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Info: ÖKO-TEST Nahrungsergänzungsmittel (Gelesen: 75212 mal)
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Info: ÖKO-TEST Nahrungsergänzungsmittel
15. Juli 2008 um 21:29
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST Kompakt Vitamine
Rubrik: Magazin

Teures Geld für wenig Nutzen

Vitamine sind gesund, Mineralstoffe auch. Da kann eine kleine Extraportion nur guttun. Die Pharmabranche nimmt Milliarden mit Vitaminprodukten und Pflanzenextrakten ein. Dabei verspricht sie viel und kann wenig beweisen. Sinnvoll sind die Präparate nur in wenigen Fällen.

Die Werbeaussagen klingen verlockend: "Glänzende Haare" mit Biotinpräparaten, ACE-Vitamine als "aktiver Zellschutz", Magnesium "für entspannte Nerven", Zink als "Erkältungsschutz". Die Hersteller der Pillen, Pulver, Kapseln und Tropfen profitieren vom guten Ruf der Vitamine und Mineralstoffe. Denn damit werden positive Begriffe wie Wohlbefinden, Stärke, Energie und ein gesundes Immunsystem verbunden. Zu Recht. Doch sind Präparate wirklich eine Alternative oder zumindest eine sinnvolle Ergänzung zu natürlichen Nährstofflieferanten wie Obst und Gemüse, Vollkorn, Fisch oder Milchprodukten?


Leiden wir an Nährstoffmangel?

Hierzulande isst jeder im Schnitt 250 Kilogramm Obst und Gemüse im Jahr - und damit mehr als in den vergangenen 50 Jahren. Zudem trinken wir 40 Liter Fruchtsaft und Fruchtnektar pro Kopf und Jahr und sind damit Saft-weltmeister. Viele Verzehrstudien, in denen akribisch die täglichen Mahlzeiten und Naschereien der Deutschen erfasst und mit Nährwerttabellen verrechnet wurden, sind denn auch zu dem Ergebnis gekommen: Im Durchschnitt sind wir gut versorgt. Leichte Defizite bestehen nur bei Folsäure und Vitamin D.


Aber enthalten Obst und Gemüse nicht viel weniger Nährstoffe als früher?

Dazu hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Experten aus 60 Forschungsinstituten befragt. Das Fazit: Der Nährstoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel ist seit Jahrzehnten unverändert. Den Nährstoffgehalt der Böden schätzen die Experten aufgrund intensiver Düngung sogar höher ein als früher. Auch tierische Produkte enthalten heute eher mehr Vitamine und Mineralstoffe als früher. Exemplarisch hat die DGE zudem anerkannte internationale Nährwerttabellen verglichen. Demnach sind die Vitamin- und Mineralstoffgehalte von acht Lebensmitteln - darunter Tomaten, Spinat, Orangen, Kartoffeln und Äpfel - von 1972 bis 2000 im Großen und Ganzen gleich geblieben.


Wer sollte zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Personen, die sich normal ernähren, überflüssig. Abweichend vom Durchschnitt gibt es Menschen, bei denen der Nährstoffbedarf erhöht ist oder die sich zu einseitig und damit nährstoffarm ernähren. In den meisten Fällen gilt, dass sich auch ein erhöhter Bedarf durch eine bewusste Ernährung decken lässt. Bei Rauchern, Gewohnheitstrinkern oder Fast-Food-Junkies ist es gesünder, die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu ändern, als mit Hilfe von Vitaminpillen die Schäden einer ungesunden Lebensweise zu begrenzen.
Nur bei wenigen Nährstoffen und in speziellen Fällen halten Ernährungswissenschaftler eine Ergänzung für sinnvoll. Auch chronische Krankheiten wie Krebs oder Magen-Darm-Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme behindern, können zu Mangelerscheinung führen.


Wer kauft solche Mittel?

