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  › Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
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Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008 (Gelesen: 8453 mal)
Seb.
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Beiträge: 1

Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
25. August 2009 um 02:01
 
ÖKO-TEST schreibt:

Zitat:
"Auch die zertifizierten Naturkosmetikprodukte kommen in diesem Test nur "gut" weg, obwohl sie weder bedenkliche UV-Filter noch sonstige problematische Stoffe enthalten. Grund: Laut Empfehlung der EU-Kommission soll die Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln einfach und verständlich gehalten und Verbrauchern die Wahl des geeigneten Produktes erleichtert werden. Ein Beispiel: Der zusätzliche Schutz, den ein Produkt mit dem LSF 12 gegenüber einem Sonnenschutzmittel mit dem LSF 10 bietet, ist absolut minimal. Für den Verbraucher kann es also nicht hilfreich sein, wenn auf den Verpackungen zig verschiedene Lichtschutzfaktoren angegeben werden. Deshalb hat die EU vorgeschlagen, nur noch einige wenige Faktoren zu deklarieren. Der Lichtschutzfaktor 12, der auf der Weleda Edelweiß Sonnenmilch prangt, ist im neuen System nicht mehr vorgesehen: Für diese fehlende Umsetzung der EU-Empfehlung gibt es einen Punkt Abzug."


Also Moment, nochmal bitte:
Verstehe ich das richtig, dass die zertifizierten Naturkosmetikprodukte ein "gut" und kein "sehr gut" erhalten, weil die EU empfohlen hat, keinen LSF zwischen 10 und 15 mehr aufzudrucken?
Na gut, irgendwie muss man ihre Testergebnisse ja denen der konventionellen Produkten anpassen...
Ein Ökoprodukt, das in ÖKO-TEST besser abschneidet als ein konventionelles? Bewahre!
Aber gehen wir etwas mehr ins Detail:

Zitat:
"Der zusätzliche Schutz, den ein Produkt mit dem LSF 12 gegenüber einem Sonnenschutzmittel mit dem LSF 10 bietet, ist absolut minimal."


Stimmt. Er ist nur um winzige 20% größer. Absolut minimal.

Zitat:
"Für den Verbraucher kann es also nicht hilfreich sein, wenn auf den Verpackungen zig verschiedene Lichtschutzfaktoren angegeben werden."


Zig. Wo nicht hunderte, tausende! Es KANN einfach nicht hilfreich sein. Wer will schon wissen, ob er 40 Minuten länger in der Sonne bleiben kann? Wer?

Zitat:
"Der Lichtschutzfaktor 12, der auf der Weleda Edelweiß Sonnenmilch prangt, ist im neuen System nicht mehr vorgesehen: Für diese fehlende Umsetzung der EU-Empfehlung gibt es einen Punkt Abzug."


Seht, wie der LSF 12 auf der Verpackung der Sonnenmilch prangt! Seht, wie dreist sich die Zwei hinter der Eins in den von zig Lichtschutzfaktoren schon ganz irren Verstand drängen will, um ihn vollends zu zerschmettern!
Doch da: Der leuchtende Ritter in einer Rüstung aus (hoffentlich) Altpapier - ÖKO-TEST!
Rette uns vor der Frevelei der unzähligen Lichtschutzfaktoren!! Gib diesem Produkt einen Punkt Abzug, auf dass es nicht aus den anderen hervorsteche mit seiner impertinenten Art, seinen um den fünften Teil höheren Lichstschutzfaktor anzupreisen!
So ist's richtig!

Und für die Photovoltaik und den ganzen anderen Öko-Sche1ß überlegen wir uns auch noch was, gelle?
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #1 - 25. August 2009 um 13:20
 
Seb. schrieb am 25. August 2009 um 02:01:
So ist's richtig!


Alle von Ihnen zitierten Textpassagen beinhalten natürlich nicht den vollständigen Text. Daher, zur weiteren Diskussion, die "fehlenden" Passagen:

[AUSZUG]
...

Selbst die Europäische Kommission hat ihren schwerfälligen Apparat angeworfen, um Verbraucher besser vor gefährlichen UV-Strahlen zu schützen. Schon im September 2006 hat sie Empfehlungen zu Sonnenschutzmitteln veröffentlicht, in der sie zum Beispiel dem Schutz der Verbraucher vor UVA-Strahlen ein großes Gewicht gibt und Anwendungs- und Warnhinweise für Sonnenschutzmittel vorschlägt. Danach sollen die Etiketten der Mittel einfach und verständlich gestaltet werden und gleichzeitig darf die Auslobung keine falschen Erwartungen wecken.

