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Tiere - Opfer der Forschung (Gelesen: 24305 mal)
joytopia
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Tiere - Opfer der Forschung
20. Mai 2009 um 10:13
 
Die Zahl der Tierversuche in Deutschland steigt ständig

Wie nötig sind Tierversuche ?
http://www.zdf.de/
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Hema
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Re: Tiere und Menschen - Nutznießer der Forschung
Antwort #1 - 20. Mai 2009 um 16:29
 
Tierversuche sind notwendig, will man schon als erstes keine Versuche am Menschen machen. Ist doch ganz einfach. Oder melden Sie sich freiwillig für die notwendigen Vorversuche, die normalerweise die Laborratte erdulden muss?

Und auch für die Erforschung von Tierkrankheiten braucht man Forschung und "Versuchkaninchen". Weil man an ihnen lernt. Das macht man ja nicht aus Sadismus, was unterstellen Sie Wissenschaftlern? Was glauben Sie denn, wo die wirksamen Mittel für Miez und Bello und auch für Schweinchen Babe herkommen? Wachsen die auffem Baum?

Also manchmal... Augenrollen
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joytopia
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #2 - 21. Mai 2009 um 18:44
 
@Hema
Tierversuche sind notwendig, will man schon als erstes keine Versuche am Menschen machen. Ist doch ganz einfach. Oder melden Sie sich freiwillig für die notwendigen Vorversuche, die normalerweise die Laborratte erdulden muss?
Und auch für die Erforschung von Tierkrankheiten braucht man Forschung und "Versuchkaninchen". Weil man an ihnen lernt. Das macht man ja nicht aus Sadismus, was unterstellen Sie Wissenschaftlern? Was glauben Sie denn, wo die wirksamen Mittel für Miez und Bello und auch für Schweinchen Babe herkommen? Wachsen die auffem Baum?


Das sind Totschlag - Argumente
Tierversuche sind ethisch -moralisch nicht vertretbar und obendrein ist es eine Verschwendung von Steuergeldern.
Die Ergebnisse von Tierversuchen lassen sich nicht einfach auf den Menschen übertragen, das wissen sie doch.
Millionen von Affen , Ratten, Mäusen, Katzen ..... sterben umsonst einen qualvollen und sinnlosen Tod.

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Hema
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #3 - 21. Mai 2009 um 19:45
 
joytopia schrieb am 21. Mai 2009 um 18:44:
Das sind Totschlag - Argumente.


Nein. Das ist die begründete und erwachsene Wahl des geringeren Übels.

Zitat:
Tierversuche sind ethisch -moralisch nicht vertretbar


Sie sind vertretbarer als Menschenversuche. Wer keine Tierversuche will, muss konsequent auf medizinische Forschung am Tier für den Menschen verzichten. Das ist eine ganz einfache Wahl. Was ist Ihnen wichtiger, ein geprüftes Medikament im Notfall zu kriegen oder das Leben der Versuchstiere? Die Erkenntnisse bleiben ja. Bevor Sie Tierversuche anprangern, ist wesentlich gewichtiger der Fleischverzehr. Ich finde es erstaunlich, gegen geprüfte Arzneimittel zu sein (obwohl, Sie sind ja der erste, der die Sicherheit von Arzneimitteln pauschal anzweifelt...) und sich dann - ganz Gutmensch - erst mal einen Döner zu holen. Für Döner, Jägerschnitzel und die Hühnersuppe sterben wesentlich mehr Tiere als für Tierversuche. Und jetzt sagen Sie bitte nicht, dass jeder Döner, jedes Schnitzel und jede Hühnersuppe unabdingbar wäre oder nicht durch Milch, Eier und Käse ersetzbar wären prinzipiell. Oder jede Ledertasche und die schicken Schuhe.

Bevor man Tierversuche für sinnlos hält, sollte man die Proportionen auch kennen.

Zitat:
und obendrein ist es eine Verschwendung von Steuergeldern.


Ach. Wer, wo und wie? Gehts auch konkreter?

Zitat:
Die Ergebnisse von Tierversuchen lassen sich nicht einfach auf den Menschen übertragen, das wissen sie doch.