36 Prozent der Bundesbürger kaufen Nahrungsergänzungsmittel. Darunter sind etwas mehr Frauen als Männer. Mit dem Alter und dem Grad der Bildung steigt der Griff zur Nährstoffpille, haben Marktforscher herausgefunden. Nur einem Viertel hat ein Arzt die Einnahme von Präparaten empfohlen. Das Robert-Koch-Institut und die Fachhochschule Hamburg haben festgestellt, dass sich die typischen Pillenkäufer besonders gesund ernähren, mehr Sport treiben als der Durchschnittsbürger und auch nicht so dick sind. Die Autoren der Studie vermuten, dass diese Menschen "aber immer noch meinen, durch die Einnahme derartiger Präparate zusätzlich etwas für ihre Gesundheit tun zu müssen".


Was darf in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein?

Die EU-Richtlinie für Nahrungsergänzungsmittel erlaubt den Einsatz von 13 Vitaminen und 15 Mineralstoffen. Daneben ist aber auch die Verwendung von "sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung" gestattet. Genauer definiert die Richtlinie diese Stoffe nicht. Nur in der Begründung sind als Beispiele "Aminosäuren, essenzielle Fettsäuren, Ballaststoffe und verschiedene Pflanzen- und Kräuterextrakte" genannt. Die deutschen Überwachungsbehörden versuchen, diese Rechtslücke mit einem Verweis auf die Zusatzstoffverordnung zu füllen. Sie regelt, welche Substanzen einem Lebensmittel - und das sind Nahrungsergänzungsmittel - zugesetzt werden dürfen. Für Pflanzenextrakte wie Ginseng gilt, dass sie nicht wegen ihrer medizinischen Wirkungen eingesetzt werden dürfen, sondern nur wegen ihres Nährwertes, ihres Genusswertes oder wegen des typischen Geschmacks. In der Praxis sorgen diese Regelungen für eine große Grauzone.

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Re: ÖKO-TEST Nahrungsergänzungsmittel
Antwort #1 - 15. Juli 2008 um 21:31
 
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Wie viel darf drin sein?

Noch sind keine Werte zu den Vitamin- und Mineralstoffgehalten festgelegt. Im Herbst 2006 hat die EU-Kommission ein Diskussionspapier dazu veröffentlicht und um Kommentare gebeten. Vor 2008 wird es nach Ansicht von Experten nicht zu detaillierten Vorschriften kommen. Bis dahin verfahren die deutschen Behörden nach der Faustregel, dass die empfohlene Tagesdosis eines Präparats maximal drei Mal so hoch sein sollte wie die von der DGE empfohlenen Werte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät vorsorglich zu noch geringeren Konzentrationen. Sie liegen bei 225 Milligramm Vitamin C, 500 Milligramm Calcium oder 2,25 Milligramm Zink. Noch keine Regelungen gibt es für Pflanzenextrakte, Eiweiße, Öle und andere Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln. Medizinische Wirkstoffe dürfen nicht in einer so hohen Konzentration vorliegen wie in Arzneimitteln.


Kann eine Überdosis schaden?

Bei dauerhafter Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann es zu problematischen Überdosierungen kommen, zumal zahlreiche Produkte ein Vielfaches der üblichen Tagesdosis enthalten.

Betacarotin:
20 Milligramm täglich führten bei Rauchern in einer groß angelegten Studie zu einem größeren Lungenkrebsrisiko. Auch die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Krankheiten stieg. Das BfR empfiehlt, "Betacarotin in Nahrungsergänzungsmitteln nur mit großer Vorsicht einzusetzen".

Vitamin A:
Hohe Gaben im ersten Drittel der Schwangerschaft können zu Missbildungen des Kindes führen. Eine dauerhaft hohe Einnahme lässt Knochen brüchig werden.

Vitamin D:
Starke und dauerhafte Überdosierung kann Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen auslösen. In schweren Fällen drohen Kalkablagerungen in den Organen oder Nierenschäden.

Vitamin B6:
Bei sehr hohen Tagesdosen gab es einzelne Fälle von Nervenschäden.

Vitamin C:
Mehr als 1000 Milligramm täglich können bei anfälligen Menschen das Risiko vergrößern, Nierensteine zu bekommen.

Calcium:
Zu viel Calcium und Natrium können bei empfindlichen Personen das Risiko erhöhen, an Nierensteinen zu erkranken. Außerdem behindern hohe Calciumdosen die Aufnahme anderer Mineralstoffe. 2500 Milligramm Calcium täglich empfiehlt deshalb der zuständige wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission als Obergrenze.