...

Weiterer Punkt in der EU-Empfehlung: Auf den Sonnenschutzmitteln soll - so gut sichtbar wie der Lichtschutzfaktor - auch die Schutzkategorie des Produktes angegeben werden. Zudem wurde die Einordnung der Lichtschutzfaktoren überarbeitet. Die Lichtschutzfaktoren 15, 20 und 25 zählen nun nicht mehr wie früher zur Kategorie "hoher Schutz", sondern zur Kategorie "mittlerer Schutz". Etliche Produkte werben aber abweichend davon noch mit "hohem Schutz". Auf der Ladival Sonnenschutz Lotion LSF 20 findet sich hinten im Kleingedruckten zwar die richtige Kategorie, nämlich "mittel", vorn auf der Flasche prangt aber "hoch wirksam". Das verwirrt. Andere verstecken die Kategorie im Kleingedruckten oder geben erst gar keine Kategorie an.

Auch Anwendungs- und Warnhinweise auf Sonnenschutzmitteln haben ihre Berechtigung. Auf Grundlage der EU-Empfehlung hat der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) sieben Hinweise formuliert, dazu gehören zum Beispiel "mehrfach auftragen, um den Lichtschutz aufrechtzuerhalten", oder "auch Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren bieten keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlen". Bei etlichen Produkten ist die Liste nicht vollständig, viele tragen jedoch bereits alle Hinweise.

...
[/AUSZUG]
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Beiträge: 3302
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #2 - 25. August 2009 um 13:20
 

Noch zur Testtabelle und den Abwertungen (die für alle untersuchte Produkte gleich sind):

[AUSZUG]
...

Legende

... Unter Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Stufe: a) Umkarton, der kein Glas schützt; b) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung; c) das Fehlen eines oder mehrerer der folgenden Anwendungs- und Warnhinweise: 1 = Intensive Mittagssonne meiden. 2 = Vor dem Sonnen auftragen. 3 = Mehrfach auftragen, um Lichtschutz aufrechtzuerhalten, insbesondere nach dem Aufenthalt im Wasser. 4 = Sonnenschutzmittel großzügig auftragen, geringe Auftragsmengen reduzieren die Schutzleistung. 5 = Babys und Kleinkinder vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. 6 = Für Babys und Kleinkinder schützende Kleidung sowie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF größer als 25) verwenden; 7 = Auch Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren bieten keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlen; d) die Angabe einer Produktkategorie, die nicht den aktuellen Empfehlungen der EU-Kommission entspricht oder unauffällige Angabe der Produktkategorie oder keine Angabe der Produktkategorie; e) Angabe eines Lichtschutzfaktors, die in den aktuellen Empfehlungen der EU-Kommission nicht vorgesehen ist; f) Abdruck der Anwendungs-/Warnhinweise auf der Innenseite des Kartons ...

...
[/AUSZUG]
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Beiträge: 3302
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #3 - 25. August 2009 um 13:21
 

Und noch kurz zur Info, was die Naturkosmetik-Hersteller selbst zum Thema sagen:

[AUSZUG]
...

Bio-Firmen geben auf

Laut EU-Empfehlung soll der UVA-Schutz eines Sonnenschutzmittels mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen. Offensichtlich bringt diese neue Anforderung die Naturkosmetikhersteller in Bedrängnis. Denn bei sehr hohen Lichtschutzfaktoren ist es schwierig, allein mit mineralischen Filtern einen entsprechenden UVA-Schutz zu gewährleisten. Weleda will deshalb die Vermarktung der Sonnenschutzmittel komplett einstellen, von Ende August an werden die Produkte nicht mehr an die Händler ausgeliefert. Auch bei Logocos, dem Hersteller der Marke Sante, wird zurzeit diskutiert, das Sonnenschutzsortiment aufzugeben. Wala hingegen schreibt uns, man lasse die Produkte zurzeit prüfen und werde sie, falls erforderlich, anpassen. Hersteller Laverana ist zuversichtlich, die neuen Anforderungen erfüllen zu können und hat uns für das Sonnenspray mit Faktor 20 ein unabhängiges Gutachten vorgelegt, nach dem der UVA-Schutz bereits gut ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt.

