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Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell (Gelesen: 66348 mal)
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Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
09. Dezember 2008 um 14:15
 
Das Pharma-Kartell
Wie Patienten betrogen werden

von Christian Esser und Astrid Randerath

Pharmaunternehmen können in Deutschland nach Einschätzung verschiedener Experten fast ungestört ihre Profitinteressen verfolgen. Das geht zu Lasten der Patienten, wenn dabei Nebenwirkungen verschwiegen, Selbsthilfegruppen instrumentalisiert oder Politiker, Ärzte und Heilberufe mit Gefälligkeiten umworben werden. Christian Esser und Astrid Randerath decken in der Frontal21-Dokumentation "Das Pharma-Kartell" auf, wie dieses System funktioniert.

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #1 - 09. Dezember 2008 um 22:20
 
Ich habe die Sendung gesehen. Es waren für mich zumindest über ADHS offensichtliche Falschinformationen enthalten. Von wegen: "Strattera wird an gesunde Kinder verabreicht die nur lebhaft und unruhig sind" (sinngemäß)
Die Sendung war Einseitig und es war dem Zuschauer unmöglich durch die Art der Darstellung das ganze irgendwie zu beurteilen. Es wurde eine vorgefertigte Meinung präsentiert. So hat man es geschafft das Kritik die vielleicht sogar berechtigt ist total untergegangen ist.
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abs
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #2 - 10. Dezember 2008 um 09:18
 
Zitat:
Ich habe die Sendung gesehen. Es waren für mich zumindest über ADHS offensichtliche Falschinformationen enthalten. Von wegen: "Strattera wird an gesunde Kinder verabreicht die nur lebhaft und unruhig sind" (sinngemäß)


Sie haben offensichtlich Zugang zu Datenquellen, die mir nicht bekannt oder nicht zugänglich sind.
Deshalb bitte ich Sie mich darüber aufzuklären worauf sich Ihre Kritik stützt! Welche Informationen liegen Ihnen vor, die eine Unrichtigkeit der Aussage belegen?

Zum selben Thema gab es schon einmal eine interessante Sendung:
http://www.youtube.com/watch?v=pcgBKFXsAgU
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #3 - 10. Dezember 2008 um 09:28
 
abs schrieb am 10. Dezember 2008 um 09:18:
Zitat:
Ich habe die Sendung gesehen. Es waren für mich zumindest über ADHS offensichtliche Falschinformationen enthalten. Von wegen: "Strattera wird an gesunde Kinder verabreicht die nur lebhaft und unruhig sind" (sinngemäß)


Sie haben offensichtlich Zugang zu Datenquellen, die mir nicht bekannt oder nicht zugänglich sind.
Deshalb bitte ich Sie mich darüber aufzuklären worauf sich Ihre Kritik stützt! Welche Informationen liegen Ihnen vor, die eine Unrichtigkeit der Aussage belegen?

Zum selben Thema gab es schon einmal eine interessante Sendung:
http://www.youtube.com/watch?v=pcgBKFXsAgU


Nur das wir uns richtig verstehen, sie zweifeln an der Existenz von ADHS?
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abs
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Beiträge: 166

Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #4 - 10. Dezember 2008 um 09:39
 
Zitat:
Nur das wir uns richtig verstehen, sie zweifeln an der Existenz von ADHS?
Durchgedreht

Wie kommen Sie denn zu diesem Eindruck?

ADS / ADHS sind zweifelsfrei existent!
Zweifelhaft ist allerdings, ob jedes Kind (auch Jugendlicher, Erwachsener), bei dem diese Diagnose gestellt wurde und die entsprechende medikamentöse Therapie eingeleitet wurde tatsächlich ADS / ADHS hat. Die Frage nach der "Verlegenheitsdiagnose" oder der "Fehldiagnose" steht zur Debatte. Und damit die Frage nach der Verabreichung eines hochwirksamen, nebenwirkungsbehafteten Medikamentes ohne hinreichende Indikationsstellung!!!!!

Nun, da Sie Kenntnisse hierzu besitzen, die eben dieses Thema betreffen, würde ich (wirklich!) gerne an diesen partizipieren - denn Falschinformationen werden gerne und ausgiebig gestreut. Wenn dies bei Frontal21 der Fall war, so würde ich gerne über die wahren Zusammenhänge und Fakten aufgeklärt werden.

Danke im Voraus!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #5 - 10. Dezember 2008 um 09:56
 
abs schrieb am 10. Dezember 2008 um 09:39:
Zitat:
Nur das wir uns richtig verstehen, sie zweifeln an der Existenz von ADHS?
Durchgedreht

Wie kommen Sie denn zu diesem Eindruck?

ADS / ADHS sind zweifelsfrei existent!
Zweifelhaft ist allerdings, ob jedes Kind (auch Jugendlicher, Erwachsener), bei dem diese Diagnose gestellt wurde und die entsprechende medikamentöse Therapie eingeleitet wurde tatsächlich ADS / ADHS hat. Die Frage nach der "Verlegenheitsdiagnose" oder der "Fehldiagnose" steht zur Debatte. Und damit die Frage nach der Verabreichung eines hochwirksamen, nebenwirkungsbehafteten Medikamentes ohne hinreichende Indikationsstellung!!!!!

Nun, da Sie Kenntnisse hierzu besitzen, die eben dieses Thema betreffen, würde ich (wirklich!) gerne an diesen partizipieren - denn Falschinformationen werden gerne und ausgiebig gestreut. Wenn dies bei Frontal21 der Fall war, so würde ich gerne über die wahren Zusammenhänge und Fakten aufgeklärt werden.

Danke im Voraus!


Die Aussage des Herrn Schaaber lautete genau:

Zitat:
Schaaber gegenüber dem ZDF: “Strattera wird eingesetzt im Prinzip bei gesunden Kindern. Die sind nur zappelig, unruhig, können sich schlecht konzentrieren. Das hat aber oft keinen Krankheitswert, ist nur nervig für die Umwelt. Es ist sehr fragwürdig, Kinder mit solch stark wirksamen Medikamenten und solch schwerwiegenden Nebenwirkungen zu behandeln. Das steht in keinem Verhältnis zum äußerst zweifelhaften Nutzen dieses Medikaments.”


Diese Aussage zeugt von Unwissenheit gegenüber dem Krankheitsbild des ADHS. ADHS wird nicht gerade mal zwischen Tür und Angel diagnostiziert, sondern ist eine aufwendige Ausschlussdiagnose, an der oft mehrere beiteiligt sind.

