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Auswirkungen von Headsets auf Handystrahlung (Gelesen: 7360 mal)
Worf
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Beiträge: 3

Auswirkungen von Headsets auf Handystrahlung
27. Juli 2008 um 01:25
 
Kann als Neuling leider noch keine links reinstellen, versuche es zu umschreiben:
Die neueren Handys haben in der Regel höhere SAR-Werte aber dafür ein Headset. Dieses soll die Strahlung zum Gehirn vermindern.
Erstens find ich einfach keine wirklich aktuelle Studie und immer wird auf diesselbe aus 2000 von Ökotest.de Bezug genommen - dort selber steht diese nicht, sondern nur angedeutet: "Headsets, die die Strahlenbelastung verringern sollen, haben oft den gegenteiligen Effekt, wie eine ÖKO-TEST-Untersuchung im August 2000 gezeigt hat."
Unter ktipp.ch/themen/beitrag/1018258/Handystrahlen_dringen_ungehindert_in_den_Kopf (3 W's voranstellen) gibts diesen Beitragsausschnitt:
"Schütze ich mich vor der Handystrahlung, wenn ich einen Ohrstecker verwende, der mit einem dünnen Kabel mit dem Handy verbunden ist?
Nein. Mit dem «Knopf im Ohr» belastet man sein Hirn ähnlich oder noch stärker als mit dem Handy. Die Strahlung des Handys wird per Kabel zum Ohrstecker weitergeleitet und dringt durch die Ohröffnung ungehinderter in den Kopf als durch den Schädelknochen. Mit Ohrstecker kann es im Kopf sogar eine stärkere Belastung geben. Besser: Wenig telefonieren, daheim das Handy an eine im Handel erhältliche Antenne anschliessen. Diese lässt sich per Kabel draussen vor dem Fenster platzieren und die Strahlung so minimieren. Auch aufs Autodach sollte man eine Antenne montieren lassen.
Zur Person: Der Baubiologe Wolfgang Maes ist ein ausgewiesener Fachmann für Elektrosmog. Für die deutsche Verbraucherzeitschrift «Öko-Test» misst er seit Jahren die Strahlung von Handys und Schnurlostelefonen. Maes hat zum Thema Elektrosmog mehrere Fachbücher veröffentlicht.
Das ist sogar der, der für Ökotest testet.

Hier im sogenannten oft zitierten Handyhandbuch z. B. unter gbw.at/planet-verlag/politik-und-gesellschaft/das-handyhandbuch-neu/ (http und 3 W's voranstellen) ist das aber missverständlich, da dachte ich erst auch, es wird reduziert per Headset, aber der 2. Satz bei genauerem Hinsehen relativiert das:
auf Seite 50 unten steht nämlich: "Handys mit Ohrhörer galten als eine Möglichkeit, die direkte Strahlung des Mobiltelefons in den Kopfbereich zu vermeiden. Nach einer Untersuchung des Magazins Öko-Test vom August 2000 muss diese Ansicht allerdings revidiert werden. Das Kabel vom Handy zum Ohrhörer leitet offensichtlich auch einen Teil der Antennenstrahlung direkt ins Ohr, etwa 5 bis 20%. Die Belastung durch den Ohrstecker ist daher vergleichbar mit der Belastung durch die Antenne beim normalen Telefonieren."
Beim Schnelllesen könnte man meinen, 5-20% geringere Strahlung als mit Stöpsel, aber in Zus. mit den anderen Beiträgen und dem Nachsatz ist das offenbar nicht so zu verstehen!

Wo gibts die Studie als Gesamtes von Öko-Test oder anderweitige Testergebnisse darüber, ob Headsets (Ohrenstöpsel am Kabel) positive oder keine bzw. eher sogar negativere Wirkung haben?

Generell: Hat wer andere - vor allem aktuellere - Quellen?
Vielen Dank,
Worf
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rumex
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Beiträge: 34

Re: Auswirkungen von Headsets auf Handystrahlung
Antwort #1 - 27. Juli 2008 um 11:01
 
Von welchen negativen (Aus-)Wirkungen gehen sie aus?