Ich weiß nur sicher, dass Sie wenig Ahnung von Sinn und Zweck von Tierversuchen und auch der Übertragbarkeit auf den Menschen haben, aber große Reden schwingen.

Zitat:
Millionen von Affen , Ratten, Mäusen, Katzen ..... sterben umsonst einen qualvollen und sinnlosen Tod.


Sagen Sie.
Das ist uninformierter Unsinn.
Noch mal: das macht keiner aus Spaß. Sie unterstellen Wissenschaftlern ja, eine irre Freude am sinnlosen Hinschlachten zu haben. Gehts noch? Ärgerlich
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joytopia
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #4 - 22. Mai 2009 um 11:32
 
@Hema
Steuerverschwendung
Ach. Wer, wo und wie? Gehts auch konkreter?
Ich weiß nur sicher, dass Sie wenig Ahnung von Sinn und Zweck von Tierversuchen und auch der Übertragbarkeit auf den Menschen haben, aber große Reden schwingen.


Wer bezahlt den die  Forschung mit Tierversuchen? Fehlinvestitionen in Millionenhöhe !
Gehts noch?
Große Reden schwingen überlasse ich ihnen. Das haben sie zweifelsohne besser gelernt!
Es ist nach wie vor eine sinnlose und nutzlose Abschlachterei von Lebewesen.
100 Jahre Tierversuche und kein Beweis, das die Ergebnisse für den klinischen Alltag tauglich ist.  
Viele schädliche Wirkungen werden im Tierversuch nicht erkannt . Darum verschwinden auch viele Medikamente
wieder vom Markt. Nachdem man vorher gute Gewinne gemacht hat. Versteht sich.

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Hema
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #5 - 22. Mai 2009 um 13:05
 
joytopia schrieb am 22. Mai 2009 um 11:32:
Wer bezahlt den die  Forschung mit Tierversuchen? Fehlinvestitionen in Millionenhöhe !
Gehts noch?


Was ein Unsinn. Deshalb fragte ich ja nach, weil ich genau das vermutete: wer braucht schon Fakten, wenn er eine feste Meinung hat. Schon ein Blick in die Wikipedia hätte diesem Wissenmangel bei der Frage, wer alles Tierversuche macht und warum, grob abgeholfen.

Hier gibts auch Infos:
ZEBET - Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch

Noch mal, Sie belieben ja, nicht zu antworten: Wie sollen neue, bessere Medikamente entwickelt werden? Wie sollen die Pathomechanismen von Krankheiten aufgeklärt werden, wenn nicht auch Forschung an Tieren erlaubt ist?

Es gibt strenge Auflagen, was sinnlose Versuche von vornherein verhindert. Es muss immer klar definiert sein, was man herausfinden will und dann wird geprüft, ob das in der angedachten Art und Weise möglich und sinnvoll ist.

Die Versuchstiere werden in den allermeisten Fällen als Versuchstiere schon gezüchtet.
Der Bund finanziert Forschung und Ausbildung, ja. Ich kann aber keine Verschwendung von Steuergeldern darin sehen, wenn Grundlagenforschung gemacht wird. Ich halte es auch für sinnvoll, wenn Arzneien am Tier und nicht am Menschen geprüft werden in den ersten Phasen.

Eine Frage: Leben Sie vegan? Warum antworten Sie nicht auf meinen Verweis mit Fleisch und anderen tierischen Produkten?

Zitat:
Große Reden schwingen überlasse ich ihnen. Das haben sie zweifelsohne besser gelernt!
Es ist nach wie vor eine sinnlose und nutzlose Abschlachterei von Lebewesen.
100 Jahre Tierversuche und kein Beweis, das die Ergebnisse für den klinischen Alltag tauglich ist.


Und wieder völlige Ahnungslosigkeit.
Was denken Sie, wie viele Arzneimittelskandale wir wohl hätten, würden nicht am Tier Substanzen mit zu starken Nebenwirkungen oder zu geringer Hauptwirkung weitgehend herausgefiltert? Direkt von der Zellkultur an menschliche Probanden oder gleich zum Patienten?

Meine Güte!

Zitat:
Viele schädliche Wirkungen werden im Tierversuch nicht erkannt.


Ohne Tierversuche hätten wir ein Vielfaches. Nur gibt es für Substanzen, die im Tierversuch aussortiert werden, keinen Presserummel. Ihre Aussage ist einfach falsch.