Magnesium:
Durchfall riskiert, wer große Mengen Magnesium zu sich nimmt.

Eisen:
Bei einer Überversorgung mit Eisen können nicht benötigte Eisenionen zur Bildung aggressiver Radikale beitragen und erhöhen so das Risiko von Herz- und Gefäßerkrankungen. Außerdem werden sie von Mikroorganismen für deren Stoffwechsel benutzt. Ein Eisenüberschuss macht also anfälliger für Infektionen. Das BfR empfiehlt, auf Eisen in der Nahrungsergänzung zu verzichten.

Mangan:
Zu viel Mangan schädigt die Nerven. Das BfR rät deshalb, auf Mangan in der Nahrungsergänzung zu verzichten.


Was muss draufstehen?

Die deutsche Verordnung schreibt vor: Die Bezeichnung "Nahrungsergänzungsmittel", die genaue Nährstoffzusammensetzung, die täglich empfohlene Verzehrmenge sowie die Warnhinweise, dass die empfohlene Verzehrmenge nicht überschritten werden sollte und Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sind. Angeben müssen die Anbieter auch das Verhältnis zwischen ihrer empfohlenen Tagesdosis und den Referenzwerten für die tägliche Aufnahme des jeweiligen Nährstoffes. Ausdrücklich verboten, auch in der Werbung, ist jeder Hinweis, "mit dem behauptet oder unterstellt wird, dass bei einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung im Allgemeinen die Zufuhr angemessener Nährstoffmengen nicht möglich sei".


Wie unterscheiden sich Nahrungsergänzungs- von Arzneimitteln?

Die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln müssen ihre Präparate beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anmelden. Studien über die Wirkung oder mögliche Nebenwirkungen braucht es dazu nicht. Denn die Produkte gelten als Lebensmittel. Für Arzneimittel dagegen gelten die weit strengeren Zulassungsvorschriften des Arzneimittelrechts. Sie werden, nach Vorlage der notwendigen Studien, vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen. Erkennbar ist dies durch eine Zulassungsnummer auf der Verpackung. Zusätzlich steht dort die Chargen-Bezeichnung, "Ch.-B." abgekürzt. Das BfArM gibt für die Inhaltsstoffe Mindest- und Höchstgehalte der Tagesdosis vor. Auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen muss ein Beipackzettel hinweisen.


Was ist in der Werbung erlaubt?

Nahrungsergänzungen dürfen nicht mit gesundheitlichen Wirkungen werben. Selbst Aussagen wie "zur Stärkung der Abwehrkräfte" sind rechtlich nicht zulässig. Deshalb beschränken sich viele Hersteller darauf, die gesunden Wirkungen des jeweiligen Nährstoffes und seine Bedeutung für den Stoffwechsel zu beschreiben. Mangelerscheinungen schildern sie so, dass sich der Leser betroffen fühlt. Nervös oder abgespannt ist man schnell einmal. Das Mittel selbst verspricht keine direkte Abhilfe, sondern dient dazu, die Versorgung sicherzustellen oder die Körperdepots aufzufüllen.
Abgesehen davon gibt es viele Hersteller, die ungeniert mit gesundheitlichen Wirkungen werben. Doch dies dürfen nur Arzneimittel und auch nur für die zugelassenen Indikationen.

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Re: ÖKO-TEST Nahrungsergänzungsmittel
Antwort #2 - 15. Juli 2008 um 21:32
 
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Boom auch in der Bio-Branche

Selbst vor der Bio-Branche macht der Vitaminboom nicht halt. Weil die EU-Bio-Verordnung in Öko-Lebensmitteln synthetisch hergestellte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verbietet, sind Nahrungsergänzungen im Bio-Laden natürlichen Ursprungs, etwa Vitamin C aus der südamerikanischen Acerolakirsche. Für Kuhmilchallergiker werden mit Calcium angereicherte Sojagetränke angeboten, das Mineral wird in Form von Meeresalgen zugesetzt.


Hier kriegen Sie genug!