Ausserdem legt diese Behauptung nahe, Eltern die ihren Kindern eine medikamentöse Therapie, Aufgrund eines ADHS zukommen lassen, wöllten ihre völlig normalen Kinder nur ruhig stellen. Die meisten Eltern tun sich vorallem zu Beginn der Therapie sehr schwer damit und das findet in den wenigsten Fällen unüberlegt statt. Eine Aussage wie Herr Schaaber sie getätigt hat ist unüberlegt, zweifelt das Krankheitsbild des ADHS an und hilft niemandem. Statt dessen sollte man sich (auch beim ZDF, wie mir scheint) mehr um korrekte Aufklärung bemühen, dies schafft auch Abhilfe im Bezug auf Falschdiagnosen.


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abs
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #6 - 10. Dezember 2008 um 10:17
 
Zitat:
Eine Aussage wie Herr Schaaber sie getätigt hat ist unüberlegt, zweifelt das Krankheitsbild des ADHS an und hilft niemandem


Diesen Tenor konnte ich persönlich nicht heraushören. Aber das ist vielleicht eine reine Interpretationsfrage, die aber den Kern der Problematik nicht berührt.

Der Kern:

Unter Strattera kommt es zu Todesfällen (Suizid).

http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article2846765/Kinder-nach-Einnahme-von-...

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E12F22466DA3846E68C...

http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article995370/Die_Risiken_sind_lan...

http://www.gew-berlin.de/blz/3953.htm

Und:
Zitat:
ADHS-Arzneien sind umstritten

Unter Medizinern und Psychiatern sind ADHS-Arzneien umstritten. Es gilt als schwierig zu unterscheiden, welches Kind an ADHS leidet und welches aus anderen Gründen auffällig ist. Viele Ärzte sprechen sich auch dafür aus, die Kinder besser zu betreuen (kleinere Klassen, intensivere Zuwendung), anstatt sie mit Medikamenten künstlich an ihre Umgebung anzupassen.

Zuletzt wurde auch noch vermehrt über Missbrauch von Methylphenidat berichtet. In Amerika sollen sich Schüler und Studenten mit den Pillen auf Leistungsfähigkeit trimmen: Doping für alle. Für das Image der Arznei ist das mal wieder ein Desaster. Die wundersame Geschichte des Ritalin schlittert, so scheint es, in ein letztes unerfreuliches Kapitel.


Übrigens bestehen Verdachtsmomente für kardiovaskuläre Zwischenfälle mit tödlichem Ausgang unter "ADHS-Medikation", aber wohlgemerkt "Verdacht" (!).

Nun kommt die zwingend erforderliche Gretchen-Frage:
Wie hoch ist die Rate an Todesfällen durch ADS / ADHS? Steht die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung in einer vertretbaren Relation zur Sterblichkeitsrate unter Medikation? Wie viele tote Kinder sind unter diesem Aspekt tolerierbar?
Wie sicher ist die Methodik der Diagnosestellung? Wie häufig ist die fehlerhafte Medikation bzw. die missbräuchliche Medikation?

Suizidalität mag ich nicht zu tolerierbaren Nebenerscheinungen rechnen! Nicht wenn der therapeutische "Gegenwert" nicht deutlich höher ist!

Wo liegen inhaltliche Fehler in der Recherche von Frontal21? Dazu haben Sie (Wicked) offensichtlich brauchbares und belastbares Material!

Nochmals Danke!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #7 - 10. Dezember 2008 um 10:30
 
Dann lesen Sie dazu mal die Stellungnahme von Lilly.

http://www.lilly-pharma.de/presse/unternehmensshynachrichten/aktuelle-meldungen/font-colorredstrongsachliche-richtigstellungstrongfont.html

Ebenso:

http://www.krankenkassen.de/dpa/143127.html

Daraus:

Zitat:
Nach Kritik an dem Zappelphilipp-Medikament Strattera hat die deutsche Zulassungsbehörde Berichte über vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem Mittel nicht bestätigt. Woher das ZDF-Magazin «Frontal 21» die Zahl vier habe, sei nicht klar, sagte ein Sprecher des Bonner Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Dienstag auf Anfrage.


Was verstehen sie unter ADHS Arzeneien, so groß ist die Auswahl da ja nicht, mir sind genau drei Mittel bekannt die zur Behandlung des ADHS zugelassen sind Adderall (Amphetaminsaft), Methylphenidat (Goldstandard bei ADHS, z.B. Ritalin oder Medikinet) und Strattera (was meist bei Nonrespondern eingesetzt wird). Todesfälle die in kausalem Zusammenhang mit einem dieser Medikamente bestehen sind hier in D keine bekannt.

Vom Grundsatz her kann man wohl sagen, alles was wirkt nebenwirkt auch. Es gibt eine Nutzen-Risikoabwägung und die fällt zur Zeit bei all diesen Medikamenten zu Gunsten des Medikamentes aus. Oder verweigern sie jemandem der einen Bluthochdruck hat auch sein Medikament, weil es Nebenwirkungen hat?
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abs
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #8 - 10. Dezember 2008 um 10:42
 
Eine Stellungnahme von Lilly zur Entkräftung der Vorwürfe?

?Ernsthaft? Oder nehmen Sie mich jetzt auf den Arm?

Zitat:
According to the FDA, the label for Strattera will be revised to include the following warnings:

   * Strattera may increase thoughts of suicide or suicide attempts in children and teens.
   * Call your child's healthcare professional right away if your child or teen has:
         o new or increased thoughts of suicide
         o changes in mood or behavior including becoming irritable or anxious

This doesn't mean that your child can't be prescribed Strattera or that he should stop taking Strattera if it is doing a good job managing his ADHD symptoms and not causing side effects. Instead, the benefit of taking Strattera should be weighed against the possible risks of the drug. And children taking Strattera should be 'observed closely for clinical worsening, suicidal thinking or behaviors, or unusual changes in behavior,' especially in the first few months of starting treatment or when the dosage is changed.


Woher Frontal21 die Zahlen hat weiß ich auch nicht, aber womit belegt werden kann dass sie falsch sind weiß ich auch nicht (nur Lilly).

Und wenn es an der Zahl liegen sollte, stellt sich hier nochmals die Frage nach der Akzeptabilität bei gegebener Indikation!

Die derzeitige Medikation bei ADHS haben Sie richtig wiedergeben - was aber nicht die Frage nach der Seriosität der Sendung klärt!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #9 - 10. Dezember 2008 um 10:44
 
Muss nicht Frontal belegen das sie richtig sind, die Zahlen.