Zitat:
Darum verschwinden auch viele Medikamente wieder vom Markt. Nachdem man vorher gute Gewinne gemacht hat. Versteht sich.


Auch hier wieder: Null Ahnung.

Kein pharmazeutischer Hersteller kann es sich leisten, zweifelhafte Substanzen in den Verkehr zu bringen. Allein der wirtschaftliche Schaden wäre zu groß, weil er für Schäden haftet. Nicht nur in den USA wird das eine sehr teure Angelegenheit. Das geht schon mal nicht aus ökonomischem Selbstschutz. Gewinne macht man nur mit zumindest einigermaßen wirksamen und relativ nebenwirkungsarmen (oder im Risiko-Nutzen-Profil angemessenen oder unvermeidlichen, da in der Natur der Wirkung begründeten Nebenwirkungen) Mitteln. Große Schadenersatzprozesse können Gewinne dahinschmelzen lassen. Das macht keiner absichtlich.

Dass manche Medikamente wieder verschwinden, liegt daran, dass es z.B. andere gibt mit einem günstigeren Risiko-Nutzen-Profil. Manchmal findet man das erst in der Breitenanwendung heraus, z.B. weil der Effekt klein ist (z.B. eins zu einer Million). Einen solchen Effekt finden Sie nicht am Tier, weil nicht eine Million Versuchstiere eingesetzt werden. Oder es gibt Wechselwirkungen mit gängigen anderen Mittel oder bei häufigen Erkrankungen. All das führt dazu, dass ein Medikament trotz aussichtsreicher Ersteinschätzung sich dann nicht halten kann.

Antworten Sie mal konkret: Wenn Sie alles ohne Tierversuche wollen, nehmen Sie dann nur Ungeprüftes/Wirkungsloses wie Homöopathie oder Bachblüten? Oder wollen Sie nicht vielleicht doch Mittel, die Ihr Problem auch beheben können?
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Godesberg
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #6 - 22. Mai 2009 um 14:01
 
90% aller Wirkstoffkandidaten kommen wegen Unwirksamkeit oder starker Nebenwirkungen nicht über den Tierversuch hinaus. Wollen Sie da alle am Menschen testen?

Die Alternative wäre ein kompletter Stop der medizinischen Forschung.

Sie beschweren sich darüber das Nebenwirkungen im Tierversuch nicht erkannt werden und vergessen die Nebenwirkungen DIE erkannt werden.

Wir könnten auch die Polizei abschaffen, schließlich ist sie nutzlos, denn es gibt ja immer noch Verbrechen.
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"Das ist zwar traurig was da vorliegt, aber es bringt mich nicht um."

Matthias Rath zum Krebstod des von ihm "geheilten" Dominik.
 

 
Bluenotes
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #7 - 22. Mai 2009 um 16:39
 
Die medizinische Forschung kann ohne Opfer nicht betrieben werden. Das ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. Auch sollten manche Tierfreunde ein bisschen ihre Doppelmoral hinterfragen. Wer gegen Tierversuche ist, sollte auch so konsequent sein und auf jede medizinische Hilfe verzichten, die eben solche als „conditio sine qua non“ hatte. Aber da ist das Hemd wohl doch etwas näher als die Hose.

In dem ZDF-Beitrag ging es hauptsächlich darum, den Mißbrauch zu hinterfragen, und nicht jedem wissenschaftlichem Ehrgeiz nachzugeben. Absolut vernünftig wie ich meine. Wissenschaft ohne Ethik und Moral taugt nichts und schadet mehr als sie nutzt.



Hema haben wir ein Glück! Evolutionärer Zufall, nur ein kleinprozentiger Unterschied in unserer
Erbmasse, und wir würden vielleicht im Primatenstuhl sitzen.
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Hema
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #8 - 22. Mai 2009 um 16:56
 
Bluenotes schrieb am 22. Mai 2009 um 16:39:
Hema haben wir ein Glück! Evolutionärer Zufall, nur ein kleinprozentiger Unterschied in unserer
Erbmasse, und wir würden vielleicht im Primatenstuhl sitzen.


