ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
20. Juni 2013 um 13:32
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › SONSTIGES
  › Ungeprüft
  › Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Seiten: 1 2 3 4 ... 10
Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative (Gelesen: 42372 mal)
lebenskraft
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 128

Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #10 - 09. August 2009 um 10:27
 
Hema schrieb am 09. August 2009 um 10:15:
lebenskraft schrieb am 09. August 2009 um 09:59:
Grüne Soße, Spinat und Gras sind wertvoller als z.B. chlorophyllarmer Eisbergsalat; es sind mehr Vitalstoffe enthalten, und teilweise ist im Wildgrün deutlich mehr an Nährstoffen wie z.B. Eiweiß.


Das ist Unsinn, Ideologie statt Physiologie. Die Inhaltsstoffe von Pflanzen dienen zu allererst dem Aufbau, der Erhaltung und der Vermehrung ihrer eigenen Art/des eigenen Organismus. Wildpflanzen enthalten im Gegenteil oft noch mehr Abwehrstoffe, die bei den Zuchtpflanzen weggezüchtet wurden (ich erinnere da nur an einige Bitterstoffe, die genau den Verzehr durch Pflanzenfresser vermindern sollen). Grune Pflanzenteile sind eh meist relativ (für unseren Bedarf) eiweißarm, Eiweiß findet sich allenfalls in Speicherorganen oder Samen in etwas höherer Menge.

Hört sich an, wie ungeprüft und unreflektiert von den Urköstlern übernommen.

Da bitte ich doch um Beleg.
Definieren Sie "Vitalstoffe".


1.) Es geht nicht um alle Grünpflanzen gleichermaßen. Die, die ich aufführe, haben keine hemmenden Eigenschaften

2.) Alles bestens durch meine eigene Ernährungspraxis  1000-fach geprüft und für äußerst gut befunden

3.) Es geht bei Grünsäften auch nicht in erster Linie um Eiweiß, da gibt es reichlichere Quellen (z.B. Nüsse/Samen) - dennoch enthält Melde z.B. erheblich mehr davon als Kopfsalat.
Jedoch  habe ich natürlich nichts gegegen einen zusätzlichen leckeren Salat einzuwenden.

4.) Grünzeug mag prozentual wenig Nährstoffe enthalten, aber in ordentlichen Mengen entsaftet und getrunken (bis zu einem Liter täglich, und nicht ein paar Gramm Getrocknetes wie bei NEM) sind auch diese nicht unerheblich, und die Vitalstoffzufuhr kann sich sehen lassen!

4.) Vitalstoffe = Vitamine, vitaminähnliche Pflanzenbegleitstoffe, Mineralien, Spurenelemente. Z.B. enthält Grünzeug gut verwertbares Calcium (vgl. z.B. dazu das kostenlos im Internet lesbare  Buch "Viva vegan für Mutter und Kind"  eines deutschen Arztes)
Zum Seitenanfang
 

Fitliner, Lebensreformer und Freigeist.

Warum Veganer die gesündesten Menschen der Welt sind? Die "China-Studie" von Cornell-University und Oxford-University beweist es! http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #11 - 09. August 2009 um 11:12
 
Zitat:
keine hemmenden Eigenschaften


was wird gehemmt, wie und wodurch?

Zitat:
meine eigene Ernährungspraxis


die viel gelobte, aber nichtssagende eigene Erfahrung

Ich finde es verwunderlich, welch bizarre Verrenkungen Veagner machen, um sich zu ernähren. Und dann behaupte sie noch, das würde schmecken ....

