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Esoterik statt Physik ? (Gelesen: 113152 mal)
Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1735

Geschlecht: male
Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #20 - 28. Februar 2008 um 07:28
 
besucher schrieb am 27. Februar 2008 um 23:29:
Das was sie als Einheit erleben ist in Wahrheit ein ganzes Bündel an Hirnfunktionen, die auf verschiedenen Ebenen integriert werden.


So ist es, unser Bewusstsein ist eine Emergenz.
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Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1735

Geschlecht: male
Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #21 - 28. Februar 2008 um 07:32
 
Keenacat schrieb am 27. Februar 2008 um 23:38:
Lieber Thomas,
Woher kommt eigentlich diese Angewohnheit, "Materie" grundsätzlich als etwas Profanes und Bedeutungsloses zu betrachten? Ich kann das so garnicht nachvollziehen. Der Körper ist ein unglaublich komplexes Gebilde, man möchte kaum glauben welche Fähigkeiten diese vielgeschmähte Zusammenballung von Materie hat, auch völlig unbewusst und "geistlos". Jede Sekunde erfüllt unser Köper unzählige Aufgaben, die ganz unreguliert von unserem ach-so-bedeutungsvollen Verstand in schönster und bis ins Detail unglaublich genauer Harmonie unser Leben ermöglichen. Das zeigt sich jedesmal höchst eindrucksvoll, wenn ein Teil der Materie ausfällt.
"Nur eine komplexe Zusammenballung von Materie"... Das muss ein schlechter Scherz sein. Wenn Ihnen Ihre Materie den Dienst versagt, dann sind "Geist" und "Verstand" dahin. Wenn die blöden kleinen Neurone, die da sinnlos in Ihrem Schädel herumfunken, durch irgendwelche unguten Umstände in Mitleidenschaft gezogen werden, streben Sie im Zweifelsfall nach garnichts mehr.


Religion und philosophischer Idealismus vernebeln eben das Gehirn. Es ist nun mal einfacher, sich mit "Religion und Philosophie zu beschäftigen", also zu plaudern, als sich naturwissenschaftliche Kenntnisse anzueignen.
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Thomas-Logemann
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Beiträge: 366

Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #22 - 28. Februar 2008 um 12:41
 
Alöso.... Ich betrachte Materie grundsätzlich NICHT als Bedeutungslos! Ohne das Zusammenspiel komplexer Materiestrukturen - würd`ich wohl kaum im Büro sitzen und andere komplexe Materiestrukturen mit meinen materiellen Strukturen bearbeiten (sprich: mit meinen Wurstfingern im ein-Finger-Suchsystem auf der Tastatur `rumkloppen... Laut lachend Laut lachend Laut lachend). Ich gehe aber davon aus, das es mehr gibt als Materie - die Psychologen nennen es Geist, die Theologen Seele. Ich sehe keinen tatsächlichen Beweis dafür, das eine Persönlichkeitsausprägung "nur" aus dem Zusammenspiel von microelektrischen Impulsen in Neuronen und Nervenbahnen beruht. Ebensowenig kann ich natürlich die Existenz einer Seele mit "Geräten"  oder wissenschaftlichen Analysen beweisen.

Wenn wir die uns bekannte Evolution zurück verfolgen, kommen wir irgendwann zwangläufig auf die Frage, wie "alles" anfing - den Urknall. Und wenn wir hier weiter fragen - stellen wir fest, das wir den Impuls, der den Urknall hervorgerufen hat, nicht erklären können. Menschen mit religiösem Hintergrund sagen "Ganz einfach, das war Gott"; Menschen mit einem eher materialistischem Hintergrund fragen da nach dem Beweis der Existenz eines Gottes - beide, Religiöse wie Atheisten stehen vor dem Problem, das sie die Existenz oder Nicht-Existenz eines Gottes nicht beweisen können. Letztlich ist es eine Sache des persönlichen Empfindens.

Ich gehöre einer Religion an, die u.a. die Einheit von Religion und Wissenschaft lehrt. Dabei ist es meiner Auffasuung nach KEINE Einheit, wenn - wie im Mittelalter - die Religion die Wissenschaft dominiert; es ist natürlich auch keine Einheit, wenn die Wissenschaft die Religion aufgrund deren vergangener Fehler negiert.

