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, große Mengen Wissen zu vermitteln. Alles andere ist Beschäftigungstherapie und Lebenszeitvernichtung.


Das ist grober Quark, was Du da erzählst, denn spätestens nach der zweiten Stunde können Deine Schüler nicht mehr. Nichtmal erwachsene Schüler. Danach kann man die Uhr stellen.

Aber mit dem Rohrstock bekommt man seinen Frontalunterricht dann doch wieder bestens durchgesetzt Smiley

[Zitat]
++ 13.08.2005, Allgäuer Zeitung ++
Gewalttätige Lehrer an Waldorfschule?
Vater erstattet Anzeige - Schulleitung nennt Vorwürfe "haarsträubend" - Jetzt wird ermittelt
Kempten(bec). - Es sind schwere Vorwürfe, die ein Vater gegen die Freie Waldorfschule in Kempten erhebt: Von mindestens sechs Lehrern spricht er, die die Kinder schlagen und demütigen würden. Außerdem müssten die Schüler auf dem Schulgelände in Albris schwere körperliche Arbeit verrichten, bei einer Klassenfahrt nach Ungarn hätten Achtklässler gar sechs Stunden am Tag schuften müssen. Die Waldorfschule selbst räumt zwar ein, dass ein Schüler von einem Lehrer eine Ohrfeige bekommen habe, verwahrt sich aber sonst gegen sämtliche Vorwürfe. Zum Ende des Schuljahres musste die Schule bei der Regierung von Schwaben eine Stellungnahme zu den Vorwürfen einreichen. Das Ergebnis: Ministerialbeauftragter Hubert Lepperdinger wird sich die Situation im September vor Ort ansehen und mit Eltern, Lehrern und Schülern sprechen. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Schule, denn der Vater hat Anzeige erstattet.
Eine ganze Liste von Anschuldigungen gegen die Waldorfschule hat Mario Zeh, dessen drei Kinder dort bis zum Ende des vergangenen Schuljahres unterrichtet wurden, erstellt. So sei ein Schüler auf einer Klassenfahrt zu einer befreundeten Waldorfschule geohrfeigt worden. Und sein eigener Sohn, so Zeh, sei von einem Lehrer derart im Gesicht gepackt worden, dass er Hämatome an den Wangen gehabt habe. Die Mutter einer Viertklässlerin berichtet, dass die Kinder von einem Lehrer am Kopf von ihren Stühlen gerissen würden. "Da geht es zu wie in einer Sekte", sagt Zeh. Die Kinder würden psychisch so unter Druck gesetzt, dass sie sich nicht trauten, ihren Eltern von den Vorgängen zu berichten.
[/Zitat]


Kawarimono
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ama
Ex-Mitglied





Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #31 - 06. März 2007 um 08:07
 
>>>Waldorfschulen machen ausschließlich Frontalunterricht. Ebenfalls
>>>wegen der Lehrer- Schülernähe.

>>Genau das ist das, was kaputt"reformiert" wurde. Frontalunterricht ist die
>>einzige sinnvolle Möglichkeit, große Mengen Wissen zu vermitteln. Alles
>>andere ist Beschäftigungstherapie und Lebenszeitvernichtung.

>Das ist grober Quark, was Du da erzählst, denn spätestens nach der zweiten
>Stunde können Deine Schüler nicht mehr. Nichtmal erwachsene Schüler. Danach
>kann man die Uhr stellen.

Hier fängt die Kunst des Lehrens an. Smiley

Erstens muß man die Fächer ständig wechseln. Maximal eine oder zwei Stunden eines Fachs pro Tag.

Zweitens muß der Lehrer die Schüler faszinieren durch den stoff und die Art, wie er ihn vorträgt.

Drittens müssen die Schüler Disziplin haben. Bei einem Sauhaufen ist jede Lehrerkunst und -müh vergeblich.

Es gibt einen Film mit Sidney Poitier und einen mit Glenn Ford (http://www.prisma-online.de/tv/film.html?mid=1955_die_saat_der_gewalt), in denen es um Lehrer und Gewalt an Schulen geht. Sehr gute Filme.
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« Zuletzt geändert: 06. März 2007 um 10:33 von N/V »  
 

 
Konstantin
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Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #32 - 07. März 2007 um 14:03
 
Zitat:
Genau das ist das, was kaputt"reformiert" wurde. Frontalunterricht ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, große Mengen Wissen zu vermitteln. Alles andere ist Beschäftigungstherapie und Lebenszeitvernichtung.


Für den "Transport" großer Wissensmengen (hin zum Unterrichteten) ist Frontalunterricht nach meinem Empfinden eine geeignete Methode. Letztlich laufen nach meiner Kenntnis z.B. universitäre Vorlesungen weitgehend nach diesem Verfahren ab.

