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Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ? (Gelesen: 31714 mal)
Besserwisser
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Beiträge: 213

Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #30 - 07. November 2007 um 18:59
 
@ Pjotr

Sie und möglicherweise auch Andere missverstehen mich in der Tat. Ich bin auch Niemanden zugeneigt, noch grundsätzlich abgeneigt.
Das was ich geschrieben habe, wurde ja z.T. auch bestätigt. Es gibt auch zur Wissenschaft absolut keine Alternative, sonst entwickeln wir uns nicht weiter. Weiterhin bin ich davon überzeugt, da Sie von Ehre schreiben, dass es Ihnen ebenfalls zuwider sein dürfte, wenn Wissenschaft zu rein ökonomischen Zwecken missbraucht wird. Insofern besteht, so denke ich, Einigkeit.

Mit Mittel zum Zweck ist auch nicht Ihre Lehrerin gemeint. Ich denke das war nur ein Scherz.

Ihr vorheriger Beitrag war durchaus interessant.

Zitat: "Man kann heute bei vielen ein ganz großes Missverständnis beobachten bei dem, was sie unter Wissenschaft verstehen. Es wird oft keine Unterscheidung mehr getroffen zwischen etwas, was logisch klingt (und ev. auch ist) und der Realität."

Gerade der Passus "was logisch klingt und ev. auch ist. zeigt doch deutlich auf, dass Forschungsergebnisse von morgen, die Realität von heute auf den Kopf stellen kann. Es gibt unglaublich viele Phänomene, die heute noch nicht beweisbar sind. Deshalb kann man darüber nur theoretisieren, aber nichts beweisen, so lange die Wissenschaft das beweisbare Ergebnis nicht geliefert hat. Ich halte es einfach für fatal Vieles als falsch darzustellen, nur weil es noch nicht bewiesen ist.

Ihr Beispiel mit dem "ins Forum schreiben" trifft doch den Nagel. Nach dem wissenschaftlichen Stand vor 30 - 40 Jahren wäre jeder, der das damals behauptet hätte, als Spinner tituliert worden.

Konkret bedeutet das, dass möglicherweise in weiteren 30 - 40 Jahren Dinge normal sind, deren Geheimnisse bis dahin entschlüsselt werden. Vielleicht sind dabei auch Errungenschaften, worüber noch heute bedauernd der Kopf geschüttelt und als Unsinn abgestempelt wird. Egal zu welchen Ergebnissen man kommen sollte, Menschenleben geht immer vor Ökonomie. Das ist für mich als wissenschaftlicher Laie wichtig. Und sicherlich nicht nur mir.


Viele Grüsse vom Besserwisser
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Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #31 - 07. November 2007 um 21:08
 
Besserwisser schrieb am 07. November 2007 um 18:59:
@ Pjotr

Sie und möglicherweise auch Andere missverstehen mich in der Tat. Ich bin auch Niemanden zugeneigt, noch grundsätzlich abgeneigt.


Es gibt den etwas rüden Spruch: "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein."

Sie versuchen sich womöglich, aus dem ganzen Wirrwarr auszuklinken, indem Sie eine "neutrale" Position einzunehmen versuchen. Nur: Das funktioniert nicht. Man kann nicht "nicht kommunizieren", weil die "Nichtkommunikation" auch bereits wieder etwas kommuniziert.

Auch Sie können sich dem nicht entziehen. Man kann sich nicht außerhalb eines Systems stellen, welches einem die Bedingungen für einem selbst vorgibt.

Man kann das aber *glauben*, ohne Frage. Man hat dann halt permanent massive Probleme mit der Realität.

Zitat:
Das was ich geschrieben habe, wurde ja z.T. auch bestätigt. Es gibt auch zur Wissenschaft absolut keine Alternative, sonst entwickeln wir uns nicht weiter. Weiterhin bin ich davon überzeugt, da Sie von Ehre schreiben, dass es Ihnen ebenfalls zuwider sein dürfte, wenn Wissenschaft zu rein ökonomischen Zwecken missbraucht wird. Insofern besteht, so denke ich, Einigkeit.


Alles Handeln des Menschen hat letztlich ökonomische Zwecke. Und die Wissenschaft erst recht. Nicht der "Philosoph", der fragt, ob alles gleichzeitig richtig sein kann bewegt was, sondern nüchterne Wissenschaftler wie z.B. Norman Borlaug, welcher z.B. die Voraussetzungen dafür geschaffen hat, dass wir heute (theoretisch) alle was zu essen haben, trotz 6 Milliarden und ohne alle Wälder zu roden.

