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Passivhaus - Fertighaus (Gelesen: 47621 mal)
Biofan
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Beiträge: 6

Passivhaus - Fertighaus
08. Juli 2007 um 23:52
 
Ich suche Fertighausanbieter, die auch Passivhäuser anbieten.

Wer heute baut, sollte möglichst ein Niedrigstenergiehaus bauen oder ein Passivhaus, oder noch besser ein Aktiv-Haus (mit Photovoltaik), das mehr Energie errzeugt, als es verbraucht.

Wer hat Erfahrung mit Passivhäusern usw.?
Kommt man beim Passivhaus wirklich problemlos ohne Heizung aus?
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ama
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Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #1 - 09. Juli 2007 um 00:22
 
>Kommt man beim Passivhaus wirklich problemlos ohne Heizung aus?

Nein, natürlich (sic!) nicht!

ama
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Biofan
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Beiträge: 6

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #2 - 09. Juli 2007 um 01:07
 
Warum nicht?

Da muss was schief gelaufen sein und es ist wohl kein echtes Passivhaus sondern von den tatsächlichen Energie-Werten ein Niedrigenergiehaus, welches natürlich eine Heizung benötigt.

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ama
Ex-Mitglied





Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #3 - 09. Juli 2007 um 02:32
 
>Warum nicht?
>Da muss was schief gelaufen sein und es ist wohl kein echtes Passivhaus sondern von den
>tatsächlichen Energie-Werten ein Niedrigenergiehaus, welches natürlich eine Heizung benötigt.

Die Frage war:

>Kommt man beim Passivhaus wirklich problemlos ohne Heizung aus?

Wenn das Haus WIRKLICH nur von der eingesammelten Energie versorgt werden soll, ist das NICHT problemlos machbar.

Erstens ist jedes bißchen Mehr an Sicherheit und Komfort nur durch technischen Aufwand zu erreichen. Man muß also sehr viel Geld investieren.

Zweitens: Ist man kein Krösus, sondern bloß ein ganz normaler Mensch mit einem ganz normalen Beruf, KANN man sich all diesen Aufwand nicht leisten. ALSO muß man mit Einschränkungen leben. Je weniger Aufwand, desto größer die Einschränkungen. Das ist eine ganz einfache Angelegenheit.

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Shogun
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Beiträge: 7

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #4 - 29. Juli 2007 um 01:19
 
Bekannte von uns mit einem Architektensohn haben sich ein Haus gebaut, dass keinen Gasanschluss hat.
Wasser wird über Solar erwärmt. Zusätzlich haben sie einen zentralen Holzkamin, der wenn man einen Holzscheit hineinlegt, das Haus im Winter auch schon mal um ein ganzes Grad erwärmt.

Dafür waren nötig:

Luftzirkulationsanlage
40cm Dämmung zum Erdreich
30 oder 34 cm Dämmung IN den Wänden (Holzgerippe mit Zwischenraum)
entsprechende Dachdämmung.

Wenn sie nicht heizen bleibt die Temperatur im Haus bei 20-21° im Winter.

Übrigens abeitet der Mann bei der Telekom und sie bei einem Pflegedienst.
Man kann es sich also leisten ohne das man Krösus ist.

Wenn Sie möchten kann ich einen Kontakt zum Architekten herstellen. Sinn hat das wohl mehr, wenn sie zufällig in der Nähe wohnen.

Grüße,

Shogun
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ama
Ex-Mitglied





Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #5 - 29. Juli 2007 um 02:48
 
Ist das Haus unterkellert?

Woraus bestehen die Wände?

Womit wurde gegen das Erdreich isoliert?

Wie wird die Wärme gespeichert?

Wie lange kann das Haus im Winter ohne Sonnenschein die Wärme halten?

Danke
ama
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Shogun
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Beiträge: 7

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #6 - 29. Juli 2007 um 09:44
 
Unterkellert ist es nicht - dafür ist es größer gemacht, da die beiden vorher einen Keller hatten.

Die Wände sind Holzständerwände (?) - Jedenfals haben die ein relativ dünnes tragendes Gerüst und dazwischen ausschließlich Dämmung. Aber kein Fachwerk!

Auf der Bodenplatte liegen 40cm XPS (Dämmplatten)

Wie wird die Wärme gespeichert?
Nur für das Wasser in einem Tank - Eine Heizung außer dem Ofen gibt es übrigens nicht.