Da kann jeder daherkommen und behaupten bei Medikament xy hat es 10 Tote gegeben.

Bei welchem Medikament für ADHS hat es wieviele Tote gegeben?

Ein Beispiel für die schlechte Recherche hier wird Strattere mit Amphetamin oder Amphetaminderivaten in einen Topf geworfen:

Zitat:
Zitat:
"Auch Professor Peter Schönhöfer vom arznei-telegramm erhebt schwere Vorwürfe: „Diese
Substanzen wirken, wie wir früher sagten, wie Amphetamine oder, nach neuerem
Sprachgebrauch, wie Speed. Das sind Substanzen, die gefährlich sind, weil sie einen
übererregten Zustand auslösen - und dazu gehört auch die Selbstaggression, also der Suizid“,
so Schönhöfer gegenüber dem ZDF."

(in der Presseerklärung vom ZDF nachzulesen)

Strattera ist kein Amphetamin oder Amphetaminderivat. Strattera ist ein Antidepressivum, hat ein anderes Wirkprinzip.
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abs
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #10 - 10. Dezember 2008 um 10:47
 
Es gibt übrigens noch ganz andere Zahlen, deren Korrektheit ich aber nicht behaupten möchte:

http://www.lawyersandsettlements.com/articles/00104/strattera.html

Wobei ich persönlich bei dieser Indikation eigentlich keinen Todesfall für tolerabel halten möchte! Oder wieviele wären noch akzeptabel?
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Bulganin
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #11 - 10. Dezember 2008 um 11:20
 
Wenn Frontal-Leute was behaupten, sollten sie dies belegen können.
Und wir sprechen wohlgemerkt von Todesfällen DURCH Strattera, und nicht NACH Strattera.
Wilde Behauptungen durch die Gegend zu schießen ist zwar beliebt, aber nicht immer korrekt.

Behauptungen US-Amerikanischer Anwälte sind zwar vom finanziellen Aspekt her immer verständlich, an nachvollziehbaren Fakten mangelt es jedoch ebenfalls.
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... Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...NEMs brauchen nur die Hersteller und die Verticker...Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...
 

 
Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #12 - 10. Dezember 2008 um 11:23
 
Bei welchem ADHS-Medikament, können Sie wieviele tote Kinder belegen?

Wenn Sie diese Frage nicht beantworten können, hat sich die Diskussion erübrigt.

Und wie war das noch mit der Abhängigkeit, die sie hier irgendwo behaupten?
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abs
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #13 - 10. Dezember 2008 um 11:37
 
Die Wortjonglage "Durch"-"Nach" ist an Kaltschnäuzigkeit wohl kaum zu überbieten?

Zu den Zahlen (wie hoch darf die Zahl Ihrer Meinung nach denn sein?) und wohin diese gerne mal verschwinden:

http://www.24-7pressrelease.com/press-release/mhra-forbids-sweden-to-reveal-stra...

Das wissenschaftliche Niveau dieses Forums ist enorm!

Ich beuge mich vor Ihren, neige mein "unwissendes" Haupt und denke mir meinen Teil!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #14 - 10. Dezember 2008 um 11:58
 
abs schrieb am 10. Dezember 2008 um 11:37:
Die Wortjonglage "Durch"-"Nach" ist an Kaltschnäuzigkeit wohl kaum zu überbieten?



Ein wirksames Medikament einfach so vom Markt zu nehmen, auf das andere vielleicht angewiesen sind (ja, das gibt es auch bei STrattera) damit ist niemandem geholfen!

Zitat:


Wenn, WENN es Suizide DURCH Strattera gegeben hat (nicht nach), muss das geklärt werden und man muss handeln. Belege haben Sie jedoch keine gebracht. Bei der Betrachtung sollte man nämlich auch beachten, dass viele ADHSler durch die vielen negativen Erfahrungen die sie in ihrer Umwelt machen durften einen Hang zu Depressionen und Suizid haben. Strattera ist ein Antidepresivum, bei Menschen die eine Depression haben muss man auch an Suizid durch die Depression denken.

Davon einmal abgesehe ist MPH der Goldstandard bei ADHS und immerhin sprechen über 75% der ADHSler poitiv auf diese Medikament an!
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Pjotr
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #15 - 10. Dezember 2008 um 15:13
 
abs schrieb am 10. Dezember 2008 um 11:37:
Die Wortjonglage "Durch"-"Nach" ist an Kaltschnäuzigkeit wohl kaum zu überbieten?


Das ist gerade keine Kaltschnäuzigkeit, sondern beschreibt exakt das Problem, weswegen man aufwändige Studien macht, herauszufinden, ob etwas eine zufällige Korrelation ist oder kausal.

Wenn Sie das nicht unterscheiden wollen, können wir auch gleich Brot verbieten, das haben die meisten Menschen kurz vor ihrem Tod zu sich genommen.

Pjotr
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Kawarimono
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #16 - 10. Dezember 2008 um 18:05
 
Zitat:
Ich habe die Sendung gesehen. Es waren für mich zumindest über ADHS offensichtliche Falschinformationen enthalten.


Nicht nur über ADHS, sondern auch über Depression. Großartige Quelle ist der paranoide Virapen, der bei Scientologen-Veranstaltungen gesichtet wurde und auf Weltverschwörungsseiten sein Elend klagt.
Und weil die Pharmamafia ihn umbringen will, möchte er anonym bleiben, weswegen das gesamte Internet weiß, daß er in Heilbronn lebt.

Wer tatsächlich schneller stirbt, kann man hier beforschen:

http://www.neuro24.de/d12.htm


Kawarimono
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #17 - 11. Dezember 2008 um 07:32
 
Ich stellte mir halt bei dem geschilderten Fall (die Frau nahm sich nach dem sie 14 Tag Zoloft genommen hatte das Leben) ob sie sich trotz oder durch das Medikamentes das Leben nahm. gibt es eigentlich ein Antidepressivum, das nach 14 Tagen seine (volle) Wirkung hat? Beginnt die Wirkung nicht in der Regel erst nach drei bis vier Wochen?

Der normale Zuschauer hat diese Inormationen gar nicht.
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Kawarimono
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #18 - 11. Dezember 2008 um 08:05
 
Wirken tut das. Aber die größte Suizidgefahr besteht dann, wenn die Depression nachläßt, weil der Antrieb wieder kommt, und zwar schneller als das eigentlich Ende der Depression. Das gilt auch dann, wenn man keine Medis nimmt und die Episode unbeeinflußt nachläßt.

Jemand der plötzlich wieder mobil wird und sich bewegen kann, kann sich auch umbringen.

