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Reich-Ranicki und der Kontakt mit der Realität (Gelesen: 6681 mal)
Hema
Forum Moderator

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Beiträge: 6394

Reich-Ranicki und der Kontakt mit der Realität
13. Oktober 2008 um 19:36
 
Reich-Ranicki hatte, wie am Wochenende bekannt wurde, auf der Veranstaltung zur Verleihung der Deutschen Fernsehpreise (auch an ihn) für Aufsehen durch berechtigte Kritik gesorgt.

Was mich irritierte:
Ja, war ihm denn nicht bewußt, wie weit das Fernsehen sich verändert hatte die letzten Jahr(zehnt)e?
Immer nur arte geschaut?

Dann war der Kontakt mit der Realität natürlich hart: Quantität und Quote vor Qualität, vorauseilende und selbst verschuldete Selbstverblödungstendenz auch bei den Öffentlich-Rechtlichen zunehmend. Dem selbstauferlegten Zwang zu 24 Stunden-Programm und Werbeeinnahmen, der bei ÖR eigentlich nicht bestünde, wird nachgegeben bis weit über die Schmerzgrenze. Was will man von ÖR-Sendern erwarten, die ihre Selbstdarstellung auf ihren Homepages mit "Unternehmen" überschreiben? Nein, ich meine, ÖR müssen und sollten nicht ausschließlich nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden, sonst verlieren sie im Grunde den Anspruch auf unsere Gebühren. Denn genau diese sollen ja dafür sorgen, dass diese Rundfunkanstalten einem Bildungsauftrag auch gewissenhaft nachkommen. Unterhaltung darf auch sein, aber in der Unterbietung des tiefstmöglichen Niveaus der Privaten sehe ich den Auftrag der ÖR nicht. Auch nicht darin, nun unbedingt die Übertragung extrem teurer Sportereignisse zu ersteigern, wofür man ganze Abteilungen gut geschulter Redakteure für Bildungsinhalte unterhalten könnte. Um fair zu sein: sicher, es gibt gute Sendungen und gute Journalisten in den ÖR und auch bei den Privaten. Nur in der Masse des gebotenen Unsinns gehen diese etwas unter. Man schaue nur mal exemplarisch in das ARD-Vorabendprogramm (9-20 Uhr): etwa 3 Stunden addiert Information, Ratgeber, anderes Gehaltvolles gegen etwa 7 Stunden Soaps und Gleichartiges.

MRR hat Recht. Nur: er war noch zu milde, denn er hat die volle Breite des grassierenden Schwachsinns gar nicht gesehen. Er hat ein wenig mitbekommen und war schon entsetzt. Vielleicht hätte er bei dem einen oder anderen Format nach der Nachbarin Fläschchen gerufen.

Elke Heidenreich zu der Veranstaltung
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