Zitat:
Mit Mittel zum Zweck ist auch nicht Ihre Lehrerin gemeint. Ich denke das war nur ein Scherz.


Meinerseits nicht. Natürlich ist die Lehrerin ein Mittel zum Zweck. Der Zweck ist die Ausbildung. Dass man diesen Menschen trotzdem schätzen und mögen kann, das passt eben nicht in ihr komisches Weltkonstrukt.

Zitat:
Gerade der Passus "was logisch klingt und ev. auch ist. zeigt doch deutlich auf, dass Forschungsergebnisse von morgen, die Realität von heute auf den Kopf stellen kann. Es gibt unglaublich viele Phänomene, die heute noch nicht beweisbar sind. Deshalb kann man darüber nur theoretisieren, aber nichts beweisen, so lange die Wissenschaft das beweisbare Ergebnis nicht geliefert hat. Ich halte es einfach für fatal Vieles als falsch darzustellen, nur weil es noch nicht bewiesen ist.


Das ist die klassische Esoterikerargumentation: Nur weil man nichts sicher weiß und ich noch viel weniger weiß, bin ich mir ganz sicher, dass ich es besser weiß.

Nachdem unser Leben endlich ist, kommt man nicht umhin, Standpunkte zu beziehen, will man handelnd in das Leben eingreifen. Man kann natürlich auch so tun, als gehe einem das alles nichts an. Das ist aber albern, auch Esoterik genannt: Die Welt ist, was ich denke und der Rest geht mich nichts an.

Sie sollten sich mal ganz grundsätzlich mit der Epistemologie auseinandersetzten, sonst ist das hier zwecklos.

Zitat:
Ihr Beispiel mit dem "ins Forum schreiben" trifft doch den Nagel. Nach dem wissenschaftlichen Stand vor 30 - 40 Jahren wäre jeder, der das damals behauptet hätte, als Spinner tituliert worden.


Halthalt. Das eine ist, dass unsere Phantasie nur sehr begrenzt ist, das andere ist, dass Behauptungen, die unsere bisherigen Beschreibungen der Natur auf den Kopf stellen, etwas ganz anderes ist.

Wer z.B. behauptet, wir würden in 50 Jahren mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen, den halte ich für einen ignoranten Idioten, wer behauptet, wir würden uns in 50 Jahren per Implantat im Kopf über große Distanzen unterhalten können, dem würde ich nicht wirklich glauben, aber ihm keine Idiotie unterstellen.

Der Unterschied zwischen beidem ist: Im einem Fall würde alles, was wir an Naturgesetzen beschrieben haben zu Staub, im anderen ist es einfach nur schwer denkbar, aber nicht "unmöglich".

Zitat:
Konkret bedeutet das, dass möglicherweise in weiteren 30 - 40 Jahren Dinge normal sind, deren Geheimnisse bis dahin entschlüsselt werden. Vielleicht sind dabei auch Errungenschaften, worüber noch heute bedauernd der Kopf geschüttelt und als Unsinn abgestempelt wird. Egal zu welchen Ergebnissen man kommen sollte, Menschenleben geht immer vor Ökonomie.


Wie ideologisch/unreflektiert Sie denken, geht aus dem letzten Satz hervor: Wer sollte bitte von einer Ökonomie profitieren, wenn es keine Menschen mehr gibt?

Ökonomie beschreibt lediglich das Zusammenleben von Menschen: Tust Du was für mich, tu ich was für dich.

Zitat:
Das ist für mich als wissenschaftlicher Laie wichtig. Und sicherlich nicht nur mir.


Niemand, der lesen und schreiben kann wie Sie ist gezwungen, wissenschaftlicher Laie zu bleiben.

Ich bin übrigens kein Wissenschaftler.

Gruß,
Pjotr
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Besserwisser
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Beiträge: 213

Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #32 - 08. November 2007 um 16:17
 
Zitat: "Das ist die klassische Esoterikerargumentation: Nur weil man nichts sicher weiß und ich noch viel weniger weiß, bin ich mir ganz sicher, dass ich es besser weiß."


Ich kann nichts besser wissen, da ich keine wissenschaftliche Ausbildung besitze und demzufolge auch keinen Gegenbeweis antreten kann. Nach Ihrer Definition sind alle Menschen, die nicht in der Wissenschaft tätig oder ausgebildet sind Esoteriker, weil Sie letztlich alles glauben sollen oder auch nicht, was ihnen vorgesetzt wird.