Das hat also mit dem Medikament wenig zu tun und ich finde es nicht verkehrt, für diese kritische Zeit eine Klinik aufzusuchen. Aber das wollen die Meisten nicht. Depressionen werden nach wie vor unterschätzt.

Interessant ist bei den Ausschnitten mit den amerikanischen Prozessen, daß jeder der Amok lief eine Waffe hatte. Auf die Idee, Hersteller von Waffen zu verklagen, weil sie Waffen an Depressive verteilen, kommen die Amis nicht.

Kawarimono
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #19 - 11. Dezember 2008 um 08:19
 
Lilly hat eine neu Pressemeldung

Zitat:
Richtigstellung von Lilly Deutschland zur Pressemitteilung und Sendung "Das Pharmakartell" von „Frontal21“ (8. bzw. 9. Dezember)
Bad Homburg, 10. Dezember 2008 -  

Die Kernaussagen der Pressemitteilung und des Fernsehbeitrags von „Frontal21“ sind grob irreführend. Unter Berufung auf eine angebliche Liste der deutschen Zulassungsbehörde wird der unzutreffende Eindruck erweckt, dass in Deutschland vier Kinder infolge der Behandlung mit Strattera starben. Richtig ist, dass kein einziger Todesfall eines Kindes in Deutschland bekannt ist, der in ursächlichem Zusammenhang mit Strattera steht. Diesbezüglich verweisen wir auch auf die unabhängige Stellungnahme des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): http://www.bfarm.de

Lilly hat bereits im Rote-Hand-Brief zu Strattera aus dem Jahre 2005 auf das Thema Suizidalität hingewiesen und einen entsprechenden Warnhinweis in die Fach- und die Gebrauchsinformation aufgenommen. Entsprechende Fallberichte aus der weltweiten Erfassung unerwünschter Arzneimittelwirkungen sind bekannt, dokumentiert und liegen den jeweiligen Zulassungsbehörden vor. Es handelt sich hierbei um Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen; ein Kausalzusammenhang im Einzelfall ist nicht belegt. Auf der Grundlage von Spontanberichten lassen sich keine Aussagen darüber machen, wie häufig eine bestimmte unerwünschte Wirkung unter der Anwendung eines Arzneimittels vorkommt, da ein Bezug auf die Anzahl der behandelten Patienten nicht vorliegt.

Die Nutzen-Risiko-Bewertung von Strattera bleibt unverändert positiv. Diese Einschätzung teilen die Zulassungsbehörden in weltweit 83 Ländern, einschließlich USA.

Die Aussage des Patientenbeauftragten im Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, dass Strattera ein negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis habe, ist demnach falsch. Es ist grob unwissenschaftlich und zudem unverantwortlich, eine Nutzen-Risiko-Bewertung ohne Kenntnis von Einzelfällen lediglich anhand von Falllisten vornehmen zu wollen.

Falsch ist außerdem, dass Strattera "im Prinzip bei gesunden Kindern" eingesetzt wird. Tatsächlich setzt die Behandlung mit Strattera die Diagnose ADHS voraus. Diese muss von einem Arzt mit entsprechendem Fachwissen nach international anerkannten Kriterien vorgenommen werden und die Behandlung muss als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms erfolgen. Strattera ist als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms zur Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab 6 Jahren und bei Jugendlichen zugelassen.  Ein solches Programm schließt typischerweise psychologische, pädagogische und soziale Maßnahmen ein.

Ein Zitat von Professor Peter Schönhöfer in der Pressemitteilung des ZDF legt die pharmakologische Gleichsetzung von Strattera mit Amphetaminen und "Speed" nahe. Diese Aussage muss aus dem Zusammenhang gerissen sein und sich tatsächlich auf andere Medikamente bezogen haben. Denn Strattera gehört nicht zu den Psychostimulanzien und besitzt kein Abhängigkeitspotenzial.  

Weitere sachorientierte Fragen beantwortet gerne unsere Presseabteilung (06172-2732738, Email an "Pressekontakt" unter www.lilly-pharma.de/presse.html) bzw. die Medizinische Information (06172-273 2222, Email).  

Wir weisen ausdrücklich Pauschalvorwürfe zu kriminellen Handlungsweisen wie Spionage, Bedrohung, Bestechung oder Vertuschung zurück. Lilly war 2004 eines der ersten Unternehmen, das die Ergebnisse seiner in Prüfungsverfahren begutachteten klinischen Studien öffentlich zugänglich machte. Die Studiendaten sind im Internet auf www.lillytrials.com einsehbar; sie umfassen mittlerweile die Ergebnisse aus mehr als 10 Jahren Forschungsarbeit.


http://www.lilly-pharma.de/presse/unternehmensshynachrichten/aktuelle-meldungen/...

Bei ADHS Deutschland gibt es auch eine Pressemeldung

http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abt_ID=1&site_ID=122

Von Dr. Skrodzki (AG-ADHS) soll wohl auch noch was kommen, wie ich vernommen habe.


Ziel dieser Sendung war es wohl Klischees zu bedienen und Stimmung zu machen  unentschlossen

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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #20 - 11. Dezember 2008 um 08:43
 
Zitat:
Ziel dieser Sendung war es wohl Klischees zu bedienen und Stimmung zu machen  unentschlossen


Aber hundert Pro!
Ich kann ja nicht alle Themen überblicken, aber da waren einige Böcke dabei.

Die Stimmungsmache hat allerdings funktioniert, wenn ich mir das Forum beim ZDF so anschaue.
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #21 - 11. Dezember 2008 um 08:56
 
Der normale Verbraucher hat weder die Möglichkeit noch das Interesse solche Dinge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Da wird so eine Sendung nur zu gerne hingenommen wie Sie ist, da sie oft genug auch die vorgefasste Meinung Pharma = böse, bestätigt.

Dass es Menschen gibt, die auf solche Medikamente angewiesen sind, dass sie diesen geholfen haben und helfen und das es eine Nutzen/Risikoabwägung gibt interessiert niemanden. Darüber wieviele Menschen sich wohl OHNE diese Medikamente schon das Leben genommen hätten wird nicht berichtet  Griesgrämig

Edit: Drehen wir den Spieß einmal um, wieviele Menschen sollen nun wohl OHNE Rücksprache mit ihrem Arzt diese Medis absetzen und mit welchen Folgen? Können wir in einigen Wochen eine Sendung darüber sehen, wieviele Leben diese Frontal 21 Sendung gekostet hat? Zugegeben das ist vielleicht übespitzt, aber  trotzdem!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #22 - 11. Dezember 2008 um 08:58
 
Zitat:
Die Stimmungsmache hat allerdings funktioniert, wenn ich mir das Forum beim ZDF so anschaue.