ÖKO-TEST hat die Aschaffenburger Ernährungswissenschaftlerin Monika Brenz-Rickert gebeten, auszurechnen, was in den an einem Tag gegessenen Lebensmitteln steckt. Grundlage der Berechnung sind ein völlig durchschnittliches Frühstück mit Brot, Butter, Honig, Käse, Ei und Kaffee, ein Mittagessen aus Geflügel, Reis und verschiedenen Gemüsen, eine Abendmahlzeit mit Brot, Salami, Käse und Weißwein sowie über den Tag verteilt ein Apfel, Cornflakes, Milch, Fruchtsaft und Kekse.


2200 Kalorien und reichlich Nährstoffe

Das Ergebnis beruhigt: Das alles liefert nicht nur knapp 2200 Kilokalorien, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe in Mengen, die die Empfehlungen der DGE locker erreichen oder darüber liegen. Nur die üblichen Verdächtigen sind nicht in wünschenswertem Maße enthalten: Vitamin D, Folsäure und Jod. Wer aber an einem anderen Tag der Woche Seefisch auf seinen Speiseplan hievt und auch Tomaten, Gurken, Apfelsinen oder Weintrauben isst, bringt das schnell ins Lot.
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ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #3 - 19. Februar 2008 um 19:48
 
Artikel erschien in: => ÖKO-TEST Februar 2008
Rubrik: Magazin

Vitamine und Mineralstoffe
Künstliche Befruchtung

Eigentlich leiden die wenigsten Menschen hierzulande an einer Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Auch wenn ein Blick in die Regale der Apotheken, Drogerien und Supermärkte das Gegenteil glauben lässt. Das Angebot an Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ist zwar riesig, die Produkte sind aber meistens völlig überflüssig. Etliche können sogar mehr schaden als nützen.

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Nahrungsergänzungsmittel hingegen sind keinesfalls dazu vorgesehen, Krankheiten zu behandeln. Wer gesund ist und sich abwechslungsreich ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel. Wer dennoch zu Pillen und Co greifen möchte, muss aber sichergehen können, dass er sinnvolle Mengen einnimmt und sich damit nicht schadet.
Wir haben mehr als 300 Vitamine- und Mineralstoffpräparate unter die Lupe genommen, darunter Multivitaminpräparate, Magnesiumtabletten sowie Mittel gegen Osteoporose. Wir wollten wissen, ob die Dosierung in Ordnung ist und ob die Arzneimittel auch wirken.

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Es ist kein Hexenwerk, seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken, eine durchschnittliche Ernährung genügt.

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Multivitamin-Präparate

Alles Gute in nur einer Tablette: Nahrungsergänzungsmittel vom Typ A bis Z sollen den Verbraucher mit allem versorgen, was er braucht. Ob das stimmt? ÖKO-TEST hat 25 Nahrungsergänzungsmittel - häufig als "A bis Z" gekennzeichnete Kombinationspräparate - eingekauft und ihre Zusammensetzung überprüft.

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Unsere Empfehlungen

* Für eine rundum gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen bedarf es keiner Allroundpille. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung liefert nicht nur Nährstoffe, sondern bietet vor allem Genuss.

* Ob tatsächlich ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel vorliegt, kann der Arzt feststellen. Fehlende Vitamine lassen sich mit entsprechenden Präparaten gezielt ausgleichen.

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« Zuletzt geändert: 15. Juli 2008 um 19:42 von Forum Admin »  
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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #4 - 18. März 2008 um 14:47
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST Juli 2004
Rubrik: Die Tests

Apfelsaft-Schorle

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Die Apfelschorle bringt nicht nur verlorene Flüssigkeit zurück, sie liefert auch noch einen idealen Mix an Mineralstoffen und Vitaminen: Kalium, Vitamin C und verschiedene B-Vitamine aus dem Apfelsaft, dazu Natrium, Kalzium und Magnesium aus dem Mineralwasser. Im Mischungsverhältnis eins zu drei, das heißt ein Teil Apfelsaft, drei Teile Mineralwasser, wird die Apfelschorle gar zum isotonischen Getränk. Das Wörtchen isotonisch, mit dem sich fast alle Sportlergetränke schmücken, bedeutet, dass in dem Getränk genauso viele gelöste Teilchen enthalten sind, wie in den Körperflüssigkeiten. Eine isotonisch gemischte Schorle kann der Körper besonders schnell aufnehmen.