Ursprünglich wurde Esoterik wie folgt definiert (aus Wikipedia)

"Esoterik (von altgriechisch ἐσωτερικός esoterikós „innerlich“) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs die Lehre oder Wissenschaft des Geheimen oder (zunächst) Verborgenen"

"(zunächst) verborgen" bedeutet aber letztlich, dass etwas da sein kann, was jedoch noch nicht bewiesen ist.
Nach dieser Definition ist ein Wissenschaftler so lange ein Esoteriker, bis er den Beweis für das "Verborgene" gefunden hat. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es Esoterik und erst dann Wissenschaft, weil dann das beweisbare Ergebnis vorliegt. Somit würde es, ohne Esoterik im ursprünglichen Sinne, auch keine Wissenschaft geben, denn was nützt der Glaube alleine, wenn der Beweis fehlt.

Nur leider ist die Beweisführung oft nur ein Etappenziel. Denn ständig überholen sich wissenschaftliche Ergebnisse, weil weiter geforscht wird und neue Resultate ans Tageslicht gebracht werden, die man vorher oftmals nicht für möglich gehalten hat.

Ich glaube als Nicht-Wissenschaftler z.B. daran, dass es eines Tages einen Mikrochip geben wird, der nach der Geburt eingepflanzt wird und permanent alle Körperfunktionen überwacht und Defizite aufzeichnet, die beim Arztbesuch "ausgelesen" werden können, um
dann gezielt therapieren zu können.

Sicherlich z.Zt. noch esoterisches Geschwafel, aber vielleicht kommt ja alles mit der Zeit.




Viele Grüsse vom Besserwisser






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Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1735

Geschlecht: male
Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #33 - 08. November 2007 um 16:33
 
Sie schon wieder  Ärgerlich

Besserwisser schrieb am 08. November 2007 um 16:17:
Nur leider ist die Beweisführung oft nur ein Etappenziel. Denn ständig überholen sich wissenschaftliche Ergebnisse, weil weiter geforscht wird und neue Resultate ans Tageslicht gebracht werden, die man vorher oftmals nicht für möglich gehalten hat.

Ich glaube immer noch an das Gute im Menschen, deshalb: Wir gehen alle (ausgenommen die Esos) davon aus, dass die Erde kugelähnlich ist. Wissenschaftlich kann es aber sein, dass wir eines Tages entdecken, dass unser Globus die Form einer Banane hat.

Da aber sehr viele Belege für die Kugelgestalt sprechen, können wir getrost annehmen: die Erde hat in etwa eine Kugelform. Wissenschaftlich korrekt ist diese Annahme aber nicht.

Haben Sie das verstanden?


Ihr Hinweis auf die altgriechische Sprache: lassen Sie das oder: Schuster bleib bei deinen Leisten.
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Sildenafil
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Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #34 - 08. November 2007 um 20:32
 
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Robert Koch
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Charles Darwin
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Alexander Fleming

Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft?
Manchmal sollte man einfach seinen Mund halten und ehrfürchtig schweigen.
Sildenafil[reason]Links als solche gekennzeichnet[/reason]
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« Zuletzt geändert: 09. November 2007 um 07:54 von Forum Admin »  
 

 
Sildenafil
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Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #35 - 08. November 2007 um 20:55
 
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Christiane Nüsslein-Volhard
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Schau-ma-amoi
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Geschlecht: male
Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #36 - 09. November 2007 um 13:36
 
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Besserwisser
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Beiträge: 213

Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #37 - 09. November 2007 um 14:36
 
Stimmt,  Schau ma amoi.

Das waren allesamt wirkliche Größen in einer Zeit, wo der Verfall von Werten noch nicht so offensichtlich war.
Vielleicht hätte ich das Thema anders benennen sollen. Z.B.: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft in der heutigen Zeit.



Viele Grüsse vom Besserwisser
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elf
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Beiträge: 5236

Geschlecht: male
Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #38 - 09. November 2007 um 14:41
 
Besserwisser schrieb am 09. November 2007 um 14:36:
Stimmt,  Schau ma amoi.
Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft in der heutigen Zeit.


Antwort:
Hervorragende Glaubwürdigkeit, gerade heute.
Siehe die von Schau ma amoi erwähnte
Christiane Nüsslein-Volhard

...und die anderen heutigen Wissenschaftler.

Wie blöd muss man sein, um nichtswissend sturheil Quatsch ins Forum zu setzen?
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ama
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Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #39 - 09. November 2007 um 14:46
 
>Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft in der heutigen Zeit.

Wie glaubwürdig sind die WissenschaftsKRITIKER!?

ama

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