Ich denke die Frage zielt auf die Luft ab: Die Frischluft kommt aus einem  Luftbrunnen vor dem Haus und ist daher "gefiltert" und nicht so warm oder kalt(je nach dem), wie "normale" Luft aus der Athmosphäre. Ich denke ein - Hauptanteil an dem geringen Wärmeverlust tragen die Dämmung und die Luftpumpe.
Unser Haus zum Beispiel ist "nur" modernisiert: 60ger Jahre und 20cm Dämmung an die Außenwand 24cm oben drauf und Superdämmung an die Kellerdecke. Wir hielten vor der Maßnahme minimal 11 Grad im Haus ohne zu heizen und nun sind es 16 bis 18 Grad - im Keller manchmal 10.


Wie lange kann das Haus im Winter ohne Sonnenschein - Frage ich gleich mal - wir sind in drei Stunden dort!

Grüße

Shogun
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Shogun
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Beiträge: 7

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #7 - 29. Juli 2007 um 17:26
 
Update Zwinkernd

Also wenn das HAus im Winter unbewohnt ist hält es eine Woche eine ordentliche Temperatur und fällt nicht tiefer als 18° (wobei die Belüftung dann aber auch aus ist).
Der Besitzer kann andererseits auch nicht mehr so viel Kaminfeuer genießen, da die Raumtemperatur recht schnell auf über 24° ansteigen kann.

Soll heißen: Wer Kaminfeuer mag macht besser das Fenster auf Zwinkernd


Wir waren gerade zu 20igst im Haus und mir war recht warm, wobei Draußen 18° sind. Das nur als Anhaltspunkt.


Übrigens: Kosten für das HAus waren 150.000 €
+ Grundstück, wobei der Innenausbau in Eigenleistung durchgeführt worden ist.

Grüße,

Shogun

Hausgröße ca. 150m²
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louis
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Beiträge: 18

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #8 - 30. Juli 2007 um 01:07
 
Hallo Biofan,

ich wohne seit 5 Jahren rundum sehr zufrieden in einem Passivhaus. "Geheizt" wird über die Zuluft mit einer kleinen Abluftwärmepumpe, die alles zusammengerechnet jährlich etwa 1000 kWh Ökostrom verbraucht.

Alle anderen Nachheizvarianten, wie z.B. lüftungstaugliche Pelletöfen halte ich für völligen Quatsch. Allein schon wegen der Mess- und Reinigungsintervalle durch den Kaminfeger, die darüber hinaus bei der neuen 1. BImSchV noch mal verschärft werden. Auch arbeiten sämtliche derartige Biomasse-Öfen im Passivhaus nur im Teillastbereich, was geringere Wirkungsgrade und mehr Emissionen zur Folge hat.

Gruß

PS: Achtung! Fertighausanbieter nehmen fast ohne Ausnahme immer die billigsten Komponenten. Ein Laie kann dies auch nicht anhand der der knapp gehaltenen Baubeschreibung erkennen. Geh mal zu einem erfahrenen Passivhaus-Baumeister, der kann das meist zum gleichen Preis bauen, jedoch mit besserer Qualität und größerem individuellen Spielraum. Zu finden sind diese z.B. unter www.ig-passivhaus.de.





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Shogun
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Beiträge: 7

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #9 - 31. Juli 2007 um 20:36
 
Das mit den Bauträgerhäusern stimmt - besser mit jemandem der Ahnung hat!
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Solarteur
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Beiträge: 8

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #10 - 25. August 2007 um 17:44
 
Wir haben viele Kunden die für ihre Passivhäuser bei uns Komponenten (Solarwärme, Solarstrom,...) gekauft haben. Daraus resultiert umfangreicher Erfahrungsschatz.

Passivhaus ist dabei weder ein geschützter Begriff, noch wird die /der unterschiedliche Ausführung/ Standort und das Wohnverhalten der Bewohner beachtet.

Ein optimal geplantes Passivhaus, an einem guten Standort, ist ohne irgendeine Art von Heizung technisch möglich. Die Dämmung muss sehr hochwertig sein und die kontrollierte Lüftung muss vorgewärmte/ vorgekühlte Luft ansaugen. Wenn dann noch regelmäßig bewohnt, sorgen die Bewohner und die Abwärme der elektrischen Geräte in Verbindung mit einstrahlender Sonne auch im Winter für ausreichende Wohlfühltemperaturen.

Steht das Haus verdeckt, In "dunkler" Region, in exponierter Windlage, verstehen die Bewohner nicht richtig zu lüften, sind sie den ganzen Tag über aus dem Haus - dann wird das nix ohne Zusatzheizung. Hier kann ein reiner Pelletsluftofen zentral aufgestellt oder ein Pelletsofen mit Anschluss an einen Pufferspeicher die sinnvolle Ergänzung sein - wenn richtig eingestellt und betrieben!