Das tue ich mir nicht an. Ich habe eine Mail an Frontal 21 geschrieben (natürlich ohne Reaktion) und eine an Herrn Skrodzki. Diesen Mann, der eine Lobby für Betroffene ist und sich schon viel eingesetzt hat sollte man in seiner Arbeit bestätigen und im Mut machen. Vorallem nach so einer Sendung!
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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #23 - 11. Dezember 2008 um 09:08
 
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Kawarimono
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #24 - 11. Dezember 2008 um 11:48
 
Die Sache ist wie immer einfach:

Keiner ist gezwungen Medikamente zu nehmen. Smiley

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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #25 - 11. Dezember 2008 um 11:55
 
Für Kinder wird entschieden.

Wie groß ist der Einfluß solcher Sendungen? Was wenn jemand Aufgrund solch falscher Informationen entscheidet und denkt der behandlende Arzt bekommt Geld, dafür, dass er dieses oder jenes verschreibt?

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Kawarimono
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #26 - 11. Dezember 2008 um 12:27
 
Zitat:
Für Kinder wird entschieden.


Ja. Gemäß unseres Rechtssystems ist das auch weitestgehend legitim. Ist auch nicht besonders teuer ein Kind um die Ecke zu bringen:

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/art372588,3548843

Zitat:
Bad Säckingen
Siebenjährige stirbt: Heilpraktiker verurteilt
[0]

Weil ein siebenjähriges Mädchen an Diabetes starb und er es versäumt hatte, sie zur Behandlung ins Krankenhaus zu schicken, ist ein Heilpraktiker vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen zu 7.500 Euro Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.
Kinder mit Diabetes haben es schwer

Das Mädchen aus dem westlichen Kreis Waldshut war ursprünglich wegen Sprachschwierigkeiten bei dem Angeklagten in Behandlung gewesen. Im Oktober 2006 wurde klar, dass das Mädchen an Diabetes erkrankt war. Der angeklagte Heilpraktiker sagte den Eltern, dass das Mädchen auch ohne Insulin heilbar sei. Die Mutter des Mädchens, ebenfalls Diabetikerin, glaubte dies, auch unter dem Gedanken, ihrer Tochter ein Leben ohne Spritzen möglich zu machen.
[...]


Man kann sicher 100 x schreiben, "Hau Dir nicht auf den großen Zeh, denn das tut weh." Wenn aber jemand das unbedingt ausprobieren will, dann muß er das wohl tun.

Zitat:
Wie groß ist der Einfluß solcher Sendungen? Was wenn jemand Aufgrund solch falscher Informationen entscheidet und denkt der behandlende Arzt bekommt Geld, dafür, dass er dieses oder jenes verschreibt?


Die Evolution ist ja für Menschen nicht ungültig.

Du siehst doch, daß die Meisten immer noch blöder werden, wenn man ihnen was erklärt. Viele sind so gebaut, daß erstmal was spüren müssen, bevor sie was merken. Deshalb springen auch immer die Impfraten an, wenn die Masern da sind und wenigstens einer gestorben ist.

Also bitteschön: Try the disease.

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joytopia
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #27 - 11. Dezember 2008 um 15:39
 
Die Reaktion der Pharma-Lobby hier Forum ist ungebrochen und war voraussehbar.

Horst Seehofer musste schon eingestehen, dass die Pharma-Industrie und ihre Lobbyisten  mehr Macht besitzen  als unsere Politiker.
Ausser denen natürlich , die mit im grossem Boot sitzen dürfen. Kapital , oder besser unersättliche  Geldgier,  geht eben vor dem wohl des Patienten.
Fontal 21  hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Das Schweigen hat ein Ende!

Schon ein paar Jahre alt, aber trotzdem aktuell und erschreckend ehrlich.
http://de.youtube.com/watch?v=DCy1D1HGeeA
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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #28 - 11. Dezember 2008 um 15:49
 
Wo war die "mächtige Pharmalobby", als ein Quacksalber versuchte ein Kind mit Typ-1-Diabetes ohne Insulin zu behandeln?
http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/art372588,3548843
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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #29 - 11. Dezember 2008 um 15:53
 
Wo war die "Pharmalobby" als der Patientenbeauftragte ADHS-kranke Kinder als "im Prinzip gesund" diskriminierte?
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elf
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #30 - 11. Dezember 2008 um 16:00
 
joytopia schrieb am 11. Dezember 2008 um 15:39:
Die Reaktion der Pharma-Lobby hier Forum ist ungebrochen und war voraussehbar.
Horst Seehofer musste schon eingestehen, dass die Pharma-Industrie und ihre Lobbyisten  mehr Macht besitzen  als unsere Politiker.


Stimmt, joytopia!

Die ganze Pharma-Lobby!
Wer genau?

¿Hier Forum?

Was Christ-Politiker angeht und den Wahrheitsgehalt dessen, was sie wohlfeil absondern, darüber gibt´s reichlich Literatur.
Großes Barschel-Ehrenwort!
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„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #31 - 11. Dezember 2008 um 16:02
 
joytopia schrieb am 11. Dezember 2008 um 15:39:
Die Reaktion der Pharma-Lobby hier Forum ist ungebrochen und war voraussehbar.

Horst Seehofer musste schon eingestehen, dass die Pharma-Industrie und ihre Lobbyisten  mehr Macht besitzen  als unsere Politiker.
Ausser denen natürlich , die mit im grossem Boot sitzen dürfen. Kapital , oder besser unersättliche  Geldgier,  geht eben vor dem wohl des Patienten.
Fontal 21  hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Das Schweigen hat ein Ende!

Schon ein paar Jahre alt, aber trotzdem aktuell und erschreckend ehrlich.
http://de.youtube.com/watch?v=DCy1D1HGeeA


Wie glaubwürdig ist eine Sendung, in der es von falschen Inormationen nur so wimmelt?

BfArM weiß nichts von vier Toten
Das Kranheitsbild des ADHS und der Depressionen wurden falsch dargestellt
Herrn Skrodzki das Wort abgeschnitten und Herr Schönhöfer in falschem Zusammenhang zitiert.
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joytopia
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #32 - 11. Dezember 2008 um 16:31
 
Kritik an der Pharmaindustrie und deren fragwürdigen Methoden wächst . Sogar in Speichelleckerzeitung wie unser beliebter Spi---
und St....