Und man vergesse nicht, vegane Ernährung kann für Kinder lebensbedrohlich sein. Auf alle Fälle ist dies eine Form der Mangelernährung.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #12 - 09. August 2009 um 11:42
 
Hier noch ein Nachtrag:

http://www.das-eule.de/html/eu_l_e_n-spiegel_ausgabe_4-5_22.html

Zitat:
Vollwertkost: Wiederbelebungsversuche

von Tamas Nagy

„Der Begriff Vollwert-Ernährung hat Geschichte gemacht, ist deshalb aber nicht Geschichte geworden.” Mit diesen Worten versucht Claus Leitzmann, Mitbegründer der zeitgenössischen Vollwertidee, seine gescheiterte Lehre erneut unters Volk zu bringen. Das dürfte vor allem seinen Anhängern zu denken geben, die sich den „ganzheitlichen” Ernährungsregeln verschrieben haben und daher hohe Anteile an Rohkost und insbesondere Vollkorn verzehren. Wie viele mögen dem emeritierten Professor schon Jahrzehnte die Treue halten und sich Tag für Tag „unerhitzte Frischkost” einverleiben? Nun aber müssen die Verfechter des Vollkorns von Leitzmann persönlich erfahren, dass ihre Ernährungsweise auf Wiederbelebungsversuche angewiesen ist. Mehr noch: Der Vollwertprediger sieht sich sogar dazu gezwungen, sein Konzept (Vollwertig veräppelt zum weiterlesen in der Printausgabe ) nachträglich zu rechtfertigen.

Biologische Lektion
Leitzmann ist sich nicht zu schade, seine eigenen Fehler zu leugnen, indem er den Vollwertflop anderen anlastet: Statt einzugestehen, dass Rohkost den meisten Menschen schlichtweg nicht bekommt, müssen „unqualifizierte [Ausdruck entfernt]”, „sensationsorientierte Medien”, „Teile der Ernährungsindustrie” und nicht zuletzt die „moderne Spaßgesellschaft” als Sündenböcke herhalten. Gleichzeitig probiert es Leitzmann mit Optimismus. Das „inhaltlich von der Wissenschaft zunehmend bestätigte Konzept” sei weiterhin hoch aktuell und die Vorzüge einer ganzheitlichen Ernährungsweise würden derzeit offenbar wieder entdeckt, schreibt er im Ernährungsrundbrief des Arbeitskreises für Ernährungsforschung. Und weiter: „Kompetente Forschung, professionelle Beratung und der Wunsch nach einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährungsweise – sowie seriöse Medien – werden die weitere Verbreitung der Anliegen der Vollwert-Ernährung unterstützen und das gute Ansehen des Begriffs wie-der stärken.” Darf es jetzt also der Zeitgeist richten, der sich anscheinend jeder wie auch immer gearteten Form von Nachhaltigkeit verschreibt? Oder die Medien, die vorher noch angeblich die Vollwerternährung in den Dreck gezogen haben und jetzt als willige Komplizen Buße tun sollen? Es drängt sich der Verdacht auf, dass Leitzmann selbst nicht mehr an das glaubt, was er schreibt.
Vielleicht hat er schon lange geahnt, dass sein Vollwertkonzept nicht aufgehen kann. Zu sehr stand eine Ideologie im Mittelpunkt und nicht das Individuum, das ihren Zielen gerecht werden sollte. Denn darüber, ob er Rohkost bevorzugt oder nicht, entscheidet letztlich der Konsument bzw. dessen Darm – da kann die propagierte Ernährungsweise noch so „umwelt- und sozialverträglich” sein. Schon möglich, dass das bestechend einfach gestrickte Prinzip der Kostform – je unverarbeiteter die Nahrung desto natürlicher, artgemäßer und gesünder – manchen Zeitgenossen zunächst überzeugt hat. Sicher kam es diesem entgegen, wenn er komplizierte Nährstofftabellen beiseite legen konnte und sich nur noch am Verarbeitungsgrad von Lebensmitteln orientieren brauchte. Dennoch machten ihm letztlich die Gesetze der Biologie einen Strich durch die Rechnung.
Denn es hat seinen Grund, weshalb der Mensch seine Nahrung vor dem Verzehr verarbeitet: Erst dadurch macht er Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Getreide genießbar (vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2004/H.3/ S.19). Im unbehandelten Zustand enthalten die meisten Gemüse und Cerealien eine Reihe von Abwehrstoffen („Volles Korn – volles Risiko” zum Weiterlesen in der Printausgabe), die den Appetit potenzieller Fraß- feinde verderben sollen. Viele dieser Substanzen beeinträchtigen die menschliche Verdauung und senken – wie die Enzyminhibitoren – den Nährwert, andere wiederum sind – wie das Solanin – sogar giftig. Verhängnisvollerweise tummeln sie sich gerade in der als „gesund” geltenden Randschicht der Getreidekörner, die von Rohköstlern möglichst „natürlich” mitgegessen wird. Weil schädliche Proteine wie Enzyminhibitoren reich an essenziellen Aminosäuren sind, erweckt Getreideprotein in Nährwerttabellen den Anschein, es sei besonders hochwertig – ein doppelter ernährungswissenschaftlicher Irrtum angesichts der Tatsache, dass es nicht nur selbst größtenteils unverwertbar ist, sondern auch die Verfügbarkeit anderer Nährstoffe verhindert.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #13 - 09. August 2009 um 11:45
 