Unterricht besteht jedoch aus mehr als dem reinen Wissenstransport. Das Wissen ist beim Schüler / Studenten zu festigen, insbesondere durch Wiederholung, Vertiefung, Anwendung etc. Hier werden andere Unterrichtsverfahren wesentlich besser geeignet sein, je nach Situation z.B. Gruppenarbeit, selbständige Labortätigkeit usw., nicht zu vergessen sind auch Hausaufgaben. Ebenso kann im Bereich der Motivierung eine andere Unterrichtsform als die frontale die Methode der Wahl sein. Und auch zur allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung (Stichworte: Selbständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Selbstdisziplin, ...) trägt Frontalunterricht eher in geringem Maße bei.
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Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #33 - 07. März 2007 um 14:22
 
Zitat:
Für den "Transport" großer Wissensmengen (hin zum Unterrichteten) ist Frontalunterricht nach meinem Empfinden eine geeignete Methode. Letztlich laufen nach meiner Kenntnis z.B. universitäre Vorlesungen weitgehend nach diesem Verfahren ab.


Ja Richtig gelernt wird aber erst in Praktika und Seminaren. Hier zumindest. Die Vorlesungen sind mehr zur Vorbereitung gedacht und dafür auch ganz gut. Genausogut ist ein Buch. Das ist Geschmacksache und kommt im Einzelfall auf das Buch, bzw. den Vortragenden an.

Aber reiner Frontalunterricht, wie er in Waldorfschulen abläuft, ist kikki.

Kawarimono
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Procainfee
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Beiträge: 52

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #34 - 14. März 2008 um 15:19
 
Meine Tochter ist in der dritten Klasse der normalen Grundschule. Zwei Mädchen im gleichen Alter aus meinem nähsten Bekanntenkreis sind in der dritten Klasse der Waldorfschule. Daher habe ich quasi den direkten Vergleich vor Augen.

Meine Tochter ist in Rechtschreibung etwas schwach (Note 4), kann aber fließend lesen. In Mathematik schreibt sie in Arbeiten Note 1 und 2, beherrscht das kleine Einmaleins, schriftliche Multiplikation, Addition, Subtraktion, Dividieren in einem Zahlenraum von über 1000 spielend.

Die beiden Mädchen aus der Waldorfschule hingegen können beide nicht richtig lesen! In Mathematik bewegen sie sich beide nur sicher in einem Zahlenraum von 1-10! Im Zahlenraum von 1-100 gibt es schon Schwierigkeiten beim Addieren. Beide beherrschen immer noch kein Einmaleins!
Dafür aber haben sie als Hausaufgabe ständig auf Bilder zu malen und haben solche Schulfächer wie "Eurhytmie". Die Mutter des einen Mädchens hat inzwischen ihren Sohn aus dem fünften Schuljahr der Waldorfschule genommen und in einer Regelschule untergebracht, da er im fünften Schuljahr immer noch nicht lesen konnte!

Diese Erfahrungen haben mich mittlerweile wirklicher zur Waldorfschulen-Gegnerin werden lassen. Schule ohne Noten und Leistungsabfrage führt offenbar auch zu schlechten Leistungen. Ich glaube nicht, dass diese Kinder alle unintelligent sind, sie werden nur nicht gefördert. Und dafür zahlen die Eltern noch Schulgeld, dafür dass ihre Kinder schlechter gefördert werden als in der Regelschule!!!

Ich würde mein Kind bestimmt nicht auf eine Waldorfschule schicken, es sein den als Alternative zur Sonderschule, wenn es zu schlechte Noten hätte um in der Regelschule zu bestehen.
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AnneS
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Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #35 - 14. März 2008 um 15:28
 
Procainfee schrieb am 14. März 2008 um 15:19:
Ich würde mein Kind bestimmt nicht auf eine Waldorfschule schicken, es sein den als Alternative zur Sonderschule, wenn es zu schlechte Noten hätte um in der Regelschule zu bestehen.


Damit zeigen Sie, dass Sie keine Ahnung von Waldorfpädagogik und Steiners Anthroposophie haben!
Für Anthroposophen müssen behinderte Kinder schreckliches in ihrem vorherigen Leben begangen haben, da die Behinderung oder Beeinträchtigung eine Strafe ist. Alleine schon der Begriff seelenpflegebedürftig verursacht bei mir Gänsehaut. Das ist menschenverachtend. Solchen Menschen dürfte man gar keine Kinder anvertrauen.
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Procainfee
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Beiträge: 52

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #36 - 14. März 2008 um 15:39
 
Zitat:
[Damit zeigen Sie, dass Sie keine Ahnung von Waldorfpädagogik und Steiners Anthroposophie haben!
Für Anthroposophen müssen behinderte Kinder schreckliches in ihrem vorherigen Leben begangen haben, da die Behinderung oder Beeinträchtigung eine Strafe ist. Alleine schon der Begriff seelenpflegebedürftig verursacht bei mir Gänsehaut. Das ist menschenverachtend. Solchen Menschen dürfte man gar keine Kinder anvertrauen.


