Doktor schrieb am 13. September 2007 um 13:09:Gehe mal davon aus, dass hier keine Menschen mit praktischen Erfahrungen ihren Beifall dem Materialismus geben.
Bleiben'S lieber stehn.
Die ersten zarten Pflänzchen des europäischen Materialismus waren im Hochmittelalter beim Franziskanermönch Roger Bacon zu erkennen, der darauf hinwies, dass man mit dem Idealismus (er nannte es Philosophie bzw. Theologie) kein Probleme lösen konnte.
Es hat lange gedauert, bis sich gegen heftigsten Widerstand der Kirche die Überzeugung durchgesetzt hat, dass die tragende Grundsubstanz aller Prozesse die Materie ist und nicht etwa Geister, Götter, Dämonen, und Meerjungfrauen. Und diese Erkenntnis, Dökterchen, nennt man Materialismus.
Es steht Ihnen schließlich frei, auf die Früchte der Arbeit der Materialisten zu verzichten; ziehen Sie sich in irgendwelche entfernten Wälder zurück, entleeren Sie sich hinter dem nächsten Baum, verzichten auf elektrischen Strom, Hygiene und all die Einrichtungen, die unser Leben zu verschönern können und predigen dort gehaltlose Worthülsen = Idealismus.
Code:Bei der Homöopathie, die selbst an Tierversuchen bewiesen wurde
Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber was kümmert einen ordentlichen Idealisten schon die Wirklichkeit.
Zitat:Die Blütezeit des Materialismus war Ende des 19. Jahrh
Sie leben in einer Scheinwelt.
Zitat:Zu meinen, es gäbe NUR Materie, nichts Geistiges, ist mit Verlaub geradezu DUMM
Es ist wohl eine Gesetzmäßigkeit im Verhalten vieler Menschen: je geringer die Bildung, desto lauter das Gebrüll.
Materialismus bedeutet, dass die Grundsubstanz aller Prozesse die Materie ist (s.o.). Geistiges entspringt dieser Grundsubstanz. Nicht mehr und nicht weniger.