Zitat:
Vergifteter Darm

Unangenehme Blähungen, die für den Einstieg in die Vollwertkost meist typisch sind, zählen zu den eher harmlosen Nebenwirkungen der Antinutritiva. Über einen längeren Zeitraum konsumiert können sie gar eine intestinale Autointoxikation hervorrufen, also eine Selbstvergiftung, die vom Darm ausgeht. Der Grund: Sobald Amylaseinhibitoren aus dem Vollkorn körpereigene Enzyme regelmäßig an der Stärkeverdauung hindern, bleibt diese den Darmbakterien überlassen. Dadurch kommt eine regelrechte „Zuckerfabrikation” in Gang, die schließlich zur Bildung von giftigen und stark riechenden Stoffen bzw. Gasen führt, unter anderem von Gärungsalkoholen, Fuselölen und Fäulnisstoffen wie Indol, Kresol oder Skatol sowie jeder Menge biogener Amine. Die mutagenen und zytotoxischen Verbindungen schädigen Schleimhaut, Drüsen, Muskeln, Nerven und Immunsystem des Darmes. Nach Angaben von Karl Pirlet, ehemaliger Ordinarius an der Uniklinik Frankfurt und seit Jahrzehnten ärztlich und wissenschaftlich mit den Folgen der Vollwert- ernährung beschäftigt, hat die Intoxikation nicht nur Erkrankungen der Verdauungsorgane zur Folge: Sie kann auch zu chronischen Katarrh- und Infektionszuständen führen, zur arteriellen Gefäßsklerose sowie zu entzündlichen bzw. degenerativen Erkrankungen des Bewegungs- apparates.
Dass stetiger Vollkornverzehr den Verdauungstrakt langfristig überfordert, liegt auf der Hand. Schließlich hat der Mensch im Vergleich zu typischen Pflanzenfressern wie Rindern oder Federvieh weder Pansen noch Kropf, die ihm dabei helfen, Körner aufzuschließen und be- kömmlich zu machen. Er nutzt Getreide erst seit rund 10 000 Jahren in nennenswerter Menge als Nahrungsmittel und musste aufwändige Verarbeitungsmethoden wie Mahlen, Fermentation und Backen entwickeln, um es verdauen und seine Nährstoffe verwerten zu können. Im Gegensatz zum modernen Rohköstler haben sich selbst unsere frühen Vorfahren nicht mit rohen Getreidekörnern verköstigt. Zu den Prozeduren, denen bereits einfache Breie und Fladen – also die Vorstufen des Brotes – unterworfen waren, gehörten das Rösten und Zerstoßen der Körner. Dazu griff der Mensch in der Stein- und Bronzezeit auf einfache Mahlsteine bzw. Mörser zurück. Der Röstvorgang verbesserte die Verdaulichkeit der Produkte, indem er einen erheblichen Teil der sekundären Pflanzenstoffe zerstörte. Auch die Römer rösteten ihr Getreide. Damit erleichterten sie nicht nur das Marschgepäck der Legionäre, sondern schützten das Gut zudem vor Schimmel und Fäulnis.