Durch Nutzung eines Bluetooth Headsets wird die vom Körper absorbierte Energie des mobilen Telefons reduziert. Nur ist diese selbst schon minimal. Allen Vorurteilen zum Trotz konnten die bei der Handynutzung emittierten Funkwellen bei Grenzwerteinhaltung keine schädigende Wirkung auf menschliches Gewebe ausüben. Der tatsächlich messbare thermische Effekt (<0,1°C) ist nicht pathogen.
Bei der Nutzung eines kabelgebundenen Headsets hatte ich mal von der Diskussion über die Auswirkung des im Stöpsel enthaltenen Magneten gelesen...na ja, vielleicht weiß hierzu jemand anderes noch genaueres.

Welche SAR Werte haben die neueren Handys? Haben sie evtl. ein Beispiel für ein Modell?


Ein zwei Sätze zum Handyhandbuch. Dort steht bspw., dass das Wasser den gesamten Frequenzbereich der Mikrowellen absorbiert. (S.18)
Das erstmal die Wellenlänge eine Mikrowelle definiert, wird dabei netterweise weggelassen. Vollständig absorbieren kann Wasser den kompletten Mikrowellenbereich auch nicht. Dazu müsste das Wasser die Energie speichern können. So etwas geht nur über die Umwandlung in Wärme. Da ja ständig Mikrowellen nachgeliefert werden, müsste das Wasser sich dementsprechend immer weiter erwärmen. Jetzt sind aber weder Seen, Flüsse, Meere noch wir mit Wasser angefüllten Lebewesen am Dauerkochen.
Das bringt mich zur nächsten Ausführung im Handbuch imSatz direkt darunter: Dort wird die thermische Wirkung angesprochen und zugleich noch postuliert, dass die Struktur der Wassermoleküle verändert werden kann. Kann ist gut gesagt. Wie kann denn? H2O + Mikrowelle = ? Das wird nicht gesagt. Es wird wieder die typische Verbindung, Mikrowellen (300MHZ-300GHz)= der Mikrowellenherd (2,45GHz)= alle Mikrowellen sind schädlich, hergestellt.
Als Lektüre, um mich kritisch mit Mobilfunk auseinanderzusetzen, würde ich das Handbuch nicht zu Rate ziehen. Ich möchte jetzt nicht unbedingt "alles falsch" schreiben, was darin geschrieben steht, aber "alles richtig" wäre sicherlich nicht korrekt.


Bei Interesse zum Thema Mobilfunk und auch Elektromagnetische Umweltverträglichkeit würde ich ihnen gerne diese Links hier empfehlen. Es ist nicht alles kompakt auf ihre Fragen zugeschnitten, aber beim durchlesen findet man vielleicht auch noch das ein oder andere wissenswerte.

http://www.ralf-woelfle.de/elektrosmog/index.htm
www.emf-portal.de
http://www.bfs.de/de/elektro

Grüße
rumex

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Worf
Forum-Mitglied

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Beiträge: 3

Re: Auswirkungen von Headsets auf Handystrahlung
Antwort #2 - 05. Oktober 2008 um 21:57
 
Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworten kann - ich war beruflich länger unterwegs:
Mir ging es darum, den Wert der Freisprecheinheiten mit "Ohrstöpsel" zu klären.

Danke einmal für die links der (wenn auch recht unkritischen) Stellen, auch eine konservative Sichtweise ist mir wichtig.

Was ich inzwischen über Experten der Funkervereinigungen herausbekommen habe ist, dass die Bluetooth-Headsets jedenfalls ein wesentlicher Fortschritt in Punkto Sicherheit darstellen. Wie auch immer wer den Gefährdungsgrad nun einschätzt - auch im Zweifel ist mir die Gesundheit präventiv wichtig:
Diese headsets leiten keine Eingangsstrahlung weiter. Sie  liefern die Information mit eigener besonders schwacher Strahlungsstärke. Das ist - präventiv gesehen - auf jedenfall eine wichtige Erkenntnis.

Aufgrund der widersprüchlichen Informationen, die derzeit ausgegeben werden, plädiere ich für eine vorläufige Vorsicht in der Anwendung und die Nutzung aller Optionen, die den Nutzen nicht besonders stark einschränken.
Worf
PS: unsere neueren Handys wie Samsung zv-40 SHG oder der htc touch cruise haben doch einen Wert von 0,89 (max. SAR-Wert W/kg, ab 2002 nach CENELEC gemessen; Konnektwert einmal außer Acht gelassen)
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