Icg gebe hier mal ein kleines Beispiel: Die Wissenschaft hat ziemlich genau herausgefunden, wiviele Jahre seit dem Urknall vergangen sind. Aus wissenschaftlicher Sicht ist also die Schöpfungsgeschichte der Genesis (Altes Testament) ein nettes Märchen. Nun  lassen Sie uns doch mal annehmen, es gäbe eine schöpferische Kraft im Universum. Ob wir die Kraft als "Gott/Allah/Jhwe/Brama/Manitou" oder wie auch immer bezeichnen, ist dabei völlig egal. Nun nehmen wir mal weiterhin an, dass diese schöpferische Kraft über den Begriffsverständnissen des Menschen steht; Zeit und Raum, die Begrenzungen unserer Existenz, spielen für die schöpferische Kraft keine Rolle. Dann könnten wir die Genesis anders lesen: 7 Tage der Schöpfungsgeschichte entsprächen dann nicht dem Zeitmass des Menschen, sondern wären mit 7 Stadien der kosmischen und evolutionären Entwicklung gleichzusetzen - und schon haben wir keinen Widerspruch mehr zwischen den physikalischen Erkenntnissen und dem Märchen des Alten Tetamentes. Diese 7 Stadien oder 7 Zeitabschnitte können nach menschlichem Mass und wissenschaftlicher Erkenntnis einem Zeitraum von 15 Milliarden irdischer Jahre entsprechen - oder mehr; ich könnte mir gut vorstellen, dass das Universum älter ist als wir es bisher berechnet haben.

Die Religionen der Welt berichten von "Ewigkeit" - ein "Zeitmass", das für uns nicht vorstellbar ist. Nun lassen Sie uns mal annehmen, wir würden versuchen "Ewigkeit" graphisch darzustellen: "Ewigkeit hat keinen Anfang und kein Ende - welcher geometrische Körper in einer Darstellung hat kein Anfang und kein Ende?: Eine Kugel.
Die Wissenschaft sagt uns, es gab einen Urknall und kann diese Aussage auch beweisen. Die Religion spricht von einer "Ewigkeit" ohne Anfang und Ende - auf den ersten Blick ein Widerspruch. Wenn wir jetzt aber bildlich gesehen unsere Vorstellung ändern und die Ausdehnung des Universums nicht linear betrachten, sondern annehmen, dass das Universum eine "Kugel" ist, auf deren "Oberfläche" die Milliarden bekannter und unbekannter Galaxien auseinanderstreben, dann könnten wir auch annehmen, dass diese "Universendrift" in der Aktion vergleichbar ist mit dem Kontinentaldrift unserer Erdoberfläche. Das wiederum würde logischerweise bedeuten, dass die jetzt auseinanderdriftenden Galaxien auch irgendwann mal "auf der anderen Seite" der Kugeloberfläche "Universum" wieder zusammenstossen - mit dem nächsten "Big-Bang". Und schon haben wir eine räumliche Vorstellung von "Ewigkeit"....

Die Betrachtungsstandpunkte, die wir einnehmen, sind Grund für Dissonanz und Uneinigkeit. Wenn wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln diese Dissonanz nicht in Harmonie verwandeln können - müssen wir unseren Betrachtungsstandpunkt ändern. NICHT nach dem Motto: "...und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag`ich Dir den Schädel ein..." - da wäre missionieren, bekehren; eine Vergewaltigung des Geistes. Sondern eher nach dem Motto: "Lass`uns doch mal nachsehen, ob wir bei aller Verschiedenheit nicht einen gemeinsamen Nenner finden".
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elf
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #23 - 28. Februar 2008 um 12:52
 
Thomas-Logemann schrieb am 28. Februar 2008 um 12:41:
A  "Lass`uns doch mal nachsehen, ob wir bei aller Verschiedenheit nicht einen gemeinsamen Nenner finden".


Also, wenn 2 mal 2 vier ergibt, muss ich keinen gemeinsamen Nenner suchen bei Leuten, die mir solchen Quatsch erzählen, dass es vielleicht auch mal fünf sein könnten.

Ihr Vortrag ist Sülze.
Vergammelte Sülze.
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Kawarimono
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #24 - 28. Februar 2008 um 12:56
 
Thomas-Logemann schrieb am 28. Februar 2008 um 12:41:
"Lass`uns doch mal nachsehen, ob wir bei aller Verschiedenheit nicht einen gemeinsamen Nenner finden".


Wozu?


Kawarimono
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Thomas-Logemann
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #25 - 28. Februar 2008 um 13:10
 
A ja, Gemeinsamkeiten finden (wollen) ist also "Sülze" und ruft die Frage nach dem "Wozu" auf....

Na, dann schlagt mal weiter schön die Schädel derjenigen ein, die nicht eure Brüder sein wollen... Auf auf zum nächsten Krieg - mit Reden und Schreiben fangen wir an, mit Knüppeln, Handgranaten und Atombomben hören wir auf....

Ich dachte immer, gebildete Leute wüssten und verstünden etwas vom Humanismus.....
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Hema
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #26 - 28. Februar 2008 um 13:16
 
Thomas-Logemann schrieb am 28. Februar 2008 um 12:41:
Ich gehöre einer Religion an, die u.a. die Einheit von Religion und Wissenschaft lehrt.


Bahai oder Scientologe?