Fatale Langzeitfolgen

Davon, wie gefährlich unverarbeitete Fasernahrung ist, zeugen nicht zuletzt die erschreckenden Ergebnisse einer Gießener Studie: Der langjährige Verzehr von Rohkost (70-100 Prozent der Nahrungszufuhr) äußerte sich bei den über 500 Teilnehmern in einem starken Gewichtsverlust. Innerhalb von knapp vier Jahren büßten die männlichen Probanden durchschnittlich fast zehn und die weiblichen zwölf Kilogramm Körpergewicht ein. Bei nahezu einem Drittel der Frauen unter 45 Jahren blieb die Regelblutung aus, rund 70 Prozent klagten über Menstruationsbeschwerden. Untergewicht und Amenorrhoe korrelierten positiv mit der Höhe des Rohkostverzehrs. Die Autoren verweisen in diesem Zusammenhang auf ein erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen sowie Osteoporose. Dass sie dennoch mit der Bemerkung schließen, ein Rohkostanteil von 50 Prozent der zugeführten Nahrungsmenge sei „für die Gesundheit unter normalen Bedingungen optimal”, dürfte wohl daran liegen, dass Claus Leitzmann die Untersuchung betreute.
Damit hat die Vollwertlehre ihre Anhänger auf der ganzen Linie getäuscht. Wie ungesund – weil artwidrig – Rohkost auf Dauer sein kann, mussten die meisten letztlich am eigenen Leib erfahren. Von den Tücken der Körner blieben nicht einmal die Vollwertaufklärer verschont: Viele griffen – im stillen Kämmerlein versteht sich – auf Altbewährtes zurück, weil sie ihre propagierte Kost selbst nicht mehr vertrugen. Natürlich finden sich unter den Ernährungsextremisten mitunter auch solche, die besonders verdauungsstark sind und längere Zeit mit Fasernahrung zurecht kommen. Dass aber die allermeisten Zeitge- nossen an Rohkost scheitern oder daran erkranken, scheint die Prediger nicht weiter zu kümmern. Im Gegenteil: „Vom Prinzip her gelten diese Empfehlungen (der Vollwerternährung, Anm. d. Red.) nicht nur für Gesunde, sondern auch für Kranke (...)”, verkündet Leitzmann in seinem Lehrbuch „Vollwert-Ernährung – Grundlagen einer vernünftigen Ernährungsweise”.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #14 - 09. August 2009 um 11:49
 
Zitat:
Schaden statt Nutzen

Doch wenn schon Gesunde davon krank werden – wie riskant mag Vollwertkost dann erst für Kranke sein? Karl Pirlet bringt es auf den Punkt: „Eine Ernährungsweise, die sich monoman an der Vollwertigkeit, an der Nährstoffdichte der Nahrungsmittel orientiert, aber die jeweilige Besonderheit des Nahrungskonsumenten, die Not des Patienten, übersieht oder vernachlässigt – eine solche Ernährungsweise kann aus wissenschaftlicher und ärztlicher Sicht nicht als vernünftig bezeichnet werden.” Schließlich sei der Mensch das Maß aller Diätetik und nicht das Nahrungsmittel. Laut Pirlet ist eine Ernährung nur dann „naturgemäß”, wenn sie der Natur des Einzelnen und seiner Verdauung entspricht. Die Vollwerternährung aber, so wie sie derzeit propagiert und praktiziert wird, schade mehr als sie nütze.
Obwohl die Resultate der oben zitierten Studie die langjährigen Warnungen von Pirlet bestätigen, werden sie von der deutschen Ernährungswissenschaft schlichtweg ignoriert. Hätten Weißbrot oder Schokolade nur einen Bruchteil der verheerenden Wirkungen von Rohkost zur Folge, gingen so lange Aufschreie der Empörung durch das Land, bis auch der letzte Bäcker auf Vollkorn umgestiegen und der letzte Süßwarenautomat abmontiert wäre. Doch ganz egal, wie schockierend die wissenschaftlichen Ergebnisse und klinischen Erfahrungen rund um Rohkost ausfallen: Allen voran die DGE zeigt sich davon unbeeindruckt. Sie glaubt felsenfest daran, „dass der regelmäßige Verzehr von Vollkornprodukten im Rahmen einer gesunden Ernährung eine gesundheitsfördende Wirkung besitzt”. Und was schließt sie daraus? „Ein erhöhter Verzehr von Vollkornprodukten würde die Gesundheit der Bevölkerung folglich nicht schädigen, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit fördern.” Zumindest in den Köpfen der deutschen Ernährungsexperten scheint die Vollwerternährung nach wie vor gut anzukommen. Wir wünschen weiterhin fröhliches Körnerkauen – bis zum letzten Biss!
Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #15 - 09. August 2009 um 11:49
 