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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #5 - 18. März 2008 um 14:48
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST September 2000
Rubrik: Die Tests

Sportler-Drinks

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Nach dem Joggen, Inline-Skaten oder dem Aerobic-Kurs soll man viel trinken, um den Verlust an Wasser und Mineralstoffen auszugleichen. Doch unser Test zeigt: Die meisten Fitness-Drinks können diesen Verlust nicht optimal ersetzen.

Was tun?

* Spezielle Sportlergetränke sind für Breitensportler überflüssig. Mit natriumreichem Mineralwasser verdünnte Fruchtsäfte reichen, um den Verlust an Flüssigkeit und Mineralstoffen auszugleichen.

* Sportler, die maximal eine Stunde trainieren, müssen erst nach dem Sport zur Flasche greifen. Dauert die Belastung länger, ist es sinnvoll, alle etwa 20 Minuten 0,1 bis 0,2 Liter zu trinken. Und: Nicht durstig starten, sondern zwei Stunden vor dem Sport einen halben Liter zu trinken.

* Ungeeignet fürs Training sind stark koffeinhaltige Energy-Drinks, reine Fruchtsäfte oder Limonaden. Ihr hoher Zuckergehalt verlangsamt die Flüssigkeitsaufnahme.

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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #6 - 15. Juli 2008 um 19:44
 
Artikel erschien in: => ÖKO-TEST Kompakt 40 +
Rubrik: Magazin

Fit bleiben
Auf geht’s!

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Kraftfutter

Nahrungsergänzungsmittel oder Functional Food - etwa Lebensmittel mit künstlichen Vitaminzusätzen - können übrigens einen Mangel an Obst und Gemüse nicht ausgleichen. Bisher hat keine Studie bestätigt, dass angereicherte Produkte ähnlich wirken wie frisches Obst und Gemüse. Müsli, Brot, Nudeln oder Reis - als Vollkornprodukte sättigen sie nicht nur, sondern sie liefern viele Vitamine und Mineralien. Die Ballaststoffe darin fördern die Verdauung und können Darmkrebs vorbeugen. Auf dem Speiseplan sollten außerdem täglich fettarme Milchprodukte stehen. Sie versorgen die Knochen mit Calcium - eine wichtige Osteoporoseprophylaxe. Einmal pro Woche sollte Seefisch auf den Tisch. Er liefert hochwertiges Eiweiß, das ein wichtiger Baustein für Zellen, Hormone und Enzyme ist sowie Omega-3-Fettsäuren, die vor der gefürchteten Arterienverkalkung schützen.

Zurückhaltung ist bei Fett angesagt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Fettkonsum auf 30 Prozent der täglichen Kalorien zu drosseln und die Finger auch weitgehend von zuckerreichen Schleckereien zu lassen. Als Faustregel gilt: Ein Drittel der täglichen Energiezufuhr aus Fettkalorien, das entspricht etwa 70 Gramm Fett pro Tag. Am besten sind ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Oliven- oder Rapsöl stecken. Sie senken den Cholesterinspiegel im Blut. Ein wahres Schönheits- und Lebenselixier ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Täglich zwischen 1,5 und zwei Liter Wasser oder Kräutertee bringen den Stoffwechsel in Schwung und sorgen zusätzlich für eine straffere Haut.

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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #7 - 15. Juli 2008 um 19:51
 
Artikel erschien in: => Ratgeber Essen, Trinken und Genießen 8: 2008
Rubrik: Die Tests

Präparate mit Zink plus Vitamin C

Husten, Schnupfen, Heiserkeit - kaum jemand kommt im Winter ungeschoren davon. So mancher schwört auf Zinktabletten, die angeblich vor Erkältungen schützen. Was die Wirksamkeit bei Atemwegsinfekten angeht, liegen jedoch widersprüchliche Studienergebnisse vor. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft jedenfalls hält die Gabe von Zink für nicht angebracht, zumal ein Zinkmangel selten ist: Schon die Nahrung deckt den täglichen Bedarf von sieben bis zehn Milligramm. Auch eine zusätzliche Portion Vitamin C ist unnötig. Wozu dann Geld für entsprechende Pillen ausgeben? ÖKO-TEST hat 41 Produkte mit Zink und Vitamin C eingekauft und begutachten lassen.