Wir persönlich schon, ja.
Aber da die Evolution weiterläuft, es keine Garantien gibt und niemand wissen kann, was die Zukunft bringt, kann es auch sein, dass unsere Nachfahren in 10 Mio. Jahren sich nicht mehr sinnvoll verständigen können und dann den Versuchsharro für die dann herrschende Spezies geben müssen... Vielleicht diskutieren dann ja Rattenforscher darüber, wie aufgrund von widrigen Umweltbedingungen das energiefressende menschliche Gehirn über Äonen schrumpfte und wundern sich über die ausgestorbenen Riesen mit den großen Hirnen (eine kleine Weiterentwicklung wie beim Homo florensis...). Was dann ihren Aufstieg ermöglichte. Laut lachend
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Bluenotes
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #9 - 22. Mai 2009 um 17:08
 
Frage an Hema:

Welche Entwicklung hätte der Mensch Ihrer Meinung nach genommen, wenn keine medizinischen Interventionen stattgefunden hätten?
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Sildenafil
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #10 - 22. Mai 2009 um 17:29
 
Dann wären wir jetzt vielleicht drei Milliarden und hätten eine Lebenserwartung von 40 Jahren.
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Schau-ma-amoi
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #11 - 22. Mai 2009 um 17:45
 
Bluenotes schrieb am 22. Mai 2009 um 17:08:
Frage an Hema:

Welche Entwicklung hätte der Mensch Ihrer Meinung nach genommen, wenn keine medizinischen Interventionen stattgefunden hätten?


Die Frage ist natürlich absurd, aber das wissen Sie. Unsere Vorfahren - und damit meine ich nicht nur den H. sapiens sapiens - haben sich in dieser Hinsicht schon wohl redlich bemüht, das Dasein erträglicher zu gestalten. Eine  jedem Lebewesen immanente Eigenschaft, wie ich meine.

Ein verwandtes Spielchen wäre eines, das vom Status quo ausgeht und alle medizinischen Versorgung (abgesehen von den HPs, die sind ja keine Mediziner) ab sofort verschwinden lässt. Makaber.
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christian5
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #12 - 22. Mai 2009 um 23:29
 
In sehr vielen Bereich wird ständig gefordert "untersucht das!", "testet das!", "prüft, ob das stimmt!". Egal ob Renditeversprechen, Spritverbrauch, Schadstoffe, Effizienz, Stromverbrauch  ...

Ich finde diese Vorsicht von Verbrauchern gut. Man muss ja nicht alles glauben was die Werbung verspricht. Doch wie soll man für sich selbst entscheiden ob etwas stimmt oder nicht? Für viele technische Produkte gibt es sowas vielleicht, da stellte jemand was neues her und ein anderer untersucht 2-3 Geräte und macht einen Test Vorher - Nachher.

Niemand hier (denke ich) will Tiere quälen oder unnütz töten. Das Argument, wir würden ja auch Tiere essen, halte ich nur für 50% gültig. Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Schildkröten usw. in Wohnungen nicht artgerecht zu halten - naja. Und auch für Milch + Käse werden Tiere "gequält", nicht artgerecht gehalten. Oder im Zoo eingesperrt, weil es sie sonst garnicht mehr gäbe, oder es werden Pflanzen (ohne Gentechnik!) gezüchtet, die Schädlingsresistenter sind  - dafür sterben aber nicht nur die Schädlinge sondern auch andere, die die Schädlinge fressen würden, usw. usf.

Egal. Es geht ja um Tierversuche für Arzneimittel. Für Kosmetika sind sie ja schon verboten.

Es gibt Alternativen zum Tierversuch http://www.bfr.bund.de/cd/1433

Doch wenn es keine Ergänzung / Ersatz gibt? Am Menschen wird ja bis zur Zulassung eh getestet. Für ein Tier setzen wir uns ein, wollen Versuche komplett verbieten. Für Menschen erlauben wir solche Tests aber. Weil wir Menschen uns frei entscheiden können. Wenn man Tiere und Menschen auf eine Stufe stellt, sollte man dann nicht auch "Menschenversuche" komplett verbieten?