Zitat:
Volles Korn – volles Risiko

Die folgende Liste zeigt die problematischen Inhaltsstoffe von Getreide auf. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit – weder im Hinblick auf die Verbindungen noch auf deren Effekte. Die aufgeführten Stoffe spiegeln den evolutionären Wettlauf zwischen den ausgefeilten Abwehrtechniken von Pflanzen und den spezialisierten Verdauungssystemen ihrer Fraßfeinde wider.

Lektine

- stark toxische und schwer abbaubare Eiweiße, die insbesondere in
 Getreide und Hülsenfrüchten ent­halten sind. Besonders problematisch
 ist das so genannte Weizenkeimlektin WGA.

- gelangen durch die Darmwand in den Blutkreislauf bzw. in das
 Lymphsystem und ermöglichen die Translokation von Antigenen bzw.
 Bakterien. WGA kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und ist in der
 Lage, Viren ins Gehirn zu transportieren.

- reagieren mit Kohlenhydraten auf der Oberfläche von Körperzellen. Da
 diese wichtige immunologische Funktionen erfüllen, sind gesund-
 heitliche Folgen zu erwarten.

- Im Tierversuch lagerte sich WGA in den Blutgefäßen ab und führte zu
 Schäden der Darmschleim-haut (Overgrowth-Syndrom), Wachstum-
 störungen, Thymusatrophie und einer vergrößerten Bauchspeichel-
 drüse.

- WGA kann vermutlich entzündliche Darmerkran­kungen (Morbus
 Crohn, Zöliakie) und Allergien auslösen. Daneben wird es als Ursache
 von Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis und Diabetes
 mellitus diskutiert.

- Im Gegensatz zu Lektinen in Hülsenfrüchten ist WGA hitzestabil.
 Während es in Vollkornprodukten erhalten bleibt, wird es bei weißem
 Mehl weitgehend mit dem Keimling abgetrennt.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.9, 2002/H.2-3/S.10ff;
Concon JM et al: Lectins in wheat gluten proteins. Journal of Agricultural and Food Chemistry 1983/31/S.939-941 Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;
Cordain L et al: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. British Journal of Nutrition 2000/83/S.207-217; Pusztai et al: Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acetylglucosamine-specific lectins. British
Journal of Nutrition 1993/70/S.313-321


Gliadin

- ist Bestandteil des Eiweißes von Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel und
 Gerste.

- löst bei genetischer Disposition Zöliakie (eine schwere Darmer-
 krankung) aus, wobei Lektine an der Entstehung beteiligt sein können.

- Diskutiert wird seine Rolle bei der Ätiologie weiterer Autoimmun-
 erkrankungen wie Dermatitis, Diabetes oder Rheumatoider Arthritis,
 sowie neurologischer Krankheiten wie Epilepsie, Demenz oder
 Schizophrenie.

