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Alte Gemüsesorten (Gelesen: 2710 mal)
Hema
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Beiträge: 6071

Alte Gemüsesorten
05. August 2007 um 10:02
 
Es gibt eine Reihe von Gemüsesorten, die früher oft kultiviert und gegessen wurden, aber heute nahezu in Vergessenheit geraten sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, nur als Beispiele):

Mangold
Kohlrübe
Schwarzwurzeln
Gartenmelde
Blätterkohl
usw.

Viele alte Gemüsesorten lohnen - wenn man sie denn überhaupt mal käuflich zu erwerben sieht, meist auf "Bauernmärkten" - den Versuch in der heimischen Küche.

Aus Mangold beispielsweise kann man sehr mild und lecker schmeckendes Gemüse bereiten oder ihn mit Käse als Auflauf überbacken. Man kann den grünen Blattanteil wie Spinat verwenden und die Stiele wie Spargel. Mit der Kohlrübe kann man Möhrenrezepte abwandeln (anstelle der Möhren kleingeschnittene Kohlrübe nehmen) oder leckere Cremesuppe machen.
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Kawarimono
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Beiträge: 3364

Re: Alte Gemüsesorten
Antwort #1 - 05. August 2007 um 13:08
 
Ist die Kohlrübe eine Kohlrabi oder eine Steckrübe?

Ich glaube aber, wir sagen dazu Steckrübe Smiley
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Alte Gemüsesorten
Antwort #2 - 05. August 2007 um 14:35
 
Kawarimono schrieb am 05. August 2007 um 13:08:
Ist die Kohlrübe eine Kohlrabi oder eine Steckrübe?

Ich glaube aber, wir sagen dazu Steckrübe Smiley


So spontan fällt mir auch noch Wrucken (?) und Erdkohlrabi ein.

Da gibt es aber noch mehr regional unterschiedliche Ausdrücke: Steckrübe etc., wahrscheinlich deshalb, weil es schon lange kultiviert wird.

Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt, dass das interessante Gemüse, das ich als "Wrucken" "entdeckt" hatte, identisch war mit der Steckrübe, an der mein Opa kein gutes Blatt ließ. Aber die hatten in Notzeiten als weitere Zutaten nur noch Wasser und Salz, mit Glück etwas Speck und Mehl. Täglich vorgesetzt kann das schon nerven, klar. Aber mit passenden Zutaten und Zubereitungsformen und als Abwechslung ist das durchaus mal interessant.
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elf
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Beiträge: 5239

Geschlecht: male
Re: Alte Gemüsesorten
Antwort #3 - 05. August 2007 um 14:54
 
Hema schrieb am 05. August 2007 um 14:35:
 Aber die hatten in Notzeiten als weitere Zutaten nur noch Wasser und Salz, mit Glück etwas Speck und Mehl. ..


Furchtbar war das.
Noch furchtbarer, wenn nur noch die holzigen, alten Teile zur Verfügung standen.
Bis heute kann ich Steckrüben nicht unbefangen essen.
So muss mein Hund dann wohl auch auf
Zitat:
Wikipedia:...Mineralstoffe, Carotin, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, C sowie Nicotinsäureamid...
aus Steck&Kohlrüben verzichten und irgendwie dennoch trockenfutternd überleben.
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„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“   (Ziya Gökalps)
Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher. (Wiglaf)
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Alte Gemüsesorten
Antwort #4 - 05. August 2007 um 17:40
 
elf schrieb am 05. August 2007 um 14:54:
Hema schrieb am 05. August 2007 um 14:35:
 Aber die hatten in Notzeiten als weitere Zutaten nur noch Wasser und Salz, mit Glück etwas Speck und Mehl. ..


Furchtbar war das.
Noch furchtbarer, wenn nur noch die holzigen, alten Teile zur Verfügung standen.
Bis heute kann ich Steckrüben nicht unbefangen essen.


Ja, ich habe da auch schlimme Geschichten von meinen Altvorderen gehört (zweimal "ausgebombt", da war also auch nichts mehr zum Verhökern auf dem Schwarzmarkt da).
Viele kennen das aber nicht mehr aus Erzählungen aus ihrer Familie.
Manchmal denke ich, mal ein Monat "1946-Diät" der Nachgewachsenen mit den damaligen Lebensmittelzuteilungen würde das Verständnis zwischen den Generationen fördern. Dann hätten manche vielleicht mehr Einfühlungsvermögen dafür, dass Essen wichtig ist, dass mancher aus der Generation sich ein kleines Ränzlein anfutterte und die "gute Butter" etwas dicker aufs Brot geschmiert wurde. Solche Erlebnisse prägen fürs Leben. Wer mäklig war, war tot.

Ungeachtet dessen kann aus den Steckrüben HEUTE z.B. mit Fleischbrühe, Frischkäse und einer schönen Einlage eine leckere Gemüsecremesuppe machen, die sicher nicht nach Notzeiten schmeckt. Zwinkernd
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