Es gibt schon mehrere Kliniken, die keine finanzielle Unterstützung ( Fortbildungen ...)   von der Pharma mehr billigen und auch keine
Pharmareferenten mehr in die Klinik lassen.

Anständige Ärzte sind es leid , von Werbeagenturen der Pharma , sich immer neue frei erfundene Pseudo-Befindlichkeitsstörungen
als neue Krankheit verkaufen bzw. aufschwatzen zu lassen. Siehe SISSI Syndrom. Auch den Mann im Klimakterium hat man jetzt als kapitalträchtiges  Opfer entdeckt, nachdem die Frau im Alter hinreichend ausgeschöpft wurde.

Patienten brauchen mehr Zuwendung. Reden statt Pillen schlucken. Das besagt ein Bericht des Institut für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Von Antidepressiva z.B. profitieren nur schwer kranke Patienten. Alle anderen
sind reine Pillenschlucker.
Quelle: www.stern.de/depression
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Bulganin
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #33 - 11. Dezember 2008 um 16:44
 
Sie können tausende echte und vermeintliche Skandale aufdecken, es wird an Ihren Komplexen nichts ändern.
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... Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...NEMs brauchen nur die Hersteller und die Verticker...Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...
 

 
magnetit_heilstein
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Ich find die Sendung gut!
Antwort #34 - 11. Dezember 2008 um 16:47
 
Die Verlage stecken mit den Pharmafirmen unter einer Decke. Ich finds eine Sauerei, daß man im Fernsehen nicht zeigt, wer in den Verlagen mitmacht. Die Filmaufnahmen sind doch da! Die Namen müssen auf den Tisch!
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #35 - 11. Dezember 2008 um 16:48
 
@joytopia

Wissen Sie, es mag sein dass es Korruption gibt, das kann und will ich hier nicht beurteilen. Nur sollte man als Quelle nicht eine Sendung heranziehen in der es von falschen Aussagen nur so wimmelt
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valerie
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #36 - 11. Dezember 2008 um 18:41
 
joytopia schrieb am 11. Dezember 2008 um 16:31:
Anständige Ärzte sind es leid , von Werbeagenturen der Pharma , sich immer neue frei erfundene Pseudo-Befindlichkeitsstörungen
als neue Krankheit verkaufen bzw. aufschwatzen zu lassen. Siehe SISSI Syndrom. Auch den Mann im Klimakterium hat man jetzt als kapitalträchtiges  Opfer entdeckt, nachdem die Frau im Alter hinreichend ausgeschöpft wurde.


Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass das Angebot die Nachfrage steuern soll anstatt umgekehrt  Laut lachend
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Hema
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Re: Das Pharma-Kartell
Antwort #37 - 11. Dezember 2008 um 18:45
 
magnetit_heilstein schrieb am 11. Dezember 2008 um 16:47:
Die Verlage stecken mit den Pharmafirmen unter einer Decke. Ich finds eine Sauerei, daß man im Fernsehen nicht zeigt, wer in den Verlagen mitmacht. Die Filmaufnahmen sind doch da! Die Namen müssen auf den Tisch!


WELCHE Verlage?
WELCHE Pharmafirmen?

Meinen Sie so was und so was?

Sie rufen nach Namen und nennen selber keine für Ihre Verdächtigungen. Augenrollen
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« Zuletzt geändert: 11. Dezember 2008 um 21:12 von Hema »  
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valerie
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #38 - 12. Dezember 2008 um 09:31
 
elf schrieb am 11. Dezember 2008 um 16:00:
joytopia schrieb am 11. Dezember 2008 um 15:39:
Die Reaktion der Pharma-Lobby hier Forum ist ungebrochen und war voraussehbar.
Horst Seehofer musste schon eingestehen, dass die Pharma-Industrie und ihre Lobbyisten  mehr Macht besitzen  als unsere Politiker.


Stimmt, joytopia!

Die ganze Pharma-Lobby!
Wer genau?

¿Hier Forum?


Hier doch nicht!  Laut lachend  Durchgedreht Laut lachend
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #39 - 12. Dezember 2008 um 15:46
 
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magnetit_heilstein
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Re: Das Pharma-Kartell
Antwort #40 - 13. Dezember 2008 um 21:19
 
Hema schrieb am 11. Dezember 2008 um 18:45:
magnetit_heilstein schrieb am 11. Dezember 2008 um 16:47:
Die Verlage stecken mit den Pharmafirmen unter einer Decke. Ich finds eine Sauerei, daß man im Fernsehen nicht zeigt, wer in den Verlagen mitmacht. Die Filmaufnahmen sind doch da! Die Namen müssen auf den Tisch!


WELCHE Verlage?
WELCHE Pharmafirmen?

Meinen Sie so was und so was?

Sie rufen nach Namen und nennen selber keine für Ihre Verdächtigungen. Augenrollen


Was ist denn das für eine Logik?Die Reporter haben die Aufnahmen doch nicht mit zugeklebten Kameralinsen gemacht, oder?Also, her mit den Bildern,voll scharf, damit man die Gesichter gut sehen kann.Waren bei den Rekordern die Mikros abgezogen?Ne,nich?Also sollen die im Fernsehen den Originalton in Originalqualität ausstrahlen statt nachsprechen.
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Hema
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #41 - 14. Dezember 2008 um 00:32
 
Ach so...

Sie meinten das jetzt konkret in dem Beitrag. Das ist aber üblich und Gegenstand der Vereinbarung zwischen dem Medium und dem Informanten. Weil es ohne den Schutz der Identität die Informationen nicht gibt. Die Leute wollen ja ihren Job behalten in der Regel. Deswegen macht man das.
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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #42 - 17. Dezember 2008 um 17:10
 
Zitat:
Re: Pharmakartell: Danke für die gute Recherche und für Ihren Mut zur Wahrheit

   * von: julie45
   * Erstellt am: 17.12.08, 11:51
   * 25 mal gelesen

Gute Recherche? Mut zur Wahrheit?
Also wenn der Rest des Beitrages genauso zustande gekommen ist wie der Teil um die Selbsthilfegruppen, habe ich so meine Zweifel.
Ich bin diejenige Frau von der "Beratungsstelle", die man als Verharmloser der Nebenwirkungen von Strattera vorgeführt hat. Nicht nur wurde ich ahnungslos von einem angeblichen Vater einer 17 jährigen Tochter (nicht "Sohn") mit versteckter Kamera gefilmt, auch meine Aussagen wurden vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und ins Gegenteil von dem verkehrt, was ich eigentlich gesagt hatte. Nämlich dass keins der Kinder aus unserem Umfeld wegen der Nebenwirkungen mehr Strattera bekommt; dass es meines Wissens zu zwei Suizidfällen kam (die wurden vom Gesprächspartner bagatellisiert, nicht von mir) und dass wir ganz bestimmt kein Geld von irgendwelchen Konzernen annehmen würden.
Aber das hat ja nicht in die Kernaussage der Sendung gepasst.
Weder Herr Esser noch die Redaktion sind willens, die Originalbänder herauszugeben.
Wirklich sehr mutig!
http://chatsundforen.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/10/0,1872,5241482,00/sendungen...