- Ein vollständiger Abbau des Gliadins ist nur durch eine traditionelle
 Sauerteigführung möglich. Dies gilt auch für weizenhaltige Mischbrote.
 Die Wirksamkeit des Sauerteigs wird bei Verwendung von Vollkorn-
 schrot oder ganzen Körner vermindert bzw. aufgehoben.

- Die Enzyminhibitoren des Vollkorns hemmen die Stärkeverdauung,
 was ist eine massive Freisetzung von Glucose durch die Darmflora im
 Colon zur Folge hat. Bei regelmäßigem Konsum kann es dabei zu
 Verpilzungen kommen. Namentlich Candida albicans wird als Auslöser
 für das Entstehen von Zöliakie angesehen, weil sein Zellwandprotein
 HWP1 mit den allergenen Abschnitten (Epitopen) von Gliadin identisch
 ist. Da sich der Pilz mit HWP1 an die Darmwand anheftet, reagiert der
 Organismus mit der Bildung von Antikörpern.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2002/H.2-3/S.38;

Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;

Di Cagno R et al: Sourdough bread made from wheat and nontoxic flours and started with selected Lactobacili is tolerated in celiac sprue patients. Applied and Environmental Microbiology 2004/70/S.1088-1096;

Hydjivassilou M: The humoral response in the pathogenesis of gluten ataxia. Neurology 2002/58/S.1221-1226;

Nieuwenhuizen WF et al: Is Candida albicans a trigger in the onset of coeliac disease? Lancet 2003/361/S.2152-2154

Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #16 - 09. August 2009 um 11:50
 
Zitat:
Enzyminhibitoren

a -Amylase-Hemmer

- An der gesamten Albuminfraktion des Weizens haben die unver-
 daulichen a -Amylase-Inhibitoren einen Anteil von bis zu 80 (!) Prozent.

- sind häufig Auslöser von Allergien (insbesondere gegen Mehlstaub).

- führen im Tierversuch langfristig zu einer Hypertro­phie des Pankreas.

- können beim Menschen eine intestinale Autointoxi­kation hervorrufen.

- Wie WGA sind auch sie hitzestabil, lassen sich also nur mechanisch entfernen.

Lipase-Hemmer

- kommen vor allem in Aleuronschicht und Keimling von Weizen- und
 Hirsearten vor.

- Da sie die Fettverdauung beeinträchtigen, sind sie vermutlich für die
 „Normalisierung” der Blutfette durch Vollkorn verantwortlich.

- werden bei der Weißmehlherstellung weitgehend abgetrennt und
 zusätzlich durch den Backprozess abgebaut.

Protease-Hemmer

- Alle Getreidearten enthalten Protease-Inhibitoren, die irreversibel an
 das aktive Zentrum der entspre­chenden Verdauungsenzyme binden.

- Wie (alpha)-Amylase-Inhibitoren rufen auch sie im Tierversuch lang-
 fristig eine Hypertrophie des Pankreas hervor.

- In Triticale waren die Gehalte an Trypsininhibitoren so hoch, dass er
 intensiv züchterisch bearbeitet werden musste, bevor er als Futter-
 mittel eingesetzt werden konnte.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.8;
Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73

                                                                                   
Phytinsäure

- kommt vor allem im Getreidevollkorn, in Leguminosen und in Nüssen
 vor.
- bindet unter anderem Zink, Eisen, Calcium sowie Magnesium und
 verhindert deren Absorption im Darm. Kann neben Calcium- auch
 Zinkmangel hervorrufen.

- reagiert mit Verdauungsenzymen und stört so zusätzlich die Nährstoff-
 verwertung.

- löst im Rattenversuch Hyperinsulinämie und Hypo­thyreose aus.

- führt nicht nur im Tierversuch zu Rachitis, sondern auch beim
 Menschen: Der Ersatz von hellem Mehl durch Vollkorn hatte in Irland
 während des Zweiten Weltkriegs die Erkrankung zahlreicher Kinder zur
 Folge.