Dass einige Naturkosmetikhersteller ihre Produkte nicht entsprechend den aktuellen Empfehlungen der EU weiterentwickeln wollen, finden wir bedauerlich. Eine Rolle mag dabei auch spielen, dass zurzeit über die mineralischen Lichtschutzfilter heftig diskutiert wird, weil sie als Nanopartikel eingesetzt werden. Nanopartikel sind kleiner als 100 Nanometer, ein Nanometer entspricht einem milliardstel Meter. Die Minigröße hat den Vorteil, dass die Lichtschutzstoffe nicht wie eine weiße Schicht auf der Haut liegen, sondern angenehm zu verteilen sind. Bislang haben sich die kleinen Filterteilchen zwar als unschädlich erwiesen. Dennoch fordert das Beratungskomitee der EU-Kommission eine Neubewertung von Titandioxid in Nanogröße. Es ist zwar nachgewiesen, dass die kleinen Teilchen nicht durch gesunde Haut dringen können. Doch was genau bei geschädigter Haut geschieht, wurde noch nicht ausreichend geklärt. Die britische Zertifizierungsorganisation Soil Association etwa, die auch Naturkosmetik zertifiziert, hat den Einsatz von Nanopartikeln in von ihr zertifizierten Produkten verboten.

Trotz dieser Diskussion halten wir mineralische UV-Filter zurzeit für die beste Variante des Sonnenschutzes - die Stoffe gelten - im Gegensatz zu etlichen chemischen Filtern - nicht als hormonell wirksam, und sie lösen keine Allergien aus.

...
[/AUSZUG]
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rita74
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #4 - 25. August 2009 um 22:38
 
Prinzipiell stimme ich Seb's Kritik zu. Die Abwertung um ein ganzes Prädikat scheint mir zu drastisch, sie folgt hier ja wohl lediglich aus der Verwendung des unerwünschten "LSF 12" an Stelle der erwünschten "LSF 10" bzw. "LSF 15". Was gerade an "LSF 12" für den Verbraucher irritierend sein soll, erschließt sich mir nicht. Die Mehrzahl aller Achtjährigen (europaweit) kann mit natürlichen Zahlen umgehen. Die Einführung eines neuen Zahlensystems für Lichtschutzfaktoren scheint mir nicht zwingend notwendig.

Jedoch halte ich die folgende Rechnung für benörgelbar diskutabel bzw. sogar für schlicht falsch:

Seb. schrieb am 25. August 2009 um 02:01:
(...) Zitat:
"Der zusätzliche Schutz, den ein Produkt mit dem LSF 12 gegenüber einem Sonnenschutzmittel mit dem LSF 10 bietet, ist absolut minimal."


Stimmt. Er ist nur um winzige 20% größer. Absolut minimal. (...)


Die Lichtschutzwirkung steigt mit wachsendem Lichtschutzfaktor nicht linear, wie sich z.B. auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit findet:

Zitat:
(...) Lichtschutzfaktor (LSF) 2 absorbiert 50 Prozent, LSF 20 96 Prozent und LSF 40 rund 98 Prozent der UVB-Strahlung. Der Sonnenschutz wächst also nicht linear mit dem Faktor, sondern die Steigerungskurve wird immer flacher und erreicht nie 100 Prozent. (...)

Präparate mit einem LSF 10 dürften mithin ca. 90% der UV-B-Strahlung absorbieren / reflektieren, Mittel mit einem LSF 12 hingegen ca. 92%. Die Differenz betrüge insofern nicht 20%, sondern nur ca. 2,2%. Das wäre dann tatsächlich eher minimal.

MfG Rita.
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #5 - 26. August 2009 um 12:12
 
rita74 schrieb am 25. August 2009 um 22:38:
Prinzipiell stimme ich Seb's Kritik zu. Die Abwertung um ein ganzes Prädikat scheint mir zu drastisch, sie folgt hier ja wohl lediglich aus der Verwendung des unerwünschten "LSF 12" an Stelle der erwünschten "LSF 10" bzw. "LSF 15". Was gerade an "LSF 12" für den Verbraucher irritierend sein soll, erschließt sich mir nicht. Die Mehrzahl aller Achtjährigen (europaweit) kann mit natürlichen Zahlen umgehen. Die Einführung eines neuen Zahlensystems für Lichtschutzfaktoren scheint mir nicht zwingend notwendig.