Kann man so etwas beim Presserat anzeigen?
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Hema
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #43 - 17. Dezember 2008 um 17:22
 
Ich meine schon.

Dafür ist der ZDF Fernsehrat zuständig.

Man kann sich - ich empfehle nach Sichtung der Satzung und Richtlinien - direkt an den Fernsehrat wenden:

ZDF Fernsehrat


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Sildenafil
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #44 - 17. Dezember 2008 um 17:58
 
Bringt das was?
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Hema
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #45 - 17. Dezember 2008 um 18:06
 
Versuch macht kluch. Zwinkernd

Ja, wenn man es gut formuliert und gut belegen kann.

Das gibt dann ggf. eine Art Rüge, ein Wiederholungsverbot und ein Gegendarstellungsrecht. Letzteres könnte sie aber schon so mal einfordern. Sie ist ja direkt betroffen.
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #46 - 31. Dezember 2008 um 17:33
 
Für jeden der sich etwas mit der Materie befasst waren in dieser Sendung ganz offensichtliche Falschaussagen drin. Sie haben keine Ahnung. Da können Sie hier noch so geifern. Bevor Sie den Mund aufmachen fangen Sie den Thread mal vorne an zulesen.

Wicked
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #47 - 01. Januar 2009 um 14:59
 
Die Sendung war reißerisch sonst nichts.

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koejac
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #48 - 04. Januar 2009 um 13:50
 
Das ist typisch Network Marketing - zu nichts taugende Produkte zu überhöhten Preisen.
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svenn
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #49 - 13. Juni 2009 um 09:59
 
Förderpreis für ZDF-Autoren

Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis geht an Astrid Randerath und Christian Esser, die Autoren der ZDF-Fernsehdokumentation "Das Pharmakartell". Die Jury hält die "Frontal-21"-Dokumentation für ein herausragendes Beispiel von investigativem Journalismus.

Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und der Förderpreis werden von einem 16-köpfigen Freundeskreis des 1995 gestorbenen Tagesthemen-Moderators alljährlich an Fernsehjournalisten vergeben, die "mit herausragenden Arbeiten bewiesen haben, dass sie kreative, kritische und unabhängige Journalisten sind".

http://www.tagesschau.de/kultur/brender104.html
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joytopia
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #50 - 07. Juli 2009 um 10:36
 

Wenn der Arzt schlampt und Pat. mit einem Taschengeld abgespeist werden.
so reklamieren sie ärztliche Kunstfehler
Sich gegen Ärztepfusch wehren
Halbgötter in Not - Der Arzt als Patient
Heute bei WISO
www,zdf.de
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elf
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Homöopathie ist Totschlag
Antwort #51 - 07. Juli 2009 um 11:29
 
joytopia schrieb am 07. Juli 2009 um 10:36:
Wenn der Arzt schlampt
Gute Sendung, gerade schon mal reingeguckt.

Wo wir dabei sind:
Skeptiker - Zitat:
Homöopath wegen Totschlags verurteilt  

13.06.2009 (GWUP) - Homöopathie gilt vielen als sanfte Alternative zur Schulmedizin. Wie gefährlich wirkungslose Alternativmedizin sein kann, zeigt der Fall eines im Alter von nur neun Monaten verstorbenen Säuglings mit einer schweren Hautkrankheit. Das Kind starb, weil die Eltern auf jede evidenzbasierte Behandlungsmethode verzichteten und ausschließlich Homöopathika verabreichten. Dafür wurden sie von einem australischen Gericht nun wegen Totschlags verurteilt....

http://www.gwup.org/infos/nachrichten/881-homoeopath-wegen-totschlags-verurteilt...

Die gehören ALLE hinter Gitter

Zum eleganten Töten mit verdünntem Wasser:
http://hpd.de/node/7168
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Re: Homöopathie ist Totschlag
Antwort #52 - 07. Juli 2009 um 11:49
 
elf schrieb am 07. Juli 2009 um 11:29:
Wo wir dabei sind:
Skeptiker - Zitat:
Homöopath wegen Totschlags verurteilt  

13.06.2009 (GWUP) - Homöopathie gilt vielen als sanfte Alternative zur Schulmedizin. Wie gefährlich wirkungslose Alternativmedizin sein kann, zeigt der Fall eines im Alter von nur neun Monaten verstorbenen Säuglings mit einer schweren Hautkrankheit. Das Kind starb, weil die Eltern auf jede evidenzbasierte Behandlungsmethode verzichteten und ausschließlich Homöopathika verabreichten. Dafür wurden sie von einem australischen Gericht nun wegen Totschlags verurteilt....

http://www.gwup.org/infos/nachrichten/881-homoeopath-wegen-totschlags-verurteilt...

Die gehören ALLE hinter Gitter

Zum eleganten Töten mit verdünntem Wasser:
http://hpd.de/node/7168


Ja, da gabs doch einmal diese Sendung über das Treiben der Heilpraktiker:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/431826
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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #53 - 13. Januar 2010 um 14:21
 
Die letzte Zeit hatte sich die ein oder andere Zeitschrift

http://www.stern.de/magazin/heft/stern-nr-45-29102009-ritalin-1517937.html (von wegen Janis ist eines von 100000 Kindern)

oder der Gutmensch Herr Kerner der sein geballtes Wissen über Ritalin in seiner Sendung auf die Menschheit los lässt

http://www.sat1.de/kerner/sendung/themen/41599/ mal wieder über ADHS und Ritalin ausgelassen.

Eben habe ich mal interessehalber in den Arzneimittelreport geschaut

http://www.arzneimittelreport.de/3_3.7_3.7.7_Ergebnisse.html

Zitat:
übertragen auf die 229.473 GEK - Versicherten in der Altersgruppe der 3-17jährigen erhielten mit den 3.111 Versicherten im Untersuchungszeitraum damit 1,36% mindestens eine Verordnung eines Präparates mit dem Wirkstoff Methylphenidat.


