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Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ? (Gelesen: 32100 mal)
Besserwisser
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Beiträge: 213

Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
05. November 2007 um 15:42
 
In vielen Threads diesen wissenschaftliche Studien als Argumentationshilfe, um den Unsinn vieler Beiträge zu widerlegen. Ein Nicht-Wissenschaftler kann diese Aussage weder inhaltlich noch logisch prüfen, widerlegen oder  gar zustimmen. Oft entwickeln sich daraus endlose Diskussionen, die z.T. auch beleidigend ausarten.

Ich habe folgende Aussage auf der Website: http://www.muenster.de/~bkmt/betrug.htm gefunden.

Zitat: ""US-Studie: Ein Drittel der Wissenschaftler verhält sich wissenschaftlich unredlich (dom.) Im Rahmen einer US-amerikanischen Untersuchung der Forschungsstiftung Gesundheitspartner bekannte jeder dritte Wissenschaftler, sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich unredlich verhalten zu haben. Dies berichtet die Zeitschrift „nature“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Anonym befragt wurden 7.000 Wissenschaftler aus der Biomedizin. Die Rücklaufquote betrug über 50 Prozent. Jeder dritte gab zu, in den vergangenen Jahren mindestens eines der „Top-Ten-Vergehen“ begangen zu haben, die die Autoren der Studie in ihrem Fragebogen aufgelistet hatten. Fälschungen eigener Daten gab weniger als jeder 300. Befragte zu, Plagiate gestand etwa jeder 70. ein. Mehr als jeder siebte gab dagegen an, auf Druck eines Geldgebers schon einmal Methode oder Resultate seiner Forschungsarbeit verändert zu haben. Ähnlich häufig wurden „unpassende“ Daten in eigenen Studien unter den Tisch fallen gelassen oder über fragwürdige Daten in den Arbeiten von Kollegen hinweggesehen."

Die auf dieser Webseite aufgeführte Linkliste ist schon sehr interessant. Dürfte aber, wie fast überall, nur die Spitze des Eisbergs beleuchten.

Unter diesem Aspekt leidet sicherlich auch die allgemeine Glaubwürdigkeit der Wissenschaft an sich. Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?


Viele Grüsse vom Besserwisser
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Sildenafil
Ex-Mitglied





Wer weiß es besser?
Antwort #1 - 05. November 2007 um 15:56
 
Besserwisser schrieb am 05. November 2007 um 15:42:
Unter diesem Aspekt leidet sicherlich auch die allgemeine Glaubwürdigkeit der Wissenschaft an sich. Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?
Viele Grüsse vom Besserwisser

Wie wär´s denn mit Vertrauen in die Verkäufer von dubiosen Produkten, Vertrauen in die Anbieter von unwirksamen Heilverfahren, Vertrauen in die Werbung, Vertrauen in Herstelleraussagen?
Am Besten, man fragt jemanden, der Ahnung hat und der sein Wissen unentgeltlich ohne finanzielle Eigeninteressen zur Verfügung stellt, rein aus Sportsgeist.
Das Ökotest-Onlineforum ist bei bestimmten Fragen keine schlechte Adresse dafür.
Oder man weiß sowieso schon alles besser. Dann braucht man niemanden zu fragen.

Sildenafil
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ama
Ex-Mitglied





Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #2 - 05. November 2007 um 16:00
 
>In vielen Threads diesen wissenschaftliche Studien als Argumentationshilfe, um den Unsinn vieler
>Beiträge zu widerlegen. Ein Nicht-Wissenschaftler kann diese Aussage weder inhaltlich noch
>logisch prüfen, widerlegen oder  gar zustimmen.

Übersetzt: Wissenschaft nützt nichts, weil sie keiner versteht.


>Oft entwickeln sich daraus endlose Diskussionen, die z.T. auch beleidigend ausarten.

Dann sollen die Credophilen eben nicht pöbeln! Schon ist das Problem gelöst. Smiley



>Ich habe folgende Aussage auf der Website: http://www.muenster.de/~bkmt/betrug.htm gefunden.

Übersetzt: bkmt =
"Berufsverband für Kunst-, Musik- und Tanztherapie
Europäischer Dachverband für künstlerische Therapien gem. e. V. "

Das ist also eine Gruppe, die mit reiner Wissenschaft wenig zu tun hat. Und die soll hier als Rammbock dienen. So, so... Smiley


>Zitat: ""US-Studie: Ein Drittel der Wissenschaftler verhält sich wissenschaftlich unredlich (dom.) "

Dann muß man die eben rauswerfen. Genauso, wie man die Pfuscher in der Ärzteschaft rauswerfen muß. Sag ich schon lange. Smiley


>Die auf dieser Webseite aufgeführte Linkliste ist schon sehr interessant. Dürfte aber, wie fast
>überall, nur die Spitze des Eisbergs beleuchten.