Bauträger sollte man immer sehr genau prüfen, ob sie auch verstehen, was sie anbieten. Wer selbst Hand anlegen kann, sollte das tun!

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VikingOlaf
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Beiträge: 1

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #11 - 19. Januar 2011 um 12:52
 
louis schrieb am 30. Juli 2007 um 01:07:
Hallo Biofan,

ich wohne seit 5 Jahren rundum sehr zufrieden in einem Passivhaus. "Geheizt" wird über die Zuluft mit einer kleinen Abluftwärmepumpe, die alles zusammengerechnet jährlich etwa 1000 kWh Ökostrom verbraucht.

Alle anderen Nachheizvarianten, wie z.B. lüftungstaugliche Pelletöfen halte ich für völligen Quatsch. Allein schon wegen der Mess- und Reinigungsintervalle durch den Kaminfeger, die darüber hinaus bei der neuen 1. BImSchV noch mal verschärft werden. Auch arbeiten sämtliche derartige Biomasse-Öfen im Passivhaus nur im Teillastbereich, was geringere Wirkungsgrade und mehr Emissionen zur Folge hat.

Gruß

PS: Achtung! Fertighausanbieter nehmen fast ohne Ausnahme immer die billigsten Komponenten. Ein Laie kann dies auch nicht anhand der der knapp gehaltenen Baubeschreibung erkennen. Geh mal zu einem erfahrenen Passivhaus-Baumeister, der kann das meist zum gleichen Preis bauen, jedoch mit besserer Qualität und größerem individuellen Spielraum. Zu finden sind diese z.B. unter www.ig-passivhaus.de.


Hi,

danke für diesen Tipp mit der Seite!
Für mich als Neuling im Bereich Bauen war sie aufjedenfall sehr informativ, vor allem weil ich die Passivhäuser sehr interessant finde und eigentlich mir nicht mehr vorstellen kann was anderes bauen zu lassen.
Einen Bedanken-Button gibt es leider nicht Zwinkernd

Beste Grüße.

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parcus
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Beiträge: 15

Geschlecht: male
Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #12 - 12. Februar 2011 um 15:25
 
Ab 2020 werden wohl ohnehin keine anderen Häuser mehr als Passivhäuser genehmigt.
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Jürgen
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Beiträge: 12

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #13 - 09. Juni 2011 um 17:32
 
Die Schule unsrer Kinder wurde damals (um 2000) als Passivhaus gebaut. Wirklich interessant, was es da für Technologien gibt. Ich erinnere mich, dass wir die Erdwärme genutzt haben (Link zu einem Artikel), da wurde ein tiefes Loch in den Boden gebohrt und über eine Wärmepumpe "heizbare" Wärme gewonnen. Ich erinnere mich noch, es hieß, jeder Schüler würde dazu über seine Körperwärme mit 50 Watt heizen. Bei öffentlichen Gebäuden sind die Herausforderungen natürlich noch größer, als bei Wohnhäusern. War schon beeindruckend, was die da gebaut haben.

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« Zuletzt geändert: 10. Juni 2011 um 01:23 von Forum Admin »  
 

 
hauser
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Beiträge: 2

Re: Passivhaus - Fertighaus
Antwort #14 - 25. Januar 2013 um 06:30
 
Shogun schrieb am 29. Juli 2007 um 17:26:
Update Zwinkernd

Also wenn das HAus im Winter unbewohnt ist hält es eine Woche eine ordentliche Temperatur und fällt nicht tiefer als 18° (wobei die Belüftung dann aber auch aus ist).
Der Besitzer kann andererseits auch nicht mehr so viel Kaminfeuer genießen, da die Raumtemperatur recht schnell auf über 24° ansteigen kann.

Soll heißen: Wer Kaminfeuer mag macht besser das Fenster auf Zwinkernd


Wir waren gerade zu 20igst im Haus und mir war recht warm, wobei Draußen 18° sind. Das nur als Anhaltspunkt.


Übrigens: Kosten für das HAus waren 150.000 €
+ Grundstück, wobei der Innenausbau in Eigenleistung durchgeführt worden ist.

Grüße,

Shogun

Hausgröße ca. 150m²


Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, der Hausanbieter für den Preis würde mich aber trotzdem noch interessieren.

Ich plane auch ein Passivhaus und habe dazu schon einiges auf * gelesen. Ich tendiere dabei zu einem Massivhaus aus Holz (StoraEnzo Bauweise). Der obige Preis wäre natürlich der Hit für mein Passivhaus.

Admin: Link entfernt
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« Zuletzt geändert: 25. Januar 2013 um 08:08 von Forum Admin »  
 

 
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