Was wäre dann? "Wer heilt hat Recht" gilt nicht mehr. Wie heilen, ohne Risiken? Dann nur noch "aus Erfahrung". Woher kommt die? Aus Tier- oder Menschenversuchen. Gilt dann eine nachträgliche Rechtfertigung einer Sache, die man künftig verbieten will? Da gibt es so einige Beispiele, die sicher nicht nochmal aufgewärmt werden sollten.

Seit Jahren sinken die Tierversuche bei uns. Gestiegen sind sie seit "REACH". Eine EU-Verordnung.

Die Lebenserwartung steigt übrigens. Insulin, Penicillin, die heutige AIDS-Behandlung, Erkenntnisse über das Immunsystem ... - alles durch Tierversuche ermöglicht. Und alles Nobelpreise.

Muss man ja aber nicht haben.

Christian (geimpft, zuckerkrank, kein Tierhalter)
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Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. (Aristoteles)
 

 
christian5
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #13 - 23. Mai 2009 um 00:09
 
Das gibts ja auch noch:

Zitat:
Die Schöpfung
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. 6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. 14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. 16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. 17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. 20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. 23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
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Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. (Aristoteles)
 

 
Hema
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #14 - 23. Mai 2009 um 08:45
 
christian5 schrieb am 22. Mai 2009 um 23:29:
Die Lebenserwartung steigt übrigens. Insulin, Penicillin, die heutige AIDS-Behandlung, Erkenntnisse über das Immunsystem ... - alles durch Tierversuche ermöglicht. Und alles Nobelpreise.

Muss man ja aber nicht haben.


Ja. Ein Beispiel:

Zur Geschichte der Diabetologie gibt es einen WP-Artikel.

Insulin als Präparat wurde an Hunden entwickelt.
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joytopia
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #15 - 23. Mai 2009 um 19:18
 
@Christian5
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.



Und dann machte Gott aus dem Affen den Menschen. Darwin sei Dank.
Und weil alles so gut geworden war, treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus.

Schön wie jeder das Seine aus der Bibel rauslesen kann! Ob man nun an Gott glaubt oder nicht , es ist sicherlich
eines der bedeutendsten Werke, die leider massiv fehlinterpretiert werden . Tiere sind Schöpfung. Es obliegt nicht ihnen
darüber zu urteilen wer zur Schöpfung gehört und wer nicht.
Bevor sie raugegoogelte Bibelabschnitte zitieren, sollten sie die Bibel genauer studieren, nicht nur die gängige Version.
Wohlgemerkt , ich bin keiner Konfession zugehörig.


Hier ein schöner Link . Sicherlich etwas überspitzt. Oder vielleicht doch nicht?
Mitwirkende unter anderem Fachhochschule Kaiserslautern. Einfach schaurig schön.

http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ&feature=channel_page



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« Zuletzt geändert: 24. Mai 2009 um 11:59 von joytopia »  
 

 
Bluenotes
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #16 - 24. Mai 2009 um 10:04
 
Schau-ma-amoi schrieb am 22. Mai 2009 um 17:45:
Bluenotes schrieb am 22. Mai 2009 um 17:08:
Frage an Hema:

Welche Entwicklung hätte der Mensch Ihrer Meinung nach genommen, wenn keine medizinischen Interventionen stattgefunden hätten?


Die Frage ist natürlich absurd, aber das wissen Sie. Unsere Vorfahren - und damit meine ich nicht nur den H. sapiens sapiens - haben sich in dieser Hinsicht schon wohl redlich bemüht, das Dasein erträglicher zu gestalten. Eine  jedem Lebewesen immanente Eigenschaft, wie ich meine.

Ein verwandtes Spielchen wäre eines, das vom Status quo ausgeht und alle medizinischen Versorgung (abgesehen von den HPs, die sind ja keine Mediziner) ab sofort verschwinden lässt. Makaber.


Meinen Sie so eine immanente Eigenschaft wie, „uns die Bäuche mit Zucker und Fett vollzuschlagen“? Vielleicht sollten wir die Diskussion in einem anderen Thread weiterführen. Diskutieren wollen Sie ja mit mir, ansonsten hätten Sie nicht eine Frage beantwortet, die eigentlich an Hema gerichtet war.  Und versuchen Sie nicht, mich in irgendeine Schublade zu stecken. Die gibt es nicht, jedenfalls nicht eine, die Sie kennen.
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Schau-ma-amoi
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #17 - 24. Mai 2009 um 10:28
 
Bluenotes schrieb am 24. Mai 2009 um 10:04:
Meinen Sie so eine immanente Eigenschaft wie, „uns die Bäuche mit Zucker und Fett vollzuschlagen“?