Unsere Empfehlungen

Bei ausgewogener Ernährung sind die getesteten Produkte verzichtbar. Gute Zinkquellen sind Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Eier, Milch und Käse. Die besten Vitamin-C-Quellen sind Obst und Gemüse sowie daraus hergestellte Säfte.
An Zinkmangel können Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetiker, Neurodermitiker und Psoriatiker leiden. Ob im Einzelfall ein Mangel vorliegt, kann der Arzt feststellen, der dann nötigenfalls ein entsprechend hoch dosiertes Medikament verordnet.
Bewegung an frischer Luft - auch bei trübem Wetter -, Sport, Saunagänge, heißkalte Wechselduschen und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem.

Das Testergebnis

Kein einziges der 41 getesteten Nahrungsergänzungsmittel schneidet mit dem Urteil "sehr gut" oder "gut" ab. Eines ist "befriedigend", eines "ausreichend", der Rest "mangelhaft" oder "ungenügend".

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ordnet Zink bei der Risikoklassifikation von Nährstoffen der höchsten Risikoklasse zu. Eine erhöhte Zinkzufuhr kann zu Kupfermangel und zu Störungen in der Blutbildung führen. Das BfR schlägt für Zink in Nahrungsergänzungsmitteln eine tägliche Höchstmenge von 2,25 mg vor. Alle Produkte liegen über dieser Grenze. Außerdem stellt das BfR klar, dass Kinder und Jugendliche keine Nahrungsergänzungsmittel mit Zink verzehren sollten. Kein Mittel weist darauf hin.

Eine bedenkliche Wirkung von hoch dosiertem Vitamin C konnte David R. Jacobs von der University of Minnesota zeigen, nachdem er Risikofaktoren für die Sterblichkeit von älteren Frauen mit Diabetes ausgewertet hatte: Gerade Diabetikerinnen, die täglich mehr als 300 Milligramm Vitamin C in Form von Tabletten eingenommen hatten, waren einem erhöhten Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ausgesetzt. Das BfR empfiehlt eine Tageshöchstdosis von 225 mg Vitamin C in Nahrungsergänzungsmitteln. 19 Produkte überschreiten diese Grenze.

Mit Aussagen wie "Zur Unterstützung der Abwehrkräfte" oder "zur Gesundheitsvorsorge" suggerieren die Mittel einen Nutzen, der nicht belegt ist: Weder schützt die Einnahme von Zink und Vitamin C vor Erkältungen, noch kürzt sie deren Dauer wesentlich ab. Trotzdem finden sich entsprechende Hinweise bei fast allen Produkten entweder direkt auf der Verpackung, auf dem Beipackzettel oder - wie bei den per Versand erhältlichen Sanct Bernhard Vitamin C + Zink, Langzeit-Kapseln - auf der Homepage. Etliche Hersteller beschreiben dabei nicht die Wirkung des Präparats, sondern die Eigenschaften von Vitamin C oder Zink. Wir halten es aber für selbstverständlich, dass Verbraucher diese Eigenschaften auch auf das Produkt übertragen und sehen diese Aussagen deshalb in jedem Fall kritisch.
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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #8 - 15. Juli 2008 um 19:53
 
Artikel erschien in: => Ratgeber Essen, Trinken und Genießen 8: 2008
Rubrik: Die Tests

Multivitaminpräparate ab 50

Sie versprechen viel und halten wenig: Nahrungsergänzungsmittel für die Generation 50+ sind keine Extraportion Gesundheit. Zwar ändert sich mit zunehmendem Alter die Körperzusammensetzung: Der Anteil an Muskeln sinkt und der Fettanteil steigt. Aber: Bei allen Veränderungen sind gesunde Menschen jenseits der 50 in der Regel nicht stärker von Vitaminmangel bedroht als jüngere Zeitgenossen. Dennoch: Die Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln haben Menschen zwischen 50 und 65 als neue Zielgruppe entdeckt. ÖKO-TEST hat daher 14 Vitaminpräparate für die Altersgruppe ab 50 Jahren eingekauft und ihre Zusammensetzung unter die Lupe genommen.

