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Horrorfilme (Gelesen: 35177 mal)
Hema
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Beiträge: 6394

Horrorfilme
03. Januar 2010 um 08:32
 
Ich möchte voranschicken, dass ich keine Freundin des Genres bin und solche Filme normalerweise nicht ansehe. Vor einiger Zeit habe ich mir - da der Film auf Pro 7 im Abendprogramm lief - doch einmal einen angeschaut, nur um zu sehen, was im Fernsehen mittlerweile so alles frei gesendet wird und vorher sogar noch mit FSK 16 (die leicht geschnittene Fernseh-Version) eingestuft wird.

Der Film, den ich mir angesehen habe, hieß "Saw".
Er soll wohl reichlich Geld eingespielt haben.

Es ist schon erstaunlich, was so alles gesendet wird. Erstaunlicher ist, dass so etwas überhaupt produziert wird. Am Erstaunlichsten ist es, dass sich das Menschen freiwillig zur Unterhaltung ansehen.

Ich muss zugeben, noch nie einen Film gesehen zu haben, der derart krank, widerwärtig und verstörend war. Wenn dieser Film typisch für das Genre ist (zumindest für die Entwicklungen in den letzten Jahren), dann sollten solche Filme nicht gesendet werden. Schlimm genug, dass sie produziert werden. Dieser Film war nicht nur für Jugendliche unter 16 Jahren ungeeignet, sondern auch für Erwachsene. Wohlgemerkt nicht, weil er schlecht war, sondern weil ich es für sehr krank halte, solche Gewaltdarstellungen als Unterhaltung zu konsumieren bzw. zum Konsum anzubieten. Diese Bilder wirken ja nach. Wie muss man strukturiert sein, um sich von so etwas unterhalten zu fühlen?

Sehr merkwürdig finde ich, dass es um die Darstellung von Sexualität anscheinend mehr Diskussionen gibt als um die Darstellung von Gewalt und psychopathischer Machtausübung.

So was kann dann auch dabei herauskommen:

"Horrorkids"
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Schau-ma-amoi
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Beiträge: 1739

Geschlecht: male
Re: Horrorfilme
Antwort #1 - 03. Januar 2010 um 15:15
 
Hema schrieb am 03. Januar 2010 um 08:32:
Sehr merkwürdig finde ich, dass es um die Darstellung von Sexualität anscheinend mehr Diskussionen gibt als um die Darstellung von Gewalt und psychopathischer Machtausübung.


In unserem Kulturkreis mag das auch darin liegen, dass Menschen mit Schwanzerl nur ein Gefühl frank und frei herzeigen dürfen: Aggression.

Alles andere ist Frauensache.

Der Film war übrigens öd bis zum Abwinken.
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rita74
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Beiträge: 362

Geschlecht: female
Re: Horrorfilme
Antwort #2 - 04. Januar 2010 um 13:09
 
Schau-ma-amoi schrieb am 03. Januar 2010 um 15:15:
(...)
In unserem Kulturkreis mag das auch darin liegen, dass Menschen mit Schwanzerl nur ein Gefühl frank und frei herzeigen dürfen: Aggression. (...)

Wer schreibt denn das vor?

@Hema:
(1) Vor einiger Zeit gab es die Diskussionen um PC-Spiele wie "Counterstrike" bzw. um Gesellschafts-"Spiele" wie Paintball / Gotcha, jeweils im Zusammenhang mit Amokläufen bzw. ähnlichen schrecklichen Ereignissen.
(2) Neuerdings prahlt das DSF z.B. hier damit, sich "hochkarätige Sportrechte" gesichert zu haben - und meint damit Rechte zur Übertragung von "Ultimate fighting" (Kloppen bis zum blutigen K.O. - erlaubt ist alles, was verletzt und schmerzt, am Boden zu liegen z.B. schützt nicht vor weiterem Einstecken brutaler Prügel).

Im Vergleich mit (1) und (2) halte ich Filme wie "Saw" eher für harmlos -> während in (1) der interaktive Charakter der Spiele m.E. tatsächlich auf Dauer möglicherweise enthemmend wirken kann und in (2) "echte" Menschen bluten, ist dem "Saw"-Zuschauer klar, dass hier allenfalls literweise Kinoschminke fließt. In der "Nachwirkung" stehen die Bilder aus (1) und (2) denen der "Saw"-Filme zumindest gleich.

P.S.: "Saw" ist nicht unbedingt genretypisch, sondern ein Low-Budget-Produktion.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Horrorfilme
Antwort #3 - 05. Januar 2010 um 09:53
 
Solche Spiele wie das genannten kenne ich grob. Deren Wirkung wird m.M. nach überschätzt. Das vom DSF ist ja gruselig. Das hat nichts mehr mit Sport zu tun. Wer sieht so was nur?

Bei Filmen wie "Saw" will man ja das Wissen um das Kinoblut vergessen machen, was auch gelingt, wie ich meine. Meine Frage ist, wie man strukturiert sein muss, um sich an so etwas zu ergötzen/unterhalten zu fühlen. Wie kann man sich so etwas freiwillig ansehen?

