Die Fakten rund um Heilpraktiker- und Heilertätigkeiten sind
hier zusammengefasst.
Ein guter Beitrag, dem weite Verbreitung zu wünschen ist.
Am schlimmsten und blamabelsten finde ich jedoch, dass vom Gesundheitsministerium laut dem Beitrag "kein Handlungsbedarf" gesehen wird und nicht mal das Rückgrat aufgebracht wurde, das vor laufender Kamera auch zu
begründen. Ulla Schmidt möchte der "Alternativ-Medizin einen höheren Stellenwert einräumen", wie sie neulich äußerte. Insofern muss man leider davon ausgehen, dass dieses Schweigen und auch der gesetzgeberische Totstellreflex hinsichtlich des HPrG von der Spitze des Ministerium gedeckt ist.
Bei den Dentisten, obwohl dies nicht ganz vergleichbar ist, da diese eine zwei- oder dreijährige geregelte Ausbildung durchlaufen mußten, wurde das schon vor langer Zeit durch eine Übergangsregelung erfasst, die eine zahnheilkundliche Tätigkeit ohne Studium ausschließt, siehe
Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde. "Zahnheilpraktiker" gibt es also nicht. Man muss sich ernsthaft an den Kopf greifen, dass bei den Zahnärzten solches nicht möglich ist, bei der Allgemeinmedizin jedoch schon. Ein verlorener Zahn ist ja auch wichtiger, als wenn man das Leben verliert.
Ein Skandal, wenn auch ein schon lange bekannter.Im Beitrag wurde auch von einem einseitig erblindeten Patienten berichtet, dessen Heilpraktikerin ihm von der sehkraftrettenden medikamentösen Behandlung eines Glaukoms abriet und stattdessen ihre unbelegte und unwirksame "Therapie" durch führte. In
diesem thread, Beitrag #24 wird die TV-Eigendarstellung von Heilpraktikern beschrieben, die vorgeben, genau solche Schäden nicht nur verhindern, sondern auch bereits eingetretene (aber immer bleibende) Schäden bei dieser Erkrankung HEILEN zu können. Wo so was enden kann, wenn man auf Behandler hört, die ihre Grenzen nicht kennen und die Grenzen der Natur angeblich nicht beachten müssen, denen aber vom Gesetzgeber auch zu wenige Grenzen aufgezeigt werden, sieht man dann. Oder vielmehr in diesem Fall nicht mehr. Es ist traurig und beschämend, dass das Wohl vieler Patienten als weniger wichtig erachtet wird als die freie Tätigkeit der 20.000 Heilpraktiker. Da müssen Regelungen und vor allem auch SANKTIONSmöglichkeiten her.