Unsere Empfehlungen

Auch für die "Generation 50+" gilt: Wer gesund isst, kann sich die Vitaminpillen sparen.
Nach Krankheiten oder Operationen kann es sinnvoll sein, auf ein Multivitaminpräparat zurückzugreifen. Eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse macht das aber bald schon wieder überflüssig. Bei echten Mangelerscheinungen hilft der Arzt, der den Mangel gezielt beheben kann.
Für Menschen über 60 Jahre kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein, wenn sie Probleme mit dem Kauen oder mit dem Magen haben. Auch hier sollte aber der Arzt feststellen, welche Vitamine fehlen und eingenommen werden sollen.

Das Testergebnis

Das ist niederschmetternd: Alle Produkte fallen mit "ungenügend" durch.

In den Präparaten sind viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente überdosiert. So enthalten fast alle Eisen, Kupfer und Mangan, obwohl das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, auf den Zusatz dieser Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln zu verzichten. In den meisten Produkten steckt zu viel Vitamin A.

Betacarotin, eine Vorstufe von Vitamin A, ist in vier Produkten enthalten. Ein Zuviel an isoliertem Betacarotin ist gesundheitsschädlich für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Rauchern kann es das Krebsrisiko erhöhen.

Die Naturafit ab 50, Kapseln enthalten außerdem mehr Selen als die vom BfR pro Tagesdosis vorgeschlagenen 30 µg pro Tagesdosis. Das Selen stammt zudem aus Selenhefe. Von deren Einsatz rät das BfR ohnehin ab, da hierfür keine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden kann.

Da die Produkte für die Zielgruppe 50+ ausgelobt sind, haben wir darauf verzichtet, fehlende Warnhinweise für Kinder zu bewerten. Wir bewerten aber, wenn Hinweise auf Erkältungen, Abwehrkräfte oder das Immunsystem vorhanden sind. Schließlich ist nicht erwiesen, dass z.B. die zusätzliche Aufnahme von Vitamin C oder Zink einen Einfluss auf das Immunsystem hat.
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Re: ÖKO-TEST Vitamine und Mineralstoffe
Antwort #9 - 15. Juli 2008 um 20:10
 
Artikel erschien in: => ÖKO-TEST Kompakt Vitamine
Rubrik: Magazin

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Pflanzenextrakte

Es gibt viele Extrakte von Heilpflanzen, deren Wirkung durch Studien belegt ist. Allerdings dürfen nur zugelassene Arzneimittel entsprechende Dosierungen enthalten. Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel zu schwach dosiert, um entsprechende Wirkungen zu erzielen.


Sekundäre Pflanzenstoffe

"Bei Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von Gemüse- und Obstextrakten fehlt gegenwärtig in der Regel der wissenschaftliche Nachweis der behaupteten gesundheitlichen Wirkungen", sagt der Freisinger Ernährungswissenschaftler Professor Gerhard Rechkemmer. Die Übertragung wissenschaftlicher Befunde aus Studien, die direkt die Wirkung von Obst und/oder Gemüse untersucht haben, auf Nahrungsergänzungspräparate sei wissenschaftlich nicht zulässig.


Vitamine aus dem Genlabor

Die Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln werden in den meisten Fällen künstlich hergestellt. Neben der chemischen Synthese spielt die Gentechnik eine wesentliche Rolle. Dabei werden Mikroorganismen gentechnisch so verändert, dass sie das gewünschte Vitamin in ihrem Stoffwechsel produzieren. In großen Fermentern voll mit Nährstoffen vermehren sich die manipulierten Organismen. Ihre vitaminreichen Ausscheidungen werden gesammelt, gereinigt und verkauft. Weit verbreitet ist diese Art der Herstellung bei den Vitaminen B2, B12 und Biotin.
Auch für Vitamin C und Betacarotin gibt es gentechnologische Verfahren, über deren Verbreitung jedoch kaum Daten vorliegen. Der Einsatz der Gentechnik muss bei diesen Vitaminen nicht gekennzeichnet werden. Vitamin E stammt häufig aus gentechnisch veränderten Sojabohnen. Weil der Zusatzstoff bei der Extraktion mehrere Verarbeitungsschritte durchläuft, ist strittig, ob die Herkunft aus Gen-Soja deklariert werden muss.

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