1,36% der Kinder wobei man bei 5% davon ausgeht, dass sie ein ADHS haben finde ich nicht zu viel, da frage ich mich sogar eher ob dem ein oder anderen Kind da nicht vielleicht sogar eine adäquate Behandlung abgeht.

und 3111 Kinder sind ja nun wirklich keine 100000 wie der Stern so hübsch reißerisch behauptet hat.

Oder kann ich nicht rechnen?

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wilma
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #54 - 13. Januar 2010 um 15:10
 
Wicked, ich hab den Stern-Artikel nicht, und aus Ihren Zahlen werd ich einfach nicht schlau.

Also wenn die Frage lautet:
Wird zuviel oder zuwenig Methylphenidat bei ADHS verordnet?

dann braucht man zunächst Angaben zur Prävalenz von ADHS im Kindes-und Jugendalter, die gibt es z.B.hier:
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=0.7.47.3161.3163.3165
Je nach Erhebungsmethode werden für Deutschland Zahlen von
2-7%, 1-2% bzw. 3,9% genannt.

Dann braucht man noch Angaben wie dieser hier:
http://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/
Aha, also 13,5 Mio Menschen in Deutschland sind unter 18 Jahre alt.

Nun zum Rechnen.
Nehme ich eine ADHS-Prävalenz von 3% an, dann entspricht das 405.000 Betroffenen (0,03 x 13,5 Mio).

Blick in den Arzneiverordnungsreport - der besagt, dass im Jahr 2006 39,3 Mio DDD Methylphenidat verordnet wurden. Hui, das sieht zunächst mal fürchterlich viel aus. Aber rechnen wir auf einen Behandlungstag herunter:
39,3 Mio DDD/Jahr geteilt durch 365 Tage => 107.600 Patienten erhalten täglich Methlphenidat.

Also:
405.000 Betroffene, 107.600 Personen erhielten täglich Methylphenidat.
Überversorgung?

Das ist natürlich nur eine ganz grobe Abschätzung. Fehlerträchtig, weil die obigen Angaben zur Prävalenz sehr stark voneinander abweichen. Außerdem geht aus den Zahlen im AVR nicht hervor, wie hoch der Anteil der Verordnungen an Erwachsene bzw. an Personen unter 18 Jahre war. Es dürften auch einige Verordnungen bei Narkolepsie dabei sein, so dass obige Abschätzung - etwa ein Viertel der ADHS-betroffenen Kinder und Jugendlichen erhalten Methylphenidat - die Verschreibungshäufigkeit bei eben jener Gruppe noch etwas ÜBERschätzt.

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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #55 - 13. Januar 2010 um 15:19
 
*an den Kopf fass*

Danke Wilma mir ist da ein Fehler unterlaufen, ich hatte mich auch etwas über die Zahlen gewundert, aber nicht sofort registriert, welcher Fehler mir unterlaufen ist... GEK ist EINE Krankenkasse und steht nicht für gesetzliche Krankenkasse = GKV peinlich, peinlich.... Augenrollen

Weiß jemand eine Quelle wo man die genauen Zahlen Bundesweit einsehen kann...
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wilma
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #56 - 13. Januar 2010 um 15:23
 
Welche genauen Zahlen sollen es denn GENAU sein?

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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #57 - 13. Januar 2010 um 15:29
 
Zitat:
Welche genauen Zahlen sollen es denn GENAU sein?



Wieviel Prozent der Kinder in BRD mit MPH behandelt werden. Ihre Berechnung ist wie sie sagen schon sehr grob, über die Prävalenz kann man natürlich streiten da geistern sehr unterschiedliche Zahlen durch die Gegend 5% war das was ich im Kopf hatte.
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wilma
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #58 - 13. Januar 2010 um 19:31
 
Ja, meine Abschätzung war nur Pi mal Daumen, und ich muss sie gleich korrigieren.

Methylphenidat ist zugelassen zur ADHS-Behandlung im Alter von 6-17 Jahren.
In dieser Altersgruppe sind 9,4 Mio. Menschen.
Davon 3,9% Prävalenz von ADHS (die Zahl vom RKI) => 366.000 Betroffene.

Neuere Zahl für 2007: es wurden 46 Mio. DDD verordnet, das heißt pro Behandlungstag 126.000 DDD.

=> Also: 366.000 Betroffene, von denen werden 126.000 täglich mit Methylphenidat versorgt - etwa ein Drittel.

Mittlerweile hab ich eine Präsentation von Herrn Glaeske mit den Daten der GEK gefunden, das waren wohl die Daten, die Sie erwähnten. In der Präsentation ists etwas griffiger nachzuvollziehen:
http://www2.bptk.de/uploads/gek_praesentation_glaeske_14.10.08.pdf
Aber immer noch nur ein kleiner Ausschnitt, da begrenzt auf GEK.

Wo kriegt man nun harte Daten her?
Dazu bräuchte man Daten zur Verschreibung von Methylphenidat, gekoppelt mit der Diagnose und dem Alter des Patienten.
Ob es das für alle Versicherten gibt, das weiß ich nicht.
Hier http://www.bmg.bund.de/cln_160/nn_1168248/SharedDocs/Standardartikel/DE/AZ/D/Glo... findet sich ein Hinweis, dass Versorgungsforschung auf den Weg gebracht werden soll:
Zitat:
(3) Aufbau einer systematischen Analyse der Verordnungsdaten über Methylphenidat.
Hierzu sind entsprechende Werkverträge abgeschlossen worden, die u.a. auch eine Verbrauchsanalyse in Korrelation mit der Indikationsstellung sowie mit dem Behandlungsverlauf ermöglichen.

Inwieweit es da Ergebnisse gibt, weiß ich nicht - muss mich erkundigen.

EINE heftige Unsicherheit wird auch bei Vorliegen harter Daten zur Verschreibungshäufigkeit bleiben, und das ist die Unsicherheit über die Prävalenz, siehe mein Post zuvor. Eine Fehlerquote von Faktor 2 ist da locker drin - und wäre somit auch in der von Ihnen gewünschten Prozentangabe (Behandlung mit MPH bei ADHS) enthalten.

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Wicked
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Re: Frontal21 - 9.12. - 21:00 Uhr - Das Pharma-Kartell
Antwort #59 - 14. Januar 2010 um 11:13
 
Danke!

Schade dass es keine genauen Zahlen gibt, Erwachsene müsste man raus rechnen, das dürften auch einige sein die MPH als off-label-use bekommen, und dann gibt es ja noch Kinder die Adderal (Amphetaminsaft) oder Atomoxetin (Strattera) bekommen.
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