Aber die behinderten Kinder nehmen sie ja auf der Waldorfschule gar nicht. Dazu ist man ja zu elitär. Mit den "schwierigen" Kindern sollen sich gefälligst andere Pädagogen herumschlagen. Die Herren und Damen Antroposophen nehmen ja nur die Kinder, die auch zu ihrer Pädagogik passen und aus einem "steiner-höhrigen"-Elternhaus kommen. Nicht die Pädagogik muß auf die Kinder abgestimmt sein, sondern die Kinder werden passend zur Pädagogik ausgewählt!
Das beginnt schon im Waldorf-Kindergarten. Die nehmen auch nicht jedes Kind. Tolles Konzept, wirklich...
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AnneS
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Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #37 - 14. März 2008 um 15:43
 
Procainfee schrieb am 14. März 2008 um 15:39:
Zitat:
[Damit zeigen Sie, dass Sie keine Ahnung von Waldorfpädagogik und Steiners Anthroposophie haben!
Für Anthroposophen müssen behinderte Kinder schreckliches in ihrem vorherigen Leben begangen haben, da die Behinderung oder Beeinträchtigung eine Strafe ist. Alleine schon der Begriff seelenpflegebedürftig verursacht bei mir Gänsehaut. Das ist menschenverachtend. Solchen Menschen dürfte man gar keine Kinder anvertrauen.


Aber die behinderten Kinder nehmen sie ja auf der Waldorfschule gar nicht. Dazu ist man ja zu elitär. Mit den "schwierigen" Kindern sollen sich gefälligst andere Pädagogen herumschlagen. Die Herren und Damen Antroposophen nehmen ja nur die Kinder, die auch zu ihrer Pädagogik passen und aus einem "steiner-höhrigen"-Elternhaus kommen. Nicht die Pädagogik muß auf die Kinder abgestimmt sein, sondern die Kinder werden passend zur Pädagogik ausgewählt!
Das beginnt schon im Waldorf-Kindergarten. Die nehmen auch nicht jedes Kind. Tolles Konzept, wirklich...


Und wieder keine Ahnung http://www.johannesschule-flein.de/info.htm

Es gibt Waldorfförderschulen und -förderkindergärten.
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Procainfee
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Beiträge: 52

Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #38 - 14. März 2008 um 15:52
 
Zitat:
[Und wieder keine Ahnung Es gibt Waldorfförderschulen und -förderkindergärten.


Und ausgerechnet Sie verteidigen jetzt die Waldorfschule???... na schön. Oder wollen Sie mir einfach nur per se widersprechen, egal was ich sage?

Es ist aber Tatsache. Die Aufnahmekriterien sind total elitär und sie nehmen längst nicht jedes Kind. Meine Tochter war in einem Waldorfkindergarten, ich weiß wovon ich spreche.
Das Kind einer Freundin wurde im Waldorfkindergarten nicht genommen, da es aufgrund einer Stoffwechselkrankheit in der Entwicklung etwas zurück ist. Außerdem legen sie großen Wert auf die "richtige" Gesinnung der Eltern.
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AnneS
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Re: Waldorfschulen, Anthroposophie
Antwort #39 - 14. März 2008 um 15:57
 
Procainfee schrieb am 14. März 2008 um 15:52:
Zitat:
[Und wieder keine Ahnung Es gibt Waldorfförderschulen und -förderkindergärten.


Und ausgerechnet Sie verteidigen jetzt die Waldorfschule???... na schön. Oder wollen Sie mir einfach nur per se widersprechen, egal was ich sage?

Es ist aber Tatsache. Die Aufnahmekriterien sind total elitär und sie nehmen längst nicht jedes Kind. Meine Tochter war in einem Waldorfkindergarten, ich weiß wovon ich spreche.
Das Kind einer Freundin wurde im Waldorfkindergarten nicht genommen, da es aufgrund einer Stoffwechselkrankheit in der Entwicklung etwas zurück ist. Außerdem legen sie großen Wert auf die "richtige" Gesinnung der Eltern.



Laut lachend Wo habe ich Waldorf verteidigt  Augenrollen

Das kommt auf die Kinderzahlen an, wenn der Zulauf nicht so toll ist nehmen die alles was sie kriegen können.

Waldorf / Steiners Anthroposophie ist eine Lebenseinstellung, oder besser eine Sekte.
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