- wird bei der traditionellen Brotherstellung mit Sauerteig nahezu voll
 ständig abgebaut.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.10, 2003/H.1/S.3ff, 1996/H.5/S.5; Robertson I et al: The role of cereals in the aetiology of nutritional rickets: the lesson of the irish national nutrition survey 1943-8. British Journal of Nutrition 1981/45/S.17-22

                                                                                     
Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP)

- Dazu zählen vor allem Pentosane und Glucane, die meistenteils den
 „löslichen” Ballaststoffen zugeordnet werden. Sie bestehen aus
 Pentosen wie Xylose und Arabinose.

- Die ß-Glucane der Gerste verursachen beim Geflügel Verdauungs-
 probleme, stören die Nährstoffab­sorption (insbesondere von Fett),
 verändern die Darmfunktion und beeinträchtigen das Wachstum.

- Die Pentosane im Roggen (Arabinoxylate) führen bei Schweinen zu
 Gedeihstörungen. Pentosanreiche Weizensorten schränken die
 Energieverwertung des Futters ein – sogar bei Masthähnchen, die
 besser an Körnerkost angepasst sind als der Mensch.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.7;
Cheeke PR: Natural Toxicants in Feeds, Forages, and Poisonous Plants. Interstate Publ., Danvile 1998


                                                                                     
Alkylresorcine

- Phenolische Stoffe, die vor allem in den Randschichten von Roggen-
 und Weizenkörnern stecken.
- Bei reichlicher Verfütterung von Roggen an Rinder, Schafe, Schweine,
 Pferde und Federvieh bewirken sie eine Wachstumsdepression, die auf
 einem appetitdämpfenden und direkt toxischen Effekt beruht. Dabei
 können auch Lähmungen und Tod auftreten.

- In vitro sind sie zellschädigend und zerstören z. B. Erythrozyten.

- lösen bei empfindlichen Personen eine Dermatitis aus.

- wirken als Enzyminhibitoren und stören vor allem die Eiweißverdauung

- werden durch Backvorgang und Sauerteigführung fast vollständig
 abgebaut.

vgl. EU.L.E.n-Spiegel 2001/H.1/S.7-8;
Cordain L: Cereal Grains: Humanity´s double-edged sword. World Review of Nutrition and Diet 1999/84/S.19-73;
Winata A, Lorenz K: Effects of fermentation and baking of whole wheat and whole rye sourdough breads on cereal alkylresorcinols. Cereal Chemistry 1997/74/S.284-287

                                                                                                     
Mykotoxine

Es gibt zahlreiche Mykotoxine, die im Getreide nach-gewiesen werden können. Dabei sind die Rand-schichten in der Regel stärker kontaminiert als der Mehlkern. Zu den bedeutendsten Vertretern gehören die Aflatoxine. Sie führen häufig zu Leberschäden und schwächen das Immunsystem.

Ochratoxin A

- Getreide ist der wichtigste Lieferant dieses Mykoto­xins. Es entsteht
 vor allem während der Lagerung. Durch Abschälen der äußeren
 Kleieschicht lässt sich der Gehalt um die Hälfte senken.

- verhält sich im Tierversuch bei allen bisher getesteten Tierarten
 nierentoxisch, immunsuppressiv, kanzerogen und teratogen.

- verursacht beim Menschen Nierenschäden (Nie­renversagen) und
 steht im Verdacht, Krebs im Urogenitaltrakt zu erzeugen.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Conni
Ex-Mitglied





Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #17 - 09. August 2009 um 11:53
 
Zitat:
Deoxynivalenol (DON)

- ist wahrscheinlich das häufigste Mykotoxin in der menschlichen
 Nahrung. Es findet sich bevorzugt im Getreide.

- Im Vergleich zu anderen Spezies reagiert der Mensch besonders
 empfindlich auf DON. In der Fachliteratur sind bis in die jüngste
 Vergangenheit zahlreiche akute Vergiftungen beschrieben.