Wie so oft hilft es bei Kritik an den Tests weiter, wenn man die Testergebnisse komplett zitiert - und dann darüber diskutiert. Neben den natürlichen Zahlen, deren Bedeutung vielleicht für Achtjährige klar ist, aber bei Erwachsenen noch nicht ganz (siehe Ihr Beispiel des tatsächlichen Schutzes LSF 10 zu LSF 12), sollen zusätzlich Warn- und Anwendungshinweise sowie eine "Schutzkategorie" auf dem Produkt abgebildet sein (Sonnenschutzmittel sollte man nicht mit Kosmetika verwechseln). Beides war bei diesem Produkt nicht der Fall und daher wurde abgewertet.

Produkt:      Weleda Edelweiß Sonnenmilch LSF 12
Anbieter:      Weleda
Aus Heft:      M0806

Anbieter:  Weleda
Preis pro 200 ml in Euro:  14,95
Parfümfrei:  nein
Formaldehyd/-abspalter:  nein
Halogenorganische Verbindungen:  nein
Bedenkliche UV-Filter:  nein
Diethylphthalat:  nein
Polyzyklische Moschus-Verbindungen:  nein
Duftstoffe, die Allergien auslösen können:  nein
Weitere Duftstoffe:  Citral, Coumarin, Farnesol, Geraniol
PEG/PEG-Derivate:  nein
Paraffine/Erdölprodukte/Silikone:  nein
Testergebnis Inhaltsstoffe:  sehr gut
Angabe Lichtschutzfaktor / Produktkategorie      :  LSF 12 / keine Produktkategorie
Anwendungs- und Warnhinweise vollständig:  nein
Sonstige weitere Mängel:  nein
Testergebnis Weitere Mängel:  ausreichend
Gesamturteil:  gut
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rita74
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #6 - 26. August 2009 um 14:05
 
Der Test lag mir nicht vor, insoweit stützte sich mein Einwand auf die Informationen aus Seb.'s Beitrag sowie aus der Antwort Nr. 1 (von Forum-Admin).
Der Mangel an vollumfänglicher Information ist der Grund dafür, dass ich in meinem Beitrag mehrere Einschränkungen verwende ("prinzipiell", "scheint mir", "scheint mir nicht") und damit gleichzeitig dem Leser ein gewisses Maß an Subjektivität zu erkennen gebe.

Forum Admin schrieb am 26. August 2009 um 12:12:
(...) Testergebnis Inhaltsstoffe:  sehr gut
Angabe Lichtschutzfaktor / Produktkategorie      :  LSF 12 / keine Produktkategorie
Anwendungs- und Warnhinweise vollständig:  nein
Sonstige weitere Mängel:  nein
Testergebnis Weitere Mängel:  ausreichend
Gesamturteil:  gut

Diese Differenzierung hilft dem Leser von Ökotest selbstverständlich recht gut weiter.
Er erkennt, dass die Abwertung nicht durch die Inhaltsstoffe selbst verursacht wird, sondern durch unzureichende Warnhinweise usw. In der Folge kann er - seinen Prioritäten gemäß - seine Kaufentscheidung abwägen.

Problematischer gestaltet sich die Angelegenheit jedoch vor dem Regal (im Zuge eines Spontankaufes) - wo man als Käufer üblicherweise die Ökotest-Ausgaben bzw. -Jahrbücher nicht bei sich trägt.
Dem Verbraucher helfen in solcher Situation die aufgedruckten Ökotest-Prädikate ("Sehr gut" / "Gut") weiter, bei einer Reihe von Käufern beeinflussen sie die Kaufentscheidung massiv.
Die in der Zeitschrift bzw. im Jahrbuch vorhandene Differenzierung (Inhaltsstoffe: Sehr gut / Gesamturteil: Gut / Abwertungsgrund: fehlende Warnhinweise) ist in dieser Situation für den Kaufinteressenten schlicht nicht zu erkennen.
Im Falle des auf "Gut" abgewerteten Weleda-Produktes ist das möglicherweise nicht weiter dramatisch, da selbst ein Ökotest-"Gut" für viele Käufer (mich eingeschlossen) noch einen hervorragenden Kaufanreiz darstellt.

