Ich stelle das einmal zur Diskussion:
Meiner Ansicht nach gibt es eine Reihe von Entwicklungen in den öffentliche-rechtlichen Medien, die in eine falsche Richtung laufen. Grob vereinfacht: mehr Programm, mehr Quote, weniger Qualität.
1. Der neue Rundfunkstaatsvertrag erlaubt wohl neue Formen des Product Placement.
2. Immer mehr Auslagerung auf ganze oder teilweise Töchter für Produktionen mit der Folge der Intransparenz. Warum das gemacht wird, ist mir nicht verständlich.
3. Die dritten (d.h. die ARD-Fernsehanstalten für sich genommen) müssen n.m.M. nicht unbedingt Ganztagsprogramm machen. Das geht in Richtung Masse statt Klasse.
4. Man orientiert sich zu sehr an den Privaten: Anbiederung statt Kontrastprogramm. Man läuft doch eigentlich ausser Konkurrenz, aber nutzt dies nicht und schielt zu sehr auf die Quote.
5. Sparten-Kanäle kosten unnötig Gebühren.
Mit einer Besinnung auf das Kerngeschäft und dem ernsthaften Bemühen, dieses ordentlich und redlich zu machen, hätte man mehr für die Zukunft getan. Noch hat der ÖRR eine Glaubwürdigkeit, die er verspielen kann.
Aktuell zahlt jeder Gebührenpflichtige
17,98 Euro pro Monat.
Einschätzung des Leiters des ZDF Werbefernsehens, Hans Joachim Strauch, zur Gebührenhöhe OHNE Werbeeinnahmen:
Zitat:Ohne die kompensierend Wirkung der Werbeeinnahmen würden sich die Gebühren um rund 1,40 Euro erhöhen.
Quelle:
Interview mit Digitalfernsehen vom 10.12.08Ich weiß nicht, wie es anderen Zuschauern geht, aber diese 1,40 würde ich gerne tragen, wenn dadurch die Werbung ganz entfiele. Dann würde auch das ganze Gehacke um die Quote (denn die ist v.a. dann interessant, wenn man Werbeplätze in einer Sendung verkaufen will) aufhören.
Diskussionen/Beiträge dazu:
Diskussion um Werbeverbot bei ARD und ZDFWerbefreiheit als Qualitätsmerkmal?Man bedenke: für 1,40 gibt es kaum noch eine passable Tageszeitung am Kiosk.Diese 1,40 Euro wären gut angelegt.