- Rund 60 Prozent des gesamten DON-Gehaltes einer Weizenpflanze
 befinden sich in der Kleie. Auf diesem Wege reichert es sich im
 Schwein an, welches das Mykotoxin im Gegensatz zum Wiederkäuer
 nicht metabolisieren kann.

T-2-Toxin

- Es sind zahlreiche akute Vergiftungen des Menschen durch
 schimmligen Weizen dokumentiert. T-2-haltiges Getreide spielt eine
 wichtige Rolle bei der Alimentären Toxischen Aleukie, die vor allem
 während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion zahlreiche
 Todesfälle zur Folge hatte.

- verursacht beim Menschen neurologische Probleme wie die
 Beeinträchtigung von Reflexen, Ataxie und neuropsychiatrische
 Probleme.

- wurde auch als Ursache von Pellagra identifiziert.

- Während das Schwein T-2 metabolisieren kann, reichert es sich über
 Futtergetreide im Geflügel an.

- Mit der Kleie werden etwa 70 Prozent des T-2-Gehaltes entfernt.

D´Melo JPF (Ed): Handbook of Plant and Fungal Toxicants. CRC, Boca Raton 1997;
Miler JD, Trenholm HL (Eds): Mycotoxins in Grain;
Eagan Press, St. Paul 1994;
Peraica M et al: Toxic effects of mycotoxins in humans, Bulletin of the World Health Organisation 1999/77/S.754-766;
Samar MM et al: Distribution of deoxynivalenol in wheat, wheat flour, bran, and gluten, and variability associated with the test pro­cedure. Journal of AOAC International 2003/86/S.551-556; Weidenbörner M: Encyclopedia of Food Mycotoxins.
Springer, Berlin 2001

A


Fazit: Pflanzen wehren sich gegen das Gefressenwerden. Und diese Abwehr muss durch eine Aufbereitung der Nahrung überwunden werden.
Zum Seitenanfang
 
 

 
lebenskraft
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 128

Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #18 - 09. August 2009 um 17:53
 
Zitat:
Und man vergesse nicht, vegane Ernährung kann für Kinder lebensbedrohlich sein. Auf alle Fälle ist dies eine Form der Mangelernährung.


Das ist quatsch. Vom Runterleiern der immer selben Fehlerhaftigkeiten wird es nicht besser.

Eine gut geplante vegane Ernährung ist weder lebensbedrohlich für Kinder noch eine Form von Mangelernährung. Ganz im Gegenteil.

In kommenden Wochen werde ich auch das Thema Veganismus im Allgemeinen an anderer Stelle hier im Forum durchkauen, denn es gibt zu viele veraltete "Wissensstände" über dieses Thema, die sich stereotyp halten, wie man sieht.
Zum Seitenanfang
 

Fitliner, Lebensreformer und Freigeist.

Warum Veganer die gesündesten Menschen der Welt sind? Die "China-Studie" von Cornell-University und Oxford-University beweist es! http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study
 

 
lebenskraft
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 128

Re: Kostenlose grüne Kraftnahrung als NEM-Alternative
Antwort #19 - 09. August 2009 um 18:02
 
Zitat:
Ich finde es verwunderlich, welch bizarre Verrenkungen Veagner machen, um sich zu ernähren. Und dann behaupte sie noch, das würde schmecken ....



Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber selbstgemachte Grün- , Obst und Gemüsesäfte sind keine Domäne von Veganern.

Ich kenne etliche  Mischköstler, die sich ebenfalls damit selbst versorgen. Die kostenarme Erfüllung von "5 am Tag" hat nichts mit Veganismus zu tun.
Zum Seitenanfang
 

Fitliner, Lebensreformer und Freigeist.

Warum Veganer die gesündesten Menschen der Welt sind? Die "China-Studie" von Cornell-University und Oxford-University beweist es! http://de.wikipedia.org/wiki/The_China_Study
 

 
Seiten: 1 2 3 4 ... 10