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Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien (Gelesen: 11342 mal)
Hema
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Beiträge: 6394

Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
11. November 2009 um 16:41
 
Ich stelle das einmal zur Diskussion:

Meiner Ansicht nach gibt es eine Reihe von Entwicklungen in den öffentliche-rechtlichen Medien, die in eine falsche Richtung laufen. Grob vereinfacht: mehr Programm, mehr Quote, weniger Qualität.

1. Der neue Rundfunkstaatsvertrag erlaubt wohl neue Formen des Product Placement.
2. Immer mehr Auslagerung auf ganze oder teilweise Töchter für Produktionen mit der Folge der Intransparenz. Warum das gemacht wird, ist mir nicht verständlich.
3. Die dritten (d.h. die ARD-Fernsehanstalten für sich genommen) müssen n.m.M. nicht unbedingt Ganztagsprogramm machen. Das geht in Richtung Masse statt Klasse.
4. Man orientiert sich zu sehr an den Privaten: Anbiederung statt Kontrastprogramm. Man läuft doch eigentlich ausser Konkurrenz, aber nutzt dies nicht und schielt zu sehr auf die Quote.
5. Sparten-Kanäle kosten unnötig Gebühren.

Mit einer Besinnung auf das Kerngeschäft und dem ernsthaften Bemühen, dieses ordentlich und redlich zu machen, hätte man mehr für die Zukunft getan. Noch hat der ÖRR eine Glaubwürdigkeit, die er verspielen kann.

Aktuell zahlt jeder Gebührenpflichtige 17,98 Euro pro Monat.

Einschätzung des Leiters des ZDF Werbefernsehens, Hans Joachim Strauch, zur Gebührenhöhe OHNE Werbeeinnahmen:

Zitat:
Ohne die kompensierend Wirkung der Werbeeinnahmen würden sich die Gebühren um rund 1,40 Euro erhöhen.


Quelle: Interview mit Digitalfernsehen vom 10.12.08

Ich weiß nicht, wie es anderen Zuschauern geht, aber diese 1,40 würde ich gerne tragen, wenn dadurch die Werbung ganz entfiele. Dann würde auch das ganze Gehacke um die Quote (denn die ist v.a. dann interessant, wenn man Werbeplätze in einer Sendung verkaufen will) aufhören.

Diskussionen/Beiträge dazu:

Diskussion um Werbeverbot bei ARD und ZDF
Werbefreiheit als Qualitätsmerkmal?

Man bedenke: für 1,40 gibt es kaum noch eine passable Tageszeitung am Kiosk.

Diese 1,40 Euro wären gut angelegt.
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elf
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Beiträge: 8423
Südland
Geschlecht: male
Re: Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
Antwort #1 - 11. November 2009 um 17:31
 
Wenn ich am Abend ARD, arte, 3sat oder ZDF gucke, dann kommt da keine Werbung.

Die Werbung stört mich deshalb am Abend nicht besonders, obwohl ich mich frage, wieso das Wetter nur gezeigt wird, wenn auch Werbung für einen neuen Azteken-Tee gemacht wird.
Sollte es möglich sein, ohne Werbung hinzukommen: Nur zu!
Das gibt die Überleitung zum Thema Eso.

Was mich viel mehr stört, das ist die Martens-Plasberg-Bankhofer-Hertzer-Schiene mit Eso-Reklame, die nicht als Werbung daher kommt, sondern  -viel schlimmer-  als Fakt,
wenn "Stories" als Dokus getarnt sind, obwohl es BILDzeitungsartige Ramsch-Geschichten sind.

Wenn ich also € 1,40 mehr zahle, damit keine Eso-Scheisze mehr kommt: OK.
Aber ansonsten sehe ich nur, dass das neue Geld in die Taschen von geldgierigen Machern (Harald Schmidt, Plasberg etc.) fließt, die ihre Sendungen schon längst ausgelagert  - und somit der Verantwortung des ÖR entzogen-  haben.
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« Zuletzt geändert: 11. November 2009 um 18:31 von elf »  

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
"Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher."- Wiglaf Droste
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JogDial
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Beiträge: 1296
Großraum: Europa
Re: Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
Antwort #2 - 11. November 2009 um 18:05
 
Meine Meinung:
  • keine Werbung im ÖR
  • Reduzierung der Anstalten auf ein verträgliches Maß
  • Diese Einsparungen an die Bürger weitergeben --> Keine Erhöhung notwendig.
  • Sinnvolles, gerechtes und nachvollziehbares Finanzierungskonzept erstellen. Das bedeutet für mich insbesondere:
    • Jeder Bürger zahlt max. EIN mal. Nicht 4, 5, oder noch öfters (Freiberufler, im Büro, etc.)
    • Jeder zahlende Nutzer darf kostenlos die Internetangebote nutzen.
    • Nutzer aus dem Ausland sind ebenfalls zur Zahlung der Gebühren zu verpflichten.
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***unabhängiger Konsument***verkaufe nichts***werbe keine Vertriebspartner***
 

 
Michael E
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Beiträge: 3

Re: Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
Antwort #3 - 25. Februar 2013 um 13:01
 
Zu diesem Thema gab's letztens einen recht interessanten Artikel in der SZ mit zum Teil ganz Interessanten Meinungen/Forderungen verschiedener Personen aus:




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Michael E
Forum-Mitglied

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Beiträge: 3

Re: Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
Antwort #4 - 25. Februar 2013 um 13:06
 
http://www.sueddeutsche.de/medien/forderungen-an-den-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk-mutiger-schaerfer-radikaler-1.1607738
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SilentRunning
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Beiträge: 10

Re: Fehlentwicklungen in öffentlich-rechtlichen Medien
Antwort #5 - 14. Juni 2013 um 12:55
 
Hema schrieb am 11. November 2009 um 16:41:
4. Man orientiert sich zu sehr an den Privaten: Anbiederung statt Kontrastprogramm. Man läuft doch eigentlich ausser Konkurrenz, aber nutzt dies nicht und schielt zu sehr auf die Quote.

Diese Aussage ist zwar schon 3 Jahre alt, doch sie ist heute zutreffender als damals. Man braucht sich nur einmal das rapide schwindende Niveau von "Wetten dass" anzuschauen, das ja derzeit heiß diskutiert wird, und schon erkennt man, dass das ZDF offenbar wirklich mit einem Auge auf die Klientel von RTL & RTL 2 schielt. Anders ist die Einladung der Geissens in die Show nicht zu erklären. Mal sehen, was da noch auf uns zu kommt...
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