Ja, natürlich, man sieht immer nur einen Teil. Das gilt aber erst recht für den Riesenschwindel, den die Heilpraktiker und andere Herrschaften abziehen, denn DEREN Methoden sind, von extrem wenigen Ausnahmen abgesehen, nichts als Schwindel!

Zitat aus http://www.ariplex.com/ama/ama_aamt.htm :
  • [1] Irisdiagnostik ist Schwindel
  • [2] Homöopathie ist Schwindel
  • [3] "Bachblütentherapie" ist Schwindel
  • [4] "Schüsslersche Biochemie" ist Schwindel
  • [5] "Spagyrik" ist Schwindel
  • [6] "Entgiftung" ist ein Schlagwort zum Vermarkten von Schwindel
  • [7] Aderlaß ist eine Folter- und Mordmethode des Mittelalters
  • [8] Baunscheidtbehandlung ist Körperverletzung
  • [9] bioenergetische Verfahren sind Schwindel
  • [10] Kinesiologie ist Schwindel
  • [11] "Eigenblutinjektionen" sind gefährlich und meist nur ein Herumgepansche. Alles, was mit Blut zusammenhängt, gehört in die Hand eines erfahrenen Arztes, und ganz bestimmt nicht in Dilletantenhände!
  • [12] "Neurolinguistisches Programmieren (NLP)" ist Schwindel
  • [13] Hypnose ist eine gefährliche Angelegenheit und erfordert eine sehr fundierte Ausbildung, wie sie nur ein Arzt hat!
  • [14] Reiki ist Schwindel
  • [15] Craniosacral-"Arbeit" ist gefährlicher Schwindel
  • [16] Autogenes Training ist gefährlich und darf nur von besonders ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden
  • [17] Psychoenergetik ist Schwindel


Ein Verfahren greife ich exemplarisch heraus: das "Kantaridenpflaster", einen der vielen Fälle aus dem Gruselkabinett.


>Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?

Gute Frage. Antwort: Heilpraktikern auf jeden Fall schon mal gar nicht!

ama

(über Was die Pfuscher mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser)
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Godesberg
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Beiträge: 2310

Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #3 - 05. November 2007 um 16:05
 
Besserwisser schrieb am 05. November 2007 um 15:42:


Unter diesem Aspekt leidet sicherlich auch die allgemeine Glaubwürdigkeit der Wissenschaft an sich. Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?


Viele Grüsse vom Besserwisser



Kennen Sie eine Alternative?

Wenn ich mich umschaue bin ich mit dem was uns die Wissenschaft beschert hat sehr zufrieden. Im (finstren) Mittelalter spielte die Wissenschaft keine große Rolle, in dieser Zeit hat die Menschheit nur sehr geringe Fortschritte gemacht. Die Aufklärer mussten sich mangels anderer Vorbilder auf die Gelehrten der Antike beziehen die 2000 Jahre früher gewirkt haben.

Jedes System in dem Menschen arbeiten ist anfällig für menschliche Fehler und Schwächen. Es ist das Wesen der Wissenschaft diesen Faktor zu minimieren. Das ist fast schon ein Selbstzweck.
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1735

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Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #4 - 05. November 2007 um 16:19
 
Besserwisser schrieb am 05. November 2007 um 15:42:
In vielen Threads diesen wissenschaftliche Studien als Argumentationshilfe, um den Unsinn vieler Beiträge zu widerlegen. Ein Nicht-Wissenschaftler kann diese Aussage weder inhaltlich noch logisch prüfen, widerlegen oder  gar zustimmen. Oft entwickeln sich daraus endlose Diskussionen, die z.T. auch beleidigend ausarten.


Das ist inhärent.

Wissenschaft ist nichts als eine relativ sichere Methode, um Aussagen an der Realität zu überprüfen. Nicht mehr und nicht weniger.

Zitat:
Ein Drittel der Wissenschaftler verhält sich wissenschaftlich unredlich

Eben.
Das war ein wesentlicher Grund, warum "Wissenschaft" entstanden ist: um den Fehler des Kollegen zu überführen. Wissenschaft ermöglicht nämlich die objektive Überprüfung.

Zitat:
Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?

Es gibt keine Alternative. Wie Sie sich selbst überzeugen können, funktioniert dieses System. Ansonsten könnten Sie etwa hier nicht schreiben. Diese Technik ist das Ergebnis wissenschaftlicher Tätigkeit. So einfach. Es bleibt Ihnen unbenommen, es mit Rauchzeichen zu probieren.