Sollte jedoch z.B. aus gleichem Grunde ein Ökotest-"gutes" Produkt auf "befriedigend" abgestuft werden, so wird sich, da nach meiner Kenntnis nur das jeweilige Gesamturteil auf dem Produkt notiert werden darf, höchstwahrscheinlich überhaupt kein Ökotest-Prädikat auf dem Artikel finden ("befriedigend" wird im Regelfall nicht aufgedruckt) - obwohl ein Produkt von inhaltlich guter Qualität vorliegt.
Dem Verbraucher entgeht hier eine wichtige Information und womöglich ein gutes Produkt und er greift mit hoher Wahrscheinlichkeit fehl zu einem Artikel, der ihm eventuell z.B. aus der Werbung bekannt, inhaltlich aber möglicherweise bedenklicher ist.

Ich beharre hier insofern auf meiner Skepsis bezüglich der o.g. Praxis, ohne jedoch harsche Kritik üben zu wollen.

MfG Rita.
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JogDial
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #7 - 26. August 2009 um 14:29
 
rita74 schrieb am 26. August 2009 um 14:05:
Diese Differenzierung hilft dem Leser von Ökotest selbstverständlich recht gut weiter. Er erkennt, dass die Abwertung nicht durch die Inhaltsstoffe selbst verursacht wird, sondern durch unzureichende Warnhinweise usw. In der Folge kann er - seinen Prioritäten gemäß - seine Kaufentscheidung abwägen.

Problematischer gestaltet sich die Angelegenheit jedoch vor dem Regal (im Zuge eines Spontankaufes) - wo man als Käufer üblicherweise die Ökotest-Ausgaben bzw. -Jahrbücher nicht bei sich trägt.

Hier möchte ich als Leser zu bedenken geben, daß Ökotest ja dann sein Magazin nicht mehr verkaufen brauchte...
darüberhinaus sollte jeder Verbraucher nach eigenen Kriterien einkaufen, da kann ein Testergebnis lediglich hilfreich, aber nicht grundsätzlich kaufentscheidend sein.
Beispielsweise gibt es Deos, welche von Ökotest als "sehr gut" bewertet werden (weil keinerlei bedenkliche Stoffe enthalten sind), welche ich aber sicher nicht verwende, weil sie eben auch null Wirkung haben.
Weiterhin unbedacht, ist bei Ihrer Argumentation, daß die Firma ja problemlos die Deklarierung, oder das Rezept  korrigieren kann und so nachträglich ein "Sehr Gut" bekommen kann. Das machen übrigens nicht wenige Firmen, wie man ebenfalls oft im Magazin nachlesen kann.

Ich hoffe ich habe ebenso sachlich argumentiert wie sie.

Gruß, Jogdial
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rita74
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #8 - 26. August 2009 um 14:44
 
Weitgehend ja (oder meinten Sie das ironisch? Smiley).
Allerdings jubeln Sie mir hier etwas unter:

JogDial schrieb am 26. August 2009 um 14:29:
(...) darüberhinaus sollte jeder Verbraucher nach eigenen Kriterien einkaufen, da kann ein Testergebnis lediglich hilfreich, aber nicht grundsätzlich kaufentscheidend sein. (...)


Nichts anderes habe ich formuliert. Unter Verwendung unmissverständlicher Wortgruppen wie "helfen weiter", "beeinflussen die Kaufentscheidung", "Kaufanreiz" usw.
Von "alleinig kaufentscheidend" oder Ähnlichem habe ich nicht geschrieben.

MfG Rita.
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JogDial
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Re: Test Sonnenschutzmittel 26.05.2008
Antwort #9 - 26. August 2009 um 15:41
 
nein, meinte ich nicht ironisch.

Mir ging es hauptsächlich darum, daß die hersteller ja ihre Rezepte und sonstige Kriterien, welche zur Abwertung führten nachbessern können. Dies machen aufmerksame Hersteller ja auch und somit kann ich als Kunde dann ein Sehr gutes Produkt kaufen.
Man muss als Hersteller als das schlechte Urteil nur dann fürchten, wenn man sich nicht ändern will - dann aber zu Recht.

Was sagen Sie dazu?
Da hatten Sie sich nun nicht noch mal geäussert, obwohl es in ihrem ersten Post so "klang" als ob ein gutes, bzw. befriedigendes Ergebnis sooo schlimm für die Hersteller wäre.
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