Am siebten März schüsseln Raab und Konsorten wieder die Bobbahn hinunter. Nun hat aber die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg entschieden, dass es sich bei dieser Dauerwerbesendung tatsächlich um eine Dauerwerbesendung handelt, wer hätte das gedacht. Das kann für Pro7/Raab recht kritisch werden, nämlich dann, wenn "es schüsselt, und keiner glotzt hin."
Ich zitiere aus der FAZ:
Zitat:Denn laut den Werberichtlinien der Landesmedienanstalten dürfen Privatsender am Tag lediglich 20 Prozent ihrer Sendezeit für Werbung verwenden, also 288 Minuten. Und weil die "Wok-WM" nicht gerade für ihre Kürze bekannt ist, wird sie einen wesentlichen Teil dieser Zeit beanspruchen. Um nicht den ganzen Tag über auf Werbepausen verzichten zu müssen, will Pro Sieben die "Wok-WM" auf exakt vier Stunden begrenzen, von 20.15 Uhr bis 0.15 Uhr. "Wir werden sehr genau darauf achten, diese Zeit einzuhalten", sagt ein Pro Sieben-Sprecher. (2008 dauerte die "Wok-WM" bis 0.48 Uhr, 2007 bis 0.34 Uhr - wenn Stefan Raab sich ein bisschen sputet oder ein Team weniger die Bobbahn runterschickt, ist das also ganz gut machbar.)
Damit bleiben von 288 Minuten 48 übrig, die auf Werbeunterbrechungen im Tagesprogramm verwendet werden können. Die Zeit, in der tagsüber sonst Platz für Werbung gewesen wäre, wolle man mit "zusätzlichem Programm" füllen, heißt es in München - und das bedeutet dann: weniger Unterbrechungen.
Quelle:
http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/01/21/wok-wm-pro-sie...Das heißt, wer an diesem Samstag den Wecker stellt und den ganzen Tag über das Pro7-Programm durchglotzt, der hat erstens "zusätzliches Programm" (was auch immer das an hochqualifiziertem Material sein mag) mit wenig Werbeunterbrechungen, und zweitens pünktlich am Abend eine butterweiche Birne. Wenn er dann drittens um acht einen wohlverdienten Absacker trinken geht, oder ins Bett fällt, läutet bei Raab am darauffolgenden Montag das Alarmglöckchen.
Gruß
der Gockel