Als "Einheit von Religion und Wissenschaft" ist Naturwissenschaft nicht vorstellbar. Das ist das Ende der Naturwissenschaft, weil Wissenschaft und Religion ganz gegensätzliche Methoden haben.

Das gibt Stillstand, Unfug oder Unheil, je nach Vorbedingungen, aber nichts Gutes.



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elf
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Beiträge: 5239

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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #27 - 28. Februar 2008 um 14:02
 
Thomas-Logemann schrieb am 28. Februar 2008 um 13:10:
1.  Gemeinsamkeiten finden (wollen) ist also "Sülze"  
2. gebildete Leute wüssten und verstünden etwas vom Humanismus.....

1. Falsch gelesen, nicht verstanden: IHR VORTRAG ist Sülze.
2. Ihr Humanismus-Begriff ist fehlerhaft, sonst würden Sie Leuten nicht empfehlen, mit medizinischen Problemen zu darin nicht ausgebildeten Pfuschern zu gehen.
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Sildenafil
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #28 - 28. Februar 2008 um 14:16
 
@Tom-Log
Jetzt mal was zum Nachdenken von mir, sehen Sies als Analogie:
Zitat:
"An einem Tisch saß, von einer Menge Leute umringt, eine Prinzessin Soundso von Dänemark, und ich sah dort einen leeren Stuhl und setzte mich dazu.
Sie wandte sich zu mir und sagte: "Oh! Sie sind einer der Nobelpreisträger. Auf welchem Gebiet arbeiten Sie?"
"Auf dem Gebiet der Physik", sagte ich.
"Oh. Nun, davon versteht niemand etwas, so daß wir uns wohl nicht darüber unterhalten können."
"Im Gegenteil", antwortete ich . "Wir können uns deshalb nicht über Physik unterhalten, weil jemand etwas davon versteht. Es sind die Dinge, von denen niemand etwas versteht, über die wir diskutieren können. Wir können über das Wetter reden; wir können über soziale Probleme reden; wir können über Psychologie reden; wir können über das internationale Geldwesen reden - über den Goldtransfer können wir nicht reden, denn den hat man verstanden - es sind also Themen, über die niemand etwas weiß, über die wir uns alle unterhalten können!"
Ich weiß nicht wie sie`s machen. Irgendwie können sie auf ihrem Gesicht Eis entstehen lassen. Und das tat sie! Sie wandte sich von mir ab, um mit jemand anderem zu sprechem." Soweit Feynman auf der Seite 410 von "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!"


Wir können diskutieren, wieviele Engel auf eine Nadelspitze passen, kein Problem.
Wir können uns unterhalten, ob die Hölle exotherm oder endotherm ist.

Heilpraktikermethoden sind Quack, dieser Meinung ist übrigens auch das Universum. Die Natur schert sich nicht um Weltbilder.
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AnneS
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Re: Esoterik statt Physik ?
Antwort #29 - 28. Februar 2008 um 14:23
 
Zitat:
Wir können uns unterhalten, ob die Hölle exotherm oder endotherm ist.



http://www.lustigestories.de/stories/hoelle_chemie.php

Zitat:
Ist die Hölle exotherm oder endotherm?

Nachfolgend eine Prüfungsfrage aus einer Zwischenprüfung im Fach Chemie an der Universität von Washington. Die Antwort eines Teilnehmers war "so profund", dass der Professor Sie via Internet mit Kollegen in der ganzen Welt teilen wollte. Und darum haben auch wir die Freude, daran teilhaben zu dürfen.


Bonus-Frage:
Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme aufnehmend)?

Die meisten Studenten untermauerten Ihre Antwort, indem Sie das Boyle-Mariotte-Gesetz heranzogen ("Das Volumen und der Druck eines geschlossenen Systems sind voneinander abhängig", d.h. Gas kühlt sich ab, wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression).

Einer aber schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die "zur Hölle fahren" und die Rate derjenigen, die sie verlassen. Ich denke, wir sind darüber einig, dass eine Seele, einmal in der Hölle, diese nicht wieder verlässt.
Wir stellen also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen.
Um festzustellen, wie viele Seelen hinzukommen, sehen wir uns doch mal die verschiedenen Religionen auf der Welt heute an. Einige dieser Religionen sagen, dass, wenn man nicht dieser Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der Welt mehr als eine Religion mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden.
Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt. Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, danach dem Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleich bleibender Temperatur und Druck das Volumen proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seelen ansteigen muss. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten:

1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert.

2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert.


Zur Lösung führt uns der Ausspruch meiner Kommilitonin Teresa: "Eher friert die Hölle ein, bevor ich mit dir ins Bett gehe...“ Da ich bis heute nicht dieses Vergnügen mit Teresa hatte (und wohl auch nie haben werde), muss Aussage 2 falsch sein, was uns zur Lösung bringt:
Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.

Der Student bekam als einziger Prüfungsteilnehmer die volle Punktzahl...




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