Zurückkommend zum eigentlichen Fadenthema setze ich nun die Beschreibung der
kostenlosen Grünsaftherstellung als NEM-freier Beitrag zu einer supergesunden Ernährung fort.
Leider ging dies nicht wie von mir vorgesehen in Beitrag 3 direkt, da ich nicht bedacht hatte, daß ein Weiterschreiben dort nach ein paar Tagen nicht mehr möglich ist, die Schreiboption wegfällt.
Genauso werde ich mit der Zeit Stück für Stück in neuen Beiträgen das ausführen, was ich ursprünglich direkt nach Beitrga 3 schreiben wollte und wofür ich Platz "reserviert" hatte, insbesondere die
kostenlose Obst- und Gemüsesaftherstellung als NEM-freier Beitrag zu einer supergesunden Ernährung.
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Und jetzt an die
Arbeit und das Eingesammelte zu Saft machen:
Wir brauchen entweder
einen
Mixer (Hat fast Jeder, ist gut geeignet aber nicht optimal)
oder einen elektrischen
Entsafter der niedrigtourig das Grün mit einer Schraube reinzieht und zerreibt (optimal aber nicht billig)
oder
"Omas Fleischwolf"/eine Kruska-Handmühle oder eine
sonstige (gußeiserne) Handmahlgerätschaft; zur Not günstigst auf Flohmärkten zu bekommen, die das Grünzeug beim Drehen der Handkurbel hineinzieht und zerquetscht/zerreibt/zermahlt (optimal)
Mit dem
Mixer geht es wie folgt:
Mit der Schere oder einem Messer die gewaschenen Bündel mit Grünzeug kleiner schneiden, am besten gleich in den Mixerbehälter hinein, bis dieser voll ist.
1-2 Tassen Wasser hinzugeben, Deckel drauf und ordentlich gemixt.
Das Ganze durch ein großes Küchensieb in ein bereitstehendes Gefäß (z.B. einen Kochtopf) abfiltern, mit einem Holzkochlöffel den Rest im Sieb ausdrücken, sodaß der Grünsaft abfließt und ein möglichst trockener, farbloserer Trester zurückbleibt.
Die Prozedur lässt sich wiederholen, mit jedem neuen Hinzumixen zum bereits gewonnenen Grünsaft wird die Konzentration stärker. (Bereits gewonnener Grünsaft wieder in den Mixer gefüllt mit neuem, kleingeschnittenem Grünzeug geben, usw.)
Jetzt für jedes Familienmitglied ein schönes Weinglas geholt und mit dem delikaten, frischest möglichen Grünsaft gefüllt - prost!
Sollte es etwas zu streng schmecken: beim nächsten Mal mehr Minze und Melisse hinzufügen und / oder den Grünsaft mit süßen Fruchtsäften aus der Flasche ganz nach Geschmack mischen.
Mit dem elektrischen
Entsafter geht es wie folgt:
Maschine anstellen und die nicht kleingeschnitttenen Halme und Blätter durch die Schraube des Mahlwerkes in den Entsafter hineinziehen lassen.
Wir erhalten die größtmögliche Qualität, so wie beim handbetriebenen Entsafter auch, weil nur wenig Sauerstoffkontakt entsteht und somit mehr Vitalstoffe erhalten bleiben, und weil es ohne die Hinzufügung von Wasser geschieht, was eine vollkommen andere Konzentration der Wert- und Wirkstoffe mit sich bringt.
Zum Servieren ruhig auch etwas Wasser oder wohlschmeckende Obstsäfte aus der Flasche hinzugeben. Prost!
Mit einer
handbetriebenen Kruska-Mühle oder einem
Fleischwolf geht es wie folgt:
Mit der einen Hand die Kurbel drehen, mit der Anderen Hand und eventuell einem Holzstiel als Stopfer das Grünzeug in den Füllstutzen stopfen.
Die Kräuter etc. werden hineingezogen wie beim elektrischen Entsafter, und es entsteht ein grüner Brei, der dann mit dem Haushaltssieb und einem Löffel zum drücken über einem bereitstehenden Kochtopf ausgepresst werden kann.
Qualität des Saftes: ähnlich konzentriert wie beim elektrischen Entsafter, also notfalls verdünnen.
Wenn die Handmühle nicht so gut funktioniert, daß das Mahlgut wirklich klein zerrieben wird, und somit auch kaum Saft austritt beim Mahlen, das gröber Zerkleinerte behelfsmäßig einfach in der Auffangschale mit
1-2 Tassen kaltem Wasser versetzen, kurz ziehen lassen und den Auszug dann durchs Sieb pressen - wird auch ordentlich grün, wenn auch nicht so konzentriert.
Wichtige Hinweise:
Pflanzen aus Wildsammlung ordentlich mit warmem bis heißem Wasser waschen - Parasiten und bakterielle Verunreinigungen sind dann genauso selten wie im gekauften Gärtnerei-Salat "frisch vom Feld" zu finden.
Den Tip mit dem Wildsammeln nur dort umsetzen, wo auszuschließen ist, daß z.B. eine schwermetallhaltige Altlast vorzufinden ist. Leider kann man soetwas z.B. auf verlassenen Betriebs- und Industriegrundstücken nicht ausschließen, auch in der Nähe wilder Deponien im Wald etc. sollte man nichts sammlen. Auch wenn das Risiko im Endeffekt sehr gering ist, besonders belastetes Wildgrün zu ernten, es besteht.
Eine weiter Möglichkeit ist, nur einzelne Pflanzen von augenscheinlich unbedenklichen Standorten zu nehmen und viele Standorte mit einzubeziehen - so streut sich ein Restrisiko, belastetes Grün zu ernten. Sucht Euch z.B. mehrere schöne Standorte entlang Eurer Jogging-Route.
Und bitte nicht vergessen: Am Sichersten in dieser Hinsicht sind Kräuter und Blattgrün aus dem eigenen Garten oder einem anderen vertrauenswürdigen Garten, den Ihr dafür nutzen könnt, "Unkräuter" einzusammeln.
Und: Eigenanbau auf der Terrasse, dem Balkon oder der Fensterbank ist eine supersaubere Alternative. Wie das einfach und professionell geht, erfahrt Ihr hier: http://forum.oekotest.de/cgi-bin/YaBB.pl?board=pro005;action=modify;message=65;t...