Nein, der Radius ist viel größer.

Zitat:
Diskutieren wollen Sie ja mit mir, ansonsten hätten Sie nicht eine Frage beantwortet, die eigentlich an Hema gerichtet war.

Das ist ein Forum, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Wenn Sie allein mit Hema diskutieren wollen - und sie das auch will - können Sie mit ihr auch einen Briefwechsel - in welcher Form auch immer - führen.

Ob ich große Lust an einer Diskussion habe, sollten Sie aus meinem Einwurf nicht zwingend schließen.

Zitat:
Und versuchen Sie nicht, mich in irgendeine Schublade zu stecken. Die gibt es nicht, jedenfalls nicht eine, die Sie kennen.

Tja, ob ich was kenne, können Sie höchstens vermuten, nicht aber wissen, abgesehen davon, bin ich noch nicht mal auf die Idee gekommen, Sie irgendwohin zu stecken.  Schockiert/Erstaunt
Es geht nicht um Sie, sondern um die Frage, Behauptung oder Aussage, die dort geschrieben steht.
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Bluenotes
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #18 - 24. Mai 2009 um 18:39
 
Schau-ma-amoi Zitat:
Das ist ein Forum, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Wenn Sie allein mit Hema diskutieren wollen - und sie das auch will - können Sie mit ihr auch einen Briefwechsel - in welcher Form auch immer - führen.

Ob ich große Lust an einer Diskussion habe, sollten Sie aus meinem Einwurf nicht zwingend schließen.


Es wird doch wohl erlaubt sein, eine direkte Frage an ein Forumsmitglied zu stellen, dass man für kompetent hält. Oder!? Natürlich dürfen Sie sich zu Wort melden. Das haben Sie bis jetzt auch immer fleißig gemacht.

Bei 1273 Wortbeiträgen und Dauerpräsenz gehe ich schon von einer gewissen Lust aus. Also keine falsche Bescheidenheit.


Schau-ma-amoi Zitat:
Es geht nicht um Sie, sondern um die Frage, Behauptung oder Aussage, die dort geschrieben steht.


Wirklich!? Wenn ich da so an Heilpraktiker, Homöopathen und Esoteriker denke. Ihr Feindbild ist eindeutig und damit die Schubladen.

Bis dann Schau-ma-amoi, vielleicht bei einem anderen Thema!


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christian5
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Re: Tiere - Opfer der Forschung
Antwort #19 - 27. Mai 2009 um 19:37
 
joytopia schrieb am 23. Mai 2009 um 19:18:
Schön wie jeder das Seine aus der Bibel rauslesen kann! Ob man nun an Gott glaubt oder nicht , es ist sicherlich eines der bedeutendsten Werke, die leider massiv fehlinterpretiert werden . Tiere sind Schöpfung. Es obliegt nicht ihnen darüber zu urteilen wer zur Schöpfung gehört und wer nicht.

So wie ich das verstanden habe, soll auch jeder "das Seine" aus der Bibel rauslesen. Aber das ist ein anderes Thema. Schön finde ich, dass Sie Darwin erwähnt haben.

Aber es ging ja um Tierversuche und um meine Frage, welche Alternative es dazu gibt? Es wurden (und werden) schon immer "Menschenversuche" angestellt, darunter richtig schlimme. Wenn ich Sie richtig verstehe, darf es keinen Fortschritt zu Ungunsten von Tieren (Menschen?) geben. Wenn sich eine weltweite Gesellschaft darauf einigt - ok. Wenn nicht, was kann man tun?

Vielleicht darf ich Sie, bevor Sie meine Fragen nicht beantworten, noch kurz fragen, wie Sie zu "Tieren" an sich stehen? Gehören dazu auch Insekten, wie zum Beispiel eine Mücke die man totschlägt bevor sie einen sticht? Wie weit geht Ihr Verständnis für andere Kreaturen in einem Verhältnis zu Ihren Mitmenschen?

Christian
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Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. (Aristoteles)
 

 
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