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elf
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Beiträge: 5296

Geschlecht: male
Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #5 - 05. November 2007 um 17:21
 
Besserwisser schrieb am 05. November 2007 um 15:42:
 Wem soll man heute überhaupt noch vertrauen können ?


Mir

Ich bin kein Heilpraktiker.
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„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“   (Ziya Gökalps)
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Besserwisser
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Beiträge: 213

Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #6 - 06. November 2007 um 10:26
 
Meine Damen und Herren,

hier geht es nicht um Fehler, die zweifelsfrei menschlich sind.
Hier geht es um:

Zitat: "Mehr als jeder siebte gab dagegen an, auf Druck eines Geldgebers schon einmal Methode oder Resultate seiner Forschungsarbeit verändert zu haben."

Hier wird also massiv unter dem Deckmantel der Wissenschaft belogen und betrogen, nur um den Geldgeber die Taschen zu füllen. Hinzu kommt, dass die Überprüfung wissenschaftlicher Ergebnisse enorm kostenaufwendig und zeitintensiv ist.
Inwieweit vorsätzlich die Gesundheit von Menschen dabei aufs Spiel gesetzt wird, steht auf einem anderen Tablett.

Man sollte sich davor hüten, etwas zu verherrlichen, was dermassen profitgesteuert ist und erst einmal vor der eigenen Türe kehren.
Technische Errungenschaften bereichern das Leben. Der Rest muss sich daran messen lassen, was er produziert und bewirkt.

Das Thema ist zu brisant, als dass es polemisiert werden sollte.



Viele Grüsse vom Besserwisser
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elf
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Beiträge: 5296

Geschlecht: male
Re: Wie glaubwürdig ist die Wissenschaft ?
Antwort #7 - 06. November 2007 um 10:35
 
Besserwisser schrieb am 06. November 2007 um 10:26:
Meine Damen und Herren,
Das Thema ist zu brisant, als dass es polemisiert werden sollte.

1. Hier sitzen nicht Ihre Damen und Herren
2. Warum polemisieren Sie?
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Sildenafil
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Was will der Besserwisser?
Antwort #8 - 06. November 2007 um 10:56
 
Besserwisser schrieb am 06. November 2007 um 10:26:
Zitat: "Mehr als jeder siebte gab dagegen an, auf Druck eines Geldgebers schon einmal Methode oder Resultate seiner Forschungsarbeit verändert zu haben."
Hier wird also massiv unter dem Deckmantel der Wissenschaft belogen und betrogen, nur um den Geldgeber die Taschen zu füllen.

Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing. Das ist nicht neu. Sie müssen zwischen unabhängiger Grundlagenforschung und firmenfinanzierter Forschung zur Produktentwicklung unterscheiden.
Der massive Lug und Trug erschließt sich keineswegs zwingend aus Ihrem Zitat.
Zitat:
Hinzu kommt, dass die Überprüfung wissenschaftlicher Ergebnisse enorm kostenaufwendig und zeitintensiv ist.

Nicht nur das, dazu braucht man Köpfchen und eine vernünftige Ausbildung. Außerdem können die Firmen das, nachdem sie sich die Taschen gefüllt haben, locker aus der Portokasse zahlen. Zwinkernd
Zitat:
Inwieweit vorsätzlich die Gesundheit von Menschen dabei aufs Spiel gesetzt wird, steht auf einem anderen Tablett.
Man sollte sich davor hüten, etwas zu verherrlichen, was dermassen profitgesteuert ist und erst einmal vor der eigenen Türe kehren.

Meinen Sie Hausgeburten?
Zitat:
Technische Errungenschaften bereichern das Leben.
Der Rest muss sich daran messen lassen, was er produziert und bewirkt.
Das Thema ist zu brisant, als dass es polemisiert werden sollte.
Viele Grüsse vom Besserwisser

Was soll dieser Abschnitt bedeuten? Fassen Sie doch bitte mal Ihre Gedanken in klare Worte und beziehen Sie klar Stellung. Das ist Geschwurbel.
Sildenafil
P.S.
Welche Wissenschaft können Sie nicht leiden: Chemie, Physik, Biologie, Mathematik?
Wie waren Ihre Noten in diesen Fächern? Zwinkernd
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Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1735

Geschlecht: male
Re: Was will der Besserwisser?
Antwort #9 - 06. November 2007 um 11:17
 
Zitat:
Welche Wissenschaft können Sie nicht leiden: Chemie, Physik, Biologie, Mathematik?
Wie waren Ihre Noten in diesen Fächern? Zwinkernd

Laut lachend
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