Wenn man einmal an frühere Zeiten denkt und sich ins Gedächtnis ruft, dass öffentliche Bestrafungen auch Volkbelustigungen waren, muss das auch heute doch irgendeine sehr finstere Seite nicht weniger Menschen bedienen. Mir gruselt nicht nur vor den Filmen, sondern auch vor den Menschen, die sich an so etwas erfreuen (irgendwie). Das ist archaisch/fremdartig.  Schockiert/Erstaunt

Was kann man tun, um das einzugrenzen?
Eltern sollten da genau schauen, was sich ihre Kinder so zu Gemüte führen, meine ich.
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0815einerlei
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Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #4 - 05. Januar 2010 um 10:30
 
Zitat:
Eltern sollten da genau schauen, was sich ihre Kinder so zu Gemüte führen, meine ich.


Genau da liegt dar Hase im Pfeffer. Gleichgültigkeit, Faulheit, Dummheit. Man hört dann immer," Ich würde mir das nicht ansehen." oder " Früher gab es das nicht." oder "Wir wurden damals anders erzogen."

Letzteres finde ich immer am "lustigsten". Dann soll man sich bitte daran erinnern, wie man selbst erzogen wurde und dies seinen Kindern nicht vorenthalten, so man denn selbst gegen geistigen Durchfall erzogen wurde. Erziehung zum Ekel gegenüber bestimmter Dinge und daraus folgender Ablehnung selbiger eben.

Wo kein Konsument, da auch keine Produktion.

Aber da ist dann wieder ersteres. Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit.
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rita74
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Beiträge: 362

Geschlecht: female
Re: Horrorfilme
Antwort #5 - 05. Januar 2010 um 13:54
 
Hema schrieb am 05. Januar 2010 um 09:53:
(...) Meine Frage ist, wie man strukturiert sein muss, um sich an so etwas zu ergötzen/unterhalten zu fühlen. (...)

Wenn man einmal an frühere Zeiten denkt und sich ins Gedächtnis ruft, dass öffentliche Bestrafungen auch Volkbelustigungen waren, muss das auch heute doch irgendeine sehr finstere Seite nicht weniger Menschen bedienen. Mir gruselt nicht nur vor den Filmen, sondern auch vor den Menschen, die sich an so etwas erfreuen (irgendwie). (...)

Ok, Ihre Besorgnis (vor den Menschen, die solches anschauen bzw. über die große Anzahl von Konsumenten) ist verständlich.

Doch vielleicht sind Sie - zumindest gegenüber einem großen Teil der Zuschauer - zu streng. Den allermeisten von diesen wird beim Anschauen derartiger Filme nicht daran gelegen sein, Vorlagen für die Folter ihrer Mitmenschen zu recherchieren. Sie befriedigen höchstwahrscheinlich eher eine Lust am Nervenkitzel im Allgemeinen bzw. eine Lust am Grusel im Speziellen.

Als Kind besucht man zuweilen die Geisterbahn. Früher (auch heute noch) liefen Filme wie Hitchcocks "Psycho", die heutzutage "Kultstatus" besitzen. Die Mordszenen dort sind m.E. weder erfreulich noch ergötzend oder gar als Inspirationsquelle für tatsächliche Straftaten geeignet (von eventuell einzelnen psychopathischen Ausnahmen abgesehen), aber für etliche eben einfach wesentlicher Bestandteil eines (auf seine Art) unterhaltenden Filmes.
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Wicked
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Re: Horrorfilme und auch Kriegsfilme
Antwort #6 - 05. Januar 2010 um 16:31
 
Ich persönlich kann solchen Filmen auch nichts abgewinnen. Kann mir aber vorstellen, dass der dabei entstehende "Nervenkitzel" und die "Spannung" bei manchen Menschen einen Adrenalinkick oder ähnliches auslöst.

Was ich aber mindestens genauso bedenklich finde sind manche Kriegsfilme (haben die wirklich geschichtlichen Wert?).

Hier stand bestimmt 1,5 Jahre der Film "Der Soldat James Rayen" im Regal, da er FSK 16 ist (was ich als einen Witz empfinde!) blieb er lange da stehen, weil die Kinder, wenn mal Zeit dagewesen wäre dann auch länger aufblieben.

Vor einem halben Jahr habe ich es dann mal geschafft, mir diesen Film anzuschauen, die ersten 30 Minuten gleichen einem Pathologieunterricht, ich habe die meiste Zeit weggeschaut und mir die Ohren zugehalten. Der Rest des Filmes ging dann so leidlich. Durch die Kameraführung und die heutigen technischen Möglichkeiten wirkte dieser Film erschreckend real auf mich. Ich stellte mir an dieser Stelle die selben Fragen, wie Hema nun im Bezug auf Horrorfilme.

