elf schrieb am 05. August 2007 um 14:54:Hema schrieb am 05. August 2007 um 14:35: Aber die hatten in Notzeiten als weitere Zutaten nur noch Wasser und Salz, mit Glück etwas Speck und Mehl. ..
Furchtbar war das.
Noch furchtbarer, wenn nur noch die holzigen, alten Teile zur Verfügung standen.
Bis heute kann ich Steckrüben nicht unbefangen essen.
Ja, ich habe da auch schlimme Geschichten von meinen Altvorderen gehört (zweimal "ausgebombt", da war also auch nichts mehr zum Verhökern auf dem Schwarzmarkt da).
Viele kennen das aber nicht mehr aus Erzählungen aus ihrer Familie.
Manchmal denke ich, mal ein Monat
"1946-Diät" der Nachgewachsenen mit den damaligen Lebensmittelzuteilungen würde das Verständnis zwischen den Generationen fördern. Dann hätten manche vielleicht mehr Einfühlungsvermögen dafür, dass Essen wichtig ist, dass mancher aus der Generation sich ein kleines Ränzlein anfutterte und die "gute Butter" etwas dicker aufs Brot geschmiert wurde. Solche Erlebnisse prägen fürs Leben. Wer mäklig war, war tot.
Ungeachtet dessen kann aus den Steckrüben HEUTE z.B. mit Fleischbrühe, Frischkäse und einer schönen Einlage eine leckere Gemüsecremesuppe machen, die sicher nicht nach Notzeiten schmeckt.