Wer schaut sich sowas an? Ich fand es gar nicht unterhaltsam und absolut grausam!  Um zu wissen, das Krieg schlimm ist muss ich mir nicht einen solchen Film anschauen...
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Neuko
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Beiträge: 1

Re: Horrorfilme
Antwort #7 - 05. Januar 2010 um 17:30
 
Meiner Meinung nach sind solche Filme nur was für Menschen, die sonst im Leben keinen Stress, Nervenkitzel oder Horror haben Zwinkernd Ich denke man kann ansonsten gut darauf verzichten sich damit noch unnötig zu berieseln.
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0815einerlei
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Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #8 - 06. Januar 2010 um 10:37
 
Rita 74,

Sie verharmlosen.

Zitat Rita74
Zitat:
Doch vielleicht sind Sie - zumindest gegenüber einem großen Teil der Zuschauer - zu streng.



denn..

Zitat Rita74
Zitat:
Den allermeisten von diesen wird beim Anschauen derartiger Filme nicht daran gelegen sein, Vorlagen für die Folter ihrer Mitmenschen zu recherchieren.


Darum geht es gar nicht.

Sondern darum.

Zitat Rita 74
Zitat:
Sie befriedigen höchstwahrscheinlich eher eine Lust am Nervenkitzel im Allgemeinen bzw. eine Lust am Grusel im Speziellen.


Warum erzählte man den Kindern früher Märchen wie "Rotkäppchen" oder "Die 7 Geißlein"? Man wollte Angst erzeugen. Aber nicht aus Freude an der Angst der Kinder sondern aus Sorge um deren Sicherheit, die Kinder zu sensibilisieren vor Gefahren im Wald z.B..

Heut geht es darum sich zu ergötzen am Leid anderer. Sich daran aufzugeilen. Sagen Sie doch selbst auch. Und mit Verlaub, das ist primitiv und der kleine, aber feine Unterschied zum Märchen erzählen oder einer Geisterbahn. Sind Sie eigentlich sicher durch eine solche gefahren zu sein?

Und das..
Zitat Rita74
Zitat:
Als Kind besucht man zuweilen die Geisterbahn. Früher (auch heute noch) liefen Filme wie Hitchcocks "Psycho", die heutzutage "Kultstatus" besitzen.


Entwickelt natürlich nicht automatisch das.

Zitat Rita74
Zitat:
Die Mordszenen dort sind m.E. weder erfreulich noch ergötzend oder gar als Inspirationsquelle für tatsächliche Straftaten geeignet (von eventuell einzelnen psychopathischen Ausnahmen abgesehen),


Aber.

Zitat Rita74
Zitat:
für etliche eben einfach wesentlicher Bestandteil eines (auf seine Art) unterhaltenden Filmes.


Dieser Umstand, sowie Ihre und anderer Leute zunehmende Gleichgültigkeit und Banalisierung, einhergehend mit nicht Bilden von entsprechenden Gegenpolen zu solchem Drecksmist, lässt immer mehr Jugendliche verrohen, verdumpfen, verblöden,krank im Kopf werden.

Und natürlich steigen damit auch die Zahlen von Gewalttaten. Ich empfehle Ihnen mal einen “ganz normalen“ Tag in einer „ganz normalen“ Jugendeinrichtung, mit „ganz normalen“ Kindern, von „ganz normalen“ Eltern, zu denen Sie sich ja  sicher auch zählen, so Sie Kinder haben.

Übrigens betrifft das nicht nur Horrorfilme, sondern anti Kriegsfilme, die keine sind (wie der Soldat R.), Pornos, reality Hinrichtungen auf dem Handy usw.,usw.


Alles nicht so schlimm. Gelle?  Oder noch besser: Da kann ich nix gegen mache.


Wo,Rita74, ziehen Sie denn ne Grenze? Verstehen Sie das überhaupt?
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Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #9 - 06. Januar 2010 um 11:30
 
Selbst als Elter, der seine Verantwortung da ernst nimmt und sich auch (!) anschaut, was die Kinder sich anschauen und der auf die FSK Beschränkungen achtet hat man es schwer. Die Kinder hören zum einen von Freunden, was die so alles anschauen dürfen -> man gerät unter Umständen in endlose Diskussionen und, was auch auch schon passiert ist, das eines meiner Kinder nach Hause kam und erzählt hat, ich habe bei ****** Indiana Jones geschaut, ich hatte nachgeschaut, der Film war ab 16 mein großer gerade mal 9.... Ärgerlich

Selbst bin ich auch schon in diese Falle getappt mit dem letzten Harry Potter Film. Die Bücher hatte der Sohn (jetzt 10) alle gelesen er wollte ihn unbedingt im Kino sehen, er war ab 12 in Begleitung eines Elter ab 6. Das war ein Fehler für Kind war er absolut zu grausam...

Die Wichtigkeit der Medien und des Fernsehens nimmt immer mehr zu und ich finde die Abartigkeit mancher Filme echt bedenklich, ebenso im Netz wo man mittlerweile ja schon aufpassen muss, was sich der Sohn bei youtube so anschaut....
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